Der Maschinist erklärt: Aktives Trading – Handel, Daten, Trading Akademien & Erfahrungen

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Aktives Trading Erfahrungen Trader Akademie - Geld verdienen mit TradingDer Maschinist erklärt: Aktives Trading: Was die Daten sagen, was die Akademien versprechen – und die Erfahrungen echter Trader.

Der umfassende Leitfaden für alle, die über aktives Trading nachdenken. Mit harten Statistiken, einem ehrlichen Blick auf bekannte Trading-Akademien im DACH Raum (PJM, tradAc, trading.de, TradingFreaks) und den Erfahrungen echter Trader aus der Freiheitsmaschine Community.

Letzte Aktualisierung: März 2026

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Warum dieser Artikel existiert
  2. Was ist aktives Trading?
  3. Die harten Fakten: Was die Daten über aktives Trading sagen
  4. Der Renditeversprechen-Check
  5. Trading Akademien im deutschsprachigen Raum
  6. Vergleichstabelle: Anbieter
  7. Was unsere Community zu den Akademien sagt
  8. Echte Trader in der Freiheitsmaschine: Reblaus, Alexander und was sie zeigen
  9. Die ehrlichsten Bücher über Trading
  10. Die Alternative: Was der Maschinist empfiehlt
  11. Fazit des Maschinisten
  12. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

 

Hinweis: Dieser Artikel stellt weder eine Anlage- noch Rechtsberatung dar. Er gibt die persönliche Einschätzung des Maschinisten auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen und der Diskussion in der Freiheitsmaschine Community wider. Der Maschinist steht dabei in keiner geschäftlichen oder privaten Beziehung zu den genannten Unternehmen und er erhält keinerlei Provision für diesen Artikel oder das Erwähnen einzelner Anbieter. Ergo: Das ist einer der Vorteile finanzieller Unabhängigkeit: Man kann schreiben, was man will.

 


 

1. Warum dieser Artikel existiert

Es gibt Fragen, die in der Freiheitsmaschine Community immer wieder auftauchen. Eine der häufigsten: „Was hältst Du generell vom aktiven Trading und vom Trading Seminar X“. Oder: „Welche Erfahrungen habt Ihr über den Trading Akademie Anbieter Y, der mir Renditen von über 30% pro Jahr verspricht, wenn ich nur sein Seminar für viele tausend Euro besuche?“

Ich versuche hier diese Fragen zu beantworten und eine neutrale Übersicht zu geben betreff aktiven Trading, Trading-Akademien im DACH Raum inkl. meiner persönlichen Einschätzung und den Erfahrungen unserer Freiheitsmaschine Community.

Vorab: Aktives Trading kann funktionieren und profitabel sein. Teilweise mein eigener Weg und echte Trader aus unserer Community beweisen es. Aber die Daten zeigen auch eine unbequeme Wahrheit, die die meisten Broker, Trading Seminar Anbieter oder Trading Akademien nicht auf ihrer Webseite stehen haben.

 


 

2. Was ist aktives Trading?

Aktives Trading bedeutet, an den Finanzmärkten regelmäßig Produkte (z.B. Wertpapiere, Futures, Optionen etc.) zu kaufen und zu verkaufen, um aus Kursbewegungen Gewinne zu erzielen. Im Gegensatz zum passiven Investieren – bei dem man einen breit gestreuten ETF oder Einzelwerte kauft und dann jahrelang oder sogar endlos hält – versuchen aktive Trader den Markt, das heißt die anderen meist aktiven Teilnehmer, zu schlagen: Durch Timing, eine spezielle  Produktauswahl oder andere Strategien.

Es gibt dabei verschiedene Spielarten des aktiven Tradings, die sich vor allem im Zeithorizont unterscheiden: Daytrading (Positionen werden innerhalb eines Tages eröffnet und geschlossen), Swing-Trading (Positionen über Tage bis Wochen), Positionstrading (Wochen bis Monate) und Aktives Investieren mit bewusster Produktauswahl über längere Zeiträume.

Generell gilt: Je kürzer der Handelszeitraum, desto schwieriger ist es, langfristig profitabel zu bleiben. Der Grund ist reine Mathematik: Bei jedem Trade fallen Kosten und Slippage an (Spread, Gebühren, Steuern), und je häufiger Du handelst, desto mehr fressen diese Kosten Deine Rendite. Dazu kommt, dass Du bei jedem Trade eine Entscheidung gegen unzählige andere Marktteilnehmer triffst – darunter Algorithmen, die in Mikrosekunden reagieren, und institutionelle Profis mit Research-Budgets, die größer sind als das Vermögen der meisten Privatanleger.

Das klingt erstmal entmutigend. Aber die Statistiken bestätigen es.

 


 

3. Die harten Fakten: Was die Daten über aktives Trading sagen

Und jetzt zu den Daten. Keine Meinungen, keine Anekdoten – nur Zahlen aus den größten und am besten dokumentierten Studien zum Thema.

Retail-Trader: 74-89% verlieren Geld

Die größte Studie über Retail-Trader aller Zeiten (PiP World, 2025) analysierte 8 Millionen Trader und 295 Millionen Trades über 27 Jahre (1998-2025). Das Ergebnis: 74-89% aller Retail-Trader verlieren Geld – und diese Quote hat sich über fast drei Jahrzehnte nicht verändert. Nicht durch bessere Tools, nicht durch bessere Ausbildung, nicht durch bessere Plattformen.

Europäische CFD-Broker sind verpflichtet, die Verlustquoten ihrer Kunden offenzulegen. Die Auswertung von BabyPips zeigt: Je nach Broker verlieren 70-80% der Retail-Konten Geld. Interactive Brokers hat mit die besten Zahlen – vermutlich weil dort erfahrenere und besser kapitalisierte Trader handeln.

Daytrading: Nur 1% bleiben über fünf Jahre profitabel

Daytrading-Statistiken sind noch ernüchternder. Nach Daten von FINRA und weiteren Studien verlieren 72% aller Daytrader im Jahresverlauf Geld. Nur 13% bleiben über sechs Monate profitabel. Nur 1% schaffen es über fünf Jahre. 80% aller Daytrader hören innerhalb der ersten zwei Jahre auf, 40% schon nach einem Monat.

Eine brasilianische Studie (Chague, De-Losso, Giovannetti, 2020) untersuchte 19.624 Personen, die zwischen 2012 und 2017 mit dem Daytrading von Futures begannen. Von allen, die länger als 300 Tage tradeten, erzielten nur 3% einen Nettogewinn. Die Studie wurde in akademischen Journalen peer-reviewed veröffentlicht.

Professionelle Fondsmanager: 91% schlagen den Markt nicht

Professionelle Fondsmanager schneiden kaum besser ab. Die SPIVA Scorecard von S&P Dow Jones Indices vergleicht seit über 20 Jahren systematisch die Performance aktiv gemanagter Fonds mit ihren Benchmark-Indizes. Die aktuellsten Ergebnisse (Mid-Year 2025):

In Europa haben über einen 5-Jahres-Zeitraum 91,4% aller aktiv gemanagten Aktienfonds ihren Vergleichsindex nicht geschlagen. Weltweit sind es über 10 Jahre mehr als 90%. Und das sind keine Laien – das sind Vollzeit-Profis mit Bloomberg-Terminals, Analystenteams und Millionenbudgets für Research.

Noch brutaler: Die SPIVA Persistence Scorecard zeigt, dass von allen Fonds, die in einem 12-Monats-Zeitraum im oberen Viertel lagen, nur 1,6% diese Position über die nächsten vier Jahre halten konnten. Selbst wer einmal outperformt, kann das fast nie wiederholen.

Die Dalbar-Studie: Anleger als eigener größter Feind

Die jährliche Dalbar-Studie zeigt eine weitere unbequeme Wahrheit: Der durchschnittliche Retail-Investor underperformt den S&P 500 um etwa 6,1% pro Jahr über einen 20-Jahres-Zeitraum – hauptsächlich weil Anleger dazu neigen, in Abwärtsphasen zu verkaufen und Erholungen zu verpassen. Aktives Handeln bringt den meisten Handelnden als nicht nur keinen Vorteil sondern es macht die Performance aktiv schlechter.

Was das zusammen bedeutet: Wenn 91% der professionellen Fondsmanager mit Millionenbudgets den Markt über fünf Jahre nicht schlagen können, und die meisten Retail-Trader Geld verlieren, dann sollte jeder, der über aktives Trading nachdenkt, diese Zahlen kennen, bevor er Geld für Kurse und Seminare ausgibt.

 


 

4. Der Renditeversprechen-Check

Einige Seminare und Trading-Akademien stellen Renditen von 30-60% pro Jahr oder 3-5% pro Monat in Aussicht. Rechnen wir das mal durch.

Wenn man zuverlässig 30% pro Jahr erzielen könnte, würden aus 100.000 Euro nach 10 Jahren rund 1,4 Millionen Euro. Nach 20 Jahren wären es 19 Millionen Euro. Nach 30 Jahren wären 262 Millionen Euro auf dem Konto.

Bei 60% pro Jahr? Aus 100.000 Euro würden nach 20 Jahren 1,2 Milliarden Euro. Das klingt traumhaft – aber es passiert so gut wie nie, weil Verlustjahre und Gebühren dieses Kartenhaus zusammenbrechen lassen.

Und wer 3-5% pro Monat verspricht, wie es auf manchen Akademie-Webseiten steht, verspricht in Wahrheit durch den Zinseszinseffekt 43-80% pro Jahr. Das übertrifft die Rendite der besten Investoren aller Zeiten.

Warren Buffett – der wohl erfolgreichste Investor der Geschichte – hat über seinen gesamten Karrierezeitraum von 1965 bis 2024 eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 19,8% mit Berkshire Hathaway erzielt. Er gab keine Seminare, weil er zu beschäftigt war, selbst Geld zu verdienen.

Jim Simons mit seinem legendären Medallion Fund hat über rund drei Jahrzehnte 39% jährliche Netto-Rendite nach Gebühren erzielt – mit einem Team von 300 Mathematikern, Physikern und Informatikern, die hochkomplexe quantitative Strategien entwickelten. Nicht mit 1-3 Stunden pro Woche nach einem Wochenendseminar. Auch er verkaufte keine Seminare sondern im Gegenteil verpflichtete alle Beteiligten zu größten Stillschweigen. Außerdem schloss er seinen Fonds sehr schnell für neue Investoren, da Tradingstrategien, wenn überhaupt, immer nur bis zu bestimmten Vermögenshöhen funktionieren, da man ansonsten selbst den Markt bewegt und nicht mehr ausreichend Liquidität vorfindet.

 

Trotz dieser schlechten Chancen auf eigenen Erfolg, probieren sich unzählige Retail Anleger besonders zu Beginn auch mit aktivem Trading. Kein Boss, kein Wecker, kein fester Arbeitsort. Diese Dinge klingen, neben der Aussicht auf schnelles Geld, verheißungsvoll.

Und die Sehnsucht nach Glück und Reichtum machen sich, wie bei historischen Goldrausch-Events im wilden Westen, auch in diesem Metier die „Schaufelverkäufer“ des aktiven Tradings zu eigen.

Sie geben Ausblick auf hohe mögliche Gewinne, locken oft mit relativ günstigen Kursen und Einstiegsseminaren, um den Angelockten schließlich tausende Euro teure Trader Seminaren und Akademie Abschlüsse zu verkaufen.

Nachfolgend habe ich einige Anbieter aufgelistet (wie erwähnt stehe ich in keinerlei geschäftlicher oder privater Beziehung zu einem dieser Anbieter und erhalte auch keinerlei Vergütung oder Provision für jedwede Aussage über diese Anbieter).


 

5. Trading Akademien im deutschsprachigen Raum

Der Maschinist hat einige Trading Seminar Anbieter und Trading Akademien im DACH-Raum unter die Lupe genommen.

PJM Investment Akademie (Philipp J. Müller)

Philipp J. Müller (geb. ca. 1977) ist ein deutscher Unternehmer, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gründer der PJM Investment Akademie GmbH mit Sitz in Hamburg (Gasstraße 29, 22761 Hamburg, HRB 134640). Er gründete 2014 die Akademie und ist Autor des Buches „GeldRICHTIG“, das SPIEGEL-Bestseller-Status erreichte. FOCUS Business führt die PJM Akademie als „Wachstumschampion 2023 und 2024″. Die Geschäftsführer sind Müller und Kevin Blohm.

Die Wirtschaftsjournalisten Dietmar Deffner und Holger Zschäpitz haben das Buch in ihrem Podcast (Folge 131) allerdings kritisch besprochen – es enthalte zu großen Teilen Werbung für die kostenpflichtigen Seminare. Sein Bruder Ulrich Müller betreibt mit der „Ulrich Müller Wealth Academy“ (UMWA) in Halstenbek bei Hamburg ein ähnliches Geschäftsmodell.

Versprechen: Auf der Webseite sprechen (vermeintlich?) echte Seminarteilnehmer von: „Gewinne in jeder Marktlage“, „Jahresrenditen von 30-60% und das mit 1-3 Stunden pro Woche Zeitaufwand“. Die PJM Investment Akademie selbst spricht davon, dass man nach Abschluss des knapp 4.000 Euro teuren Seminars „ein regelmäßiges Einkommen an der Börse generieren kann“. Die Vorgehensweise, vermeintliche oder echte Kunden solche Aussagen treffen zu lassen und diese auf der Webseite zu zitieren, ist eine elegante Vorgehensweise, weil sich der Anbieter selbst damit nicht angreifbar macht sondern wie dieser Artikel auch, als freie Meinungsäußerung dasteht.

Kosten: Ab 3.995 Euro für ein zweitägiges Intensiv-Seminar, sechsmonatige Online-Begleitung, wöchentliches Live-Coaching, eine Charting-Software und eine wöchentliche „Top 40″-Aktienliste. Im Mitgliederbereich gibt es Upselling – der Bereich „Tradingsignale“ ist nur teilweise zugänglich, für den vollen Zugriff ist ein weiteres Abo nötig.

Bewertungen: Auf Trustpilot 4,9 Sterne bei knapp 2.900 Bewertungen. Aber Trustpilot selbst weist auf der Profilseite darauf hin, dass das Unternehmen „möglicherweise auf eine Weise zur Bewertungsabgabe einlädt, die von Trustpilot nicht unterstützt wird“ und dies „zu Verzerrungen führen“ könne. Auf Reddit r/finanzen und im Finanztip-Forum fällt der Tenor kritischer aus.

Strategie: Chartanalyse kombiniert mit Optionshandel – konkret Covered Calls und Short Puts, was Müller „Mieten“ und „Versichern“ von Wertpapieren nennt. Die Teilnehmer erhalten wöchentlich eine „Top 40″-Aktienliste als Signaltrading. Die Strategien sind nicht neu – erfahrene Optionshändler kennen sie.

 

tradAc – European Trading Academy (Birger Schäfermeier)

Birger Schäfermeier (Jahrgang 1969) ist einer der bekanntesten Trader und Trading-Coaches in Europa. Er handelt seit über 30 Jahren aktiv an den internationalen Terminbörsen, ist studierter Diplom-Volkswirt und BaFin-zugelassener Vermögensverwalter. Er hat zwei Bücher über Trading geschrieben – „Einfach Traden“ und „Die Kunst des erfolgreichen Tradens“ – und die European Trading Academy AG (tradAc) mit Sitz in Mülheim an der Ruhr gegründet.

Auf der Webseite der tradAc steht als Erwartungshaltung: „Mit unserem einzigartigen Regelwerk hast Du die Möglichkeit, jeden Monat 3-5% an der Börse zu verdienen“ und „Nach dem Abschluss kannst Du mit Trading dauerhaft Deinen Lebensunterhalt verdienen.“ Zur Einordnung: 3-5% monatlich entspricht durch den Zinseszinseffekt 43-80% pro Jahr. Schäfermeier betont allerdings, dass Trading ein Beruf ist, der Jahre der Ausbildung erfordert. Sein eigener Spruch: „Leider musste ich selbst durch Versuch und Irrtum lernen, so dass ich sechs Jahre brauchte, bevor ich erfolgreich handeln konnte.“

Kosten: Modulares System – Level 1 (Einstieg/Orientierung): 698 Euro, 90 Tage. Level 2 (BootCamp): 3.999 Euro, zweiwöchiges Intensiv-Training in der „Trading-Villa“ in Mülheim. Level 3: 3.999 Euro, fünftägiges Intensivseminar. Level 4: Einwöchiger Profi-Workshop in Andalusien. Dazu Forex-Live-Tradingroom und die Software „Trade Tracer“.

Bewertungen: Auf Trustpilot 4 Sterne bei ca. 60 Bewertungen – deutlich weniger (und nach meiner Meinung realistischer) als die fast 3.000 der PJM Akademie. Auf BrokerDeal gibt es kritische Berichte: Die Performance von Schäfermeiers eigener Vermögensverwaltung (Arete Trading GmbH) wird nicht veröffentlicht, und beim TopTraderCup erzielte er Mitte der 2000er Jahre eine negative Performance von ca. -77%. Im Jahr 2018 gewann er dagegen die Real Money Challenge mit über 4.000% – was erstens ein respektables Ergebnis ist, aber auch die extreme Volatilität des aktiven Tradings illustriert.

 

trading.de (André Witzel und JT)

Trading.de ist eine neuere Plattform, gegründet von André Witzel und Jia Tian Rong (JT). Der Schwerpunkt liegt auf praxisnahem Volumen- und Orderflow-Trading mit persönlicher Begleitung.

Kosten: 249 Euro pro Monat (monatlich kündbar), beinhaltet persönliches 1:1-Coaching. Fokus auf M1-Chart-Daytrading. Abrechnung über Digistore24 GmbH, die wiederrum Kickbacks an Affiliates vergibt, die diese Produkte bewerben. Langfristig summieren sich die Kosten bei 12+ Monaten auf über 3.000 Euro.

Bewertungen: Auf Trustpilot 5 Sterne bei ca. 226 Bewertungen. Einzelne Nutzer empfanden den Starter-Kurs als repetitiv. Die Plattform verzichtet auf übertriebene Versprechen und betont, dass Disziplin und Zeit die Grundlage für Erfolg sind. Trading.de bietet einen umfangreichen YouTube-Kanal mit Live-Trading-Sessions als unverbindlichen Einblick.

 

TradingFreaks und André Stagge

Die TradingFreaks bieten das „Top Trader Programm“ mit Fokus auf News-Trading. Die Kosten für die Silber-Variante liegen bei 3.900 Euro (Einmalzahlung) für 12 Monate Zugang. Gold ca. 4.790 Euro, Diamant ca. 9.000 Euro (nur nach Beratungsgespräch).

André Stagge ist Ex-Senior-Portfoliomanager (2007-2018), der vier Investmentfonds mit insgesamt 2,5 Milliarden Euro verwaltet hat. Seine Intensivausbildung Portfoliomanagement kostet 2.970 Euro (3 Monate, 12 Live-Webinare, lebenslanger Zugang). Auf ProvenExpert 4,92 Sterne bei ca. 1.200 Bewertungen. Er lehrt über 40 saisonale und statistische Handelsstrategien und bietet eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie – ein Pluspunkt, den viele andere Wettbewerber nicht bieten. Außerdem kommt er aus der professionellen Vermögensverwaltung, was zwar kein Garant für langfristige Profitabilität ist, aber eine ernsthafte multijährige Beschäftigung mit dem Themenkomplex zeigt.

 


 

6. Vergleichstabelle: Trading Akademien

AnbieterGründerKosten (Einstieg)SchwerpunktTrustpilotRenditeversprechen
PJM AkademiePhilipp J. Müller3.995 €Optionen, Chartanalyse, Mindset4,9 (2.900 Bew.) *30-60% p.a. (über „Kunden“)
UMWAUlrich Müllerab ca. 3.000 €Optionen, Chartanalyse, Mindsetk.A.Ähnlich PJM
tradAcBirger Schäfermeier698 € (Level 1), 3.999 € (Level 2)Daytrading, Futures, Swing4,0 (60 Bew.)3-5% monatlich
trading.deAndré Witzel, JT249 €/MonatOrderflow, Volumen, M1-Daytrading5,0 (226 Bew.)Keine expliziten
TradingFreaksTim Grüger3.900 €News-Tradingk.A.Keine expliziten
André StaggeAndré Stagge2.970 €Saisonale Strategien, Portfoliomgmt.4,9 (1.200 Bew.)Keine expliziten
Welt-ETF-Sparplan0 €Passives Investieren8-10% nominal p.a. (historisch)

* Trustpilot weist bei PJM auf möglicherweise verzerrte Bewertungseinladungen hin.

 


 

7. Was unsere Community zu den Akademien sagt

In der Freiheitsmaschine Community wurde insbesondere die PJM Akademie ausführlich diskutiert. Die überwiegende Meinung unserer Freiheitskämpfer ist skeptisch:

Community-Mitglied Breather brachte den Punkt: „Wenn das so gut klappt und man damit so viel Geld machen kann – warum macht er die Seminare? Aus Menschenliebe oder doch weil er mit den Seminaren hauptsächlich verdient, weil die Strategie eher mau ist?“

Temprano fasste zusammen: „Die Strategie, die er verwendet, ist in zwei Minuten erklärt und enthält ein ordentliches Risiko.“

Herr Vorragend merkte zu den vielen Trustpilot-Bewertungen an: „Die Bewertungen sehen schon legit aus. Die sind wahrscheinlich direkt nach dem Seminar entstanden. Da brauchst Du nur einen vollen Raum und einen guten Abend.“

Die vollständige Diskussion findest Du in unserem Forum-Thread.

 


 

8. Echte Trader in der Freiheitsmaschine: Reblaus, Alexander und was sie zeigen

Geld mit aktivem Trading zu verdienen ist also verdammt schwierig. Aber es ist nicht unmöglich. Denn es gibt Menschen, die mit aktivem Trading Geld verdienen. Ich selbst habe mit meinem aktiven gehandelten Depotanteil langfristig betrachtet den Markt geschlagen. Der Preis dafür war neben einer hohen Volatiltät auch sehr viele Schmerzen besonders zu Beginn und jahrelange Mühe, bis ich zu dem Investor wurde, der ich heute bin.

Aktives Trading zu lernen ist ein langer Prozess und es ist ein Weg zum eigenen Ich. Man wird dabei schonungslos mit seinen eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten konfrontiert und der Weg zur Profitabilität besteht darin, selbst an sich zu arbeiten und sich dabei auch ein Stück weit zu ändern.

In unserer eigenen Community gibt es Beispiele für langfristig erfolgreiche Trader:

Reblaus – Das Trading-Tagebuch

Freiheitskämpfer Reblaus ist einer der bekanntesten Community-Mitglieder und aktiver Trader, der in seinem Millionär Interview ausführlich berichtet hat. Was Reblaus besonders macht: Er führt seit vielen Jahren ein öffentliches Trading-Tagebuch in unserem Forum – mit Tausenden von Beiträgen, dokumentierten Trades, Gewinnen und Verlusten.

Reblaus beweist, dass aktives Trading funktionieren kann. Aber er beweist auch etwas anderes, das die meisten „Schaufelverkäufer“ verschweigen: Es ist enorme Arbeit. Jahrelange Erfahrung. Ständiges Lernen und Arbeiten an sich selbst. Dazu die emotionale Belastung und auch Drawdowns und Rückschläge, die man überwinden muss. Reblaus ist kein Wochenend-Seminar-Absolvent – er ist ein dedizierter Vollzeit-Trader mit jahrzehntelanger Erfahrung.

Alexander – Aktives Trading zum Millionenvermögen

Freiheitskämpfer Alexander ist ein weiterer Millionär Interview Teilnehmer, der sein Vermögen mit aktivem Aktienhandel aufgebaut hat. Auch sein Weg war alles andere als Gerade. Es brauchte Talent, Disziplin und die Fähigkeit, nach Rückschlägen wieder aufzustehen.

Was diese Beispiele lehren

Reblaus und Alexander zeigen: Aktives Trading kann funktionieren. Aber sie zeigen auch die unbequeme Wahrheit, die kaum ein Seminar über aktives Trading erwähnt:

Es braucht Jahre, nicht Wochenendseminare, um profitabel zu werden. Es erfordert außergewöhnliche Disziplin und emotionale Kontrolle – Eigenschaften, die man nicht in einem Kurs kaufen kann. Selbst erfolgreiche Trader haben Drawdowns und Verlustperioden. Es ist letztlich ein Vollzeit- oder zumindest intensiver Zweitjob, keine Nebentätigkeit für 1-3 Stunden pro Woche. Und die allermeisten, die es versuchen, scheitern – nicht aus Dummheit, sondern weil Mathematik und menschliche Emotionen gegen sie arbeitet.

Wer weitere Lebenswege von interessanten Menschen lesen will, findet sie in unseren Millionär Interviews und im Forum.

 


 

9. Empfehlungsliste Trading-Bücher

Wer trotz aller Statistiken ernsthaft aktives Trading lernen möchte – dem empfiehlt der Maschinist diese Bücher. Sie zeigen ungeschönt, was Trading wirklich bedeutet.

Meine Nr. 1: „Das Spiel der Spiele“ (Reminiscences of a Stock Operator) – Edwin Lefèvre

Ein mehr als 100 Jahre altes Buch über Jesse Livermore, einen der berühmtesten Spekulanten und aktiven Trader der Geschichte. Pflichtlektüre für jeden, der über Trading nachdenkt. Nicht wegen irgendwelcher Handelsstrategien, sondern wegen der schonungslosen Offenheit dieses Buches. Livermore machte und verlor beim Spekulieren mehrere riesige Vermögen. Er war zeitweise einer der reichsten Männer Amerikas – und endete trotzdem tragisch. Das Buch zeigt die psychologischen Fallstricke des Tradings wie kein anderes: Gier, Angst, Überheblichkeit und die Sucht nach dem nächsten Trade und das man trotz unglaublichen Talents und Willen alles wieder verlieren kann, wenn man sich selbst nicht ausreichend kennt und lernt mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten umzugehen. Wer dieses Buch liest und danach immer noch traden will, hat zumindest eine realistische Vorstellung davon, was auf ihn zukommt.

Nr. 2: „Magier der Märkte“ (Market Wizards) – Jack D. Schwager

Jack Schwager hat die besten Trader der Welt interviewt – Paul Tudor Jones, Bruce Kovner, Michael Marcus, Ed Seykota und viele andere. Was diese Interviews so wertvoll macht: Jeder dieser Trader hat einen völlig anderen Ansatz. Manche sind fundamental, manche technisch, manche intuitiv. Aber alle teilen bestimmte Eigenschaften: eiserne Disziplin, striktes Risikomanagement und die Fähigkeit, mit Verlusten umzugehen. Diese Buchreihe ist das beste Gegengift gegen die Vorstellung, dass es „die eine Methode“ gibt, die jeder in einem Wochenende lernen kann. Und auch hier wird deutlich, dass die meisten Trader Jahre brauchten, bis Sie profitabel wurden.

Nr. 3: „A Random Walk Down Wall Street“ – Burton Malkiel

Das Standardwerk über die Effizienzmarktthese – die wissenschaftliche Grundlage dafür, warum die allermeisten aktiven Trader und Fondsmanager den Markt langfristig nicht schlagen. Malkiel argumentiert mit Daten über Jahrzehnte, dass Chartanalyse und Stockpicking wissenschaftlich nicht besser funktionieren als eine Münze zu werfen. Provokant? Ja. Aber die SPIVA-Daten untermauern seine These seit über 20 Jahren.

Nr. 4: „Trading in the Zone“ – Mark Douglas

Für die, die es trotz aller Statistiken versuchen wollen: Mark Douglas‘ Buch über Trading-Psychologie ist das Beste, was es gibt. Er erklärt, warum Trader immer wieder die gleichen Fehler machen und wie man die mentalen Hürden überwindet. Kein Buch über Strategien, sondern über das, was zwischen den Ohren passiert – und das ist beim Trading letztlich das Einzige, was zählt.

 


 

10. Die „sichere“ Alternative: Was der Maschinist jedem Menschen empfiehlt

1. Eröffne ein kostengünstiges Depot bei einem der Broker in unserem Depotvergleich.

2. Richte einen automatischen Sparplan ein auf einen weltweit gestreuten Aktien-ETF. Kosten: unter 0,2% pro Jahr – nicht 3.995 Euro.

3. Lass den Sparplan laufen und kümmere Dich um Dein Leben. Der Zinseszins erledigt den Rest.

4. Lies die echten Geschichten. In unseren 51 Millionär Interviews berichten echte Menschen, wie sie siebenstellige Vermögen aufgebaut haben. Keiner besuchte eine Investmentakademie für 3.999 Euro.

5. Werde Teil einer echten Community – kostenlos. In unserem Freiheitsforum diskutieren über 1.300 Freiheitskämpfer über Vermögensaufbau, finanzielle Freiheit und ja – auch über aktives Trading. Ohne Verschwiegenheitserklärung und ohne Seminargebühr.

6. Ab 2027: Nutze das neue Altersvorsorgedepot als weiteren Baustein mit staatlicher Förderung.

Wer gerade erst anfängt: Unser Leitfaden zur finanziellen Freiheit und der Vermögensaufbau-Leitfaden erklären alles Schritt für Schritt.

 


 

11. Fazit

Ist aktives Trading grundsätzlich Betrug? Nein. Es gibt Menschen, die davon leben – auch in unserer Community. Aber die Daten sind klar: Die allermeisten schaffen es nicht. Der überwiegende Teil der aktiven Retail-Trader verliert Geld, 91% der professionellen Fondsmanager schlagen den Markt über fünf Jahre nicht, und 80% aller Daytrader hören innerhalb der ersten zwei Jahre auf.

Trading-Akademien können Grundlagen vermitteln. Manche tun das sogar eher ehrlich und ohne überzogene Renditeversprechen. Andere versprechen 30-60% Rendite pro Jahr und verkaufen damit einen Traum, den die Mathematik nicht hergibt.

Die fundamentale Frage bleibt: Wenn eine Strategie zuverlässig 30-60% pro Jahr liefern würde, warum würde man sie für 3.995 Euro an Tausende Menschen verkaufen, anstatt einfach selbst damit sehr reich zu werden?

Die Empfehlung des Maschinisten: Spar Dir die Seminargebühren. Fang auf jeden Fall an zu investieren aber starte passiv in einen oder wenige passive Aktien-ETF. Wenn Du Dich für aktives Trading interessierst, lies die Bücher oben – sie kosten zusammen keine 100 Euro und enthalten mehr echtes Wissen und besonders emotionale Vorbereitung als jedes Wochenendseminar. Und wenn Du dann immer noch traden willst: Fang mit einem Demokonto an. Lies das Trading-Tagebuch von Reblaus in unserem Forum. Und sei ehrlich zu Dir selbst, ob Du wirklich die Disziplin und Zeit aufbringen kannst, die es braucht.

Dein Maschinist

 


 

12. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viel Prozent aller Trader verlieren Geld?
Studien zeigen konsistent, dass 70-90% aller Retail-Trader Geld verlieren. Die größte Studie (8 Millionen Trader, 295 Millionen Trades, 27 Jahre Daten) ergab eine Verlustquote von 74-89%. Bei Daytradern ist die Quote noch höher – nur 1% bleiben über fünf Jahre profitabel.

Sind Renditeversprechen von 30-60% pro Jahr realistisch?
Nach allen verfügbaren wissenschaftlichen Daten nein. Über 91% aller professionellen europäischen Fondsmanager schaffen es nicht, den Markt über fünf Jahre zu schlagen. Warren Buffett erzielte über seine gesamte Karriere durchschnittlich 19,8% pro Jahr. Versprechen von 3-5% pro Monat entsprechen 43-80% pro Jahr – das übertrifft selbst die besten Investoren der Welt.

Was ist die PJM Investment Akademie?
Die PJM Investment Akademie ist ein Unternehmen mit Sitz in Hamburg, gegründet 2014 von Philipp J. Müller. Die Ausbildung basiert auf Chartanalyse und Optionshandel. Trustpilot weist auf möglicherweise verzerrte Bewertungseinladungen hin.

Wer ist Birger Schäfermeier?
Birger Schäfermeier ist einer der bekannteren Trader Europas und BaFin-zugelassener Vermögensverwalter. Er gründete die European Trading Academy (tradAc) in Mülheim an der Ruhr. Seine Ausbildung startet ab 698 Euro (Level 1) und ist modular aufgebaut.

Kann man mit aktivem Trading überhaupt Geld verdienen?
Ja – aber es ist sehr schwer und erfordert Jahre der Ausbildung, außergewöhnliche Disziplin und die Fähigkeit, massive Rückschläge zu überwinden. Im Gegensatz zu passivem Investieren ist aktives Trading ein „Zero Sum Game“, das heißt ein Haifischbecken, bei dem die wenigen Gewinner vielen Verlierern über lange Sicht das Geld wegnehmen. In der Freiheitsmaschine Community gibt es echte Beispiele erfolgreicher Trader wie Reblaus und Alexander. Beide betonen, dass es enormen Aufwand erfordert und kein Weg zur schnellen finanziellen Freiheit ist.

Welche Bücher über Trading sind empfehlenswert?
Die wichtigsten Bücher sind: „Das Spiel der Spiele“ (Edwin Lefèvre) über Jesse Livermore und die psychologischen Fallstricke, „Magier der Märkte“ (Jack Schwager) mit Interviews der besten Trader der Welt, „A Random Walk Down Wall Street“ (Burton Malkiel) über die wissenschaftliche Evidenz, und „Trading in the Zone“ (Mark Douglas) über Trading-Psychologie.

Was ist die beste und langfristig garantiert erfolgreiche Alternative zu aktivem Trading?
Ein kostengünstiger Welt-ETF-Sparplan über einen günstigen Broker. Der MSCI World hat über 50 Jahre durchschnittlich 8-10% nominale Rendite pro Jahr erzielt – ohne Akademien, Seminargebühren, ohne Chartanalyse und fast ohne Zeitaufwand. Die Freiheitsmaschine bietet kostenlose Leitfäden zum Vermögensaufbau und eine aktive Community mit über fast 50.000 Forumsbeiträgen.

 


 

Weiterführende Links:

Interne Links der Freiheitsmaschine:
Community-Diskussion: Philipp J. Müller und seine Investmentakademie
Der Maschinist erklärt: Vermögensaufbau
Der Maschinist erklärt: Finanzielle Freiheit
Depotvergleich: Die besten Aktiendepots
Die Millionär Interviews der Freiheitsmaschine
Die Freiheitskämpfer Interviews
Zinseszinsrechner
Das neue Altersvorsorgedepot 2027
Die Freiheitsmaschine Community
Die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten
Community: GTAA Top 3 Strategie nach Faber

 

Externe Quellen und Studien:
PiP World Studie: 8 Millionen Trader, 27 Jahre Daten (2025)
S&P SPIVA Europe Scorecard – Aktive Fonds vs. Index
S&P SPIVA U.S. Scorecard inkl. Persistence Scorecard
Brasilianische Daytrading-Studie (Chague et al., SSRN)
Tradeciety: 24 Statistics Why Most Traders Lose Money
BabyPips: CFD-Broker Verlustquoten (ESMA-Daten)
Berkshire Hathaway – Investor Relations
MSCI World Index – Performance Daten
North Data: PJM Investment Akademie GmbH – Handelsregister
Trustpilot: PJM Investment Akademie Bewertungen
Trustpilot: tradAc Bewertungen
Trustpilot: trading.de Bewertungen
BrokerDeal: tradAc mit Birger Schäfermeier

 


 

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Rechtsberatung dar. Er gibt die persönliche Meinung des Autors auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wider. Alle genannten Unternehmen, Personen und Produkte sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Der Autor steht in keiner geschäftlichen Beziehung zu den genannten Unternehmen.



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