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Trainingslog Nero  

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 Nero
(@nero)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo Community,

Auch mein Studio war durch den Lockdown geschlossen und Zuhause trainieren ist einfach nicht das gleiche.
Seit heute ist wieder geöffnet.
Zur Feier gab's einen Whey Protein Drink geschenkt, wirklich nett!
Ich hätte eine schöne Ausrede gefunden nicht zu gehen, bin aber trotzdem durch den strömenden Regen geradelt.

Der Trainingsplan vom Maschinisten war echt cool und hat Spaß gemacht, aber irgendwie war's auch mal Zeit für ein Paar kleine Änderungen.
Entschieden habe ich mich für Stronglifts 5x5, angefangen habe ich tatsächlich wie Empfohlen mit der leeren Barbell (Das Ego ist draußen im Regen geblieben)

Das beste was vor dem Lockdown ging:
Deadlift 100kgx6
Chinups 75kg+15kg x8
Alles schon ganz nett aaaaaaber:
Ich wollte auch an meiner Form einen Feinschliff verpassen. Gute Gelegenheit.

Kulturell bin ich prädestiniert viel zu essen, das klappt also.
Meine größte Sorge ist und bleibt Schlaf. Nicht nur für die Workouts, auch aus anderen Gründen.
In den nächsten 2 Wochen stehen zwar keine Nachtdienste an, trotzdem bleiben sie ein Problem. Wer Schichten arbeitet oder gearbeitet hat weiß was ich meine.
Ein weiterer Grund Ausschau zu halten & mich weiter zu bilden.

Zitat
Veröffentlicht : 15. Juni 2020 14:57
Judge Dredd, Maschinist und Natman mögen das
Schlagwörter für Thema
 Nero
(@nero)
Aktiver Freiheitskämpfer

Die ersten Wochen im Stronglifts Programm sind Gewichtstechnisch sehr unspektakulär.
Keiner will wissen, dass man mit 30Kg squaten kann. Wenn eine 1 vor der 30 steht wird's eher interessant.

Kein Grund nicht an guten Gewohnheiten zu arbeiten. Beim letzten Mal habe ich über den Schlaf gejammert.

Neue Gewohnheit: Mittags den Timer auf 33 Minuten stellen und dann auf dem Futon die Augen schließen. Manchmal döse ich weg, an anderen Tagen nicht. Entspannter aufstehen ist aber jedes mal drin.

Weitere neue Gewohnheit:
- Den Schichtdienst nicht mehr als Ausrede nehmen spät ins Bett zu gehen. Normalerweise bin ich gegen 02:00 ins Bett gegangen. Das hat sich nach vorne verschoben. zwischen 22:00 und 23:30 ist jetzt üblich für mich geworden. Das heißt nach einem Spätdienst nach Hause und ziemlich schnell ins Bett.
- Noch öfter die Schlafmaske nutzen.
- Mich tagsüber mehr dem Tageslicht/Sonnenlicht aussetzen
- Alexa hat eien coole Playlist mit Naturgeräuschen zum einschlafen

Merke ich einen Unterschied? Auf jeden Fall! Ich bin entspannter, gelassener, selbstbewusster, konzentrierter, erfrischter, motivierter... Ich glaube wir leiden alle unter chronischem Schlafmangel.

Video zum Thema:

Alles Meinung, kein Medizinischer Rat hier Smile

Im Nachtdienst habe ich mal mit unserer Endokrinologin geplaudert. Jetzt gibt's im Internet Melaninspray für Leute zu kaufen die nicht einschlafen können. Sie meinte das wäre state of the art oder so...
Mein Gedanke dazu: Kann es gut sein seinem Körper einfach so ein Hormon zuzuführen? Ich bin kein Arzt und das Hormonsystem des Menschen ist ein großer Haufen Rätsel für mich.
Aber ich weiß: Vor 10.000 Jahren gab's noch kein Melaninspray und geschlafen haben die damals auch. Wahrscheinlich besser als wir.

Unsere Vorfahren hatten aber auch keinen Job im inneren eines Gebäudes... Noch ein Grund an der persönlichen Freiheit zu arbeiten: Man kann den ganzen Tag draußen sein.

In letzter Zeit erwische ich mich beim träumen von mir selbst in der Freiheit. Wie ich auf der Terrasse sitze, morgens um 5, frisch gebrühter Kaffee auf dem Tisch, neben mir ein Hund... Frei von... allem.
Wenn ich daran denke bin ich meinen Eltern dankbar.

Wir sehen uns in letzter Zeit leider seltener. Wenn ich mit meinem Papa rede geht's meistens um $$$. Ab und zu sagt er dann was in Richtung von "Du bist den meisten in deinem Alter um x 1000 voraus, sei ein Bisschen entspannter" Recht hat er. Und trotzdem... Wenn ich dann mit @pascal rede der in 3 Jahren 50M auf dem Konto haben wird 😉 dann denke ich: "Das kann auch nicht alles sein. Mach mehr aus dir!" Daran arbeite ich.

Dann fühlt es sich so an als würde der gesamte Rest im Leben leiser gedreht werden. Das Rauschen wird weniger und ich höre die Signale.

TLDR...
Schönen Tag euch, danke falls ihr es bis hier geschafft habt. Smile

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Juni 2020 07:02
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Liest sich gut. Prima Gedanken von Dir und Dein Vater plus Pascal haben beide recht. 😉

Work hard (an Deinen Zielen) + play hard (schaff Dir freie Zeiträume und nutze sie auch mal spielerisch ohne Sorgen)

Schönen Tag!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Juni 2020 09:21
Nero mag das
 Nero
(@nero)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo zusammen!

Training läuft. Ich sehe veränderungen an meinem Körper. Meine Freundin tut das auch. Dafür gibt es 2 Daumen hoch.

1L Milch am Tag und 20 Eier in der Woche sind wieder zum 'Standard' geworden. In der Arbeit haben sie mir den Vogel gezeigt "Damit bringst du dich um!" wir werden sehen

Außerdem bei mir im Trend: Eisbäder, bei dem Wetter wirklich was tolles und auch sonst einfach gut um den Willen zu testen. Ob das T davon steigt oder sinkt... keine Ahnung

Was noch? Yoga mit meiner Arbeitskollegin auf dem Dach 4 Tage am Stück, gut getimed zum Sonnenaufgang. Hat Spaß gemacht und sie fragt schon wann ich wieder Zeit habe. Nach dem Workout war das eine gute Möglichkeit mich nochmal ausgiebig zu dehnen -> Verbesserte mobilität.

Erkenntnis: Lieber etwas versuchen und scheitern als in ewig in Ungewissheit leben und später erzählen "Ach hätte ich mal" Fail hard, fail fast.

Weitere Erkenntnis dank @Pascal: Wenn ich keine Lust auf die Arbeit habe ich das ein guter Antrieb etwas anderes zu lernen/tun. Anger = Fuel

Zurück in meinem alten Department mit gemischten Gefühlen. Ich wurde freudig empfangen und die ersten Tage hätten sicher schlimmer sein können.
Das ändert nichts daran dass viele Strukturen mich ankotzen.

Hinzu kommt ein gewaltiger shift in meinem mindset der die Arbeit mit manchen Patienten und Ärzten schwieriger als bisher gestaltet. Ich sage noch öfter nein, das hinterlässt fassungslose Gesichter.
Die Frage ist: Wieso sollte ich etwas tun wofür ich nicht bezahlt werde, das nicht meine Arbeit ist? Ich habe nicht das Bedürfnis von jedem gemocht zu werden.

Weitere Erkenntnis: Man wird nicht danach bezahlt wie hart man arbeitet.

Ich war 'dumm' genug mir den härtesten Fachbereich auszusuchen den es überhaupt gibt, das habe ich insbesondere im anderen Department festgestellt.

Hier muss man alles können, nicht nur ein Bisschen sondern volles Rohr! Innere Medizin & Chirurgie
Dann ist es natürlich motivierend von Kollegen zu hören "Bei dir habe ich das Gefühl du arbeitest schon 5 Jahre hier"
Vorteile: Massive Expertise die sich später theoretisch monetarisieren lässt. + Ein großes Maß an Eigenverantwortung übernommen (die ich nicht hätte übernehmen müssen)
Viele weitere Nachteile: Diverse rechtliche/moralische Grauzonen & Fallstricke in denen ich theoretisch haftbar gemacht werden könnte.

Die Versuchung ist groß einfach die easy road zu nehmen und in einen Fachbereich zu wechseln der weniger Mühe erfordert. Aber so bin ich eben nicht. Ich wäre auch manchmal gerne jemand der sich einfach krank meldet obwohl er nur keine Lust hast. Aber so bin ich eben nicht. Jede Zelle in meinem Körper würde sich dagegen wehren.

Und bei euch?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Juli 2020 22:09
viper2333, Der Ingenieur, Pascal Weichert und 1 User mögen das
 Nero
(@nero)
Aktiver Freiheitskämpfer

Another f***ing week...

Die Gewichte werden langsam interessanter. Beim nächsten mal Squaten sollen es 5x5 50kg sein, der nächste Deadlift werden 70kg, noch nicht die Welt, aber die Steigerung ist da.
Was ich mir in dieser Hinsicht wünsche: Ein Homegym, einen Tag-Nacht Rhythmus wie jeder andere und einen Jagdschein für Qualitäsfleisch oder einfach mehr Zeit zum Fliegenfischen.

3 Nachtschichten überstanden. Insgesamt hätten es 5 sein können, da 2 Rufdienste dabei waren. Gut daran ist, dass ich für 2 Tage 'nicht arbeiten' bezahlt werde.
Zu meinen Nächten fällt mir folgender Satz ein: “Think of how stupid the average person is, and realize half of them are stupider than that.”
Ist natürlich nicht böse gemeint, ich könnte aber bald ein Buch veröffentlichen mit dem Titel "Die abwegigsten Dinge die man mir in der Arbeit gesagt hat" Wenn Interesse besteht lasst es mich wissen.

Ernsthaft:
Die Arbeit erinnert mich immer wieder daran, dass es nur eine wirklich kostbare Ressource gibt: Zeit.
Keiner hat damit gerechnet früh zu sterben.
Alle wollten noch mehr Zeit.
Dann war's schon zu spät.
Zu spät das Rauchen aufzugeben.
Zu spät gesünder zu essen.
Zu spät für's gym und und und.

Zu meinem Fachbereich passen oft die Tweets von P.D. Mangan die ich wirklich genial finde! Traurig nur: Ich darf den Patienten das meiste davon gar nicht sagen, weil es nicht Leitlinien konform ist.
Meine Ansichten zu Ernährung sind inzwischen stark durch diese Bubble geprägt und damit sehr kontrovers. Interessant ist zumindest Teilweise auch die Arbeit von Frank Tufano.
Das führt immer wieder zu hitzigen Debatten auf die ich keine Lust mehr habe.
Ernährung ist ein sehr empfindliches Thema geworden.

Was gibt's sonst noch?

Besuch bei Pascal:
Jena erkundet und talk für viele Stunden. Zukuntspläne und Ideen, ein Bisschen zusammen 'gearbeitet' und viel gelacht. Coole Zeit! Good vibes!
Was die Community betrifft: Wir waren uns einig dass hier wirklich tolle Leute unterwegs sind die es verstehen einen hochzuziehen und zu motivieren.
Daher geht das an jeden: Danke dass ihr da seid!

Besuch Zuhause:
Die üblichen Themen und wann endlich mal mit Enkeln zu rechnen ist. Naja...

Rest:
In letzter Zeit habe ich viel geschrieben. Auch wenn nichts dafür (derzeit) geeignet ist um davon zu leben so genieße ich es mehr zu schreiben. Früher hatte ich das Gefühl "So viel in meinem Kopf wie kann man es nutzen?" Jetzt habe ich ein Ventil dafür gefunden.
Tut wahnsinnig gut.
Dadurch sitze ich jedoch mehr, weshalb ich bei der nächsten Gelegenheit zu IKEA fahre und mir einen frugalistischen Stehtisch baue.

Ich wünsche euch eine gute Woche
Make every day count!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Juli 2020 19:05
Pascal Weichert und Natman mögen das