Die besten europäischen Länder für Aktionäre und Vermögensbesitzer

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Aktien Steuer Europa FreiheitsmaschineStand Mai 2026 — Der Maschinist analysiert das große Steuer-Ranking 2026 für Freiheitskämpfer mit Aktien-, ETF- und Krypto-Vermögen, die in Europa leben wollen.

Denn nicht alles ist schlecht auf dem alten Kontinent!

Ganz im Gegenteil.

 

Liebe Freiheitskämpfer

Trotz aller Probleme begeistert mich Europa. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine solche kulturelle, landschaftliche und klimatische Vielfalt und reiche Historie wie hier bei uns. In wenigen Stunden kann man mit dem PKW mehrere Länder und Kulturen durchqueren. Bürger haben das Privileg der Niederlassungsfreiheit. Eine Staatsbürgerschaft in einem EU-Land ermöglicht freien Aufenthalt in allen beteiligten Ländern. Das gibt es außer im kleineren Maßstab im Mercosur-Raum sonst nirgendwo auf der Welt.

Und das bringt neben allen Problemen auch große Vorteile. Und diese sind größer als viele Menschen erkennen.

Wie innerhalb der Bundesstaaten der USA oder den Kantonen in der Schweiz ermöglicht diese Freizügigkeit z.B. eine Abstimmung mit den Füßen und einen Zuzug in die Länder, die am besten zur eigenen jeweiligen Lebenssituation passen. Wer z.B. im Investmentbanking-Bereich tätig ist, hat in Frankfurt bessere berufliche Möglichkeiten als in Spanien in einer Touristenhochburg. Jemand in der Modeindustrie findet in Mailand oder Paris wahrscheinlich bessere Möglichkeiten vor als in Mecklenburg oder Nordfinnland.

Aber das betrifft nicht nur den Arbeitsmarkt. Auch steuerlich gibt es massive Unterschiede. Und bei diesem Thema sind die Unterschiede und Möglichkeiten für Kapitalbesitzer und Aktionäre, so wie wir es sind, mindestens so groß wie beim Arbeitseinkommen.

Es gibt z.B. Länder in Europa, die das Leben für Kapitalbesitzer extrem erschweren oder sogar fast unmöglich machen, während andere Länder Freiheitsliebenden mit Aktien & Vermögen den roten Teppich ausrollen und dadurch auf der Ertragsseite fast vollkommen steuerfrei leben können (und damit dann gerne Ihr Geld in dem entsprechenden Land ausgeben und damit die lokale Wirtschaft fördern).

Wie genau sieht das aus, willst Du wissen? Dann folge mir zum großen europäischen Steuervergleich für Anleger und Kapitalbesitzer!

 

Der Steuervergleich für freie Menschen

  • Für Freiheitskämpfer mit Anlagevermögen wie Aktien, Anleihen, Krypto oder anderem Kapitaleinkommen
  • Gewünschte (Steuer-)Ansässigkeit in Europa aufgrund Kultur, Sicherheit, Familie und dem Genuss von EU-Freiheiten
  • Unabhängig davon ob noch im Arbeitsleben oder schon Privatier

 

Steuern auf Aktien, Dividenden, Kursgewinne und Krypto (2026)

In Deutschland zahlst Du in 2026 inkl. Soli 26,375 % Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge und Dividenden. Aktien-ETF erhalten dabei eine 30 % Teilfreistellung. Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den USA sorgt für eine 15 % Quellensteuer auf alle gehaltenen US-Werte (US-ISIN).

Wenn Du denkst, das sieht anderswo in der EU ähnlich aus, lies lieber weiter.

Denn die Besteuerung in der EU ist für diesen Einkommensbereich komplett unterschiedlich geregelt.

Bitte beachten: Das Ranking der Tabelle vom besten zum schlechtesten Land ergibt sich aus der Gesamtbetrachtung beider Übersichten.

Die erste Tabelle enthält auch eine Spalte „Krankenversicherung (KV)“. Sie zeigt, ob die staatliche Krankenversicherung alleine durch den Wohnsitz kostenlos gewährt wird (z.B. in Skandinavien oder Portugal) oder zusätzliche Beiträge für Privatiers notwendig sind (entweder prozentual bis Kappungsgrenze oder fester Beitrag). EU-Rentner mit Bezug einer staatlichen Rente aus ihrem Herkunftsland können in den meisten EU-Ländern per S1-Formular die Krankenversicherung ihres Herkunftslandes mitnehmen und damit lokale Beiträge umgehen.

 

Tabelle 1 zeigt die laufenden Steuern und Abgaben die Du als Steuerresident in den jeweiligen Ländern in Europa zahlen musst. Alle Angaben gelten für Privatpersonen, die nicht gewerblich handeln — Stand Mai 2026.

RangLand / RegimeKapitalerträge Aktien langfristigKapitalerträge Aktien kurzfristigDividendenKryptoUS-Quellen-Steuer (DBA)Krankenversicherung (für Privatier)
1Zypern (Non-Dom)0 %0 %0 % für 17 J. (Non-Dom, Auslandsdiv.)8 % seit 1.1.202615 %Immer GESY 2,65 % auf Dividenden, Zinsen, Mieten — gedeckelt bei 180.000 € Einkommen, max. 4.770 €/J. Staatliches Gesundheitssystem.
2Malta (Non-Dom)0 % (auch bei Remit)0 % (auch bei Remit)5.000 € Min. p.a. (Non-Dom)i.d.R. 0 % bei Hold15 %Private KV oder S1-Formular (EU-Rentner kostenlos). Private KV typischerweise 600–2.000 €/J.
3Bulgarien0 % (EU/EWR-Aktien) / 10 % andere0 % (EU/EWR-Aktien) / 10 % andere5 %10 % (eff. 9 %)10 %NZOK-Pflichtbeitrag 8 % auf gewählte Bemessungsbasis für Selbstzahler (min ~44 €/Mo, max ~169 €/Mo). EU-Rentner per S1 kostenlos abgedeckt.
4Italien — 7 % Rentner-Pauschal-System7 % auf alle Auslands-einkünfte (10 J.)7 % auf alle Auslands-einkünfte7 % auf Auslandsdiv.7 % auf Auslands-gewinne15 %SSN-Zugang per S1 (EU-Rentner mit deutscher/österr. Rente) kostenlos. Sonst freiwillige SSN-Einschreibung ~2.000–2.788 €/J. oder private KV.
5Griechenland — 7 % Rentner-Pauschal-System7 % auf alle Auslands-einkünfte (15 J.)7 % auf alle Auslands-einkünfte7 % auf Auslandsdiv.7 % auf Auslands-gewinne30 % (altes DBA)EOPYY-Zugang per S1 (EU-Rentner) kostenlos. Sonst private KV erforderlich (~1.000–3.000 €/J. je nach Alter).
6Schweiz (Je nach Kanton)0 % (für Privatanleger)0 % (außer gewerbs-mäßig)~22-30 % als Einkommen je Kanton0 % (Privat-anleger)15 %KVG-Pflichtprämie, vollständig einkommensunabhängig (Kopfprämie). 2026 ca. 3.800 CHF/J. in Zug bis ca. 6.700 CHF/J. in Genf — pro Erwachsenem.
7Griechenland — 100k Non-Dom HNWI€100k Pauschale auf Auslands-einkünfte (15 J.)PauschalePauschalePauschale30 % (kein DBA-Satz!)EOPYY-Zugang per S1 (sofern EU-Rente) kostenlos. Sonst private KV nötig.
8Italien — 300k HNWI Pauschale€300k Pauschale (15 J.)€300k PauschalePauschale abgegoltenPauschale abgegolten15 %SSN-Einschreibung ~2.000–2.788 €/J. freiwillig oder per S1 kostenlos (EU-Rentner).
9Luxemburg0 % nach 6 Monaten~42 % (Spitzensatz EK-Steuer) Zusätzlich 1,4 % „contribution dépendance“~21 % effektiv (50 % von ~42 %) Zusätzlich 1,4 % „contribution dépendance“0 % nach 6 Monaten15 %CNS-Pflichtbeitrag 5,6 % nur auf Arbeit/Pension. Für Privatiers ohne Erwerb freiwillige CNS-Versicherung ~151 €/Mo (~1.820 €/J.).
10Tschechien0 % nach 3 Jahren15 % (kurzfristig)15-23 % (Spitzensatz)0 % nach 3 J. oder < CZK 100k/J.15 %OBZP-Pflichtbeitrag 13,5 % für Personen ohne andere Erwerbsbasis (min ~115 €/Mo, ~1.400 €/J.).
11Slowakei0 % nach 1 Jahr19-25 % (kurzfristig)7 %7 % nach 1 Jahr15 %Samoplatca-Pflichtbeitrag 16 % ab 2026 auf gewählte Bemessungsbasis (min ~122 €/Mo, ~1.460 €/J.).
12Griechenland0 % (gelistet, < 0,5 %)0 % (gelistet, < 0,5 %)5 %15 %30 % (kein DBA-Satz!)EOPYY per S1 (EU-Rentner) kostenlos. Sonst private KV erforderlich.
13Spanien (Beckham-Regime)0 % auf Auslands-gewinne (6 J.)0 % auf Auslands-gewinne0 % bei ausl. Quelle0 % bei ausl. Quelle15 %Beckham setzt einen spanischen Arbeitsvertrag voraus → automatisch eingebunden in spanische Sozialversicherung (Seguridad Social) inkl. Krankenversicherung. Keine Zusatzkosten.
14Rumänien3 % nach 1 Jahr (RO-Broker)6 % < 1 Jahr bei RO-Broker -16 % bei Auslands-broker16 %16 %10 %10 % CASS-Abgabe auf DIvidenden und Kapitalerträge (gedeckelt bei 6× Mindestlohn). Damit Zugang zum staatl. Gesundheitssystem.
15Kroatien0 % nach 2 Jahren10 %12 %0 % nach 2 Jahren / 12 % kurzfristig15 %HZZO-Pflichtbeitrag für Nicht-Erwerbstätige ~110 €/Mo (~1.320 €/J.). EU-Rentner per S1 kostenlos.
16Litauen15 % (über 500 € Freibetrag)15 %15 %15 %15 %PSD-Pflichtbeitrag 6,98 % für Selbstzahler (min ~60 €/Mo, ~700 €/J.).
17Ungarn15 %15 %15 %15 %15 %Szocho 13 % Abgabe auf nicht EU gehandelte Werte bis max. 2600 €. Zusätzlich Gesundheitsdienstbeitrag für Nicht-Erwerbstätige ~30 €/Mo (~360 €/J.).
18Estland22 %22 %0-22 % (Cash-Flow-System)22 %15 %Reiner Kapitalbesitzer benötigt private oder freiwillige Versicherung (~200 €/Mo).
19Slowenien0 % nach 15 J. (Stufenmodell Aktien)25 % (≤ 5 J. Aktien)25 %25 % ab 2026 (war ~0 % privat)15 %Pflicht-KV ca. 40 €/Mo Basis + ca. 38 €/Mo Zusatzversicherung für Eigenanteile (~940 €/J. gesamt).
20Lettland25,5 %25,5 %0 % bei besteuerten Auslandsdiv.25,5 %15 %Pflicht-KV ca. 65 €/Mo (~780 €/J.) für Selbstzahler ohne Erwerbsbasis.
21Polen19 %19 %19 %19 %15 %Privatier ohne Erwerb benötigt freiwillige NFZ oder private KV. EU-Rentner per S1 kostenlos.
22Irland (Non-Dom, NUR Direktaktien)33 % CGT, Auslands-gewinne nur bei Remit33 % CGTAuslandsdiv. nur bei Remit33 % bei Remit15 %Steuerfinanziert + Zusatzbeitrag: HSE residenzbasiert kostenlos zugänglich. Zusätzlich 4 % PRSI auf Kapitaleinkünfte über 5.000 € (für Unter-66-Jährige).
23Portugal (kein NHR mehr)28 % < 1 J.; 0 % > 1 J. (Aktien als Standard 28 %)28 %28 %28 % < 1 J.; 0 % > 1 J.15 %Inkludiert: SNS (Serviço Nacional de Saúde) ist steuerfinanziert und für alle legalen Residenten kostenlos zugänglich. Keine zusätzlichen Beiträge auf Kapitaleinkommen.
24Belgien10 % (seit 1.1.2026, > 10.000 € Freibetrag)10 %30 %10 %15 %Mutualité-Beitrag „résident“ maximal 931,12 €/Quartal (~3.724 €/J.) für Haushalte über 45.801 € Jahreseinkommen. Niedrigere Stufen bei geringerem Einkommen. EU-Rentner per S1 kostenlos.
25Deutschland26,375 % + ggf. KiSt26,375 %26,375 %0 % nach 1 Jahr (Top!)15 %Teuer ohne weiteres Einkommen. Freiwilliges GKV-Mitglied zahlt ~16–19 % (inkl. Pflege) auf Kapitalerträge bis zur BBG (2026: 5.812,50 €/Mo). Mindestbeitrag ~260 €/Mo, Höchstbeitrag ca. 1.261 €/Mo. PKV einkommensunabhängig.
26Österreich27,5 %27,5 %27,5 %27,5 % (KEINE Haltefrist)15 %ÖGK-Selbstversicherung für Privatiers ohne Erwerb: 565,25 €/Mo (~6.783 €/J.) im Jahr 2026, einkommensunabhängig. Bei nachgewiesener wirtschaftlicher Härte herabsetzbar.
27Schweden30 % (oder ISK-Konto ~1 %)30 %30 %30 %15 %Inkludiert: Steuerfinanziertes Beveridge-System über Regional- und Kommunalsteuern. Residenten haben automatisch Zugang. Keine separaten KV-Beiträge auf Kapitaleinkommen.
28Spanien (Standard)19-30 %19-30 %30 % (Spitzensatz)19-30 %15 %„Convenio Especial“ mit der Seguridad Social für Nicht-Erwerbstätige ~60 €/Mo (unter 65) bzw. ~157 €/Mo (ab 65), zusammen ~720–1.880 €/J. EU-Rentner per S1 kostenlos.
29Italien (Standard)26 % + IVAFE 0,2 % p.a. auf Auslandsdepot26 %26 %26 %15 %SSN-Einschreibung ~2.000–2.788 €/J. freiwillig oder S1 (EU-Rentner) kostenlos.
30Finnland30-34 %30-34 %28,9 % (Spitzensatz)30-34 %15 %inkludiert: Kela steuerfinanziert. Alle Residenten haben automatisch Zugang. Keine separaten KV-Beiträge auf Kapitaleinkommen für Privatiers.
31Frankreich31,4 % PFU (12,8 % + 18,6 % Soz., 2026)31,4 % PFU; bis 34 % im Spitzensatz31,4-34 %31,4 %15 %Zusätzliche „Rentier-Steuer“: PUMA Cotisation Subsidiaire Maladie 6,5 % auf Kapitaleinkommen über 24.030 € (50 % des PASS 2026), gedeckelt bei 384.480 €. Rentner mit S1 ausgenommen.
32NiederlandeBox 3: ~36 % auf fiktive Rendite ≈ 2 % p.a. auf BestandBox 3 (Substanz!)36 %Box 315 %Pflicht-Basisversicherung (basisverzekering) ~157 €/Mo (~1.884 €/J.) Durchschnitt 2026. Plus einkommensabhängiger Zvw-Beitrag 4,85 % (2026, für Selbstständige/Rentner) bis Bemessungsgrenze 79.409 €.
33Dänemark27 / 42 %27 / 42 %42 % (Spitzensatz)bis 52 %15 %Inkludiert: Steuerfinanziertes Universalsystem. Alle Residenten haben kostenlosen Zugang. Keine Zusatzbeiträge auf Kapitaleinkommen.
34Irland (Standard, mit ETFs)33 % CGT auf Aktien; 41 % Exit Tax + 8-J.-Deemed-Disposal auf ETFs33 % / 41 %bis 51 % Spitzensatz (40 % PIT + 8 % USC + 4 % PRSI)33 %15 %HSE steuerfinanziert (residenzbasiert, kostenlos zugänglich) + 4 % PRSI auf Kapitaleinkünfte über 5.000 € für Unter-66-Jährige.
35Norwegen37,84 %37,84 %37,84 %37,84 %15 %Inkludiert: Folketrygden steuerfinanziert. Trygdeavgift 7,6 % nur auf Arbeit/Pension. Reine Kapitalbesitzer haben Zugang ohne Beitrag.

Hinweis: Die Spalte „Kapitalerträge Aktien (kurzfristig/Standard)“ zeigt den Satz, wenn die länderspezifische Haltefrist nicht erfüllt ist. Die Spalte „Krankenversicherung“ zeigt die Privatier-Situation ohne lokales Arbeitseinkommen. Quellen: Tax Foundation 2026 (Cristina Enache), PwC Worldwide Tax Summaries, ÖGK 2026, GKV-Mindestbeitragsrechner 2026, Cyprus Tax Department, INAMI Belgien 2026, URSSAF Frankreich 2026, Belastingdienst Niederlande 2026, AADE Greece und weitere nationale Finanz- und Krankenkassen-Quellen.

 

Tabelle 2: Substanz- und Wegzugsteuern

Neben den laufenden Steuern erheben einige Länder jährliche Substanzsteuern (Vermögensteuer) und eine Wegzugsteuer. Diese Tabelle zeigt, wer hier wie zuschlägt. Außerdem wird das US-Erbschaftsteuerabkommen mit dem jeweiligen EU-Land hier beachtet, das die meisten Menschen gar nicht auf dem Schirm haben (mehr dazu unten).

RangLand / RegimeVermögensteuerWegzugsteuer (Schwelle und Regel)US Estate Treaty
1ZypernKeineKeine für PrivatpersonenNein
2MaltaKeineKeine für PrivatpersonenNein
3BulgarienKeineKeine für PrivatpersonenNein
4Italien — 7 % RentnerIVIE / IVAFE während Pauschale ausgesetztKeineJa, voller Schutz
5Griechenland — 7 % RentnerKeineEingeschränkt (Auslandsvermögen via Pauschale)Begrenzt (situs-Treaty 1950)
6Schweiz0,1-0,88 % kantonal (Zug ~0,2 %, Genf ~0,76 %) (Zusätzlich eventuell AHV/IV/EO-Beiträge für Nichterwerbstätige)KeineJa, voller Schutz
7Griechenland — 100k Non-DomKeineKeineBegrenzt
8Italien — 300k HNWIIVIE / IVAFE während Pauschale ausgesetztKeineJa, voller Schutz
9LuxemburgKeine (privat)Nur bei wesentlicher Beteiligung > 10 %Nein
10TschechienKeineKeine (nur Spezialfälle)Nein
11SlowakeiKeineKeine für PrivatanlegerNein
12Griechenland (Standard)KeineKeineBegrenzt
13Spanien (Beckham)Keine auf Auslandsvermögen während Beckham-LawWährend Beckham-Phase ausgesetztJa, voller Schutz
14RumänienKeineKeine für PrivatanlegerNein
15KroatienKeineKeineNein
16LitauenKeineKeine für PrivatanlegerNein
17UngarnKeineKeineNein
18EstlandKeineNur eigene UnternehmensanteileNein
19SlowenienKeineKeineNein
20LettlandKeineKeineNein
21PolenKeine19 % auf Beteiligungen > PLN 4 Mio. für 5+ J.-Residenten. Stundung 5 J.Nein
22Irland (Non-Dom)KeineKeineBegrenzt
23PortugalKeineEingeschränkt (gilt v.a. für Krypto)Ja (älteres Treaty, begrenzte Vorteile)
24Belgien0,15 % auf Wertpapierdepots > 1 Mio. €2 Jahre nach Wegzug noch belgische Steuer auf VerkäufeBegrenzt
25DeutschlandKeine≥ 1 % Beteiligung (§ 6 AStG) ODER ETFs ≥ 500.000 € pro ISIN (§ 19 InvStG seit 2025). Rate 26,375 %. EU/EWR Ratenzahlung 7 J.Ja, voller Schutz (Top-Treaty, US-Aktien oft befreit)
26ÖsterreichKeineAb dem ersten Euro auf Aktien/ETFs/Krypto Privat (§ 27 Abs. 6 EStG). Rate 27,5 %. EU/EWR Ratenzahlung 7 J. 5-J.-Rückkehr-RegelBegrenzt (kein erhöhter Credit)
27SchwedenKeine10-J.-Schweden-KlauselBegrenzt (Treaty 2007 gekündigt)
28Spanien (Standard)0,2-3,5 % regional (Madrid 0 %, Andalusien 0 %, Katalonien hoch). Solidaridad permanent > 3 Mio. €10 von 15 J. in ES + (Aktien > 4 Mio. € ODER ≥ 25 % > 1 Mio. €). 19-30 %. EU/EWR-Aufschub max. 10 J. + 4-J.-VermutungJa, voller Schutz
29Italien (Standard)IVAFE 0,2 % p.a. auf gesamtes Auslandsfinanzvermögen + IVIE 0,76 % auf AuslandsimmobilienWegzugsteuer nur auf wesentliche BeteiligungenJa, voller Schutz
30FinnlandKeineKeine ausgeprägte (3-J.-„Schatten“-Regel)Begrenzt
31FrankreichIFI auf Immobilien > 1,3 Mio. €6 von 10 Jahren in FR + (> 50 % Anteile ODER Aktien > 800.000 €). Rate 30 % (2/5-J.-Frist)Ja, voller Schutz
32NiederlandeBox 3: ~2 % p.a. effektiv auf Aktienbestand (de facto Vermögensteuer)Wegzugsteuer auf wesentliche Beteiligungen ≥ 5 %Ja, voller Schutz
33DänemarkKeineEingeschränkt für PrivatanlegerJa, voller Schutz
34Irland (Standard, mit ETFs)Keine; aber 41 % auf ETFs alle 8 Jahre (Deemed Disposal)EingeschränktBegrenzt
35Norwegen1,0 % / 1,1 % (Schwelle NOK 1,9 Mio. ledig, 3,8 Mio. verheiratet; 1,1 % über NOK 20,7 Mio.)Latente Gewinne > NOK 3 Mio. Rate 37,84 %. Zwingende Zahlung nach 12 J. seit 20.3.2024. Härteste in EuropaBegrenzt

 

Wichtige Änderungen in den letzten Jahren im Steuerbereich in der EU für Kapitaleinkommen:

  • Portugal hat das beliebte NHR-Programm Anfang 2024 beendet. Die 1-Jahr-Krypto-Steuerfreiheit ist aber geblieben.
  • Italien hat die HNWI-Pauschalsteuer mittlerweile auf 300.000 € pro Jahr erhöht (ab 1.1.2026), die 7%-Pauschale für Rentner aber sogar erweitert (Gemeinden bis 30.000 Einwohner).
  • Belgien Einführung 10 %-Kapitalertragsteuer ab 2026 (war 0 %).
  • Slowenien Einführung 25 %-Kapitalgewinnsteuer auf Krypto. Vorher für Privatanleger praktisch krypto-steuerfrei.
  • Deutschland erhebt seit 2025 eine Wegzugsteuer auf ETF-Positionen ab 500.000 € Anschaffungskosten pro ISIN.
  • Norwegen hat mittlerweile die strengste Wegzugsteuer Europas: nach 12 Jahren musst Du zahlen, selbst wenn Du nichts verkauft hast.
  • Frankreich hat die Sozialabgaben auf Kapitaleinkommen 2026 auf 18,6 % angehoben.
  • Rumänien hat 2026 die Steuer von 1 %/3 % auf 3 %/6 % bei inländischem Broker erhöht (und 16 % bei ausländischem Broker).

 

Detail-Analyse interessanter EU-Länder

Platz 1: Zypern – Ein Paradies für Aktionäre und Vermögensbesitzer

Zypern ist nicht nur für Unternehmer mit seiner niedrigen Besteuerung interessant. Es bietet auch dauerhaft 0 % Steuer auf Kapitalgewinne aus Wertpapieren für jeden Steuerresidenten auch ohne Sonderprogramm. Es gibt keine Vermögens-, Erbschaft- oder Wegzugsteuer. Der Non-Dom-Status macht zusätzlich für 17 Jahre alle Dividenden und Zinsen aus dem Ausland steuerfrei. Lediglich eine Abgabe für das Gesundheitssystem von 2,65% auf Dividenden und Zinsen fällt für die ersten 180.000 Euro an.

Mit der 60-Tage-Regel kannst Du dabei sogar Steuerresident werden, ohne 183 Tage im Land zu sein.

Realisierte Kryptogewinne werden seit 2026 pauschal mit 8 % besteuert.

Negativpunkte: Steuerlich gibt es nach meiner Meinung so gut wie keine (neben der 2,65% GESY Abgabe auf Zinsen und Dividenden), aber Zypern ist eine Insel (wenn auch eine sehr große). Es gibt dadurch keine Dinge wie Amazon-Belieferung und bestimmte Elektronikartikel sind nicht immer direkt erhältlich. Außerdem die geopolitische Lage durch den geteilten Norden. Der Konflikt ist seit 50 Jahren vergleichbar mit dem ehemals geteilten Deutschland eingefroren.

Weitere Vorteile neben den steuerlichen Aspekten: Aus eigener Erfahrung sind die Menschen sehr gastfreundlich, es gibt eine gewisse Can-Do-Mentalität (deutlich schwächer als in den USA, aber besser als in Frankreich oder Spanien). Englisch wird überall im griechischen Süden gesprochen, das heißt keine Sprachbarriere. Das Klima ist mediterran, die EU-Mitgliedschaft und Überbleibsel des alten Common Law aus Zeiten britischer Besetzung geben gute rechtliche Rahmenbedingungen.

Bonus: Die geradezu fantastische Entwicklung des Landes in den letzten Jahren und der weitere Ausblick der Staatsschulden machen das Land tendenziell planungssicher.

 

Zypern Staatsschuldenentwicklung

  • 2014 Bailout-Peak: 112,7 % Schuldenquote
  • 2020 Corona-Peak: 113,6 %
  • 2024: 63 %
  • 2025: 55 % (laut IMF)
  • 2026 prognostiziert: ~51 %
  • 2027 prognostiziert: ~46 %

Das heißt mehr als eine Halbierung der Staatsschulden in 7 Jahren. Zum Vergleich: Deutschland liegt bei ~63 % des BIP und aktuell deutlich steigend aufgrund „Sondervermögen“, „Infrastrukturfonds“ und anderen Wortgeschöpfen aus dem Reich der Wortverdreher.

Frankreich liegt mittlerweile bei ~110 % Staatsverschuldung und steigend, Italien liegt bei ~135 %. Zypern ist fiskalisch mittlerweile solider als Deutschland und auf einem besseren Weg aus Finanzsicht.

Wie war das möglich? Jährliches Wirtschaftswachstum von 3-4 % und das auch durch Zuzug von produktiven und wohlhabenden Menschen. Außerdem ein gutes Haushalten mit fiskalischen Überschüssen seit mehreren Jahren. Das nicht nur eine „schwarze Null“ sondern zusätzlich aktiver Staatsschuldenabbau.

Konsequenz: Zyperns Steuerregime ist vergleichsweise planungssicher für seine Bürger, da der Staat in den nächsten Jahren keine Finanzierungsprobleme hat. Fast allen geht es besser, das heißt niemand ruft nach Steuererhöhungen.

 

Platz 2: Malta – Der englischsprachige Klassiker

Malta funktioniert nach dem Remittance-Prinzip: Was nicht nach Malta überwiesen wird, wird auch nicht besteuert. Plus: Ausländische Kapitalgewinne sind bei Transfer steuerfrei. Eine Mindeststeuer von 5.000 € pro Jahr wird ab 35.000 € Auslandseinkommen fällig. Englisch ist Amtssprache. Es gibt weder Vermögensteuer noch Erbschaftsteuer und auch keine Wegzugsteuer.

Nachteile: Malta ist eine kleine und sehr dicht besiedelte Insel (550.000 Einwohner). Man glaubt es kaum, aber es gibt viele Staus im Straßenverkehr und kaum echte Strände. Für mich persönlich wäre die räumliche Enge nichts für einen dauerhaften Aufenthalt. Aber das ist Typsache.

 

Platz 3: Bulgarien – Erster Geheimtipp

Kursgewinne aus Aktien und ETF an EU/EWR-Märkten sind in Bulgarien zu 100 % steuerfrei (Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EStG). Dividenden 5 %. Krypto 9 % effektiv. Einkommensteuer flat 10 % plus pauschale Absetzungsmöglichkeit.

Dazu hat Bulgarien ein Top-DBA mit den USA: Nur 10 % Quellensteuerabzug auf alle US-Aktien und US-ISIN-ETF.

Dazu: Keine Vermögensteuer und keine Wegzugsteuer für Privatpersonen.

Sofia ist eine echte europäische Hauptstadt mit reger IT-Szene. Varna, Burgas und Plovdiv sind weitere Optionen. EU-Mitglied seit 2007, Schengen seit 2024.

Nachteile: Die Bürokratie ist behäbig, Korruption zwar reduziert, aber immer noch vorhanden. Englisch ist nur in den großen Städten verbreitet und die Sprache schwer erlernbar / nur in Bulgarien selbst nutzbar. Haupthindernisgrund für mich wäre neben den kalten Wintern klar die Sprache.

 

Plätze 4 + 5: Italien 7%-Rentner und Griechenland 7%-Rentner – Eine gute Lösung für Pensionäre

Diese beiden Sondersysteme sind für Rentner mit ausländischem Rentenbezug plus Kapitaleinkommen interessant:

Italien 7%-Pauschale für Rentner (Art. 24-ter TUIR, seit 2019): 10 Jahre lang 7 % Pauschalsteuer auf alle Auslandseinkünfte — Pension, Dividenden, Kapitalgewinne, Mieten. Plus IVIE und IVAFE während des Regimes ausgesetzt. Seit 7. April 2026 wurde die Einwohner-Schwelle der berechtigten Gemeinden von 20.000 auf 30.000 Einwohner angehoben (Law 34/2026 Art. 26). Plus: US-Estate-Tax-Treaty der Klasse A. Besteuerungsrecht für deutsche Renten liegt bei Italien. Das heißt es ist für deutsche Rentenbezieher voll nutzbar.

Griechenland 7%-Pauschale für Rentner (Art. 5B Income Tax Code): 15 Jahre lang 7 % auf alle Auslandseinkünfte. Vorteil: Es gilt 15 Jahre statt 10. Nachteil: Schlechtes US-DBA mit Griechenland für Quellensteuer und nur Klasse-B-US-Estate-Treaty. Besteuerungsrecht für deutsche Renten liegt bei Griechenland, das heißt kein Steuerabzug von deutschen Renten in Deutschland.

 

Platz 6: Schweiz – Der Klassiker

Die Schweiz ist nicht in der EU, aber eine Zuwanderung für EU-Bürger relativ einfach machbar und naheliegend für deutschsprachige Auswanderer. Und ja, die Schweiz besteht auch aus Kantonen mit eigenem Steuerrecht. Das heißt eine Einzelbetrachtung ist hier wichtig.

Kursgewinne auf private Wertpapiere sind in der Schweiz im Regelfall steuerfrei. Krypto-Gewinne ebenso. Keine Wegzugsteuer für privat gehaltene Wertpapiere. Gutes Estate-Tax-Treaty mit den USA (Klasse A).

Zwei Besonderheiten:

  • Dividenden werden als Einkommen besteuert (max. 22-30 % in Zug, bis zu 40 %+ in Genf).
  • Vermögensteuer 0,1-0,88 % je Kanton. Bei 5 Mio. CHF: ~10.200 CHF in Zug, ~38.000 CHF in Genf.
  • Je nach Lebenssituation und Lebensalter fallen für Nichterwerbstätige AHV/IV/EO-Beiträge auch auf eigenes Vermögen an.

Eine Pauschalbesteuerung ist für sehr wohlhabende Nicht-Erwerbstätige weiterhin möglich, Mindeststandard 2026 auf 435.000 CHF Bemessungsgrundlage. Ende 2025 lehnten die Schweizer Bürger eine 50%-Erbschaftsteuer auf Vermögen über 50 Mio. CHF mit deutlicher Mehrheit ab.

Die Lebenshaltungskosten sind generell hoch. Das heißt, es ist eine Option für wirklich wohlhabende Menschen, die ihre Lebensqualität maximieren möchten und dafür hohe Lebenshaltungskosten und eine Vermögensteuer bzw. Pauschalsteuer gerne in Kauf nehmen. Für Menschen, die noch in einem Arbeitsverhältnis stehen, ist die Schweiz ja sowieso aufgrund hoher Gehälter und relativ niedriger Steuern eine Top-Location in Europa.

 

Platz 7: Griechenland 100k-Non-Dom für HNWIs

Wenn Du kein Rentner bist, aber sehr hohe Einkommen hast: Griechenland erhebt bei dieser Besteuerungsmöglichkeit eine 100.000 € Pauschalsteuer pro Jahr auf alle Auslandseinkünfte, 15 Jahre lang, plus 20.000 € pro Familienmitglied. Voraussetzung: 7 von 8 Jahren vor dem Zuzug keine Residenz.

Dadurch sinnvoll ab Auslandseinkünften von etwa 500.000-700.000 € pro Jahr. Für Menschen, die jährlich 7-stellige Einkommensströme haben, ist das ein Hammer-Angebot. Der Aufwand für die Steuererklärung beträgt damit weniger als eine Stunde und das auch für Menschen, die weltweit Firmenimperien handeln.

 

Platz 8: Italien 300k-HNWI-Pauschale

Wie die griechische Lösung, aber mittlerweile teurer. Lohnt sich rein mathematisch, wenn Dein jährliches steuerpflichtiges Auslandseinkommen jenseits von 1,5 bis 2 Millionen Euro liegt. Familienmitglieder kosten zusätzlich 50.000 € pro Person. Für sehr einkommensstarke Menschen top. Hoher mediterraner Lifestyle für sehr wohlhabende Menschen und die Steuererklärung dauert damit wie in Griechenland weniger als eine Stunde pro Jahr und null Stress. –> Steuerprüfung adé!

 

Platz 9: Luxemburg – Das „wohlwollende Deutschland“

Kursgewinne aus Aktienverkäufen sind nach 6 Monaten Haltedauer steuerfrei (sofern keine Beteiligung > 10 % vorliegt). Krypto identisch. Das ist vergleichbar mit der alten Deutschen Regel bis 2008, nachdem Kursgewinne nach einem Jahr steuerfrei waren.

Dividenden werden mit maximal ~21 % effektiv besteuert (50%-Befreiung auf den ~42 % Spitzensatz). Hinzu kommt je nach persönlicher Situation eine 1,4 %ige „contribution dépendance“ Sozialabgabe.

Hohe Lebenshaltungskosten. Besonders Wohnraum ist teuer mit Preisen vergleichbar mit der Schweiz.

Nachteil neben den hohen Lebenshaltungskosten: Kein Erbschaftsteuer-Treaty mit den USA, das heißt hier ist Planung notwendig.

Luxemburg ist ideal für Menschen, die (auch) noch hohe Einkommen aus einem Arbeitsverhältnis beziehen. Das heißt aktiv viel Geld verdienen und das Depot wird beim Vermögensaufbau auch gering versteuert. Wegzugsteuer gibt es für Privatanleger auch keine.

 

Platz 11: Slowakei – Zweiter Geheimtipp

Das Coole an der Slowakei ist, dass sie niemand auf dem Schirm hat.

Bratislava ist 60 Minuten mit dem Auto von Wien in Österreich entfernt. Aber statt wie dort 27,5 % auf Kapitalerträge und Dividenden zu bezahlen und direkt mit Wegzugsteuer bedroht zu werden, hast Du in der Slowakei 0 % Kapitalertragsteuer nach einem Jahr Haltedauer und gerade einmal 7 % Steuer auf Dividenden oder Krypto. Zusätzlich gibt es weder eine Wegzugsteuer noch Vermögensteuer.

Das DBA mit den USA sieht wie in Deutschland oder Österreich 15 % Quellensteuer vor. Einziger Nachteil ist, dass es kein Treaty zum Erbschaftsteuerrecht mit den USA gibt.

Insgesamt ein sehr gutes Paket. Fast steuerfrei in Bratislava oder stark besteuert in Wien. Du hast die Wahl.

 

Das steuerliche Mittelfeld

Bisher haben wir uns Topländer aus Steuersicht angeschaut. Aber es gibt ja noch mehr Gründe für einen Umzug als nur die Steuerbelastung.

Und dann kann es je nach Fall Sinn machen, eine durchschnittliche Besteuerung hinzunehmen, wenn man dadurch eine maximale Lebensqualität genießen kann.

Das Motto lautet: Lieber Tapas in Málaga als Inselkoller in Valletta!

 

Platz 22 & 34: Irland Non-Dom vs. Standard

Das Non-Dom-Regime in Irland funktioniert für direkt gehaltene Aktien. Auslandsgewinne sind nur bei Remittance steuerpflichtig. Das ist vergleichbar mit dem alten UK-System und ohne Charge und zeitlich unbegrenzt.

ABER für UCITS-ETFs aus EU/EEA/OECD-Domizilen gilt das nicht: Das irische Finanzamt hat die frühere Sondergünstigung mittlerweile aufgehoben. Diese ETFs werden seitdem als „Equivalent Funds“ behandelt. Der 8-Jahres-„Deemed-Disposal“ (Besteuerung unrealisierter Kapitalerträge) mit 41 % greift unabhängig vom Non-Dom-Status. Die Remittance-Basis gilt für diese ETFs nicht. Verluste lassen sich auch nicht verrechnen.

Praktische Konsequenz: Wer als Non-Dom nach Irland zieht und CSPX, VWRA, EUNL oder ähnliche UCITS-ETFs hält, läuft in dieselbe „Deemed Disposal“-Falle wie ein normaler irischer Steuerresident. Der Non-Dom-Status hilft nur beim Halten von:

  • direkten Einzelaktien (nicht über ETF-Wrapper)
  • RSUs aus früherem Arbeitsverhältnis
  • seltene Offshore-Funds aus Nicht-EU/EEA/OECD-Domizilen (z.B. Cayman, Bermuda)

Irland diskutiert seit 2024 die Abschaffung des Deemed Disposal und Senkung des Exit-Tax-Satzes auf 33 %, aber Stand Mai 2026 ist die 41 %/8-Jahres-Regel weiterhin in Kraft. Beobachten — ja. Hinziehen nur mit angepasster Portfoliostrategie.

 

Platz 23: Portugal – Krypto bleibt attraktiv

Die Regel für Krypto in Portugal seit 2023 (Category G capital gains): 28 % Steuer wenn Haltedauer < 365 Tage, 0 % wenn Haltedauer > 365 Tage. Das gilt unverändert in 2026. Portugal ist damit für Krypto-Hodler (wie Deutschland) weiterhin attraktiv.

Achtung: Krypto-zu-Krypto-Tausch setzt die 365-Tage-Frist zurück (FIFO-Methode Pflicht). Staking und Lending fallen unter Category E (28 % flat) ohne Haltefristbefreiung. Aktien sind weiterhin pauschal 28 % für Dividenden und Kapitalerträge (kein einfaches NHR mehr).

 

Platz 25 + 31: Deutschland und Frankreich im Vergleich

  • Frankreich erhebt in 2026 mindestens 31,4 % Steuer auf Dividenden und Kapitalerträge (12,8 % + 18,6 % Sozialabgaben, erhöht von 17,2 %); im Spitzensatz mit progressiver Option bis 34 % Steuerbelastung.
  • Frankreich Wegzugsteuer (Art. 167 bis CGI) nach 6 von 10 Jahren Aufenthalt + (≥ 50 % Anteile ODER Aktien > 800.000 €). Die Schwelle für die Wegzugsteuer ist damit für Privatanleger in Frankreich niedriger als Deutschland (1 % Beteiligung ODER €500k ETF pro ISIN).
  • Frankreich Krypto: min. 31,4 % Steuer auf realisierte Kursgewinne unabhängig von der Haltezeit. Deutschland: 0 % auf realisierte Kryptogewinne nach einem Jahr Haltedauer.

Das heißt Deutschland ist nicht top und besonders die Ausweitung der Wegzugsteuer auch auf ETF (500k € pro ISIN) ist bedenklich. Aber gegenüber Frankreich haben wir noch eine akzeptable Besteuerung im Kapitalbereich und im Kryptobereich ist sie noch top.

 

Platz 26: Österreich

Wer denkt, Österreich sei eine mildere Version Deutschlands, irrt aus Steuersicht:

  1. 27,5 % KESt ohne jede Haltefrist (seit 2012) auf Dividenden und Kapitalerträge ohne Freibetrag. Krypto wird identisch behandelt seit 2022.
  2. Wegzugsteuer ab dem ersten Euro auf Aktien, ETFs UND Krypto im Privatvermögen (§ 27 Abs. 6 EStG).
  3. Stundung in EU/EWR möglich, 7-Jahre-Ratenzahlung seit 2024, 5-J.-Rückkehr-Regel.

Der Vorteil von Österreich gegenüber Deutschland ist, dass es keine Erbschaftsteuer innerhalb der Familie gibt.

Wie oben geschrieben liegt Bratislava 60 Minuten entfernt. Für manche Vermögensbesitzer eine Überlegung wert.

 

Platz 28: Spanien Standard

Mit Beckham-Law-Gesetzgebung (Platz 13) ist Spanien für 6 Jahre prima. Ohne Beckham Law sieht es weniger gut aus:

  • 19-30 % auf Kapitalerträge (Top-Satz 30 % seit 2025)
  • Bitter je nach Region: Regionale Vermögensteuer bis 3,5 % p.a. auf Weltvermögen (Madrid und Andalusien bonifizieren auf 0 %; Katalonien greift zu)
  • Für Regionen, die die normale Vermögensteuer ausgesetzt haben, greift eine bundesstaatliche „Solidaritätssteuer auf große Vermögen“ ab über 3,7 Mio. € Einzelvermögen ebenfalls mit maximal 3,5 %. Für sehr wohlhabende Menschen ist das ein absolutes No-Go. Über 10,5 Millionen Vermögen wird mit 3,5 % jährlicher Solidaritätssteuer belegt. Das heißt die jährliche Entnahmerate geht komplett an den Staat bei hohen Vermögen.
  • Wegzugsteuer 19-30 % bei 10 von 15 Jahren Aufenthalt in Spanien bei Aktienbesitz > 4 Mio. €.
  • 4-Jahres-Vermutung bei Umzug in „Steueroase“

Wer mit seinem Vermögen noch unter der 3,7 Millionen Grenze für „große Vermögen“ bezüglich federaler Vermögenssteuer liegt und sein Vermögen passend strukturiert, kann in Andalusien, Madrid oder Murcia (keine „normale“ Vermögenssteuer) eine aktzeptable Besteuerung seiner Kapitalerträge genießen. Aber die Reporting-Verpflichtungen sind trotzdem streng.

Generell ist die spanische Steuerbehörde eine der aggressivsten der Welt und übertrifft hier noch deutsche oder amerikanische Behörden in negativer Hinsicht. Selbst wer nicht unter die Vermögensteuer fällt, muss ab einer bestimmten Vermögenshöhe dem Staat eine weltweite Vermögensaufstellung übermitteln und Fehlmeldungen werden bestraft.

Die spanische Lebensqualität ist nach meiner Meinung extrem hoch, aber man sollte genau wissen, was man tut vor einem steuerlichen Zuzug. Wer das Beckham Law für sich in Anspruch nehmen kann, ist natürlich für die ersten 6 Jahre erst einmal gut aufgestellt.

 

Platz 29: Italien Standard – IVAFE-Vermögensteuer auf alle Auslandsportfolios

Wer das italienische Standardregime fährt (also weder 7%-Rentner noch 300k-HNWI), zahlt 26 % auf Kapitalerträge und Dividenden plus jährlich eine 0,2 % IVAFE (Vermögenssteuer) auf das gesamte Auslandsfinanzvermögen in eigenen Aktiendepots. Bei einem 2 Mio. € deutschen Depot im Ausland wären das also z.B. 4.000 € zusätzlich jedes Jahr an italienischer Substanzsteuer zusätzlich zu den 26 % auf Kapitalerträgen. Außerdem gibt es eine jährliche Vermögensteuer auf alle im Ausland gehaltenen Immobilien für italienische Steuerbürger. Diese heißt IVIE und beträgt 0,76 % pro Jahr. Reporting Verpflichtungen mit Strafandrohungen gibt es dazu natürlich auch.

Italien wäre bei Standardbesteuerung damit für mich uninteressant. 26 % auf Dividenden und Kapitalerträge ist vergleichbar mit Deutschland, aber zusätzlich noch Vermögensteuer auf das Auslandsvermögen mit Meldepflichten wäre für mich nicht ok.

 

Die schlechtesten Länder in Europa für Kapitalbesitzer

Bisher waren die Besteuerungssysteme auf Kapital und dessen Erträge nach meiner Meinung noch akzeptabel. Und wer über seine Steuern in Deutschland oder Österreich meckert, hat sich noch nicht mit den Steuersystemen der folgenden europäischen Länder beschäftigt.

Hier werden vermögende Bürger so richtig geplündert und ein Zuzug ist ohne Steueroptimierung nichts für schwache Nerven.

 

Platz 32: Niederlande – Aggressives Box-3-System

Die Besteuerung von Aktien- und ETF-Vermögen nach dem Box-3-System in den Niederlanden ist effektiv eine jährliche Vermögensteuer von ~2 % pro Jahr auf den gesamten Aktienbestand, unabhängig von der Performance. Bei einem 2 Mio. € Depot sind das also 40.000 € jährlich an Substanzsteuern. Außerdem gibt es eine Wegzugsteuer auf wesentliche Beteiligungen ≥ 5 %.

Als wäre das noch nicht genug, hat das niederländische Parlament eine weitere Verschärfung für die Zukunft angedacht.

Ab 2028 soll dieses System auf eine Besteuerung aller unrealisierter Gewinne aus Aktien und ETF umgestellt werden und diese dann jährlich mit 36 % besteuert werden. Dadurch steigt die aktuell schon hohe Steuerbelastung noch einmal deutlich an, da nun auch der Inflationsanteil von Gewinnen besteuert wird.

Das heißt bei einer langfristigen nominalen Performance eines Aktiendepots von 10 % (Durchschnitt der letzten Dekaden nominal vor Berücksichtigung der Inflation) werden jährlich 3,6 % abgezogen. Egal ob man Gewinne realisiert hat oder nicht. Man muss diese Steuer dann aus der Substanz bezahlen und dafür z.B. Aktien verkaufen obwohl man das gar nicht wollte.

Das heißt hier geht dadurch die gesamte sichere mögliche Entnahmerate aus einem Depot effektiv an den Staat und der Depotbesitzer hat keine Möglichkeit, seine finanzielle Freiheit auch zu erleben, wenn er in den Niederlanden wohnen bleiben will.

Wäre für mich ein No-Go und wird dafür sorgen, dass sich viele wohlhabende Niederländer auch auf der deutschen Seite der Grenze niederlassen, wenn Deutschland sein aktuelles Besteuerungsregime für Kapital zumindest beibehält.

 

Platz 34: Irland Standard mit ETFs

33 % Besteuerung auf direkte Aktien. ABER 41 % Exit Tax + 8-Jahres-Deemed-Disposal (Besteuerung unrealisierter Gewinne) auf alle UCITS-ETFs aus EU/EEA/OECD-Domizilen. Plus: Verluste sind nicht ausgleichbar mit anderen Gewinnen.

Spitzeneinkommensteuersatz auf Dividenden bis 51 % (40 % PIT + 8 % USC + 4 % PRSI). Die fiskalische Strenge gegen Privatanleger im 2026er Irland im Vergleich zu seiner extrem vorteilhaften Unternehmensbesteuerung ist beeindruckend.

Irland ist extrem wohlwollend gegenüber Unternehmen, aber extrem hart gegen seine eigenen Steuerbürger. In das normale Steuerregime würde ich als vermögender Privatanleger so auf keinen Fall einwandern.

 

Platz 35: Norwegen – Geht gar nicht

Drei Killer:

  1. 37,84 % Kapitalertragsteuer auf Aktien und Dividenden.
  2. Zusätzlich eine Vermögensteuer von 1,0 % bzw. 1,1 % ab NOK 1,9 Mio. (~160.000 €). Bei 5 Mio. € Vermögen sind das ~50.000 € pro Jahr an Substanzsteuer.
  3. Härteste Wegzugsteuer Europas: latente Gewinne > NOK 3 Mio. zählen als fiktiver Verkauf bei 37,84 %. Spätestens nach 12 Jahren musst Du zahlen.

Über 100 der reichsten Norweger sind seit 2022 emigriert. Auch hier bleibt dadurch von einer angenommenen drei Prozent Entnahmerate kaum etwas für den Anleger übrig und die Wegzugsteuer ist sehr streng.

Norwegen ist damit auf dem letzten Platz und bleibt dort, bis es entweder selbst wieder zur Vernunft kommt und seine vermögenden Bürger nicht mehr vertreibt oder Länder wie die Niederlande 2028 ihre Besteuerung noch einmal verschärfen und Norwegen damit in negativer Sicht überholen.

 

Die US-Quellensteuer-Thematik

Bei den meisten EU-Ländern (inkl. Deutschland, Österreich und der Schweiz) reduziert ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) die US-Quellensteuer auf Dividenden von den normalen 30 % auf 15 %. Bulgarien und Rumänien haben mit den USA sogar ein noch vorteilhafteres Abkommen geschlossen und ihre Bürger werden nur mit 10 % Quellensteuer auf Portfolio-Dividenden Ihrer US-ISIN-Werte belastet.

Griechenland dagegen hat kein modernes US-DBA (das aktuelle ist von 1950). Dadurch bleibt hier die volle 30 % US-Quellensteuer beim Anleger hängen und das ist der Nachteil am eigentlich guten griechischen Steuersystem im Kapitalbereich.

Man kann diese 30 % Quellensteuer aber auch dort auf 15 % reduzieren, indem man alle US-Engagements in Irland-domizilierten UCITS-ETFs wie CSPX (S&P 500) oder VWRA (FTSE All-World) hält und US-Einzelaktien oder US-ISIN-ETF vermeidet. Das heißt hier hilft eine Restrukturierung des Portfolios und das tut man dann im besten in einem Land ohne Kapitalertragsteuer.

 

Die US-Erbschaftsteuer-Falle: Welches Abkommen schützt

Was viele Anleger gar nicht wissen: Wer als Nicht-US-Person in US-Aktien oder US-domizilierten ETFs investiert (ganz unabhängig davon, wo sein Depot ist) und stirbt, dessen Erben werden mit bis zu 40 % US-Bundeserbschaftsteuer belastet. Der Freibetrag, bevor eine solche „Erbschaftssteuer“ auf der US-Seite zuschlägt, sind nur 60.000 USD.

Spezielle DBAs, die ausgewählte Länder mit den USA haben, schützen gegen eine solche drakonische Erbschaftssteuer auf der US-Seite bei Menschen, die eigentlich gar nichts mit den USA zu tun haben.

Deutschland hat so ein DBA mit den USA und die Anleger sind vor der Erbschaftssteuer auf der US-Seite geschützt. Aber das gilt nur, solange Du auch in Deutschland Deinen Steuerwohnsitz hast. Bei einem Umzug kommt es auf das DBA Deines Ziellandes mit den USA an.

Denn außer Deutschland haben nur eine Handvoll weiterer Länder eine ähnliche Vereinbarung mit den USA und es ist wichtig, vor dem Zuzug die Regeln zu kennen.

Es gibt zwei DBA-Klassen im Erbschaftssteuerbereich:

Klasse A – Umfangreicher Schutz (domicile-based, pro-rata Unified Credit):

  • Deutschland (Top-Treaty mit Protokoll 1998/2000)
  • Schweiz
  • Frankreich
  • Niederlande
  • Dänemark
  • Italien (mit Einschränkungen, aber pro-rata Credit)
  • UK (separate Limitation Clause)

Aber auch in diesen Klasse-A-Abkommen-Ländern ist es wichtig, dass Du die exakte Regelung kennst!

 

Klasse B – Begrenzter / lückenhafter Schutz:

  • Österreich (kein erhöhter Unified Credit, das heißt hier drohen hohe Erbschaftssteuern von der US-Seite.)
  • Irland
  • Norwegen
  • Finnland
  • Belgien
  • Griechenland (situs-Treaty 1950)
  • Schweden (Treaty 2007 gekündigt)
  • Australien, Japan, Südafrika

Klasse C – Gar kein Treaty im Erbschaftssteuerbereich vorhanden: Zypern, Malta, Bulgarien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien, Kroatien, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Portugal und weltweit fast alle anderen.

Hier muss man ganz genau hinschauen. Eine Lösung bei schlechtem oder fehlendem Abkommen kann auch hier sein, ausschließlich Irland-domizilierte UCITS-ETFs für den US-Anlagebereich zu verwenden und US-Einzelaktien und US-ISIN-ETF komplett zu vermeiden bzw. im Alter zu verkaufen. Irische ETF mit US-Aktien gelten als irisches Vermögen und nicht als US-Vermögen und damit keine drakonische Erbschaftssteuer seitens der USA.

Das heißt McDonald’s-Aktie in einem solchen Fall schlecht, irischer US-ETF gut.

 

Was würde der Maschinist tun?

Als Single mit liquidem Aktienportfolio im 7-stelligen Bereich

Wer das Klima mag und die Insellage akzeptiert, für den hat Zypern jede Menge Vorteile. Mögliche Lebensorte wären für mich: Limassol, Paphos oder Larnaca.

Das heißt, Non-Dom-Antrag stellen, ETFs im Alter auf Irland-domizilierte UCITS umstellen (Kapitalerträge steuerfrei, das heißt Portfolio einfach umbauen). Man kann mit Non Dom 17 Jahre lang 0 % Steuer auf Dividenden und 0 % auf Kursgewinne genießen und das bei mediterraner Lebensqualität und Gastfreundschaft. Dazu EU-Schutz und weder Wegzugs-, Erbschaft- oder Schenkungssteuer.

Bulgarien ist steuerlich auch cool und hat niedrige Lebenshaltungskosten. Sprachliche Nachteile und andere Einschränkungen muss man dagegen abwägen.

Die Schweiz ist natürlich auch prima, aber Vermögenssteuern sind nachteilhaft und dort fühlen sich eine Million Vermögen je nach Kanton eher wie 100k Euro in einem deutschen Dorf an. 😉

Je nach Lebensqualität und Vorlieben sind natürlich weitere Länder interessant, inkl. Bratislava vs. Wien. Siehe Tabelle oben.

 

Als Familie mit Kindern in der Schule

Hier wird die Schulwahl wichtig und Sprache sowie lokale Lebensqualität noch wichtiger. Und Reisen bedeuten mehr Aufwand. Anstatt Zypern kann hier auch ein Land aus dem Mittelfeld mehr Sinn machen und dann kann das Zielland sogar Spanien heißen, wenn man weiß, was man tut.

Lebensglück schlägt immer das letzte Prozent an Rendite, solange die Richtung stimmt. Diese Richtung stimmt oft, wie unsere Tabellen zeigen. Auch Deutschland ist aktuell noch ok, solange nicht weiter „verschlimmbessert“ wird.

Aber bei einigen Ländern simmt der Status und auch die Richtung absolut nicht, wie die Letztplatzierten Irland, Niederlande oder Norwegen zeigen und ich sehe hier aktuell keinen Use Case.

 

Als Rentner mit ausländischer Pension

Italien 7 % oder Griechenland 7 % hören sich für vermögende Pensionäre prima an. Beide besteuern ausländische Renten und alle anderen Auslandseinkünfte pauschal mit 7 %. Italien für 10 Jahre bei Süditalien-Bindung und Griechenland für 15 Jahre mit frei wählbarem Lebensort. Italien hat den besseren US-Estate-Tax-Schutz, Griechenland bietet die freie Lebensortwahl.

 

Als Krypto-lastiger Freiheitskämpfer

  • Schweiz: 0 % als Privatanleger (hier aber Vermögensteuer beachten)
  • Deutschland: 0 % nach 1 Jahr (es gibt Diskussionen das zu ändern)
  • Portugal: 0 % nach 1 Jahr
  • Tschechien: 0 % nach 3 Jahren
  • Slowakei: 7 % nach 1 Jahr
  • Kroatien: 0 % nach 2 Jahren
  • Bulgarien: 9 % effektiv
  • Zypern: 8 % seit 2026
  • Belgien: 10 % seit 2026

Wer Krypto langfristig hält, ist in Deutschland (noch), Portugal oder der Schweiz gut platziert.

 

Bonus: Teilzeit-Modell für Vorsichtige

Statt mit Sack und Pack auswandern: Wintermonate (Oktober bis März) in der Sonne verbringen. Solange Du unter 183 Tagen pro Jahr im Zielland bleibst und Dein „Lebensmittelpunkt“ z.B. in Deutschland erkennbar ist, bleibt der steuerliche Status unverändert. Deutschland ist steuerlich zwar nicht perfekt, aber wie die Tabelle zeigt, gibt es in Europa für Kapitalbesitzer deutlich schlechtere Länder.

 

Government Friction und Staatsschuldenentwicklung

Stark positive Entwicklung der Staatsverschuldung:

  • Zypern (51 % des BIP Ende 2026 und gute Entwicklung)
  • Estland (~22 %)
  • Bulgarien (~24 %)
  • Tschechien (~45 %)
  • Schweiz (~40 % – hier funktioniert die Schuldenbremse noch)
  • Irland (~42 %)
  • Polen (~50 % – Wachstumchampion in der EU)

Problematisch:

  • Italien (~135 %)
  • Griechenland (~150 %, aber fallend)
  • Frankreich (~110 % und deutlich steigend, der aktuelle Risikokandidat Nr. 1)
  • Belgien (~107 %)
  • Spanien (~107 %)

Häufige Fehler

  1. Ohne steuerliche Planung wegziehen. Auch Wegzugsteuer-Strukturen und Zuzugsregeln vorher genau prüfen.
  2. US-Aktien oder US-ISIN-ETF direkt halten statt über UCITS-ETFs in Ländern ohne Steuerabkommen mit den USA. Irische ETF mit US-Werten schützen.
  3. „Lebensmittelpunkt“ zu schwammig. Wohnung / Schlüsselgewalt alleine kann z.B. in Deutschland Steueransässigkeit auslösen, wenn kein starkes DBA schützt.
  4. Sich nur aufgrund der Steuern entscheiden. Familie, Sprache, Klima sind extrem wichtig. Lebenszufriedenheit schlägt maximale Steueroptimierung.

Fazit des Maschinisten

  • Top 4 insgesamt: Zypern, Bulgarien, Schweiz (Spezial Menschen, die noch Arbeitseinkommen beziehen), Slowakei — strukturell günstige / hochwertige Lösungen mit guter Perspektive und Lebensqualität
  • Gut für Rentner: Italien 7 %, Griechenland 7 % — bei ausländischer Pension oft eine gute Wahl
  • HNWI-Spezialregime: Schweiz, Griechenland 100k, Italien 300k (nur für Hochverdiener lohnenswert), Spanien Beckham (je nach pers. Situation)
  • Gutes Mittelfeld: Luxemburg, Tschechien, Griechenland Standard
  • Je nach Situation: Portugal, Skandinavien und Dänemark bieten eine „kostenlose“ staatliche Krankenversicherung ohne Zuzahlung für Privatiers
  • Steuerhöllen für Vermögensbesitzer und Aktionäre: Niederlande, Irland und Norwegen

 

Und jetzt Ihr!

Welche dieser Länder reizen Euch und in welchem würdet Ihr gerne einmal leben?

Wer von Euch hat den Schritt schon gewagt?

Schreibt dazu in den Kommentaren!

 

 

 

Häufige Fragen (FAQ)

In welchem EU-Land zahle ich am wenigsten Steuern auf Aktien?

Zypern bietet 0 % Steuer auf Kapitalgewinne aus Wertpapieren — strukturell, dauerhaft, ohne Sonderprogramm. Mit dem Non-Dom-Status sind zusätzlich 17 Jahre Auslandsdividenden steuerfrei. Bulgarien (0 % auf EU/EWR-Aktien) und Malta (0 % auf Auslandskapitalgewinne) sind weitere Top-Optionen. Die Schweiz bietet 0 % Kapitalgewinnsteuer für Privatanleger, ist aber kein EU-Mitglied und erhebt eine kantonale Vermögensteuer. Für Rentner mit ausländischer Pension sind Italiens 7%-Pauschalregime und Griechenlands 7%-Rentner-Non-Dom oft ökonomisch attraktive Optionen.

Wie hoch ist die deutsche Wegzugsteuer auf ETFs ab 2025?

Seit dem 1. Januar 2025 unterliegen ETF-Positionen ab 500.000 Euro Anschaffungskosten pro ISIN der Wegzugsteuer nach § 19 InvStG. Steuersatz 26,375 % auf unrealisierte Gewinne. Plus klassische Wegzugsteuer nach § 6 AStG bei Beteiligungen ≥ 1 %. Stundungsoption für EU/EWR-Wegzüge über 7 Jahre.

Welches europäische Land hat die schärfste Wegzugsteuer?

Norwegen seit der Reform vom 20. März 2024: 37,84 % auf latente Gewinne über NOK 3 Mio., mit zwingender Zahlung spätestens nach 12 Jahren. Österreich folgt mit Wegzugsteuer ab dem ersten Euro auf alle Aktien/ETFs/Krypto. Polen 19 % über PLN 4 Mio. Frankreich 30 % über €800k oder 50%-Beteiligung bei 6 von 10 Jahren Residenz. Spanien 19-30 % ab 10 von 15 Jahren Ansässigkeit und Aktien-Vermögen über €4 Mio.

Welches EU-Land hat das beste Krypto-Steuersystem 2026?

Schweiz für Privatanleger: 0 %. Deutschland: 0 % nach 1 Jahr. Portugal: 0 % nach 1 Jahr (Standard, kein NHR mehr nötig). Tschechien: 0 % nach 3 Jahren oder unter 100.000 CZK pro Jahr. Slowakei: 7 % nach 1 Jahr. Kroatien: 0 % nach 2 Jahren. Belgien hat in 2026 10 % eingeführt.

Was ist die US-Estate-Tax und welche europäischen Länder schützen wirklich?

Die US-Bundeserbschaftsteuer von bis zu 40 % betrifft jeden Nicht-US-Bürger, der direkt US-Aktien hält und stirbt. Freibetrag nur 60.000 USD. Echten Schutz bieten nur die modernen domicile-basierten Treaties: Deutschland, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Italien (mit pro-rata Unified Credit). Begrenzten Schutz haben Österreich, Irland, Norwegen, Finnland, Belgien, Griechenland. Kein Treaty haben Zypern, Malta, Bulgarien u.a. — Lösung: Irland-domizilierte UCITS-ETFs für US Werte.

Lohnt sich die italienische 7%-Rentnerpauschale?

Ja, schon ab geringen Einkommensschwellen. Wer eine ausländische Pension bezieht und in eine Mezzogiorno-Gemeinde bis 30.000 Einwohner zieht, zahlt 10 Jahre lang 7 % auf alle Auslandseinkünfte (Pension, Dividenden, Kapitalgewinne, Mieten). Plus IVIE/IVAFE-Aussetzung. Das Griechenland-7%-Regime ist ähnlich, aber 15 Jahre. Italien hat den besseren US-Erbschaftsteuer-Schutz.

Funktioniert das Non-Dom-Regime in Irland für meine ETFs?

Nein, nicht für die typischen UCITS-ETFs. Das irische Finanzamt hat 2022 die frühere Sondergünstigung aufgehoben. UCITS-ETFs aus EU/EEA/OECD-Domizilen werden seitdem als „Equivalent Funds“ behandelt — der 8-Jahres-Deemed-Disposal mit 41 % Steuer greift unabhängig vom Non-Dom-Status. Verluste lassen sich nicht verrechnen. Das Non-Dom-Regime hilft nur bei direkten Einzelaktien (Remittance Basis) und bei sehr exotischen Offshore-Funds aus Nicht-EU/EEA/OECD-Domizilen.

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Externe Quellen

 

Disclaimer: Dieser Beitrag stellt weder eine Beratung dar noch ist er eine Handlungsempfehlung! Er soll Informieren und stellt den aktuellen Kenntnisstand des Betreibers

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