Die 3% Regel! Das System, dass aus Dir einen freien Menschen macht

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Ok; Du hast einen Job oder sonstiges regelmäßiges Arbeitseinkommen. Vielleicht hast Du gerade Spaß an Deiner Arbeit, vielleicht auch nicht.

In beiden Fällen gibt es etwas, dass die Qualität Deines Lebens um mehrere Multiple steigern kann.

Mache das Geld verdienen bei Deinem Schaffen optional!

Das heißt werde finanziell unabhängig und Du kannst ab diesem Zeitpunkt für den Rest Deines Lebens genau das erschaffen und tun – Wann – Wo – Wie und Wie viel Du möchtest! Wäre das nicht unglaublich? Völlige Freiheit in so vielen Lebensbereichen!

Wieso solltest Du z.B. Dinge tun, wie 30 Jahre ein Haus in einer Großstadt abbezahlen, nur weil Du dort arbeitest; wenn Du an einem Ort Deiner Wahl ein Haus am Strand oder in Bergen haben kannst und dort nicht nur abends müde ins Bett fällst, sondern dort wirklich “lebst”.

Die Möglichkeiten sind unendlich!

Um diesen Zustand zu erreichen, musst Du so viel Geld gespart und dann investiert haben, dass das passive Einkommen aus diesen Investments mindestens die Lebenskosten von Dir (und Deiner Familie) deckt.

Wie viel Einkommen Du dazu brauchst, hängt ganz alleine von Deiner eigenen Lebenssituation ab, aber es ist fast immer weniger als Du denkst und Du kannst in vielen Bereichen davon sparen (mehr davon in einem anderen Beitrag).

 

Falls Du Dein gespartes Geld wie ich in Die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten investieren möchtest (was ich nur empfehlen kann), kannst Du Dich bei der Abschätzung des möglichen passiven Einkommens daraus an der 200 jährigen Historie richten. Der größte Aktienmarkt der Welt, der US-Markt hat zwar langfristig eine Rendite von ca. 6,5% pro Jahr plus Inflationsausgleich, aber da er dabei schwankt, ist die absolut sichere und endlos erzielbare jährliche Entnahme geringer. Für Senioren in den USA wird oft eine 4% Geldentnahme aus einem solchen Portfolio empfohlen und Sie hat historisch fast immer für einen Entnahmezeitraum von 30 Jahren funktioniert.

Wir wollen hier aber nicht erst als Senior finanziell frei werden, sondern möglichst früh

Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen außerhalb des Aktienmarktes und der relativ hohen Bewertung des US Marktes selbst, kalkuliere ich persönlich mit einer 3% Entnahmerate. Diese 3% Rate hat historisch zu 100% über alle Zeiträume funktioniert und mit einer Mischung aus einem S&P500 ETF (Exchange Traded Fund), und einigen Einzelaktion und einzelnen REIT’s (Real Estate Investment Trusts) ist das einfach die aktuelle jährliche Dividendenhöhe.

 

Das heißt man braucht auch in der Entnahmephase kein einziges Investment zu verkaufen!

Mit etwas Flexibilität, wird das investierte Vermögen trotz der Entnahme niemals verschwinden, sondern es wird sogar langfristig immer mehr.

Im Internet gibt es mittlerweile wunderbare Simulationsprogramme, mit denen Du eine jährliche Entnahme simulieren kannst.

 

Eines der besten Programme dabei ist cfiresim.com.

Wenn Du dort eine jährliche 3% Entnahme simulierst (mit Inflationsausgleich und 0.1% Gebühren), dann kommt für einen 50 Jahreszeitraum folgendes heraus:

Simulation 3% Entnahme Inflationsbereinigt ueber 50Jahre

Je nach Bewertung des Aktienmarktes zu Beginn der Entnahme der weiteren Entwicklung wird das Depot mal mehr und mal weniger Wert. Es gibt ein paar irre Anstiege, wenn der Start des Depots in einer Zeit mit extrem niedriger Aktienmarkt-Bewertung lag. Es gab sehr viele Zeiträume mit leichten bis deutlichen Anstiegen und es gab einige wenige Zeiträume, in denen das Depot bei einer jährlichen 3% Entnahme inflationsbereinigt um den Anfangswert herum schwankte oder negativ lag.

Selbst in den aller schlechtesten Zeiträumen, das waren die Anfangsjahre 1902 und 1966 mit einer damals sehr hohen Aktienmarktbewertung und nachfolgender hoher Inflation, ging das Geld über den 50 Jahreszeitraum nie aus, sondern der Depotwert fiel maximal um ca. die Hälfte, um sich danach wieder zu erholen.

Auf der Webseite cfiresim.com  kannst Du Deine eigenen Berechnungen machen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Festzuhalten ist: Selbst bei einem 100% Aktiendepot bestehend aus einem einzigen passiven US S&P500 Index ETF, (z.B. für Europäer den Vanguard S&P500 ETF aus Irland) geht bei einer jährlichen Entnahme von 3% der ursprünglichen Anlagesumme (und dann jedes Jahr steigend mit der jährlichen Inflationsrate) das Geld niemals aus!

Zusätzliche Sicherheit und auch etwas weniger Schwankungen kann man erzielen, wenn man sein Vermögen parallel in einige Index ETF aus sicheren Ländern streut und zusätzlich einige starke Dividenden Aktien und REIT’s dazu mischt.

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Gast

Cooler Beitrag. Ich werde es für mich auf jedenfall mal testen.

Gast
auf_dem_Weg

Hallo Maschinist, wenn Du jetzt und hier eine größere Summe anlegen müßtest. Wie könnte dies prozentual Aussehen.
Um es einfach zu machen,nehmen wir an es sind 100tsd € zur Verfügung.
Dies würde mich sehr interessieren.
LG

Gast

Interessanter Artikel, den du hier verfasst hast. Gerade die Seite mit der Simulation ist mir neu. Besten Dank für den Tipp. Ich werde sie mal ausprobieren. 😉

Viele Grüße
Pierre | Spar- und Finanzcoach

Gast
Karl

Hallo Maschinist,

ein Gedanke zur 3% Regel, zu dem mich deine Sichtweise interessiert: wenn ich heute wissen will wieviel ich gemäß der 3% Regel jährlich entnehmen kann, dann ist nicht das aktuelle Depot sondern der historische Höchststand relevant.

Beispiel:

A und B haben jeweils 1 Mio Euro in den MSCI World investiert. A geht heute in Rente und entnimmt von da an jedes Jahr 30.000 Euro / 3%. B wartet noch 2 Jahre. Leider sind in der Zwischenzeit die Kurse eingebrochen und sein Depotwert liegt nur noch bei 500.000 (das von A liegt nur noch bei 940.000/2=470.000 wegen der Entnahmen).

Soll B jetzt nur noch 15.000 pro Jahr entnehmen? Ich denke nicht, weil 2 Jahre vorher wäre es ja gemäß der sehr sicheren 3% Regel ok gewesen jedes Jahr egal was kommt 30.000 zu entnehmen. A wird sich auch weiterhin 30.000 pro Jahr auszahlen, B steht sogar noch besser da, da er 2 weitere Jahre auf Auszahlungen verzichtet hat.

Von daher denke ich macht es Sinn sich an seinem historischen Höchststand zu orientieren. Das lässt Kursschwankung dann auch in einem ganz anderen Licht erscheinen. Was denkst du?

Gast
Holger

Hallo Maschinist,
ein sehr schöner Beitrag, zu dem ich einige Anmerkungen/Fragen habe:
-Wenn ich dein 3 % Entnahmesystem richtig verstehe, dann ist die Voraussetzung dafür, dass der Aktienanteil eines Portfolios nahezu 100 % ist. Würde in einem Portfolio etwa der Rentenanteil 30, 40 oder gar 50 % ausmachen, dann funktioniert das System sicherlich nicht mehr so, wie beschrieben, insbesondere weil Renten derzeit keine Rendite abwerfen. Welche Aktienquoten sind denn noch darstellbar, damit dieses System so funktionieren kann? Gerade im letzten Lebensabschnitt wäre das Risiko einer reinen Aktienanlage doch unvernünftig hoch.
-Wenn du von Kapitalerhalt sprichst, dann bedeutet das doch trotzdem, dass die Entnahmedauer zeitlich begrenzt ist, oder? So wie ich diese Systeme der Entnahme verstehe, braucht sich das Kapital auf, je nach Rendite und Entnahmehöhe mal schneller, mal weniger schnell.
-Wichtig erscheint mir hierbei noch, dass die Entnahmebeträge noch um Steuern geschmälert werden. Eine Kapitalertragssteuer fällt ja aber nur für Dividenden und Kursgewinne an. Welche Steuerfaustformel würdest du bei Entnahmen ansetzen?

Ich freue mich über ein Feedback von dir.
Vielen Dank!

Beste Grüße
Holger