Freiheitskämpfer Kids

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Kindererziehung Geld Ernährung Bewegung GlückJe nach Einstellung ist es grandios, verrückt oder unverantwortlich, eigene Kinder zu haben.

  • Nach meiner Meinung ist es einerseits einer der härtesten Jobs der Welt aber gleichzeitig eine der erfüllendsten Aufgaben, die man sich freiwillig „aufhalsen“ kann.
  • Kinder zeigen einem einerseits die eigenen Grenzen auf manchmal schonungslose Art. Und andererseits die eigentlich schon bekannte Welt mit ganz neuen Augen.
  • Aber ganz besonders sind sie wie eine Rosenknospe, bei der man bei ausreichender Pflege das Wunder des Lebens und deren Entfaltung mit eigenen Augen miterleben darf.

Und so schön das ist – als Eltern gibt es dabei viele Dinge zu erledigen.

Zum Beispiel die Beantwortung der Frage:

 

Was soll und kann ich meinen Kindern mitgeben, um Ihnen auf Ihrem Weg zu glücklichen, sozialen, erfolgreichen und eigenständigen Wesen zu helfen.

 

Wer denkt, das sich nach den ersten behüteten Jahren, in denen Kinder vor allem viel Liebe und Verlässlichkeit brauchen, doch Kindergarten und dann besonders die Schule um diese Punkte kümmert, sollte noch einmal genauer hinschauen.

Kurz aus der Hüfte geschossen wird klar, dass diese Institutionen viele der wichtigsten Themen im Leben eines Menschen entweder nur unzureichend oder gar nicht abdecken.

 

Was ist zum Beispiel wichtiger

Die Real- und Imaginäranteile einer Chauchy-Riemannschen Differentialgleichung zu bestimmen oder verinnerlicht zu haben wie man mit ausgewählter Ernährung und einem kompakten Sportprogramm kerngesund und vor Kraft strotzend bis ins hohe Alter Purzelbäume schlagen kann, dadurch fast nie krank wird und die meisten Zivilisationskrankheiten unserer Zeit links liegen lässt?

Einfach, oder? Trotzdem wird Ersteres in unseren höheren Schulen gelehrt und benotend abgefragt, letzteres aber mit fast keinem Wort erwähnt. Und falls doch, dann sind viele Punkte davon entweder falsch oder zumindest von diversen Interessengruppen so stark verfälscht, das kein großer Lerneffekt übrig bleibt.

 

Oder ein zweites Beispiel:

Was bringt die meisten Menschen weiter? Die absolute Optimierung und Vorbereitung darauf, später ein perfekt funktionierender Angestellter zu werden oder die Motivation auch einmal neue Dinge außerhalb der ausgetrampelten Pfade zu wagen, auch einmal den eigenen Interessen und Leidenschaften zu folgen und dabei bewusst ein Scheitern zu riskieren.

 

Oder noch eins:

Was ist wertvoller? Lange Gedichtstexte auswendig zu lernen und dann wie ein Papagei wiedergeben zu können oder zu lernen, sich selbständig ein eigenes Thema anzueignen und das Erarbeitete dann vor anderen zu frei zu präsentieren und sich generell bei anderen Menschen verkaufen zu können.

 

Und was ist eigentlich mit Geld?

  • Wie funktioniert es?
  • Wie kann ich es vermehren?
  • Wie funktioniert eigentlich unser Wirtschaftssystem?

Und wie kann ich daran noch außerhalb des standartmäßigen: „Tausche eigene Lebenszeit gegen Geld“ Spiels teilnehmen?

Das sind wunderbare Fragen und extrem wichtige Lebensthemen, die in den öffentlichen Schulen immer noch so gut wie niemand stellt und noch weniger jemand behandelt.

Und weil sich das auch in den nächsten Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach nicht entscheident ändert, sind diese Themen einige der wichtigsten Jobs für Dich als Eltern oder auch als erweiterte Familienmitglieder von Kindern.

 

Und dabei gilt wie immer:

Um etwas zu lehren, musst Du diese Themen erstens selbst kennen, können und dann auch aktiv vorleben!

 

Bei den Bereichen Ernährung und Bewegung ist das Lehren durch Vorleben nach meiner Meinung gut und einfach umsetzbar, wenn man diese Bereiche selbst verstanden und verinnerlicht hat, weil die Kinder dann jeden Tag sehen, was die Eltern essen und für Ihre Gesundheit tun.

Meine Kinder sehen mich zum Beispiel Joggen, Fahrrad fahren oder am Park „Am Baum hängen“ und Klimmzüge machen.

Und sie haben mittlerweile verinnerlicht, dass süße Sachen und Zucker im Rahmen ok ist, so lange man sich auch bewegt und auch genügend Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine zu sich nimmt. Mittlerweile wird dadurch aus eigenem Antrieb in den gezuckerten Joghurt jede Menge Quark eingerührt, Eier oder gegrillter Lachs werden mitgegessen und zur selbstgemachten Pizza werden Gurken, Paprika oder Beeren gegessen.

Bei Freiheitskämpfern mache ich mir beim Thema Ernährung und Fitness grundsätzlich weniger Sorgen, da selbst machen hier automatisch Vorleben bedeutet. Aber wer dort bisher als Erziehungsberechtigter als Standartprogramm die Kippe vom Balkon schnippt und sich dann mit einer Tüte Chips vegetierend vor den Fernseher flätzt und seinen durch Unterbauchfett überdehnten Bauch massiert, bekommt hiermit die Langhantel des Maschinisten auf den Schädel!

Leute, wenn Ihr schon nicht für euch selbst aufpasst, dann tut es wenigstens für eure Kinder!

 

Kommen wir zum Geld und allem was dazu gehört

Diesen gesamten Bereich zu lehren, ist für viele Menschen im deutschsprachigen Raum deutlich schwieriger, weil hier leider immer noch die dämliche Maxime „Über Geld spricht man nicht“ herrscht.

Wie kann man seinen Kindern so das ganze Themengebiet inklusive Wirtschaft, Einkommen oder den Wert eines eigenen Vermögens näher bringen?

Das wichtigste dabei ist, die deutsche Grundprogrammierung in diesem Bereich über Board zu werden und mit den Kindern wie selbstverständlich darüber zu sprechen und auch diesen Bereich aktiv vorzuleben.

Besprecht mit Ihnen z.B., dass man Geld auf ganz unterschiedliche Art und Weise verdienen kann und dass sich die Entlohnung dabei meistens nach dem Wert dieser Arbeit für andere richtet.

 

Wenn Deine Kinder schon etwas älter sind, können sie z.B. erste einfache Arbeiten wie Rasenmähen oder Babysitten für Freunde oder Nachbarn gegen etwas Geld erledigen.

Mit den beteiligten Erwachsenen kannst Du das im Vorfeld besprechen und je nachdem, das Geld selbst im Vorfeld an den „Auftraggeber“ vorstrecken. Es kommt dabei zu Beginn weniger auf die Geldsumme an, sondern auf das Erfolgserlebnis für die Kinder, erstmals eigenständig etwas Geld verdient zu haben.

In den USA sind solche Erfahrungen in den wohlhabenderen Gegenden für Kinder durch Jobs bei den Nachbarn z.B. selbstverständlich und diese Erfahrung inkl. dem Ausprobieren verschiedener Tätigkeiten hilft Ihnen, sich später im Leben besser zurecht zu finden und die eigenen Vorlieben besser einzuschätzen.

 

Besprecht mit Ihnen außerdem, dass man Geld nicht nur durch Arbeit „verdienen“ kann, sondern das Geld selbst, wie bei einem Huhn das goldene Eier legt, durch Investieren mehr Geld erzeugt.

Bring Deinen Kindern dazu den Zinseszins und später auch die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten näher.

Kinder sind auch hier viel lernfähiger als die meisten Erwachsenen denken.

 

Bei meinen beiden Kindern habe ich das für diesen Themenbereich folgendermaßen gemacht

  • Im Kindesalter von 4 Jahren habe ich erstmals ein kleines wöchentliches Taschengeld gegeben (z.B. 50 Cent pro Woche). Als meine Kinder verstanden hatten, was man damit machen kann, war die Freude groß und je nach Charakter des Kindes wurde damit eine Süßigkeit gekauft oder auf ein kleines Spielzeug gespart.
  • Mit gut 5 haben wir das wöchentliche Taschengeld dann auf einen Euro pro Woche festgesetzt. Das war zu Beginn prima aber nach dem Grundschuleintritt kamen von den Kindern dann erste Kommentare, dass „alle anderen!“ mehr Taschengeld bekommen als sie selbst.
  • Anstatt dann darüber zu diskutieren, war es Zeit für die Lektion „Zinseszins“

 

Anstatt einfach mehr Geld zu geben, habe ich das Thema: „Sei die eigene Bank für Deine Kinder“ aufgesetzt und Ihnen auf das gesparte Geld einen wöchentlichen Zins von einem Prozent angeboten.

Es dauerte dann einige Wochen, bis sie das Konzept verstanden hatten. Aber Geld und was man damit auch als Kind machen kann, ist ein unglaublich starker Motivator und nach einiger Zeit war der Zinseszins verinnerlicht (und ich muss mir heute als Nebeneffekt keine Gedanken mehr um Prozentrechnung bei Ihnen in der Schule machen).

Da ich zwei Kinder mit deutlich unterschiedlicher Impulskontrolle habe, entwickelte sich durch diese Rahmenbedingungen ein geradezu grandioses Spiel, bei dem ich selbst durch verschiedene Emotionen ging.

 

Das ältere Kind hat seinen wöchentlichen Taschengeld-Euro trotz des Zinsangebotes zu Beginn weiterhin ausgegeben obwohl ich vorrechnete, wie viel mehr es bald bekommt würde, wenn es zum Beispiel nur die Hälfte des Geldes ausgibt und den Rest spart.

Aber Reden hilft bei Kindern eh kaum, sondern tun und selbst spüren. Und gespürt wurde es bald. Und das nicht nur von den Kindern, sondern auch von mir selbst.

Das jüngere Kind fing als natürlicher Sparer sofort an, das wöchentliche Taschengeld zurück zu legen und fast nichts davon auszugeben.

Nach der ersten Woche gab es dadurch 1,01 Euro für das jüngere Kind und 1 Euro für das ältere.

 

„No Big Deal“ – Was ist schon ein extra Cent, wenn ich dafür Süßigkeiten kaufen kann… 😉

 

Aber aus dem einen Extracent pro Woche wurden 5, dann 10 und dann durch zusätzliches Geld von den Großeltern plus Geburtstag auf einmal zusätzlich 50 Cent pro Woche.

 

1,5 Euro zu 1! Das ältere Kind fing an sich zu beschweren

Jüngerer Bruder und dann mehr Taschengeld als man selbst. Und warum? „Nur“ weil Geld nicht ausgegeben wurde.

„So ein blödes System!“

  • Ich wurde als „gemein“ tituliert und das System als „unfair“.
  • Ich hatte selbst einige Momente, in denen ich mir dabei als zu hart vorkam. (Heute bin ich froh, dass so durchgezogen zu haben).

Das Ganze ging so weit, bis das jüngere Kind nach ca. einem Jahr 2,5 Euro pro Woche bekam und das ältere (!) nur wenig über einem Euro.

Ich sagte keinen Mucks aber das ältere Kind fing plötzlich an zu sparen. Natürlich zu Beginn nicht aus freien Stücken sondern aus Wut, Ärger und wegen des kleineren Bruders, der mit nicht einmal 7 Jahren in der Summe aus Taschengeld, verschiedenen Geldgeschenken und dem Zinseszins über 150 Euro selbst gespart hatte.

Dabei gab es Situationen wie im Geschäft vor seiner Wunsch- Carrerabahn stehend: „Die könnte ich mir jetzt einfach so kaufen, aber dann ist das meiste Geld weg und ich lasse es“, haben mich wirklich beeindruckt.

 

Das System überlistet

Als das jüngere Kind mir dann vorrechnete, wann es 10 Euro Zinsen die Woche von mir bekommen würde, musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich habe den 1% Zins pro Woche dann auf die ersten 200 Euro Sparsumme begrenzt (bevor diese Summe erreicht war) und wir Eltern warteten dann, bis das nun sparende größere Kind ebenfalls diese Summe erreicht hatte.

Für beide Kinder gab es dann viele Glückwünsche nach jeweils erreichtem Ziel und im Vorfeld auch finanzielle Unterstützung von Großeltern und Verwandtschaft. Auch das ältere Kind hatte seine Kaufimpulse mittlerweile merklich besser im Griff.

 

Großaktionäre

Was ist besser als den eigenen Kindern Zinsen zu zahlen, nachdem sie das Thema verstanden und verinnerlicht haben?

Ganz einfach: Kinderdepots eröffnen und Aktien kaufen, die den Kindern dann Dividenden als Zinsen bezahlen.

Als beide Kinder die 200 Euro Sparsumme erreicht hatten und damit zusammen mit den Zinsen 3 Euro pro Woche an „Zins-Taschengeld“ erhielten, haben wir jeweils ca. 4.000 Euro pro Kind auf ein DKB-Kinderdepot eingezahlt und damit drei Vanguard-ETF (Developed, Emerging und Asia Pacific) für sie gekauft.

 

Das DKB Depot für Kinder ist nach meiner Meinung eine gute Gesamtlösung, da Kindergirokonten, EC & Kreditkarten und das Kinderdepot selbst auf einer Seite übersichtlich aufgeführt werden und die Kinder damit direkt sehen können, wo sich wie viel Geld befindet und wie die Dividenden wann auf das Girokonto fließen.

Die knapp 3% jährliche Dividenden aus den ETF belaufen sich auf ca. 120 Euro pro Jahr und Kind. Also gute 2 Euro „Zinsen“ pro Woche, die sie sich durch die zuvor jeweils angesparten 200 Euro „selbst verdient“ haben.

 

Das Depot selbst nennen wir „Das goldene Huhn“, das niemals verkauft wird, weil es natürlich dämlich ist, goldene Hühner zu verkaufen, die ohne Pause goldene Eier legen.

 

Vielmehr sollte man goldeierlegende Goldhühner weiter füttern, damit die Eier immer größer werden. Und das geht am besten mit weiterem Geld, das die Kinder sparen und dann mit meiner Hilfe investieren können (ich bezahle dabei alle Gebühren).

Diese Denke ist mittlerweile bei beiden Kindern in Fleisch und Blut übergegangen.

Die Kinder geben dabei ca. jeweils die Hälfte Ihrer Dividenden aus und die andere Hälfte legen sie zusammen mit den weiteren Geldgeschenken der Großeltern und dem normalem Taschengeld von weiterhin „nur“ einem Euro pro Woche wieder an.

 

Die Kinder fühlen sich dabei mittlerweile wie echte Unternehmensbesitzer

Wenn wir zum Beispiel bei McDonalds sind, wird darüber diskutiert, dass jetzt vom Kindermeal-Kauf ein winziger Bruchteil eines Cents als Gewinn zurück ins eigene Depot wandert, weil McDonalds als Aktie in Ihrem ETF enthalten ist.

 

Es ergeben sich auch Gespräche wie diese:
  • „Gibt es eigentlich Aktien von Lego?“ (Leider nein, ich würde sie direkt kaufen, wenn ich sehe wie viel Geld meine Kinder darin „investiert“ haben.)

 

  • Oder: „Sollen wir beim nächsten Mal Aktien von Zigarettenfirmen kaufen?“

Kind 1: „Wow, die bezahlen 8% Dividende!“ Kind 2: „Auf gar keinen Fall, weil…“

… diskutier…

„Ok, doch lieber nicht“.

 

Es gibt dann Momente, wenn nicht nur meinen Kindern bewusst wird, wie viel sie in diesem Bereich schon gelernt und verinnerlicht haben.

Mein aktuell knapp 9 jähriger Sohn kommt z.B. mit folgender Neuigkeit nach Hause:

„Papa, ich habe heute Felix gefragt, welche Aktien er hat und er wusste noch nicht mal, was eine Aktie ist“.

Das „noch nicht mal“ hat er dabei mit dem gleichen Unglauben ausgesprochen, als ginge es um Pizza oder Fahrradfahren.

 

Ich selbst hatte bis Mitte 20 auch keine Ahnung davon und natürlich auch keine Aktien und dann mit Trial & Error mühsam begonnen zu lernen. Meine Kinder werden später genug eigene Fehler machen aber aus Unwissenheit nicht im Aktienmarkt investiert zu sein wird mit angrenzender Sicherheit nicht dazu gehören.

 

Fazit

Unsere Schulen werden Dinge wie Ernährung, Bewegung oder Geld und allem was dazu gehört wahrscheinlich auch in Zukunft nur unzureichend lehren und die deutschsprachige Bevölkerung braucht auch noch mehrere Dekaden, bis sich das Mindset dazu hoffentlich irgendwann als Allgemeinwissen durchsetzt.

Das heißt diese extrem wichtigen Punkte Deinen Kindern beizubringen ist Dein Job. Wenn Du das in Angriff nimmst, haben sie einen geradezu uneinholbaren Vorsprung nicht nur in Bezug auf Geld sondern auch einem mehr an Lebenszufriedenheit und persönlicher Freiheit.

Sie können diese Punkte dann innerlich für sich abhaken, sie einfach leben und sich dann um andere Dinge kümmern, die sie weiter bringen.

 

Sie werden dabei natürlich, so wie wir alle, weiterhin eigene Fehler machen. Aber es sind dann neue Themen mit neuen Herausforderungen, die unsere Gesellschaft dann wieder einen Schritt weiter bringen und für unseren immer weiter steigenden Wohlstand sorgen.

29 thoughts on “Freiheitskämpfer Kids”

  1. Hey Maschinist toller Artikel. Ich versuche meinen Kindern mitzugeben: Rücksichtnahme, echte Toleranz, Durchsetzungskraft, Freude am Leben u Fleiß.

    Schule ist schwierig, weil die Gesellschaft die Kinder zu konservativen Jasagern erziehen könnte u mir es auch fehlt, den Nutzen mancher Lerninhalte zu bekommen.

    1. Danke Natman,

      Schule ist bei mir auch Ambivalent besetzt. Ich mag den sozialen Austausch dort und auch die grundlegenden Lehrinhalte.

      Aber wenn ich den definitiv vorhandenen Anteil an nicht nur demotivierten sondern sogar manchmal sarkastisch und in Bezug auf Kindesmotivation zerstörerisch agierender Lehrer erlebe, wird mir ganz anders.

      Da gibt es definitiv noch einiges zu tun, damit unsere Schulen auch ein Ort der Motivation werden und nicht nur der deutschen Abarbeitung von Themen.

      Schönen Sonntag

  2. @ Maschinist

    Bei uns sieht es ähnlich aus. Meine Kinder sind vielleicht um 3 Jahre jünger. Die ältere Schwester hat ebenfalls eher Geld ausgegeben als der jüngere Bruder. Die Lernkurve war bei uns vielleicht etwas steiler. Vielleicht liegt es an den Konditionen meiner Bank. Damit meine Kinder den Zinseszins gut nachvollziehen können gibt es 10% Zinsen im Monat. Der Übergang zu Aktien wird natürlich schwieriger werden. Die beste Anlageklasse ist schließlich die Papa Bank.

    Du hast die Erziehung allerdings sehr gut beschrieben. Es ist im Grunde so einfach. Erzählen kann man so lange und so viel man will. Am Ende zählt nur was vorgelebt wird.

  3. Wow – was für ein Artikel Machinist! Meine Erfahrungen einmal als Tipps, die sich im Prinzip decken. Meine Kinds sind mittlerweile 17 und 19. Wichtig – es geht mir nur um die finanziellen Aspekte – wir habe keine geldgeilen Egoisten erzogen aber auch nicht wie Natman schreibt konservative Ja-Sager.

    1. Investiert in die finanzielle Bildung Eurer Kinder. Die Heranführung über Taschengeld usw. ist natürlich der logische Start. Aktien/ETF, Steuern, Vor- und Nachteile von Finanzierungsformen usw. sind bei uns Standard in den Gesprächen.
    2. Erschließt eigene Einkommensquellen für die Kids. Meinen Kinder habe ich – weil ich das früher auch gemacht habe – beigebracht, wie man mit ebay etc. Geld verdienen kann. Beide verdienen sich jeweils so zwischen 1.800 – 2.500 pro Jahr an Taschengeld dazu (weiß ich nicht genau, weil ich nicht kontrolliere). Sie handeln mit Vintage-Klamotten und sichern sich Schnäppchen bei Wohnungs-auflösungen. Der ältere Sohn hat mit Studentenjobs natürlich noch weitere Quellen aufgetan.
    3. Vertraut Euren Kindern und lasst Fehler zu!
    4. Frühzeitig “eigenes Geld” mit voller Ergebnis- und Verlustverantwortung zuordnen.
    5. Besprecht finanzielle Entscheidungen und gebt Ihnen einen Überblick über Eure Vermögens- und Einkommenssituation – achtet auf den Reifegrad der Kids. Das ist das gelebte Vorbild!
    6. Vermittelt den Wert von Bildung. Bildung selbst ist ein Vermögensbaustein! Meinen Kindern habe ich einige Auslandsaufenthalte zum Leben und Lernen ermöglicht – das ist für mich Teil unseres Bildungsauftrages!
    7. Geld allein macht nicht glücklich, aber es schafft die Grundlage für Freiheit!

    Und zu was führt das so? Einige Bespiele:

    • Mein ältester Sohn hat sich ein Fotoatelier eines Freundes für kleines Geld gemietet und zu einer Wohnung umgebaut mit garantiertem Mietwohnrecht für die Studienzeit. Er ist begeistert von FIRE! Damit hat er seine Fixkosten für Wohnen (in Köln) auf 300 Euro p.M. gedrückt!
    • Mein jüngster Sohn lernt Sprachen und hat das Ziel 4 Fremdsprachen perfekt zu beherrschen, weil er international leben will und einem klaren Einkommensplan folgt.
    • Beide besparen ETF Portfolios mit selbst verdienten Geld!
    • Wir gönnen uns mehr – vor allem Reisen – weil unsere Kinder alles allein schaffen werden (ich fühle mich halt sehr verantwortlich..).

    Auwei ist das lang geworden – ich hoffe, die community verzeiht mir!

    1. Hallo Ralex,

      danke für Deine ausführlichen Erfahrungen. Das liest sich extrem gut. Ich hoffe, meine Kinder laufen in dieser Hinsicht weiterhin in eine ähnliche Richtung.

      Schönen Tag

    2. Hallo Ralex,

      Deine Erfahrungen klingen für mich sehr gut. Kannst Du Punkt 5 genauer ausführen? Wir sind eher Tiefstapler. Der Maschinist fährt auch nur einen Kleinwagen als Firmenwagen. Da meine Kinder jetzt langsam älter werden fällt ihnen vielleicht doch mancher Unterschied auf. Wir relativieren unseren Wohlstand gerne. Bei unserem MFH benennen wir beispielsweise die Bank bei der wir Verbindlichkeiten haben. Das motiviert die Kinder auch etwas zu machen. Ich möchte aber langsam die Kurve bekommen und den Kindern zeigen, dass sie für manche selbstverständlichen Dinge etwas dankbarer sein können. Meine Tochter ist sehr behütet aufgewachsen.

      1. Gerne. Meinen Kindern habe ich systematisch klar gemacht, dass

        1. Unser Einkommen/Besitz v.a. auf unsere Arbeitsleistung / Bildung / konsequentes Sparen zurückzuführen ist. Sie habe ich – sobald sie das verstehen konnten – z.B. die Einkommensverteilung in Deutschland gezeigt, Korrelationen zwischen Bildung und Einkommen klar gemacht. Es gibt bei den Kindern ein natürliches Gefühl für Ungleichheit – “warum leben denn nicht alle so wie wir?”
        2. Wenn wir eine größere Anschaffung nachdenken, wie z.B. ein Auto reden/diskutieren wir darüber. “Was denkst Du”? Da kann man wirtschaftliche Kriterien diskutieren. By the way – wir fahren auch einen 10 Jahre alten Peugeot :-), der wenig verbraucht. Diese Diskussionen führte ich auch bei ETF – “was denkt ihr, warum wir in ETF´s und nicht in Einzelakten investieren?”. “Schaut Euch mal die Kostenpositionen an und habt ihr eine Idee, wie wir den Einfluss der Kosten auf den Ertrag berechnen können”?
        3. So jetzt kommt der radikale Teil: ich habe meinen Söhnen vor etwas einem Jahr unsere gesamte Vermögenssituation gezeigt und die Gründe warum wir so investiert sind. Ich habe über meine Fehler gesprochen und was ich heute anders machen würde.
        4. Die Vermittlung der Werte nach denen wir leben: Sie haben verstanden, dass wir unter unseren Möglichkeiten des Konsums leben und das bewusst und gerne tun – wir wollen nichts verschwenden und Zeit ist uns wichtiger als maximaler Konsum. Wir protzen nicht mit Geld und verzichten auf sinnlose Markenartikel, kaufen auch Gebrauchtes. Wir wollen die Erde nicht sinnlos belasten usw. Das kommt natürlich in dem o.g. Beitrag zu kurz.
        5. Wir denken, dass wir unsere Kinder am besten “behüten”, wenn wir Ihnen klar machen, in welcher Welt wir leben.

        Ich lese, dass ihr Euren Wohlstand relativiert – das ist m.E. ein guter Ansatz, wenn Du damit meinst, dass ihr nicht demonstriert, was ihr habt. Das machen wir genauso – aber nach Innen in die Familie sind wir sehr transparent. Aber hier langsam vorgehen. Je nach Alter haben wir immer klare Botschaften gesendet: “Uns geht es gut, weil…. Das ist aber auch bei anderen Familien so, weil…”. Oder zur Bildung: ” Es ist schön, dass Du Abitur machen wirst, weil Du Dir damit viele Chancen eröffnest. Damit hast Du die Möglichkeit, Dir ein Leben zu wählen, dass …”. Immer wichtig: es geht uns um Wahl und Entscheidung – niemand wird glücklich, weil er im falschen Job Millionen angehäuft hat :-).

        BG, Ralex

        1. Hi Ralex,

          Danke für die Ausführungen. Meine Kinder sind erst 6 und 8 Jahre alt. Wir haben in der Hauptsache ein Vermögen in Immobilien. Das ist relativ offensichtlich, auch wenn man keine Ahnung von genauen Zahlen hat. Ein ETF Depot hat hier natürlich Vorteile. Es macht von aussen keinen Unterschied ob 100k, 1M oder 10M vorhanden sind. Für meine Kinder ist unser Leben natürlich völlig normal. Wir erklären ihnen, dass es Arbeit und Fleiß erfordert. Unser Freundeskreis ist auch eher gebildet und wohlhabend. Manche geben auch gerne Geld aus. Das vermittelt den Kindern ein wenig Normalität zu unserem Lebensstil. Wir haben auch Freunde mit weniger Vermögen. Den Unterschied kennen meine Kinder allerdings nicht. Und ich möchte es hier auch nicht näher ausführen. Dennoch haben meine Kinder manchmal ein falsches Bild von Normalität. Ich weiß noch nicht wie ich ihnen schonend schwierigere Lebenssituationen näher bringen kann. Wir haben jetzt keinen ausschweifenden Lebensstil. Allerdings haben wir ein MFH während manche Andere eine ETW in der Lage haben. Ein Ferienhaus, Firmenwagen und ich gebe es zu auch eine Reinigungskraft. Wir betrachten die Vorteile allerdings frugalistisch nach ihrem Nutzen und Kosten. Wir putzen natürlich auch selbst viel zu Hause. Mit zwei Kindern und Garten ist allerdings ein wenig Hilfe vorteilhaft. Das Kinderzimmer räumen wir allerdings zusammen auf und machen es gemeinsam sauber. Es soll kein falscher Eindruck entstehen. Ich fahre am liebsten mit dem Rad und erledige so Einkäufe. Wir leben weit unter unseren Möglichkeiten. Auch wenn wir so glücklich Leben und nichts entbehren. Die Selbstverständlichkeit für viele Dinge aus der Sicht meiner Kinder stört mich manchmal. Allerdings weiß ich noch nicht wie ich es besser vermitteln kann.

          Viele Grüße,

          Kiev

        2. Putzhilfe ist nichts Schlimmes jedoch Luxus. Entweder man macht viele Dinge selbst oder outsourced. Ich würde bei sinkenden Einkommensquellen zuerst die Luxusausgaben streichen.

        3. Hi Natman,

          Eine Putzfrau sehe ich auch als Luxus an. Andererseits ist es für uns eine Zeitersparnis. Meine Frau könnte ihre Arbeitszeit aufstocken. Das möchten wir allerdings nicht. Wir verbringen gerne qualitative Zeit mit den Kindern, Kochen jeden Tag richtige Mahlzeiten (nie Fertigpizza usw.), machen mit unserer Tochter Hausaufgaben, räumen auf, pflegen den Garten. Die Betreuungszeit in der Kita nutzen wir auch nicht gänzlich aus. Wir holen den Jüngsten ab sobald es passt… Wir putzen auch und machen sauber. Einmal die Woche werden wir allerdings unterstützt. Das ist eine große Zeitersparnis für uns. Der Preis dafür ist für uns absolut in Ordnung. Ansonsten bin ich nicht der Ferris Typ, der alles auslagert. Das läuft in der Regel auf viel zu viel Zeit für Planung hinaus.

        4. Hi Kiev,
          ja, das mit der Selbstverständlichkeit ist wirklich schwierig und kann das Problem gut nachvollziehen – v.a. wenn die Kinder wie bei Euch noch sehr jung sind. Aber das gibt sich nach meiner Erfahrung mit der Zeit. Die Kids werden immer wacher und damit bewusster wahrnehmen, was um sie herum passiert. Rückblickend kann ich sagen, dass die ruhigen Gespräche mehr bringen als der ein oder andere “Ausraster” von Papa Ralex…:-)
          BG, Ralex

      1. Hallo Maschinist,
        mich interessiert wie du die Gewichte für die Portfolios deiner Kleinen bestimmst.

        Im lnterview mit dem Finanzrocker hast du ja auf die aktuellen CAPE-Bewertungen von Asia Pacific hingewiesen – wie sieht denn Deine Zielallokation der Developed World, Emerging Markets und Asia Pacific ex Japan Vanguards aus?
        Ich nehme einmal an, dass du hier grob dem BIP-gewichteten Ansatz folgst, aber eben mit einem Tilt Richtung “attraktiv” bewerteter Asia Pacific-Region?

        Viele Grüße Pata Morgana

        1. Hallo Pata Morgana,

          bei der Geldsumme der Kinder ist die Aufteilung in Realität noch komplett nebensächlich. Ich habe die jeweils 4.000 Euro grob so aufgeteilt:

          Vanguard Developed World A12CX1: 1.800 Euro
          Vanguard Emerging Markets A1JX51: 1.100 Euro
          Vanguard Asia Pazifik ex JP A1T8FT: 1.100 Euro

          Emerging und Asia Pazifik aktuell mit deutlich höherer Dividende und damit niedrigerer Bewertung.

          Man kann auch genauso gut das 2 ETF Modell mit Developed und Emerging Markets nehmen und das z.B. 80:20 oder 70:30 Aufteilen. Es geht um das langfristige Lernen, damit umzugehen.

          Hauptsache man macht es!

          Freunden die absolut Null Bock haben, sich damit überhaupt zu beschäftigen habe ich einfach den Vanguard Total World FTSE empfohlen und dann immer nachkaufen, um dem Widerstand zum Anfangen so klein wie möglich zu gestalten.

          Die Leidenschaft der Kinder soll dabei entfacht werden.

          Schönen Tag

  4. Ein klasse Artikel, vielen Dank! Das so wichtige Themen, die einen über das ganze Leben begleiten und das Wissen einen großen Unterschied über Freiheit und Glück im eigenen Leben ausmachen können, nicht oder kaum beachtet und gelehrt werden, ist schon unglaublich.
    Das zeigt eigentlich sehr schön, dass das Schulsystem in Deutschland gegensätzliche Prioritäten zu Freiheit im Allgemeinen setzt (werde ein guter Angestellter, gehe keine Risiken ein, mache keine Fehler, sei sehr regelbewusst…). Schön wenn die Freiheitsmaschine andere Werte mit auf den Weg gibt

  5. Vielen Dank für die Einblicke. Nach dem Podcast mit Daniel wollte ich dich schon anschreiben welche ETF du genau nimmst. 

    Mir schwebt seit längerem auch etwas ähnliches vor mit der goldenen Gans.
    Ein Depot bei der DKB mit Visa hat der 13-jährige schon und auch ein paar Aktien die allerdings jährlich auszahlen. 

    Bei unseren Kindern machen wir es so das die Höhe des wöchentlichen Taschengeldes der Klassenstufe entspricht, also z.B. 7. Klasse 7€ 

    Idee war, das 3-ETF Model umzusetzen so das man eine monatliche Ausschüttung in Höhe des geplanten Taschengeldes hat. Die Vanguard Produkte schütten leider alle in den gleichen Monaten aus daher passt das leider nicht so ganz für mich

    Ich vermute es wird sowieso schon eine Umstellung wenn das Geld nicht mehr wöchentlich sondern monatlich und auch schwankend kommt. 

    Von daher wird wohl mein Plan – umzustellen auf einmal eine größere Investition in ETF mit dann monatlicher Ausschüttung statt Taschengeld zu machen erstmal nichts. 
    Schade eigentlich, das wäre sehr plastisch und nachvollziehbar fürs Kind gewesen

    1. Hallo Andre,

      man kann das Thema ja auch zum Teil angehen, indem man eine Mischung aus monatlichen Taschengeldüberweisungen direkt aufs Kindergiro macht und der andere Anteil aus Dividenden kommt, die alle 90 Tage fließen.

      Meine Kinder haben sich an die 90 Tage gewöhnt. Nach dem Dividendenevent überweisen wir die Hälfte des Geldes auf die Cash Kreditkarte von DKB (bis 18 Jahre kann man damit bei der DKB nur das ausgeben, was man vorher darauf überwiesen hat/was auf dem Konto ist) und die andere Hälfte bleibt auf dem Girokonto und wird dann zusammen mit anderen Sparsummen wieder neu in den gerade am tiefsten stehenden ETF angelegt (z.B. wenn dort 100 Euro enthalten sind).

      Ich erstatte den Kindern dabei alle Handelsgebühren, um diese Entscheidung wiederstandslos zu machen.

      Schönen Tag

  6. Nicht nur der Artikel ist interessant und bringt mich zum nachdenken.

    ich stelle mir aber die Frage ob es der wahre Sinn ist, sein Leben zu sehr dem Geld und dessen Verzinsung zu widmen.

    “Entscheidet das Geld was du machst oder entscheidest du was du mit deinem Geld machst.“

    Früh anzufangen -als Kid- Geld zu sparen und zu vermehren, bedeutet Sklave oder frei von Geld zu sein?

    Ist es nicht wichtiger Kindern Werte wie Selbstbewusstsein und innere Freiheit zu vermitteln anstatt die frühe Ausnutzung des Zinseszins-Effektes auszunutzen?

    Superrreich wird man durch Risiko (z.B. unternehmen gründen) – dazu braucht man Selbstvertrauen- und nicht durch eine konservative monatliche sparquote.

    Falls man es werden will.

    Versteht mich nicht falsch, ich spare auch und lege es an.

    Aber Geld macht meiner Meinung nicht frei. Freiheit erlangt man nur durch Gedanken.

    Warum wären sonst so viele Reiche unglücklich und eingesperrt in ihrer Villa, während Menschen mit wenig Geld mit Spaß an der Arbeit und im Leben sind.

    Lebe nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Lebe jeden Tag wie deinen letzten. Das bedeutet nicht, den ganzen Tag zu feiern, sondern seine Gedanken auf Zufriedenheit zu trimmen. Jeder Tag ist wertvoll.

    was meint ihr dazu?

    1. sehr anspruchsvolle Fragen, die Du aufwirfst! Das Konstrukt der Freiheit heißt auch Entscheidungen ohne Zwänge zu treffen. Ich bin 100% bei Dir – Geld macht nicht frei und kann einen versklaven. Aber wenn Du Geld als Möglichmacher für Freiheit begreifst, wird m.E. ein Schuh draus. Ich selbst bin noch nicht durch mit dem Thema – meine Kinder drängen mich z.B. zu mehr Genuss und Leben im Augenblick, weil sie meine “Abhängigkeiten” sehen. Sie fordern mich auf mehr zu Reisen und weniger zu Arbeiten…. Irgendwie seltsam, dass meine Erziehung besser anschlägt als mein Selbstcoaching….

      Und abschließend: mir geht nicht um Zinseszins oder Selbstbewusstsein/innere Freiheit sondern um das und. Ich wünsche für meine Kinder vor allem ein glückliches und erfülltes Leben. Geld kann, darf aber auch keine Rolle spielen. Das sollen sie selbst und bewusst entscheiden….Ich hoffe, dass ich das mit meiner Frau gemeinsam hinkriege.

    2. Nach der Geburt meiner Tochter habe ich direkt einen ETF Sparplan eingerichtet. Sie bekommt monatlich 75€ auf Ihr konto, davon werden 50€ in einen Vanguard AllWorld investiert. Bis zu Ihrem 18. gibt dies bereits ein gutes Startkapital für weitere Bildung (Studium) oder als Invest in eine kleine Wohnung. Natürlich kann sie dies später mit dem ersten Ferienjob ausbauen. Man kann da mit 4 Wochen Arbeit eine hübsche Summe “Steuerfrei” verdienen und das Guthaben vergrößern. Dabei lernt Sie was arbeiten bedeutet und das man Dinge erst erarbeiten muss bevor man es kaufen kann. Mir ist es auch wichtig das sie nicht zu einem Konsum Clown wird. Sondern Werte erkennt an dingen und nich jeden hippen misßt kauft. Sie wächst bereits 3 sprachig auf. Sollte es zu keinen weiteren politischen Spannungen kommen steht ihr die Welt offen.

    3. Hi leansoccer,

      Geld ist ein Werkzeug.
      Alles was man ohne Geld machen kann, kann man auch mit Geld machen, aber zusätzlich noch sehr viel mehr.

      Falls der Reiche wirklich unglücklich in seiner Villa sein sollte (was meistens nur eine flache Boulevardnachricht ist, um die Masse der Geldlosen zum Kauf zu bewegen), kann er einfach wie der Geldlose auch an irgend etwas arbeiten / Geld verdienen. Im Unterschied zu fast allen anderen macht er dann aber freiwillig und kann sich seine Tätigkeiten aussuchen.

      Wir fokkusieren uns immer dann fast wie besessen auf Dinge, wenn wir zu wenig von etwas haben. Der Verdurstende in der Wüste denkt an nichts anderes mehr genauso wie der Geldlose vor dem Monatsende. Je mehr Geld man hat, desto unwichtiger wird es, wie beim Trinkwasser, dass im deutsprachigen Raum in perfekter Qualität auf Wunsch aus der Leiung kommt.

      Meine Kinder haben das Thema jetzt so weit verinnerlicht, dass wir nicht mehr als 1-2mal im Monat darüber sprechen.

      Wir unterhalten uns dagegen mehr über Deine angesprochenen Themen wie Selbstbewußtsein und generell positives Denken.

      Wenn Geld durch den immer weiter steigenden Cashflow immer unwichtiger wird, hat man mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens.

      Schönen Tag

  7. Ich habe eine Frage zur praktischen Umsetzung: bekommen die Kinder das Geld in die Spardose und die wird wöchentlich gezählt? Oder bereits auf ein eigenes Konto?

    1. Hallo Gast,

      jüngeren Kindern bis zum Beispiel 7-8 Jahren, würde ich das Geld wöchentlich in die Hand geben, damit sie ein Gefühl dafür bekommen. Und wir haben dann auch immer die Zinsen zusammen ausgerechnet und ebenfalls ausbezahlt.

      Wenn die Kinder das gewohnt sind, kann man dann ab z.B. 8 Jahren das Geld direkt auf ein Kinderkonto bezahlen und die Kinder können sich das selbst anschauen und haben bei uns eine eigene EC Karte, die zusammen mit dem Bargeld aufbewahrt wird.
      Die Dividenden aus den DKB Kinderdepots landen automatisch auf dem Girokonto und können von dort von den Kindern wieder jeweils aufgeteilt werden.

      Schönen Tag

  8. Noch eine Frage zur praktischen Umsetzung, auch wenn es nur ein Detail ist: wie gehst du mit Centbruchstücken bei den Zinsen um? Angenommen, er hat 8,31 Euro in der Spardose, gibt es dann an Zinsen 8 Cent (knallhart wie eine Bank ;-)) oder aufgerundent 9 Cent (motiviert vielleicht mehr)?

    Viele Grüße
    Andreas

  9. Hi,
    ich bin nur durch Zufall auf deine Seite gestoßen und habe deinen Artikel grade gelesen.
    Vielen Dank für diese wertvolle Story. Wir haben unseren Kindern auch schon früh versucht „Geld-Wissen“ beizubringen, aber irgendwie wollte ich noch mehr tun. Ich werde dein System 1:1 für meine Kinder übernehmen. Ich bin begeistert.
    Alles Gute weiterhin und viele Grüße aus dem Siegerland.
    Julia

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