Turnaround Projekt 1 – Steffen der Pionier

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Schuldenabbau Turnaround Projekt 1 SteffenIn der Freiheitsmaschine diskutieren wir neben Sachen wie Ernährung und den effektivsten Fitnessprogrammen Dinge wie Vermögensaufbau, Sparquoten, der passenden Anlageform sowie hohe selbsterschaffene Vermögen, um uns damit Freiheit, Unabhängigkeit und eine Vielzahl an Lebensoptionen zu erschaffen.

Das ist super und ich freue mich jeden Tag, dass das Projekt Freiheitsmaschine so groß geworden ist.

 

Was aber dabei, wie bei vielen Dingen bei denen sich viele Gleichgesinnte mit ähnlichen Zielen treffen, über die Zeit passieren kann, ist ein Blasendenken.

Wenn alle um einen herum mit „50% Sparrate“ oder: „1.000 Euro in den All World oder den Emerging Markets ETF?“ beschäftigt sind, ist man anfällig für eine Verschiebung seines „Normal Null“.

Und das nicht nur beim Thema Geld sondern auch bei der Wahrnehmung der täglichen Sorgen seiner Mitmenschen.

 

Themen, die für einen selbst schon lange keine Relevanz mehr haben und für die man einfache, unterbewußte Lösungen abgespeichert hat, sind für andere, die sich in einer deutlich abweichenden Lebenssituation oder Phase befinden, oft ein großes Problem für das sie dann keine Lösung sehen.

Um dort gegen zu steuern und beiden Parteien einen Benefiz zu bringen, hat der Maschinist sich als weitere Neuigkeit für 2021 etwas einfallen lassen:

 

Das Projekt Turnaround

 

Menschen, die Ihr Leben wirklich ändern wollen und dafür bereit sind, an sich zu arbeiten, schreiben der Freiheitsmaschine.

Berichtet uns von eurer Lebenssituation, die euch belastet und für die Ihr erfahrene Hilfe von uns annehmen wollt.

Der Maschinist und die anderen Freiheitskämpfer helfen euch mit ehrlichen Ratschlägen für eure großen Lebensfragen, die Ihr sonst nirgendwo bekommt.

Denn hier bei uns gibt es unzählige erfolgreiche Firmeninhaber, Immobilienbesitzer, Aktienhändler mit selbsterschaffenem sechs- und siebenstelligem Vermögen sowie viele Gesundheits- & Sportenthusiasten, die bereit sind Ihr Wissen mit euch zu teilen und euch echte Hilfestellungen zu geben.

 

Was Ihr dafür tun müsst

Beschreibt uns eure Lebenssituation, euer Problem und euer Ziel möglichst genau und stellt dabei möglichst spezifische Fragen.

Das wichtigste ist, dass Ihr wirklich bereit sein müsst, an euch zu arbeiten!

Also keine „guten Neujahrsvorsätze“, die euch nach dem letzten Bier kamen.

Sondern etwas, dass Ihr so stark wollt, dass es euch keine Ruhe mehr lässt.

Echter Änderungswille!

 

 

Das ist der Deal

Ihr bekommt fundierte Expertenhilfe für eure Situation – Wir bekommen das gute Gefühl jemandem geholfen zu haben und lernen dabei selbst wieder neue Dinge von den anderen Ratgebern hinzu.

Schreibt dem Maschinisten dazu unter maschinist@freiheitsmaschine.com

 

Und damit Ihr seht, dass das echte Ankündigungen mit Substanz sind, gibt es hier direkt das Turnaround Projekt Nr.1

 

Steffen der Pionier

Steffen hat vor einigen Monaten zur Freiheitsmaschine gefunden und ist schonungslos ehrlich mit uns.

Und was noch viel wichtiger ist – Er ist auch ehrlich mit sich selbst!

Er hat reihenweise finanzielle Fehler in seinem Leben gemacht, die Ihm teilweise erst bewusst wurden, nachdem er hier bei uns von anderen Lebensmodelle lesen konnte.

Auch deshalb noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Millionär Interview und Freiheitskämpfer Interviewreihe. Danke an alle Forumsteilnehmer und alle, die sich in irgendeiner Form hier bei uns einbringen!

Und damit Bühne frei für Steffen!

 

„Hallo Maschinist,

vorweg ein Kompliment für Deine Internetseite und die meisten Deiner Inhalte.

Kompliment auch an all diejenigen, die den hier propagierten Weg der finanziellen Freiheit und allgemeinen Optimierung des eigenen Lebens bereits gehen.

Respekt vor eurer Leistung!

Wie ich schon im Forumsbeitrag anlässlich meiner Vorstellung schrieb, hätte ich die Freiheitsmaschine vor 30 Jahren finden sollen. Da hätte ich einiges mehr bewirken können, als jetzt im Alter von 54 Jahren.

Ich schreibe, weil sich mein bisheriges Leben deutlich vom Durchschnitt der auf der Freiheitsmaschine anwesenden Menschen unterscheidet.

Zum einen bin ich deutlich älter, zum anderen habe ich trotzdem bisher noch kein nennenswertes Vermögen zustande gebracht.

Trotzdem bin ich von Eurer Lebensweise und Euren Zielen so angezündet worden, dass ich in der mir verbleibenden Zeit noch so viel wie möglich an mir selbst wieder gut machen und mein Leben entsprechend ausrichten möchte wie möglich!

Meine Frau ist zwar bisher noch nicht so begeistert wie ich, wird aber den Weg mitgehen, weil auch sie festgestellt hat, daß es noch andere Ziele im Leben gibt, für die es sich lohnt, sich anzustrengen.

 

Vielleicht schaffen wir es vor allem, unseren Kindern so viel mitzugeben, daß diese selbst so früh wie möglich auf die Idee kommen, ihr Geld für sie arbeiten zu lassen.

Die entsprechenden Artikel zum Thema Geld und Kinder habe ich förmlich verschlungen und auch erste Maßnahmen diesbezüglich eingeleitet, z.B. ein Kinderdepot.

 

 

Worum geht es mir konkret?

Beim Studium der vielen Interviews aber auch der verschiedenen Beiträge in der Freiheitsmaschine wurde mir bewusst, daß in meinem bisherigen Leben das „Überleben“ und der Konsum viel zu sehr im Fokus standen.

Ich habe aus heutiger Sicht sehr viele falsche Entscheidungen getroffen und Fehler gemacht.

 

Damit Ihr seht was ich meine, hier mein bisheriger Lebensrückblick

  • Abitur (sehr durchschnittlich) 1987
  • Bis 1989 Bundeswehr, SaZ 2 und Ausbildung zum Reserveoffizier (eine meiner besten Entscheidungen, dazu aber etwas später mehr…).

Trotzdem bei der Bundeswehr die Verlängerung mit dem Angebot eines Studiums ausgeschlagen.

 

  • Danach folgten zweieinhalb Jahre Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann

Danach leider im Ausbildungsbetrieb nicht übernommen worden.

 

  • Dann als Innendienstleiter einer kleinen Möbel- und Küchenspedition eine Chance bekommen. Erstes richtig gutes Geld verdient

Leider nicht auf die Idee gekommen, einen Teil davon zur Seite zu legen, sondern alles ausgegeben.

 

  • Anschließend den Wunsch verfolgt, eine Wohnung zu kaufen.

Dabei völlig falsch beraten worden, gutgläubig eine überteuerte Wohnung gekauft und u.a. mit einer Konstruktion aus endfälliger Kapital-Lebensversicherung. Das Ganze natürlich voll finanziert.

 

Und danach fing der Schlamassel so richtig an
  • Nach eineinhalb Jahren auf eigenen Wunsch aus dieser Firma ausgeschieden und mit der damaligen Freundin (Profi Handballerin) in eine neue Stadt gezogen.
  • Ein Angebot seitens des Vereins, mich im dazugehörigen Konzern unterzubringen oder parallel mit meiner Freundin BWL zu studieren, ausgeschlagen.

Mannmannmann… nein, ich wollte nicht von anderen abhängig werden.

  • Es folgten Aushilfsjobs u.a. bei der METRO

 

  • Irgendwann die verlockende Zeitungsannonce der „Bonnfinanz“. Also eine Ausbildung zum „Finanzdienstleister“ gemacht. Das große Geld lockte. Dabei schnell gemerkt, daß das nicht meine Welt ist. Ich kann Leuten die ich berate, nicht zu meinem Vorteil Dinge „andrehen“, die sie eigentlich gar nicht brauchen.

Trotzdem weitergemacht. In der Hoffnung, irgendwann die Kurve zu kriegen und daß sich meine ehrliche Art durchsetzen würde. Erfolglos.

 

  • Unsere Wohnung war irgendwann nicht mehr finanzierbar und wir mussten sie mit großem Verlust verkaufen.

 

  • Dann die Freundin geheiratet.

 

Leider auch recht bald wieder gemerkt, daß das erneut eine falsche Entscheidung war.

 

  • Scheidung drei Jahre später.

 

  • Dann die Chance erhalten, bei einem Kollegen das BackOffice zu übernehmen und meine Kunden weiterhin zusätzlich zu Seinen zu betreuen. Dafür wieder gutes Geld erhalten.

Aber damit direkt ein Motorrad gekauft – Natürlich finanziert.

 

  • Dieser Kollege hat bald darauf angedeutet, daß er kürzertreten und mir die Firma verkaufen will. Viele Gespräche geführt und den Deal der Übernahme seines Geschäftsanteils gemacht.

Natürlich wieder voll finanziert und wahrscheinlich euch deutlich überteuert…

 

  • Kurz danach erlitt dieser Kollege einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nie wieder erholte. Die meisten seiner Kunden wanderten danach ab, weil sie Ihm vertrauten, aber (noch) nicht mir.

Seine teuer erkauften Kunden waren dadurch für mich kaum etwas wert.

 

  • Danach bei anderen Finanzdienstleistern versucht, aus der Misere rauszukommen und neue Kunden zu akquirieren.

Drei Versuche, drei Bruchlandungen – An der letzten davon zahle ich noch heute.

 

  • Dann meine jetzige Frau kennengelernt und sie wurde schwanger.

 

 

Damit war für mich klar, daß mein bisheriger Lebenswandel ein Ende haben muss

 

  • Zu dem Zeitpunkt war ich als Reservist einige Stufen geklettert, weil ich diese „Passion“ nie aufgegeben habe.

Anscheinend war das der Bereich, in dem ich halbwegs gut war. Denn ich bekam eines Tages das Angebot, sog. nicht-aktiver Kommandeur eines Bataillons zu werden. Der Traum eines jeden Offiziers! Höhepunkt meiner bisherigen Karriere beim Bund.

Leider wurden die Wehrübungen nicht berauschend bezahlt. Monats Netto ca. € 1.300,-.

 

  • Dann war ich drei Jahre arbeitslos und habe uns mit Wehrübungen und Arbeit für eine Zeitarbeitsfirma am Fließband zum Mindestlohn über Wasser gehalten.

Eine sehr „bescheidene“ Zeit…

 

Der Kontrast während dieser Periode war maximal.

Sechs Monate Kommandeur eines Bataillons (oder auf einem entsprechenden Dienstposten in einer anderen Dienststelle) und verantwortlich für fast 1.200 Mann und Material – und dann sechs Monate am Band mit Wechselschicht und Mindestlohn.

 

  • Ein Zufall ließ mich mit dem Bürgermeister meines Wohnorts zusammentreffen. Wir kamen ins Gespräch und zwei Monate später war ich Angestellter in seiner Verwaltung. Niedrigste Stufe, weil keine entsprechende Ausbildung aber immerhin fast € 1.600,- netto.

 

  • Das war eine tolle Anstellung. Als kleiner Mitarbeiter Verantwortung über ein Budget von € 100.000,-. Ich konnte vieles völlig selbständig tun und war nur meinem Abteilungsleiter und eben dem Bürgermeister gegenüber verantwortlich.

 

 

Und dann kam das Jahr 2015 – Ein echter Wendepunkt
  • Das Jahr, in dem die Gesetze für Reservisten und auch das Wehrsoldgesetz angepasst wurden. Zum einen konnten Reservisten nun max. zehn Monate im Jahr durchgehend üben und zum anderen wurde der Wehrsold dem der aktiven Kameraden angepasst. Dadurch standen 12 x 1.600,- netto in der Verwaltung meiner Heimatgemeinde nun 10 x 4.700,- netto als „Dauer-Reservist“ bei der Bundeswehr gegenüber.

 

  • Meine Frau sagte mir sofort Unterstützung zu und so war ich ab 2016 wieder aktiver Reservist bei der Bundeswehr. Dadurch war ich zu Beginn zwar während der Woche nicht bei meiner Familie – Aber das Geld stimmte.

 

Mittlerweile sitze ich seit zwei Jahren in meiner Traum-Dienststelle in Mannheim, habe dort einen tollen, interessanten und fordernden Aufgabenbereich und bringe mittlerweile € 50k netto p.a. nachhause.

Das soll auch die nächsten Jahre so bleiben. Es scheint, als hätte ich nun doch etwas Glück gehabt, nach all den Belastungen der vergangenen Jahre.

 

Doch dann wurde mir ein weiteres Problem bewußt

  • Ich habe in den zwanzig Jahren meiner Selbständigkeit (die Finanzdienstleistungen) keine nennenswerten Rentenansprüche aufgebaut und auch nichts zurückgelegt.

Nach Lektüre der Freiheitsmaschine wurde mir klar, dass ich das sehr gut gekonnt hätte aber das Thema ist jetzt leider durch.

So überlegte ich mit meiner Frau zusammen, was denn möglich wäre, sich überhaupt einmal aufs Alter vorzubereiten.

 

Ein Eigenheim schien uns hier das Sinnvollste zu sein.
  • Mietfreies Wohnen im Alter ist eine erstrebenswerte Vorstellung. Allerdings wenn Eigentum kaufen oder bauen, dann nur mit einem Anteil Fremdvermietung als eigene Altersvorsorge.
  • Gesagt, getan – auch wenn die Finanzierung ein echtes Abenteuer war. Aber einer meiner Reserveoffizier-Kameraden ist Berater in der örtlichen Sparkasse. Er versteht das Konstrukt „Reserve“ und weiß, was es bedeutet, so einen Weg, wie ich ihn jetzt gehe, einzuschlagen.
  • Wir bekamen über ihn die Finanzierung: € 380k für ein Zweifamilienhaus mit zwei fast gleich großen Wohnungen mit jeweils ca. 120m². Die obere ist seit Anfang an für € 800,- vermietet.

 

Hier die Eckdaten:

  • 50k zu 1,60%, Tilgung ca. 3,4%, 10 Jahre KfW, € 209,19
  • 90k zu 1,75%, Tilgung ca. 2,25%, 10 Jahre, € 300,-
  • 190k zu 2,20%, Tilgung ca. 5,85%, 15 Jahre, € 1.275,- endfällig
  • 50k zu 1,85%, Tilgung über Riester-BSV, 10 Jahre, € 77,08
  • 30k zu ca. 3,5%, Tilgung weiß ich nicht, Konsumentenkredit zu wohnwirtschaftlichen Zwecken, € 358,-

 

Gesamtbelastung im Monat: ca. € 2.220,-

Nebenkosten wurden mit Eigenkapital bezahlt

 

In 11 Jahren mit 65 endet meine „Karriere“ bei der Bundeswehr und damit auch die hohen Einkünfte.

Das heißt aber auch, daß dann die Hälfte der finanziellen Belastung aus den 10 Jahreskrediten (190k Euro) wegfällt. Den Rest wird die zu erwartende Miete hoffentlich alleine tragen.

Dazu kommt, daß meine Frau zehn Jahre jünger ist als ich. Hier ist hoffentlich weiterhin mit einem regelmäßigen Einkommen zu rechnen.

Zurzeit ist sie allerdings wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben. Sollte das andauern, wird Sie ihre Arbeitsstelle verlieren, kann dann aber immerhin auf eineinhalb Jahre Krankengeld über knapp € 900,- zurückgreifen. Dazu kommt noch das Kindergeld.

In der „schlechten“ Zeit mussten wir natürlich auch irgendwie leben und so haben sich natürlich Belastungen in Form von Konsumentenkrediten angehäuft, die es nun gilt, schnellstmöglich los zu werden.

 

Mögliche Nebentätigkeiten

In einigen Artikeln und auch von Pascal direkt wurde geschrieben, daß man versuchen soll, seine Talente in Münze umzuwandeln.

Das ist ein Gedanke, der schon länger in unseren Köpfen spukt. Seit nunmehr 16 Jahren bin ich Initiator eines Oldtimertreffens im Heidelberger Raum. Wir sind im Moment dabei, die Internetseite zu modernisieren und umzugestalten.

Wir haben dazu in unserem Netzwerk gefragt, ob es jemanden gibt, der uns dabei helfen kann und will.

Prompt hat sich ein Webseiten-Profi bei uns gemeldet, der das kostenlos für uns erledigen will.

Ziel: Nach und nach Einnahmen auch über die Internetseite zu generieren. Am liebsten in Form einer Freiheitsmaschine für Oldtimerliebhaber. Ob und wie das gelingen kann, weiß ich noch nicht aber wir fangen immerhin mal an. Das Netzwerk ist ja vorhanden – aber noch nicht „angezapft“.

Eine Riesenliste an Überschriften und Themen für Blog-Inhalte habe ich schon zusammengetragen und hätte sicher für die nächsten zehn Jahre volles Programm. Meine Frau hat sich in den letzten Jahren in die Betreuung der Internetseite eingearbeitet und wird das auch weiter fortführen. Nur will ich mich stärker beteiligen, weil ich sozusagen die treibende Kraft in diesem Bereich bin. Ich habe die Erfahrung und auch das Netzwerk.

Die Idee ist nun, daß meine Frau die eineinhalb Jahre hauptsächlich dazu nutzt, fit beim Betreiben der Internetseite zu werden und die Möglichkeiten, daraus Ertrag zu generieren, maximiert. Vielleicht kommen in dem Zusammenhang noch weitere Möglichkeiten zustande, weil sie begeisterte Näherin mit allerlei Equipment ist.

 

Das war jetzt doch eine ganze Menge.

 

Jetzt wende ich mich an Euch, um ein generelles Feedback und viele weitere Hinweise zu erhalten.

Ich Frage hier, weil Ihr mir hoffentlich nichts verkaufen wollt, sondern aus eurer Lebenserfahrung berichten könnt und möchtet.

Denn diese Menschen sehe ich hier.

 

Einige Dinge, die ich in der Freiheitsmaschine entdeckt habe, setze ich bereits um oder bin gerade dabei:

  • Meine Frau und ich überprüfen zurzeit erstmals anhand eines Finanzplans, wo unser Geld jeden Monat bleibt
  • Wir kündigen, stellen ein und / oder reduzieren unnötige, bzw. unwichtige Dinge
  • Wir denken intensiv über neue Geldquellen nach. Siehe die Oldtimer Internetseite oben.
  • Ich bin mittlerweile eifriger „Ebay-Jünger“ auf der Verkäuferseite. Auch hier könnte ich das Engagement ausbauen. Es gibt viele Dinge, die wir besitzen und eigentlich nicht mehr brauchen.

 

Nun hoffe ich, liebe Freiheitskämpfer, daß ich mich mit meinem Wunsch nicht zu sehr aus dem Fenster lehne und Unmögliches verlange, bzw. erbitte.

 

 

Meine Fragen an Euch

  • Was habe ich aktuell noch übersehen und worauf muss ich noch stärker achten?
  • Was mache ich aktuell (noch) falsch und was würdet Ihr in meiner Situation ganz anders machen?
  • Was kann ich nach eurer Meinung noch tun, um wenigstens ein Stück weit in Richtung der finanziellen Freiheit zu gelangen?
  • Und abschließend: Gibt es hier weiteres Menschen, bei denen ebenfalls viel schief lief und die das Ruder dauerhaft herumreißen konnten?

 

Ich danke euch im Voraus für eure Antworten und bin sehr gespannt.

Euer Steffen”

 

Das war der Beitrag von Steffen

 

Vielen Dank Steffen, dass Du uns so ehrlich an Deinem Leben hast teilnehmen lassen.

Damit bist Du im Endeffekt auch ehrlich gegenüber Dir selbst und das ist die Grundvoraussetzung überhaupt für jedes dauerhafte Projekt Lebensänderung.

 

Und jetzt Ihr. Wie seht Ihr Steffens Lebenssituation und was sagt Ihr zu seinen Fragen?

Fallen euch noch weitere Punkte ein, an die er bisher überhaupt noch nicht gedacht hat?

Schreib dazu im Kommentarbereich und gib Dein Wissen an andere Menschen weiter, die sich wirklich ändern und etwas erreichen wollen.

Wenn Du Dich auch wirklich selbst ändern willst und an einem Turnaround Projekt teilnehmen willst, schreib dem Maschinisten unter maschinist@freiheitmaschine.com

Die Millionär- und Freiheitskämpfer Interviews gehen natürlich auch weiter und neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.

69 thoughts on “Turnaround Projekt 1 – Steffen der Pionier”

  1. Lieber Maschinist, lieber Steffen, liebe Community,

    erstmal Respekt für die Offenheit und Ehrlichkeit deinerseits lieber Steffen und Danke lieber Maschinist für die Idee des Turnaround-Projekts!

    Gefühlt das Wichtigste hast du fast am Ende erwähnt – Das Haushaltsbuch. Hier lag bei mir der Schlüssel. Zu sehen wohin das Geld fließt öffnet einem oft die Augen. Der nächste Schritt könnte dann sein Budgets für die einzelnen Bereiche aufzustellen und einzuhalten. Dadurch erlangt ihr die volle Kontrolle über “euer Geschäft” wie Kiyosaki sagen würde.
    Da ihr ja auch ein Budget für Schuldenabtrag einplanen müsst, würde ich empfehlen, dass ihr euch überlegt, welcher “Spartyp” ihr seid, sodass euch nicht die Puste ausgeht auf dem langen Weg.
    Sofern ihr disziplinierte Dauerläufer seid, würde ich empfehlen zuerst die den Schuldenabtrag anzugehen und alles erdenkliche für die Senkung der Schuldequote einzusetzen (inklusive Vollgas in Sachen Sonderzahlungen und ackern im 450€-Minijob). Wenn ihr euch dann mit selbst gesetzten Zwischenzielen motivieren könnt, wäre das für mich die Priorität.
    Wenn ihr eher Motivation daraus zieht regelmäßig Geld zu erhalten, ohne dafür zu arbeiten, würde ich mir eine Quotelung des Betrages den ihr für Schuldenabtrag/Vermögensaufbau einsetzen möchtet. Dieser Ansatz ist rational nicht überzeugend, kann aber psychologisch motivierend sein und den Turnaround langfristig unterstützen. Dabei nehmt ihr den freien monatlichen Betrag, legt einen Anteil fest mit dem ihr Schulden abtragen möchtet und einen anderen Anteil mit dem ihr gleichzeitig beginnt Vermögen aufzubauen. Wie ihr den Vermögensaufbauanteil verwendet müsstet ihr natürlich auch festlegen. Hierzu werden sich hier bestimmt Einige noch äußern ;-).

    Ich hoffe ich konnte euch bei einem Aspekt eures Turnaround-Plans unterstützen und wünsch euch das Beste.

    1. So, da bin ich wieder und will versuchen, Euern mannigfachen Input zu beantworten.. 🙂

      Vielen Dank, Dude, u.a. für Deine Empfehlung “Haushaltsbuch”. Ja, daran haben wir auch bereits gedacht und immerhin über den Jahreswechsel mit einer Finanzübersicht begonnen, bzw. diese fertiggestellt. Ein wenig Feinschliff fehlt noch aber ich denke, der kommt bei der gemeinsamen Auswertung.

      Das mit den Budgets scheint mir eine interessante Sache zu sein. Mehrere Mitstreiter hier fahren mit dieser Strategie offensichtlich sehr gut. Ich denke, wir können das ebenfalls umsetzen und zu unserem Vorteil nutzen.

      Eine kleine Sparquote haben wir auch. Aber eigentlich nur, um tatsächlich mal damit anzufangen. Ich denke, wir lassen das bestehen und schauen darüber hinaus, was wir mit aller Kraft (aber ohne das Leben zu vergessen – einer von Euch hat auch das erwähnt. Vielen Dank hierfür nochmal extra!) zunächst in die Tilgung der Konsumentenkredite buttern können.
      Kiyosaki liegt als Hörbuch ebenfalls schon bereit, so daß wieder guten Mutes loslegen können. 🙂

      Vielen Dank nochmals, Dude, für die vielen guten Punkte und die schnelle Antwort.

      Herzliche Grüße aus Rheinhessen
      Steffen, der Pionier

      1. Hallo Dude,
        Hallo mein Schatz,

        die Führung eines Haushaltsbuches ist mir sehr gut bekannt, musste ich ich doch ein paar Jahre damit Leben. ABER, man bekommt sehr gut vor Augen, was muss und was nicht.

        Der Plan dazu steht und wird ausgeführt.

  2. Hi Steffen, ich will dir ein paar Aspekte nennen. Die Miete erscheint mir etwas niedrig. Versuche doch herauszufinden z.b. über ein Immoportal herauszufinden wie hoch die Miete in deiner Strasser ist. Möglicherweise kannst du hier mehr Geld erhalten, was eure finanzielle Position verbessert. Zweitens kommt mir die Idee, dass Oldtimerbegeisterte oft Garagen für ihre Schätzchen suchen. Da kannst du auf deinem Blog “Oldies” und Garagenbesitzer zusammenbringen u viell ein kleines Obulus verlangen. Wenn der Wert euer vermieteten Whg stark gestiegen ist, wäre ein Verkauf auch möglich, der euch direkte Schuldenfreiheit garantieren könnte. Bin froh über deine Offenheit und der Weg den ihr geht, gefällt mir. Veränderungen beginnen im Kopf!

      1. Mietspiegel Mannheim sagt bei 100m² 10,51 Euro Durchschnitt. D.h. je nach Zustand der Mietwohnung hast du einen Anhaltspunkt. Du liegst darunter, d.h. da ist noch Potential zu heben.

        1. Hallo Natman,

          danke auch Dir für den interessanten Aspekt, was die Mieteinnahmen anbelangt. Man darf allerdings nicht übersehen, daß hier im “Niemandsland” zwischen Worms und Mainz ca. €5,-, vielleicht €6,- pro m² an Mieteinnahmen erzielt werden können. Mannheim ist ca. 60km entfernt. Mein täglicher Arbeitsweg…
          Wir haben die Wohnung jetzt gut zwei Jahre vermietet und uns selbst zum Ziel gesetzt, nach drei Jahren mal zu schauen, wie sich das Ganze entwickelt hat und wie wir weiter verfahren können und wollen. Da wir “Vermieter-Neulinge” sind, wollen wir da zu Beginn nicht zu viele Fehler machen. Wir sind froh, daß wir diese Einnahmen haben, die ja auch einen großen Teil unserer Finanzierung trägt – UND die mir zukünftig meine Altersversorgung sichern soll. Dazu aber später bei einer meiner nächsten Antworten mehr… 🙂

          Deine Idee der vermieteten Garagen habe ich begeistert aufgenommen. Da sollten wir uns mal kurzschließen! Potential scheint genügend vorhanden zu sein. Nach fast 100 Treffen, die ich veranstaltet habe, sollte ich den ein oder anderen Zugang haben… schaun mer mal… – danke auch hier für den Input!

          Was würde dieses Forum bringen, würden wir nicht offen miteinander umgehen? Ich bin zwar Neuling hier, habe diese Offenheit aber sehr schnell zu schätzen gelernt. Nach diesen zahlreichen Antworten umso mehr! 🙂

          Viele Grüße auch Dir!
          Steffen, der Pionier

  3. Hi Steffen,

    vielen Dank für das Teilen deiner Lebenserfahrung. Damit gibst du uns allen wertvolle Erfahrung weiter.
    Ich lese zwischen den Zeilen, dass du viel in der Vergangenheit zu verarbeiten hattest und es auch *ganz wichtig* verarbeitet hast, denn du blickst sehr positiv in die Zukunft und fragst nach Unterstützung und Hilfe anderer Menschen. Sehr gut! mach weiter so.

    Zur Hilfe:
    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen das ein Haushaltsbuch sehr sehr wichtig ist und das nicht nur als Augenöffner. Hier ein Beispiel. Ich habe eine Position in meinem Haushaltsbuch, dass ich *Taschengeld* nenne dort kommt eine feste Summe Monatlich drauf. Nicht viel, aber ok. Wenn ich mir was kaufen möchte aber kein Geld mehr auf meinem Taschengeld Konto ist, so kaufe ich das nicht, sondern warte die nächsten Monate ab, bis genug Geld auf dem Taschengeld Konto ist, bis ich es mir kaufen kann. Das interessante was ich dabei bemerkt habe, danach brauche ich den Gegenstand nicht mehr und kaufe ihn auch nicht :). So geht es bestimmt 90% der Gegenstände, die ich angeblich brauche.
    Die andere Sache ist, dass die Kreativität dadurch steigt, an sein Ziel zu gelangen. Wenn mir 5€ für eine Gegenstand fehlen, schaue ich wo ich es günstiger herbekomme z.b. Ebay /Ebay Kleinanzeigen usw. oder verkaufe etwas auf Ebay was ich selber nicht mehr benötige.

    LG

    1. Und man sieht auch Impulskäufe. Letztendlich braucht man nur wenige Dinge wirklich. Es kann auch eine Option sein, Gegenstände gegenseitig von den Nachbarn zu leihen.

  4. Hi Steffen,

    ich bin mit meinen 27 noch relativ jung und habe zwei Gedanken in Bezug auf deine Kinder.
    Ich kann mir vorstellen, dass du viel Freude daran hättest, die Fehler die du gemacht hast zu vermeiden indem du ihnen ein gutes Vorbild bist und sie beim Weichenstellen zum Vermögensaufbau begleitet:
    1.) Vorbild sein: In Gespräch mit anderen stelle ich oft fest, dass Kinder dasselbe machen wie ihre Eltern. Wenn du willst, dass deine Kinder finanziell erfolgreich sein werden, dann leb ihnen vor, wie das geht. Ich habe aber von klein auf immer fleißig gespart. Das liegt an den Glaubenssätzen, die mir meine (Groß-)Eltern im Alltag vermittelt haben (d. h. vor allem vorgelebt und auch darüber geredet haben): Stets sparen, keine Konsumschulden, unter den eigenen Möglichkeiten leben, in eigene Bildung investieren. Allerdings hat keiner aus meiner Familie mir Aktien gezeigt bzw. nach negativen Erfahrungen in Nischen-Fonds sogar davon abgeraten. Das Ergebnis: Ich habe über zehn Jahre immer alles aufs Tagesgeldkonto bzw. Sparbuch statt ins Depot gepackt.
    2.) Beim Vermögensaufbau begleiten: Mein Geld ganz allein und unabhängig von irgendwelchen Beratern anzulegen war Neuland für mich und ein ungewohnter und emotional belastender Schritt. Ich hätte gern einen Vater gehabt, der mit mir den ganzen Prozess durchgeht (welche ETFs gibt es, was ist eine TER, welcher Broker, welche Börse, und dann mit mir einen Sparplan einrichtet) und dann am Ende beruhigend auf die Schulter klopft und sagt “Wird schon”. Letztlich hab ich mir diese quasi-väterliche emotionale Unterstützung und Optimismus beim finanzwesir-Blog geholt.
    Wenn ich in deiner Situation wäre, fände ich den Gedanken schön, dass meine Kinder von meinen Fehlern lernen können anstatt jeden selbst machen zu müssen und dass ich sie begleiten kann, ein finanziell selbstständiges und erfolgreiches Leben zu führen. So kannst du etwas von dir selbst an die nächste Generation weitergeben, was sehr wichtig ist und noch sehr lange nachwirken wird.

    Viel Erfolg dabei!
    (PS. Ich finde es sehr schön zu lesen, wie motiviert du an die Sache rangehst!)

    1. Hallo Felix,

      auch Dir meinen herzlichen Dank für die wertvollen Hinweise. Ich meine, ich hätte im Text erwähnt, daß ich – wenn ich es auch selbst nicht mehr ganz schaffen sollte – es doch wenigstens meinen Kindern vorleben und ermöglichen will, daß sie von Anfang an den richtigen Weg einschlagen. U.a. auch deswegen haben wir für die Kinder entsprechende Depots vorbereitet, auf die die Oma nun ihre monatlichen Zahlungen, wir das Weihnachts- und Geburtstagsgeld und was weiß ich, was noch für Beträge, investieren können/sollen.
      Wir haben mit Jahresbeginn auch ein kleines Taschengeld eingeführt und versuchen sie nun so nach und nach an die Sache heranzuführen.
      Sie scheinen das mit Interesse zu verfolgen, denn von beiden hörte ich schon mehrfach die Aussage: “Ach, das spare ich lieber, dann habe ich später mehr…!” 🙂 Darauf kann man doch aufbauen, oder?! 😉

      Zusammengefasst: Es ist schwer, den Kindern manche Dinge und Werte vorzuleben, die man selber erst gerade lernt. Aber die Weichen sind gestellt. Wir nehmen Fahrt auf…

      Danke nochmals für Deinen Kommentar und viele Grüße
      Steffen, der Pionier

  5. Hallo Leute!
    Wow, kaum ist der Beitrag online (danke an den Maschinisten!), sind auch schon so viele Kommentare zu lesen. Herzlichen Dank an alle bis hierhin. Selbstverständlich werde ich auch auf jeden einzelnen Kommentar eingehen – wenn Ihr mir noch etwas Zeit lasst… “homeschooling” (was für ein Sch…-Wort!) bringt meine Prioritäten grade etwas durcheinander… 😉
    Bis bald also und viele Grüße
    Steffen, der Pionier

  6. Hallo @steffen,

    Willkommen in der Community. Für Verbesserungen ist es nie zu spät.

    Viele gute punkte sind schon in den vorherigen kommentaren genannt, denen ich mich nur anschließen kann.

    Ein Punkt, den ich dir gern mitgeben möchte ist:

    Kleine Etappenziele setzen.

    Hilft in vielen Themen dran zu bleiben und kleine Erfolgserlebnisse motivieren ungemein, ob beim Schuldenabbau, Investitionen, Sport, Alltag.

    Auf deinen konkreten Fall bezogen kann das sein:
    – am Monatsende x Euro zur Sondertilgung nutzen
    – bis zum WE einen Blogartikel zu Oldtimern schreiben
    – KfW Kredit bis Quartal xy auf <30k drücken

    Das finde ich greifbarer als z.b. "Schulden verringern"

    Als zweiten Punkt würde ich noch schauen an welchen Positionen in deiner Situation du den größten Hebel für positive Änderung hast.

    Hier kann man gut priorisieren, z.b. teure und unnötige Versicherung in 20min kündigen und dafür viel Geld sparen.

    Es hilft oft nicht zu vielen Themen auf einmal aufzumachen, sondern lieber weniger nach und nach erfolgreich abschließen.

    Für so ein strukturiertes vorgehen hast du mit deiner Ausbildung und Erfahrung ja die beste Basis.

    VG
    Der Ingenieur

    1. Hallo Ingenieur,

      ja, das stimmt. Diese kleine Ziele einzubauen, könnte interessant sein. Das werde ich mit meiner Frau beim Feintuning der Finanzübersicht diskutieren, ob wir da nicht Markierungen setzen wollen.

      Du hast leider (auch im positiven Sinne gemeint) recht damit, wenn Du sagst, meine Ausbildung und Erfahrung würden so ein strukturiertes Vorgehen fördern. Ich könnt heulen, wenn ich daran denke, wie lange ich dieses Wissen so gut wie gar nicht im privaten Bereich eingesetzt habe.
      Aber Heulen bringt nix. Wir schauen nach vorn! 🙂

      Viele Grüße zurück und nochmals vielen Dank
      Steffen, der Pionier

  7. Hallo Steffen,

    vielen Dank fürs Teilen deines Lebenswegs und deiner Entwicklung zum Freiheitskämpfer.

    “..weil sie begeisterte Näherin mit allerlei Equipment ist.”

    Dazu fällt mir die Verkaufsplattfrom etsy.de ein. Gerade wenn sie Spaß an der eigenen Herstellung von Dingen hat, kann man sie über die Plattform gut verkaufen. Dazu gibt auch sehr viele Videos bei Youtube, die einen guten ersten Eindruck vermitteln und Hilfestellung geben können.
    Wenn man die richtige Nische findet, sicher eine gute Option, ohne ein großes Risiko oder Invest beim Start.

    Da du anscheinend in der Oldtimerecke aktiv bist und ich vermute da auch ein gewisses Expertenwissen hast, könnte das auch ein Ansatzpunkt für weitere Geldquellen sein. Aber auch die Idee mit einer Webseite/Blog finde ich gut.

    Viel Erfolg und Grüße
    Bananenrapper

    1. Hallo Bananenrapper! (wie kommt man auf so einen coolen Nickname?! 😀 )

      Ja, stimmt. Auch in diesem Bereich haben wir uns bereits Gedanken gemacht. Von dieser Verkaufsplattform haben wir allerdings noch nie was gehört. Die werden wir, naja, hauptsächlich eher sie, uns mal anschauen. Danke für diesen interessanten Hinweis.

      Und nochmals “ja” in Bezug auf die Oldtimerei. Gestartet sind wir in 2005 mit dem Vorsatz, ein nicht-kommerzielles Treffen zu veranstalten. Nach nunmehr fast 100 Treffen (sechs bis sieben pro Jahr bisher) denke ich da etwas anders. Ich glaube, das habe ich ja im Eingangstext erwähnt. Ideen sind – wie gesagt – vorhanden. Die Grundidee als solche muß ja nicht komplett umgekrempelt werden.
      Die Internetseite wird grade von Grund auf renoviert. Das ist eine umfangreiche Arbeit. Wenn das getan ist, legen wir los, die Themen umzusetzen.
      Vielleicht interessiert das den ein oder anderen von Euch ja dann auch… 🙂

      Herzlichen Dank für Deinen Input und viele Grüße
      Steffen, der Pionier

      1. Hallo BananenRapper!

        Von dieser Plattform “Etsy” habe ich natürlich schon gehört. Vorgänger von “Dawanda”, die bekanntlich pleite gegangen sind.
        Auf “Etsy” ist jeder unterwegs und nur die Erfolgreichen kommen weiter bzw. erwirtschaften vielleicht etwas daraus. Aktuell gehöre ich zu denen nicht, da ich die Nische noch nicht gefunden habe. Da sehe ich aktuell meinen Zug abgefahren.
        Ich kann da eventuell etwas erreichen, da auch der Sonnenschutz zu meinem Metier gehört, aber auch hier muss man sich etablieren. da hilft “Etsy” nicht.

        Vielen Dank für diesen Tipp. Dieser ist wohlwollend angekommen und ist auch nicht ausser acht gelassen.

        Viele Grüße
        Ya2Unikat

  8. Hallo Steffen,
    danke für den offenen und ehrlichen Bericht.
    Ich war vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation (allerdings deutlich jünger) und mir hat folgendes geholfen:

    1. Fixkosten minimieren; Unnötiges kündigen und alles notwendige optimieren. Diese kosten musst du kennen und kannst relativ schnell beziffern.
    2. Direkt wenn das Gehalt kommt Sparrraten um bzw. wegbuchen. In deinen Fall die Kreditraten auf ein seperates Konto.
    3. Notgroschen würde ich auf jeden Fall ansparen aber prinzipiell erstmal die Schuldenlast ordentlich drücken. Alles was man sparen kann, denn ohne Schulden wirst du dich viel freier fühlen. Fange direkt an, den teuren Konsumentenkredit sonderzutilgen.
    4. Einkommensquellen überrpüfen und erschließen. Damit nimmst du mehr Geschwindigkeit auf.
    5. Kapital für die Rente aufbauen wird schwierig aber nicht unmöglich. Da kommt auch deine Frau ins Spiel. Nach dem Notgroschen und Schuldentilgung ist das dritte Standbein der Kapitalaufbau. Mach bei einem günstigen Broker ein Depot und bespart einen ETF auf den MSCI World. Sparrate so hoch wie möglich.

    Du wirst sehen, wenn sich das alles mal eingespielt hat und Fortschritte zu erkennen sind, macht die ganze Optimierung auch wirklich Spaß und es wird kein Zwang sein. Es ist nie zu spät, um Dinge zu verbessern.

    Viel Erfolg! Ihr könnt das schaffen.

    1. Hallo “Stuttgart-Rocker” 😉

      Ich gehe davon aus, daß Du die Situation zum Guten gemeistert hast. Dazu meinen Glückwusch. Du bist ein weiteres Beispiel, welches uns Mut macht. Vielen Dank hierfür.

      Zu den einzelnen Punkten:
      1.) das wird das schon mehrfach erwähnte Feintuning unserer Finanzübersicht ergeben. Ich will Euch mit ständigem Wiederholen ja auch nicht langweilen… 😉
      2.) kannst Du mir das näher erläutern? Welchen Zweck hat die Umbucherei?
      3.) ja, das ist ein echter Spagat. Einerseits die Schulden schnellstmöglich loswerden, andererseits aber auch darauf achten, daß ein Notgroschen (grad bei Hausbesitzern sollte es wohl eher ein “Nottaler” sein (kleins Spässle… 😉 ) vorhanden ist. Ich denke, hier müssen wir irgendwie zweigleisig fahren. Wir fangen einfach mal an und schauen dann, wie uns die gewählte Verteilung behagt.
      4.) da sind wir bereits dran.
      5.) das Depot ist eröffnet und erste kleine Beträge fließen drauf. Auch hier kommt wieder unser Feintunig… (Ihr wisst schon…) ins Spiel…

      Vielen Dank für Deine “Optimismus-Spritze”! DAS ist mal eine wertvolle Impfung! 🙂

      Viele Grüße
      Steffen, der Pionier

      1. Zu Frage 2):
        Es ist wie bei eine Diät, „Was nicht da ist, kann nicht gegessen werden.“. Wenn du direkt nach Gehaltseingang deine Sparrate umbuchst, kommst du nicht in Versuchung, dieses Geld auszugeben, weil der Kontostand kein Fingerjucken verursacht …

  9. Das Eigenheim wird dich ärmer und nicht reicher machen. Mache blos nicht wieder diesen Fehler und gebe dein Geld gleich wieder für Konsum aus.
    Wohne weiterhin zur Miete und lege dein Geld gewinnbringen an (ETF).

    1. Hallo Chris,

      danke auch Dir für Deinen Kommentar.
      Allerdings beschleicht mich das Gefühl, daß Du meinen Eingangstext nicht ganz gelesen hast – ohne daß ich Dir was unterstellen will.
      Daraus geht meiner Meinung nach hervor, daß das Haus meine Altersvorsorge (da vermieteter Anteil) sein wird.
      Daß ich nicht weiter Geld für Konsum ausgeben will, sollte auch deutlich geworden sein.
      Nach dem Kauf einer Immobilie vor gut zwei Jahren werden wird Deinen letzten Rat allerdings sicher NICHT befolgen. Miete wird es zu zahlen keine mehr geben. Einzunehmen dagegen schon. Und – wie schon mehrfach erwähnt – fließen die ersten Beträge in einen ETF.

      Trotzdem nochmals danke für Deinen Input und viele Grüße
      Steffen, der Pionier

  10. Hi Steffen,

    das liest sich doch schon recht gut. Du bist dir deiner finanziellen Situation voll bewußt, hast Änderungen vollzogen, möchtest noch mehr tun und bittest hier bei der Freiheitsmaschine um weiteren Input.
    Es wurden in den Kommentaren schon recht viele Vorschläge gemacht. Habe aus meiner Sicht nur einen Punkt zu ergänzen: Bei aller Finanzoptimierung bitte nicht vergessen, zu leben. Du lieferst das Beispiel deines Kollegen ja gleich mit, der einen schweren Schlaganfall hatte.
    Nur weil du meinst, in der Vergangenheit viele Fehler gemacht zu haben, bedeutet das nicht, dass du und deine Familie jetzt volle Kanne alles nur in die Finanzoptimierung investieren solltest. Vielleicht gewinne ich den Eindruck aber auch nur, weil dein Beitrag sehr “finanzlastig” ist und womöglich vorhandene Freizeitaspekte außen vor läßt.
    Falls dahinter auch etwas die Angst steckt: “Ich möchte ab jetzt alles richtig machen.”: Oftmals weiß man in der Gegenwart nicht, was von dem, das man gerade macht, ein Fehler ist. Das kann man erst in der Rückschau sagen. Und auch dann sollte man bedenken, dass man damals eben so entschieden hat, basierend auf dem damals zur Verfügung stehenden Wissen und der Erfahrung von damals.
    Das wichtigste ist daher aus meiner Sicht, dass du den gut bezahlten Job behältst. Damit meine ich, dass du auch Zeit für deine Gesundheit einplanst für die nächsten Jahre bis zur Verrentung und dich nicht zu sehr in Nebenjobs verausgabst und dich damit dem Risiko aussetzt, den gut bezahlten Job zu riskieren.

    1. Hallo Radoslaw,

      da ist er ja! Derjeinge, der an das Leben und es zu leben erinnert hat! 🙂

      Ja, ein wichtiger Aspekt, den wir nicht aus den Augen verlieren dürfen.
      Als optimistischer Realist glaube ich jetzt mehr denn je, daß wir in der Lage sind, unsere Situation – auch dank Euer aller Hilfe! – richtig einzuschätzen und aus unseren Fehlern die passenden Schlüsse zu ziehen. Sicher sind wir auch in Zukunft nicht davor gefeit, weitere Fehler zu machen. Aber wir können immerhin versuchen, sie zu minimieren. Und einmal gemachte Fehler möchte ich nicht unbedingt wiederholen…

      Nicht nur die Kinder geben den Antrieb, das Leben zu leben. Mir fallen da spontan noch einige andere Dinge ein, die gemacht oder erlebt werden wollen. Ich denke, das kriegen wir gut unter einen Hut.

      Ja, meine/unsere Arbeit ist das, was die Grundlage für das alles schafft. Sie zu erhalten ist erstes Ziel. Alles andere baut darauf auf. Das vergesse ich nie. Und nicht nur deswegen fahre ich jeden Morgen dankbar und mit einem Lächeln auf den Lippen zur Dienststelle. Und das schon seit fünf Jahren. 🙂

      Danke für Deinen wichtigen Kommentar, Radoslaw, und viele Grüße
      Steffen, der Pionier

  11. Hi Steffen,
    es ist schon viel gesagt worden bisher. Was beim Geld reichen oder nicht reichen letztlich zählt, sind die Zahlen. Du hast einige genannt, andere für die Prognose einer ausreichenden Altersversorgung fehlen.
    Deshalb nur zwei Ideen von mir:
    (1) Bis zum gesetzlichen Rentenbeginn seid ihr mit Job und Gehalt safe. Für danach gibt‘s keine Zahlen. Welcher Rentenanspruch besteht? Das lässt sich durch einen Beratungstermin bei der gesetzl. Rentenversicherung herausfinden und ziemlich genau prognostizieren. Dann kann man planen, wie die Lücke zu schließen ist.
    (2) Als Oldtimer-Fan hast du bestimmt ein paar Schmuckstücke in diversen Scheunen stehen. Das sind in der Regel wertbeständige Assets. Hast du eine Wertvorsellung davon?

    Viel Erfolg!

    1. Hallo Felix (der von “vorhin”?) 🙂

      Ja, es kann sein, daß Du mit Deiner Annahme recht hast. Die Altersvorsorgeansprüche habe ich im Eingangstext vernachlässigt, vielleicht sogar unterschlagen. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich während der langen Selbständigkeit einfach keine aufgebaut habe. Mein Rentenbescheid sagt was von knapp €400,-, der meiner Frau ca. €1.400,-. Dazu dann die Einnahmen aus der Vermietung der Wohnung. UND zwei Kinder, die für uns arbeiten gehen werden…. NEIN, das letzte natürlich nicht! 😀
      Tja, viel mehr ist es aus heutiger Sicht nicht. Nun wollen wir ja aber an dieser Situation noch massiv arbeiten und haben zehn (ich), bzw. 20 (meine Frau) Jahre Zeit bis zum jeweiligen Renteneintritt. Ich denke, da kann man wirklich noch was dran tun.

      Was die Scheunen, gefüllt mit teuren Schätzen, anbelangt, muß ich Dich (und mich auch… 😉 ) leider enttäuschen. Ich habe zwar einen Youngtimer, der wird aber in absehbarer Zeit nicht die große Summe bringen. Aber auch er wird im Zuge des Feintunings (…) kritisch betrachtet, ob es nicht Sinn macht, ihn wieder abzustoßen, um das zum Betrieb benötigte Geld anderweitig sinnvoller zu nutzen. Aber dann kommt Radoslaw wieder mit seinem “Leben” ins Spiel…
      Wie Du/Ihr seht, ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen…

      Danke nochmals für diesen neuen Aspekt
      Steffen, der Pionier

  12. Hi Steffen,
    auch ich möchte dir für deinen Text und deiner Offenheit danken, welches dazu führt, dass man sich “versucht” in die Situation des anderen zu versetzen und selbst wieder neue Gedanken und Ideen entwickelt.

    Es wurden schon viele Vorschläge von den Foristen genannt, die du für dich einmal bewerten solltest. Ich möchte noch zwei weitere einbringen, die aus meiner Sicht (besonders als Eigenheimbesitzer und Vermieter) nicht zu unterschätzen sind: 1. Liquidität und 2. Steueroptimierung

    1. Liquidität: Es wurden in vorherigen Kommentaren von weiterer schneller (Sonder-)Tilgung bereits gesprochen. Es geht mir aber auch darum, dass wenn etwas mit deiner Immo oder deinen Mietern sein sollte, du nicht sofort selbst in Schwierigkeiten gerätst und ggfs. einen weiteren Kredit aufnehmen musst.
    2. Steueroptimierung: Als Besitzer einer vermieteten Immobilie kann man viel Steueroptimierung in Form von Abschreibungen, Kosten und vielen anderen Formen betreiben, die deine bzw. eure zusammenveranlagte Steuerlast ggfs. erheblich mindern und somit zu einem weiteren Cash-Flow positiv beitragen könnten.

    Darum meine Fragen an dich: Wie hoch glaubst du sollte dein Notgroschen für deine Immo sein (damit meine ich nicht die Kaution deiner Mieter)?

    Wer macht dir jetzt die Einkommenssteuererklärung? Ein Steuerberater ist selbstverständlich gut. Meine Erfahrung ist aber auch, wenn man sich selbst um seine Steuern kümmert, dann fallen einem vor allem auch unterjährig neue Ideen/Lösungen ein. Man kann unwahrscheinlich viel im Netz darüber an Wissen frei lernen und auch hier im Forum sind diverse Steuerpros unterwegs. Es gibt mittlerweile Softwaren für die private Steuererklärung, die sogar richtig Spaß machen.

    LG und viel Erfolg

    1. Hallo Frank Freedom,

      danke Dir für die zwei Punkte, die ich mal versuche zu beantworten:

      zu 1.) meine Frau und ich haben uns zum Ziel gesetzt, ca. €10k – €15k als Notgroschen zur Verfügung zu haben. Damit sollten die dringensten Dinge, sollte mal was passieren, zu erledigen sein.

      zu 2.) im Moment macht die StErkl noch ein StB. Wobei die EKSt bei mir wegfällt, da meine Einkünfte netto wie brutto sind. Ab diesem Jahr wollen wir die Erkl tatsächlich selbst machen. Du hast recht: So schwer wird das bei den paar Kröten bei uns nicht sein… 🙂 Ich hoffe, ich verursache jetzt damit keinen Aufschrei des Entrüstens bei den hier anwesenden Vertretern dieser ehrbaren Zunft! 😉

      Danke nochmals für Deinen Input, Frank und viele Grüße
      Steffen, der Pionier

      1. > Wobei die EKSt bei mir wegfällt, da meine Einkünfte netto wie brutto sind.

        Was bedeutet das genau? Liegt das an deinem Job bei der Bundeswehr?

  13. Hallo Steffen,

    vielen Dank für deine offenen Worte.
    Respekt vor deinem tollen Lebenswandel und den Mut Dinge grundlegend zu ändern.

    Gruß
    Roland

  14. Hallo Steffen,

    wow, du hast ja echt schon etwas erlebt. Ich finde es toll, dass du deine Begabung entdeckt hast und damit noch eine gut bezahlte Tätigkeit gefunden hast. Für mich sieht die Ausgangssituation also schon mal ganz gut aus.

    „Vielleicht schaffen wir es vor allem, unseren Kindern so viel mitzugeben, daß diese selbst so früh wie möglich auf die Idee kommen, ihr Geld für sie arbeiten zu lassen.“

    Nicht nur das, man sollte ihnen mitgeben, dass sie immer an sich arbeiten sollten und möglichst viele Fähigkeiten erlernen sollten. Damit können sie ihre Lebensqualität, ihr Einkommen und ihre Freiheit entscheidend verbessern.
    Der Superskill ist nach meiner Meinung Kommunikation mit anderen Menschen. Das benötigt man insbesondere wenn es mal nicht so gut läuft, z.B. im Krankenhaus oder in der Kommunikation mit Ämtern/Krankenkassen/Anwälten. Natürlich kann man das auch bei der selbständigen Arbeit ständig gebrauchen. Ich sehe das in meinem Leben jeden Tag aufs neue.
    Der Wille zu lernen und zur Selbstreflexion (und auch über die Ratschläge anderer nachzudenken) ist ein weiterer entscheidender Faktor und genau das lebst du ihnen ja gerade vor, indem du dich an die Freiheitsmaschine gewandt hast.

    Bei eurem finanziellen Setup fällt mir direkt auf, dass ihr nicht diversifiziert seid. Das Haus ist ein gehebeltes Klumpenrisiko (weil auf Kredit gekauft). Mein Weg wäre das also nicht gewesen. Ich hätte das Haus nicht gekauft.
    Aber das ist nur meine Meinung und ich habe verstanden, dass ein Verkauf für euch nicht in Frage kommt. Man kann bestimmt auch aus eurem Setup etwas gutes machen.
    Ich würde an deiner Stelle versuchen so viel wie möglich handwerklich an dem Haus selbst zu machen und auch so viel wie möglich über Hausrenovierung zu lernen. So wie in „Early Retirement Extreme“ der „Renaissance Man“ beschrieben wird.
    Nebenbei Gewerbe aufbauen finde ich wichtig. Das kannst Du eventuell bis zum Aussscheiden bei der Bundeswehr ausbauen, so dass Du danach weiter arbeiten kannst. Du hast dafür 11 Jahre Zeit, das ist doch mehr als komfortabel. Das Ziel sollte hier sein jedes Jahr ein Gewinn- / Umsatzwachstum zu erzielen.

    Der Plan mit den Oldtimer Treffen und der Webseite gefällt mir auch gut. Ich würde hier darauf achten, dass der Webseiten-Profi, der ja kostenlos hilft auf jeden Fall in irgendeiner Form beteiligt wird, sobald ihr damit Geld verdient (das kann auch eine Einladung zum Essen sein). Nach meiner Meinung lohnt es sich immer fair zu bleiben und demjenigen der einen Beitrag geleistet hat etwas abzugeben.
    Der Konsumentenkredit muss nach meiner Meinung zuerst zurückbezahlt werden. 3,5% ist zu teuer. Auch die Hausfinanzierung kommt mir nicht sehr günstig vor. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es eine 100% Finanzierung ist. Normalerweise bekommt man bei guter Bonität unter 1% und deine Bonität mit gesichertem Nettoeinkommen von 50k müsste eigentlich ganz ordentlich sein.

    Schöne Grüße
    Max

    1. @Max

      Der Superskill ist nach meiner Meinung Kommunikation mit anderen Menschen. Das benötigt man insbesondere wenn es mal nicht so gut läuft, z.B. im Krankenhaus oder in der Kommunikation mit Ämtern/Krankenkassen/Anwälten. Natürlich kann man das auch bei der selbständigen Arbeit ständig gebrauchen. Ich sehe das in meinem Leben jeden Tag aufs neue.”

      Kannst du ggf. Tipps geben , in wie weit man sich im Themengebiet “Kommunikation” verbessern kann? Du schreibst du siehst das in deinem Leben jeden Tag auf neue. Kannst du dazu einige Beispiele nennen?

      Da ich ein eher introvertierter Mensch bin, liegt mir das Thema sehr am Herzen. Ich würde gerne ein kommunikativer Mensch werden. Allerdings wird meine Introvertriertheit immer mit Schüchternheit gleichgesetzt und das ist im Karrierekontext eher negativ

      1. Hallo Sonny,

        ich bin eigentlich auch eher introvertiert, deshalb bin ich bestimmt damals in der IT gelandet. Im Laufe meines Lebens hat sich das etwas geändert, mit dem Alter sind die Hemmungen gefallen.

        Mir hat am meisten ein Buch geholfen, das “Smalltalk” oder so ähnlich hiess. Man muss es nicht unbedingt lesen, aber die Quintessenz daraus war, dass Smalltalk nicht sinnlos oder flach oder dumm ist, sondern einen Sinn hat. Man schafft eine gute Atmosphäre mit seinen Mitmenschen. Es wurde empfohlen Smalltalk zu üben wann immer es geht. Ich war damals vielleicht 30 Jahre alt und als IT-Berater in einem DAX 30 Konzern unterwegs. Dort habe ich dann also jeden Tag im Fahrstuhl Smalltalk geübt. “Sie haben aber eine schöne Uhr”, “Wiedermal ganz schön nass draussen, und Sie sind also trotzdem mit dem Fahrrad gekommen?”, usw.

        Es war unglaublich wie sehr sich die angespannte, genervte Atmosphäre in eine nette kleine Unterhaltung geändert hat.

        Manchmal trifft man diese Leute dann in einem Meeting wieder und das ist dann natürlich schonmal ein Vorteil.

        Ich habe während des Studiums und auch später Rhetorikbücher gelesen, das kann man machen, muss man aber auch nicht zwingend.

        Das Smalltalk Buch habe ich leider nicht mehr. Ich verleihe oftmals meine Bücher und sie kommen nicht immer zu mir zurück :-). Folgende Bücher finde ich zusätzlich lesenswert, alles Klassiker, die man bestimmt günstig gebraucht erwerben kann:
        – Das Havard-Konzept von Roger Fisher, u.a.
        – Wie man Freunde gewinnt – bescheuerter Titel aber das Buch ist nicht bescheuert – von Dale Carnegie
        – Sorge dich nicht – Lebe! – nochmal ein total bescheuerter Titel – auch von Dale Carnegie
        – Influence – The Psychology of Persuasion

        Beispiele:

        Ich bin selbständiger Berater und betreue auch Junior Berater. Ich kommuniziere ständig mit meinen Kunden – arbeite ja täglich mit ihnen zusammen. Dort denke ich, dass die halbe Miete ist, dass die Kunden gerne mit mir zusammen arbeiten, die andere Hälfte ist dann die Leistung, die man bringt. Bei den Juniors ist es natürlich auch so, dass man auch mal korrigierend eingreifen muss. Dann ist es natürlich wichtig das auf eine positive Art rüberzubringen, sonst ist das ja demotivierend.

        Beim Arzt oder im Krankenhaus: Ich hatte oftmals den Eindruck, dass ich eine bessere Behandlung als andere Patienten bekommen habe, da ich gezielt Fragen stellen kann und auf eine freundliche Art kommunizieren kann. Da ist das Gegenüber halt zugänglicher – Ich bin übrigens gesetzlich krankenversichert.

        Wenn ich etwas zu Essen hole, halte ich immer schön Smalltalk oder im Taxi oder in der S-Bahn. Man gewinnt dadurch Kontakte und ich habe oftmals ein nettes Extra bekommen. In der S-Bahn habe ich tatsächlich ernsthafte geschäftliche Kontakte kennen gelernt.

        Bei Verwandten habe ich das Gegenteil gesehen. Sie sind am Telefon etwas unbeholfen. Die Gespräche mit Ämtern usw. laufen dort ganz anders. :-/ … Das ist natürlich ungerecht, denn diese Personen sind keineswegs dumm. Sie sind nur nicht gewöhnt mit fremden Menschen zu kommunizieren.

        Das ist das, was mir spontan einfällt.

        Schöne Grüße
        Max

        1. Beeindruckend und ein sehr wichtiger Skill, ich würde mich auch eher als introvertiert sehen. Meine Umgebung aber vermutlich nicht… Wenn ich die Leute kenne und sie mich interessieren, also Kollegen, Freunde, Bekannte dann habe ich meistens gefühlt 70% Redeanteil…

          Das Problem dabei ist allerdings, dass ich die Leute erstmal kennen und interessant finden muss, das schaffen leider nicht so viele… – und diese Aussage/ Art wirkt dann auch schnell arrogant.
          Ich habe auch keine “sozialen Hobbys”, wie Vereinssport oder so und leider sind auch meine Kollegen alle älter und haben Familie, sind also auch nicht die Leute mit denen man sich mal aufn Wasser treffen würde…
          Und 70% Redeanteil ist halt auch iwie nicht so gut, hab schon mehrfach im Bezug auf Netzwerken gelesen, dass man eher so Richtung 30% gehen sollte und den anderen Reden lassen soll, demnach wären alle meine Kontakte bessere Netzwerker als ich ^^

          Smalltalk in der Bahn mit Fremden ist für mich auch ne extreme Form,die mich mega Überwindung kosten würde. Davon abgesehen, dass die meisten eh Kopfhörer oder Handyfokus haben.

          Die Bücher kenn ich und kann ich auch uneingeschränkt empfehlen nur löst dass irgendwie nicht meine Blockaden/Probleme…

        2. Hast du mal darüber nachgedacht, ein Ehrenamt – egal wo – anzunehmen? Thema ja eigentlich egal, irgendwas wirst du schon finden, was dich anspricht, und Freiwillige werden immer gesucht, Ehrenamt will ja keiner mehr machen… So erweitert man sein Netzwerk, hat neue Kontakte und mit denen dann auch gleich ein Thema zu besprechen, was den Einstieg erleichtert.

        3. Sorry war nicht angemeldet deswegen ist das untergegangen.
          Hab ich tatsächlich nicht. Aber sehr interessanter Ansatz, ich werde ich mal in meiner Umgebung damit beschäftigen! -danke!

    2. So, jetzt wird’s Zeit, daß ich weiter antworte, sonst wird’s irgendwann zu viel.

      Wow, Leute! So viele Antworten! So viele fundierte Antworten mit Tiefgang und Gehalt! Unglaublich! Toll! Herzlichen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen. Jetzt müssen wir ja nur noch was draus machen, stimmt’s 😉
      Nun, immerhin hat meine Frau jetzt auch begonnen, diesen Fred zu lesen und ist ob der Aussagen begeistert. Vielleicht meldet sie sich sogar selbst noch an… nein, das sollte als Lob, nicht als Drohung aufgefasst werden… 😉

      Aber nun genug des Lobs. Nicht daß Ihr noch abhebt! 😉

      Max ist der erste in der Reihe derer, denen ich noch nicht geantwortet habe…

      Danke auch Dir, Max, für diese ganz neue Aspekte.
      Auch hier stimme ich voll und ganz zu. Auch ich war/bin nie der Mittelpunkt einer Gesellschaft. Eher der Beobachter am Rande. Trotzdem bin ich willens und in der Lage mich einzubringen, wenn ich es für nötig erachte. Meine Ausbildung hat mir den Schrecken davor genommen, vor größerem Publikum aufzutreten und einen Standpunkt zu vertreten oder Anweisungen zu geben. Nun ja, das bringt der Beruf eben so mit sich. Ich bin dankbar dafür, daß es so ist.
      In allen Bereichen des Lebens wird kommuniziert. Selbst wenn nicht kommuniziert wird, wird kommuniziert. Das zu erkennen und sich daran aktiv zu beteiligen ist in vielen Situationen nicht so leicht. Die Anonymität des Internets macht hier viel möglich. Daraus kann man auch einige Fähigkeiten ins “rwale” Leben ableiten. Aber auch hier gilt: Man muss es TUN.

      Weitere Punkte, die Du, Max, aufgezählt und kommentiert hast, sind die

      • Selbstreflexion
      • Diversifikation und
      • handwerklich Arbeiten

      Alle drei Bereiche haben wir auf dem Schirm. Gut aber, daß wir auch hier erneut daran erinnert werden.
      Sich selbst zu hinterfragen und nicht allen anderen um sich herum die Schuld an einem Zustand zu geben, ist aus meiner Sicht für die Entwicklung eines Menschen ziemlich wichtig. Auch meine Kinder fangen an, dies so langsam (gaaaaanz langsam) zu verstehen.

      Danke auch für Deine Rückmeldung betreffend der Internetseite. Absolut richtig: Der Profi bekam von mir direkt im ersten persönlichen Gespräch angeboten, “wenigstens” einen Werbebanner auf unserer Seite zu schalten. Eigentlich selbstverständlich…
      Möglichkeiten darüber hinaus bestehen natürlich auch.
      Ich bin gespannt, wie das Endprodukt aussehen wird. Ich werde bei Gelegenheit dann mal einen Link einstellen.
      Zum Thema Kredite werde ich nachher bei der Antwort auf das Entchen näher eingehen… *stöhn* 😉

      Also nochmals vielen Dank an Dich, Max, und viele Grüße zurück
      Steffen (den Pionier lasse ich ab sofort weg…)

  15. Hallo @Pionier,
    Respekt vor deiner Offenheit und Ehrlichkeit und dem dazugehörenden Mut! Ich denke, ihr seid schon auf einem guten Weg, die Weichen sind gestellt, nun muss das Ganze ins Rollen kommen. Erst mit einiger Zeit wird man die ersten Ergebnisse sehen.
    Ihr habt schon viele gute Tipps bekommen.
    Ich möchte noch etwas zu dem Aspekt Nebeneinkünfte durch Näharbeiten und Ebay-Verkäufe sagen.
    Als dilettantische Hobby-Näherin, talentiertere Strickerin und Mitgesellschafterin eines Startups im DIY-Bereich kann ich dir sagen, dass für Näharbeiten u.ä. weder bei Etsy noch auf dem Weihnachtsmarkt im Nachbardorf Kostendeckung möglich ist, schon gar nicht wahre Gewinnerzielung, wie es euer Anliegen ist. Deine Frau sucht keine Beschäftigungstherapie, sondern eine möglichst sprudelnde Einnahmequelle! Da müsst ihr größer denken – Nähkurse, Schneiderarbeiten für festen Kundenstamm (zum Beispiel suchen Menschen mit „Sondergrößen“ oft jemanden, der passgenaue Kleidung näht; Promis oder andere in der Öffentlichkeit stehende Menschen suchen ebenfalls nach einem Partner, der einem unkompliziert Kleider für regelmäßig wiederkehrende Anlässe näht), vielleicht in der Requisite der nächsten Oper/Theater in Teilzeit/450 € – Job anheuern, großer Trend in Zeit von Minimalismus/Umweltbewusstsein: Ausbesserungsarbeiten für Privatleute mit wenig Zeit & großem Geldbeutel.
    Ihr seid internetaffin und habt Erfahrungen, vielleicht ist auch ein entsprechender Blog möglich mit Anleitungen auf YouTube? Schaut euch das einmal an, es benötigt natürlich wahnsinnig viel Arbeit und Aufwand, um einen Bekanntheitsgrad zu erreichen, mit dem man dann gute Einnahmen erwirtschaften kann.
    Fraglich ist auch, ob es günstig ist mit akutem Bandscheibenvorfall so viele Stunden an der Nähmaschine zu sitzen…

    Zum Thema Ebay: Als Studentin mit sehr teurem Hobby hatte ich mir den Namen eBay-Queen bei Freunden gemacht. Für die Käufer lohnt es sehr! Aus heutiger Sicht, als Berufstätige mit gutem Einkommen und wenig Freizeit, lohnt es sich wenig. Es ist nur ein besseres Gefühl, als die Sachen weg zu schmeißen.
    Ich habe im letzten Jahr zu Hause sehr viel aufgeräumt, aus einer ähnlichen Motivation wie ihr. Ich habe den Plunder nach und nach verhökert. Das meiste lief nur mittelmäßig, einiges gar nicht, weniges super gut. Den Rest werde ich nächstes Wochenende zu momox schicken beziehungsweise verschenken. Hier zählt, schnelles Geld ist gutes Geld. Man darf nicht so viel Energie in den Verkauf investieren (Inserate, Fotos, Kommunikation), dann noch alles einzeln verpacken und zur Post bringen verschlingt zu viel Zeit und Energie. Daher können Ankaufsportale mit geringem Ankaufspreis unterm Strich doch lukrativ sein.

    Verzettelt euch nicht in Kleinigkeiten, arbeitet erst die großen Posten ab.
    Kleinvieh macht ganz klar auch Mist, das sehe ich aber eher als Kür.

    1. Hallo Yakari,

      wie ich vorhin andeutete, hat meine Frau nun auch begonnen, diesen Fred zu lesen. Sie hat mittlerweile auch Deine Antwort gelesen. Diese Antwort und Deine Meinung lässt sie nun sogar darüber nachdenken, sich selbst hier anzumelden. 🙂
      @ Maschinist: Die Vermittlungsprovision geht dann also an Yakari. 😉

      Vielen Dank jedenfalls zunächst mal “nur” von mir für Deine Anregungen. Ich denke, meine Frau wird sich hier auch nochmal zu Wort melden.

      Viele Grüße
      Steffen

    2. Hallo Yakari!

      Ich gebe Dir sowas von Recht…!!!

      Die Nähszene ist etwas mehr als ausgelutscht. Und das ist noch nett ausgedrückt.

      Und an die Personen mit besonderer Größe heran zu kommen ist schwer und kann ich auch nicht.
      Ich habe zwar alles bzgl Gardinen von der Pike auf gelernt, aber alles andere habe ich mir selbst beigebracht.
      Aktuell gehe ich da in mich und weiß noch nicht so recht was ich machen möchte/kann/will.

      Kreativ gesehen möchte ich viel bewegen, aber dazu muss der Fuhrpark funktionieren. Ach ja, meine Gesundheit auch. Das dauert wohl noch.

      Ich mochte und will meinen Pionier da unterstützen … voran kommen … weiter kommen … usw … usw … na Du weißt schon, aber ich werde da gehemmt.

      Viele Grüße

      1. Hey, ich denke, das wichtigste ist momentan deine Gesundheit wiederherzustellen.
        Vielleicht kannst du testweise anbieten Gardinen zu nähen (z.B. über EBay Kleinanzeigen). Momentan hocken durch Corona alle Zuhause und verschönern ebendieses. Vielleicht wäre das zunächst die einfachste zusätzliche Einnahmequelle. Mit der Zeit wirst du dann (d)eine Nische finden, oder die Nische findet dich!
        LG

  16. Hallo Steffen,
    Vielen Dank dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst.

    Vorweg:
    Erstmal vielen Dank für deinen Dienst und deinen Einsatz bei der Bundeswehr und damit für uns alle.

    Ich finde neben allen finanziellen Dingen, ist eines der wichtigsten Dinge und das höre ich in deinem Beitrag raus, dass du mit deiner Frau ein Team bildest. Das ist neben der Gesundheit das Wichtigste.

    Was das Finanzielle angeht bis du auf einem sehr guten Weg und die anderen haben ja schon super Tipps gegeben, sodass mir nicht mehr viel ergänzend einfällt.

    Freiheitskämpfer sein ist eine Lebenseinstellung! Egal wann man startet, es ist nie zu spät sich Optionen zurück zu holen oder seine Optionen zu verbessern.
    LG

    1. Super Beitrag vom Maschinisten, trifft es genau. Aber auch von den anderen, tolle Hinweise. Sorry ich hatte das mit den Konsumschulden ganz übersehen bzw. irgendwie falsch verstanden( hatte den Artikel unterwegs auf dem Handy gelesen) Ich finde Konsumschulden und Hauskredit auch risikoreich.

      Eine Sache die mir noch ergänzend zu den bereits erwähnten Punkten zum Thema Versicherungen ganz konkret einfällt wäre:
      Vielleicht sichert ihr euch gegenseitig mit einfachen Risikolebensversicherungen ab. Damit da in der „heißen Phase“nicht einer allein mit den ganzen Verpflichtungen alleine darsteht(was keiner hofft und hoffentlich nie passiert). Vielleicht eine mit fallender Versicherungssumme die gleichzeitig mit den Verpflichtungen abgesenkt wird.
      Ansonsten bei Versicherungen auf Kranken- und Haftpflicht sowie die KFZ Pflichtversicherung beschränken.

      Alles Gute und halt uns auf dem Laufenden

      1. …danke auch hier für die ergänzenden Hinweise zu den Versicherungen. Unser geplantes Feintuning (…) wird auch hier Entscheidungen folgen lassen.

    2. Hallo Judge,

      wow, sowas bekommt ein deutscher Soldat und Offizier eher selten zu lesen oder zu hören. Im Inland so gut wie nie. Die Deutschen sind hier (leider) einfach anders – was aber kein Vorwurf an die anderen Foren-Teilnehmer hier sein soll.
      Jeder hat seine Aufgabe und macht sie sicher so gut wie möglich. Größtenteils sicher auch mit Herzblut. So ist das, was ich tue, nichts herausragendes…
      Ganz herzlichen Dank trotzdem für Deine Erwähnung.

      Die weiteren drei Punkte kaufe ich unkommentiert. Deine Aussagen stehen für sich und bedürfen keiner weiteren Worte.

      Herzlichen Dank für Deine Antwort und viele Grüße
      Steffen

  17. Hallo Steffen,
    zu allererst möchte ich mich den lobenden Worten und guten Wünschen meiner Vorkommentatoren anschließen, gleichzeitig aber ohne große Umschweife mich an der Beantwortung Deiner Fragen und etwas hoffentlich konstruktiver Kritik versuchen. Ich hoffe, das nimmst Du mir nicht krumm, denn ich bin selbst nach dem unausgesprochenen Motto “nicht geschimpft ist Lob genug” aufgewachsen, und das färbt natürlich ab. 🙂
    Um Deine Fragen en Detail beantworten zu können, fehlen leider noch so einige Angaben, einige hast Du ja schon in Deinen Antworten auf Kommentare ergänzt.
    Was mich noch interessieren würde:
    – Die 400,-€ Rente bei Dir und 1.400,-€ bei Deiner Frau sind vermutlich erworbene Ansprüche in Deinem Fall und Hochrechnungen auf die nächsten 20 Jahre Berufsleben im Falle Deiner Frau? Weiterhin bist Du im Bildungszentrum der Bundeswehr vermutlich nicht als Zivilist tätig, sondern als Soldat? Wie hoch sind die daraus zu erwartenden Pensionszahlungen?
    – Wie hoch sind die monatlichen Belastungen der Kredite aus Euren Altlasten und wie lange laufen Die noch?
    – Welche Sparrate könntet Ihr momentan erzielen bzw. wie hoch sind die monatlichen Ausgaben?
    Mit diesen Angaben könnte man recht konkret Eure “Rentenlücke” beziffern und weitere Maßnahmen ableiten.
    Aber schon ohne diese Angaben kann man mutmaßlen, dass Euer mit weitem Abstand größter Ausgabenblock höchstwahrscheinlich das Haus betrifft, hier würde ich deshalb als erstes ansetzen.
    Natürlich habe ich schon herausgehört, dass Du den Kauf nicht in die Reihe der finanziellen Fehlentscheidungen einsortiert sehen möchtest, aber ein paar Anmerkungen seien mir gestattet, obwohl ich hier sonst als einer der wenigen immer die Immobilienfahne weit hoch halte:
    In etwa 8 Jahren laufen 3 der 5 Kredite aus, dann stehen Entscheidungen zur Anschlussfinanzierung an. Du hast dann nur noch 3 Jahre Dein jetziges Einkommen, musst für die Anschlussfinanzierung also schon mit Eurem späteren, vermutlich niedrigeren, Einkünften kalkulieren. Ich kenne mich zwar mit Immobilien ganz gut aus, nicht aber mit Finanzierungsmodellen, deshalb alle Bemerkungen unter Vorbehalt der Prüfung durch einen Experten.
    Fangen wir mit den Krediten von hinten an:
    Kredit 5, der Konsumentenkredit zu wohnwirtschaftlichen Zwecken, wird schon in 6 Jahren getilgt sein, Du tilgst hier übrigens mit über 10 Prozent.
    By the way: War der für die Erstrenovierung des Hauses? Ich frage deshalb, weil ich später noch auf die Instandhaltungskosten Eurer Immobilie eingehen möchte.
    Kredit 4, der mit einem Riester-Bausparvertrag getilgt werden soll, ist mir nicht ganz klar. Zahlt Ihr hier nicht in einen Bausparvertrag ein, dessen Raten in die monatlichen Belastungen durch das Haus eingerechnet werden müssten? Die staatlichen Riester-Zuschüsse allein werden dafür doch nicht ausreichen? Wie sehen die Konditionen dafür in 8 Jahren aus?
    Kredit 3, der größte mit den 15 Jahren Laufzeit, ist übrigens nicht endfällig, wie Du schreibst, sondern ein sogenannter “Volltilger”, der also nach 15 Jahren abbezahlt sein wird. (Kredit 4 ist dagegen vermutlich ein endfälliger, da er ja nicht getilgt wird)
    Problematisch an Kredit 3 ist meiner Meinung nach die Abhängigkeit der anderen Kredite davon in dieser Kaskadenfinanzierung, denn jede finanzierende Bank möchte natürlich erstrangig im Grundbuch stehen.
    Damit sind wir bei Kredit 1 und 2, für die Du in 8 Jahren die Anschlussfinanzierung brauchst. Bei der KfW vielleicht kein Problem, beim 2. Kredit aber schon, weil Du weiterhin auf die Sparkasse angewiesen sein wirst, solange sie für Kredit 3 erstrangig im Grundbuch steht. Dadurch kannst Du die Anschlusskonditionen nicht verhandeln, sondern musst nehmen, was man Dir anbietet.
    Daher alternativ über eine Kündigung des Kredites Nr. 3 mit Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren nachdenken, natürlich unter Berücksichtigung des Zinsniveaus in 8 Jahren.
    Du hast dann, in 8 Jahren, in den Krediten 1 – 3 noch 165.000 Euro offen, also ziemlich genau die Hälfte der ursprünglichen Kreditsumme. Dazu kommt noch Kredit 4, dessen Konditionen ich wie gesagt nicht kenne.
    Das wird sich, abhängig natürlich von Inflation, Mietpreisentwicklung und zukünftigenm Zinsniveau, ziemlich sicher nicht durch die Mieteinnahmen aus der Wohnung im OG unter Berücksichtigung von Instandhaltungskosten und steuerlichen Effekten finanzieren lassen! Dessen solltet Ihr Euch schon heute bewusst sein!
    Konkrete Handlungsempfehlungen möchte ich Dir dazu noch nicht geben, zumal noch nicht alle Zahlen auf dem Tisch sind. Aber Du solltest meiner Meinung nach genau wissen, was auf Dich zu kommt, denn nur dann kann man in Ruhe Optionen prüfen, Szenarien entwickeln und bleibt aktiv handlungsfähig, wird nicht in eine passive Rolle gezwungen.
    Für die Instandhaltung rechnet man übrigens in der Immobilienwirtschaft mit 1 – 2 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Bei einem Zweifamilienhaus würde ich mich, wegens der kaum vorhandenen Skaleneffekte, aber eher an den 2 Euro orientieren – abhängig natürlich auch vom jetzigen Zustand und den Ansprüchen (Euren eigenen und denen der Mieter). Da ist in Bereichen mit geringem Mietniveau schnell ein Drittel der Kaltmiete weg! Wie hoch die Kosten der Instandhaltung genau sind, sieht man natürlich erst über viele Jahre hinweg, denn man kann eine Immobilie auch lange Zeit ” auf Verschleiß fahren”.
    Den Hinweis aus einem der vorangegangenen Kommentare auf möglichst viel Eigenleistung in diesem Zusammenhang finde ich daher richtig.
    Deinen Fokus solltest Du in den nächsten Jahren, neben dem Haus und dessen Unterhalt, vor allem auf die Erhaltung Eurer Arbeitsfàhigkeit richten, insbesondere Deiner Frau. Das scheint mir momentan das Wichtigste.
    Alle Zahlen sortieren, laufende Kosten sowie außerordentliche Kosten bewusst machen und möglichst reduzieren wäre mir das Nächste.
    Die Monetarisierung der Hobbies halte ich für nebensächlich, da ehrlich gesagt nicht sehr vielversprechend hinsichtlich der Skalierbarkeit, also jenseits des Eintausches von Lebensarbeitszeit gegen Geld. Davon abgesehen kann man meistens rationaler denken und damit wirtschaftlicher handeln, wenn nicht das Herzblut dran hängt.
    So, ich hoffe das war nicht zu negativ und hilft Dir zusammen mit den übrigen Kommentaren etwas weiter.

    Gruß aus dem verschneiten Taunus nach Rhoihesse, Ente

    1. Hallo Ente,

      boah ey! Ich dachte, ICH würde viel schreiben…! 😮 Wenn aber die Quantität mit Qualität einhergeht, ziehe ich den Hut. Und das tue ich hiermit vor Dir! Herzlichen Dank für die viele Arbeit, die Du Dir offensichtlich gemacht haben musst, um uns hier zu beraten…

      Ich versuch mal zu antworten… beginne mit dem Schluss…
      Rhoihesse, 2,5°C, windstill, klar, trocken grüßt den verschneiten Taunus und in diesem Zuge natürlich ganz Deutschland, Europa – und wenn wir schon dabei sind, die ganze Welt (wer weiß, wo wir die Leser hier überall erreichen…) 😉

      Jetzt ans Eingemachte:
      Als original Schwabe ist mir Dein Spruch nicht ungeläufig: “Net g’bruddelt isch g’lobt g’nug”. 😉 Soll heißen, ja, ich kann damit umgehen.

      • die genannten Summen bei den zu erwartenden Renten sind tatsächlich die Hochrechnungen der jährlichen Renteninformation.
      • Pensionsansprüche erwerbe ich als Reservist leider keine. Trotzdem werden Rentenbeiträge pro Jahr abgeführt. Deren Auswirkung lasse ich grade beim Rentenvericherungsträger überprüfen und mir nachweisen. Einfach nur, damit ich diesbezüglich mal Klarheit habe.
      • die beiden nächsten Fragen kann ich im Moment nicht seriös beantworten. Ich bitte darum darauf zu warten bis dieses Gespräch mit dem Feintuning (…) stattgefunden hat. Dann, so denke ich, kann ich die Zahlen konkretisieren. Ist das akzeptabel?
      • Vorweg: Die Finanzierung wurde von uns zum einen so gewählt, weil wir fast keine andere Möglichkeit hatten, überhaupt (aufgrund meiner besonderen Voraussetzungen) Geld zum Kauf zu bekommen. Zum anderen aber auch, damit wir (ursprünglich) in 15 Jahren die Hälfte unseres Finanzierungsvolumen schon weg haben. 15 Jahre deswegen, weil dann auch bei mir die Möglichkeit des hohen Einkommens (aus heutiger Sicht) beendet sein wird. Der Gedanke war, daß wir dann mit nur noch der Hälfte der Belastung und den Mieteinnahmen aus der Wohnung unseren Unterhalt ganz gut bestreiten können werden.
      • Kredit 5: Ja, wir brauchten zusätzliches Geld, um Böden zu erneuern und auch sonst das Nötigste zu erledigen.
      • Kredit 4: Ohje, Ente! Ja, Du hast völlig Recht! Da habe ich Euch €105,- p.m. für die Ansparung in den BSV unterschlagen. Entschuldigt, das war sicher keine Absicht… Nach Zuteilung werden es dann elfeinhalb Jahre €250,- p.m. sein, bis der BSV zurückgezahlt ist.
      • Ja, Kredit 3 ist ein Volltilger. Da habe ich die Begrifflichkeit durcheinandergebracht. Die Problematik, die Du mit diesem Kredit bezüglich der Rangfolge im Grundbuch siehst, teile ich. Aber auch hier muß ich leider auf die Besonderheit meiner Voraussetzungen hinweisen. Ich werde (wahrscheinlich) bei keiner anderen Bank einen Anschlußkredit bekommen. das hat einfach damit zu tun, daß ich als Reservist nicht in einem dauerhaften, sondern in einem von Jahr zu Jahr auf max. 10 Monate befristetes “Angestelltenverhältnis” bin. Allen anderen Banken, die wir angefragt hatten, war das zu riskant, weswegen sie eine Finanzierung abgelehnt haben.
      • Die Antwort zu der Problematik der Kredite 2 und 1 ergeben sich aus der zu Kredit 3. Wir werden also höchstwahrscheinlich – es sein denn, irgendwo tun sich andere Möglichkeiten auf – bei der SpK bleiben und nehmen müssen, was die uns anbieten.
      • Es stimmt natürlich, daß wir dann in acht und/oder elf Jahren die Restkredite nicht alleine durch die Mieteinnahmen decken können. Wenn wir aber so rechnen, daß wir sozusagen einen Mietzins für unser Wohnen an uns selbst (bzw. die Bank) bezahlen, ist das aus unserer Sicht akzeptabel. Oder sind wir da zu naiv, bzw. zu sehr Milchmädchen?
      • Auf €500,- komme ich dann grob, wenn ich Deine Empfehlung der Rücklagen auf die Quadratmeter umrechne. Das ist in unserem Fall deutlich mehr als die HÄLFTE der Kaltmiete! :-/

      Ja, Du hast ebenfalls Recht, was die Erlangung und den Erhalt unserer Arbeitsfähigkeit, das Thema Eigenleistungen und die reduzierung der Kosten anbelangt. Wie schon öfter erwähnt, arbeiten wir genau daran. Es bleibt zu hoffen, daß wir diesbezüglich durchhalten…
      …daß die anvisierte Nebentätigkeit kein Posten sein darf, auf den wir uns stützen können, ist uns bewusst. Trotz allem wollen wir versuchen, so gut es geht, hier weiteres Einkommen zu generieren. Anhaltspunkte habe ich von Euch allen ja schon zig erhalten! 🙂

      Nein, Ente, ich verwechsle klare, offene Worte nicht mit Kritik. Selbst Kritik ist für mich die beste Möglichkeit, mein Verhalten zum Guten zu ändern. Wär doch schlimm, wenn ich von Euch nur Schulterklopfen erhalten hätte. Das ist hier nicht Sinn der Sache und von mir/uns auch nicht gewünscht.
      Was ich hier erfahre ist Zuspruch und konstruktive Kritik. Genau das, was ich mir erhofft habe.
      Und Du hast Dir ebenfalls sehr großen Dank meinerseits verdient, den ich hiermit auch gerne ausspreche: Lob und Anerkennung! 🙂

      Grüße zurück aus Rhoihesse, mittlerweile dunkel…
      Steffen

  18. Hallo Steffen!

    Zuerst auch von mir noch einmal vielen Dank für Deine Teilnahme und Deine ehrliche Schilderung.

    Dazu gehört einige Überwindung, besonders wenn es darum geht, die eigenen Missgeschicke klar beim Namen zu nennen.

    Du siehst aber, wie viel Sympathie und Hilfsbereitschaft das hier für Dich erzeugt hat. Die vielen guten Antworten darauf, bei denen sich andere Menschen Zeit für Dich genommen haben, zeigen das.

    Da ich Dir auch eine Antwort versprochen habe, gibt es von mir noch etwas „tough love“, wie es die Amerikaner so schön sagen.

    Bitte nicht als Kritik auffassen sondern als Hilfestellung.

    Wir sind alle oft selbst das größte Hindernis auf unserem Weg zu mehr Erfolg, Vermögen und Lebensglück.

    Um diesen negativen Einfluss von uns selbst zu reduzieren, müssen wir unsere eigenen Schwächen kennen und uns dann so verhalten, dass diese keine große Rolle in unserem Leben spielt und uns nicht zu stark beeinflusst.

    • Du kommst hier als freundlicher und positiver Mensch herüber, der sich von neuen Ideen anstecken lässt.

    Das ist ganz prima.
    Zusätzlich sind Dir in der Vergangenheit sehr viele Dinge „irgendwie passiert“ wo ich als Außenstehender denke: „Warum hat er das jetzt gemacht und wieso hat er bei dieser wichtigen Sache nicht selbst mehr nachgedacht, „nur“ weil Ihn jemand anderes in diese Richtung gedrängt hat?“.
    Die Kombination dieser beiden Punkte gibt für mich den Hinweis auf eine „impulsive Persönlichkeit“.
    Das heißt „es könnte sein“, dass Du Dich von anderen Menschen manchmal stark beeinflussen lässt und dann vorschnell handelst, ohne etwas selbst durchdacht zu haben.
    Falls das so ist, würde ich darauf in Zukunft stark achten.

    • Als weiteren Punkt bist Du mittlerweile auf einem deutlich besseren Weg als zuvor.

    Ein Hauptgrund dafür ist definitiv die Chance bei der Bundeswehr, die Du erhalten und dann auch ergriffen hast. Das hast Du prima gemacht.
    Ich würde diese Chance dann auch als das betrachten und würdigen, was es für Dich aktuell ist:

    Dein Weg in ein besseres Leben – Weg von Konsumschulden und Geldsorgen.

    Das heißt dieser Job sollte die absolute Prio 1 in Deinen beruflichen Aktivitäten sein und Du solltest Ihn so gut machen, dass das Deine Vorgesetzten absolut keinen Grund zur Klage haben.

    Und um jetzt den Punkt „Impulsivität“ und Deine sehr wichtige aktuelle Einkommensquelle noch einmal zu verbinden:
    Wenn jetzt jemand nächste Woche um die Ecke käme und Dich bitten würde, bei seiner neuen Wahnsinnsidee mitzumachen, würde ich mir das zwar anschauen aber Dein Hauptjob darf darunter auf keinen Fall leiden.
    Das Gleiche gilt für Deine Ideen wie Webseite oder anderes. Kann man machen aber ist erstmal viel zeitlicher Aufwand und Dein Job geht in Deiner Situation absolut vor!

    Du hast die Höhe und monatliche Tilgung Deiner Konsumkredite nicht angegeben aber zusammen mit der Haustilgung ist das in Summe wahrscheinlich ein bedeutender Anteil eurer monatlichen Einnahmen.

    Dein Job bei der Bundeswehr ist ganz prima aber wenn dieser aus irgendwelchen Gründen ausfallen sollte (Erkrankung deinerseits oder nochmalige Änderung der Regeln beim Bund), dann bricht euer Konstrukt zusammen.
    Das heißt eure aktuelle Situation ist zwar viel besser als zuvor aber sie ist aktuell nicht so gut, dass sich alle Beteiligten „zurücklehnen“ können und jetzt automatisch alles gut wird.

    • Aus diesen Grund ist es elementar, dass Deine Frau nicht dauerhaft ausfällt und Sie selbst (!) die Wichtigkeit sieht, zu eurem Einkommen dauerhaft beizutragen!

    Und dabei würde ich mich wie Vorredner es schon schrieben, am Anfang nicht auf Hobbys konzentrieren, die man zwar auf lange Sicht ausbauen kann aber erstmal nicht viel einbringen sondern auf etwas das wirklich von Tag eins an einen verlässlichen Cashflow bringt.
    Eine Oldtimer Seite betreiben oder Handarbeiten monetisieren kann man nebenbei ausbauen aber wahrscheinlich sind das keine Sachen, die das zügig bringen. Besonders eine Webseite zu kommerzialisieren ist eine Arbeit von mehreren Jahren. Im ersten Jahr wird so gut wie nichts passieren. Außerdem ist es ein Mehrfaches des Zeitaufwandes, den die meisten Menschen dafür einplanen.

    Nach meiner Meinung ist es wichtig, dass Ihr verinnerlicht, dass Ihr euch aufgrund eurer Konsumkredite plus Hauskredit und Du als einzige echte Einkommensquelle immer noch in einer Notsituation befindet!
    Auch wenn Ihr so schon jahrelang lebt und sich durch Deine Einkommensituation vieles verbessert hat, darf sich jetzt niemand zurück lehnen sondern Du und auch Deine Frau müsst besonders diese Konsumkredite nun schnell abtragen und euch schwören, niemals mehr welche aufzunehmen!

    Wie die Ente schon schreibt finde auch ich euren Hauskauf nicht so gut wie dargestellt und in eurer Situation ein deutliches zusätzliches Risiko.
    Neben dem Fakt, dass Du dadurch täglich 2 Stunden pendeln musst, was nicht nur hohe Kosten verursacht, sondern Deine verfügbare Zeit für Nebentätigkeiten deutlich reduziert, sorgt das Haus für Instanthaltungskosten von mehreren tausend Euro im Jahr und verhindert einen schnellen Abtrag eurer Konsumschulden.

    Es wäre besser, wenn Ihr von jemand anderem „eure“ vermietete Doppelhaushälfte z.B. für 800 Euro mieten könntet (oder noch besser eine näher gelegene Wohnung um Deine Pendelzeit/Kosten zu reduzieren) und den so freigewordenen Cashflow von 1.400 Euro plus geschätzte 400-500 Euro monatlich an Instanthaltung / Nebenkosten (plus Pendelkosten und entgangene Lebenszeit) zuerst zum Turbo-Abtrag eurer Konsumschulden und erst dann entweder in eine Immobilie zu deutlich besseren Zinskonditionen oder aber in ein weltweites Aktienportfolio zu leiten.

    Jährlich 22.000 Euro in einen passiven Welt ETF wie den Vanguard All World ergibt mit einer gut 5%igen Realverzinsung nach Inflation und Steuer nach 10 Jahren eine Summe von knapp 300.000 Euro. Davon könntet Ihr dann bis zu eurem Lebensende knapp 900 Euro monatlich brutto verzehren und die Steuerbelastungen daraus wären bei einer Mischung aus Dividenden und Anteilsverkauf gering.

    Wenn Ihr dann wie in Deinem Rechenbeispiel diesen Cashflow nicht konsumiert, sondern weiter anlegt beträgt die Gesamtsumme nach weiteren 5 Jahren schon knapp 400.000 real und damit knapp 1.200 Euro brutto.

    Damit kann man sich (versteuert) dann entweder ein Haus kaufen wo man will oder man nimmt den Cashflow und bezahlt damit die laufenden Lebenshaltungskosten.

    Mir ist bewusst, dass das Thema Immobilie bei euch durch ist und es wenig Sinn macht das alles wieder umzuschmeißen. Ich schreibe diesen Punkt, damit Du auch die andere Seite siehst und auch für andere Leser, die sich vielleicht in einer ähnlichen Lebenssituation befinden.

    Abschließend finde ich auch den schon angesprochenen Punkt: „Führen eines Haushaltsbuches“ sehr sinnvoll bei euch. Ihr bekommt dadurch erstmals einen echten Überblick über eure Finanzen. Ich bin überzeugt, dass Ihr dadurch eure Ausgaben reduzieren könnt und euer Geld in Zukunft bewusster ausgebt.

    Soweit zum Thema „Tough Love“. Es ist nach meiner Meinung wichtig auch das anzusprechen, damit Ihr zusätzlich zu Deinem Enthusiasmus weiter fokussiert am Ball bleibt und euch nicht jetzt schon in Hobby-Nebentätigkeiten begebt, die euch von eurem eigentlichen Ziel ablenken:

    Ein finanziell sorgenfreies Leben! Mehr Zeit und Energie für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

    Abschließend noch absolut klasse, dass Du Dich getraut hast, Dich mit Deiner Situation wirklich auseinander zu setzen.
    Das ist zwar am Anfang hart aber der wichtigste Schritt überhaupt um sein Leben zu ändern.

    Schönen Tag

    1. Danke, lieber Maschinist, für diese sehr offenen Worte. In meinem Beitrag hatte ich mich nicht so ganz getraut, alles in dieser Deutlichkeit zu benennen, da ich bei der Kommunikation in einem öffentlichen Forum immer etwas zurückhaltender bin – es wird beim Gegenüber schnell als persönlicher Angriff wahrgenommen.
      Wie fast immer hast Du aber den Ton perfekt getroffen, finde ich, und dabei keine unangenehme Wahrheit ausgelassen, chapeau!
      Damit möchte ich nochmals meine besten Wünsche an Steffen wiederholen, auf dass es bei ihm genauso klar ankommt, wie Du es ausgesprochen hast, und er genauso positiv motiviert ist wie zuvor, wichtige Dinge daraus für sich mitzunehmen.

      Gruß Ente

    2. Hallo Maschinist, hallo alle anderen Mitstreiter,
       
      jetzt wird’s langsam mehr als Zeit, daß ich auch auf den Kommentar des Maschinisten antworte. Es war sehr viel los bei uns in den letzten Wochen und das „Home-Schooling“ vereinfacht die Sache nicht unbedingt.
       
      Keine Sorge, Maschinist, bisher gab es für mich nur wenige Kommentare, bei denen ich ein ungutes Gefühl hatte. Bei dem einen habe ich eine entsprechende Antwort drunter geschrieben und bei dem anderen führt der entsprechende Link mittlerweile ins Leere. Das sagt ja im Grunde alles. Eine kurze Rücksprache mit mir habe ich in speziell diesem Fall schon erwartet. Aber so ist das eben manchmal…
      Andererseits bin ich ja nun auch nicht zu Euch gestoßen und hab meine Geschichte ausgebreitet, um von Euch gehätschelt zu werden und Honig ums Maul geschmiert zu bekommen. Daß bei mir einiges nicht so gelaufen ist, wie es hätte sein können, ist klar. Von daher war ich auf Kritik konstruktiver Art und Vorschläge, wie man etwas besser machen könnte, gefasst und vorbereitet. Vielleicht darf ich auch sagen, ich hatte mir diese Kritik erhofft…?!
      Jedenfalls bin ich, bzw. sind wir (Pionier und Ya²Unikat) einen gehörigen Schritt weitergekommen und haben dank Euch Entscheidungen getroffen, die unsere Zukunft nun positiv(er) gestalten sollen. Um diesen Schritt und den darauffolgenden Weg zu gehen, bedurfte es Eurer Kritik und Eurer Vorschläge. Für diese bedanke ich mich hiermit auch ganz besonders. Toll, hier auf solch tiefgründiges und sachkundiges aber auch wohlmeinendes und faires Publikum zu stoßen.
       
      Du, Maschinist, und all die anderen, die Ihr ins gleiche Horn gestoßen habt, habt Recht: Die Arbeitsstelle und die Gesundheit sind die beiden Faktoren, die entscheidend sind für eine gute Zukunft. Es gehören sich ein paar mehr dazu, aber die beiden genannten will ich hervorheben.
      Im Beruf gebe ich mein Bestes und versuche mich unentbehrlich zu machen (soweit das überhaupt möglich ist). Das beginnt bei der Übernahme von Seminaranteilen eines Kameraden der demnächst ausscheiden wird und endet noch lange nicht bei einem Seminar, für das ich vollumfänglich verantwortlich bin und welches die Spitze des Angebots hier an der Akademie abbildet.
      Was den Block „Gesundheit“ anbelangt, haben wir ebenfalls neue Wege eingeschlagen und gehen auch dort die ersten Schritte.
      An der Finanzübersicht feilen wir noch, finden aber immer wieder Verbesserungspotential. Aber so soll es ja auch sein.
      Wir haben angefangen, kleine Beträge (€150,-) pro Monat auf den Vanguard FTSE All-World ETF (A1JX52) zu sparen. Vielleicht könnt Ihr Euch die Freude vorstellen, als vor kurzem die erste Dividendenzahlung von €1,16 aufs Konto kam?! 😀
      Auch für die Kinder haben wir entsprechende Sparpläne eingerichtet. Weg vom nullverzinsten VoBa-Sparbuch, hin zu ertragreichen Anlageformen (auch der A1JX52). Und das Coolste: BEIDE Kinder sparen jetzt Ihr Geld lieber, als daß sie es ausgeben wollen. Sie wollen, daß ihr Geld MEHR wird! 😉 Wenn sie mich nur in allen anderen Angelegenheiten, wie z.B. Zimmer aufräumen auch so gut verstehen würden… 😉 😉
       
      Die Problematik bei Unikate, also meiner Frau, wird sich kurzfristig leider nicht ändern. Aufgrund der gesundheitspolitischen Lage werden ja zurzeit keine „Nicht-Notfälle“ im KKH behandelt, bzw. operiert. Hier ist Geduld angesagt, bis sich die Situation wieder normalisiert. Bis dahin „bastelt“ sie weiterhin an unserem neuen Internetauftritt. Ob dadurch eines Tages Geld generiert werden kann, wissen wir natürlich nicht, würden es dann aber gerne als Nebenerwerb mitnehmen. Daß wir uns nicht darauf verlassen wollen, ist eh klar. Ich hoffe, daß das in meinem Eingangstext nicht zu euphorisch beschrieben war.
      Für sie gilt also: Erst gesundwerden und dann sehen wir weiter. Bis dahin halte ich mit meinem Einkommen und sie mit dem Krankengeld den Karren weiter am Laufen.
       
      Was ich auch nach mehrmaligem Durchlesen leider noch nicht verstanden habe (mag an meinem fortgeschrittenen Alter liegen…), ist die Passage mit unserem Haus. Das mit dem – Zitat „wenn Ihr von jemand anderem „eure“ vermietete Doppelhaushälfte z.B. für 800 Euro mieten könntet“ – Zitat Ende bräuchte ich nochmal erklärt. Bitte.
       
      Den Punkt „Haushaltsbuch“ haben wir umgesetzt und schreiben „fröhlich“ auf, bzw. tragen es ein. Ist schon interessant, auf welche Gedanken man dabei so kommt, bzw. kommen kann. Der Mehraufwand, das alles einzutragen, sollte sich mittelfristig auszahlen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
       
      Jetzt bleibt mir nur noch, Dir, lieber Maschinist, und Euch allen anderen nochmals herzlich für Eure Kommentare und Tips zu danken. Aus meiner Sicht sind Eure Beiträge nicht selbstverständlich und damit umso wertvoller für mich. Fühlt Euch also bitte „wertgeschätzt“!
      Nach dem Motto „es gibt nichts Gutes – außer man tut es“ haben wir Eure Bälle aufgenommen und gehen damit in die nächste Runde im Spiel des Lebens. Auf daß wir es erfolgreich zum Abschluß bringen.
       
      Herzliche Grüße an alle
      Steffen, der Pionier

      1. Gut zu lesen, dass sich bei euch etwas tut. Und jeder Euro zählt. Wenn es zur Gewohnheit wird, spart es sich leichter. Gebt uns ruhig ein Update, wenn es neue Entwicklungen gibt. 🙂

      2. Schön von euch zu lesen. Eure Fortschritte klingen gut! Gute Besserung für deine bessere Hälfte!
        Ich hatte selbst zu eurem Haus nichts geschrieben, habe es aber so verstanden, dass gemeint war, ihr würdet besser fahren, wenn ihr selbst ein entsprechendes Objekt für (nur) 800€ mieten würdet, anstatt euch den Klotz und das Risiko ans Bein zu binden und Dritten eine Wohnung für (nur) 800€ zu vermieten.
        Bleibt dran und meldet euch mal wieder!

        1. Danke Yakari,

          so hatte ich es gemeint.

          Wenn Pionier seine eigene Doppelhaushälfte aktuell für 800 Euro mieten könnte, statt sie zu besitzen und neben den Kreditkosten auch für Wartung und Instanthaltung aufzukommen, hätte er weniger Risiko in seiner aktuellen Lebenssituation.

          Das war mehr eine Idee für die Leser als für Ihn, da er seine Lebenssituation jetzt wahrscheinlich so weiter behalten wird, da sich alle wohl fühlen (und das hat auch einen Preis).

          Schönen Tag

  19. Hallo alle zusammen!

    Mein Respekt an Euch ALLE.!!!
    Vielen Dank für Eure zielführenden Antworten. Ich bin da echt begeistert und konnte bereits daraus einiges lernen.

    Ich bin die Frau von Steffen dem Pionier im Hintergrund mit dem Nähtechnischen KnowHow.
    @Yakari – perfekte Einschätzung bzgl. der Näherei 😉

    Ihr alle habt mir viele Aspekte zum Nachdenken gegeben. Ein paar Tage werde ich noch brauchen.
    Für erste Fragen rufe ich dann mal 1 Zimmer weiter 😉 –> Steffen

    Viele Grüße
    Ya²Unikat

    PS: Ich halte mich bewußt erstmal bedeckt, man nehme es mir bitte nicht krum.

      1. Hallo Maschinist!

        Wir sind ein Team, mal besser, mal schlechter gelaunt ;-), wie das Wetter, ABER wir arbeiten zusammen.

        Viele Grüße Ya²Unikat

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