Die 3% Regel – Das System, dass aus Dir einen freien Menschen macht

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Ok. Du hast einen Job oder sonstiges regelmäßiges Arbeitseinkommen. Vielleicht hast Du gerade Spaß an Deiner Arbeit, vielleicht auch nicht.

In beiden Fällen gibt es etwas, dass die Qualität Deines Lebens um mehrere Multiple steigern kann.

 

Mache das Geld verdienen bei Deinem Schaffen optional

Das heißt werde finanziell unabhängig und Du kannst ab diesem Zeitpunkt für den Rest Deines Lebens genau das erschaffen und tun – Wann – Wo – Wie und Wie viel Du möchtest.

Wäre das nicht unglaublich? Völlige Freiheit in so vielen Lebensbereichen.

Wieso solltest Du z.B. Dinge tun, wie 30 Jahre ein Haus in einer Großstadt abbezahlen, nur weil Du dort arbeitest, wenn Du an einem Ort Deiner Wahl ein Haus am Strand oder in den Bergen haben kannst und dort nicht nur abends müde ins Bett fällst, sondern dort wirklich “lebst”.

 

Die Möglichkeiten, die sich Dir mit einem selbsterschaffenen passiven Einkommen eröffnen, sind geradezu unendlich

Und um diesen Zustand zu erreichen, musst Du so viel Geld gespart und dann auch investiert haben, dass das passive Einkommen aus diesen Investments die Lebenskosten von Dir (und Deiner Familie) deckt.

Wie viel Einkommen Du eigentlich brauchst, hängt von Deiner Lebenssituation ab. Aber es ist fast immer weniger als Du denkst, nachdem Du Dir Deine Ausgaben einmal wirklich angesehen hast und unnötige Ausgaben, die Deine Lebenszufriedenheit nicht erhöhen, gestrichen.

Falls Du Dein gespartes Geld wie ich in Die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten investieren möchtest (was ich nur empfehlen kann), kannst Du Dich bei der Abschätzung des möglichen passiven Einkommens daraus an der 200-jährigen Historie richten. Der größte Aktienmarkt der Welt, der US-Markt hat zwar langfristig eine Rendite von ca. 6,5% pro Jahr plus Inflationsausgleich, aber da er dabei schwankt, ist die absolut sichere und endlos erzielbare jährliche Entnahme geringer.

Für Senioren in den USA wird oft eine jährliche 4%-Geldentnahme aus einem solchen Portfolio empfohlen und Sie hat historisch fast immer für einen Entnahmezeitraum von 30 Jahren funktioniert.

 

Wir wollen hier aber nicht erst als Senior finanziell frei werden, sondern möglichst früh

Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen außerhalb des Aktienmarktes und der relativ hohen Bewertung der US-Börsen, kalkuliere ich persönlich mit einer 3% Entnahmerate für Menschen die schon im vierten oder fünften Lebensjahrzehnt finanziell unabhängig werden und dann auch bleiben wollen. Diese 3% Entnahmerate hat historisch zu 100% über alle getesteten Zeiträume funktioniert und mit einer Mischung aus einem S&P500-ETF (Exchange Traded Fund), und einigen Einzelaktion und einzelnen REIT’s (Real Estate Investment Trusts) entspricht das dann mehr oder weniger den jährlichen prozentualen Dividenden.

 

Das heißt man braucht mit einer solch konservativen Entnahmeplanung dann auch in der Entnahmephase kein Investment zu verkaufen

Dadurch wird das investierte Vermögen trotz der Entnahme niemals verschwinden, sondern es wird zwar mit den Börsenkursen schwanken aber dabei langfristig sogar immer mehr.

Im Internet gibt es mittlerweile wunderbare Simulationsprogramme, mit denen Du eine jährliche Entnahme simulieren kannst.

Eines der besten Programme dabei ist cFIREsim

Wenn Du dort eine jährliche 3% Entnahme simulierst (mit Inflationsausgleich und ca. 0.2% Gebühren), dann kommt für einen 50 Jahreszeitraum folgendes heraus:

 

Je nach Bewertung des Aktienmarktes zu Beginn der Entnahme und der weiteren Entwicklung, wird das Depot mal mehr und mal weniger Wert. Es gibt dabei ein paar irre Anstiege, wenn der Start des Depots in einer Zeit mit extrem niedriger Aktienmarkt-Bewertung erfolgte. Es gab sehr viele Zeiträume mit leichten bis deutlichen Anstiegen und es gab einige wenige Zeiträume, in denen das Depot bei einer jährlichen 3% Entnahme inflationsbereinigt um den Anfangswert herum schwankte oder auch einmal leicht im Minus lag.

Aber:

Selbst in den aller allerschlechtesten Börsenzeiträumen, und das waren die Anfangsjahre 1902 bzw. 1966 mit einer damals sehr hohen Aktienmarktbewertung und nachfolgender hoher Inflation, ging das Geld über den 50 Jahreszeitraum nie aus, sondern der Depotwert fiel maximal um ca. die Hälfte, um sich danach wieder zu erholen.

Und während dieser ganzen Zeit wurden Dividenen ausgeschüttet, die die 3% Entnahmerate sicherstellten und dem Nutznießer davon seine finanzielle Unabhängigkeit genießen ließen.

Auf der Webseite cfiresim.com  kannst Du Deine eigenen Berechnungen machen, um ein Gefühl für das Thema zu bekommen.

 

Fazit

Bei einem 100% Aktiendepot bestehend z.B. aus einem einzigen passiv gehaltenen US S&P500 Index ETF, (z.B. den Vanguard S&P500 ETF aus Irland) geht bei einer jährlichen Entnahme von 3% der ursprünglichen Anlagesumme (und dann jedes Jahr steigend mit der jährlichen Inflationsrate) das Geld niemals aus.

Zusätzliche Sicherheit und auch etwas weniger Schwankungen kann man erzielen, wenn man sein Vermögen parallel in einige Index ETF aus weiteren sicheren Ländern streut und zusätzlich einige starke Dividenden Aktien und REIT’s dazu mischt.

Die 3% Entnahmeregel macht Dich frei.

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SmarteOptionen

Cooler Beitrag. Ich werde es für mich auf jedenfall mal testen.

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auf_dem_Weg

Hallo Maschinist, wenn Du jetzt und hier eine größere Summe anlegen müßtest. Wie könnte dies prozentual Aussehen.
Um es einfach zu machen,nehmen wir an es sind 100tsd € zur Verfügung.
Dies würde mich sehr interessieren.
LG

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Gast

Interessanter Artikel, den du hier verfasst hast. Gerade die Seite mit der Simulation ist mir neu. Besten Dank für den Tipp. Ich werde sie mal ausprobieren. 😉

Viele Grüße
Pierre | Spar- und Finanzcoach

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Karl

Hallo Maschinist,

ein Gedanke zur 3% Regel, zu dem mich deine Sichtweise interessiert: wenn ich heute wissen will wieviel ich gemäß der 3% Regel jährlich entnehmen kann, dann ist nicht das aktuelle Depot sondern der historische Höchststand relevant.

Beispiel:

A und B haben jeweils 1 Mio Euro in den MSCI World investiert. A geht heute in Rente und entnimmt von da an jedes Jahr 30.000 Euro / 3%. B wartet noch 2 Jahre. Leider sind in der Zwischenzeit die Kurse eingebrochen und sein Depotwert liegt nur noch bei 500.000 (das von A liegt nur noch bei 940.000/2=470.000 wegen der Entnahmen).

Soll B jetzt nur noch 15.000 pro Jahr entnehmen? Ich denke nicht, weil 2 Jahre vorher wäre es ja gemäß der sehr sicheren 3% Regel ok gewesen jedes Jahr egal was kommt 30.000 zu entnehmen. A wird sich auch weiterhin 30.000 pro Jahr auszahlen, B steht sogar noch besser da, da er 2 weitere Jahre auf Auszahlungen verzichtet hat.

Von daher denke ich macht es Sinn sich an seinem historischen Höchststand zu orientieren. Das lässt Kursschwankung dann auch in einem ganz anderen Licht erscheinen. Was denkst du?

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Holger

Hallo Maschinist,
ein sehr schöner Beitrag, zu dem ich einige Anmerkungen/Fragen habe:
-Wenn ich dein 3 % Entnahmesystem richtig verstehe, dann ist die Voraussetzung dafür, dass der Aktienanteil eines Portfolios nahezu 100 % ist. Würde in einem Portfolio etwa der Rentenanteil 30, 40 oder gar 50 % ausmachen, dann funktioniert das System sicherlich nicht mehr so, wie beschrieben, insbesondere weil Renten derzeit keine Rendite abwerfen. Welche Aktienquoten sind denn noch darstellbar, damit dieses System so funktionieren kann? Gerade im letzten Lebensabschnitt wäre das Risiko einer reinen Aktienanlage doch unvernünftig hoch.
-Wenn du von Kapitalerhalt sprichst, dann bedeutet das doch trotzdem, dass die Entnahmedauer zeitlich begrenzt ist, oder? So wie ich diese Systeme der Entnahme verstehe, braucht sich das Kapital auf, je nach Rendite und Entnahmehöhe mal schneller, mal weniger schnell.
-Wichtig erscheint mir hierbei noch, dass die Entnahmebeträge noch um Steuern geschmälert werden. Eine Kapitalertragssteuer fällt ja aber nur für Dividenden und Kursgewinne an. Welche Steuerfaustformel würdest du bei Entnahmen ansetzen?

Ich freue mich über ein Feedback von dir.
Vielen Dank!

Beste Grüße
Holger