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ETF's  

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Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Silber

Ich habe ein ETF Luxusproblem, was eigentlich keines ist, es spukt mir aber im Kopf herum. 

Habe leider die Angewohnheit, immer Mal wieder im Depot herumzudoktern. Einmal habe ich die ishares durch Vanguard ersetzt, dann überlege ich mir die ausschüttenden mit Thesaurierern nicht zu ersetzen sondern zu ergänzen. Das führt dazu, dass man 10 ETFs hat. Will das nicht wirklich, andererseits ist Verkaufen auch dumm, da ja im Plus. 

Der liebe Jörg hat ja immer viel herumgerechnet und gezeigt, dass Thesaurierer etwas mehr liefern, da Sparen der Abgeltungssteuer. 

Letztendlich ist es vielleicht weniger ein Depotproblem, sondern ein Optimierungsthema...

Konkret gibt es bei Consors den Vanguard EM thesaurierend nicht nur ausschüttend. Ich bespare einen dbx EM Thesaurierer der ist OK trotz DB aber das ist ein MSCI. Daher nicht so optimal da aktuell knapp 100k im AW auschüttend für mich arbeiten...

Den AW thes gibt es, den könnte ich kaufen. Letztendlich sind es nur Peanuts, mir ist klar, dass die Sparrate und Zeit entscheidender sind.


 

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Veröffentlicht : 24. November 2019 10:14
Der Autodidakt
(@der-autodidakt)
Aktiver Freiheitskämpfer
Unterstützer
Veröffentlicht von: @natman

Letztendlich ist es vielleicht weniger ein Depotproblem, sondern ein Optimierungsthema...

Vielleicht ist es sogar ein OptimierungsPROBLEM?

Meiner Meinung nach führt diese ganze Optimiererei bei ETFs die komplette Idee des passiven Investments ad absurdum.
Die eigentliche Idee ist doch, dass über ETFs der Weltmarkt abbildet wird und man dann die Marktrendite einfährt. Wenn man aber ständig an seinem ETF Portfolio herumdoktert und versucht hier irgendwelche Verbesserungen im Zehntelbereich zu erzeugen, dann passiert auf einmal folgendes: Man wird ganz sicher unterhalb der Marktrendite performen!! Und zwar aus dem einfachen Grund: Man investierst in ein passives Investment zusätzliche Zeit ohne dabei überhaupt die Chance zu haben den Markt schlagen zu können. D.h. du verschwendest Zeit und produzierst somit massive Opportunitätskosten!

Daher: Wenn man passiv investieren möchte, dann sollte man es auch wirklich passiv betreiben. D.h. ETF Struktur einmal festlegen, diese stur monatlich besparen und dann einfach nicht mehr drüber nachdenken.

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Veröffentlicht : 24. November 2019 11:52
Reblaus, Judge Dredd und Natman mögen das
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Silber

@der-autodidakt

sehe ich ganz genauso. und ein ständiges Hin-und Her macht die Tasche leer. Einmal festlegen (thesauriend oder ausschüttend) und dann nach Möglichkeit laufen lassen. Die Zeit kannst du sinnvoller für andere Dinge verwenden.

 

 

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Veröffentlicht : 24. November 2019 13:28
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Silber

Danke euch Beiden. Ich werde mir eure Meinung durch den Kopf gehen lassen u. dann dementsprechend weiter verfahren. Flowers  

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Veröffentlicht : 24. November 2019 19:35
(@strobelix)
Aktiver Freiheitskämpfer

@Maschinist: Darf ich fragen welche ETFs du im Depot hälst? Würde mich interessieren. Überlege gerade ein ETF Depot zu strukturieren. Besten Dank vorab.

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Veröffentlicht : 6. Dezember 2019 13:29
Raffus
(@raffus)
Freiheitskämpfer Gold

Active Vs. Passive & The Simple Reasons You Can't Beat An Index

-

Sehr guter Artikel - enthält mehrere Punkte, die eigentlich logisch sind aber einem nicht sofort einfallen.

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Veröffentlicht : 12. Dezember 2019 19:45
(@roselyne)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hallo zusammen,

bei meiner Recherche ist mir aufgefallen, dass es von Vanguard drei relevante World ETF gibt.

Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF - USD DIS
A1T8FV

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF - USD DIS
A1JX52

Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF - USD DIS
A12CX1

Wenn hier im Forum allgemein vom Vanguard World ETF gesprochen wird, dann ist damit der A1JX52 gemeint?

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Veröffentlicht : 28. Januar 2020 12:55
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Silber

@roselyne

Es gibt noch einen vierten den All World als Thesaurierer mit dieser WKN A2PKXG. Der ist wie der Ausschütter, High Dividend investiert in Dividendenaktien weltweit (schüttet etwas mehr aus als der AW) und der Developed World ist wie der MSCI world nur von FTSE.

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Veröffentlicht : 28. Januar 2020 13:29
(@roselyne)
Verdienter Freiheitskämpfer

@natman

Guten Morgen und Danke für die Ergänzung, ich hatte mich oben ausschließlich auf die ausschüttenden ETF fokussiert. Momentan bespare ich den High Dividend und überlege jetzt in den A1JX52 zu wechseln.

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Veröffentlicht : 29. Januar 2020 07:45
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Silber

@roselyne

Tag Roselyne: High Yield ETF von Vanguard hat den Vorteil, dass du mehr Ausschüttung kriegst, aber auch den Nachteil, dass du mehr Steuern zahlst. Der AW auschüttend zahlt etwas weniger, ist aber diversifizierter und auch meiner persönlichen Meinung sinnvoller.

Mein Rat wäre: zur Rente kann man bei etwas mehr Geldbedarf den HY dazunehmen... ist aber wie gesagt Kosmetik. Hauptsache ist, dass man überhaupt langfristig an der Börse investiert.

Meine Strategie ist:

  • die bisherigen ausschüttenden Depotpositionen halten => kein Steuerereignis aufgrund von Verkäufen im Plus
  • mit Thesaurieren weiter investieren
  • zur Rente / finanziellen Freiheit sehen, welchen Geldbedarf man hat und diesen über Verkäufe oder evtl. Ausschüttern steuern. Ob ich wirklich mehr Ausschütter kaufe, hab ich noch nicht final entschieden.

Idealerweise baut man die Rente über mehrere Einkommensströme auf, ist daher diversifiziert und nicht so abhängig von einzelnen Ausfällen.

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Veröffentlicht : 29. Januar 2020 09:12
Judge Dredd und ROSELYNE mögen das
(@morrich)
Neuer Freiheitskämpfer

Ja, der High Yield hat höhere Auszahlungen, aber die Gesamtperformance in der Vergangenheit war deutlich geringer als bei Developed World oder All World, weil viele Wachstumswerte die keine Dividende zahlen nicht enthalten sind.

 

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Veröffentlicht : 7. Februar 2020 13:46
ROSELYNE mag das
(@roselyne)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hallo zusammen, wer die turbulente Zeit sinnvoll nutzen möchte, dem empfehle ich einen Blick auf die Seite extraETF zu werfen. Abseits diverser ETF-Investitionsmodelle eignet sich die Seite bestens um ggf. für seine Aktien-Watchlistkandidaten passende ETFs zu finden. Die Anzeige erfolgt dann nach Gewichtung im jeweiligen ETF. Außerdem kann man sich die Top 10 Positionen anzeigen lassen. So habe ich bspw. für mich bisher zwei interessante ETFs gefunden.

SPDR S&P U.S. Communication Services Select Sector UCITS ET

SPDR S&P U.S. Health Care Select Sector UCITS ETF

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Veröffentlicht : 16. März 2020 15:26
(@kerzenmann)
Aktiver Freiheitskämpfer

Was hält die Foren-Gemeinde grundsätzlich von folgender Langfristanlageidee in einem Bären- bzw. Crashmarkt: Kauf von (gehebelten) ETF’s auf einen Index und Verbilligung mit steigenden Anteilen, je tiefer der Index fällt. Es wird nicht immer in gleichen Zeitabständen angespart, sondern nur bei ausgeprägten Kursrückschlägen (ab z.B. >20%) nachgekauft. Bei Einzelaktien verbiete ich mir so einen Ansatz, aber bei einem breiten Index? Konkret reizt mich momentan der A0X8ZS. Hat sich mal jemand mit so einer "Strategie" befasst oder praktiziert das konkret und wie sind die Ergebnisse? Oder habe ich einen grundsätzlichen Denkfehler? Wenn ich jetzt beginne zu kaufen und es nach oben dreht bin ich (leider nur etwas) dabei und wenn es weiter rutscht kaufe ich günstiger mehr Anteile nach. Oder doch besser einen monatlichen Sparplan machen und wenn es rappelt gezielt nachkaufen? Was meint ihr?

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Veröffentlicht : 18. März 2020 07:31
(@roselyne)
Verdienter Freiheitskämpfer

@kerzenmann

Ich für meinen Teil handhabe es jetzt so... Ich bespare den All World monatlich und erhöhe die Sparrate um 100% bzw. 150% sobald der hier schon vorgestellte CNN Fear & Greed Indikator unter 35 fällt. Wie sich das langfristig auswirkt, kann ich jetzt natürlich noch nicht beantworten.

 

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Veröffentlicht : 18. März 2020 08:35
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin
Veröffentlicht von: @kerzenmann

Was hält die Foren-Gemeinde grundsätzlich von folgender Langfristanlageidee in einem Bären- bzw. Crashmarkt: Kauf von (gehebelten) ETF’s auf einen Index und Verbilligung mit steigenden Anteilen, je tiefer der Index fällt. Es wird nicht immer in gleichen Zeitabständen angespart, sondern nur bei ausgeprägten Kursrückschlägen (ab z.B. >20%) nachgekauft. Bei Einzelaktien verbiete ich mir so einen Ansatz, aber bei einem breiten Index? Konkret reizt mich momentan der A0X8ZS. Hat sich mal jemand mit so einer "Strategie" befasst oder praktiziert das konkret und wie sind die Ergebnisse? Oder habe ich einen grundsätzlichen Denkfehler? Wenn ich jetzt beginne zu kaufen und es nach oben dreht bin ich (leider nur etwas) dabei und wenn es weiter rutscht kaufe ich günstiger mehr Anteile nach. Oder doch besser einen monatlichen Sparplan machen und wenn es rappelt gezielt nachkaufen? Was meint ihr?

Das ist vergleichbar, wie "normale" Gesamtmarkt ETF mit einem Lombardkredit Deines Brokers auf Kredit zu kaufen und den Kredithebel dabei durch tägliche ETF Käufe (oder Verkäufe) auf Faktor 2 zu halten. In Bullenmärkten eine prima Sache:

Amundi ETF A0X8ZS gehebelt Chart Drei Jahre

(Besonders bei schwankungsarmen Anstiegen des Gesamtmarkt, steigt der ETF sehr stark, da dann kaum zwischenzeitliche Verkäufe von synthetischen "Anteilen".

In Seitwärtsphasen mit Schwankungen fällt der ETF eher, da tägliche Hebelanpassung plus Kosten.

 

In Bärenmärkten mit echten Ausfallrisiko. In diesem Fall wäre der ETF nach insgesamt 50% Kurseinbruch vom Top bei Null, da er zweifach gehebelt ist.

Der ETF ist ja aktuell mehr als 50% im Minus: 

Amundi ETF A0X8ZS gehebelt Chart Ein Monat

 

Alle die 2008 mitgemacht haben (ca. 55% Kurseinbruch im S&P500 vom Top) sehen Deine Strategie wahrscheinlich kritischer als die Kinder dieses Bullenmarktes. Aus diesem Grund findest Du auch kaum gehebelte Gesamtmarkt ETF mit Emissionsdatum vor 2009 😉

 

Besonders, wenn es um größere Vermögensanteile geht, würde ich es wenn überhaupt nur als temporären Hebel nutzen. 

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Veröffentlicht : 18. März 2020 08:36
(@kerzenmann)
Aktiver Freiheitskämpfer

@roselyne

Danke für deine Anregung. Keine schlechte Idee mit dem CNN Fear & Greed Indikator. Das schaue ich mir mal näher an.

@maschinist

Danke für deine ausführlichen Erläuterungen. Ich würde diese Art des Handelns nur als kleine Depotbeimischung (ca. 5%) betreiben. Ist einfach zu spekulativ sonst.

 

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Veröffentlicht : 18. März 2020 10:41
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