Eine neue Welt & wie Du darin gewinnst

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Krise Inflation ChanceEs herrscht Krieg in der Ukraine!

Wir alle kennen dabei nur einen Teil der Gründe und diese Konflikteskalation hat auch mehr als nur eine Ursache und sie läßt sich nicht mit wenigen Worten beschreiben.

 

Aber eines ist unabhängig davon klar:

 

Die weltpolitische Ordnung, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs inkl. Überwindung der deutschen Teilung herrschte, ist Geschichte!

 

Wie nun der genaue weitere Verlauf sein wird, kann dabei genauso wenig jemand vorhersagen, wie auch niemand vor wenigen Wochen die aktuelle Situation sehen konnte.

 

Was Du allerdings für Deine Lieben und Dich selbst tun kannst ist, Dich wie bei allen vergangenen Krisen auch, nicht von Panik und dem Trommelfeuer der Boulevardmedien anstecken zu lassen, sondern möglichst klar und in Szenarien zu denken.

 

Erwarte das Beste – präpariere Dich dabei auch für das Schlechte!

 

Eines vorweg: Unsere Welt wird langfristig immer freier und wohlhabender!

Das heißt aber nicht, dass es dabei Perioden und Regionen gibt, die davon, wie bei einem Bärenmarkt an der Börse, abweichen.

Es ist Deine Aufgabe, Dich darauf mental vorzubereiten und darauf möglichst gut vorbereitet zu reagieren.

 

Welche Punkte sind das in diesem Fall, fragst Du Dich?

Nun – das Grundgerüst diskutieren wir hier bei uns in der Freiheitsmaschine jeden Tag.

  • Einen möglichst hohen und optimaler Weise auch diversifizierte Einkommensströme
  • Du schaffst Dir eigene finanzielle Reserven und legst diese Reserven dann regelmäßig in Assets an, die ohne Deine Arbeitskraft regelmäßig weiteren Cashflow erzeugen. Je höher dabei Deine Sparquote ist, desto schneller wirst Du dabei unabhängig
  • Du hast Redundanzen in diesem Umfeld eingebaut (das heißt mehr als eine Bankverbindung, mehr als einen Broker, etwas Bargeld zu Hause und vielleicht auch andere Produkte wie etwas Gold und Krypto, die beide auch die Möglichkeit der Eigenlagerung bieten.

 

„Das weiß ich doch alles Maschinist. Habe ich alles verinnerlicht und ist auf Autopilot – Ich frage mich was ich speziell bei dieser aktuellen Krise tun soll und beachten muss!“

 

Prima, lieber Leser. Die Grundsteine hast Du damit alle gelegt um auch durch diese Situation möglichst unbeschadet zu kommen und Dein Leben dabei zu verbessern.

Bei der Beantwortung Deiner zweiten Frage kann Dir niemand das genaue Bild geben und auch meine Einschätzung ist an dieser Stelle eine Momentaufnahme. Aber es ist eine, der ich selbst folge.

 

Der weitere Konfliktverlauf in der Ukraine ist für mich nicht abschätzbar und ich hoffe natürlich auch, dass er sich nicht ausweitet sondern alle Beiteiligten bald an den Verhandlungstische zurück kehren.

Was man aber schon kennt, sind die Maßnahmen, die die Länder der westlichen Welt jetzt entscheiden werden und welche Auswirkungen das auf unser Leben hat.

 

  • Die europäischen Rüstungs- & Infrastrukturausgaben werden ganz massiv steigen!

Viele Länder in Europa und dabei besonders Deutschland haben sich in den letzten Dekaden viel zu sehr der Illusion hingegeben, dass es in Europa keinen Krieg mehr geben und Ihre eigene Sicherheit nicht mehr bedroht sein wird. Diese Positionierung als rein wirtschaftlich orientierte „Friedensmacht“ war zwar populär und auch angenehm, aber dafür müssen wir jetzt einen Preis bezahlen. Wir sind nicht vorbereitet.

 

  • Die Produkte des täglichen Lebens inkl. Energie werden sich noch mehr als in den letzten Monaten deutlich verteuern

Eine wirtschaftliche Konfrontation mit einem der weltweit größten Energie- und Rohstofflieferanten hat massive Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit und die Preise nicht nur dieser Produkte, sondern auch auf die gesamte Versorgungskette.

 

  • Das Geld für all diese zusätzlichen staatlichen Ausgaben ist nicht als physische Reserve vorhanden, sondern wird durch neue Ausgabenprogramme und damit staatliche Schulden bereitgestellt werden

Da die Staatsschulden der westlichen Demokratien schon vor dieser Krise auf historischen Höchstständen lagen und durch den direkten Schuldenaufkauf durch die Zentralbanken mittels Ausgabe von neuem Geld bedient wurden, wird sich dieser Trend nun noch einmal verstärken.

 

 

  • Die aktuell hohe Inflation wird sich durch weitere steigende Preise und weiter steigende Staatsausgaben inkl. verstärkter Subvention der unteren Einkommensgruppen nun weiter erhöhen

Aus der Bevölkerung wird dabei in dieser Situation so gut wie keine Gegenwehr kommen. Das heißt milliardenschwere Nachtragshaushalte werden nun einfach durchgewunken. Und genauso wird die Meldung des nochmals beschleunigten Aufkaufs der Staatsschulden durch die Zentralbanken bei den meisten Menschen nur ein Schulterzucken verursachen.

 

 

Welcher Größenordnung bei der Inflation können wir dabei im Euroraum erwarten?

 

In den USA gab es nach dem gewonnenen zweiten Weltkrieg und auch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts schubweise Inflationsraten von durchschnittlich ca. 7% pro Jahr über den Zeitraum von ca. einer Dekade.

 

Inflationsrate USA 90 Jahre

Quelle: tradingeconomics.com

 

7% Inflation pro Jahr bedeutet, dass der Realwert von Geld oder Bankeinlagen ohne Verzinsung in 10 Jahren um die Hälfte schrumpft.

Aktuell kommen zu den extrem hohen Staatsschuldenständen (wie nach WK2 in den USA) und den galoppierenden Energiepreisen (wie in den 70er Jahren) noch massive weitere ungedeckte Ausgabeprogramme in Rüstung, Infrastruktur und Sozialprogramme hinzu.

Für mich ist es dadurch nicht abwegig, dass diese Phase der Hochinflation noch deutlich stärker sein wird, als alles was wir in der westlichen Welt in den letzten 75 Jahren und in den USA seit dem Bürgerkrieg erlebt haben.

Ich gehe klar davon aus, dass die ungedeckten Papierwährungen der westlichen Welt in den nächsten Jahren massiv an Wert verlieren werden.

Und weder aus politscher Sicht noch von Seiten der Bevölkerung wird nun jemand etwas dagegen tun, sondern es wird als alternativlos bezeichnet und durchgewunken werden.

 

Du und ich können an dieser Situation nichts ändern

Und es ist nach meiner Meinung auch eine deutlich bessere Lösung, als die Staatsverschuldung über eine Deflation und massive Steuererhöhungen abzubauen wie in den 30er Jahren.

Und es ist auch besser als eine staatliche Wehrlosigkeit oder eine Verarmung breiter Bevölkerungsschichten zu akzeptieren.

 

Eine Situation nicht ändern zu können, hat aber nichts damit zu tun, nicht darauf reagieren zu können

 

Noch mehr als in den letzten Jahren hier bei uns besprochen, gilt nun für Dich:

 

  • Halte nur einen geringen Anteil Deines Vermögens in Bankeinlagen

Die Inflation wird diese Vermögensbestandteile in den nächsten Jahren real ganz deutlich entwerten und niemand wird Dir zu Hilfe eilen, weil der durchschnittliche Wähler ganz andere Sorgen haben wird.

 

  • Investiere den Großteil Deines Vermögens in Sachwerte, die optimaler Weise regelmäßigen Cashflow generieren wie Aktien, Aktien ETF oder vermietete Immobilien.

 

Im Gegensatz zu Papiergeld kann niemand mehr Bitcoin erzeugen. Die Verbreitung dieser Kryptowährung steigt beständig (Hashrate und Transaktionsvolumen). Und im Falle des Falles könntest Du dieses Vermögen ohne Probleme in jedes andere Medium eintauschen und in jedes freie Wirtschaftsgebiet der Welt mitnehmen. Es ist eine weitere Diversifizierung Deiner Vermögensallokation. Und dabei eine mit einem möglicherweise deutlichem weiteren Wertsteigerungspotential, wenn sich Bitcoin weiterhin so entwickelt wie in den letzten 13 Jahren.

 

Speziell in der aktuellen Situation schadet es auch nicht, etwas Bargeld im eigenen Haus zu lagern, falls die aktuelle SWIFT Diskussion in der Bankenwelt auch bei uns für temporäre Störungen sorgt.

Mittelfristig werden die westlichen Regierungen aber alles tun, damit die Geldversorgung reibungslos läuft um das Vertrauen in das System zu erhalten.

Das heißt es wird nach meiner Meinung eher staatlich organisierte Klapptische mit Bargeld an jeder Ecke geben, als das die Versorgung mit diesem Medium ausfällt.

Dabei gilt natürlich die angesprochene Inflationsthematik. Das heißt die Zahl auf dem Geldschein bleibt gleich, der reale Wert dieses ungedeckten Papiergeldes aber nicht.

 

Krise = Chance

Langfristig wird sich auch diese Konfliktphase mit hoher Inflation in der Menschheitsgeschichte nur als Schlagloch auf dem Weg zu mehr Freiheit und Wohlstand erweisen.

Und den Schwarzsehern wird dabei auch dieses Mal zwar kurzfristig vielleicht Aufmerksamkeit zu Teil aber langfristig werden diese Menschen emotional und vermögensseitig leer ausgehen und den Optimisten wird auch dieses Mal die Welt gehören!

43 thoughts on “Eine neue Welt & wie Du darin gewinnst”

  1. Erster 😉 Danke für den Artikel, der auch ausreichend positiv ist. Wir begegnen der Krise mit dem Wissen, essenstechnisch gut ausgestattet zu sein und werden bestimmte Vorkehrungen im Garten wie eine Notstromversorgung treffen, die wir dann aber hoffentlich nur in Friedenszeiten für die Stereoanlage brauchen werden. Nebenbei etwas mehr Wissen aneignen für Selbstversorgung und Samenvermehrung etc, aber keine panischen Dinge.

    Außerdem beruhigt mich, dass wir mit den bisherigen Luxusausgaben ja noch genug Einsparpotential haben und meine Frau sich als Ärztin gut mit medizinischen Notfällen auskennt.

  2. Sehr guter Artikel, vielen Dank dafür. Nachdem ich persönlich lange Zeit pessimistisch auf die Zukunft der EU geblickt habe, bin ich nun wieder optimistischer. Nichts eint mehr als die Bedrohung durch einen gemeinsamen Gegner. Hoffentlich treten nun wieder Gemeinsamkeiten statt Unterschiede in den Fokus der EU Mitgliedsstaaten. Solange niemand auf den roten Knopf drückt gilt das Motto “the show must go on”, wir werden durch geänderte Prioritäten verstärktes Wirtschaftswachstum in Bereichen erleben, die bereits als abgeschrieben galten.
    Als kurzfristige Maßnahme habe ich schonmal den Betrag der monatlichen Sparpläne erhöht.

  3. Danke für die positiven Worte. Für jemanden, der den kalten Krieg miterlebt hat, mag die aktuelle Situation vielleicht nicht weiter bedrohlich sein. Mir hingegen flößt sie Angst ein und ich verstehe nicht wie man das Wohl der Menschheit so aufs Spiel setzen kann (Stichwort Atombomben). Eigentlich habe ich gedacht wir sind in Europa über diese martialische Form des Kräftemessens hinweg. Aber was sich hierbei wieder mal auszahlt ist ein branchenneutrales ETF-Depot. Denn Kohle, Atomkraft und Rüstung waren ja in letzter Zeit relativ unsexy und wahrscheinlich sind die bei den meisten Einzelaktien-Investoren eher untergewichtet.

    1. Hallo Flip,

      natürlich ist die aktuelle Situation auch gefährlich.

      Während des kalten Krieges fällt mir die Kuba Krise 1962 als ähnlichste Begebenheit ein. Damals war es umgekehrt und der US Präsident Kennedy drohte Russland mit Krieg, wenn es in Kuba Atomwaffen stationiert.

      Der Punkt jetzt ist eher noch gefährlicher, weil Russland jetzt schon gegen von der Nato gelieferte Waffen in seiner Nachbarschaft kämpft.

      Dann kann man schon mal Angst spüren.

      Aber Angst lähmt uns Menschen und ist über längere Zeit ein schlechter Ratgeber. Deshalb müssen wir möglichst schnell wieder zu einem rationalen Zustand wechseln um klar denken zu können.

      Deshalb wie im Beitrag geschrieben: “Erwarte das Beste – Aber präpariere Dich auch für das Schlechte.”

      Schönen Tag

  4. Als Freiheitskämpfer halte ich den einleitenden Absatz für schwach, wenn nicht sogar irreführend.
    Selten, wenn überhaupt, war seit dem 2. Weltkrieg die Täter/Opfer-Rolle in einem Krieg so klar sichtbar, dass es in meinen Ohren wie Hohn gegenüber der massakrierten ukrainischen Bevölkerung klingt, da von vielfältigen Ursachen der Konflikteskalation zu schwadronieren. Dies verbrecherische Angriffskrieg auf ein friedliches Land ist durch nichts zu rechtfertigen, auch wenn das DIE LINKE (Wagenknecht) und die Dreckspartei AfD anders sehen. Auch Trump, für den hier ja gewisse Sympathien gehegt wurden, hält das für einen genialen strategischen Sachzug Putins. Er, Trump, hätte das gerne auch gehabt. Trotz Kapitolerstürmung hat es dann zum Diktator mit Putins Machtfülle glücklicherweise doch nicht gereicht.
    Putin hat die Maske fallen und ist auf der Liste der schlimmsten Kriegsverbrecher nun ganz oben mit dabei.
    Meine Bewunderung als Freiheitskämpfer gilt dem ukrainischen Präsidenten Selenskij, den Klitschkos und der ukrainischen Bevölkerung, die derzeit auch für unsere Freiheit kämpfen und sterben gegen einen mit Großmachtsfantasien ausgestatteten Kriegsverbrecher und Despoten.

    1. Hallo Felix,

      mir geht es darum, sich möglichst eigene Gedanken zu machen und Dinge grundsätzlich zu hinterfragen.

      Für mich persönlich ist es keine Frage, das Putin ein gewissenloser Mörder und gnadenloser ex. KGB Agent ist, der niemals an der Macht sein dürfte. Ich wäre sehr froh, wenn dieser Mensch keine Macht mehr hätte.

      Wir alle lassen uns unabhängig davon je nach Zugehörigkeit und eigener Betroffenheit zu sehr unterschiedlichen Bewertungen hinreißen.

      Xi Jinping ist nach aktuellem Kenntnisstand z.B. sehr wahrscheinlich ebenfalls ein gewissenloser und gnadenloser Mörder, der eine siebenstellige Zahl an Menschen in Internierungslager steckt und (auch politische) Häftlinge in Strafanstalten tötet, um Ihre Organe zu verkaufen.

      https://www.freiheit.org/de/suedost-und-ostasien/uiguren-china-es-herrschte-eine-atmosphaere-der-angst-und-des-blanken-terrors

      https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=27167

      Trotzdem hofier(t)en Ihn deutsche Bundeskanzler und Konzernchefs ohne Ende und den deutschen Bürger interessiert das Thema im Endeffekt nicht. Auch Frau Merkel wurde für Ihr Verhalten nach meiner Info nicht nennenswert in der Öffentlichkeit blosgestellt.

      Warum? Zu weit von uns weg, wir sind selbst nicht betroffen und der Aggressor ist für uns keine Gefahr. Außerdem natürlich massive wirtschaftliche Vorteile auf der anderen Seite.

      Ich hoffe, der Ukraine Konflikt kann bald beendet werden. Trotzdem muss alleine aus Selbsterhaltungstrieb von uns Menschen bei der Lösungsfindung noch an eine weitere Vorgehensweise als nur an Eskalation gedacht werden.

      Wenn wir alle im Atomkrieg gestorben sind, bringt es uns nichts mehr als moralisch im Recht dazustehen.

      An irgend einer Stelle müssen wir dem Aggressor Putin eventuell ein Brücke bauen, über die er zurück in den Frieden gehen kann (falls die eigene Bevölkerung Ihn nicht durch einen glücklichen Umstand zum Machtverzicht “überreden” kann).

      Schönen Tag

      1. Meine Sympathien gelten in dem Krieg auch ganz klar der Ukraine. Ich will nicht sagen, dass der Ukraine Konflikt an sich nur in Russland begründet liegt, der Vorwurf des teilweisen Nationalismus der Ukraine und dass die Bedenken Russlands nicht wirklich ernst genommen wurden bezüglich NATO Beitritt etc. ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Das rechtfertigt aber in gar keiner Weise das Vorgehen Russlands. Russland ist hier ganz klar der Aggressor und tritt jegliche Menschenrechte mit Füßen und ist aus meiner Sicht ganz alleine an den Opfern die es jetzt im Krieg gibt Schuld. Konflikte lassen sich diplomatisch lösen, wenn man denn will. Ich hoffe das Beste für die Ukraine. Danke für den Artikel Maschinist!

  5. Mir sind noch ein paar Ideen / Möglichkeiten ins Hirn geschossen, bin mir aber nicht sicher, wie sinnvoll diese sind:
    – deponieren von ein bisschen Geld (Hausnummer 10-15k USD) auf einem Konto außerhalb der EU und des Kontinents, um im Fall eines Krieges in Europa westlicher / D neu anfangen zu können
    – mit Anlageprodukten von steigenden Versorgungskosten profitieren z.b. Öl, Gas, Strom.
    – einen Plan machen wie man im worst Case es sich vorstellt (muss nicht ausgefeilt sein) Stichwort Notfallrucksack, wo Hause man wenn das eigene Heim nicht bewohnbar
    – finanziell wollen wir die nächsten Jahre vorsichtiger mit Ausgaben sein, da ich eine längere Phase von hoher Inflation erwarte
    – fit halten und an der eigenen Widerstandsfähigkeit / Resilienz arbeiten
    – für mich als Nicht Handwerker Basic Mac Gyver Fähigkeiten trainieren, damit man nicht sofort aufgeschmissen ist.

    1. Ein Konto bzw. auch ein Depot außerhalb der EU sind nie schlecht. Im Falle des Depots dann aufgrund der Erträge aber mit höherem Steueraufwand bei der Erklärung.

      Ich habe mir jetzt als bisheriger (physischer) Edelmetallignorierer einige Krügerrand bestellt. Neben einer Krypto Hardware Wallet mit Bitcoin / Monero kann man damit noch bezahlen, wenn sonst wenig geht.

      Hoffentlich werde ich diese Goldmünzen nie aktiv als “Bezahlmöglichkeit” benutzen müssen, sondern kann sie irgendwann den Kindern vererben oder Spenden.

      Schönen Tag

  6. Hallo zusammen, danke für den guten Beitrag und die wertvollen Gedanken von euch zur aktuellen Situation. Mit Geld- und Sachspenden versuchen wir derzeit, wenigstens irgendetwas gutes für die Menschen zu tun, die unter dem Krieg leiden.

    Habt ihr eine Meinung dazu, was mit den (Bau-) Zinsen in den nächsten Monaten passieren wird? Seht ihr da eher einen Anstieg kommen, oder meint ihr, dass durch noch weiter steigende Verschuldung die Zinsen quasi unten bleiben „müssen“.

    Für eure Meinung wäre ich dankbar, auch wenn natürlich niemand eine Glaskugel hat.

    1. Danke für Deinen Beitrag Sabian,

      bezüglich Zinsentwicklung ist für mich eine Vorhersage an dieser Stelle sehr schwierig, da die Situation so unstabil ist.

      Die Staatsausgaben werden ja wie im Beitrag dargestellt nach meiner Meinung nun deutlich steigen (durch Rüstungsausgaben und Sozialprogramme). Das Geld ist nicht vorhanden und wird durch neue Schulden / Umbuchungen bereit gestellt, die von der EZB dann aufgekauft /neutralisiert werden, weil es zu den aktuell extrem negativen Realzinsen nicht genug institutionelle Anleihekäufer gibt.

      Die Inflation könnte sich aber in den nächsten Monaten so weit verschärfen (Energiekosten und Lebensmittel), dass hier ein Gegensteuern der Zentralbanken notwendig wird (das heißt weiterer Aufkauf der Staatsanleihen bei trotzdem steigenden Zinsen, damit es nicht zu einem großen Vertrauensverlust kommt.

      Das sind alles andere als normale Zeiten auch aus Sicht der Staatsfinanzen und nach meiner Meinung ist es sehr wichtig diversifiziert zu sein und sich möglichst viele Optionen zu schaffen.

      Wenn man ganz rational darüber nachdenkt, hat der Euro in dieser Konstellation in den nächsten Jahren nur eine Überlebenschance als Weichwährung, weil es sonst zu sehr großen sozialen Verwerfungen in den überschuldeten EU Ländern kommt.
      Wie nach dem zweiten Weltkrieg in den USA oder den 70er Jahren müssen wir die Staatsschulden durch hohe Inflationsraten entschärfen ohne das es zu einem zu großen Vertrauensverlust bei der Bevölkerung kommt.

      Schönen Samstag

      1. Danke für deine Einschätzung, lieber Maschinist! Ich schätze diese Plattform wirklich sehr. Dass du keine Prognose wagst, zeigt einfach nur dass du seriös bist.

        Wir setzen auf ETF Depots, ein wenig Tagesgeld und 15% Kryptoanteil. Die Schulden für unsere Immobilie möchten wir in der bald anstehenden Anschlussfinanzierung möglichst langsam tilgen und lieber noch mehr investieren als bisher. Das habe ich hier im Forum gelernt, vorher war ich der weit verbreiteten Ansicht, dass Schulden tilgen immer alleroberste Priorität hat. Der „Investieren für Hausbesitzer“-Artikel hat meine Sicht dazu wirklich nachhaltig verändert. Doch falls es jetzt zu einem massiven langfristigen Einbruch der Weltwirtschaft kommt, sich die Depots nicht so toll entwickeln und die Zinsen weiter steigen schwanke ich doch wieder, ob man den Fokus rein auf den Vermögensaufbau statt Schuldenabbau legen sollte.

        Natürlich sind das reine Luxussorgen im Kontext von Menschen, die alles verloren haben und um ihr Leben fürchten müssen.

        1. Wann läuft denn deine aktuelle Zinsbindung aus?
          Du kannst auch ein Forwarddarlehen abschließen, das geht bis zu 5 Jahre in die Zukunft.
          Da siehst du sofort was du für einen Zins bekommst und kannst beruhigt weiter sparen ohne darauf hoffen zu müssen, dass der Zins in Zukunft unten bleibt.

        2. Hey Robi, danke. Genau das überlegen wir derzeit: unsere Zinsbindung läuft 2025 aus und das Forwarddarlehen böte uns 2,1%.

        3. Hallo Sabian, Du schreibst, dass Dich das Forum vom schnellen zum langsamen Tilgen der Immobilie gebracht hat. Ohne eure Details zu kennen möchte ich meinen Blickwinkel zu dieser populären Vorgehensweise ergänzen, der im wesentlichen darauf hinausläuft, dass es da für mich keinen allgemeingültigen Standard gibt. Die individuelle Situation und Risikotragfähigkeit spielen da eine große Rolle. Die Zinsentwicklung sollte nur eine untergeordnete Rolle spielen.
          Immobilien sind für mich risikoarme Assets, die verhältnismäßig wenig im Wert schwanken und schlecht liquidierbar sind. Aktien sind hingegen risikobehaftete Assets, die verhältnismäßig stark schwanken und schnell liquidierbar sind. Die Aufteilung des Vermögens zwischen dem getilgten Anteil der Immobilie sowie den Aktien sollte also zunächst mal von der Risikotragfähigkeit beeinflusst werden.
          Dan spielen die Lebensumstände eine große Rolle: Kann/soll die Immobilie auch in Phase des Einkommensverlusts z.B. durch Jobverlust oder schwere Krankheit gehalten/finanziert werden? Je höher der Eigenkapitalanteil der Immobilie ist (also je höher sie getilgt wurde), umso weniger langfristige Verbindlichkeiten bereiten mir in einer solchen Phase Kopfschmerzen. Der worst case wäre, wenn man in einer persönlichen und gesamtwirtschaftlichen Krise erst die Aktien unter Wert und am Ende auch noch die Immobilie veräußern muss, um überleben zu können.
          Das hängt wie gesagt von der individuellen Situation und Risikotragfähigkeit ab, jeder muss sich diese Fragen selber stellen und sollte nicht nur dem Trend folgen.
          Man kann das Leben nicht in die Zukunft fortschreiben, niemand weiß, was uns erwartet. Im Nachhinein ist es entweder dumm oder clever gewesen, eine höhere Tilgung den Aktien vorzuziehen oder andersherum. Das wissen wir im Vorfeld nicht. Wenn ausreichend persönlicher oder familiärer Puffer oder entsprechender Versicherungsschutz für den erhalt der notwendigen Liquidität in möglichen kritischen Phasen des Lebens besteht, dann kann man ja gerne minimal tilgen. Wenn aber das ganze Konstrukt auf wackeligen Beinen steht ist es immer eine individuelle Frage, ob man im worst case lieber mehr oder weniger Eigenkapitalanteil bei der Immobilie hätte.

        4. Danke für deine klugen Gedanken Siduva, darüber werde ich nachdenken.
          Unser Haus ist aktuell circa 2 Mio wert, die Restschuld ist bei 120.000€. Im Depot liegen aktuell knappe 100.000 €. Deswegen werde ich mich wahrscheinlich trauen, die Restschuld langsam zu tilgen. Aber danke trotzdem für deinen Kommentar!

          Wie schon oben gesagt: ein reines Luxusproblem im Kontext des Krieges.

  7. Reale Inflationsrate in Deutschland nun im Allzeit Negativbereich nach diesen 60 Jahreszeitraum.

    In den 70er Jahren bei vergleichbarer Nominal-Inflation gab es als Ausgleich hohe Zinsen auf dem Geldkonto.

    Aktuell sind diese Null oder sogar negativ.

    Eine vergleichbare Enteignung der Geldsparer gab es in der entwickelten Welt letztmalig nach dem zweiten Weltkrieg.
    In den USA wurde Ende der 40er Jahre bei zum Teil zweistelligen Inflationsraten die Verzinsung extrem niedrig gehalten um den Staat zu entschulden.

    Aktuell läuft das gleiche Programm und es wird noch einige Jahre so weiter gehen.

    Bargeld und Bankeinlagen nach meiner persönlichen Meinung unbedingt in Sachwerte investieren.

    Quelle Grafik:
    https://twitter.com/CWRoehl/status/1509417866138992642

    1. Hi Maschinist, habe aktuell ca. 10% an Liquidität auf dem Tagesgeldkonto (ca.12K) und ca 125T€ im Aktienmarkt. Würdest du die Liquidität weiter reduzieren?

      1. Hi.
        Das kommt generell auf eure monatlichen Ausgaben an aber ist nach meiner Meinung generell im Rahmen.

        Je mehr monatliche Ausgaben und Verplflichtungen, desto mehr Tagesgeldvorrat.

    2. Der Ratschlag “Bargeld und Bankeinlagen nach meiner persönlichen Meinung unbedingt in Sachwerte investieren” greift für mich zu kurz. Der individuelle Liquiditätspuffer hat nichts in Sachwerten zu suchen. Und wenn jemand entschieden hat, nicht in Immobilien zu investieren (die derzeit auch nicht günstig zu haben sind), kann er den risikoarmen Geldvermögensteil, der über den Liquiditätspuffer hinausgeht, auch nur in Geldvermögen halten und der Inflation aussetzen. Nicht panisch werden ob eines temporären Problems, sondern individuell entscheiden, ob man mit der aktuellen Vermögensaufteilung ruhig schlafen kann. Wenn nicht, dann überlegen welche Alternativen es gibt. Den gesamten risikoarmen Geldvermögensteil blind in Sachanlagen zu verschieben ist pauschal erstmal keine gute Idee. Immobilien siehe oben, Aktien und Krypto usw. sind risikobehaftet.

      1. Hallo Siduva,

        nach meiner Meinung unterschätzen sehr viele Menschen aktuell noch die kommende Inflationsdynamik der ungedeckten Papierwährungen der westlichen Welt.

        Wir haben in den USA und der EU aktuell eine Rekordverschuldung im Verhältnis zum BIP, vergleichbar nur mit der Situation Ende WK2. Wir haben in diesen beiden Wirtschaftsräumen zusätzlich steigende Staatsdefizite und im Unterschied zu diesem Zeitraum heute noch eine alternde Bevölkerung und schwaches Wachstum.

        Ungedecktes Papiergeld mit diesen Parametern bei aktuell mehr als 7% Inflation würde ich nicht als “risikoarm” betrachten. Es ist nur “schwankungsarm” aber dafür mit garantiertem deutlichen Wertverlust.

        Ich bin mir ziemlich sicher, dass Euro und US-Dollar in einer Dekade maximal noch 50% des Realwertes von heute haben werden und bei einer Verschärfung der Krise wird es noch extremer.

        Dabei gilt es nicht in Panik zu verfallen aber doch klar zu überlegen, dass ein jahrelanges Halten eines größeren Vermögensanteils in Geldeinlagen eine sehr vermögensvernichtende Anlageform sind.

        Sachwerte sind ja nicht nur deutsche Immobilien.
        Immobilien gibt es als REIT weltweit. Es gibt weltweite Aktienmärkte. Diese sind zum Teil attraktiv bewertet. Mittlerweile gibt es Bitcoin als digitales Gold. Es gibt Gold in physischer und in ETF Form.

        1. Hallo Maschinist, ich sehe die Risiken und Unwegbarkeiten auch von denen Du sprichst. Aber ich sehe vor meinem geistigen Auge auch massive Vermögensverluste, wenn Leute jetzt ein höheres Risiko eingehen als sie sich eigentlich zutrauen. Umschichtung in Aktien oder REITs oder Krypto sind risikobehaftet und wenn in 4 Jahren der nächste Crash kommt und dann panisch zu Tiefstständen verkauft wird vernichtet das mehr Vermögen als die Inflation.
          Ich sehe auch Leute, die aus Angst vor Inflation zu wenig risikoarme (meinetwegen auch nur schwankungsarme) Liquidität halten und in einer persönlichen Krise dann Sachwerte verkaufen müssen, um an Cash zu kommen. Auch das vernichtet i.d.R. mehr Vermögen als die Inflation.
          Nur weil es eine Situation wie die aktuelle noch nie oder vor Jahrzehnten gab heißt das nicht, dass es zum Ende der Geschichte oder zur Hyperinflation von Euro und Dollar mit anschließender Währungsreform kommen muss. Wir erleben auch immer wieder nie gesehene Höchststände an den Börsen und die Story geht weiter. Die letzten drei großen Krisen an den globalen Finanzmärkten, die dann zu wirtschaftlichen Krisen geführt haben, sind nicht vollständig identisch verlaufen.
          Ich will sagen: Ruhe bewahren, die temporäre Inflation beobachten und nur nach reiflicher Überlegung anhand der individuellen Situation entscheiden, was an der Vermögensallokation zu ändern ist.
          Nach dem Regen kommt die Sonne, nach der Dämmerung das Morgenrot. Wer weiß, ob die NMT Jünger nicht doch Recht haben und eine hohe Staatsverschuldung plus hoher im Umlauf befindlicher Geldmittel letztlich kein so großes Problem sind. Es ist ja auch immer alles eine Frage der Alternative, in diesem Fall zu Euro und Dollar.

        2. Bzgl MMT: hab davon schon länger nichts mehr gehört – zeigt die aktuelle Lage möglicherweise, dass MMT nur BS ist? 😉

        3. Hi Maschinist – ich stimme dir hier in deiner Analyse voll zu! Man sollte einen ausreichenden Liquiditätspuffer in Sachwerten (wie z.B. Goldmünzen) speichern. Hier würde ich auch eher Gold als Bitcoin empfehlen, denn Gold hat über viele Krisen bewiesen, dass man es immer entweder direkt gegen Waren oder ein anderes Tauschmedium (z.B: Fiat Geld) handeln kann. Die Transaktionskosten sind hier wesentlich geringer als die Inflationsrate Stand heute – also wäre man nach einem Jahr schon break Even wenn Gold nur die Inflation mitgeht. Daher würde ich Gold unbedingt zum persönlichen Liquiditätspuffer zählen und bin ebenfalls der Meinung, dass man diesen eher nicht in Fiat Geld halten sollte.

          Im Übrigen finde ich in deinem Artikel den Fokus auf die Chancen extrem wichtig. Ich bin ebenfalls überzeugt, wenn man sich jetzt mutig entlang der offensichtlichen Verwerfungen im Finanzsystem positioniert, wird man den Vermögensturbo zünden!

          Gruß
          Finanzr

        4. Hm, kurze Frage dazu: es ging ja nicht nur um den Liquiditätspuffer, sondern um den risikoarmen Vermögensanteil in Summe. Gold erscheint mir dafür u.a. aufgrund der niedrigen Anonymitätsgrenze und der Lagerproblematik überhaupt nicht geeignet. Bleiben als große Assetklassen Immobilien und Anlagen in Geldvermögen der eigenen Währung. Was tun, wenn Immobilien nicht gewünscht oder zu teuer sind und die Inflation das Geldvermögen frisst?

        5. Hallo Siduva.

          Für grössere Goldmengen kann man sich einfach einen Gold ETP wie Xetra Gold oder Euwax Gold II ins Depot legen. Damit entfällt das Lagerproblem und es ist ebenfalls Dein Gold physisch eingelagert (nach einem Jahr steuerfrei).

          Für Immobilien gibt es REITs für die Depots. Da wir z.B. keine physische Immobilie besitzen, halten wir REITs im Depot.

          Damit ist diese Assetklasse ebenfalls mit abgedeckt.

          Schönen Tag

        6. Hi Maschinist,
          REITs gehören aber wieder nicht zum risikoarmen Vermögensteil, führen daher zu einer Verschiebung der Grundaufteilung. Wenn das gewollt ist ok, aber das ist eigentlich nicht Sinn der Sache.
          Bei Gold im Depot hadere ich auch ein wenig, auch wenn ich hier kein sachliches Argument habe.
          Ich habe da vermutlich zu oft Hartmut Walz gelesen. Gold als Krisenwährung mag für manche ok sein, dann aber echt und nicht über ein Vehikel, dass mir in der Krise vielleicht nichts nützt (lieber das Rettungsboot physisch besitzen als nur eine Option auf ein Rettungsboot zu haben). Wobei wir in dem Szenario dann nicht von Krise sondern eher von Apokalypse sprechen, und das ist nicht Inhalt dieser Diskussion hier. Lange Rede wenig Sinn – mit Gold werde ich nicht warm, aber Du hast sachlich hier unzweifelhaft Recht.

        7. Hi Siduva, die Frage ist wie man den risikoarmen Vermögensanteil definiert. Für mich gehört da zu eine hohe Liquidität. Im Zweifel sind Immobilien NICHT liquide. Daher würde ich sie nicht zum risikoarmen Teil zählen. REITS gehören für mich ebenfalls nicht dazu, da diese zwar liquide sind, aber eben auch recht stark schwanken. Die hohe Volatilität ist für mich übrigens auch das Argument warum Kryptos nicht risikoarm sind.
          Was meinst du mit Anonymitätsgrenze? Bei Aktien, Anleihen und den von dir zitierten Immobilien gibt es gar keine Anonymität. Die Lagerung von Gold ist ein Thema, aber dafür gibt es gute Lösungen. Man kann das Problem komplett umgehen indem man – wie von Maschinist unten geschrieben – auf Papiergold geht.
          Für mich ist 5% Gold vom Vermögen eine Versicherung für den Worst-Case. Im Best-Case wird das Gold einfach an die nächste Generation vererbt.
          Bleibt noch Cash: das große Problem von Cash ist, dass du garantiert 5-10% Kaufkraft pro Jahr verlierst. Cash macht für mich nur als Liqui-Puffer Sinn oder um am Markt von der Volatilität zu profitieren und bei Dips nachzukaufen.

          Wir werden sehen wie es langfristig läuft. Ich bin mir jedoch sicher, dass die große Rotation aus Wachstum erst begonnen hat…

          Gruß
          Finanzr

        8. Hallo Finanzr,
          mein Verständnis: risikoarm ist erst mal nur risikoarm. Dazu zählt eine deutsche Immobilie ebenso wie deutsche Staatsanleihen oder Einlagen bei deutschen Banken unter 100.000 EUR.
          Risikoarme Assets können dann noch bzgl. Liquidierbarkeit kategorisiert werden, da sind wir dann einig, dass Immobilien nicht kurzfristig liquidierbar sind.
          Wir haben definiert, dass unser risikoarmer, kurzfristig liquidierbarer Vermögensanteil nicht unter 60.000 EUR sinken darf. Wenn ich das in Gold anlegen und dabei anonym bleiben will, habe ich im Deutschland ein Problem, da ab 2.000 EUR meine Daten erfasst werden. Das will ich aber aus mindestens zwei Gründen nicht (Vermeidung Sicherheitsrisiko und staatliche Enteignung).
          Wenn ich dann doch irgendwann 60.000 EUR in Gold hätte stehe ich im worst case vor dem nächsten Problem. Worst case heißt für mich Währungs-Kollaps. In dem Fall halte ich es für unwahrscheinlich, dass ich noch unbeschadet in die Bank hinein geschweige denn wieder hinaus komme. Wenn ich trotz Sicherheitsrisiko das Gold zu Hause lagere, habe ich bei einem Währungs-Kollaps ebenfalls Probleme, wenn ich damit zahlen will. Wenn es um Leben und Tod geht mag mir das Gold noch helfen, aber wenn ich nicht flüchten sondern Grundnahrungsmittel davon kaufen (es also als liquiden Geldersatz nutzen) will, schaut mich der Bäcker oder Bauer sicher komisch an.
          Gold als Liquiditätsspeicher hat für mich einfach zu viele Nachteile. Ist natürlich subjektiv, ich versuche hier niemanden von meiner Meinung zu überzeugen, ich lege sie nur dar. Alles ist gut
          VG

        9. Danke für Deinen Beitrag.

          Bezüglich Anonymität sieht es bei deutschen Bankkonten, Staatsanleihen (und Immobilien sowieso) ja auch nicht besser als bei Gold aus, oder? Das heisst durch Bankabfrage alles nicht anonym im Krisenfall.

          Ich bin als Wertanlage kein Fürsprecher für Gold da langfristig nur ein Inflationsausgleich und zwischendurch dekadenlang massiver Wertverfall (wie z.B. von 1980 bis 2002).

          Habe seit Ukraine nun trotzdem eine Menge Gold in Unzen Münzform direkt verfügbar für den Anspruch: “Bezahlung eines Privatfluges für die Familie, der uns an einen sicheren Ort ausserhalb Europas fliegt”, falls dem Pilot unsere anonyme Monero Kryptowährung zu neumodisch ist.

          Essen wird im worst case nicht mit Gold sondern mit Glock 17 und AK47 bezahlt.

          Pro 1 ist es einem solchem worst case physisch sicher im Vorfeld zu entkommen. Dafür hat z.B. Unzengold eine Verwendung.

          Goldmünzen wie auch Kryptowährungen hätten das auch in Kiev ermöglicht. Der ukrainische Staat hatte in den ersten entscheidenden Tagen anderes zu tun als ein eventuelles Goldregister zu durchsuchen.

          Abschliessend gehe ich wie immer von einer immer wohlhabender und freier werdenden Welt aus. Man muss nur den manchmal lokal auftretenden temporären Wahnsinn aushalten bzw. ihm früh genug entkommen

          Schönen Tag

        10. Hi Maschinist, ja, ich bin voll mit Dir einig. Gold und Geld haben beim Thema Anonymität keinen Unterschied, daher ist Gold hier auch nicht im Vorteil. Eher im Nachteil, falls der Privatbesitz von Gold mal wieder verboten werden sollte. Um eine Flucht mit Gold zahlen zu können, muss man das Gold zu Hause lagern. Das ist mir wie gesagt zu riskant u.a. aufgrund der Erfassung meiner Daten (die ja auch Kriminelle nutzen können wenn sie dran kommen) zu heikel, ich bleibe da unvorbereitet und hoffe das Beste. Mit Gold zahlen ist unsinnig, daher ist es für mich unsinnig, den gesamten liquiden risikoarmen Vermögensteil in Gold anzulegen.

        11. Kann sein, dass es nichts für dich ist. Allerdings ist es schon möglich z.b. in Österreich anonym auch größere Mengen zu kaufen. Zweitens sehe ich als Alltagswährung eher Silbermünzen, in manchen Ländern wie in Mexiko kann man so wie ich gelesen habe, sogar damit bezahlen. @vroma hast du Erfahrungen?

        12. Puh nix davon gesehen. Mit Pesitos war man immer glücklich. Dólares gehen bestimmt auch gut im Norden.

          Mit Silber bin ich nur in der Silberstadt Taxco in Kontakt gekommen. Da geht’s aber nur um Schmuck.

          Hab mit ein paar Händlern Lockvogel-Käufer für amerikanische Touristen gespielt XD

      2. Hallo Siduva “Der Ratschlag “Bargeld und Bankeinlagen nach meiner persönlichen Meinung unbedingt in Sachwerte investieren” greift für mich zu kurz. Der individuelle Liquiditätspuffer hat nichts in Sachwerten zu suchen.”

        Beschäftige dich mit Cashoutrefinaince. Wenn du ein gewisses Vermögen im Depot hast, kannst du theoretisch auch via Kreditkarte leben. Und dein Notgroschen ist einfach den Lombardo den du dir jederzeit ziehen kannst. Hat den Vorteil dass du dein Geld immer investiert haben kannst. Einfach mal druchrechnen. Die Mathematik steht da eindeutig auf einer Seite, wenn du ne Kreditkarte mit Bonuspunkte zum Sammeln hast noch mehr. Die Kapitalkosten eines Notgroschens sind da schon relativ hoch gegen. Zur not kann man ja noch n Zweitdepot mit n paar k irgendwo anders führen die auch n Lomardo anbieten.

        1. Aber ab wann lohnt sich das? Dich erst ab Depots im oberen 6stelligen Bereich oder? Und riskanter ist es als Tagesgeld.

        2. Lohnt sich viel früher, ich mach da mal extra n Thread und Video zu dem Thema mit Berechnungen und co.
          Aber ich gebe zu dass es im Ersten Moment sehr Counter Intuitiv ist

        3. Sorry pkay, das ist gar nicht meins. Nicht alles was möglich ist oder sich auf dem Papier rechnet muss umgesetzt werden. Jeder darf da seine eigenen Wege gehen und ich finde den Meinungsaustausch dazu auch gut. Ich habe mich hier zu Wort gemeldet gerade weil das eine individuelle Entscheidung sein muss und es keinen Standard-Ratschlag geben kann, dass nun unbedingt dies und jenes zu tun sei.
          Allerdings werde ich mir Deinen angekündigten Beitrag zu dem Thema gern durchlesen.

  8. Ich habe einen kurzen Termin mit einem Kollegen auf Arbeit, der ein Balkonkraftwerk installiert hat und sich so etwas Strom spart. Wir überlegen zu der geplanten PV Anlage im Garten, dies am Minibalkon am Haus zu schrauben, die sind sowieso nach Süden ausgerichtet.

    1. Die Ausrichtung bei PV Anlagen ist mittlerweile nicht mehr so wichtig.
      Ein Freund hat zwei 10kW Anlagen auf dem Dach, eine genau nach Süden auf dem Haus, eine hälftig West und Ost auf der Garage. Die bringen beide praktisch den gleichen Ertrag.

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