Millionär Interview 19 – Vincent – Freaky Finance

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Die Millionär Interviews der Freiheitsmaschine. Heute schreibt uns Vincent von Freaky Finance. Er war auch auf dem Freiheitstreffen in der Okercabana und beschreibt uns hier seinen Weg zum Vermögensmillionär.

Los geht’s:

 

Moin lieber Maschinist!
Interessiert verfolge ich deine Millionär Interviews und von Anfang an hatte ich vor, daran teilzunehmen und das Interview mit meinem Artikel „Endlich Millionär! – (Wie) sage ich es meinem Umfeld?“ zu verbinden.
Immer wieder ist etwas dazwischen kommen und schließlich hat mich das von dir organisierte Meet Up und die Aussicht auf ein, zwei Freigetränke motiviert, endlich „aus dem Knick“ zu kommen. Ich bin ja ein sparsamer Millionär 😉 Das wird im Interview vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle noch deutlich.
Vielen Dank für den Anstoß, die Organisation des Treffens und die Möglichkeit des Interviews. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen!
Einige deiner Leser kennen mich vielleicht schon von meinem Blog freaky finance. Für die anderen hier mein Vorstellungstext:
“Blogger, Autor, Privatinvestor, finanzieller Tausendsassa und Extremdiversifikator


Vincent hat sich als Privatinvestor auf eine hohe Diversifikation seiner Investments spezialisiert und teilt als Finanzblogger seine Erfahrungen mit der Community: Vincent und sein Blog www.freakyfinance.net wurden unter anderem durch die beliebteste Finanzrocker-Podcastfolge 2018 und Publikationen in der Tageszeitung “Die Welt” bekannt. Zusammen mit Sebastian Wörner hat er das Buch „Das 1×1 der P2P-Kredite – Wie du in richtig in Privatkredite investierst“* geschrieben und kürzlich veröffentlicht.
Er setzt auf eine Vielzahl von verschiedenen Einkommensquellen, während er dabei ist, seine Arbeitszeit im Angestelltenverhältnis Stück für Stück auf ein Minimum zu reduzieren. Die teilweise ungewöhnlichen Ideen, um Einkommen zu generieren, teilt er ebenso in seinem Blog wie die detaillierten Einnahmen auf Monatsbasis, die nicht aus seinem Angestelltenverhältnis stammen.
In dieser Transparenz sicher ungewöhnlich und nahezu einmalig in unserer Neid- und „Über Geld spricht man nicht“-Gesellschaft. Aber genau das hat sich Vincent zur Aufgabe gemacht: Über Geld zu sprechen und seine Erfahrungen als Investor zu teilen – übrigens auch, wenn mal etwas gehörig schief geht.
Vincent gilt als absolut bodenständig und bemüht, mit seinen Lesern auch einen persönlichen Austausch zu pflegen. “Der Blogger zum Anfassen”, “der Millionär von nebenan” und “freaky finance – der Supermarkt der Finanzblogs” sind nur einige Assoziationen, die die Community mit ihm und seinem Blog verbinden.
Beste Grüße
Vincent”

 

Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?

Ich bin Jahrgang 1976, also aktuell 42 Jahre alt.

 

Habt Ihr Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?

Ich bin Vater einer erwachsenen Tochter (Jahrgang 1995) und es sind keine weiteren Kinder geplant.

 

Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?

Ich komme ursprünglich aus der Lüneburger Heide, arbeite seit 26 Jahren für eine große Firma in Hamburg und war beruflich viele Jahre mit Unterbrechungen in Frankreich. Seit ziemlich genau einem Jahr bin ich wieder zurück in Hamburg. Weil ich seitdem Teilzeit arbeite, wird es für mich keine weiteren Auslandseinsätze mehr geben. Ich bin definitiv ein Großstadtmensch geworden. Und ich werde natürlich weiterhin viel reisen und die Welt entdecken!

 

Was ist Dein (euer) jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?

Ich habe immer sehr gut verdient. Nun bin ich dabei, meine Wochenarbeitszeit stufenweise zu reduzieren. Wenn ich diesbezüglich das Endziel mit 15 Stunden pro Woche verteilt auf 2 Arbeitstage erreicht habe (Zeitpunkt noch in Verhandlung; aktuell 21 Stunden an 3 Tagen), wird mein Jahresnettogehalt aus dem Angestelltenverhältnis nur noch bei gut 29.000 Euro liegen, was aber für eine 15 Stunden Woche durchaus eine gute Gage ist.
Meine anderen Einnahmequellen, bestehend aus
  • Dividenden,
  • Optionsprämien,
  • P2P-Zinsen,
  • Zinsen aus Immobilien-Crowdinvesting,
  • Mieteinnahmen aus Wohnungen,
  • Blogeinnahmen,
  • Transportervermietung sowie
  • diverses (Zinsen, Prämien, Boni und kleinere Einnahmen),
bringen monatlich im Durchschnitt über 5.000 € (nach Kosten, aber größtenteils vor Steuern) ein. In meinen Monatsabschlüssen, die ich im Blog veröffentliche, führe ich all diese Einnahmen transparent auf.

 

Wie hoch sind eure jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?

Grob überschlagen komme ich auf ca. 15 bis 20.000 € Ausgaben im Jahr. Investitionen sind darin nicht enthalten. Ausgaben und Investitionen sind ja grundsätzlich zu unterscheiden aber die Leser hier wissen das natürlich.
Für Urlaube und Reisen gebe ich tatsächlich gerne Geld aus. Aber statt mir Luxusreisen zu gönnen, verreise ich lieber ein paar Mal öfter. Die letzten Sommer habe ich mit schmalen Budgets und meinem Transporter, den ich leicht zum Camper umfunktionieren kann, in Südfrankreich, Spanien, Deutschland und Österreich verbracht.
Im Winterhalbjahr sind mir Fernreisen in wärmere Gefilde sehr wichtig. Da bewege ich mich in einem breiten Spektrum von Südostasien (wo ich auch schon mal fast den Nachweis erbracht habe, dass eine Fernreise billiger sein kann als zu Hause zu bleiben), Afrika, aber auch USA und Australien, was definitiv keine günstigen Reiseziele sind. Dafür finde ich es dort unglaublich schön. Es zieht mich immer wieder dorthin und das Geld gebe ich gerne dafür aus, weil ich weiß, was ich dafür bekomme.
Außerdem kaufe ich mir alle paar Jahre ein vernünftiges Telefon und ein adäquates Notebook. Mit den Geräten arbeite ich, ich muss mich auf sie verlassen können und eine gute Qualität und Usability zahlt sich da definitiv aus!

 

Wie hoch ist Dein (Euer) aktuelles Vermögen?

Zu Beginn eines jeden Monats aktualisiere ich meine Vermögensaufstellung. Die letzte hat etwas über 1,35 Millionen Euro ergeben. Davon stecken gut 100.000 € in einer Betriebsrente, an die ich vor meinem offiziellen Ruhestand nicht herankommen werde. In den letzten 26 Jahren habe ich auch vergleichsweise üppige gesetzliche Rentenansprüche erarbeitet, die aber nicht Teil meiner Vermögensaufstellung sind, weil sie a) nicht liquidierbar sind und es b) unsicher ist, ob, wann und wieviel ich davon tatsächlich sehen werde.
Für den Immobilienanteil rechne ich nur den abbezahlten Teil sowie den Einkaufswert der jeweiligen Wohnung zu meinem Vermögen. Da ich die erste Immobilie vor über 20 Jahren gekauft habe, dürfte mein Immobilienanteil im Vermögen zu niedrig bewertet sein. Nennen wir es eine konservative Betrachtung.

 

Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld).

Der Hauptanteil meines Vermögens steckt mit aktuell etwa 48 % in Wertpapieren. Davon sind 70 % Einzelaktien, der Rest besteht aus ETFs, aktiven Fonds und Zertifikaten (von früher).
Etwa 20 % machen 9 verschiedene Wohnungen aus (nochmals der Hinweis: nur bezahlter Anteil und nach Einstandspreis, also ohne eventuelle Wertsteigerung berechnet).
P2P-Privatkredite (über Plattformen und in Reinform, also ganz ohne zwischengeschaltete Instanz) und Immobilien-Crowdinvesting machen den dritten größeren Posten aus. Zusammen sind das noch einmal 11 %.
Der Rest verteilt sich auf: Betriebsrente, Riesterrente, Lebensarbeitszeitkonto (damit kann ich früher aufhören zu arbeiten; bei Gehaltsfortzahlung), Edelmetalle, Kryptowährungen, (alte, hochverzinste) Bausparverträge, Genossenschaftsanteile, Bargeld, Tagesgeld und Festgeld.

 

Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?

Ich habe nach der Realschule eine Ausbildung gemacht. Ich bin da ziemlich zufällig in einen Weltkonzern geraten. Ich wollte eigentlich Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr werden. Dort hat man mir vorbereitend zu der technischen Ausbildung geraten. Dadurch, dass ich noch während der Ausbildung Vater geworden bin, habe ich die Bundeswehrpläne über den Haufen geworfen und habe in meinem Ausbildungsbetrieb Karriere gemacht. Allein dadurch, dass ich mit 16 angefangen habe Geld zu verdienen, bin ich anderen, die bis Mitte zwanzig studiert haben, 10 Jahre beim Vermögensaufbau voraus.
Schon während meiner Ausbildung hatte ich den Plan, früh in Rente zu gehen – lange bevor die FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early) in Deutschland Fuß fassen konnte und ich den Begriff der finanziellen Freiheit zum ersten Mal hörte, habe ich meine Ausbildung wegen guter Leistungen verkürzt, Überstunden, Spät- und Nachtschichten gemacht, am Wochenende gearbeitet, lange Dienstreisen und Entsendungen ins Ausland absolviert. Von der Werkbank habe ich mich über die Position als Vorarbeiter ins Büro hochgearbeitet. Ich habe ein vom Arbeitgeber gefördertes Techniker-Studium bei voller Bezahlung durchgezogen (dafür musste ich ein Auswahlverfahren durchlaufen und mich gegen Hunderte anderer Bewerber durchsetzen; 8 Mitarbeiter pro Halbjahr wurden gefördert), ich habe alle paar Jahre die Abteilung und manchmal den Standort gewechselt – um immer da zu sein, wo die meiste Arbeit (und damit die besten Verdienstmöglichkeiten) war. Anfangs hatte ich sogar zusätzlich noch Nebenjobs.
Ich hatte also früh das Ziel, mein Einkommen zu maximieren, gleichzeitig habe ich meinen Lebensstandard weit unter meinen finanziellen Möglichkeiten gehalten und sparsam gelebt. Die Überschüsse habe ich regelmäßig in Aktien und Immobilien investiert. Zusätzlich habe ich immer wieder versucht aus Alltagssituationen Einnahmen zu generieren. Beispiele dafür sind die Vermietung von Monteurzimmer in Frankreich, Airbnb, sowie Auto-, Keller- und Transportervermietung.

Mach deinen Keller zu Geld! Stauraum und Lagerfläche ist gefragt!

Meine Einnahmen aus 3 Jahren Transportervermietung

 

Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?

Die verschiedenen einzelnen geschlossenen Beteiligungen, in die ich investiert habe, ergaben bei mir zusammengenommen den einen ganz großen Fehler, neben dem alle anderen recht klein erscheinen. Mein größter finanzieller Fehler war eben das Investieren in geschlossene Beteiligungen!

Die Sch***e mit geschlossenen Beteiligungen

Vor und am Anfang der Finanzmarktkrise (2007/2008) war ich der Meinung, ich müsste weniger in (zunächst noch recht hoch bewertete und später stark fallende) Aktien und dafür mehr in andere Anlageklassen investieren. Da kamen mir die Angebote mit zweistelligen Renditeversprechen und kurzen Laufzeiten verschiedener geschlossener Beteiligungen gerade recht. „Gier frisst Hirn“, und so habe ich nach und nach über 200.000 € in diesen Murks gesteckt und bis heute fast alles davon verloren.
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass z. B. Schifffonds bis dahin jahrzehntelang funktioniert hatten und quasi etabliert waren. Mit der großen Rezession und Weltwirtschaftskrise kam aber leider auch die gewaltige Krise in der Containerschifffahrt. Die Charterraten brachen dramatisch ein und haben sich entgegen anfänglicher Prognosen bis heute nicht wieder erholt.
Neben den außerdem immens hohen Emissionskosten, die es solchen geschlossenen Fonds von Anfang an schwer machen, sich auch für den Anleger rentabel zu entwickeln, gibt es ein anderes großes Problem am sogenannten „grauen Kapitalmarkt“, was ich vorher nicht für möglich gehalten habe: Das ist tatsächlich Betrug! Wir leben in einem Land, in dem bis zur Schriftgröße eines Fondsprospektes alles bürokratisch und gesetzlich geregelt ist, aber Fondsinitiatoren können das eingesammelte Geld einfach so verprassen und es dauert Jahre, bis es überhaupt jemand merkt und die Betrüger schließlich vor Gericht gestellt werden. Und das eingesetzte Kapital bekommt man auch nicht wieder, wenn die Schuldigen irgendwann wirklich verurteilt sind. Da ist meist fast nichts mehr zu holen.
Hätte ich damals weiter konsequent Aktien gekauft, wäre ich trotz oder gerade wegen der Finanzkrise deutlich besser gefahren. Statt das Geld zu verlieren hätte ich es vervielfacht. Langfristig sollten Aktienanlagen steigen, auch wenn man immer wieder denkt, die Luft wird dünn. Rücksetzer, Krisen und Crashs gehören dazu und irgendwann geht es wieder aufwärts zu neuen Höchstständen.

 

Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?

Ich kann nun aufgrund eigener Erfahrungen mitteilen, dass sich Fleiß, Sparsamkeit, Investieren, Mut und Durchhaltevermögen finanziell auszahlen. Je früher man anfängt, diese Tugenden zu leben, umso leichter fällt es, finanzielle Ziele zu erreichen, weil der Zinseszins – der maßgeblich auch von der Komponente „Zeit“ gespeist wird – seine Wirkung dann noch besser entfalten kann.
Ich rate also dazu, die Lifestyleinflation, z. B. nach der Ausbildung oder nach dem Studium, wenn man also das erste Mal so richtig Geld verdient, klein zu halten, angemessen sparsam zu leben und vor allem das Gesparte zu investieren: Marktbreit in Wertpapiere (je nach Neigung über ETFs oder Einzelaktien) anzulegen erscheint mir alternativlos, wenn ein solider und langfristiger Vermögensaufbau das Ziel ist.
Ggf. können Immobilien mit Fremdkapitalhebel so etwas wie ein Turbo beim Vermögensaufbau sein. Dabei ist aber sicher mehr Knowhow nötig als bei ETF-Sparplänen. Bei größer werdenden Vermögen kann je nach Interesse in weitere Anlageklassen diversifiziert werden.

 

Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen/erhalten oder noch zu erhöhen?

Das vorhandene Vermögen erlaubt es mir, nur noch Teilzeit zu arbeiten. Aber im Wesentlichen mache wie gewohnt weiter, was die Investments angeht. Hin und wieder kommt etwas Neues dazu, mit dem ich versuche, mein Vermögen weiter zu erhöhen. Seit 1,5 Jahren handle ich z. B. Aktienoptionen mit einer recht simplen Strategie und meist großem Sicherheitsabständen zwischen aktuellem Kurs und den von mir gewählten Strikes. Dadurch sind die Prämien recht klein, aber ich bekomme nicht so oft Aktien eingebucht und Kleinvieh macht auch Mist.
Ich habe also nichts dagegen, wenn mein Vermögen weiterwächst, aber ich muss auch nichts mehr übers Knie brechen. Und es befinden sich ja auch durchaus stabilisierende Komponenten in meinem Portfolio, die in turbulenten Zeiten Sicherheitsanker sein sollen.

 

Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?

Nein. Es war auch nie mein Ziel, Millionär zu werden – das hat sich aufgrund meiner Lebensweise zwangsläufig ergeben. Grundsätzlich denke ich, dass ich auch mit weniger Vermögen glücklich über 100 Jahre alt werden könnte. Aber wenn das Geld schon mal da ist, hat man ja auch nichts dagegen und das Sicherheitsgefühl nimmt zu. Wie gesagt führe ich auch meine Investitionen fort. Das Ziel bleibt Vermögensmehrung durch Rendite. Eigentlich könnte ich mir ja aus Spaß die zweite Million als Ziel setzen. Unrealistisch ist das nicht. Wobei das bei meiner Aktienquote auch an der Entwicklung der Börse hängt. Wichtig ist mir das nicht, und krampfhaft daran arbeiten werde ich auch nicht.
Es sollte bei mir nun insgesamt eher etwas entspannter zugehen. Ich habe auch kein Problem damit, wenn mein Vermögen langsam kleiner wird. Dafür arbeite ich ja auch weniger und von irgendwas muss ich schließlich auch leben. Mein Ziel ist es auch nicht, ein Millionenerbe zu hinterlassen. Wenn ich wirklich über 100 werde, ist meine Tochter im Erbfall über 80. Dann braucht sie auch keine Million mehr. Sollte ich eher das Zeitliche segnen, wird sie entsprechend mehr erben. Das ist also quasi ganz natürlich sinnvoll geregelt und ich könnte ruhigen Gewissens auch einen angemessenen Vermögensverzehr zulassen.

 

Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deines Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?

Nachdem ich viele Jahre beruflich Gas gegeben habe und durch meine Lebensweise einen ordentlichen finanziellen Puffer aufgebaut habe, versuche ich es nun etwas ruhiger angehen zu lassen.
Die beiden letzten Jahre in Frankreich habe ich nur noch 3 Tage in der Woche, die dafür auf dem Wochenende lagen, gearbeitet. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland vor einem Jahr habe ich über den Sommer eine viermonatige Auszeit genommen und die Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden reduziert. Über den Jahreswechsel war ich knapp 6 Wochen in Australien und Dubai unterwegs, gerade wurde mir eine 3-Tage-Woche mit 21 Stunden genehmigt und als nächstes steht der finale Schritt auf 15 Stunden an 2 Tagen pro Woche an. Auf weniger Stunden kann man bei meinem Arbeitgeber nicht reduzieren. Mein Wunsch ist in der Firma bekannt und wir müssen schauen, wann es realisierbar ist.
Nun muss ich dazu sagen, dass das Betreiben meines Blog mit allem Drum und Dran viel von der eigentlichen freigewordenen Arbeitszeit frisst. Das möchte ich noch einmal konkret bewerten, wenn ich bei der 15-Stunden-Woche im Angestelltenverhältnis angekommen bin. Erst dann kann ich realistisch entscheiden, wie viel Raum ich dem Blog zukünftig geben will.
Ansonsten bin ich natürlich Vermögensverwalter in eigener Sache. Da ich kein langweiliger All-in-ETFs-Anleger bin, gibt es immer etwas zu tun. Meine Wohnungen verwalte ich bis auf eine alle alleine. Bei meiner Immobilienstrategie (günstige Lagen in Hamburg; meist Hartz4-Empfänger und Flüchtlinge als Mieter) ist oft Action angesagt. Der Optionshandel benötigt auch ein bisschen Aufwand und bei all den anderen Investments muss ich auch ab und zu etwas regeln. Im Großen und Ganzen macht mir das aber Spaß. Nur das eine oder andere Mietverhältnis wird ab und zu mal anstrengend. Im Gegensatz zu meinem Bürojob kann ich mir dabei selbst einigermaßen einteilen, was ich wann mache, und größtenteils ortsunabhängig ist es auch. Was mir sehr entgegen kommt, weil ich eben gerne unterwegs bin. Ich bin gespannt, wie sich das alles einpendelt, wenn ich nur noch dienstags und mittwochs in Büro muss.
Solange ich meinen Job nicht ganz kündige, wird Hamburg meine Homebase bleiben. Wenn das Wetter passt, gefällt es mir hier auch richtig gut. Nur die graue, dunkle, kalte und nasse Jahreszeit lässt mich schon lange von einem (Winter-)Domizil in wärmeren Gefilden träumen. Da gibt es aber auch die eine oder andere Hürde und solange ich noch ab und zu ins Büro gehe, ist das eh Zukunftsmusik. Aber träumen und ein paar potenzielle Destinationen testen ist auch eine schöne Sache.

 

Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?

Jeder ist anders und pauschale Ratschläge passen für den Einzelnen oft nicht so richtig. Ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber folgende Punkte schaden sicherlich nicht:
  • Interessiere dich für deine Finanzen und lass das nicht von anderen regeln!
  • Nutze kostenlose Angebote wie Blogs, YouTube-Videos, Podcasts, Foren und Veranstaltungen, um dir Finanzbildung anzueignen!
  • Nutze ggf. zusätzlich kostenpflichtige Wege wie Bücher, Seminare und Coachings.
  • Investiere in dein Humankapital!
  • Gib Gas im Job oder baue etwas Eigenes auf! Mach dich möglichst unentbehrlich!
  • Fang früh an, umso leichter wird es nach hinten raus!
  • Vermeide die typische Lifestyleinflation und sei angemessen sparsam!
  • Sorge für die wichtigsten Absicherungen und baue einen Notgroschen in Wohlfühlhöhe auf!
  • Investiere das gesparte Geld solide, z. B. marktbreit in Wertpapiere oder unterbewertete Immobilien!
  • Sei neugierig und auch ruhig mal mutig was Investments angeht!
  • Halte durch und lass dich nicht von Menschen davon abbringen, die finanziell nicht erfolgreich sind!
  • Vergiss darüber hinaus nicht, dass du nur dieses eine Leben hast und genieße es!!!

 

Passend zum Thema „Millionär“ gibt es bei mir im Blog aktuell eine „Millionärs-Trilogie“:
Teil 1:
Wann ist man Millionär?
Definition des Begriffes
Das Nettovermögen ist entscheidend
Teil 2:
Ist ein Millionenvermögen überhaupt etwas Besonderes?
Welche Bedeutung hat der Millionärsstatus für mich persönlich?
Was können Rückschläge auf dem Weg zur ersten Million sein?
(Wie) sagt man es seinem Umfeld, wenn man es geschafft hat?
Teil 3 (folgt demnächst):
Wozu braucht man ein solches Vermögen?
Reicht eine Million überhaupt?
Kann jeder Millionär werden?
Vielen Dank, dass ich dein Interviewgast sein durfte!

 

Das war das Interview mit Vincent.

Herzlichen Glückwunsch zum Erreichten! Ich finde es absolut beeindruckend, wie früh und zielstrebig Du losgelegt hast und welches hohe Gehalt Du Dir im Angestelltenjob aufbauen konntest ohne den Weg über eine Uni.

Außerdem kenne ich mittlerweile viele Investoren, aber mir ist noch niemand begegnet, der bezüglich Anlagewelt gleichzeitig auf so vielen „Hochzeiten tanzt“ wie Du und das irgendwie unter einen Hut bekommt.

Meine eigene Einstellung zu P2P Krediten im Konsumkreditbereich kennst Du. Aber da Blogger eh harte Fragen gewohnt sind, freue ich mich bei Dir im Kommentarbereich schon sehr auf die Beiträge und ich selbst werde ich mir auch etwas überlegen.

Und das war auch das Stichwort. Was würdet Ihr gerne von Vincent wissen und was interessiert euch besonders an seinem Lebensweg.

 

Buy the way: Habt Ihr eigenes Vermögen aufgebaut und könnt niemandem davon im echten Leben erzählen? – Hier in der Freiheitsmaschine ist das anders!

Hier könnt Ihr anderen Menschen auf Ihrem Weg damit sehr helfen und beim zwanglosen Austausch dabei selbst noch neue Ideen erhalten.

Schreibt dem Maschinisten im Kommentarbereich oder betreff Interview unter maschinist@freiheitsmaschine.com und werdet selbst Teilnehmer bei den Millionär Interviews!

Und jetzt Feuer frei im Kommentarbereich!

 

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Björn

Hallo Vincent,
deine Geschichte ist wirklich beeindruckend. Vor allem Respekt davor, welche Investitionsmöglichkeiten du nutzt. Bei vielen würde ich mir das gar nicht trauen.
Du schreibst das du Immobilien besitzt. Hast du dich auch mal mit REITs befasst oder hast du vielleicht selbst welche im Depot?
Eine “richtige” Immobilie traue ich mir nämlich nicht zu, würde daher gerne in REITs investieren.
Die Frage die ich mir stelle ob ich einzelne REITs kaufen soll wegen der hohen Dividendenrendite oder lieber einen REIT-ETF nehmen soll, der aber nicht so eine hohe Dividendenrendite hat. Möchte mir mit den REITs ein passives Einkommen aufbauen.
Viele Grüße
Björn

Thorsten
Mitglied

Hey Björn,

bin zwar auch interessiert, was Vincent dazu sagt, aber ein (guter) Grund der mir für REIT ETFs einfällt und den Vincent ja auch immer wieder erwähnt:

Diversifikation – denn mit einem REIT ETF streust Du das Riisko über eine beträchtliche Anzahl von Immobilien und sogar ganzen Märkten.

Deshalb habe ich meinen Portfolio-Anteil auch in REIT ETFs angelegt – Dividende gibts da ja trotzdem in einem guten Umfang…

Viele Grüße
Thorsten

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Björn

Hallo Thorsten,

wenn ich mir HSBC REIT-ETF z. B. anschaue kommt der auf ca. 4 % Dividendenrendite. Einzelne wie Omega Healthcare oder Iron Mountain auf ca. 7 %. Ist ja dann schon ein Unterschied wenn eine Dividendenstrategie vorliegen soll. Welche ETFs hast du denn im Depot?

Viele Grüße
Björn

Thorsten
Mitglied

Kenne wirklich nicht jedes Unternehmen / jeden REIT im Detail – ein Unterschied ist ja auch, was mit dem Gewinn der nicht ausgeschüttet wurde passiert ist:

1) Ist einfach weniger erwirtschaftet worden – nicht so toll…
2) Ist gleich viel erwirtschaftet worden und ein Unternehmen hat in Expansion investiert, weil es gut Möglichkeiten hatte und deshalb am Ende weniger zum Ausschütten – (für mich) okay, weil damit das Unternehmen / der REIT ja wertvoller wird…

Im ETF habe ich immer ein Bundle von allen Möglichkeiten – Diversifikation und (eher) Average halt 😉

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Björn

ETF hat natürlich seine Vorteile. Welchen oder welche REIT-ETFs hast du denn nun? Würde die mir gerne dann mal anschauen.

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Hans

Hallo Thorsten, ganz so funktionieren REITs aber nicht. Ein REIT muss immer 90% seines Gewinns ausschütten, sonst ist es nämlich kein REIT, sondern einfach ein normales Unternehmen.

Thorsten
Mitglied

Hey Björn,

ich habe 2 Stück, wobei ich nur den HSBC aktuell weiter investiere:
1) FTSE EPRA/NAREIT Europe, dbx, LU0489337690
2) FTSE EPRA/NAREIT Developed, HSBC, DE000A1JXC78

Hallo Hans,

wenn ich das richtig verstehe, ist Gewinn ja, was man am Ende des Monats/ Quartals/ Jahres als Überschuss hat. Vorher kann man ja aber schon Geld in neue / zusätzliche Projekte investieren – und hat damit zwar weniger zum Ausschütten, aber mehr (Unternehmens-)Wert generiert.

Lasse mich da aber auch gerne eines besseren belehren – gelten für REITs andere Buchhaltungsregeln?

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Moin Björn,
danke für dein Feedback! Ich habe ja auch geschrieben, dass man auch ein bisschen Mut haben sollte bei seinen Investitionsentscheidungen.

Zu deiner Frage:
Auch im Bereich Immobilien habe ich etwas diversifiziert. Neben physischen Immobilien habe ich in Immobilienaktien, die nicht als REITs firmieren investiert, in digitale Immobilileninvestments über verschiedene Immobilien-Crowdinvesting Plattformen und auch in REITs. Da wiederum in REIT-ETFs und einen REIT direkt.

Die über die üblichen in Deutschland verfügbaren Broker handelbaren Immobilien/REIT-ETFs sind keine reinen REIT-ETFs. Da stecken auch andere “normale” Immobilienaktien drin. Was man über REIT-ETFs wissen sollte hat der Immobilienkoala für uns in einem Artikel zusammengefasst:
https://www.freakyfinance.net/immobilien-und-reit-etfs/

Die Dividendenrendite fällt bei solchen ETFs etwas moderater aus. Dafür ist das Risiko auch geringer, als bei einem einzelnen REIT, wo es schon mal Richtung zweistellige Dividendenrendite gehen kann.

Über Broker, die nicht den MIFID2-Richtlinien unterworfen sind, kann man reine REIT-ETFs kaufen. Beispielsweise den Global X SuperDividend REIT ETF.

Generell bin ich ein Fan von hochausschüttenden Wertpapieren und da landet man schnell bei unserem, von mir sehr geschätzten, Bloggerkollegen Luis Pazos, dessen Buch “Bargeld statt Buchgewinn – mit Hochdividenden zum passiven Monatseinkommen” ich wirklich sehr empfehlen kann. Die entsprechende Buchvorstellung kann man hier lesen:
https://www.freakyfinance.net/buchvorstellung-bargeld-statt-buchgewinn/

Ich habe auch sein neues Buch “Geldanlage in REITs: Mit börsennotierten Beteiligungen zum globalen Immobilienportfolio” https://amzn.to/2EBUI99 gelesen und lese es grad erneut. Ich stelle es als Finanzbuch des Monats Juni demnächst bei mir im Blog vor. Ich war auch beim REIT-Vorort Seminar von Luis in Göttingen. Also: Ja, ich habe mich bereits mit dem Thema REITs beschäftigt und finde es sehr interessant.

Ich habe bereits einige Hochdividendenwerte im Portfolio und plane weitere dazuzuholen. Darunter auch REITs.

Beste Grüße
Vincent

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Pascal Weichert

Definitiv Cooler Typ.
Danke Vincent, dass ich dich auf dem Freiheitsmaschinentreffen kennen lernen durfte.

Besonders gut fand ich in diesem Interview, die Erwähnung das Leben nicht zu vergessen.

Gruß,
Pascal

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Moin Pascal,
hat mich auch gefreut!
Das Treffen war echt cool. Top organisiert vom Maschinisten. Da ist wirklich eine tolle Runde zusammengekommen.

Stimmt, man kann sparen und investieren und alles geben und darüber das eigentliche Leben vergessen. Da ich diesbezüglich oft in Grenzbereiche vorstoße, der zarte Hinweis von mir, dass es das nicht wert ist. Das Leben und das was es uns bietet, wahrzunehmen und anzunehmen ist bestimmt erfüllender, als die letzten Zehntel Rendite. Ich versuche in dem Bereich auch noch besser zu werden.

Beste Grüße
Vincent

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Joerg

Vincent,
du bist ein tolles Bsp wie weit man mit Instinkt zum Geldverdienen, Beharrlichkeit und Fleiss kommen kann!
Gratuliere!
Jetzt wo du finanziell “alles” erreicht hast, was koennte die naechste Herausforderung fuer dich sein?
Doch nochmal Familie gruenden und Kinder aufziehen? Du bist ja noch jung.
(Nur Reisen, Bloggen, etc ist mittelfristig doch auch oede?)
Wir brauchen gutes, neues Humankapital in D, wer soll sonst meine Rente erwirtschaften? 😉
LG Joerg

PS: Warum du Riester/bAV einrechnest aber die geseztl. Rente nicht, vestehe ich nicht?
Die gesetz. Rente war bisher sogar “inflationsgeschuetzt” bzw mit kl. netto-Rendite versehen (https://freiheitsmaschine.com/2018/08/04/gesetzliche-rente-die-rente-ist-sicher/).
Dagegen ist das bei Riester/Ruerup/bAV etc nicht der Fall = weniger wert (bzw abzuzinsen)!
Wie man die Rentenansprueche zum Vermoegen addieren kann, steht hier: https://www.finanzwesir.com/blog/stur-versicherungen#1554215717

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Moin Joerg!
Danke für die Blumen 🙂
Die nächste Herausforderung ist erstmal die 15 Stunden Woche zu erlangen und die Arbeit rund um den Blog so zurechtzustutzen, dass ich mehr Zeit für mich habe. Damit meine ich Zeit für Sport und anschließend angemessenes Ausruhen, Zeit zum Lesen (ohne danach eine Rezension darüber schreiben zu “müssen”), mehr Zeit für Freunde, Unternehmungen, usw.

Familie habe ich. Heiraten möchte ich nicht und weitere Kinder auch nicht. Ich warte darauf Opa zu werden. Soweit ich weiß, ist da nichts geplant aber das kommt bestimmt irgendwann. Außerdem habe ich noch 2 tolle Patenkinder.

Riester und meine Betriebsrente habe ich mit eingerechnet, weil ich dort an die ungefähr prognostizierten Renten eher glaube, als an die gesetzliche Rente in der Höhe, wie sie heute auf dem Rentenbescheid steht. Riester könnte ich sogar jederzeit unter Rückzahlung der Förderungen liquidieren (Rückkaufwert). Bei der gesetzlichen kannn es zu politischen Umentscheidungen kommen und wenn nicht mehr genug Jüngere da sind, um die Älteren zu finanzieren, funktioniert es nun mal nicht. Ich denke schon, dass ich noch eine gesetzliche Rente erhalten werde aber eher niedriger als prognostiziert.

Du bist aber herzlich eingeladen mein Vermögen ca. 300.000 € höher zu betrachten, als ich es konservativerweise tue 😉

Beste Grüße
Vincent

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Patrick

Hallo Vincent,

Wahnsinn wie du das alles unter einen Hut bekommst und ohne Erbe auf solch ein Vermögen in dem Alter kommst. Darf man fragen, was für eine Position du aktuell in deinem Unternehmen hast, bei der man ein so hohes Einkommen erzielt und es problemlos möglich ist, auf 15 Wochenstunden zu reduzieren?

Schöne Grüße
Patrick

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Moin Patrick,
ich arbeite im Bereich Manufacturing Engineering als Prozess- bzw. Netzplaner. Ganz so problemlos ist die 15 Stunden Woche für mich auch nicht zu bekommen. Das ist jetzt nix abgehobenes.
Ich habe den Vorteil, dass wir grundsätzlich Anspruch auf Teilzeit haben, und dass ich in die Abteilung schon mit dem Wunsch nach Teilzeit aufgenommen wurde. Man wusste dort also schon mal ein Stück weit Bescheid. Mit der letzten Stufe der Reduzierung muss ich nun auch warten, bis das in den betrieblichen Ablauf passt. Personell ist es grad sehr eng bei uns und ich hoffe wir finden demnächst neue Kollegn, die uns weiterhelfen und mir damit die 15 Stunden Woche ermöglichen. Ist natürlich auch irgendwie schmeichelhaft, wenn man das so interpretiert, dass meine Abteilung auf meine Arbeitsleistung angewiesen ist 😛
Notfalls muss ich aber vielleicht die Abteilung wechseln, wenn mir der Reduzierungswusnch wichtiger ist und es personell in meiner aktuellen Abteilung auch zukünftig nicht darstellbar sein sollte. Ich bin aber optimistisch, dass es in nicht allzuferner Zukunft klappen wird.

Beste Grüße
Vincent

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Felix

Hallo Vincent,

vom Dorfbuben zum Millionär, was will man mehr und vor allem in diesem Alter und 200.000 versenkten Euronen in geschlossenen Fonds. Wirklich unglaublich als “normaler” Arbeitnehmer. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diese Leistung!
Meine Frage wäre, was war rückblickend deine beste, bzw. wegweisende Anlageentscheidung. Oder war es bei deinem diversifizierten Portfolio doch eher eine Summe kleinerer richtiger Investitionen?

Viele Grüße aus Bayern in den Norden!
Felix

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Moin Felix!
Vielen Dank für die Glückwünsche 🙂

Ich denke relativ jung in Aktien und Immobilien invstiert zu haben und beide Investments stetig auszubauen war die Grundlage des finanziellen Erfolges.

Beste Grüße
Vincent

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Hi Vincent,
ich bin sprachlos, wow! Mich wundert es an sich nicht, dass du nun in der Millionärsriege bist. Wenn ich mir die konkreten Zahlen und deinen Werdegang anschaue, bin ich trotzdem baff und bewundere deine Zielstrebigkeit. Wie du selbst umschreibst, warst du meist zur richtigen Zeit am der richtigen Ort. Man liest auch klar heraus, dass dir das nicht zugeflogen ist, sondern du einiges dafür tun musstest. Glückwunsch, dass du in jungen Jahren so viel erreichen konntest. Einerseits bin ich ein wenig deprimiert (hätte ich selbst mehr erreichen können?), andererseits auch motivierend.

Liebe Grüße
Jenny

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Hallo Jenny,
auch dir danke ich für die Glückwünsche!

Zum Thema richtige Zeit/richtiger Ort:
Grundsätzlich bin ich wie gesagt etwas zufällig bei meinem Arbeitgeber gelandet. Danach habe ich die richtigen Zeitpunkte und Orte aktiv gesucht. Ich wollte immer dort mitmischen wo richtig Feuer war. Dort wo es brannte konnte man eben über Mehrarbeit, besondere Schichten und Auslandseinsätze, etc. richitg gut verdienen. Und richtig: Dafür musste ich einiges tun.
Dass das Auswirkungen auf den Rest des Lebens hat, dürfte klar sein. Deswegen gehen die meisten wohl den bequemeren Weg oder machen sowas nur mal phasenweise. Ich habe das relativ lange durchgezogen.

Man kann immer mehr erreichen. Man muss eben schauen welche Ziele einem am wichtigsten sind. Es wird viele Bereiche geben, in denen du deutlich mehr erreicht hast als andere – und Bereiche wo es weniger ist. Das ist doch ganz normal. Deprimiert muss man deswegen ganz sicher nicht sein. Du bist auch noch jung wirst noch viel mehr erreichen!

Viel Erfolg und vor allem viel Spaß dabei!

Beste Grüße
Vincent

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Mega Vinci, bin stolz auf dich! Find ich auch cool, dass das Geld-Tabu-Thema durch Leute wie dich auch bei größerem Vermögen durchbrochen wird. Nur so können wir lernen, ohne Neid. Mich motivieren solche Geschichten immer sehr. Es freut mich auch ungemein, dass du meine These bestärkst, dass Geld nicht den Charakter verdirbt.
Wir sehen uns in ein paar Tagen in Riga, freu mich 🙂

Danke @Maschinist für das Interview!

Lg Geldschnurrbart Florian

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Schnubbi!
joh, ist doch cool – der erste hier mit Transparenz, was die Person dahinter angeht mit Foto und so 😉
Wäre toll, wenn das auch andere motiviert Vermögensaufbau zu betreiben, darüber zu sprechen und sich nahbar zu machen. Schön neifrei alles – das finde ich auch wichtig.
Freut mich, dass du meinen Charakter auch für salonfähig hältst – da wir schon die eine oder andere Schlacht zusammen geschlagen haben, kannst du dir ein Urteil erlauben und ich freue mich, dass es positv ausfällt 🙂

Riga wird fein! Freue mich auf dich und die anderen Kollegen und ein paar Tage ganz im Zeichen der P2P-Kredite.

Beste Grüße
Vincent

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Tom

Hallo Vincent, danke für deine motivierende Transparenz. Ich habe da mal eine Frage. Machst du deine Steuererklärung bei diesem ganzen Zoo an Anlagen und Einkommensarten eigentlich selbst? Und ist dein Wissen da so solide, dass du sagen würdest, du holst einigermaßen das beste für dich heraus? (Allein die erste Immobilie hat mich etliche Abende mit gerauften Haaren und Recherche gekostet, ehe ich so einigermaßen verstanden habe, was ich da tue. Ich vermute das wird bei anderen komplexen Anlageformen nicht anders aussehen.)

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Moin Tom,
ganz früher hatte ich einen Steuerberater.
Den konnte man irgendwann nicht mehr von der Steuer absetzen. Dann habe ich es alleine gemacht. Hatte ja die Erklärungen der Vorjahre vom Profi als Vorlage. Easy. Damals ging es ja “nur” um Immos und Aktien.

In den Jahren, in denen ich ins Ausland entsandt wurde und in den Jahren nach der Rückkehr haben wir von der Firma aus Anspruch auf einen Steuerberater. Ich habe viele Jahre im Ausland gearbeitet und so immer wieder Stuererklärungen vom Profi gemacht bekommen. Das waren immer meine Vorlagen für die Jahre, in denen ich es selber machen musste. Zusätzlich noch ein bisschen Internetrecherche und gut ist es.

Was viele leider auch nicht wissen: Die Sachbearbeiter im Finanzamt helfen einem auch bei Fragen. Das müssen sie sogar! Witzigerweise haben die von vielen Dingen auch keine genaue Ahnung. Wie auch immer. Am Ende steht eine Steuererklärung. Probleme gab es damit nie. Wenn darin etwas falsch ist bekommt man das inklusive Erklärung mitgeteilt und kann drauf reagieren oder es einfach zur Kenntnis nehmen. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich mich durch die Erklärung wurschtel. Die Erfahrung zeigt, dass das Finanzamt sich stellenweise mangels Zeit und Allwissenheit ebenfalls nur durchwurschtelt und zu glauben, dass es einen Steurberater gibt, der die für meine Stuererklärung relevanten Themen in deren Gesamtheit auch nur annährend perfekt beherrscht, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Also oft habe ich sie gemacht bekommen, die Steuererklärungen und sonst mache ich sie alleine. Letzteres wird ab nächstes Jahr der Normalfall sein, weil es für mich keine Entsendungen und somit auch keine von der Firma bezahlte Steuerberatung mehr geben wird.
Bisher war ich mit den Ergebnissen meiner Steuererklärungen auch immer zufrieden und denke, dass das so bleiben wird, auch wenn stückchenweise Blindflug dabei ist. Wahrscheinlich verschenke ich ein paar Euro, die ich erstattet bekommen könnte – andersrum weiß ich, dass ich einige Punkte zu meinen Gunsten optimiert habe. Das gleicht sich doch alles aus. Jedenfalls braucht man auch vor einer komplexeren Steuererklärung keine Angst haben. Aber nervig ist die in einem solchen Ausmaß wie bei mir allemal.

Beste Grüße
Vincent

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Glücksjäger

Hi Vincent,
Hat mich gefreut Dich kennenzulernen. Ich genieße Deine Beiträge sehr! War schön geballte Bloggerkompetenz von Maschinist, Dir und Frugalist beim Treffen zu sehen – ihr seid Rock Stars der Szene! Vielen Dank!

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Moin!
Freut mich sehr, wenn du unsere Blogbeiträge genießt – dafür schreiben wir sie ja 🙂 
Aber ohne Leser wie dich macht es auch keinen Spaß. Deswegen auch mein Dank an dich und all die anderen Leser!
Vielen Dank auch für das Rock Star Kompliment. Das erinnert mich an meine Jugend, in der ich tatsächlich in eine Rolle in einer regional erfolgreichen Rockband gespielt habe.
Nun also Finanzblogger. So ändern sich die Zeiten.

Beste Grüße
Vincent

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Michael

Hallo Vincent,
auch von mir ein dickes Lob für den ausführlichen Bericht und deine detaillierten Schilderungen. Da ich auch früher oder später durch Sparen und Investieren in ähnliche Bereiche vordringen möchte, von mir eine Frage zur Anzahl deiner Depots. Der Wertpapieranteil deines Vermögens beträgt ja mehr als eine halbe Million. Hast du das alles in einem Depot liegen oder auch diversifiziert? Ich frage bspw. wegen der begrenzten Einlagensicherung pro Institut oder möglicherweise unterschiedlichen Strategien pro Depot und anderen Dingen die ich vielleicht noch nicht beachtet habe?
Schöne Grüße,
Michael

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Hallo Michael,
ich nutze derzeit 8 Depots bei verschiedenen Banken/Brokern.
Auch hier ist Diversifikation angesagt. Allerdings nicht wegen der Einlagensicherung. Depots bzw. deren Inhalt sind Sondervermögen und bedürfen keinen Schutz durch die Einlagensicherung. Maximal die Verrechnungskonten wären betroffen. Da kann man ja schauen, dass man nicht mehr als 100k pro Bank liegen hat.

Die Anzahl meiner Depots ist historisch gewachsen. Jede Depotbank und jeder Broker hat andere Vorteile. Es würde zu weit führen, ins Detail zu gehen aber ein paar Beispiele:
Bei dem einen sind ETF-Sparpläne günstig oder gratis, bei dem nächsten kann man Freebuys für Aktien erwirtschaften, ein Broker ermöglicht den Handel mit Aktienoptionen, ein Depot für Belegschaftsaktien, eine Bank ist auf ausländische/exotische Papiere spezialisiert, Cortals gibt die Taxvoucher für die Quellensteuererstattung kostenlos raus – woanders kosten die 10 € und mehr, hier eine Aktion, und da eine andere. Das läppert sich. Wenn ich allein daran denke was man für Prämien kassieren kann, wenn man Teile seines Depots von Bank zu Bank im Kreis überträgt…

Anderes Thema:
Beim Entsparen kann man verschiedene Depots nutzen um steueroptimiert vorzugehen. Wenn du über Dekaden einen ETF bespart hast wird beim Entsparen mit den ersten Anteilen begonnen – FIFO (first in – first out), in dem Moment ist die Steuerstundung für die entsprechenden Anteile dahin.
Bei mehreren Depots kannst du den ETF hier ein paar Jahre sammeln dann da und später noch mal dort. Und beim Entsparen fängst du mit dem Depot an, wo die “neuesten” Anteile drin sind, um die alten steuerlich zu schützen. Das Ganze geht aber auch, wenn du einfach nur den ETF wechselst. Dann kannst du das auch in einem Depot machen. Also Index beibehalten aber den ETF auf den Index wechseln. Wenn du aber unbedingt immer den gleichen Lieblings-ETF besparen willst ist es eine Möglichkeit, das in verschiedenen Depots zu tun.

Ich hoffe du kannst mir so auf die Schnelle folgen.

Viel Erfolg beim Vermögensaufbau!

Beste Grüße
Vincent

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PistolPete

Hi an Alle,
die Sache mit den verschiedenen Depots bzw verschiedenen ETFs aufgrund der Steueroptimierung beim entsparen hört sich sehr interessant an.
Macht das der Maschinist und andere auch so?
Kann man den Vorteil dieser Strategie irgendwie beziffern?
Gibt es Nachteile, außer einem Kauderwelsch an Depots und Produkten?

Vielen Dank!
Hut ab Vincent!

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Joerg

Ja, ich nenne das “Kursgewinn-Leiter aufbauen” und praktiziere das.

http://derportfoliomanager.de/weltportfolio-guide/#comment-111 ist leider zZ nicht verfuegbar,
hier der Wortlaut aus Okt/Nov 2016:

Ueber die Jahre (seit 2006) sind in meinem Depot 36 versch. ETFs gestrandet …
Natuerlich wuerde ich das heute nicht mehr so machen. Aber so ist halt meine Historie.
Durch Zukaeufe/Sparplaene habe ich ueber die Jahre die beliebte 30/30/15/25 Struktur hergestellt (NordAm/EU/PAC+Jap/EM).
Darueberhinaus ca. 1:1 physisch/swap und aussch./thes. sowie 75 Large/Mid 25 SMC (mein Leben ist halt auch komplex).
Vor einer deutlich bereinigenden Simplifizierung habe ich wegen den Umschichtungskosten und Steuern auf Kursgewinne abgesehen.
Inzwischen kommt langsam die Entnahmephase in Sicht. Da es im Depot ETFs von -30% bis 100% Wertentwicklung gibt, werde ich es vermutlich so vorteilhaft loesen:
In Zeiten von hohem pers. Steuersatz (zB Teilzeit vor der Rente) abschmelzen von ETFs, die nicht so deutlich im Plus sind.
In Zeiten von niedr. pers. Steuersatz (zB Rente) Abschmelzen der deutlich im Plus liegenden ETFs
(Steuern muessen nur auf Kursgewinne gezahlt werden; die Ursprungsallokation wird moeglichst beim Abschmelzen beibehalten)
So wird unser Depot ueber die Zeit aufgeraeumter und man macht aus Minus (Zersplitterung) ein Plus (Ordnung bei steuerl. Optimierung).
Fuer Juengere: Mit diesem Wissen kann es ggfls taktisch Sinn machen alle paar Jahre auf ein anderes ETF-Produkt der selben Klasse zu wechseln (also deinen 2ten oder 3ten MSCI World-ETF zu beginnen)?
Um sich gewollt eine Kursgewinn-Leiter (ETFs mit hohen Kursgewinnen sowie ETFs mit niedrigeren Kursgewinnen) zu basteln?
Sicher nix fuer die Masse der Leser („erstmal Sparen“), aber viell. etwas fuer die Steuer-Spar-Trieb-Taeter?

Aber zum Hauptthema:
Unsere Steuer-Belastung sieht wohl ganz grob bei den meisten Menschen so aus:
– Ausbildung, Berufseinstieg – geringe Steuerbelastung (jeweils prozentual)
– Berufliche Festigung, Familiengruendung – hoehere Belastung
– Beruflicher Zenit, Kinder werden fluegge (Freibetraege fallen weg) – hoechste Belastung ueberhaupt
– ggfls Teilzeit oder ein Partner geht frueher in Rente – Abschwung der steuerl. Belastung
– beide sind in Rente – weiteres Absinken der steuerlichen Belastung

Ueber die Zeit steigt – jedenfalls war es in der Vergangenheit so – https://de.wikipedia.org/wiki/Grundfreibetrag_(Deutschland)
der steuerliche Grundfreibetrag weiter an. Meistens nur im Rahmen der Inflation. Manchmal aber auch in groesseren Spruengen zB fuer 2018 ist schon 9.000€/a geplant.
D.h. als Paar muss man momentan erst ueber 2*8.652 EUR=17.304 EUR Einkommen(=Gewinn) ueberhaupt etw. versteuern! Ist doch cool, oder?
Angenommen wir braeuchten zum Leben heuer 36.000 EUR/a
Dann muessten wir aus unserem Depot (Verkauf von ETFs) diese 36.000 EUR entnehmen.
Bei Sparplaenen bzw mehrmaligen Kaeufen betrachtet die Bank und das Finanzamt alles mit einer WKN mE als Gesamtheit.
Aus einem ETF_xy der 0% Wertentwicklung haette, muesste auch nix versteuert werden. Ist ja mein Geld, aus versteuertem Vermoegen angespart. 36.000 EUR entnehmen, 0 EUR Steuer.
Aus einem ETF_xz der 150% Wertentwicklung haette, waere die Rechnung jedoch:
14.400 EUR sind der Sparanteil, 150% Gewinn => 36.000 EUR Kurswert,
21.600 EUR waeren davon zu versteuern. Da aber der Freibetrag 17.304 EUR betraegt, muessten 4.296 EUR versteuert werden. Weniger cool.
https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuertarif
So, jetzt kommts:
Wenn Du als weitsichtiger Sparer es so einrichtest, dass du statt alles ueber Jahrzehnte nur in einen MSCI-World-ETF zu packen,
nach Erreichen von zB 50.000 EUR einen neuen anfaegst (dann zB iShares, DBX, Lyxor, etc),
hast du zu deinem persoenlichen Entnahme-Zeitpunkt ETFs, die vielleicht wenige % im Plus sind (die letzten, die du angespart hast)
sowie die aeltesten haben den hoechsten aufgelaufenen Kursgewinn. Du haettest also eine Kursgewinn-Leiter ueber deine MSCI-World-ETFs gebildet.
Je nach Freibetraegen und persoenlicher Einkommenssituation, kannst du dann flexibel nur aus den ETFs entsparen (oder Mixen),
damit du noch unter den steuerlichen Freigrenzen bleibst.
Ist das der Clou oder ein Denkfehler?
Wie gesagt, das betrifft eher die Fortgeschrittenen:
Diversifiziere ueber verschiedene ETFs die aufgelaufenen Gewinne bis zur Entnahme, um steuerliche Gestaltungsmacht zu haben.
Dominic Fänders November 6th 2016,
Hi Jörg,
jetzt habe ich verstanden, worauf du hinaus willst. Da stellt sich mir aber die Frage: Typischer Entnahmezeitraum ist ja die Rente, wenn also nur noch ein konstanter,
niedriger Steuersatz vorliegt. Die Rente ist auch konstant, also besteht doch eigentlich kein Bedarf flexibel zu entsparen, oder nicht?
Joerg November 17th 2016,
Hi Dominic,
ich dachte eher an die Zeit vor der Rente, wenn ich teilzeitlich oder gar nicht mehr arbeite, aber vielleicht meine Frau noch ein bisschen,
so dass nur (m)ein steuerlicher Freibetrag zur Verfuegung steht …
Ausserdem koennte es den Fall in der Rentenzeit geben, dass trotz Notfallgroschen und Toepfe fuer Dacherneuerung / Auto /etc der Fall eintritt ploetzlich eine hoehere Geldsumme
aus dem Depot entnehmen zu wollen. Dann koennte es sinnvoll sein, um die Steuer auf Kursgewinne weitgehend zu vermeiden, aus einem WORLD-ETF zu entnehmen,
der nicht soo stark im Plus liegt?
Ist aber sicher ein Luxusproblem … Weiss auch nicht, ob das die getippten Buchstaben hier wert waren …

Ueber die Zeit wurde die Idee auf verschiedensten Blogs gestreut, entwickelt, zT i. unterschiedl. Kontext:

https://www.atypischstill.com/steuern/tax-hacks-1-unsolidarische-auslandsaktien#comment-82

https://www.finanzwesir.com/blog/etf-thesaurierend-ausschuettend#1504167478

https://www.finanzwesir.com/blog/etf-110-comstage-aenderung#1519826250

https://garnixoderguru.com/2018/08/24/dividendenzahler-ja-oder-nein/comment-page-1/#comment-765

https://www.finanzwesir.com/blog/multi-asset-etf-finanzwesir-rockt-folge61#1535645443

https://frugalisten.de/jahresbericht-2018-teilzeitwoche-medienboom-sechsstelliges-vermoegen/#comment-54757

https://www.finanzwesir.com/blog/thesaurierend-detail#1556739086

LG Joerg

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Sehr sympathische Mischung aus Neugierde und Bodenständigkeit! Vor allem die kreativen Side Hustle Ideen haben mich angesprochen. Vielen Dank!

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Moin Christian!
Besten Dank für deine Rückmeldung.
Side-Hustle… was es nicht alles für geile Wörter gibt 😛

Danke auch für deine Mail. Ich melde mich – kann etwas dauern. Bin im Monatsabschluss-Veröffentlichungsstress und düse am Mittwoch ein paar Tage nach Riga zur P2P Conference.

Beste Grüße
Vincent

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Matthias

Hallo Vincent,
Respekt vor der großen Energieleistung und auch dem Mut, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Ich frage mich die ganze Zeit, what is the price you payed? Lange Phasen im Schichtdienst, Auslandaufenthalte oder diverse Zusatzeinkommen können nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern gehen auch normalerweise zu Lasten von Familie und/oder Freundschaften. Möchtest du dazu etwas sagen?
Mich würde noch interessieren, was nach der FF für dich wichtig wird und nun in deinen Fokus rückt?
Matthias

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Hallo Matthias,
danke für deine Anerkennung!

Ich habe ja schon öfter davon berichtet, dass so ein Lebensstil Wege trennt und sozial isolieren kann.
Das ist definitv so. Es ist aber auch ein schwieriges Thema. Am Ende sucht man ja Freunde und Partner, die mit den eigenen Idealen und Marotten klarkommen und irgendwie ähnlich ticken. Da ist es normal, dass sich das soziale Umfeld mit der Zeit ändert/anpasst.

Meine besten Freunde habe ich aber schon ganz lange. Die akzeptieren mich, so wie ich bin und natürlich auch umgekehrt. Wir hatten auch immer Kontakt, sind immer zusammen durch Dick und Dünn gegangen und können uns zu 100 % aufeinander verlassen. Mein Kontostand interessiert die nicht.

Am härtesten haben wohl meine Auslandsentsendungen reingehauen (allerdings auch finanziell). 2 langjährige Beziehungen habe ich damit beschädigt und meine Tochter oft länger nicht gesehen. Im Nachhinein hätte ich vielleicht die eine oder andere Entscheidung anders treffen müssen aber es gab auch Gründe für meine Entscheidungen, die mit Geld überhaupt nichts zu tun haben. Ich kann es nun eh nicht mehr ändern.
Gesundheitlich habe ich übrigens wohl nicht gelitten. Ich bin nie krank und wenn ich mal untersucht werde wird stets gute Fitness und ein Gesamtzustand, der zu einer jüngeren Person passt, attestiert.

Somit bleibt mir nur der Blick in die Zukunft. Danach hast du ja auch gefragt.
Das Gute ist also, dass ich zukünftig weder Schichtdienst, noch Wochenendarbeit oder Überstunden machen werde. Auch für weitere Auslandseinsätze habe ich mich mit meiner Entscheidung für Teilzeit disqualifiziert. Ich kann mich nun also voll ins Sozialleben stürzen 😉 Da ich über 100 werden will habe ich (hoffentlich!) noch ein bisschen Zeit. Es gibt viele Dinge (reisen, Sport, Musik,…), die ich gerne mag und Menschen, die mir wichtig sind. Für beides soll es künftig mehr Raum in meinem Leben geben. Ich fühle mich auch jünger als ich bin und und noch lange nicht müde.

Vielleicht hatte mein Vorgehen ja doch auch Vorteile und ich kann zukünftig noch was in Bereichen abseits der Finanzen “reißen”.
Wenn mir aber morgen ein Dachziegel auf den Kopf fällt habe ich mit Zitronen gehandelt!

Danke auf jeden Fall für diese wichtige Nachfrage. Die Seite sollte nicht verschwiegen werden.

Beste Grüße

Vincent