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Teilzeit - Eine der besten Entscheidungen meines Lebens: jeden Freitag frei

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(@adolar)
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Freiheitskämpfer
 

Über die neueste Ergänzung bin ich auf diesen schon etwas älteren Thread gestoßen.

Ich kann das bestätigen: Der freie Freitag war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Als ich vor dieser Entscheidung stand, war das Depot dank zwar konservativer, aber hochprozentiger Aktienanlage sowie hoher Sparrate schon ziemlich angeschwollen, so daß ich mir dachte: Wozu eigentlich sollte ich das Geld nur stapeln? Ausgeben wollte ich es nicht, das vielgenannte "Gönnen" reizte und reizt mich nicht. Die familiäre Situation war stabil (ist sie heute noch), somit war die Arbeitszeitreduktion auf 80% ein schlichtes Rechenexempel. Durch unterschiedlich lange Arbeitstage bedeutete das den freien Freitag und etwa eine Woche "Urlaub" mehr. Hätte ich gewollt, hätte ich schon damals nach Hause gehen können; aber ich ging eigentlich gern zur Arbeit und wollte die Stelle nicht aufgeben. Was habe ich vom Dauerurlaub, wenn die Frau weiterhin zu ihrer Arbeit geht? Jedes Wochenende ein langes ist göttlich, aber monatelang wegfahren geht in der Konstellation natürlich nicht. 

Man muß das aber individuell sehen. Mein Beruf erfordert Anwesenheit (Telearbeit ist nicht), hat aber den Vorteil, daß man mir kein Arbeitspensum vorgeben kann. Das vielgenannte Problem, daß ein Teilzeitarbeiter ein geringeres Arbeitszeitsoll hat (und dafür dann auch weniger Geld bekommt), daß er aber in der kürzeren Arbeitszeit das gleiche Arbeitsvolumen packen soll wie ein Vollzeitarbeiter, hatte ich prinzipbedingt nicht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit beendet eine Teilzeit allerdings den Fortgang einer Karriere, dessen muß man sich bewußt sein. Das war für mich irrelevant, ich wäre ohnehin nicht mehr höher gekommen.

Viele Jahre später war das Depot noch dicker, also habe ich einen weiteren Tag freigenommen. Das war in meinem Fall ein Fehler. Der eine Tag Abwesenheit war problemlos einzubauen, zumal die anderen am Freitag ohnehin nur bis Mittag arbeiteten. Daß ich nun auch noch den ganzen Donnerstag weg war, hat bei der Zeitplanung nennenswert gestört. Auch war ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr so gut im Team integriert. Das würde ich nicht nochmal machen, sondern dann vermutlich gleich ganz aussteigen

Man muß das somit individuell beurteilen, die Arbeitswelt ist schlichtweg zu vielgestaltig. Im Thread ist beispielsweise genannt, daß KI die Arbeitswelt entscheidend verändern wird. Auch das ist individuell. Manche Arbeitsplätze könnten durch KI komplett wegfallen, andere hingegen werden davon kaum berührt. Den Maler, der die Fenster streicht, wird die KI nicht wegrationalisieren.


 
Veröffentlicht : 8. Juni 2026 14:57
Maschinist und Der Autodidakt mögen das
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