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Vermieterwissen aneignen

Yakari
(@yakari)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hallo Schwarm,

 Welche Seiten/Bücher/Podcasts/sonstiges empfehlt ihr weiter, wenn sich jemand für die Vermietung eigener Immobilien als Kapitalanlage und zur Generierung eines „passiven“ Einkommens interessiert?

 

Bin gespannt und danke euch im Voraus!

 

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 3. Juni 2021 14:34
Natman mag das
Schlagwörter für Thema
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Gold Moderator

Puh, bin da eher reingestolpert in dieses Thema Grinning . Ich habe das Training vom Hausmeister besucht, was ich sehr empfehlen kann. Dann habe ich meine Quellen aus Arbeit und Verwandtschaft und einige Infos von Immoscout und diesem Blog: https://diyinvestor.de/meine-erste-eigentumswohnung-ein-gutes-value-investment/

Habe aber nur eine kleine Gartenverpachtung und eine 54m² Wohnung mit meinen Schwestern. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Juni 2021 14:45
Yakari mag das
vic
 vic
(@vic)
Aktiver Freiheitskämpfer

boah, gute Frage. Das hat sich irgendwie so ergeben. Meine erste Wohnung habe ich 2010 gekauft, allerdings zur Eigennutzung. Trotzdem habe ich dabei schon einiges gelernt. Learning bei Doing.

Mit Wohnungen zur Kapitalanlage habe ich Ende 2017 angefangen. Glaube am meisten habe ich es "verstanden", als ich mich selbst reingefuchst habe. Selbst eine Kalkulation in Excel gebaut für Finanzierung und Vermietung, Steuertexte gelesen, Mietpreiskalkulation der Stadt angeschaut, Regeln bzgl. Eigentümergemeinschaft gelesen, mit Banken selbst verhandelt. Da war wenig aufbereitet, sondern das Meiste direkt von der Quelle. Vermutlich hat mir mein BWL Hintergrund hier aber stark geholfen.

Inzwischen finde ich die Jungs von "immocation" ganz nett auf youtube. Die wollen am Ende auch nur Ihre Kurse verkaufen, aber können m.E. schon gut Wissen vermitteln. Ob sich deren bezahlte Kurse lohnen kann ich aber nicht beurteilen.

M.E. hilft es aber einfach anzufangen. Vielleicht nicht sofort zu kaufen, aber auf Basis von Exposes & ein paar ersten Besichtigungen erste Kalkulationen anzustellen und Erfahrungen zu sammeln.

Ich hatte dabei auch den Vorteil bei Familie und Freundeskreis mich austauschen zu können. Das hilft ebenso sehr!

 

 

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Juni 2021 16:11
Yakari und Natman mögen das
pkay
 pkay
(@pkay)
Freiheitskämpfer Gold

Für das Basiswissen ist Youtube wohl ganz gut. Über die Kurse an sich kann ich auch nichts sagen.

An sich würde ich an Stammtischen (Immopreneuer z.B.) Teilnehmen, Netzwerken und mir vielleicht via der Freiheitsmaschine den Hausmeister und dem Leif einmal im Quartal eine Session mit richtigen Profis Buchen in dennen du all deine Entscheidungen, Fragen und Kennzahlen mal durchsprechen kannst.

Im Grunde ist hier wohl auch weniger mehr. Einfach machen. Sich Profis für die Fragen Einkaufen, die dich nicht als "Freier" ansehen. Netzwerken. Und eine Menge Praxiserfahrung sammeln. Wird wohl das Effektivste sein. 

Kommt natürlich drauf an wie weit du bist. Wie viel Zeit du investieren möchtest usw. 

Ich bin mal so frech^^ -> Leif Richter
Den Leif kann ich emphelen falls man Rat sucht. Hat selbst +130 Wohnungen. Hat 2013 angefangen. ca. 8,100.000€ Einstandswert. Er ist auf Tiktok Aktiv und gibt dort immer mal wieder Contenthäppchen (dort @Leif.Richter), genauso wie der Robin Kiera. Auf IG kannst du ihn auch so schreiben (auch Leif.Richter). Ich kenne ihn Persönlich und kann bestätigen, dass er Real ist. 

Alternativ gibt es hier in der Freiheitsmaschine auch ein Beratungangebot mit dem Hausmeister, der es auch zu einem Millionenvermögen gebracht hatte. 
Beratung Immobilien
360° Beratung - Persönliches Treffen Rhein Neckar | Der Hausmeister

Millionärinterview Hausmeister: 
https://freiheitsmaschine.com/millionaer-werden-bleiben-interview-13-hausmeister-finanzielle-freiheit-mit-mitte-30/

Inzwischen finde ich die Jungs von "immocation" ganz nett auf youtube. Die wollen am Ende auch nur Ihre Kurse verkaufen, aber können m.E. schon gut Wissen vermitteln. Ob sich deren bezahlte Kurse lohnen kann ich aber nicht beurteilen.

Ich glaub bei Immocation ist das "Verkaufe durch Verwirrung" ganz gut. Das ist so ein bisschen wie der Jens Rabe, er war mal gut, bis er Anfing seine Kurse groß zu verkaufen. Seitdem nahm, für mich, die Videotiefe ab. Die Investieren selbst via BMMS Group in Immobilien.
https://bmms-gruppe.com/

Kleines Schlusswort noch: 
Immobilien sind wohl nicht so das Passiveste. Da sind ETF Passiver. Grade am Anfang. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Juni 2021 18:17
Natman, Yakari und Judge Dredd mögen das
SilverLegend
(@silverlegend)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hallo Yakari,

ich habe vor ca. 25 Jahren direkt nach dem Studium einen Kredit aufgenommen und hier in Berlin 2 kleine Wohnungen gekauft. Das würde ich wieder so machen, allerdings die Wohnungen etwas anders auswählen. In der Summe bin ich aber immer noch überzeugt. Das know-how hat sich im Laufe der Zeit ergeben; außerdem macht ja auch die Hausverwaltung viel und man kann Miteigentümer fragen.
Vor ca. 2 Jahren hatten mich Bekannte auf das Thema angesprochen und ich habe ein paar Sachen aufgeschrieben, die mir wichtig erscheinen. Die Punkte hänge ich Dir unten an.

Viele Grüße,
SL

- Abhängigkeit von politischer Willkür, man sollte finanziell also immer einen guten Puffer lassen
- Eine Wohnung rechnet sich erst "richtig", wenn man über die Jahre die Miete deutlich steigern kann. Wird in einer aktuell angebotenen Wohnung eine Miete deutlich über Mietspiegel gezahlt wird das schwierig
- Im Moment kann man in Berlin zwar alles vermieten, aber das kann sich auch wieder ändern. Also keinen Müll kaufen (dunkle Erdgeschosswohnung an lauter Durchgangsstraße)
- Es ist gut, wenn in einem Haus zumindest ein paar Selbstnutzer wohnen. Zudem sollte kein Eigentümer mehr als 50% des Hauses besitzen, da er dann alleine bestimmen kann
- Auch wenn ein Verkäufer einem erzählt es wäre nicht üblich eine vermietete Wohnung vor dem Kauf zu besichtigen: niemals die Katze im Sack kaufen, immer die Wohnung innen anschauen
- Falls man einen Architekten, Bauingenieur o.ä. kennt sollte man den bei der Besichtigung mitnehmen. Ein Blick in den Keller und auf den Dachboden des Hauses ist auch immer gut.
- Vor Unterschrift unter den Kaufvertrag Einblick in die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung nehmen:
... was wurde in den letzten Jahren instandgesetzt?
... sind größere Arbeiten geplant?
... gibt es umfangreiche Klageaktivitäten oder sonstige Probleme im Haus?
- Feststellen, wie hoch die Instandhaltungsrücklage ist
- Falls möglich Einblick in die Teilungserklärung nehmen: gibt es besondere Sondernutzungsrechte oder Stimmrechte?
- Bei frisch sanierten und neuen Häusern ist oft eine Verwaltung eingesetzt, die in Verbindung zum Verkäufer steht. Das ist gefährlich, da gerne Mängel über die Gewährleistungspflicht verschleppt werden.
- Das Sondereigentum selbst verwalten ist deutlich kostengünstiger als wenn die Hausverwaltung beauftragt wird

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Juni 2021 17:39
Yakari und Judge Dredd mögen das
Judge Dredd
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Gold

@silverlegend

insbesondere der Punkt mit den Klageaktivitäten ist nicht zu unterschätzen. Sobald da einmal der rubikon überschritten ist und nahezu jede Versammlung ein Verfahren nach sich zieht, wird es teuer. Selbst wenn die WEG gewinnt zahlt der Einzelne dies über die Umlage mit. Zudem ist das deutsche WEG Recht sehr speziell. Auch nach der WEG Reform 2020. 

Bei mir sind es zu 80 Prozent Wiederholungs WEGs, also welche die häufig bei mir landen. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Juni 2021 17:58
Yakari und Natman mögen das