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Consors vs. comdirect  

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Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Consors vs. comdirect

 

Beschreibung

Die Consorsbank ist eine Online Direktbank mit Sitz in Nürnberg und eine Marke der BNP-Paribas.

comdirect ist eine Online Direktbank aus Quickborn mit mehr als 2,5 Millionen Privatkunden und Tochter der Commerzbank AG. Angeboten werden neben Girokonten auch Depots.

 

Handelskosten, Gebühren & sonstiges

Eine Wertpapierorder kostet bei Consors 9,95 Euro an einer deutschen Börse nach Ablauf des sechsmonatigen Einführungsangebotes (in den ersten 6 Monaten 3,95 Euro je Order bis 20.000 Euro Odervolumen).

Bei der comdirect kostet eine Order an einer deutschen Börse nach einem 12 monatigen Einführungsangebot 4,90 Euro plus 0,25% des Ordervolumens plus Börsenentgelte. Die Mindestkosten pro Order betragen dabei 9,90 Euro. Die Maximalkosten pro Order 59,90 Euro. (jeweils zuzüglich ca.2 Euro Börsenentgeld). Diese Maximalkosten werden damit ab einer Handelsgröße von 22.000 Euro erreicht. Nur in den ersten 12 Monaten kostet eine Order 3,90 Euro pro Trade (plus Börsenentgeld).

 

Sparpläne kosten bei Consors und bei Comdirect jeweils 1,5% der Handelssumme pro Ausführung.

Ein Lombardkredit bietet Consors aktuell zu effektiv 5,51% an. Bei der comdirect kostet ein solcher Wertpapierkredit den Kunden aktuell effektiv 3,98% und ist ab einer Depotgröße von 3.000 Euro erhältlich.

Teilausführungsgebühren: Bei Consors werden taggleiche Teilausführungsgebühren an den Börsen berechnet (was zu unerwartet hohen Zusatzkosten sorgen kann). Bei comdirect werden keine Teilausführungen extra berechnet.

Negativzinsen auf das Verrechnungskonto gibt es bei Consors nicht.  Bei der Comdirect nur dann, wenn die Gesamtsumme der Sichteinlagen aller Konten mehr als 250.000 Euro beträgt (zählt nicht für Aktien im Depot und betrifft damit nur Kunden mit sehr hohen Bargeldbeständen)

Depotführungsgebühren fallen bei Consors nicht an. Bei der comdirect nur dann wenn man kein aktiver Trader mit mindestens zwei Orders pro Quartal ist, einen Sparplan oder ein Girokonto dort hat. Lässt sich also auch hier einfach vermeiden und in den ersten drei Jahren ist das Depot immer gebührenfrei.

 

Vorteile von Consors

  • Oders sind günstiger als bei der comdirect (bei beiden nach Ablauf des Einfühungsangebotes

 

Vorteile der comdirect

  • Keine Teilausführungskosten
  • Günstige Handelskosten in den ersten 12 Monaten (danach allerdings teuer)

 

Sonstiges

Sparpläne bei beiden Anbietern mit 1,5% der Odersumme relativ teuer

Eingabemasken und Bedienung bei beiden Anbietern gut durchdacht und optisch ansprechend

Junior Depots sind bei beiden Anbietern möglich

 

Fazit

Beide Anbieter sprechen mit Ihrer professionellen Aufmachung und Bedienung primär aktiv handelnde Börsenteilnehmer an.

Consors bietet akzeptable Handelskosten an deutschen Börsen auch nach dem Einführungsangebot, hat aber den Makel der Teilausführungskosten, die gerade beim Handel an Auslandsbörsen kostenseitig für böse Überraschungen sorgen können.

Die comdirect bietet ebenfalls eine gut bedienbare und optisch ansprechende Oberfläche aber zum Preis von hohen Handelskosten nach Ablauf des 12 monatigen Einführungsangebotes.

Mit Lockangeboten zur Einführung arbeiten beide. Da man mit einem Broker eine langfristige geschäftliche Beziehung eingeht, würde ich mich davon nicht beeinflussen lassen sondern immer mit den Kosten nach Ablauf der Einführungszeit kalkulieren.

Beide Anbieter sind aus diesen kostenseitigen Gründen nur eingeschränkt empfehlenswert und es gibt aktuell bessere Anbieter wie im großen Brokervergleich sichtbar.

Zitat
Veröffentlicht : 10. April 2020 00:31
Judge Dredd mag das
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Silber

Vielen Dank für die viele Arbeit mit den Depotsvergleichen. Finde die sind sehr schön übersichtlich gestaltet und ermöglichen so sich in kurzer Zeit einen Überblick zu verschaffen. Das passt für mich gerade sehr gut. Habe mich ehrlich gesagt bisher kaum mit den Kosten beschäftigt. Unser ETF (passives Investmentdepot) ist bei der Comdirect  und die Sparlanausführung kostet, wie bei der Consors, 1,5%. Bei kleineren Sparsummen (bis 100 Euro monatlich pro Sparplan) sicher preislich gut(1,5 Euro pro Ausführung). Ab 100 Euro pro Sparplanausführung monatlich ist das Prozentmodell (1,5%) dann gegenüber den anderen Anbietern preislich im Nachteil. Da wir  mehr als die Hälfte unserer monatlichen Sparquote in ETF`S investieren ist die Comdirect als ETF Depot zu teuer.  Schaue mir jetzt mal das DKB Depot bei deinem Vergleich näher an. Sieht spontan nach einer guten Alternative aus.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10. April 2020 10:28
Maschinist mag das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Danke @judge-dredd

Das macht langfristig schon einen Unterschied.

Bei Smartbroker, Onvista oder der DKB kosten die Sparpläne bei höheren Sparsummen nur ca. 0,2% oder etwas noch weniger. Die 1,3% Unterschied beträgt bei einer eingezahlten Summe von z.B. 0,5M Euro dann 6.500 Euro, die dann auch nicht verzinseszinst werden können und nach 20 Jahren einen 5-stelligen Unterschied ausmachen. Ein zweites Depot tut durch den automatischen Steuerabzug zeitlich nicht weh.

 

Schönes Wochenende

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10. April 2020 11:46
Judge Dredd mag das
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Silber

@maschinist

ja, muss zugeben bis zu deinem Depotvergleich hatte ich mich noch nicht wirklich mit den Kosten des Depots auseinandergesetzt und nur auf die Vanguard ETF`s geschaut. Das ist dann noch einmal eine deutliche Optimierung, insbesondere wenn man den großen Unterschied sieht, was das auf 20 Jahre ausmacht.

 

Gibt es für eine Depoteröffnung einen Link zur DKB im Forum? (habe ich irgendwie nicht gefunden). Möchte natürlich die Freiheitsmaschine supporten. Werden dann später alle bisherigen Vanguard-Anteile von der Comdirect übertagen

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10. April 2020 13:56
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Hi @judge-dredd und ok. 

Die DKB Links funktionieren aktuell nicht. Nächste Woche wahrscheinlich wieder.

Danke das Du daran gedacht hast.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10. April 2020 20:44
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber