Diet – Alimentación – Ernährung

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Die beste Ernährung - Die FreiheitsmaschineEs gibt Artikel in der Freiheitsmaschine, die wabern vor Veröffentlichung über lange Zeit vergleichbar eines neuen Designs in vielen Iterationsschritten über die Tastatur.

Dieser Beitrag ist so ein Fall.

Die Idee dazu habe ich schon seit längerer Zeit aber genau wie beim Geheimnis 2.0 oder Freiheit für Familie Mustermann geht es hier um mehr.

Wenn man ein solch wichtiges Thema dann einfach so runterschreibt, verliert sich das Ergebnis allzu leicht in sinnlosen Detaildiskussionen. Und deshalb musste auch an diesen Beitrag zuerst genug „Fleisch“ 😉 bevor man Ihn veröffentlichen kann.

Denn hier geht es im Endeffekt darum, wie ich möglichst viele Freiheitskämpfer auch in mehreren Jahrzehnten noch mit festem Händedruck und strotzend vor Gesundheit begrüßen kann.

 

Es geht um Ernährung

Nicht in der Art und Weise, Dir irgendwas zu verkaufen. Weder Dogmen noch verkleidete Agenden. Keinen Kochkurs und auch kein Abo.

Sondern einfach das, was ich mir selbst dazu erarbeitet habe.

Warum:

  • Weil weiteres Geld für mich mittlerweile einen geringeren Wert hat als für die meisten Mitmenschen, die zuallererst an Ihren Lebensunterhalt denken müssen. Ich “muss” deshalb niemandem mehr etwas verkaufen und deshalb macht Vermögen aus Dir einen besseren Menschen.
  • Ich statistisch in meiner zweiten Lebenshälfte angekommen bin und damit jeden Tag mehr auf der Seite von Naval Ravikant stehe, nach dem alle echten Vorteile des Lebens dort liegen, wo Menschen den kurzfristigen Benefit liegen lassen und sich auf den Langfristigen konzentrieren.

 

Und das ist gerade bei Themen wie diesem sehr wichtig. Weil es das Leben der Menschen verändern kann. Und darum ist es auch extrem vorteilhaft, Dich selbst mit dem Thema Ernährung und Deinem Essverhalten einmal wirklich zu beschäftigen und nicht, wie die meisten Menschen erst bei Vorliegen eines Gewichts- oder sogar schon Gesundheitsproblems mit hektischer Aktivität darauf zu reagieren.

Denn es kann auf Deiner Vermögensseite „Cashflowen“ so viel es will. Wenn Du gleichzeitig übergewichtig, antriebslos oder sogar schon aus Ernährungsgründen (plus Bewegungsmangel) krank in der Ecke liegst, hast Du kaum noch etwas von den anderen schönen Dingen in Deinem Leben, nach denen Du so sehr gestrebt hast.

Und das Thema ist für den durchschnittlichen Bürger nicht trivial, denn warum wären sonst:

  • So viele Menschen trotz unserer modernen und aufgeklärten Wissensgesellschaft antriebslos und krank?
  • So viele Menschen schon im mittleren Lebensabschnitt stark übergewichtig und Sie scheinen nichts dagegen tun zu können? Ist es einfach das Alter, wie so viele dieser Menschen dann behaupten?

Rational betrachtet haben übergewichtige Menschen z.B. in der Vergangenheit einfach mehr Energie zugeführt als Sie umgesetzt haben und Ihr Körper hat diese überschüssige Energie in Form der für Ihn höchsten Energiedichte gespeichert.

Körperfett

Das hört sich theoretisch nach keinem großen und auch nach einem einfach zu lösenden Problem an. Aber diese Fettdepots sind nicht nur Ursache vieler Folgeerkrankungen sondern sie haben irgendwann sogar eine selbstverstärkende Wirkung. Das heißt die gespeicherte überschüssige Energie in Fettform verhält sich (besonders im Unterbauch) wie ein metabolisch aktives „Organ“. Es schüttet selbst entzündungsfördernde Hormone aus, die unter anderem wiederrum die Nahrungsaufnahme anregen und sorgt besonders bei Männern neben einem weiter wachsenden Bauchumfang auch für eine Verweiblichung, weil freies Testosteron neutralisiert und in Östrogen umgewandelt wird.

Warum tut unser Körper das überhaupt alles und warum hört er nicht irgendwann auf damit?

 

Als Basis unserer Existenz sind wir Menschen zuallererst „Überlebens- und Reproduktionsmaschinen“

 

Und mit Ausnahme der letzten zwei Jahrhunderte, war Nahrung seit Anbeginn der Welt DIE entscheidende und knappe Ressource überhaupt und damit der überlebenswichtige Parameter schlechthin.

Der während großer Teile seiner Historie in der afrikanischen Savanne lebende nackte Affe, der wir trotz unser Verkleidung und unseren zivilisatorischen Errungenschaften sind, wäre vor mehreren zehntausend Jahren z.B. bestimmt nicht freiwillig und unter großer Lebensgefahr in teilweise bitterkalte Breitengrade wie den deutschsprachigen Raum ausgewandert, wenn es am konstant wohlig warmen Ursprungsort ausreichend Nahrung für alle gegeben hätte.

Auf dieser gefährlichen Reise, die meistens eine Suche nach Ressourcen und Nahrungsmitteln war, lauerte der Tod an jeder Ecke und auch am Zielort gab es dann in unserem Beispiel monatelange Winter, die ohne weiteren großen Aufwand den sicheren Tod bedeuteten.

Dieser immer wiederkehrende Mangel an Nahrung und der Kampf um Ressourcen hat uns auf unserer gesamten bisherigen Menschheitsgeschichte begleitet.

Aus diesem Grund ist der Bereich Nahrungsversorgung auch in elementarste Bereiche unseres Gehirns einprogrammiert.

Und wenn unser Gehirn wirklich ganz sicher gehen will, dass wir etwas befolgen und es bloß nie wieder vergessen, dann zückt es seine stärkste Waffe.

 

Unser Belohnungszentrum

Das wirkungsvollste Tool unserer Steuerungszentrale überhaupt, um uns wie ein Uhrwerk zu einem bestimmten Verhalten zu bringen.

Im Bereich Nahrungsaufnahme sind wir z.B. so programmiert, dass dieses Belohnungszentrum Glückshormone (Dopamin und Endorphine) ausschüttet, wenn wir besonders energiereiche Nahrung zu uns nehmen oder solche, bei der die Energie dem Körper möglichst schnell zur Verfügung steht und es verschafft uns bei Befolgung dieser Programmierung als Belohnung wohlige Entspannungs- und Glücksmomente.

Darum ist es so schwer, die einmal geöffnete Chipstüte oder das Stück Kuchen unberührt zu lassen, bevor alles aufgegessen ist.

Dieses System, das für uns Menschen während seiner gesamten Historie so wunderbar funktioniert hat, ist in Zeiten des Nahrungsüberflusses und auch durch die Erfindung bisher unbekannter extrem kalorien- und zuckerreicher industrieller Nahrungsmittel für viele Menschen zu einem großen Problem geworden.

Denn unser Belohnungszentrum wird bei Nichtbeachtung einiger Regeln durch diese Ihm bisher unbekannten Nahrungsmittel mit Reizen geradezu überflutet und feuert als Antwort darauf aus allen Rohren.

„Los! Mehr zucker- und fetthaltige Nahrung mit hoher Energiedichte und direkter Verfügbarkeit essen!“ Vergleichbar einer waschechten Drogensucht, fehlt unserem prähistorischen Belohnungszentrum ein Schutzmechanismus gegen diese Überstimulation.

Es war evolutionstechnisch bisher einfach immer viel wichtiger, überhaupt zu überleben als schlank und möglichst lange gesund zu bleiben. Die Natur mit Ihrer natürlichen Selektion interessiert sich generell nicht besonders für Einzelschicksale.

Dafür bist Du selbst verantwortlich!

Das Ergebnis dieses fehlenden „Überflussschutzes“ im Bereich Nahrungsaufnahme ist dadurch leider bei viel zu vielen Menschen sichtbar.

Zu viel überschüssiges Körperfett löst bei den betroffenen Menschen dann als Folge oft eine generelle Antriebslosigkeit und einen aus der Balance geratenen Hormonhaushalt aus. Und bei chronischer Fehl- und Überernährung dann auch noch viele vermeidbare Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Gefäßerkrankungen und sogar waschechte Depressionen als weitere Folgeerkrankungen.

Was man zu Beginn als simplen ästhetischen Makel abtun könnte, beeinflusst in Wirklichkeit also oft das gesamte Leben und hat langfristig viele extrem negative Konsequenzen.

 

Aber wir sind hier ja in der Freiheitsmaschine und damit endet dieser Blödsinn genau jetzt

Denn neben der Beerdigung aller Geldsorgen und der Maximierung der frei verfügbaren Lebenszeit gehört zu einem wirklich guten Leben nicht nur ein starker sondern auch gesunder Geist und Körper bis ins hohe Alter.

 

Was vielen Menschen anscheinend noch nicht bewusst ist

  1. Deine Gesundheit ist die wichtigste Form Deines Wohlstands!
  2. Ein gesunder und starker Körper ist in der heutigen Zeit des Überflusses das ultimative Statussymbol, da man sich diesen nur mit eigener Anstrengung und Willen selbst erschaffen aber Ihn nicht mit Geld kaufen kann!

 

 

Die schlechte Nachricht zuerst

Wenn Du im Ernährungsbereich aktuell Handlungsbedarf hast, kannst Du den Kampf gegen Dein eigenes Belohnungszentrum dauerhaft ohne eine permanente Änderung Deines Essverhaltens und dem Verstehen einiger Zusammenhänge nicht gewinnen.

Temporäre Diäten zur Gewichtsreduktion funktionieren deshalb langfristig nicht. Es geht stattdessen darum, Dein Essverhalten permanent so umzustellen, dass Dein Belohnungszentrum zukünftig weniger stark durch zumeist stark verarbeitete und zuckerhaltige Nahrung manipuliert und aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Gleichzeitig kannst Du Ihm dann als weiteren Schritt neue Aktivitäten zur Verfügung stellen, bei denen es Dich belohnen kann. Das kann zum Beispiel körperliche Bewegung sein, womit Du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst.

 

Denn jetzt kommt die gute Nachricht

Wenn Du Deinen Gegner nicht schlagen kannst, musst Du Ihn überlisten. Und das geht. Denn Du kannst Dein Hungergefühl und damit Deinen Impuls zur Nahrungsaufnahme nach einer Anpassungsphase zum großen Teil fast komplett selbst steuern und damit im Endeffekt Dein gewünschtes Körpergewicht so gut wie frei wählen.

Was sich für Beginner wie Voodoo anhört, ist für erfahrene Menschen in diesem Bereich zur Trivialität geworden.

Denn eigentlich ist auch dieses Thema wie Vermögensaufbau furchtbar einfach und wenn man die Stellschrauben kennt und seine Gewohnheiten diesbezüglich optimiert, läuft das Ganze wie ein Depotsparplan. Man läuft dann mit Idealgewicht, gesund und voller Energie durch die Gegend und bei eingependeltem System ist alles automatisiert und der weitere Aufwand dafür geht gegen Null.

Denn je nachdem welche Nahrung Du zu Dir nimmst und auch wann Du Sie verzehrst, hat einen großen Einfluss darauf wie Dein Gehirn darauf reagiert. Bei Auswahl der richtigen Nahrungsmittel und zur richtigen Zeit konsumiert, kannst Du die komplette Freiheit über Dein eigenes Essverhalten zurück erhalten.

 

Die Basics

Wir essen um unseren Energiebedarf zu decken und uns gleichzeitig mit Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen, die wir selbst nicht herstellen können.

Unser täglicher Energiebedarf ist dabei größtenteils abhängig von unserer fettfreien Körpermasse und dem Umfang wie stark wir diese dann benutzen.

Zur fettfreien Körpermasse gehören neben dem Gehirn auch unsere Muskeln und als erste Überraschung für viele Menschen bedeutet das:

– Zusätzliche Muskelmasse verbraucht durch die Abläufe des täglichen Lebens aber auch im Ruhezustand zusätzliche Energie –

 

Sport wie Krafttraining, der sehr effizient Muskelmasse aufbaut, ist also nicht nur ein Jungbrunnen, der mir z.B. nicht nur das beste Körpergefühl und Gesundheit meines bisherigen Lebens beschert, sondern diese Muskeln machen es dann auch generell einfacher, das eigene Gewicht zu steuern, da nun ein höherer Grundumsatz an Energie besteht (und nebenbei auch noch Dinge wie eine verbesserte Insulinsensivität).

 

Anleitung, das Thema Ernährungsumstellung komplett falsch anzugehen

  • Falls Du Gewicht verlieren möchtest, folgst Du einer Crash Diät und bestellst dann die dort empfohlenen teuren und meist industriell gefertigten Produkte
  • Du reduzierst damit dann radikal Deine Kalorienzufuhr und beschäftigst Dich ansonsten bitte gar nicht mit dem Thema

Ergebnis: Du verlierst unter hoher mentaler Anstrengung zu Beginn Körpergewicht. Aber einige Zeit nach Diätende bist Du sonderbarerweise nicht nur so schwer wie zuvor, sondern darüber hinaus fühlst Dich noch schlechter und antriebsloser als zu Beginn dieses für Dich erfolglosen Unterfangens.

Herzlichen Glückwunsch – Du hast eines der stärksten Überlebensprogramme Deines Körpers aktiviert. Akuter Nahrungsmangel!

Unsere Vorfahren waren regelmäßig davon betroffen, nicht genug oder nur unzureichende Nahrung vorzufinden und dann ging es um das eigene Überleben. Und was macht der Körper seit Menschengedenken, wenn es ums Überleben geht?

Er reduziert gnadenlos den eigenen Energieumsatz indem er die für das Überleben nicht notwendigen Energieverbraucher herunter fährt oder sogar eliminiert.

Welche das sind? Neben dem Stoffwechsel hauptsächlich Deine Muskeln.

Dein Körper baut als Reaktion auf Deine Radikaldiät einfach einen Teil Deiner kostbaren Muskelmasse ab und reduziert damit auf lange Zeit Deinen Energieumsatz. Nach Beendigung der Diät bist Du als Ergebnis nicht nur schwächer als zuvor, sondern auch anfälliger für eine direkte Wiederzunahme, weil Du nun permanent weniger Energie verbrauchst als vor Deiner Aktion.

Als zweites Ergebnis wird Dein Körper durch das aktivierte „Hungersnotprogramm“ alles daran setzen, den alten Energievorrat (in Form von Körperfett) nicht nur zügig wieder herzustellen, sondern Ihn sogar noch zu vergrößern.

Er hat schließlich gerade wieder einmal gelernt, dass die Nahrungsversorgung bei Dir nicht sichergestellt ist. Und das eigene Überleben geht Ihm immer über Deine Gesundheit. Und von Deiner persönlichen Lebensqualität brauchen wir überhaupt nicht zu sprechen.

Als weiteres Ergebnis hast Du durch die verringerte Muskelmasse nun eine reduzierte Insulinsensitivität. Das heißt ein Schritt in die falsche Richtung mit Gefahr der Entwicklung einer späteren Diabetes und einem generell schlechteren Stoffwechsel.

Die meisten Diäten lassen die Menschen also nicht nur dicker und schwächer zurück als zuvor sondern den einzigen Vorteil scheinen langfristig die Vertreiber solcher Produkte zu haben.

Schöner Mist, oder?

Aber ich habe die Lösung für Dich

Eine, die wirklich Dein Leben permanent verbessert und Dich auch auf der Ernährungsebene befreit:

  • Erstens machst Du nie wieder eine „Diät“, sondern wenn Du Dein Gewicht reduzieren oder generell gesünder essen möchtest, änderst Du Dein Essverhalten permanent und dann auch so, dass ein Hungergefühl kaum mehr entsteht.
  • Zweitens isst Du in einer solchen Art und Weise, dass Dein Überlebensprogramm „Nahrungsmangel“ nicht aktiviert wird
  • Deine Muskelmasse schützt Du besonders während der Zeit der Kalorienrestriktion aber auch generell mit einer eiweißreichen Ernährung und idealerweise zusätzlich mit einem kurzen aber intensiven Sportprogramm.
  • Und abschließend hältst Du Deine neuen Essgewohnheiten dann so lange durch, bis Sie wie beim Vermögensaufbau zu einer neuen Gewohnheit für Dich geworden sind und damit zu Deinem neuen Verbündeten.

Bei richtiger Durchführung ist das nicht schwer und wie bei anderen Dingen, bei denen Du ein Verhalten ändern muss, ist das nur so lange eine mentale Herausforderung, bis die Macht der Gewohnheit das Zepter übernommen hat und die neue Verhaltensweise für Dich wie auf Autopilot läuft.

 

So – Der Maschinist zieht jetzt seine Samthandschuhe aus und geht ans Eingemachte

Auf die Ebene auf der aktuell unzählige Ernährungskrieger und selbsternannte essenstechnische „Religionsgelehrte“ Ihr Unwesen treiben und alles durcheinander bringen.

Wir beantworten:

  • Wie ernährst Du Dich wirklich gesund
  • Wie kannst Du Dein Wunschgewicht fast mühelos erreichen und dann auch halten
  • Welcher Ernährungsform kannst Du permanent und ohne mentale Anstrengung langfristig folgen

 

 

Regel Nr. 1

Verzehre möglichst nährstoffreiche Lebensmittel, die Dich möglichst lange sättigen und Deinen Insulinspiegel dabei möglichst wenig beeinflussen.

Kohlenhydrate machen dabei als Daumenwert nach erfolgter Nahrungsaufnahme schneller wieder hungrig, weil Sie einfach von Deinem Körper verwertet werden können und während dieses Prozesses auch Deinen Insulinspiegel nach oben treiben. Hochwertige Kohlenhydrate, wie z.B. gekochte Kartoffeln in Maßen verzehrt, sind dabei weniger ein Problem und liefern auch zusätzliche Nährstoffe. Aber je simpler die Kohlenhydrate sind (als Extrembeispiel raffinierter Zucker) desto extremer wird dieses Verhalten und desto schneller bist Du nach einer Mahlzeit wieder hungrig.

Fett ist diesbezüglich besser und hält auch deutlich länger satt. Unter dieser Nährstoffgruppe befinden sich lebensnotwendige und gesunde Fette, die Du sowiso zu Dir nehmen musst. Aber Fett ist energetisch betrachtet sehr energiereich mit den erwähnten ca. 9 kcal pro Gramm.

Aber es gibt ja noch einen weiteren Hauptnahrungsbestandteil.

Einen nahezu heiligen, der Deinen Insulinspiegel nur wenig beeinflusst, Dich lange sättigt, dabei deutlich weniger Kalorien hat als Fett und sogar während eines Kaloriendefizits Deine Muskelmasse vor dem Abbau schützt.

Eiweiß

Der Verzehr hochwertiger Eiweiße ist einer der Schlüssel überhaupt, trotz Kaloriendefizit lange satt zu bleiben, deutlich weniger Heißhungerattacken zu spüren und gleichzeitig Deine kostbare Muskelmasse zu schützen.

Hochwertige Eiweiße möglichst unvermischt mit kurzkettigen Kohlenhydraten findest Du in natürlicher Form am einfachsten in tierischen Lebensmitteln. Das heißt neben magerem Fleisch und Fisch auch in Eiern oder Magerquark. Dieser Punkt ist damit auch für Vegetarier kein Problem.

Als Grundregel zur Gewichtskontrolle aber auch zum Erhalt der Muskelmasse isst Du am besten täglich generell mindestens zwei Gramm Eiweiß je Kilogramm an fettfreier Körpermasse (als durchschnittlich großer Mann also mindestens ca. 130g Eiweiß pro Tag und als Frau mindestens 100 Gramm). Die offziellen Empfehlungen liegen zwar aktuell noch darunter aber das sind Mindestwerte, die für aktive Sportler mittlerweile schon überarbeitet wurden und der gesundheitlich positive Effekt einer hohen Eiweisaufnahme ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft bestätigt.

 

Regel Nr. 2

Trinke möglichst keine Kalorien, sondern nimm Sie größtenteils als feste Nahrung zu Dir.

Das gilt besonders für zuckerhaltige Getränke, die Deinem Köper außer „leeren Kalorien“ rein gar nichts bieten und die durch Ihren hohen Zuckeranteil Deinen Insulinspiegel nach oben schießen lassen und dadurch nach kurzer Zeit wieder ein starkes Hungergefühl bei Dir auslösen.

Cola, Limo aber auch Fruchtsäfte (Orangensaft hat z.B. mehr Kalorien als Bier plus viel Zucker) deshalb nur in geringen Mengen konsumieren und wenn Sie nicht eine Deiner Leidenschaften sind, würde ich sie am besten ganz weg lassen.

 

Regel Nr. 3

Gewöhne Deinen Körper generell an ein kürzeres Zeitfenster der täglichen Nahrungsaufnahme (z.B. ca. 8-10 Stunden pro Tag). Während der anderen Zeit isst Du nichts.

Dieses tägliche Kurzzeitfasten (oft auch als 16:8 Intervallfasten bezeichnet) erleichtert Dir nicht nur die Kontrolle der Kalorienaufnahme, sondern ist auch gesund, da unser Körper in dieser Zeit „Reparaturarbeiten“ an den Zellen durchführen kann und der als Ergebnis niedrige Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum auch für eine verbesserte Insulinsensitivität sorgt.

Als weiteren Vorteil dieser zyklischen Nahrungsaufnahme, werden in Zeiten ohne Nahrungsaufnahme nach aktuellem Stand der Forschung verstärkt Hormone ausgeschüttet, die die Körperfettverbrennung zusätzlich anregen, Deine Muskelmasse schützen und auch Deine Stimmung verbessern.

Du kannst den Punkt Intervallfasten einfach lösen, indem Du z.B. morgens nach dem Aufstehen bis mittags keine Kalorien zu Dir nimmst. Falls Dir das im Umgewöhnungszeitraum noch schwer fällt, kannst Du als Einstieg in diese Gewohnheit die Zeit bis zur ersten Mahlzeit einfach langsam nach hinten schieben und ein aufkommendes Hungergefühl zusätzlich mit dem Trinken von schwarzem Kaffee unterdrücken (natürlich ohne Milch oder Zucker).

 

Regel Nr. 4

Halte Deine Kalorienaufnahme nicht über lange Zeiträume konstant in einem Defizit wenn Du Gewicht verlieren willst, sondern zyklisiere Deine Kalorienaufnahme. Das heißt schiebe nach Tagen im Kaloriendefizit regelmäßig einem Tag mit einer Kalorienaufnahme in der Nähe Deines persönlichen Energiebedarfs ein um das körpereigene Nahrungsmangelprogramm nicht zu aktivieren.

Das kann zum Beispiel heißen, Deine Kalorienaufnahme an den Tagen eins und zwei um ca. 20-30% unterhalb Deines persönlichen Energiebedarfs zu halten und dann am dritten Tag (wenn Du optimaler Weise auch eine Sporteinheit absolvierst) wieder ca. so viele Kalorien zu Dir zu nehmen, wie Du täglich verbrauchst.

Martin Berkhan beschreibt dieses Prinzip der zyklischen Kalorienaufnahme und andere Konzepte zu den Punkten Ernährung und Muskelaufbau ausführlich auf seiner Internetseite. Du hast dadurch an Trainingstagen unter anderem die volle Kraft bei Deinem Sportprogramm und Dein Körper kann durch die an diesem Tag ausreichend vorhandene Nahrung dann auch besser Muskelmasse erhalten / aufbauen. Am folgenden Ruhetag wird dann wieder im Kaloriendefizit verstärkt Körperfett verbrannt und die Muskulatur durch die konstant hohe Eiweißzufuhr dabei optimal geschützt.

 

Die gesamten Punkte hören sich in Summe für einen Anfänger in diesem Bereich wahrscheinlich erst einmal umfangreich an aber Du kannst sie einfach Schritt für Schritt angehen und nach einiger Zeit werden Sie Dir in Fleisch und Blut übergehen. Sie werden ein Teil von Dir.

 

Über welchen Kalorienumfang reden wir eigentlich, falls Du eine Gewichtsreduzierung anstrebst?

  • Ein Kilogramm Fett hat ca. 9.000 Kalorien
  • Da im menschlichen Körper in den Fettzellen auch Wasser mit dabei ist, rechnet man überschlägig mit ca. 7.000 Kalorien, die man einsparen muss um ein Kilogramm Körperfett zu reduzieren.
  • Frauen mit moderater sportlicher Aktivität haben als Daumenwert einen täglichen Energieumsatz von 1.600-2.000 kcal. Männer liegen eher im Bereich von 2.000-2.500 kcal.
  • Bei Menschen mit hoher Muskelmasse oder die sich viel bewegen, erhöht sich der Energieumsatz dementsprechend.

 

Wenn Du Dich mit dem Thema näher beschäftigst, findest Du Deinen persönlichen Energieumsatz mit der Zeit heraus, wenn Du Deine Nahrungsaufnahme und Dein Gewicht trackst.

Nach einiger Zeit kannst Du die Kalorien der Grundnahrungsmittel auf Deinem Teller gut per Augenmaß abschätzen. Und zu Beginn hilft Dir eine Küchenwaage bei Lebensmitteln, bei denen das Gewicht nicht ersichtlich ist.

 

Wenn man sich diese Parameter nun anschaut wird klar, dass Diäten die mit mehreren Kilogramm Gewichtsabnahme pro Woche werben, reiner lug & trug sind. Sie funktionieren höchstens in den ersten Tagen, wenn Dein Körper nach der Nahrungsumstellung viel Wasser verliert.

Das dafür notwendige extreme Kaloriendefizit wäre entweder längerfristig nicht durchhaltbar oder bei Menschen mit wenig Bewegung und damit geringeren Grundumsatz schon rein mathematisch gar nicht möglich. Vielmehr baut der Körper bei solch extremen Versuchen als Schutzmaßnahme sowieso direkt wieder kostbare Muskelmasse ab und hinterlässt die „Versuchsteilnehmer“ am Ende schwächer als zu Beginn der Unternehmung.

Wenn jemand als Ausgangsbasis nicht extrem übergewichtig ist, würde ich als Ziel einer Gewichtsoptimierung bei der Kalorienrestriktion nicht mehr als 0,5kg Körpergewicht pro Woche anstreben.

Das sind ca. 3.500 kcal, die Du pro Woche ausgehend von Deinem normalen Grundumsatz einsparen musst.

 

Wie sieht die Situation eigentlich aktuell beim Maschinisten aus

  • Alter 46,5 Jahre
  • Größe 182cm bei aktuell 77kg Gewicht
  • 11-12% Körperfett
  • Täglicher Energieumsatz ca. 2.700 kcal bei drei Krafttrainingseinheiten plus einer Laufeinheit pro Woche

 

  • Wie unzählige Menschen beweisen, besteht zwischen Alter, Muskelmasse und Körperfettanteil keine zwingende Korrelation.
  • Eigene wahrgenommene Defizite auf die Anzahl der Lebensjahre zu schieben ist meistens eine Ausrede von Menschen, die das betreffende Thema bisher noch nicht wirklich in Angriff genommen haben.
  • Aber wir Menschen können uns immer ändern und diesen Anspruch habe ich bis zu meinem Lebensende auch an mich selbst.

 

Meine Systematik der Kalorienzufuhr

  • Zeiträume in denen ich mein Gewicht halten will: Trainingstage: ca. 2800 kcal, andere Tage ca. 2400 kcal
  • Zeiträume in denen ich Fettmasse verlieren will: Trainingstage ca. 2.600kcal, andere ca. 1.800 kcal
  • In der Abnehm-Phase habe ich bei drei Krafttrainingstagen pro Woche dadurch in Summe ein wöchentliches Kaloriendefizit von ca. 3.500 kcal und erreiche damit im Schnitt ca. 0,5kg Körperfettreduktion pro Woche
  • An trainingsfreien Tagen esse ich grundsätzlich weniger Kohlenhydrate und wenn ich abnehmen will, reduziere ich sie an diesen Tagen auf nahe null
  • Generell esse ich zwei Mahlzeiten pro Tag. Mittags und abends mit einem gesamten täglichen Essensfenster von 7-9 Stunden, das heißt 15-17 Stunden Fastenperiode

 

Morgens

Keine Kalorienaufnahme. Getränke: Wasser und schwarzer Kaffee ohne Milch / Zucker. Kaffee ist gesund, erhöht die Insulinsensitivität und reduziert das Hungergefühl.

Mittags

Vor dem Training 0,5kg Magerquark mit eingerührtem Zitronensaft (lecker, liefert Vitamin C und macht den Quark dünnflüssig). Nach dem Training mehr Magerquark und / oder gegrillten Fisch /  Fleisch vom Vortag ins Büro gebracht. Das sind supergute Eiweißquellen, die man überall hin mitnehmen kann. Dazu ein Apfel oder Beeren.

Lebensmittelparadies Deutschland mit geradezu unfassbarer Preis-Leistung: 0,5 Kilo Magerquark mit 60 Gramm hochwertigstem Eiweiß: 0,69 Euro.

 

Abends

Zum Beispiel Huhn, Pute, Rindfleisch oder Fisch vom Gasgrill oder ein großes Omelett (4-5 große Eier) mit gewürfeltem Grillfleisch vom Vortag und geschmolzenem Käse. Dazu mehrmals pro Woche Räucherlachs oder anderer fettiger Fisch wie Makrele, Sardinen oder Hering mit wertvollen Omega 3 Fettsäuren (Ausreichend hohes Omega 3 zu Omega 6 Fettsäure Verhältnis nach aktuellem Stand wichtiger Gesundheitsmarker).  Dazu viel Salat oder Gemüsemix (Vitamin A, C sowie anticarzinogene Wirkung von Kreuzblütler-Gemüse wie Brokkoli).

Norwegischer Räucherlachs mit wertvollem Eiweiß und Omega-3 Fettsäuren – 2 Euro je 100 Gramm – Ein Traum

 

Zum Abendessen dann gerne mehrmals pro Woche 1-2 Gläser trockener Rotwein.

Resveratrol im Rotwein reduziert freie Radikale und erhöht in kleinen Mengen auch das Testosteron. Außerdem ist trockener Rotwein wie Rioja oder Malbec super lecker und damit purer Lebensgenuss. Bier trinke ich dagegen nur noch zu gesellschaftlichen Events. Erstens wegen der zusätzlich getrunkenen Kohlenhydrate und besonders wegen des darin enthaltenen Hopfens als unerwünschte Östrogenquelle.

Ein Bierbauch mit extrem ungesundem Unterbauchfett plus durch Östrogene erzeugter Brustansatz sind nicht nur unmännlich sondern auch sehr ungesund. Beides wird durch übermäßigen Biergenuss (uns je nach Studie auch Soja) wahrscheinlich gefördert.

Alkohol ist generell natürlich trotzdem ein Zellgift. Das heißt, die Dosis entscheidet und Menschen die sich bei der Limitierung Ihres Genußmittelkonsums schwertun, sollten sich hier zurück halten.

Als Nachtisch gerne dunkle Schokolade mit sehr hohem Kakao Anteil (min. 85%) und an Trainingstagen geht nach dem Training auch gerne ein Eis, da Zucker die Glykogenspeicher der Muskeln schnell wieder auffüllt und dann weniger als unerwünschtes Körperfett gespeichert wird.

Speiseeis ist eine meiner Schwächen und wie immer im Leben reicht es auch bei der Ernährung aus, das Thema zu 80 – 90% für sich umzusetzen und die restlichen Prozente dann nicht nur liegen zu lassen sondern diese dann als Ausnahme auch zu genießen. Das Schlagwort lautet: “Die Richtung passt” und nicht “Sklavischer Verzicht”.

 

Summa Summarum

Pro Woche esse ich mindestens 20 Eier (Freiland oder Bio). Dazu mehrere Kilo unverarbeiteten Fisch und Fleisch, Magerquark und dazu viel kohlenhydratarmes Gemüse und Salat mit Olivenöl, Beeren und Äpfel. Dazu einige Kohlenhydrate wie Kartoffeln und als Ausnahme auch gerne einmal eine Pizza.

Besonders wenn ich Gewicht verlieren will, esse ich Kohlenhydrate aber fast nur an Trainingstagen und eliminiere durch den niedrigen Insulinspiegel an trainingsfreien Tagen trotz deutlichem Kaloriendefizit damit mein Hungergefühl. (Besonders kurzkettige Kohlenhydrate lassen den Insulinspiegel nach oben schnellen, dadurch starkes Hungergefühl wenn Insulin wieder abfällt).

Nach aktuellen Erkenntnissen sind unverarbeitetes Fleisch und natürlich Fisch gesund (im Gegensatz zu industriell verarbeiteten Produkten). Beide enthalten neben hochwertigem Eiweiß eine Vielzahl an Vitaminen, Fetten und Mineralstoffen. Gesättigte Fettsäuren im Fleisch sind auch nicht generell ungesund sondern der Körper benötigt vielmehr eine Mindestmenge zur Testosteronproduktion und Cholesterin in Eiern ist bei gesunden Menschen auch nicht schädlich.

Das Land mit der höchsten Lebenserwartung ist aktuell der Stadtstaat Hong Kong. Und das ist auch das Land mit dem höchsten Fleischkonsum der Welt:

(Quelle: Euromonitor.com)

 

Jeder Bewohner Hong Kongs isst also fast ein halbes Kilo Fleisch sowie Fisch pro Tag. Ich bin also mit meinem Essverhalten in guter Gesellschaft.

In Indien dagegen, einem Land in dem kaum Fleisch oder Fisch gegessen wird aber dafür sehr viele Kohlenhydrate inkl. weißem Reis sterben die Menschen wie die Fliegen an Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Also lasst euch von Agenda getriebenen Menschen nicht einreden, dass Nahrungsmittel die seit Jahrtausenden das Leben und Überleben der Menschheit sicherstellen in natürlicher Form ungesund sein sollen. Lebensmittel, die fast alle Vitamine, Mineralstoffe und Proteine in einem einzigen Produkt enthalten.

Das was die Menschen dagegen krank macht ist auf der Ernährungsseite nach aktuellem Stand der Wissenschaft neben industriell stark verarbeiteten Lebensmitteln (und das unabhängig davon ob fleischhaltig oder nicht) die Überladung mit kurzkettigen Kohlenhydraten, Süßspeisen und zuckerhaltigen Getränken sowie ungesunde Öle und Fette mit hohem Omega 6 Anteil (besonders frittierte Speisen, und generell bei der Verarbeitung erhitzte Omega-6 reiche Pflanzenöle).

 

“Ok Maschinist ich bin aber trotzdem Vegetarier und will keine Tiere essen – Was soll ich tun“

Das ist natürlich absolut in Ordnung. Ersetze Fleisch und Fisch mit Magerquark, Eiern, Milch und supplimentiere zusätzlich mit Omega 3 Fischöl & Vitamin B12 Kapseln und nimm Kreatin/Carnetin in Pulverform. Achte noch mehr als ein Mischkost Esser auf eine ausreichende Vitamin D3 Versorgung in den deutschen Wintermonaten.

 

„Ok Maschinist, hört sich gut an aber ich bin Veganer, bzw. werde dort durch meine Umgebung reingeschämt – Was soll ich tun“

 

Hier wird es nach meiner Meinung schwieriger und ich würde mich dort zumindest ohne eigene Recherche der Auswirkungen auf Deinen Körper nicht einfach hineindrängen lassen.

Die Herausforderung bei dieser Art der Ernährung ist nach meiner Einschätzung, hochwertige und natürliche Eiweißquellen sowie Fette zu finden, die erstens nicht mit Kohlenhydraten durchmischt sind (besonders wenn man abnehmen will) und damit seine kostbare Muskelmasse schützen muss. Und zweitens eine Eiweisquelle zur Verfügung zu haben, die nicht entweder wie Tofu (aus Soja) in vielen Studien eine hormonell unerwünschte hormonelle Wirkung hat (Östrogene aus dem Soja verursachen je nach Studie vermehrtes Unterbauchfett / haben einen hormonellen Einfluss).

Man läuft mit dieser Ernährungsform als Faustformel leichter Gefahr zu viele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen (Krankheitsstatistik Indien als Beispiel) und ohne Supplementierung mit mehreren Ergänzungsmitteln (B12, D3, K2) fehlen bei dieser Ernährungsform lebenswichtige Nahrungsbestandteile, die in einer normalen Mischernährung enthalten sind.

Wenn man diese Punkte beachtet, ist eine gesunde Ernährung in der Form wahrscheinlich möglich. Aber wie immer, wenn Menschen Dinge zu einem extrem treiben, erreicht auch im Beispiel Veganismus das Thema bei manchen Mitbürgern Züge einer Ersatzreligion.

Fleischersatzprodukte wie Beyond Meat Burger sind als Beispiel industriell verarbeitete minderwertige Lebensmittel mit im Produktenstehungsprozess stark erhitzten Pflanzenölen.

 

Ich persönlich würde meinen Kindern so etwas nicht zu essen geben

Ernährungsseitig macht es für mich keinen Sinn auf der einen Seite gegen Unternehmen wie McDonalds zu wettern, die bei passender Essensauswahl zumindest passable Speisen bieten (z.B. Chicken Mc Nuggets mit Apfelstücken oder Burger ohne Brot) und auf der anderen Seite stark verarbeitete Produkte weitgehend ohne Vitamine und Mineralstoffe zu loben, weil Sie wie Fleisch schmecken aber keins enthalten. Dafür aber erhitztes Omega-6 Pflanzenfett, dass durch übermäßigen Gebrauch mittlerweile in Verruf kommt.:

Nature: Effect of canola oil consumption

Als Regel müssen meine Kinder generell keine bestimmten Dinge essen aber ich achte auf ausreichende Zufuhr von Eiweiß, gesunden Fetten und Vitaminen.

Beim Beispiel Eiweiß gibt es dann neben Fisch oder Fleisch (was bei uns so gut wie immer fertig zubereitet im Kühlschrank vom letzten Grillevent vorrätig liegt), weitere Wahlmöglichkeiten wie z.B. Eier, Quark mit Yogurt, Käse oder Milch. Irgendetwas davon wird dann gerne genommen, das Thema Proteinzufuhr ist diskussionsfrei erledigt und dann geht bei den Kids auch wieder problemlos eine Pizza.

 

Epilog

Wie bei den anderen großen Lebensthemen, kommt es auch auch hier auf wenige Punkte an, die fast den gesamten Unterschied ausmachen.

Beim Thema Ernährung lauten diese Punkte, wie auch in dieser aktuellen Studie zusammengefasst:

  • Proteinreich essen
  • Zucker & Kohlenhydrate limitieren
  • Ausreichend gesunde Fette mit Omega-3 aber auch gesättigte Fettsäuren wie Butter
  • Zyklisierung von Nahrungsaufnahme & Kalorienzufuhr

 

Das kann jeder Mensch nach etwas Gewöhnung für sich umsetzen, damit sein Gewicht frei wählen und mit etwas Glück dann gesund bis ins hohe Alter bleiben.

Es ist wichtig, Dich mit dem Thema einmal selbst zu befassen.

Falls Dich jemand zu einem bestimmten Ernährungsverhalten überreden will, schau Dir am besten an, in welchem Gesundheitszustand sich diese Person befindet und frage Dich ob es hier um die optimale Ernährung für Dich als Person geht oder vielleicht um etwas ganz anderes.

Ich würde als universell anwendbare Regel auch beim Thema Ernährung keine Tipps von Menschen annehmen, die selbst auf diesem Gebiet keine Erfolge vorweisen können. Das heißt bezüglich Nahrung sollten diese Menschen als Mindestanforderung normalgewichtig und gesund sein und keinen antriebsschwachen, depressiven oder gestressten Eindruck machen (das sind alles Anzeichen einer Mangelernährung).

Weitläufig gebräuchliche Aussagen wie: „Ich esse den ganzen Tag nur Obst und nehme trotzdem nicht ab“, zeigen z.B. dass das Thema Ernährung grundsätzlich noch nicht verstanden wurde. Das meiste Obst enthält deutliche Mengen an appetitfördernden Fruchtzucker, der den Insulinspiegel dieser Menschen bei übermäßigem Konsum auf Achterbahnfahrt schickt, aber dagegen so gut wie kein Eiweiß, keine gesunden Fette und nur wenig Mineralstoffe. Wenn es dann abends noch Tiefkühlpizza oder Pasta mit Tomatensoße gibt, ist der zuckerbeladene aber dafür eiweiß-, fett- und spurenelementlose Wahnsinn perfekt.

Wenn der Körper dann über lange Zeit mit solchen Dingen malträtiert wird, reagiert er auf diese Mangelernährung mit Heißhungerattacken. Und wenn man diese Warnhinweise wiederrum nicht beachtet, sind Übergewicht, Testosteronmangel, Depressionen und langfristig eine stark erhöhte Wahrscheinlichkeit für Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf Erkrankungen ein wahrscheinlicher Begleiter.

Also lass Dich von niemandem bequatschen oder von Ernährungs-Religionsjüngern indoktrinieren. Vertraue stattdessen auf Deinem gesunden Menschenverstand.

Alles was mit hohem Werbeaufwand und schicken neuen Modenamen beworben werden muss, ist mit angrenzender Sicherheit ungesünder als die Grundnahrungsmittel, die wir Menschen seit tausenden von Jahren zu uns nehmen.

Die gesündesten natürlichen Lebensmittel müssen nicht beworben werden sondern sie sind zusammen mit einem Sportprogramm, vielmehr der Jungbrunnen überhaupt, der Dich bis ins hohe Alter gesund, stark und positiv in die Zukunft schauen lässt.

 

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Djerun

Moin Maschinist,
Ein toller Beitrag und ein großes Kompliment an dich für die Betrachtung eines der wichtigsten Themen überhaupt. Hier geht’s nicht um Ausschütter oder Thesaurierer und ein paar dusslige Cents mehr am Lebensende.

Hier geht’s darum: Vergewaltige ich meinen Körper, setz ich mich einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Autoimmunkrankheiten, Krebs und weiterem Übel aus ? Möchte ich neben einer Fettwampe auch noch das meine inneren Organe verfetten, das Fett als eigenes schädliches System im Körper fungiert?

Leider weiß der Großteil der Bevölkerung, natürlich fehlgesteuert durch die Industrie, nicht, welches Gift Zucker sowie getreidebasierte Kohlenhydrate für den Körper langfristig sind.

Neben meiner Familie & besten Freunden, Sport & Fitness, einem stresslich ausbalancierten Leben ist die Ernährung die vierte Säule für ein erfülltes und langes Leben.

Ich empfehle die Bücher “Weizenwampe” und “Dumm wie Brot” mit den dazugehörigen Kochbüchern.

Maschinist, hast du dir auch schon eine Meinung zu Kuhmilch gebildet?
Es gibt Studien, sehr tiefgreifende übrigens, die sind vernichtend zur Milch mit dem Protein Casein und der Wirkung auf den Verdauungstrakt, der Ausgangspunkt einer Vielzahl an Krankheiten ist.

Lg und weiter so, genialer Blog

Djerun

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Peter Amberg

Ob man den Blog evtl. in “Narzistenmaschine” umbenennen könnte?

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Anna

Guten Morgen,

ein super Beitrag, der es auf den Punkt bringt. Zwei Fragen habe ich noch: wie hältst Du es mit der Qualität der Lebensmittel? Wir essen in unserer Familie mit zwei kleinen Kindern viel hochwertiges (Bio-)-Vollkornbrot sowie hochwertiges Müsli, plus Käse/Wurst in Discounter-/Bio-Qualität. Du hast an anderer Stelle geschrieben, Du würdest viel beim Discounter kaufen (wir auch). Machst Du Dir, wenn Du viele tierische Lebensmittel isst, Gedanken um das Tierwohl? Das lässt mich vor viel Fleischkonsum zurückschrecken, denn Fleisch in “tierlieber” Qualität (sei es bio oder regional) ist halt echt teuer. Genauso bei Lachs, der ja bekanntermaßen stark schadstoffbelastet ist (sein soll) und in Bio-Qualität recht teuer ist.
Vielleicht kannst Du hierzu noch Deine Gedanken/Dein Wissen teilen. Mich würde es freuen.

Vielen Dank und viele Grüße,
Anna

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Uih das scheint ja ein Herzensthema für dich zu sein und ein wenig lese ich hier auch Missionarisches zwischen den Zeilen 😉 Danke trotzdem dafür – das regt mich schon auch an mal wieder bewusst über meine Essgewohnheiten nachzudenken….
Wobei der Vergleich Indien vs. HK ziemlich hinkt – man kann kein extrem unterentwickeltes Land (Versorgung / Ärzte) mit einem hochentwickelten Vergleichen da spielen vel mehr Faktoren als die Ernährung eine Rolle bei der Sterblichkeit …

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Hallo Maschinist,
ein Dankeschön für die Mühe und diesen tollen Beitrag!
“Man ist was man isst” und mir hilft zusätzlich der tägliche Check morgens auf der Waage. Ich bin knapp 10 Jahre älter als du, 185cm groß und schwanke seit ca. 30 Jahren zwischen 82kg und 85kg. Letzteres im Winter und besonders nach den Weihnachtskeksen
Daher habe ich mich bisher nie für Diäten interessiert – komme ich an meine Obergrenze erhöhe ich etwas meinen Sportanteil.
Ich wünsche Allen weiterhin einen gesunden und fiten Körper und Geist!
Viele Grüße
Bergfahrten

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Andi

Danke für den guten Beitrag. Kann nur zustimmen. Ich möchte als Lesetipps mal die Bücher nennen, die mich vor ein paar Jahren von low carb überzeugt hatten (ich habe damit mehr als 15kg abgenommen, ohne Diät): “Why we get fat” von Gary Taubes belegt sehr eindrücklich die schlechte Wirkung von Kohlenhydraten. Etwas kürzer und auch sehr überzeugend ist “Wie Übergewicht entsteht … und wie man es wieder los wird” von Peter Mersch. Und zur Philosophie des Krafttraining hat mich “12 Minuten pro Woche” von Doug McGuff überzeugt.

Etwas überrascht war ich übrigens, dass Du als Eiweißquelle gar nicht Eiweißpulver nennst. Das ist aus meiner Sicht eine sehr gute Ergänzung, z.B. nehme ich öfter statt Frühstück oder statt Mittagsessen einen Eiweißdrink, z.B. etwas Kefir, dazu crushed Eis, Wasser und Eiweißpulver im Shaker aufgeschüttelt, ggf. noch fürs Omega 3 etwas Leinöl dazu – schmeckt großartig, geht schnell und hält schlank…

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ThomasK

Erstmal Lob für den Artikel, der sicherlich den ein oder anderen anregen mag seine Ernährung zu überdenken.
Allerdings möchte ich ein paar Anmerkungen bezüglich veganer Ernährung beisteuern.

Du hast recht, dass man verarbeitete Lebensmittel grundsätzlich eher vermeiden sollte. Dies trifft auch bei veganer Ernährung zu (Stichwort: Plant-based Diet).
Der gesundheitliche Aspekt des Fleischkonsums und das Beispiel Hong Kong ist in meinen Augen kontroverser als hier dargestellt. Bei Interesse einmal bei nutritionfacts.org (Dr. Greger) stöbern und sich mit der China Study auseinandersetzen (ja ich weiß, dass diese kontrovers diskutiert wird).
Darüber hinaus soll noch kurz angemerkt sein, dass die hormonelle Wirkung von Soja mittlerweile entkräftet ist.

Ich bin selbst langjähriger Kraftsportler und habe meine Ernährung vor Monaten komplett auf vegan umgestellt (hauptsächlich Plant-based Diet). Die Gründe hierfür können vielfältiger Natur sein.
Es erfordert, wie du richtigerweise anmerkst, viel Recherche und ich selbst distanziere mich auch von den veganen Aposteln. Grundsätzlich muss jeder seinen richtigen Weg finden und ich verurteile niemanden für seinen Fleischkonsum. Mir persönlich geht es hierdurch super, weshalb ich zumindest eine Auseinandersetzung mit veganer Ernährung in Form der Plant-based Diet empfehlen möchte.

Ich kann der Komplexität des Themas damit zwar nicht gerecht werden, aber vielleicht zumindest die einfache Darstellung etwas entkräften.

LG
ThomasK

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Day

Für interessierte kommt im September die Doku The Game Changers, welche sich mit dieser Thematik beschäftigt. Sieht auf jeden Fall vielversprechend aus. https://youtu.be/iSpglxHTJVM

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summon

Hm die dort zitierte vegetarische Gladiator Diet hat wohl nicht zur heutigen Vorstellung eines Gladiatoren Körpers geführt – eher zu einer Powerlifter Erscheinung (= fett):

https://www.google.de/amp/s/www.atlasobscura.com/articles/what-did-gladiators-eat.amp

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Flesch

Da möchte ich mich auch kurz dran hängen. Der Mythos, dass Soja eine hormonelle Wirkung hätte, ist eigentlich schon seit 2006 eindeutig widerlegt, hält sich aber leider sehr hartnäckig. Hier: https://ecodemy.de/magazin/soja-gesund-oder-ungesund/
sehr schön zusammengefasst.
Als jemand, der sich zumindest teilweise versucht vegetarisch zu ernähren, wäre ich froh, wenn du das in deinem Artikel überarbeiten würdest. So wie es jetzt da steht verunsicherst du besonders angehende Vegetarier und drängst sie damit zurück zum Fleischkonsum, und das wäre aus moralischer und auch ökologischer Sicht wirklich schade.

Anonsten vielen Dank für den wirklich sehr fundierten Beitrag zum Thema Ernährung!
Ich ernähre mich seit Jahren zuckerarm und eiweissreich, und kann jeden einzelnen Punkt nur bestätigen!

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Joachim

Seit dem ich 2x die Woche Krafttraining machen, fühle ich mich körperlich wieder 10 Jahre jünger. Oder lassen wir es 15 sein. Wenn ich so manchen 25 jähirgen heute so sehe, weiß ich nicht ob die körperlich wirklich jung sind.

Will dem Beitrag von Maschinist hier beipflichten. Gerade auch was die Ernährung angeht. Bin zwar wieder von Intermittent Fasting auf ein normales Essverhalten gewechselt. Ich sehe aber, dass es viele zum ersten mal aus ihrer bisherigen Fresslogik führt 🙂

Ich kann jedem, der sich für das Thema interessiert https://fitness-experts.de ans Herz legen. Die Jungs dort haben das ganze Fitnessthema wissenschaftlich fundiert aufgezogen. Da kann man ohne viel nachzudenken alles einfach machen.

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summon

Toller Artikel, vielen Dank dafür!

Ich freue mich, dass Du Dich getraut hast, den Artikel trotz der erwartbar missionarischen Kommentare geschrieben hast 🙂

Habe mich selbst auch lange mit Ernährung im Detail beschäftigt, Fachbücher und Studien gewälzt und bin zu sehr ähnlichen Schlüssen gekommen.

Ein paar ergänzende Kommentare würde ich gerne machen:

1. Fette: Betonung auf einfach ungesättigte, wenig mehrfach ungesättigte und bei diesen Omega 3 fokussieren. Es eignen sich vor allem Olivenöl, Kokosfett und Butter. Keine Kernöle, auch kein Leinöl – das oxidiert sehr schnell.
2. Viel Gemüse essen
3. Vitamin D messen lassen beim Hausarzt und mit ordentlicher Dosierung so auffüllen, dass man am oberen Ende des Referenzbereichs landet (es gibt gute Rechner dafür im Internet)
4. Magnesium täglich abends ergänzen (zB 300mg Magnesium Citrat)
5. Linsen sind ca einmal die Woche super für bestimmte Nährstoffe (zB Kupfer). Wichtig: davor über Nacht Einweichen
6. Nüsse ab und zu, nicht in großer Menge und nicht verarbeitet. Als Mehlersatz sind diese nicht wirklich geeignet (Fettprofil).
7. Zubereitung von Fleisch: nicht immer grillen, sondern auch Mal “schonend feucht” zubereiten um zu hohe Acrylamidbelastung zu vermeiden.
8. Mit Kohlenhydraten spielen: Nach einigem experimentieren mit Low/No Carb und zurück bin ich für mich zum Schluss gekommen, dass ich gut mit wechselnden Mengen klar komme und mir diese auch hormonelle benefits geben. Ziel ist immer die Glykogen Speicher in den Muskeln nicht zu überfüllen – d.h. bei harten Workouts tendenziell mehr KH hinterher, bei weniger Workout weniger.

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Joerg

Aber bis Ausgewachsen: Fruehstuecken!
https://doi.org/10.1038/s41598-019-42859-7
Nicht, dass sich die Bratzen das bei Euch abschauen

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Ruben

Ich denke es ist nicht einfach allgemein gültige Regeln aufzustellen und nicht jeder Körper ist gleich.
Mir selbst geht es mit mit Kohlenhydrat armer Ernährung besser. Intervallfasten vertrage ich dagegen nicht, ich benötige 3 Mahlzeiten und komme normalerweise auch ohne Zwischenmahlzeiten aus.

Ich denke der kleinste gemeinsame Nenner aller Ernährungsratgeber ist die Reduktion von Industriezucker, soweit wie möglich. Ich glaube ohne den Industriezucker und isolierte Zucker wie z.b. in Säften wäre Übergewicht in teilweise sehr großem Ausmaß kaum möglich.
Wenn dann noch frisch gekocht und nicht auf Fertigprodukte zurückgegriffen wird, ist schon viel gewonnen.
Ich esse seit Ende Januar gar keinen Industriezucker mehr und ich hätte nicht gedacht, dass es so große positive Auswirkungen hat.

Viele Grüße,
Ruben

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Pistolpete

Hi Maschinist,

wie immer top recherchiert/ aufgearbeitet. Vielen Dank dafür.
Dein Bild finde ich cool – siehst eben auch noch gut aus und bist fit
Ich bin kein großer Ernährungsexperte, lebe aber recht gesund und mache mir nicht so viele Gedanken. Aktuell:190cm bei 88kg, kein Bauchansatz. Dieser kommt aber sofort nach regelmäßigen Bierkonsum.

Meine Frage: wie ist die Meinung zu Brot und Getreide?
Ich esse frühmorgens Müsli und abends 4-5 Brotscheiben. Seit einem Jahr backe ich Brot selbst. Aus Spaß und auch wegen den horrenden Kosten beim Bäcker.

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Dominic

Hallo Maschinist,
schön dass du den Themenbereich deines Blogs etwas auffächerst und auch mal Ausflüge weg von den reinen Finanzthemen wagst. Insbesondere das Thema Ernährung sollte für jeden interessant und wichtig sein, umso unerklärlicher sind für mich die Lebensmitteleinkäufe vieler Mitmenschen, die ich regelmäßig auf Kassenbändern beobachten kann.
Wie man allerdings im Jahr 2019 noch zu überdurschnittlichem Fleischkonsum aufrufen kann, erschließt sich mir absolut nicht. Allein der Nachhaltigkeitsaspekt sollte uns hier dringend zum Umdenken in Richtung pflanzenbetonter Ernährung bringen.
Deine Bedenken bezüglich vegetarischer/veganer Ernährung halte ich für unangemessen. Der größte Fachverband von Ernährungsexperten schreibt dazu:

“It is the position of the Academy of Nutrition and Dietetics that appropriately planned vegetarian, including vegan, diets are healthful, nutritionally adequate, and may provide health benefits in the prevention and treatment of certain diseases. These diets are appropriate for all stages of the life cycle, including pregnancy, lactation, infancy, childhood, adolescence, older adulthood, and for athletes. Plant-based diets are more environmentally sustainable than diets rich in animal products because they use fewer natural resources and are associated with much less environmental damage. Vegetarians and vegans are at reduced risk of certain health conditions, including ischemic heart disease, type 2 diabetes, hypertension, certain types of cancer, and obesity. Low intake of saturated fat and high intakes of vegetables, fruits, whole grains, legumes, soy products, nuts, and seeds (all rich in fiber and phytochemicals) are characteristics of vegetarian and vegan diets that produce lower total and low-density lipoprotein cholesterol levels and better serum glucose control. These factors contribute to reduction of chronic disease. Vegans need reliable sources of vitamin B-12, such as fortified foods or supplements.” (http://www.andjrnl.org/article/S2212-2672(16)31192-3/fulltext)

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist wie man 500g Magerquark für 0.69€ als “Lebensmittelparadies” bezeichnen kann. Zu so einem Preis können diese Produkte nur auf Kosten der sog. “Nutztiere” erzeugt werden. Das angesprochene Tierwohllabel der Discounter scheint seinen Zweck der Gewissensberuhigung der Käufer zwar offensichtlich zu erfüllen, die tatsächlichen Verbesserungen für die Tiere sind jedoch sehr überschaubar, wie man z.B. am Platzangebot für Mastschweine sehen kann:comment image

Ich finde gerade finanziell freie Menschen, die über die nötigen Mittel verfügen, sollten bei tierischen Lebensmitteln der “geiz ist geil” Mentalität widerstehen und bereit sein, einen fairen Preis für fair erzeugte Produkte zu zahlen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich anmerken, dass ich selbst zwar auf Fleisch, aber nicht gänzlich auf tierische Produkte verzichte. Aus der eigenen Küche sind sie verbannt, aber gerade bei Einladungen gibt es noch die ein oder andere Ausnahme (Ich möchte z.B. meiner 85jährigen Großmutter nicht erklären, dass ich ihren Kuchen nicht mehr essen möchte o.Ä.). Seit ich im letzten Frühjahr wieder mit Fitnesstraining begonnen habe, habe ich 5kg Muskelmasse zugelegt, ohne nennenswerte Zufuhr tierischer Eiweiße.

Abschließend also meine Frage: spielen ökologische/ethische Aspekte für dich in der Ernährung eine Rolle, und was würdest du deinen Kindern antworten, wenn sie Fragen in diese Richtung stellen?

Viele Grüße und weiterhin alles Gute,
Dominic

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Simon

Woran erkennt man einen Vegetarier/Veganer auf einer Party? Gar nicht, er wird es dir schon erzählen.

Dieses ewige Belehren und Bekehren geht mir auf den Sack. So lange mir Fleisch gut schmeckt, esse ich es. Da können gewisse politische Parteien noch so viel rumnölen, Fleisch war und ist ein wichtiges Nahrungsmittel für den Menschen. Vielleicht nicht in den heutzutage verzehrten Mengen. Komisch auch, dass die ganzen Fleischhasser unbedingt Produkte konsumieren, welche zwar wie Fleisch aussehen, riechen und schmecken, aber nicht aus Fleisch hergestellt sind. Heuchler?

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Dominic

Hallo Simon,
ich möche niemanden belehren oder gar bekehren (?), ich habe lediglich meinen Standpunkt aufgezeigt, genau so wie der Maschinist auch. Wenn jemand so ehrlich ist und sagt “Ich esse Fleisch weil es mir schmeckt, die Folgen für Mensch Tier und Umwelt sind mir bekannt aber egal.”, dann ist das eben so. Ich würde mir lediglich wünschen, dass mehr Leute diese Entscheidung wirklich informiert treffen und dann am Ende auch so ehrlich dazu stehen.

Zum Thema Fleischersatzprodukte:

Die sind nicht nur für Vegetarier/Veganer gemacht, davon könnte so ein großer Markt nicht leben. Um den Umsteigern und denen, die einfach ihren Fleischkonsum reduzieren wollen, das Leben leicht zu machen, gibt es eben Produkte, die in Form, Aussehen und Geschmack an Fleisch erinnern. Wo genau ist da jetzt das Problem? Die wenigsten essen weniger oder kein Fleisch, weil es ihnen nicht geschmeckt hat, sondern aus ökologischen und ethischen Gründen. Wenn es jetzt Produkte gibt, die diese negativen Aspekte nicht haben, ist das doch erst mal super, oder? Jeder der sowas nicht essen möchte, lässt sie halt einfach im Regal und kauft sich ein Steak oder ernährt sich eben vegetarisch/vegan mit frischen Zutaten. Ich kann die Aufregung nicht verstehen. Bezeichnest du eigentlich auch Menschen als Heuchler, die ein alkoholfreies Bier bestellen oder einen koffeinfreien Kaffee?

P.S.: Ich habe bisher auf keiner einzigen Party jemandem erzählt, dass ich kein Fleisch esse. Öfter bin ich allerdings schon ungefragt auf meinen fleischlosen Teller angesprochen worden und habe daraufhin ähnliche Diskussionen geführt wie diese hier gerade. Meine Erfahrung ist eher, dass die bloße Anwesenheit eines Vegetariers eine gewisse Abwehrhaltung erzeugt.

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Sebastian

Simon,
Dominic hat an keiner Stelle versucht dich oder jemand anderen zu bekehren. Er hat lediglich aufgezeigt, dass es aktuell sehr viele Argumente gegen eine fleischlastige Ernährung gibt, sodass man nicht bedingungslos zu erhöhtem Konsum raten sollte.
Das Problem ist, dass viele Fleischesser sich direkt angegriffen fühlen, weil Ihnen argumentativ nichts Schlaghaltiges einfällt und sie deswegen direkt in die Defensive gehen und die andere Seite persönlich angreifen, so wie du es getan hast. Mehr als “so haben wir das schon immer gemacht” hast du leider nicht gebracht.

Ich denke, dass gerade in einem Finanzblog der Aspekt “billiges Tiergut” beleuchtet werden darf und soll. Ich fand es auch nicht toll in dem Ursprungsblog von billigen Discounter-Molkereiprodukten zu lesen. Hier hört meiner Meinung nach der Kapitalismus und auch Frugalismus auf, da es auf Kosten anderer geht. Mir ist natürlich auch bewusst, dass nachhaltige Investitionen aktuell noch eher eine Nische sind und eine Aktienperformance über allem steht, auch darüber wie das Unternehmen mit Mensch und Planet umgeht. Dennoch kann ich keine Empfehlungen unterstützen, die auf Ausbeutung anderer Lebewesen basieren. Dabei macht es keinen Unterschied ob Firmen “Sweat-Shops” in Indien zur Textilfertigung nutzen oder Tiere unter schlimmsten Bedingungen als identitäslose Ressource misbrauchen.

Du siehst das eventuell ganz anders, weswegen wir hier nicht zusammenkommen werden, aber es schadet nie sich auch mit der anderen Seite auseinanderzusetzen. (Ich bin übrigens kein Veganer also hoffe ich, dass du den Inhalt versuchst zu verstehen und mir keine Bekehrertätigkeit unterstellen möchtest.)

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summon

Um das ganze nochmal in Richtung der Blog Inhalte zu rücken:

Es gibt auch qualitativ hochwertiges Fleisch von Weiderind (nur Gras) und freilaufenden Hühnern direkt von Bauern zu kaufen – und das sogar in Aldi (Bio) Preisen. Es lohnt sich sehr zu recherchieren, was es in Eurer Gegend so gibt. Kaufe immer große Mengen und friere diese ein (München, bei Bedarf kann ich gerne den Lieferanten nennen)

Bzgl. Nachhaltigkeit gibt es dazu auch ein paar interessante Aspekte – Weidetiere sind Teil eines natürlichen Kreislaufs und produzieren kaum netto Umweltbelastung.

Hierbei habe ich gar kein schlechtes Gewissen.

Und: Die Studienlage ist bei weitem nicht klar pro Vegetarisch oder gar Pro Vegan. Der Mensch ist ganz klar evolutionär mit auf Fleisch und Fisch entwickelt. Viele essentielle Substanzen finden sich nur dort – Beispiele: Vitamin B12, Carnitin, Tierisches Omega 3 (das aus Leinöl & Co wird bei einem Großteil der Bevölkerung kaum umgewandelt), Eisen in gut verwertbarer Form. Dazu kommen noch die ganzen Mikronährstoffe, die in allen Lebensmitteln stecken und die man noch gar nicht kennt.

Ich persönlich wäre SEHR vorsichtig, einfach Millionen Jahre Evolution zu ignorieren und ganze Lebensmittelgruppen auszuschließen die zweifelsfrei eine große Rolle in der menschlichen Vergangenheit gespielt haben.

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Eberhard Grün

Wo bleibt der obligatorische Post zum Klimawandel?

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Peter

Wieso Klimawandel? Ist doch angenehm warm zur Zeit.

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Eberhard Grün

weil Privilegien verpflichten

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Bernd

Dies ist der erste Kommentar, den ich auf einen Blogpost jemals schreibe.
Im Endeffekt wollte ich nur Danke sagen, lieber Maschinist.
Ich finde diesen Blog unglaublich hilfreich und deine Art sehr angenehm und erfrischend.
Nachdem ich vor knapp 1,5 Jahren begonnen habe mich mit Finanzen zu beschäftigen stieß ich vor ca. 9 Monaten auf diesen Blog.
Für mich der – mit Abstand – beste deutschsprachige Blog, auch aufgrund der nichtlinearen Themenvielfalt.
Ich lese viele Blogs mittlerweile, es gibt so viele super Blogs, aber auf die neuen Beitrage von der Freiheitsmaschine fiebere ich jedes Mal hin.

Der Artikel “Geheimnis 2.0” war für mich die Initialzündung mit dem Kraftsport anzufangen, was ich nun seit einer Woche mit einem ordentlichen Homegym endlich ernsthaft betreibe. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dein Blog meine positive Entwicklung des letzten Jahres maßgeblich begleitet und auch teilweise angestoßen hat.
Danke für deine großartige Arbeit!
Es hört sich vielleicht dumm an, aber du bist ein Vorbild für mich geworden.

Viele Grüße und Entschuldigung für diesen etwas zusammenhangslosen Kommentar

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Andrea

Hallo Maschinist, zu diesem tollen Beitrag möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben, da mich das Thema sehr interessiert. Vieles von dem, was du schreibst, kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen, auch wenn die Angst vor Phytoöstrogenen aus weiblicher Sicht ein wenig lächerlich wirkt 😉
Beim Eiweiß gibt es etwas Wichtiges zu erwähnen: Es ist völlig richtig, dass eine ausreichene Proteinversorgung zur schnelleren Sättigung beiträgt, aber man sollte eine erhöhte Proteinaufnahme unbedingt mit intermittierenden Fastenperioden kombinieren. Der Grund ist, dass die postiven Effekte des Fastens wie Beseitigung des “Zellmülls” scheinbar vor allem auf den Proteinmangel (!) zurückzuführen sind. Eine dauerhaft erhöhte Proteinaufnahme ohne Fastenperioden kann zwar zu einem fitteren Körper führen, der jedoch paradoxerweise schneller altern wird (!) Gut dargestellt wird dies im Buch “Ernährungskompass” von Bas Kast und man findet sicher auch bei einer Internetsuche etwas dazu. Einen ähnlichen Effekt hat man, wenn man als alter Mensch mit jugendlichen Hormonen nachhelfen will und sich dadurch zwar besser fühlt, aber auch sein Risiko für Krebs und andere Krankheiten erhöht. Also Vorsicht!
Die extreme Angst vor Kohlenhydraten teile ich nicht, aber sehe durchaus bei manchen Menschen, dass der Verzicht sehr positive Effekte hatte. Ich werde eher unzufrieden, wenn ich keine Kohlenhydrate bekomme. Die meisten Menschen machen jedoch den Fehler, zu viel Zucker zu essen. Gleich morgens Müsli oder Brot mit süßem Aufstrich, Fruchtjoghurt, O-Saft – alles Zuckerbomben! Auch Fruchtzucker im Obst ist nicht gut. Komplexe Kohlenhydrate kombiniert mit viel Eiweiß und mäßig Fett tragen besser dazu bei, dass ich mich ausgeglichen und lange satt fühle.
Bei Vegetariern und Veganern gibt es solche und solche. Wer unüberlegt und hauptsächlich mit Blick auf das Tierwohl mit dem Veganismus anfängt, kann durchaus eher zu- als abnehmen. Andererseits gibt es auch sehr fitte Veganer und Vegetarier, die sich mit den Nährstoffen und der Eiweißthematik beschäftigen. In den meisten Fällen ist das dann gesünder als der durchschnittliche Fleischesser, mit Betonung auf durchschnittlich. Wer sich wirklich Gedanken macht, profitiert meiner Meinung nach gesundheitlich vom Fleisch- und besonders vom Fischkonsum. Um die ethischen Aspekte geht es hier nicht, obwohl es nicht schadet, sich damit auseinanderzusetzen.

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Manfred

Wie berechnet sich der Energiebedarf bei sportlicher Aktivität wie im Artikel erwähnt (2.600-2.800 kcal)?

Grundumsatzrechner gibt es, wie rechnet man den Sport hinzu?

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Mitglied
Nik

Hallo Maschinist.

Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich muss sagen Topform. Auf dem Foto sehe ich einen jungen Mann. Denke, dass sich viele Menschen wichtige Dinge aus deinem Beitrag rausholen können.
Falls du offen für Neues stehst, möchte ich Dir zwei Bücher empfehlen. Bitte lese die Bücher unvoreingenommen durch und lasse das gelesene wirken.

Allgemeinarzt Max Otto Bruker (1909-2001): Unsere Nahrung – unser Schicksal
Colin Cambell:The China Study

Es gibt noch einen Youtube Channel den ich empfehlen kann, falls Interesse besteht.
Aber es ist ja wie bei Allem im Leben, entscheiden muss jeder selbst für sich.

Wünsche Dir und deiner Familie Gesundheit, Glück, Liebe. Du hast mir viel gegeben und dafür danke ich Dir sehr!!!

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summon

Bitte nicht das China Study Buch. Es gibt viele bessere – auch welche, die nicht schon hart wiederlegt wurden. Gerade der Autor der China Study hat hier richtiges Cherry Picking betrieben um seine Agenda zu befüttern.

Wer es genau wissen will: Artikel von Denise Minger dazu lesen, die das Buch und dessen Schlussfolgerungen auseinander nimmt. Dann die Antworten des China Study Autors Campbell darauf.

Spoiler: der Datensatz der Studie ergibt ein gänzlich anderes Bild, als das welches von Campbell im gleichnamigen Buch gezeichnet wird! Und noch wichtiger: Campbell hat den Analysen von Denise Minger nichts entgegenzusetzen (siehe seine Antworten). Klarer Fall von Agenda-getriebener Verzerrung von Fakten.

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frommi

Danke für den Artikel!

Sehr interessant mal jemanden zu finden der zu ähnlichen Schlüssen gekommen ist. Bei mir sind es ziemlich genau 21 Eier pro Woche, da ich eine Gewohnheitsmensch bin und deshalb mein Frühstück auf 3 Eier+1 Paprika umgestellt habe. Habe dann bis zum Mittag keinen Hunger und wenn doch reicht 1 Apfel um das Problem zu lösen. Restliche Mahlzeiten sind dann idR egal solange man es nicht übertreibt. 1x pro Woche dann Mittagessen weglassen und abends nur Bohnen/Linsen essen um wenigstens einmal in Ketose zu kommen.
Das hat gereicht um zusammen mit 3 x 30 min. intensivem Sport pro Woche auf 11-12% Körperfett zu kommen. (78-80kg bei 180cm). Ausschlaggebend für mich war das Buch “4-Hour Body” von Tim Ferris, was ich jedem nur ans Herz legen kann.
Habe aber ein ähnliches Eis Problem wie Du :D, bei mir sind 1-2 Liter pro Woche im Sommer keine Seltenheit.

Gruß frommi

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Wissenschaft wird mal eben passend gemacht

Ergänzung zum Beitrag, eine typische Proteinquelle sind Nüsse und Saaten. Letztendlich ist Ernährung eine große Glaubensfrage, da langfristige Effekte nicht zuverlässig gemessen werden können. Wir reden immer nur von Korrelationen, denn wir können nicht alle verdeckte, aber systematischen, Unterschiede erfassen. Es überwiegt daher für mich die ethische Komponente mich vegan zu ernähren, auch wenn es Simon stört, wahrscheinlich weil es ihn an die meist unzumutbaren Haltungsbedingungen erinnert. Sorry Simon, für dich.
Habe übrigens weder Bierbauch, noch Cup A aufwärts und sogar ein paar Muskeln.

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Marc

Wie sehen denn deine Cholesterin- und Blutwerte aus?
Nach Umstellung auf möglichst tierarme Ernährung haben sich die Werte bei mir radikal (sprich vermutlich Lebensverlängernd verbessert).
Auch die Verdauung ist deutlich besser dran, ohne Eier, Milch und Quark.
Vom Geruch der Flatulenzen bei eiweißreicher Ernährung ganz zu schweigen….
Das Thema Nachhaltigkeit wurde ja bereits erwähnt; dass ein Millionär Magerquark aus mutmaßlicher Ekelhaltung in Massen konsumiert, dürfte sich unter altrömischer Dekadenz subsumieren lassen.

Weiterhin nimmt man nicht ab durch Protein, sondern durch Kaloriendefizit, aber dass weißt du ja auch.

Ansonsten ist das alles natürlich nichts neues, außer dass hier wieder der Proteinmythos durchs Dorf getrieben wird (siehe z.B. Mike Mentzer)
Viele Grüße

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Max

Hallo Maschinist,

danke für den tollen Artikel. Der Artikel und insbesondere Dein Bild haben mich motiviert wieder mehr auf meine Ernährung zu achten (insbesondere auf meinen Zuckerkonsum). Du siehst wirklich fit aus.
Danke auch für die Millionärinterviews, die mir immer viel geben, da sie so positiv sind. In unseren deutschen Mainstream-Medien liesst man sowas ja eher nicht, eher im Gegenteil.

Ich denke das liegt auch daran, dass diejenigen, die heutzutage noch Journalisten (und gefühlt noch mehr Journalistinnen) werden schlecht bezahlt werden. Das zieht dann eher unqualifizierte Menschen an, denn die qualifizierten arbeiten lieber in einem gut bezahlten Job.

Es ist schon bezeichnend, dass hier einige Veganer meinen, Dich belehren zu müssen. An der veröffentlichten Meinung zum Klimawandel ist einiges diskussionswürdig, auch durch die mangelnde Qualifikation der Journalistinnen. Die Klimadiskussion erinnert mich an das Waldsterben, das dann doch nicht kam. Damals wurde von Stern und Spiegel behauptet, es gäbe im Jahr 2000 garantiert keinen Wald mehr in Deutschland (incl. Horrorbilder auf der Titelseite).

Solche Artikel gehören i.d.R. zu einer politischen Kampagne. Es laufen grundsätzlich immer Kampangnen, das ist völlig normal. Wie es geht kann man im Internet nachlesen, z.B. hier: https://ikm-hslu.ch/ikm-blog/2016/06/30/in-7-schritten-zu-erfolgreichen-politischen-kampagnen/

Die Waldsterben Kampagne hat damals übrigens die Grünen in den Bundestag gebracht. (dazu gibts ein schönes Video von Arte auf youtube).

Ich denke es zeichnet einen erfolgreichen Anleger aus, dass er selbst nachdenkt und eben nicht alles nachplappert, was ihm in den Medien vorgekaut wird. Er behält seine Linie bei, es sei denn es gibt wirklich gewichtige Gründe davon abzuweichen. Ein erfolgreicher Anleger profitiert eben davon, dass er nicht der Masse nachrennt, wenn alle verkaufen bzw. wenn alle kaufen.

Danke nochmal für Deinen positiven Blog. Beim Millionärsinterview werde ich bestimmt auch mal mitmachen.

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marsupilami

Jetzt aber Maschinist. Du hast echt Eier, dass du dich traust einen solchen Artikel in Zeiten zu veröffentlichen in denen das Essen bei vielen Menschen zur Ersatzreligion geworden ist 😉
Du hast aus meiner Sicht absolut recht mit dem was du hier schreibst – wenn man mal rational darüber nachdenkt sind unverarbeitete Lebensmittel die reine Form der Nahrungsaufnahme. Da nimmt man das Essen in der Art zu sich, wie es eben gewachsen ist. Das gilt für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch.

Dass Proteine wichtig für einen gesunden Körper sind ist erwiesen, ebenso wie das 16:8 Intervallfasten positive Effekte erzielt. Ich mache seit ein paar Wochen ebenfalls Beides. Ich versuche mich hauptsächlich von unverarbeiteten Lebensmitteln zu ernähren und achte auf meine Proteinzufuhr. Erste positive Effekte in meinem generellen Wohlbefinden konnte ich bereits feststellen – ich bin abends weniger müde und habe generell mehr Energie als zuvor.

Ein Thema das mich hierbei auch umtreibt ist das Thema “ethisch” vertretbares Essen. Gerade bei den Personen die generell die finanziellen Mittel haben durch das Konsumverhalten ein klein wenig Positives zu bewirken auf der Welt finde ich persönlich das Wichtig. Ich versuche daher, soweit preislich im Rahmen und ohne Riesenanstrengung machbar:

– regionale Produkte zu kaufen
– Bio zu kaufen (v.a. beim Fleisch)
– Auf die Zutaten zu achten, z.B. Palmöl in Lebensmitteln zu vermeiden

Natürlich ist das nicht immer alles unter einen Hut zu kriegen, aber ich versuche es zumindest 😉

Gleichzeitig gönne ich mir aber auch mal am Wochenende ein leckeres Frühstück mit meinen Liebsten oder an lauen Samstag Abenden ein, zwei Mojito! Ich denke es ist wichtig sich generell gesund zu ernähren aber gleichzeitig auch das Gefühl des Verzichts nicht zu stark aufkommen zu lassen, damit man nicht frustriert wird.

Danke für deinen super Beitrag, schön und verständlich geschrieben!

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Marc

Von AFDlern zB sagt “man” auch gern, sie hätten Eier, “weil sie ja sagen, was alle denken, sich aber keiner traut” 😉

So wie FM hier auftritt, wirkt das wesentlich religiöser, als alles was ich in letzter Zeit von Pflanzenessern hörte.

Hinzukommt, dass das hier zu einer Link-Schleuder verkommt, wo sich beliebig, die für sich passenden Fakten herausgepickt werden (Protein-link zu Alten, Oxfordstudie etc).

Beste Grüße.

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Grinskeks

+1 Punkt für Godwin’s law….
Ich finde deinen Vergleich reichlich deplatziert.

Wäre es nicht mal an der Zeit, zu einer sachlicheren Diskussion zurückzukehren?

Bis auf einige unsaubere Peaks finde ich die Diskussion übrigens super 🙂

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Felix

Wow, hier geht’s ja ab in den Kommentaren. Der Beitrag hat einen Nerv getroffen und der Blog wird zur umfassenden Lebensberatung. Und zwar in einer Qualität und Fundiertheit, wie man sie zusammenhängend nur selten im Internet findet. Ich habe die Beiträge meinen erwachsenen Kindern dringend zur Lektüre empfohlen.
Herzlichen Dank an den Maschinisten für die hier mitgeteilte und geteilte Lebenskunst.

Ich bin erstaunt und kann nur sagen und das meine ich ehrlich: Dem Ingeniör ist nichts zu schwör. Es gibt kaum ein komplexeres und von pseudowissenschaftlichen Aussagen durchzogeneres Gebiet als eben die richtige Ernährung. Ein Minenfeld gewissermaßen. Ich werde es ausprobieren. Wie lange dauert es, bis sich merkbare Erfolge einstellen? Gibt es noch Literaturtips?

Mithin hat der Maschinist drei wichtige Felder der menschlichen Existenz abgedeckt: Finanzen, Fitness und Ernährung. Gibt es noch weitere Felder, die der Maschinist in seiner analytisch-pragmatischen Art in petto hat?
Geht es um Körper und Geist, fehlt bislang der Geist? – rein spekulativ, ich würde mich freuen.

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Gast
Marc

Du glaubst nem auf dem Handy zusammengeschusterten Beitrag mehr, als hunderten wissenschaftlichen Studien zum Thema “tierisches ist nicht so dolle”?
Aber er ist ja auch Ingenieur und damit natürlich auch Arzt und Wissenschafter , gell^^

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Felix

Schreib halt einen besseren. Mosern ist immer einfach.

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Joerg

Was meint ihr zum Versuch einer ganzheitlichen Betrachtung?:

GESUNDHEIT[Zeit] = VERHALTEN[Zeit] + UMWELT[Zeit] + GENETIK + REST

VERHALTEN: Sport/Bewegung, Ernaehrung, Gift-Einnahme(Alkohol, Nikotin, etc), Beziehungen(gluecklich?/ungluecklich?), Stress (Arbeit, Schulden?), Schlaf, Mindset/Selbstdisziplin, religioese/kulturelle Besonderheiten, Wohlstand? 😉
UMWELT: Wasser, Luft, Boden(Staeube), Strahlung (Roentgen, Radioaktivitaet, UV, NIR)
GENETIK: Geschlecht, genotypische Ausstattung und Zusammen-/Wechselspiel gegenueber VERHALTEN/UMWELT
REST: Glueck, Segen/Gnade, Karma, you-name-it …

Die optimale Untersuchung, aus der einzelne Effekte wie zB Ernaehrung in Ausmass und Wirkung extrahiert werden koennten:
Viele, viele eineiige Zwil-/Mehrlinge, die in moeglichst identischen Lebensverhaeltnissen leben und lebten aber ueber einen genuegend langen Zeitraum unterschiedlich gefuettert wurden 😉
Das passt natuerlich selten.

Also versucht man die anderen Effekte “herauszurechnen”, bzw die beiden Grundgesamtheiten moeglichst gleich/balanciert zu waehlen.
Das klappt manchmal gut, manchmal eher schlecht?
Ob Meta-Studien, bei denen alles in einen Topf geworfen und auf “Herausmitteln” gehofft wird, sinnvoll sind?
(Vergleich: fleischfressenden, v.a. bueroarbeitenden Atheisten aus gemaessigtem Klima mit veganem, v.a. handarbeitendem Hindu aus den Subtropen? ist das sinnvoll?)

Weil es einerseits so komplex/multifaktoriell und verwoben/reflexiv ist, bleiben fuer mich v.a. grobe Heuristiken uebrig:
– sich Bewegen/Sport
– vielfaeltig Ernaehren
– moeglichst wenig Schlechtes (Gifte)
– Spass/Freude, Schlaf, Beziehungen, Stress beachten
– Verantwortung uebernehmen, fuer sich und andere

Noch was …?

LG

Joerg

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frommi

Dr. Inbar Kirson on Inflammation, Exercise, Diets and Sleep.

Teil1: https://youtu.be/HSXI_Ebrx_k
Teil2: https://youtu.be/qtkEi53CVDg

Ich fand das fasst den aktuellen Stand der Wissenschaft in dem Bereich der Medizin sehr gut zusammen. Gerade Teil 2 ist sehr informativ. Enthalten ist übrigens auch eine Studie die klar zeigt das die Anzahl der Kalorien nicht alleine für den Gewichtsverlust entscheidend sind, sondern eben auch was für Kalorien man zu sich nimmt.

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Benjamin Maul

Maschinist, du bist einfach ein geiler Typ und hast verstanden, worauf es ankommt! Danke!
Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Thema “Wie führe ich eine Ehe, ohne dass es langweilig wird” und dem absoluten Lebensglück kann fast nichts mehr im Wege stehen. 😉

LG
Benjamin

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summon

Stimme ich zu. Einen Artikel zu Familie und Beziehung wäre noch super!

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Christian

Hallo Maschinist,

erst mal ein großes Lob von mir für deine tolle Website. Ich bin schon länger stiller Mitleser und deine Beiträge motivieren mich immer wieder neu.
Auch diesen Beitrag über Ernährung finde ich richtig klasse. Ich kann auch aus eigener Erfahrung bestätigen, dass mir eine dauerhaft proteinreichere Ernährung in Verbindung mit Sport gut tut – auch wenn ich es noch nicht so diszipliniert mache, wie du 😉
Ich habe mir jedoch auch mal Gedanken dazu gemacht, ob vielleicht langfristig negative Folgen auftreten können, wenn man dauerhaft zu viel Protein zu sich nimmt. Angeblich werden dadurch Organe, wie Leber und Nieren stärker belastet und es kann zu Ablagerungen führen und sich Nieren- oder Harnsteine bilden. Ich habe zwar (noch) keine eigenen negativen Erfahrungen machen können, mich würde aber mal deine Meinung dazu interessieren. Gibt es für dich ein “zu viel an Protein” und wo würdest du da eine Grenze setzen?

Lg

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Timor2211

Ein richtig starker Artikel. Lese den Blog nun seit über einem Jahr und habe mich nun entschlossen, mich auch zu registieren. Habe den Artikel direkt nach der Veröffentlichung im Urlaub gelesen und direkt mit der Umsetzung angefangen. Vielen Dank für soviel positives mindset!!!

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marsupilami

Wegen dem Fleischkonsum: Ich denke die schlichte Wahrheit ist die, dass Fleisch für den Menschen gesund ist in seiner unverarbeiteten Form. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile zuviele Menschen auf der Erde. Dieses Problem ist das Grundproblem für viele heutige Themen, unter anderem das Thema “Massentierhaltung” und führt dazu, dass die Tiere unter teils katastrophalen Bedingungen gezogen werden und teils auch belastet sind mit Medikamenten. Ich versuche für mich einen Mittelweg zu wählen, indem ich zwar mehrfach die Woche Fleisch esse, aber eben nicht jeden Mittag/Abend, sondern auch auf anderen Proteinquellen zurückgreife durch Milchprodukte (Grillkäse, Mozzarella, Quark, etc.) und Fisch.

Ich hab für alle Mitstreiter,die sich gerne proteinreich und kohlenhydratarm ernähren und gleichzeitig auch keine Unmengen an Fleisch vertilgen wollen (aufgrund rein ethischer oder kilmafreundlicher Überlegungen, gesundheitlich ist Fleisch ne super Sache) ein tolles Rezept für Mittag:

– 250g-500g Hüttenkäse/körniger Frischkäse (je nach Hunger)
Der hat, wenn man ihn fettarm kauft eine ähnlich tolle Närhwertzusammensetzung wie der angepriesene Magerquark

– Tomaten (und evtl Paprika, gekochter Brokkoli etc. je nach Geschmack)
Hier kann man einfach probieren was einem schmeckt, Tomaten kommen aber immer rein!

– Pesto mit möglichst wenig Kohlenhydraten

Schmeist das Ganze einfach zusammen, das ergibt nen echt leckeren Hüttenkäsesalat, den man auch gerne öfter essen kann. Für die volle Proteindröhnung kann man natürlich dazu noch Lachs/ geräucherten fisch etc. dazu essen.

Hoffe es probiert jemand aus und berichtet wie es geschmeckt hat 😉

LG

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Imker2018

Vielen Dank für deinen Ausführlichen Beitrag. Ohne hier viele Worte zu schreiben empfehle ich das Buch: Unsere Nahrung unser Schicksal von Dr. M. O. Bruker:

https://amzn.to/2JyBG5P

Auch ich möchte meinen Beitrag leisten, da ich hier von vielen finanziellen Tipps profitieren konnte! (Danke dafür!) Mit der Ernährung verhält es sich sehr ähnlich. Natürlich gibt es viele Wege, aber ich bestreite diesen der Vollwertkost seit über 5 Jahren und hier sind die parallelen zur finanziellen Freiheit identisch?!

Ich denke die Gesundheit ist der wichtigste Baustein einer finanziellen Freiheit die durch nichts zu ersetzen ist.
Man könnte die Gesundheit mit dem mächtigen Zinseszins vergleichen. Am ‘Ende’ einer langen Periode 20-30 Jahre wird sich diese voll entfalten. Und in dieser Zeit dürfen natürlich keine Fehler gemacht werden. Tja… und mit der Gesundheit ist es das gleiche 😉

Schreibt mir gerne und ich versuche Euch etwas zurück zu geben!