Freiheit für Familie Mustermann

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Die Freiheitsmaschine erhielt folgenden Leserbrief:

Hi Maschinist!

Wir lesen ja gerne Deinen Blog aber wir fühlen uns manchmal auch alleingelassen. Der Grund ist, dass sich hier vieles um siebenstellige Vermögensbeträge und sechsstellige jährliche Bruttoeinkommen dreht.

Das ist zwar alles toll für diejenigen, die mit diesen Parametern arbeiten können aber uns selbst hilft es nicht weiter.

Folgende Situation

Wir sind beide 32 Jahre alt und gerade zum zweiten Mal Eltern geworden. Ich habe einen stabilen Vollzeitjob und verdiene nun 4.700 Euro brutto im Monat. Meine Frau arbeitet wegen der Kinder aktuell gar nicht und plant in zwei Jahren dann erstmal halbtags in Ihren alten Job zurück zu kehren. Wenn das wie geplant läuft, wären das nach heutigem Stand dann weitere 1.800 Euro brutto.

Wir wollen viel Zeit mit den Kindern verbringen und die Familie geht nun vor.

Komm uns also bitte nicht mit paralleler Selbstständigkeit, Zweitjob oder Umzug ans andere Ende der Welt! Wir sind einfach eine typisch bürgerliche Familie in Deutschland und das wollen wir auch bleiben.

Mit Deiner latenten Kaufabneigung gegen selbstgenutzte Immobilien können wir auch nichts anfangen.

Deshalb erreicht Dich diese Mail aus unserem wunderschönen und vor kurzem erworbenen Eigenheim in einer für Dich vielleicht langweiligen aber für uns traumhaften Kleinstadt. Der aktuelle Immobilienwert beträgt 270.000 Euro. Unser Eigenkapitalanteil davon beträgt 85.000 Euro (die Eltern haben ein wenig geholfen). Die Restschuld von 185.000 Euro läuft nun über 20 Jahre mit einem Zinssatz von 1.9% und 3% Tilgung.

Bevor Du auf die Idee kommst uns einen Verkauf vorzuschlagen: Vergiss es! Das Haus steht nicht zur Diskussion.

Zusätzlich haben wir ca. 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto und sogar ca. 15.000 Euro in einem passiven Welt ETF und bevor wir in einer Art Hassliebe Deinen Blog entdeckt haben, fanden wir das in Summe eine solide Leistung.

Warum ich Dir schreibe?

Wir arbeiten beide gerne und sind auch glücklich damit wo wir Wohnen aber das Thema Finanzielle Unabhängigkeit lässt uns nun nicht mehr los.

Also komm mal runter von Deinem siebenstelligen Ross und hilf uns!

Wie können wir in unserer Situation vor der gesetzlichen Rente von unseren Arbeitseinkommen unabhängig werden, ohne in Lumpen rumzulaufen, die Kinder bei Wasser und Brot zu halten oder die nächsten zwanzig Jahre am Straßenrand Zelten zu müssen?

Hier unsere restlichen Parameter

Neben Zins und Tilgung fürs Haus (Monatlich 757 Euro) brauchen wir ca. 2.500 € zum Leben. Was übrig ist, kommt aufs Tagesgeldkonto.

Unser Ziel ist, schon vor der gesetzlichen Rente mit 67 nicht mehr auf unser Arbeitseinkommen angewiesen zu sein und unser Leben so leben zu können wie wir es für richtig halten.

Sollen wir durch Sonderzahlungen die Tilgung erhöhen oder bei unserem durchschnittlichen Familieneinkommen das Projekt Finanzielle Freiheit besser direkt aufgeben?

M&M

 

Hier meine Antwort

Hallo M&M,

Eure Mail passt gut auf meinen letzten Beitrag zur „Vollkasko-Freiheit“ mit der sehr sicheren 3% Entnahmerate ohne jegliche Berücksichtigung späterer Renten- und Pensionszahlungen.

Nicht jeder hat die Möglichkeit 20 Jahre lang 50% seines Nettoeinkommens zu Sparen und zu Investieren um damit dann aus historischer Erfahrung fast absolut sicher finanziell frei zu sein und nach seinem Ableben zusammen mit der gesetzlichen Rente und weiteren Zahlungen einen Geldhaufen zu hinterlassen, der selbst inflationsbereinigt deutlich größer ist als zu Beginn der Entnahmerate.

 

Aber wie geht Finanzielle Freiheit für Millionen von Familien mit Kindern und durchschnittlichen Einkommen? – Der Familie Mustermann?

Wenn ich eure Einkommen in einen Brutto-Netto Steuerrechner eingebe, werden aus dem 4.700 Euro Bruttoeinkommen des Hauptverdieners in Steuerklasse drei 3.190 € netto. Hinzu kommen zweimal 194 € Kindergeld. Also in den nächsten zwei Jahren 3.578 € Netto Familieneinkommen pro Monat.

In zwei Jahren kommt das Teilzeiteinkommen des Partners wieder hinzu und Ihr habt (dann beide mit Steuerklasse IV und mit Faktor 0.925 gerechnet ) insgesamt 4.564 € im Monat (2.875 € netto plus 1.301 € netto + 388 € Kindergeld)

Wenn ich die 757€ Zins & Tilgung und die 2.500€ monatlichen Lebenshaltungskosten von eurem Einkommen abziehe, komme ich in den nächsten zwei Jahren auf einen monatlichen Sparbetrag von 321€ und danach, wenn der zweite Partner wieder halbtags arbeitet auf 1.307€.

Wie man jetzt schon sieht, macht das zweite Einkommen einen großen Unterschied in der möglichen Sparrate und das trotz der vergleichsweise hohen Steuerabzüge und Ihr solltet euch von den optisch hohen Steuer- und Sozialabgaben auf diesen Gehaltsteil nicht entmutigen lassen.

 

Ansatz

Der Maschinist ist ein lustiger und spontaner Mensch aber in finanzieller Sicht gilt bei Ihm definitiv „Safety first!“

Gehen wir also davon aus, dass Ihr Beide nun nie mehr eine Lohnerhöhung bekommt, die über die normale Inflationsrate hinaus geht und der Partner mit dem Teilzeiteinkommen seine Stundenzahl später nie mehr erhöht. Ihr findet auch keinerlei Einsparpotenzial in euren monatlichen Lebenshaltungskosten mehr.

Aber bevor wir weiter machen, noch kurz zum Thema Tagesgeldkonto.

Ich will außer eurem Notgroschen von 10.000 Euro (entspricht ca. drei Monatsausgaben und das ist absolut ok) das Wort Tagesgeldkonto nie mehr hören! Gerade in eurem jungen Alter würde ich besonders bei einer eigenen Immobilie mit vergleichsweise hoher Tilgung, die damit schon sehr viel Geld in dieser Art von „Anleihe“ bindet, kein weiteres Vermögen in Form von Bargeld, Tagesgeld oder auch Festgeld halten! Dieses Geld gehört entweder in vermietete Immobilien oder in Aktien und Aktien ETF! Echte Werte eben, die neben all der Rendite auch nebenbei die Inflation ausgleichen.

Bei Tagesgeld und co. ist die Rendite nach Inflation in Europa aber aktuell deutlich negativ und Ihr verbrennt nur Geld. Richtig viel Geld!

Also hört bei diesem Thema weder auf eure Nachbarn noch auf eure Freunde und investiert ab jetzt eure monatliche Sparquote von 321 Euro bzw. 1.307 Euro nach zwei Jahren vollständig in euren passiven Welt ETF.

Schaut, dass das per Sparplan dabei so gut wie kostenlos geht. Falls eure Bank das nicht anbietet, staffelt die Käufe so, dass möglichst geringe Kosten entstehen. Am besten auch hier einmal den Broker vergleichen und eventuell ein zweites Konto eröffnen. Einer der besten deutschen Broker mit automatischem Steuerabzug ist nach meiner Meinung OnVista. Der beste ausländische Broker DeGiro oder bei schon sechstelligen Vermögen Interactive Brokers mit weltweiten Handels- und Geldtransfermöglichkeiten.

Die langfristige Rendite am US Aktienmarkt beträgt seit ca. 200 Jahren ca. 6,7% plus den jeweiligen Inflationsausgleich. Das heißt in Summe in den letzten 80 Jahren durch die vorhandene Inflation ca. 9% brutto.

Nach Steuerabzug nur auf die Dividenden plus eventuelle Nichtanrechenbarkeit von Quellensteuern seit dem deutschen 2018er Investmentfond Steuergesetz werden daraus grob 5.8% Nettorendite inkl. Inflationsausgleich für ein passives Investment.

Da der Maschinist zwar positiv denkt aber selbst immer mit mehreren Sicherheitsschichten plant, rechnen wir hier mit 5%. Das macht über mehrere Dekaden einen großen Unterschied und Ihr werdet wahrscheinlich eine höhere Nettorendite erreichen.

Grundvoraussetzung für die geringe Steuerbelastung auf eure Investments ist, dass Ihr eure Anteile besonders in der Ansparphase niemals verkauft, das heißt eure Kursgewinne nicht realisiert. Egal was der Markt gerade macht!

Besonders nach einem größeren Einbruch solltet Ihr besonders viel neues Geld in Aktien ETF investieren, anstatt diese dann, wie viele andere Menschen gerade dann zu verkaufen wenn die Anteile „am wertvollsten sind“.

Eure Hauptaufgabe ist neben dem Fakt eure Ausgaben im Rahmen zu halten, euch vom Auf und Ab der Börse nicht verrückt machen zu lassen und sich besonders zu Beginn der Ansparphase über  jeden Börseneinbruch zu freuen!

Eure Denke muss dabei folgenden Status erreichen: „Hurra, die Firmenanteile sind günstiger geworden! – Ich bekomme nun zusätzliche Anteile für weniger Geld!“

Bis man diese Denkweise erreicht hat, vergeht einige Zeit und deshalb ist es gut, dass man zu Beginn der Ansparphase vergleichsweise wenig Geld hat.

Es ist prinzipiell das Gleiche, als wenn Dein Supermarkt Deine Lieblings-Lebensmittel temporär im Sonderangebot hat. Kaufst Du dann etwa keine oder verkaufst dann sogar den schon zu Hause gelagerten Vorrat wieder zu Tiefstpreisen oder freust Du Dich und lädst Deinen Einkaufswagen bis oben hin voll damit?

Eben! Und bei Aktien ist es das Gleiche! Aktien steigen langfristig immer und Sie sind langfristig auch eine viel sichere Anlageform als alle anderen verfügbaren Anlageprodukte.

 

Weiter geht’s

Falls Ihr beide bis zu eurem Renteneintritt wie geplant weiter arbeitet, würde aus den aktuell 15.000 Euro in eurem Welt ETF plus den monatlich 321/1.307€ Sparrate nach 35 Jahren eine Inflationsbereinigte Anlagesumme von ca. 1.4M € werden.

Familie Mustermann wäre also beim gesetzlichen Rentenbeginn ganz souverän inflationsbereinigte Millionäre. (Eure nominal vorhandene Geldsumme im Depot würde durch den Inflationsausgleich, den echte Werte wie Immobilien und Aktien ganz nebenbei mit erledigen, deutlich über zwei Million Euro betragen).

Sonderbar, oder? Ich lese so etwas nirgendwo in den Boulevard Nachrichten. Stattdessen steht dort nur, wie schlecht alles ist. Aber Boulevardnachrichten sollte sowieso niemand lesen…

In der letzten Dekade eurer Ansparzeit erhaltet Ihr wahrscheinlich kein Kindergeld mehr und eure Kinder sind wahrscheinlich zum Schluss auch etwas teurer falls Sie studieren. Dafür habt Ihr nach aktuellem Stand bei euer drei Prozent Tilgung euer Haus nach 25 Jahren komplett abbezahlt und es ist als Ausgleich keine weitere Zahlung mehr notwendig.

Nach der super sicheren 3% Entnahmeregel könntet Ihr aus den 1.4M € zum normalen Rentenbeginn jährlich ca. 42.300 € / monatlich 3.525 € entnehmen minus ca. 15% Quellensteuer aber mit Berücksichtigung der Krankenversicherung und 801 € Sparerfreibetrag pro Person. Ihr wärt also dann nach der 3% Vollkasko Regel definitiv finanziell frei.

Aber dazu kommt ja dann noch eure gesetzliche staatliche Rente und damit auch eine beitragsarme gesetzliche Krankenversicherung (GKV der Rentner). Wenn ich beim Hauptverdiener das jährliche Bruttogehalt von 56.400€ in Rentenpunkte umrechne komme ich aktuell auf 1.54 Punkte pro Jahr, die im Jahr 2018 mit 31.99 Euro monatlicher Rente je Rentenpunkt bewertet werden. Bei einem Arbeitszeitraum von 42 Jahren wären das 65 Rentenpunkte oder aktuell 2080 Euro Rente im Monat. Da zu Beginn des Arbeitslebens wahrscheinlich weniger Geld verdient wurde und auch sonst nicht immer alles glatt läuft, rechne ich einfach einmal mit 55 Punkten oder 1.760 Euro im Monat.

Der Zweitverdiener der bald (mindestens) wieder halbtags arbeitet, dabei bis zur Kinderpause auch schon einige Rentenpunkte erhalten hat und auch noch insgesamt 6 Punkte für die zwei Kinder in den jeweils ersten drei Jahren erhält, kommt noch hinzu.

Nehmen wir an, es wurden fünf Rentenpunkte bis zur Kinderpause verdient und nun die sechs Rentenpunkte für die beiden Kinder. Das macht 11 Punkte mit 34 Lebensjahren und dann bei dem Halbtagsgehalt bis zum Rentenbeginn weitere 19 Rentenpunkte (33×0.58) also insgesamt 960€ staatliche Rente zum normalen Rentenbeginn.

Auf diese insgesamt 2.720€ gesetzliche Rente von beiden Partnern werden zukünftig Steuern und in Summe ca. 10% Krankenversicherung der Rentner fällig. Nach Eingabe in einen Rentenrechner werden daraus ca. 2.263€ gesetzliche Nettorente (bei 100% Besteuerung der Rente ab dem Jahr 2040) im Monat.

Diese 2.263€ monatliche Nettorente plus 2.644€ monatliche versteuerte Kapitalererträge aus eurem Aktiendepots (bei voller 25% Kapitalertragsteuer wegen der zusätzlichen Rente) also 4.907€ netto im Monat nach allen Abzügen sind toll aber ja viel mehr als Ihr braucht.

 

Es ist also klar, dass Ihr viele Jahre früher in Rente gehen könnt, wenn Ihr nicht als inflationsbereinigte Multimillionäre von dieser Erde gehen wollt oder ab Rentenbeginn bis zu eurem Lebensende z.B. jährlich einen gebrauchten Porsche kaufen und diesen am Saisonende dann jeweils wieder an Nachbarn oder Freunde verschenken wollt. 😉

Aber wie viel früher ist realistisch und sicher genug um sich trotzdem nie mehr Gedanken um Geld machen zu müssen?

Was passiert z.B., wenn Ihr dann in Rente gehen wollt, wenn es fast alle anderen Deutschen auch wollen? Mit 60 Jahren – also ca. 7 Jahre früher als der offizielle Rentenbeginn.

In diesem Alter hättet Ihr schon seit mehreren Jahren euer Haus abbezahlt und zusammen 15 Rentenpunkte weniger (also 69) und das Vermögen an der Börse wäre zu 911.000 Euro angewachsen. (Das ist ein ganz schöner Unterschied und zeigt, wie wichtig es ist, möglichst früh Vermögen zu akkumulieren, damit der Zinseszins wirken kann).

Diese Summe ergibt nach der drei Prozent Regel „nur“ ca. 27.300€ im Jahr minus 15% Quellensteuer in den Jahren vor Rentenbezug durch Günstiger Prüfung und Berücksichtigung der Krankenversicherung. Aber wir sprechen ja nur über einen Zeitraum von sieben Jahren bevor die gesetzliche Rente von dann 1.910€ netto nach Krankenkassenabzug einsetzt.

Über den Siebenjahreszeitraum kann man auch ohne Probleme 4% aus dem Depot entnehmen. Das wären dann also 36.500 € im Jahr und das reicht damit dann auch bei Zahlung der Krankenversicherung und der 15% Quellensteuer), wenn danach die vergleichsweise hohe staatliche Rente einsetzt, die die jährliche Depotentnahme dann auf kaum mehr als 1% reduziert, also deutlich weniger als die Dividenden.

Selbst wenn es in diesen sieben Jahren vor der gesetzlichen Rente einen krassen Depoteinbruch gäbe, würden Restkapital und die danach einsetzende Rentenzahlung locker ausreichen um den bisherigen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Also Anforderung erfüllt! – Rente mit 60 ist kein Problem und das geht sogar noch mit einem 100% Aktienportfolio.

Jetzt ist die Rente mit 60 ja ganz nett aber geht es noch früher? Das ganze Sparen und Anlegen soll sich schließlich lohnen!

 

Das Ziel für unsere Familie Mustermann ist die Rente mit 55 – Schauen wir, was möglich ist.

Die gesetzliche Rente beträgt hier durch die insgesamt 12 Jahre geringere Einzahlungszeit mit 59 Punkten dann 1.888 Euro für beide Partner zusammen (minus GKV) und das Depot steht durch die geringere Ansparzeit dann bei ca. 644.000€.

Reicht das?

Das Haus ist an dieser Stelle fast vollständig abbezahlt und das letzte Kind statistisch gerade fertig mit dem Studium und stehen dann hoffentlich auf eigenen Beinen.

 

Strategie für die Rente mit 55

Die Dividenden und Depoteinzahlungen der letzten Jahre vor Entnahmebeginn würde ich beim „Rente mit 55“ Szenario in Anleihen investieren, die wenigstens die Inflationsrate ausgleichen (wenn die EZB dann wieder von ihrer Nullzinspolitik abgerückt ist). Damit reduziert man zwar langfristig die weitere Portfoliorendite aber auch deutlich die Vermögensschwankungen und kann sich auf den Kapitalverzehr vorbereiten, der bei diesem Szenario notwendig ist.

Eine mögliche Depotaufteilung zu Beginn der Geldentnahme wäre zum Beispiel 50% Aktien und 50% Anleihen, bei dem man den Anleiheanteil erst möglichst zum Schluss der Ansparphase aufgebaut hat, damit die Rendite vorher möglichst wenig leidet.

Sagen wir nach dem Auszug der Kinder reduzieren sich die monatlichen Kosten im abbezahlten Eigenheim auf 2.200 Euro. Dann sind bei 15% Quellensteuer mit Günstiger Prüfung und anrechenbarer Krankenversicherung bis zum offiziellen Rentenbeginn jährlich ca. 35.000 Euro Brutto Entnahme notwendig, also 420.000€ in 12 Jahren. Dieses Geld kommt dann neben den Dividenden des Aktienanteils besonders von den Anleihen, die man Stück für Stück verkauft.

Der 50% Aktienanteil im Depot kann dann in den 12 Jahren weiter wachsen und beträgt dann durch die weiteren Kurserträge wieder mehr als 250.000€ und das wären nach der 3% Entnahmeregel dann endlose 470 nachversteuerte € im Monat zusätzlich zur gesetzlichen Rente von monatlich 1.888€ (minus Krankenkasse der Rentner).

Also ca. netto 2.225 Euro lebenslanger Rente nach Krankenkassenabzug für unser Mustermann Ehepaar im abbezahlten Eigenheim.

 

Frei mit 55 ist für unsere Mustermannfamilie also nicht die Variante mit Multimillionen Hinterlassenschaft aber die mit einigen Dekaden Selbstbestimmtheit, Freiheit und einem generellen: „Mir kann niemand was!“

Die erreichte Antifragilität ist ausreichend hoch, so dass man sich finanziell keine Sorgen mehr machen muss.

Die Rente mit 55 und damit die finanzielle Freiheit deutlich vor dem normalen Rentenbeginn ist also auch für eine deutsche Mustermannfamilie möglich, wenn bestimmte Dinge beachtet werden.

Trotz Hauskauf ist mehr als eine Dekade vor dem normalen Rentenalter kein zusätzliches Geld mehr nötig und all das Gejammer der Mittelschicht in unserem Land ist völlig unangebracht, wenn man seine Ausgaben im Griff hat und das gesparte Geld auch wirklich in die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten investiert.

Und wem die letzte Variante mit 55 Jahren etwas zu knapp ist, findet für sich einfach einen Mittelweg

Zwei Jahre zusätzliche Arbeit z.B. bis 57 erhöht den Depotwert um ca. 100.000 Euro und gibt zusätzlich auch noch lebenslang vier Rentenpunkte für beide Partner zusammen.

Also Rente mit 57 und Sportwagen 🙂

Meckern ist also völlig unangebracht. Freiheit und Selbstbestimmtheit ist für die meisten Menschen ab der Mittelschicht möglich.

Was diese frühe Freiheit für die allermeisten Menschen auch im Jahr 2018 trotzdem in weite Ferne rücken lässt, sind neben den mit dem Einkommen oft steigenden Ausgaben und dem Kauf von zu teuren Immobilien besonders die im deutschsprachigen Raum völlige Unkenntnis zum langfristigen Zinseszinseffekt des Aktienmarktes.

Beim Ansparen auf dem Tagesgeldkonto bei aktuell ca. 1.5% negativer Verzinsung (also Kapitalzerstörung) durch Nullzins und Inflation, hätte unser Mustermann Paar anstatt insgesamt 1.4M € zum offiziellen Rentenbeginn nur ein Vermögen von weniger als 0.4M € und auch die danach folgende Entnahme wäre nicht inflationsgeschützt. Das heißt langfristig ist die Gefahr eines Geldmangels in dieser nur vermeintlich „sicheren Variante“ sehr groß.

Außerdem schützt ein breitgestreuter Aktienkorb vor so ziemlich allen Unwägbarkeiten, die in den letzten 200 Jahren auf die Menschen der westlichen Welt eingeprasselt sind. Weltkriege und Perioden mit sehr hoher Inflationen inklusive.

Außerdem haben wir hier noch nicht über weitere Optimierungen der Ausgaben- und Einnahmenseite gesprochen und auch nicht über Möglichkeiten bei der Hausfinanzierung.

Wenn man die jährliche Immobilientilgung in unserem Beispiel von den 3% auf 1% reduziert und das dadurch zusätzlich vorhandene Geld dann auch regelmäßig in ein passives Aktien ETF Depot anspart, ergibt das nach 25 Jahren einen Unterschied von mehr als 55.000 Euro. Das heißt man kann mit dem angesparten Geld im ETF dann locker den gesamten restlichen Hauskredit bezahlen und hat zusätzlich noch eine mittlere fünfstellige Geldsumme übrig.

Bei den aktuell extrem niedrigen Zinssätzen für einen Immobilienkredit macht ein möglichst geringer Abtrag immer Sinn, wenn man den dadurch erhöhten monatlichen Cashflow dann auch wirklich gewinnbringend investiert. 1.9% Zinssatz ist ja nicht mehr als die Inflationsrate. Wenn die Immobile durch gute Auswahl der Lage zumindest wertstabil ist, ist das ein realer Zinssatz von 0. (Die Kreditsumme wird durch die Inflation entwertet, der Hauswert steigt mit der Inflation).

Vielleicht fasst sich die Mustermann Familie ja auch ein Herz und optimiert Ihre täglichen Einnahme- und Ausgabeparameter, nachdem Ihnen bei Betrachtung des Aktienmarktrechners über mehrere Dekaden fast die Augen aus dem Kopf gefallen sind.

 

Dieses Wissen was möglich ist, versetzt nämlich nach meiner Erfahrung Berge

Den Menschen in meinem Umfeld, die an dieser Sache interessiert waren, haben nachdem Sie das Konzept verstanden haben, sowohl Ihre eigene geplante Sparquote übererfüllt als auch meistens noch einmal die Einnahmeseite optimieren können.

Ein Ziel an das man fest glaubt und dessen Stellschrauben man verstanden hat, ist eins der mächtigsten Dinge die ich kenne.

Die Parameter in diesem „Freiheit für Familie Mustermann“ Beitrag wurden natürlich so gewählt, dass Sie dem Durchschnitt einer deutschen Familie mit Kindern entsprechen. Die 4.700€ Bruttoeinkommen des Hauptverdieners sind der aktuelle Durchschnitt eines Mitarbeiters im produzierenden Gewerbe der westdeutschen Gebiete. Das Nettoeinkommen der Familie zusammen mit dem Teilzeitverdienst des zweiten Partners und dem Kindergeld sind ebenfalls aktueller Durchschnitt beim Familieneinkommen mit zwei Kindern in Deutschland.

Das ist also die Basis für Millionen von Menschen in diesem schönen Land und Sie zeigt was möglich ist.

Natürlich kann man jetzt Beispiele anbringen, bei dem die Hauspreise oder auch die sonstigen Familienausgaben deutlich hoher sind, weil jemand zum Beispiel in München wohnt oder jeden Tag mit einem 7er BMW 200km weit pendelt.

Man kann diese Dinge immer verbal zerschießen

Die Frage ist nur, was jemand damit bezweckt? Sind das sinnvolle Argumente oder wollen sich diese Menschen damit nur selbst bestätigen, warum Sie aktuell kein Vermögen aufbauen?

Ich weiß, die Boulevardmedien helfen Ihnen bei dieser Argumentation. Das ist vielleicht kurzfristig komfortabel und einfach aber in Wirklichkeit werden diese Menschen damit in finanzieller Unfreiheit gehalten.

 

Nimm dieses Beispiel als Anstoß

Nimm es als Motivation Dein eigenes Leben zu verbessern und befreie Dich wie unsere Musterfamilie selbst. Selbst wenn Du noch Dekaden von Deinem Endziel entfernt bist, wird Dich Dein wachsendes Aktiendepot beruhigen und Zufriedenheit erzeugen.

Viele Dinge, die das Leben auf eurem Weg in eure Richtung wirft, belasten euch mit einer bedeutenden Geldsumme im Hintergrund nicht mehr.

Geld alleine macht nicht glücklich – Das stimmt.

Aber das was man mit Geld machen kann, macht glücklich.

Man kann sich als höchstes Gut die eigene Freiheit damit kaufen und schon in der Ansparphase viele Probleme des Lebens von einem selbst und der eigenen Familie fernhalten.

Freiheit für Familie Mustermann bedeutet also Freiheit und Selbstbestimmtheit für einen Großteil unserer Gesellschaft.

Fang am besten noch heute damit an!

 

 

 

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Felix

Wau, dass das in D geht, bei normalen Verdienst mit abbezahlten Haus und Millionendepot in Rente gehen. Tolle nachvollziehbare Berechnungen.

Diese Infos gibt es so von keiner Bank, warum eigentlich nicht? Weil der Zeithorizont zu weit ist, weil das Leben dann doch krasse Einbrüche (Scheidung, Arbeitslosigkeit, Krankheit) bereithält.
Aber toll, welche Szenarien der Maschinist aus einigen wenigen Zahlen zaubert.

Gast
Daniel

Hallo Maschinist, danke für den gelungenen Beitrag, das war wiedermal sehr motivierend für mich ! 😉

Gast
Soljos

Hallo Maschinist,

super Beitrag, danke. Zwecks Broker ist glaube ich Interactive Brokers nicht die Muttergesellschaft von Degiro, nur so als Info am Rande 🙂

Gast
Oliver

Dein Artikel ist sehr schön geschrieben und es wäre sicher sinnvoll, wenn sich mehr Leute – auch junge Familien – das durchlesen würden. Ich sehe es an meinem langjährigsten Freund. Er macht nicht alles finanziell falsch, hat eine Familie mit drei Kindern. Er kaufte sich vor einigen Jahren im Umkreis von München eine Immobilie, die er brav abbezahlt und die durch den Preiszuwachswahnsinn auch um einiges wertvoller geworden ist. Er verdient wirklich gut, seine Frau in Teilzeit als Lehrerin auch, aber neben dem Abbezahlen des Hauses und einiger kleiner unsinniger Versicherungen ist sonst nicht viel da. Dafür der ganze Konsum mit Autos, entsprechenden Urlauben, ständig größeren Reparaturen etc. Letztes mal hat er mir irgend etwas von einem großen Fernseher erzählt. Er wird bis zum Ende arbeiten müssen, das steht fest.

Irgendwie habe ich den Eindruck, das der größte Teil meiner Umgebung so oder so ähnlich lebt. Gut, nicht jeder kauft sich die überteuerte Hütte in Münchens Umgebung, viele können sich das schlichtweg nicht mehr leisten. Aber ansonsten wird kaum etwas gespart. Vor zwei Jahren bei einer Trauerfeier saß neben mir ein ganz junger Kerl. Er sagte, er ist mit seiner Freundin aus Baden-Württemberg hergezogen und ganz konservativ mit Häuslebaue unterwegs. Im übrigen möchte seine Freundin das auch und sie haben gesehen, dass im Osten von München in der Nähe seiner Arbeitsstelle es Häuser nur um die 800k EURO gibt. Er war erst ein paar Monate bei dem Unternehmen und hat es ernsthaft in Erwägung gezogen. Ich habe dazu einfach nichts gesagt, aber das ist für mich der Plan, um sich im Leben unglücklich zu machen, weil man in seiner ganzen aktiven Phase, selbst wenn es gutgehen sollte, nur mit Geldproblemen konfrontiert ist. Und das für ein Haus? Einfach irre.

Meine Fragen mit Geld sind inzwischen ziemlich langweilig geworden, wenn man das so sagen kann. Ich habe Ende letzten Jahres aufgehört, Vollzeit zu arbeiten und mache nur noch IT-Projekte, an denen ich selber Spaß dran habe. Und das mit sehr vermindertem Zeitaufwand. Aufgrund der ganzen Schwankungen war es im 1. Quartal bei den Kurswerten recht volatil, aber gestern habe ich gesehen, dass ich tatsächlich schon wieder einen neuen Höchststand hatte. Obwohl ich keinen Augenmerk darauf lege, mein Depot zu vergrößern, konnte ich trotzdem hier und da noch zusätzliches Geld anlegen. Das Thema ist, wenn man es geschafft hat ein größeres Depot zusammenzusparen, dass die Zuwächse auch bei den Dividendeneinnahmen sehr mächtig werden. Am Anfang war mir das nicht ganz so klar, auch wenn ich mich über Dividendenerhöhungen gefreut habe. Aber zugegeben mal hier 10 $ mehr im Jahr und dort 8 Dollar mehr ist nichts was man am Anfang so toll spürt. Das hat heute eine ganz andere Qualität. Deswegen denke ich sogar, dass man mit 3% Entnahmerate zu konservativ ist, wenn man diese Regel befolgen möchte. Du schreibst es ja selber sehr schön: Nach Inflation sind es 6,7% durchschnittlicher Zuwachs pro Jahr. Die Regel ist aber nur interessant, wenn man aktiv die fehlenden Aktien zur Dividendenausschüttung verkauft. 3% klingt psychologisch besser, aber ich schätze, dass der einzige Unterschied ist, dass Du am Ende mehr vererbst. Und wenn man älter wird, fliegt man auch nicht so oft in den Urlaub. Man wird gemütlicher und genügsamer.

Was mich dabei so ärgert ist, dass der Staat seinen Leuten weder irgend welche Tools noch Mittel zur Verfügung stellt, um sie selbstständiger zu machen. Im Gegenteil, der einzelne, wenn er sich auf die staatlichen Sachen zu 100% einlässt, wird geknebelt und gefesselt und wenn man Pech hat, werden die Verträge wie z.B. bei den Betriebsrenten nachträglich schlechter gestellt. Wir wissen seid Jahrzehnten von dem Rentenproblem und es hat sich seitdem nur verschlechtert. Ich schätze, für heute 40jährige wäre nach den heutigen System Rente mit 67 Utopie, bestenfalls 70 und wenn es ganz schlecht läuft 72 oder 74 Jahre. Andererseits hat niemand das Zinseszinssystem verstanden. Warum nimmt man nicht bei jedem neuen Bürger, der geboren wird, und erstellt für ihn ein Konto bei Geburt und zahlt dort 1/4 des Kindergeldes in einen Welt-ETF und 3/4 des Kindergeldes an die Eltern? Das Konto später weiterführbar durch eigene Einzahlungen/Einzahlung des Arbeitgebers, ohne Steuerbelastung bis zur Auszahlung und unpfändbar. Ich habe es mal durchgerechnet. Das wären 48,50 EURO/Monat für 18 Jahre. Gesamtergebnis mit 7% Zinsen sind 20537 EURO. Danach nie mehr etwas angelegt, sind mit 58 Jahren nach 40 Jahren 307.000 EURO auf dem Konto. keine Erhöhungen eingerechnet, keine Eigenleistungen in der aktiven Arbeitsphase. Selbst spätere Pleitiers und H4-Empfänger müssten nicht mehr groß alimentiert werden. Mehrkosten für den Staat minimal, lediglich die Verwaltungsgebühren für die Konten. Danach sogar eine super Einnahmequelle, da damit bei Auszahlung Steuern und Sozialversicherungen anfallen. Es ist einfach nur unbegreiflich, warum wir nur so niedrig qualifiziertes Personal an der politischen Spitze haben. Wenn der Staat also nicht die Rahmenbedingungen setzt, muss man sie für sich selber setzen. Dann klappt es genauso gut. Das Problem ist, dass man es durchhalten muss.

Grüße
Oliver

Gast
Joerg

Deinen Beitrag fand ich auch gut und ist ja auch mehr oder weniger unsere pers. Erfahrung.

Allerdings Demut: Wir leben in einem freien Land!

Freiheit umfasst: Freiheit zu Fressen, zu Saufen, zu Rauchen, Drogen zu nehmen, sich mit Extremsportarten in Gefahr zu bringen,
sowie alle anderen ungesunden, verdummenden, suboptimalen Angewohnheiten & Taetigkeiten 😉
Selbst Einkuenfte mehr oder weniger sinnlos zu verprassen ist erlaubt.

Warum sind wir, wie wir sind? WOLLEN oder KOENNEN wir nicht anders?
Wie geschieht Veraenderung? Wann geschieht Veraenderung?
“Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung?” heisst es …
Manchmal – oft aber auch nicht, oder?

Sind wir hier unter uns? Stehen im Kreis und Klopfen uns gegenseitig von hinten auf die Schulter?

Gast
Julian

Hallo Maschinist,

wieder ein toller Artikel. Ich würde ihn am liebsten ausdrucken und heimlich in Bankfilialen auslegen.
Danach gibt es eigentlich keine Ausrede mehr warum nicht jeder mit einem Durchschnitts-Einkommen Vermögensaufbau in Eigenregie betreibt.
Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung liest solche Artikel. Ein noch kleinerer Teil versteht es. Ein noch kleinerer Teil davon hat den Willen, die Kraft und die Ausdauer das umzusetzen.

Es ist paradox. Was Du da schreibst in diesem und anderen Artikeln war vor 20 Jahren noch so eine Art Geheimwissen. Das hat man nur gehabt wenn man jemanden persönlich kannte der einem so etwas erzählte und von dem sich das direkt abgucken konnte. Das Wissen steht heute für jeden bereit. So aufbereitet dass es jeder versteht, der so gebildet ist dass er mit seinem Beruf ein Durchschnitts-Einkommen erzielen kann. Und das auch noch kostenlos. Trotzdem wird das nur von einem Bruchteil der Menschen genutzt.

In einer aufgeklärten Welt müssten diese Artikel höhere Klickraten haben und mehr Gesprächsstoff sein als die aktuellen Lottozahlen und die Bundesliga-Fussballergebnisse.

Ich frage mich auch manchmal, warum so etwas nicht in Schulen gelehrt wird. Dazu müssten aber die dort lehrenden das Thema selbst verstanden haben. Ich glaube, das ist überwiegend nicht der Fall.

Ich war mit meiner Familie gerade eine Woche im Urlaub. Dort haben wir nach dem Abendessen in der Ferienwohnung ein paar Mal KiKa geschaut. Das machen wir Zuhause nie. Sie haben eine eigene Nachrichtensendung für Kinder gebracht. Dort wurde zum 200. Geburtstag von Karl Marx erklärt, dass er sich weise und schlaue Gedanken gemacht hat, wie die ungleich verteilten Vermögen gerechter verteilt werden können. So ein netter Onkel. Kein Wort über die Folgen die diese Ideologie im 20. Jahrhundert angerichtet hat.
Ich war perplex und musste danach erst einmal meine Kinder selbst aufklären um das Bild gerade zu rücken.
Der nachfolgende Bericht war über Donald Trump und seine Nähe zur Waffenlobby. Der Bösewicht in Person.
Diese Nachrichtensendung hätte fast so im DDR-Fernsehen laufen können.

Danach war ich nicht mehr so verwundert woher die negative Einstellung zu Geld und Kapitalismus in Deutschland kommt. Und die Unbildung darüber wie man Vermögen aufbaut. Wenn es schon von klein auf so verabreicht wird.
Umso wichtiger ist die Aufklärung durch diese Artikel. Weiter so.

Gast
Ulrich

Hallo Maschinist, toller Artikel, ist schon erstaunlich,
was durch den exponentiellen Verlauf (unterschätzen sie nie die Macht der Exponentialfunktion, ein Zitat von meinem Prof. im Grundstudium) nach 25-35 Jahren so zusammenkommt, man darf halt nur nicht “sparen”, man muß investieren oder spekulieren, oder eine Kombination aus beiden und das natürlich in inflationsentkoppelten Anlagen.
Mit ein wenig Exel-Akrobatik kommt man zu erstaunlichen Erkenntnissen.
Sparbuch, Lebensversicherungen, etc. halten die Menschen arm.
Für die meisten Menschen ist es wohl nicht möglich, die mentale Stärke aufzubringen, über einen längeren Zeitraum kontinuierlich Geld zu investieren und beim exponentiellen Wachstum zuzusehen.
Ich habe vor kurzen nach 25 jähriger Berufstätigkeit mit dem Startwert Null eine finanzielle Bilanz gezogen und erstaunt festgestellt, das neben einem vollbezahlten EFH (war vor 18 Jahren noch erschwinglich, die Preise haben sich etwa verdoppelt ) das weitere Vermögen höher war als die Summe des Bruttoeinkommens (!) der gesamten 25 Jahre.
Und 70% vom netto habe ich auch noch ausgegeben,nur etwa 30% Sparquote.
Die Jahre von 2008-jetzt waren ein regelrechter Turboschub am Aktienmarkt und der exponentielle Zuwachs konnte mit Macht wirken.
Es hat also funktioniert.

Gast
Mezuki

Hey Maschinist,
beim Lesen des Artikels müsste ich herzlich schmunzeln, der Artikel passt dem Grunde nach exakt auf meine aktuelle Situation (nur die jeweiligen Parameter sehen anders aus, so bin ich zB Finanzbeamter auf Lebenszeit und darf mich Stand jetzt über eine höhere Pension freuen^^).
Eine Frage hätte ich aber und zwar:
– Warum findest du es nicht sinnvoll, die Sondertilgungsmöglichkeiten für den Kredit zu nutzen? Solange meine Immobilie nicht abbezahlt ist, kaufe ich doch dann Aktien auf Kredit oder? Ja klar, auf lange Sicht schlägt die Aktienrendite den Zinssatz für den Hauskredit, aber bei einem Kurseinbruch können dann die Emotionen schonmal verrückt spielen, schließlich sind wie ja nicht alle der Homo Oeconomicus. 😉
Liebe Grüße!

Gast
Corcovado

Der beste Beitrag der letzten Monate in der Finanzbloggerszene!!!
Mit dem Motivationsschub startet man gerne in eine verregnete Woche. 🙂

Gast

Sehr schöner Artikel. Besonders ausführlich und vielseitige Betrachtungen. Passend zu Deinem Artikel könnte noch das Sparen versus passives Einkommen sein.
LG Henning

Gast
Moritz

Starker Artikel. Vielen Dank 🙂

Gast

Hallo Maschinist, ein sehr guter Beitrag, der zeigt, was möglich ist, wenn konsequent investiert wird. Dadurch wird deutlich wie wichtig es ist, Routinen und Gewohnheiten aufzubauen, um regelmäßig zu investieren und dabei zu bleiben. Ich selbst bin diesen Weg auch gegangen – leider zwischenzeitlich mit einer reduzierten Aktienquote aufgrund nachhaltiger Erfahrungen mit der 2000er Bubble und nachfolgenden beruflich bzw. compliancebedingten Investitionsbeschränkungen. Trotzdem habe ich es geschafft. Auch die Aktienquote habe ich wieder deutlich erhöhen können.
Freiheit macht zufrieden.
Viele Grüße
DerFinanzstratege

Gast
Peter

Hi, vielen Dank für den äußerst anschaulichen Artikel.

Was mich in letzter Zeit verstärkt umtreibt, ist “Nachhaltigkeit”. Einen Welt-Index-ETF bespare ich bereits, aber mein Gewissen schlägt da mittlerweile Alarm. Ist es in Ordnung, Geld in Organisationen zu stecken, die ausbeuterisch mit Mensch und Natur umgehen? Ob das nun Nestle, Google, Apple, oder Rüstungskonzerne sind: mag ich das unterstützen und damit Geld ansammeln? Und wenn ich mich umschaue nach alternativen Anlageformen (hier: Index-ETFs mit dem Tag “Nachhaltigkeit” oder “Ethik”), bin ich ganz schnell wieder bei 2% pro Jahr. Besser als nichts, aber ich hatte doch gelernt, dass auch 7 oder 9 möglich sind….

Wie sind eure Empfindungen dazu?

Gast
SeePaddler

Hallo Peter,
die Thematik hat mich auch schon beschäftigt und meine Reaktion ist, die Dividenden von Nestlè, Monsanto, etc. die ich aus meinen World-ETF, Stoxx600, etc. erhalte an den Bund für Naturschutz (BUND) zu überweisen.
So „finanziert“ Nestlé eine Kontrollgruppe und ich kann die Spende noch von der Steuer absetzen (Win-Win Situation 🙂

Gast
whiro

Zuerst einmal:
Wundert mich, dass das meinem Kollegen Finanzbeamten mezuki nicht aufgefallen ist:
Es muss (ziemlich weit oben in der Antwort) natürlich Steuerklasse IV + iV mit Faktor statt Steuerklasse VI heißen (die gilt nur für das 2. Einkommen aus nichtselbst. Arbeit…), bitte korrigieren @Maschinist 😉

Ich habe den Artikel auch mit Freude gelesen, trotzdem sehe ich da wie bei allen theoretischen Rechnungen jede Menge Fragezeichen, aber vllt. mache ich mir auch zu viele Gedanken…
Ist nicht böse gemeint, man kann ja immer etwas optimieren, ich hoffe du kannst meine Anmerkungen verstehen und das ein oder andere übernehmen:

1. Das 55er-Szenario halte ich für unrealistisch, da zum Großteil auf die gesetzliche Rente vertraut wird. Sicherlich ist diese nur als Bonus zu betrachten, da keiner weiß, wie sie sich entwickeln wird, sowohl vom Betrag her als auch vom Zahlungsbeginn…

2. gesetzliche Rente: Wenn schon die gesetzliche Rente mit einbeziehen, dann auch die heutigen Möglichkeiten berücksichtigen, das heißt: mit Abschlag früher in Rente gehen. Zumindest ist die Option zu prüfen. Der Abschlag von 0,3% pro Monat ist ja auch nur brutto… Wie gesagt, muss man durchrechnen…

3. monatliche Ausgaben/Sparquote
Die Sparquote in Höhe von 321€ lässt sich wahrscheinlich nicht pauschalieren… Sind da Sparraten für das neue Auto oder den Familienurlaub mit drin oder nicht? Das macht einen Riesenunterschied… Außerdem werden die Kinderchen wohl (noch) teurer werden, also kann man das Kindergeld fast schon garnicht mit einrechnen [by the way: wird für die Kinder auch gespart? in manchen Finanzblogs lese ich davon, dass viele das ganze (!) Kindergeld für die Kinder anlegen….]

Im Zweifel reduzieren sich die monatlichen Ausgaben im Alter nicht, die könnten auch durch diverse Hilfsmittel oder Arzneimittel steigen, das aber nur als Beispiel am Rande, da das sehr spekulativ ist!

4. Notgroschen:
Finde ich etwas hart formuliert: Gerade wenn man ein Haus hat, darf es auch gerne etwas mehr sein, aber das ist individuell und man muss sich damit wohlfühlen.

Mit Sicherheit gibt es noch mehr Unsicherheiten, das nur mal auf die schnelle als Denkanstöße!

Was ich noch einmal besonders erwähnen möchte:
Es ist richtig und wichtig, dass der Partner auch wieder (in Teilzeit) in den Berufsalltag einsteigt!

Für manche lautet die oberste Regel: Keine Schulden machen! Ich sehe das hier auch anders… Ob man aber völlig ohne Tilgung zu den Konditionen ein Darlehen bekommt, glaube ich nicht. Die Tilgung auf ein Minimum zu reduzieren, kann jedoch Sinn ergeben. Ebenso, das 20jährige Darlehen nach 10 Jahren zu kündigen und zu besseren Konditionen ein neues aufzunehmen, sollte man überdenken…

Abschließend fände ich es wirklich sehr interessant, unter Berücksichtigung der aktuellen Gesetzeslage einen möglichst steuerlich/einkommensoptimierten und frühen Ausstiegszeitpunkt sowohl für die gesetzliche Rente, als auch für die Beamtenpension darzustellen/vergleichen?! Wie gestaltet sich eine Rente/Pension mit 55/60/65/67 ?

Grüße
whiro

Gast
Mikum

Alles sehr schön in der Theorie. Die Scheidungsquote von 40% wurde leider nicht berücksichtigt. 😉

Gast
Sven

Hi Maschinist,

wirklich ein wohltuender, schöner Artikel. Vielen Dank dafür.
Es werden wirklich sämtliche Risiken ausgeblendet, die es gibt.

Aber das, was ich in meinem Umfeld sehe, und was zugegebenermaßen nicht repräsentativ ist, läuft anders:
Da gibt es die Scheidungen tatsächlich. Und dann ist das Haus oft nicht mehr zu halten.
Da werden tatsächlich Leute arbeitslos. Und wenn sie dann einen neuen Job finden (hoffentlich) verdienen sie plötzlich weniger.
Da muss dann tatsächlich eine neue Heizung für 25k her. Wie will man das mit solche einem Notgroschen machen?
Und neulich hat man bei meinem Chef auf dem Grundstück eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg geortet.
In anderen Fällen wollen die Kinder später studieren, möglicherweise im Ausland. Weil das Geld da war, wurde es ihnen nicht verwehrt.
Wieder ein Anderer musste den Straßenneubau vor seinem Haus mitfinanzieren.

Ich weiß, ich weiß…alles negative Dinge, die man innerhalb einer Filterblase nicht will.

Also träumt ruhig weiter!

Gruß: Sven

Gast
Christoph

Hallo in die Runde,
ich möchte mal zu bedenken geben, dass die erste Grundregel bei einem Vermögensaufbau immer ist, immer zuerst eigene Verbindlichkeiten zu tilgen. Das ist die beste Investition die man machen kann.

Es werden hier aufgrund von reinen Annahmen Beträge ausgerechnet auf 1000 Euro genau, wie wann ein Vermögen aussehen würde, aber das ist alles nur fiktiv.
Im Grunde wird der Familie empfohlen auf Kredit an der Börse zu spekulieren.

Die Familie hat 185.000 Euro Darlehen abzuzahlen und eine seriöse Empfehlung kann eigentlich nur lauten, mit Sondertilgungen und vorzeitigen Tilgungen und allem drum und dran so schnell wie möglich das Darlehen zu tilgen. Danach kann der Vermögensaufbau erfolgen und dann folge ich auch allen Argumenten des Maschinisten, außer das man als Immobilienbesitzer natürlich immer einen Notgroschen braucht der 10.000 Euro deutlich übersteigen sollte.

So wie hier vorgerechnet ist das aber keine seriöse Empfehlung, da kann ich nicht mitgehen.

Gast
Smartinvestor

@Julian
” Es ist paradox. Was Du da schreibst in diesem und anderen Artikeln war vor 20 Jahren noch so eine Art Geheimwissen. Das hat man nur gehabt wenn man jemanden persönlich kannte der einem so etwas erzählte und von dem sich das direkt abgucken konnte. Das Wissen steht heute für jeden bereit. So aufbereitet dass es jeder versteht, der so gebildet ist dass er mit seinem Beruf ein Durchschnitts-Einkommen erzielen kann. Und das auch noch kostenlos. Trotzdem wird das nur von einem Bruchteil der Menschen genutzt.”

Ich kann hier keine Paradoxie erkennen und auch sonst entspricht deine Sicht überhaupt nicht meiner Erfahrung. Denn vor 20 Jahren stand dieses Wissen auch schon in Perfektion aufbereitet völlig kostenlos weltweit bereit. Und ich habe es auch ohne jemanden zu kennen einfach durch kritisches Surfen im Internet gefunden – vom Erfinder der Indexfonds John C. Bogle persönlich, anwenderfreundlich geordnet bereitgestellt über die Anleger-Akademie seiner Fondsgesellschaft Vanguard.

Worauf es ankam und immer noch – sogar mehr denn je – ankommt, ist 1) Offenheit bzw. besser Begeisterung für alles Neue, 2) die Kompetenz, das zu verstehen, und 3) kritisches Denkvermögen. Denn damit kann man das ganz wenige herauszufischen, was einen wirklich weiterbringt. Und das habe ich in meiner Schule ausreichend gelernt.

Da dieses wertvolle Angebot offensichtlich nicht mehr ausreichend ankommt, sollte das lieber weiter verbessert werden. Eine spezielle Finanzausbildung würde dort vermutlich sogar das Gegenteil erreichen. Denn es würde die Belastung mit Lernstoff belasten, der in dem Alter als unnötig empfunden und abgelehnt wird. Damit kann erst recht eine Aversion gegen das Thema entstehen. Was wäre damit gewonnen?

Marx und Trump sind 2 Beispiele, die gut aufzeigen, wie wichtig gutes Verstehen und kritisches Denkvermögen ist. Denn beide sind wertvolle Erfahrungen für die gesamte Menschheit. Sie wirken durch ihre extreme Ausprägung teilweise wie paradoxe Interventionen. Wichtig sind die eigenen, kritisch reflektierten Schlussfolgerungen daraus. Das habe ich meinen Kindern vor allem beigebracht. Jetzt beobachte ich erfreut, dass sie zwar manchmal recht unglücklich über aktuelle Umgebung und Zustände aber sehr selbständig und viel reifer als ihre Fun-getriebenen Altersgenossen ins eigenständige Leben gehen. Damit kommen sie früh an spannende, verantwortungsvolle und gut bezahlte Aufgaben und können ihr Leben aktiv antifragil gestalten.

Gast
Nico

Ja, prinzipiell ein guter Artikel aber hier merkt man dass der Autor wahrscheinlich keine Kinder hat.

Wie könnte man sonst auf die Idee kommen, das komplette Gehalt der Mutter, die wieder arbeiten geht, als Sparrate anzunehmen?
Wenn die Mutter wieder arbeitet müssen die Kinder ja irgendwo betreut werden. Wenn ich das richtig lese sind die Kinder dann 2 und 4. Wohl leider noch etwas zu jung um sie alleine zu Hause zu lassen während Mama arbeiten geht.
Ein Kita Platz hier Lübeck für unter Dreijährige kostet ca 400 € pro Monat für über Dreijährige ist es etwas billiger da nehmen wir einfach mal 300 € an. ( Jeweils Ganztagsbetreuung mit Essen, je nachdem wie die Arbeitszeiten der Mutter sind, würde eventuell noch eine Halbtagsbetreuung gehen, davon kann man ja aber nicht einfach so ausgehen. Halbtags arbeiten heißt ja nicht zwangsweise nur Vormittags, das wissen wir aus eigener Erfahrung)

Wenn man also von den 1300 € der Mutter einfach mal die Kinderbetreuungskosten in Höhe von 700 € abzieht löst sich die ganze schöne Rechnung sehr schnell in Luft auf.

Schade eigentlich, denn der Artikel ist im Ansatz gut wenn dieser riesen Denkfehler nicht wäre

Gast

Klasse Artikel in dem viel Arbeit drinsteckt!
Ich würde ihn primär als Motivationsartikel sehen und man ihn so sehen kann, vielleicht auch um seine eigene Sparquote zu überprüfen hat er sich schon gelohnt.
Das Leben ist aber keine Exceltabelle und für mein Empfinden sind zu wenige Sicherheitspuffer eingeplant. Wir sind aktuell nachwievor am Ende einer der längsten Aktien-Ralleys aller Zeiten. Wer sich aktuell nicht mir dem Thema Aktien beschäftigen möchte, sollte es vielleicht ganz bleiben lassen. 10.000€ Tagesgeldkonto scheint mir angesichts des Kredites nicht hoch. Das reicht für einen neuen Gebrauchten und dann ist alles weg. Wenn dann noch die Heizung streikt winkt der Bankberater freudig strahlen mit einem unschlagbar günstigen Privatkredit.

Was macht die Musterfamilie denn, wenn nach 5 Jahren der wirklich große Crash kommt. Depot auf 20%, dann wird einer krank, es gibt ein weiteres Kind, jemand wird arbeitlos. Natürlich alles Hororszenarien und das Aktiendepot kann hier ein wenig helfen, doch es bestehen so viele Verführungen umzuschichten, doch zu verkaufen, einfach etwas anderes mit dem Geld zu machen. Der Mensch ist nicht immer ein rationales Wesen.
Die 1,4 Millionen seien ihnen sofern sie denn ihr Ziel erreichen herzlich gegönnt, aber sie zeichnen ein aus meiner Sicht unrealistisches, verführerisches Bild einer Zukunft ohne finanzielle Sorgen, die in weiter Zukunft liegt. Wer weiß, ob es so lange noch den Euro gibt? (Von unserem Renten und Krankenverischerungsssystem ganz zu schweigen)
Bitte nicht falsch verstehen, ich bespare selbst ein ETF Depot und finde es wichtig, dass die Leute lernen, dem Sparkasseberater zu mistrauen. Ich bin nur immer skeptisch was diese linearen, Jahrzehnte langen Hochrechnungen angeht. Die allerwenigsten werden das durchhalten. Es wird manchmal so getan, als seien Indexfonds das Allheilmittel gegen Unglück im Leben, dabei gibt’s viele Produkte noch nicht einmal 5 Jahre.
Ich würde viel konservativer rechnen, Sondertilgungen machen und auf gar keinen Fall auf Kredit spekulieren (nichts anders macht man wenn man nicht tilgt). Wenn man nach mehreren Jahrzehnten dann merkt, dass es reicht ein paar Jahre früher in Rente zu gehen, klasse. Aber bitte nicht heute verbissen rechnen und eine Vielzahl an doch wesentlichen Unbekannen außer Acht lassen. Das einzige was man heute tun kann ist, das Geld, das am Ende des Monats übrig bleibt zu sparen bzw. zu investieren und schauen, was passiert.

Mich stört die generalisierte Kritik an unserem Sozialstaat in den Kommentaren. Den Leuten geht’s zu gut. Klar brauchen wir ein anderes, zumindest reformiertes Rentensystem, aber euer Arbeitgeber zahlt jeden Monat die Hälfte eurer Krankenkassenbeiträge und Rentenbeiträge und das sicher nicht freiwillig. Immerhin haben wir ein Rentensystem. Es gibt Dinge wie Arbeitslosengeld, Kindergeld, Subventionen und Steuerabzugmöglichkeiten für alles mögliche und eine eigentlich viel zu geringe Kapitalertragssteuer von 28% (vgl. mit der Einkommensbesteuerung) von der hier jeder der schoneinmal Aktien/Anleihen/Dividenen kassiert bzw. verkauft hat profitiert.

Gast
Oliver

Hallo. natürlich soll der Artikel motivieren. Letztendlich sind wir uns sicher alle einig, dass der wichtigste Schritt der Start des regelmäßigen Sparens ist. Du machst es schließlich auch, dass heißt Du hast für dich erkannt, dass es wesentlich besser ist, finanziell solide aufgestellt zu sein. Deswegen schreibe ich nicht die Antwort. Wenn ich mir deine Statements darunter durchlese, bin ich bei vielen Punkten so gar nicht bei dir. Ich schreibe das auch nicht, weil ich glaube alles besser zu wissen. Aber für mich persönlich kommt deine Passage der Musterfamilie äußerst negativ rüber und das hat für mich ungefähr das gleiche Format. als wenn mir jemand schreibt, dass es doch für jeden erkennbar gewesen wäre, Google oder Amazon ganz am Anfang zu kaufen. Nicht, dass in 5 Jahren es ausgeschlossen wäre, dass ein großer Crash kommt. Wer weiß das schon? Wir wissen nur, dass es in Zukunft welche gibt. Wer lange dabei ist, wird wahrscheinlich genervt von der Situation sein, manche auch ängstlich, aber im Grunde nicht viel machen außer nachkaufen, wenn man die Möglichkeiten hat. In so einer Situation dann noch ein Kind zu bekommen, wenn man seinen Job in der Rezession verloren hat finde ich auch nicht wirklich intelligent. Mag sein, dass es das gibt, aber es gibt auch Leute, die ihre Aktien zum Tiefststand verkaufen. Das ist persönliches Verhalten und man ist nicht dazu gezwungen, genau das zu tun. Was Fehler durch nicht rationales Verhalten betrifft, sind wir sicher alle betroffen. Aber selbst mit vielen Fehlern kannst Du in 40 Jahren eine gut Grundlage aufbauen, die dich finanziell besser stellen als wenn Du gar nichts machst. Ich habe selber wie wohl ziemlich jeder auch individuelle Fehler gemacht, bin aber durch Aktien mit 51 dennoch finanziell frei geworden. Ich hatte Phasen, wo ich gutes Geld verdiente und andere, wo es nicht sonderlich toll war. Es gibt sicher x verschiedene Leute, die ähnlich oder besser gemessen an ihrem Berufsleben verdient haben, aber nichts daraus gemacht haben. Also liegt primär der Fehler am Nichttun der notwendigen Dinge. Ob man wirklich 1,4 Mill. benötigt, um finanziell frei zu sein, ist eine individuelle Zielsetzung. Meiner Erfahrung nach ist es positiv, sich höhere Ziele zu setzen, da man damit zumeist bessere Ergebnisse erzielt. Man macht sich mehr Gedanken, um genau da hin zu kommen. Es ist ja nicht die Sparrate alleine, sondern natürlich hat es damit zu tun, seine Ausgaben so zu gestalten, dass man zwar gemütlich leben kann, aber sie im Rahmen hält. Andersherum überlegt man sich, seine Einnahmen zu vergrößern. Das heißt, die Zielsetzung macht etwas mit einem. Zumindest war das bei mir so. Wo ich noch nicht so über meine persönlichen Finanzen nachgedacht habe, habe ich weder versucht, die Ausgaben zu optimieren noch meine Einnahmen zu vergrößern. Diese Gedanken waren einfach nicht da. Ich habe trotzdem einigermaßen sorgenlos gelebt, weil das Geld hat ja gereicht und ein bisschen was ist übrig geblieben. Das waren marginale Summen ggü. später, wo ich darauf geachtet habe. Schulden kamen nie in großer Menge in Frage. Und ich schätze, dass genau so viele Menschen leben. Es gibt einen gewissen Prozentsatz, die geben mehr aus als sie haben. Aber die meisten bleiben doch im Rahmen ihrer Möglichkeiten ohne viel Schulden, geben aber alles aus. Vielleicht bleibt ein kleiner Betrag für VWL, Betriebsrente oder kleine Versicherung. Wenn man in Foren so liest, haben die meisten keine Ahnung von Finanzen. Deswegen macht vielen das 0-Zins-Szenario so viel Angst. Aber als Investor ist es die beste Situation, die man haben kann. Es verstehen nur sehr wenige Leute. Zum Glück, sonst wären Aktien noch viel teurer als sie es schon sind, speziell die deutschen Aktien. Was die Kritik an unseren Sozialsystemen betrifft, bin ich gänzlich gegenteiliger Meinung zu dir. In meinen Augen sind sie nicht effektiv, viel zu teuer und schikanieren die Betroffenen über Gebühr. Ein H4-Empfänger ist nicht mehr als ein Sklave, der sich Wohlverhalten muss, um nicht sanktioniert zu werden. Kinder aus armen Familien sind stark benachteiligt. Ein H4-Kind darf zwar was verdienen, muss aber den größten Teil an H4 anrechnen lassen. Das Kindergeld wird auf H4 angerechnet, reiche Familien dürfen es aber ohne Abzug einstecken. Im Gegenteil, sie können, wenn es sich besser rechnet, dieses steuerlich geltend machen. Einfach absurd das ganze. Daneben dürfen sich die H4-Empfänger nicht ohne Erlaubnis zu weit weg von ihrem zuhause bewegen, weil sie immer “verfügbar” sein müssen. Offiziell dürfen die nicht mal Lotto spielen. Es gibt Rentner mit äußerst niedrigen Renten, weil sie nicht genug verdient haben. Da sind nicht nur faule Leute drunter. Wir machen etwas mit Generationenvertrag, der durch die ältere Generation schon lange gebrochen wurde. Und die Aufteilung AG/AN-Anteil für Sozialversicherungen ist Bullshit. Das Unternehmen hat eine Stelle, die sich rechnen muss und wird dadurch von einem Arbeitnehmer besetzt. Du kannst rechnen, dass ein Bruttogehalt etwa das 1,25 fache dem Arbeitgeber kostet durch die AG-Anteile Soziales, Verwaltungskosten und Buchführung. Die Kosten trägt zu 100% das Unternehmen, weil die führt den Betrag an die Kassen ab. Der Arbeitnehmer wird bei den Lohnabrechnungen sowieso beschissen, weil nicht alles drauf steht. Würde der Arbeitnehmer das tatsächlich sehen, hätten wir hier einen Aufstand, weil das netto bei einem durchschnittlichen Gehalt unter 50% liegt. Deswegen die Mär, dass der Arbeitnehmer 50% zahlt. Kosmetik, um die Leute zu veräppeln. Wenn Du dann noch anschaust, welche Summen an die RV gehen und was Du später bekommst, dann kann dir nur schlecht werden. Und das Verhältnis wird in Zukunft immer schlechter werden. Du merkst an meinen Ausführungen, wie toll ich unseren Staat finde. Trotzdem ist er gemessen an vielen anderen Ländern positiver, aber dieser viel zu teure Nannystaat ist für mich einfach nur nervtötend. Was die Kapitalsteuer betrifft, verwundert es mich, diese immer wiederholte Mär lesen zu müssen. Nein, das ist zu positiv besetzt, es ärgert mich. Was ist so schwer daran zu verstehen, dass z.B. eine Dividende vorher im Unternehmen zu 30 – 40% versteuert wird? Aus dem netto bekommst Du dann die Dividende und die wird wiederum mit 26.375% versteuert, wenn Du den viel zu… Read more »

Gast
Gluecksjaeger

Toller Beitrag wieder, Respekt!
Unter den Verhältnisse leben. Früh mit dem sparen anfangen, 10 bis 20% des Nettogehalts oder noch mehr. Ritual daraus machen, automatischer Low-Cost-Sparplan organisieren, vergessen und Leben leben. Für die Rentenlücke oder eine frühere Rente. Disziplin braucht man, einen Plan auch. Es funktioniert. Bitte früh anfangen, dann muss man später nicht so viel reinballern. Der Zinseszins ist wirklich ein Wunder. Familie Mustermann macht es richtig, vielleicht nicht sexy, keine Lambos oder Bling-Bling aber selbstbestimmt, schuldenfrei, und erfolgreich!

Mitglied
Smartinvestor

Hallo Maschinist, vielen Dank für prinzipielle Zustimmung. Leider verstehe ich dein “Aber” nicht. Klar hat sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht jeder schon mit genau dieser Sache vor 20 Jahren beschäftigt. Aber das Bildungsniveau war auch zu der Zeit gefühlt schon allgemein recht hoch. Und die meisten hatten Englisch in der Schule und weltweiten Internetzugriff mit leistungsfähigen Suchmaschinen. Was ist da heute besser geworden? Es gibt einfach nur mehr von allem. Gefühlt ist das Verhältnis von echt Wertvollem im Vergleich zum Gegenteil und, noch schlimmer, zum immer geschickter verschleierten Gegenteil sogar viel kleiner geworden. Denk nur mal an all diese pseudowissenschaftlich verbrämten Marketinggags der zudem noch viel gieriger gewordenen Finanzindustrie. Zwei Beispiele sind passives Investieren in Rohstofffutures- und in Smart Beta-/Faktor-ETFs. Und das Ganze prasselt dann nicht nur ununterbrochen als relativ leicht erkennbarer Spam auf einen ein. Nein, es wird leider auch noch von selbsternannten Finanzexperten auflagenstark und zielgruppengerecht unters mittlerweile (halb-)gebildete Anlegervolk gebracht. Wenn dir der “Kommer” etwas sagt, kannst du als kritischer Leser schön beobachten, wie er das als so einer bedient und haargenau die gerade angesagten Modewellen reitet. Bis vor kurzem (Auflage 2015) stellte er noch passives Investieren in Rohstofffutures- und Single-Faktor-ETFs als das Non-Plus-Ultra sinnvoller Diversifikation dar, angeblich alles wissenschaftlich evidenzbasiert. Inzwischen sind Rohstoff-ETFs nun out. Denn wie bei kritischem Nachdenken eigentlich schon lange vorher zu erwarten war, wurden die Rohstoffmärkte durch den massenhaften Nachfrageanstieg auf der long Seite total verzerrt. Dadurch haben die nicht nur ihre vermeintlichen Diversifikationseigenschaften durch starken Korrelationsanstieg zu Aktien verloren. Sie sind seit 10 Jahren überdies noch stark im Wert gefallen. Na wenigstens veranschaulicht Kommer damit jetzt gut den “Tracking Error Regret” bzw. das Referenzrahmenrisiko am eigenen praktischen Beispiel, dem nun aber vermutlich leider zu viele Anleger vermögensschädigend folgen werden. Denn wenn derart auflagenstark zum Ausstieg geblasen wird, steht der nächste zyklische Aufschwung i.d.R. schon wieder vor der Tür. Nicht ganz so übel sieht es bei den Single-Faktor-ETFs aus. Aber ihre Zeit läuft aufgrund von Overcrowding jetzt gut erkennbar auch langsam aus, absolut synchron in der Finanzindustrie und in Kommers neuester Auflage. Denn jetzt schwappt die Modewelle im Backtest marketinggerecht überoptimierten Multi-Faktor-ETFs als das aktuelle Non-Plus-Ultra über die Anleger herein, natürlich auch wieder mit dem wissenschaftlich-evidenzbasierten “Gütesiegel” von Kommer. Das ist aber dieselbe Nummer wie bei den Rohstoff-ETFs. Da sinnvolles passives Investieren mit kostengünstigsten Standard-Index-ETFs nun langsam geschäftsschädigend überhand nimmt, werden neue Indizes und passive Investmentstrategien mit gebührenhochtreibenden aber völlig überflüssigen Faktorindex-ETFs wie am Fließband kreiert, die angeblich langfristig den Markt schlagen sollen. Aber wie soll das funktionieren, wenn da die Massen hineinströmen? Übrig bleiben für die langfristig zumindest höhere Gebühren. Aber i.d.R. kommen noch viel höhere Verluste durch realisierten “Tracking Error Regret” hinzu, wenn diese aktuelle Modewelle dann auch wieder ausläuft, wie von Kommer gerade schön mit den Rohstoff-ETFs demonstriert. Da dies aber alles eloquent und wortreich mit angeblich wissenschaftlicher Evidenz untermauert bzw. eher vernebelt wird, ist es m.E. heute viel schwieriger geworden, dieses nur noch durch sehr kritische und finanzkompetente Leser erkennbare Investmentporno von dem seit 20 Jahren in den Medien relativ weniger gewordenen wertvollen Finanzwissen sicher zu unterscheiden. Für mich waren vor 20 Jahren noch relativ einfach und ganz eindeutig John Bogle und John Lintner als die wahren Wegweiser für den Privatanleger erkennbar. Dazu haben sich als breit bekannte und völlig interessenkonfliktfreie Autoren nur noch David Swensen vor 10 Jahren in den USA und vor kurzem endlich auch in Deutschland der Finanzwesir Albert Warnecke etabliert. Die übersetzen aber auch “nur” Bogle in die heutige Zeit, was natürlich sehr wertvoll ist. Das macht Bogle aber auch noch selber mit der immer noch kostenfrei erhältlichen Kurzfassung “The Little of CBookOMMON SENSE INVESTING – The Only Way to Guarantee Your Fair Share of Stock Market Returns” http://213.55.83.214:8181/Management/01278.pdf oder mit der als Audiobuch auch kostenfrei erhältlichen Langfassung “Common Sense on Mutual Funds by John Bogle Audiobook” https://www.youtube.com/watch?v=yKuccbytOks seiner original “Bogle Bible”. Das ist beides immer noch sehr wertvoll für alle, die beim http://www.finanzwesir.com schon durch sind und sich ein solides Finanzwissensfundament aufbauen wollen. Damit kann man dann besser allen weitere Anfechtungen widerstehen und hat eine wesentlich bessere Chance, ca. alle 10 Jahre eine der ganz seltenen echt wertvollen Finanzinnovationen vom rein marketinggetriebenen Rest unterscheiden zu können. Die Bogle Bible enthält viele der noch immer gültigen Wahrheiten original so, wie ich die vor 20 Jahren schon in seiner Anlegerakademie bei Vanguard gelesen habe. Die von Lintner aufgezeigten signifikanten Verbesserungsansätze sind aber leider völlig aus der breiten Öffentlichkeit verschwunden. Bekanntlich wende ich die nach wie vor sogar mir steigendem Anteil sehr vorteilhaft im eigenen Depot an, weil es davon für Privatanleger mittlerweile viel mehr hoch interessante Angebote gibt. Von diesem “Geheimwissen” erfährt der Normanleger aber noch weniger als vor 20 Jahren. Sorry, aber das ist für mich alles andere als eine grundlegende Verbesserung der Situation für heutige Einsteiger und die zunehmenden Selbstentscheider in diesem Thema. Ich als gegenüber allem Neuen Aufgeschlossener kann leider das meiste, wie z.B. Rohstoff- und Smart Beta-/Faktor-ETFs sowie seit neuestem Roboadvisor Scalable mit Vola Management und ähnliche, Trendfolge-ETFs sowie Alternative Alpha, nach wie vor nur als Marketingsgags erkennen. Alle folgen derselben unsinnigen Masche, pseudowissenschaftlich verbrämt vermeintlich risikoadjustierte Outperformance langfristig mit quasi passiven Ansätzen zu versprechen. Einzig marktbreite Index-ETFs vor gut 15 Jahren für die optimale Umsetzung von Bogles passivem Indexing und bislang aber kaum verbreitete Liquid Alternatives vor knapp 10 Jahren für die Erzielung echter Outperformance nach Lintner haben als Finanzinnovation seit 20 Jahren echten Mehrwert gebracht. Daher schätze ich, dass ich ohne mein bisher angesammeltes Wissen bei dem vielen Mist viel mehr und länger auf Abwege geraten wäre als vor 20 Jahren. Also ist die Welt diesbezueglich eindeutig schlechter weil unnötig stark verkompliziert geworden, IMHO. Wenn mich jemand um Rat fragt, verweise ich zum ersten Einstieg ausschließlich auf den Finanzwesir. Der erschien bisher allen Beratenen auch nach 20 Jahren Informations- und insbes. Investmentporno-Flut immer noch als wertvollstes “Geheimwissen”, das man nur sehr schwer als Einsteiger identifizieren kann. Sorry für die Überlänge. Aber ich habe den Eindruck, dass dieser wohl recht komplexe Sachverhalt bei meiner kurzen Andeutung nicht wirklich rüber… Read more »

Gast
Walter

Ohne den prinzipiellen Tenor des Artikels komplett zerstören zu wollen, aber ich bezweifle Deine Grundannahmen stark, dass es sich hierbei um eine Durchschnittsfamilie handelt!

Laut destatis lag das Nettohaushaltseinkommen 2016 bei durchschnittlich (Median) 3314€, laut WSI (Boeckler-Stiftung) bei 3392€ pro Familienhaushalt (4 Personen). Es beinhaltet bereits die Gesamteinkünfte aller Mitglieder eines Haushaltes nach Steuern und Sozialabgaben (inkl. Arbeitnehmerentgelt, Unternehmens- und Vermögenseinkommen sowie staatliche Transferzahlungen wie Kindergeld sowie Mietersparnisse durch selbst genutztes Wohneigentum).

Bei 757€ Zins & Tilgung und die 2.500€ monatlichen Lebenshaltungskosten bleiben nur noch mickrige 175€ übrig. Ein später hinzukommendes zweites Familieneinkommen (abzügl. Betreuungskosten) ist dort schon enthalten!

Wenn Du das Ganze mit einzelnen Einkommen aufziehen möchtest: laut destatis betrug 2017 das durchschnittliche Bruttogehalt je Arbeitnehmer pro Monat 2863 Euro (über alle gemittelt, Teilzeit + Vollzeit).
Destatis weiter: “Im Jahr 2017 betrug der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland 3.771 Euro.”

Letzteres ist doch fast 1000€ kleiner als Deine angenommenen 4700€.

Gast
Worldtraveler

Genial. Sparen/Investieren bis zum umfallen und nicht leben.
Jetzt insgesamt drei nahe Verwandte kurz vor dem Renteneintritt an der Krebsseuche verloren.

Die Familie hat alles richtig gemacht. Immobilie sauber finanziert, eiserne Reserve und in einem Welt-Etf investiert.

Jetzt geniesst das Leben mit euren Kindern; verreist, gönnt euch aufregende Städtetrips/Urlaube, finanziert den Kindern Auslandsschuljahre.

Aber am wichtigsten: Lebt