Freiheitskämpfer Interview 10 – BFire-Investor

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Freiheitskämpfer Interview 10 BFire-Investor Vermögensaufbau bis 30 250.000 EuroNachdem die Freiheitskämpfer Interview Reihe durch die Corona Pandemie einige Wochen pausiert hat, geht es jetzt mit Volldampf weiter.

Junge Menschen bis 35 und mindestens 100.000 Euro an selbsterschaffenem Vermögen beschreiben uns Ihren Weg.

 

Heute schreibt uns BFire-Investor

Er hat sich noch vor seinem 30.ten Geburtstag trotz (auch privater) Rückschläge mit viel Fleiß ein absolut beeindruckendes Vermögen aufgebaut.

Da das Interview vor dem Corona Crash stattfand, gibt uns BFire-Investor am Ende des Interviews noch ein Update.

 

Los geht’s

 

Wie alt bist Du (& der Partner falls vorhanden), wie lange seid Ihr schon zusammen und habt Ihr Kinder?

Ich bin momentan 29 Jahre alt. Nach 1,5 Jahren in meiner letzten Partnerschaft bin ich aktuell wieder solo.

 

  • Wo auf der Welt lebst Du / Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Ich lebe in Bayern in einer Kleinstadt mit knapp 50.000 Einwohnern in einer 2ZKB-Wohnung, die meiner Mutter gehört.

 

  • Wie sieht Dein bisheriger Lebensweg aus und welche beruflichen wie privaten Erfahrungen hast Du dabei gemacht?
Aufgewachsen bin ich in einer Marktgemeinde auf dem Land mit ca. 5.000 Einwohnern.
Ich habe das Gymnasium nach 13 Jahren Schule (G9 war das noch) abgeschlossen. Bin dann anschließend zu einem Zulieferunternehmen im Nachbarort für ein halbes Jahr als Praktikant Wirtschaftsingenieurswesen.
Danach habe ich als Zivi für ein halbes Jahr bei einem Krankenhaus im OP-Bereich gearbeitet, da ich nicht zur Bundeswehr wollte. Da es dort viel Zeit zwischen den anfallenden Arbeiten gab, konnte ich im Pausenraum an meinem eigenem Internet-Business (Design + Programmierung von Webseiten) arbeiten, bei dem ich damals schon ein Vielfaches verdient habe.
Ich hatte dann auch zusammen mit einem Schulfreund lange Zeit eine UG, bei der wir beide sehr gut verdient hatten. Danach habe ich dann mein Studium (Bachelor Elektrotechnik) angefangen und durchgezogen (mit einer 1,x). Während des Studiums hatte ich dann schon mein Praxissemester bei einem mittelständischen Unternehmen in meiner jetzigen Heimatstadt. In dieser Zeit wurde ich sogar schon auf Montage zu einem Kunden in Italien geschickt, da ich mich so gut machte.
Anschließend habe ich neben dem Studium als Werkstudent dort weitergearbeitet und dann noch meine Bachelorarbeit dort geschrieben. Danach wurde ich sofort unbefristet eingestellt. Seitdem arbeite ich dort (mittlerweile fast 5 Jahre). Seitdem konnte ich mein Anfangsgehalt um ca. 50 % steigern. Das Unternehmen stellt Anlagen unter anderem für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer her. Meine Arbeit dabei ist die elektrische Auslegung, die Programmierung (C-Hochsprache), die Prozessentwicklung, Abnahme mit dem Kunden und Schulung des Kunden.
Meine Selbstständigkeit / nebenberufliche Arbeit habe ich im Laufe der Zeit immer weiter zurückgefahren, da ich durch mein Studium und anschließend durch meinen Beruf immer weniger Zeit dafür gefunden habe.
Außerdem ist mein Schulfreund, mit dem ich die UG hatte, und der auch mein bester Freund war, leider an Krebs verstorben. Ich habe ihn intensiv in den letzten Monaten seines Lebens begleitet, was mich auf der einen Seite sehr viel Kraft gekostet hat und mich auf der anderen Seite aus der Bahn geworfen hat.
Wenn ich daran zurückdenke, macht mir das heute noch zu schaffen. Dies war auch ein Grund, dieses Business nicht weiter zu verfolgen.

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles jährliches Nettoeinkommen. Wie hat es sich entwickelt und wie sieht die weitere Entwicklungsmöglichkeit in Deinem Bereich aus?
Aktuelles Nettojahreseinkommen ist bei mir ziemlich genau 40.000 €.
Wie zuvor schon geschrieben, hat sich mein Einkommen um ca. 50 % erhöht in den letzten fast 5 Jahren. Dabei sind Auslösen für Auslandseinsätze und Überstundenzuschläge nicht mitgerechnet.
Da ich in einem mittelständischen Unternehmen mit aktuell ca. 300 Mitarbeitern angestellt bin, sind die Aufstiegsmöglichkeiten sehr begrenzt, da alle Gruppen- oder Abteilungsleiter noch relativ jung sind.
Da ich mittlerweile für mich festgestellt habe, dass Arbeiten nicht mein Lebensinhalt ist, habe ich ab diesem Jahr von ehemals 38 auf jetzt 30 Wochenstunden verkürzt. Bei der Entscheidung stark geholfen hat mir tatsächlich mein bisher angehäuftes „Fuck-You“-Money.
Durch diese Umstellung hoffe ich, dass ich jetzt auch mit Überstunden eine normale Wochenarbeitszeit von 38 Stunden nicht mehr überschreiten muss. Bisher hatte ich jedes Jahr ca. 200 Überstunden geleistet, die ich aber nicht abfeiern konnte. Das Problem dabei war, dass durch das Projektgeschäft diese Stunden sehr gehäuft abzuleisten waren, also innerhalb von 2-3 Monaten. Teilweise ging mir das Essen aus, da ich keine Zeit zum Einkaufen hatte, oder wichtige Arzttermine mussten immer wieder verschoben werden.
Durch die Stundenreduktion habe ich ab diesen Jahr nur mehr ca. 32.000 € Nettojahreseinkommen zur Verfügung.

 

  • Würdest Du Deine / Eure berufliche Tätigkeit anderen Menschen empfehlen, wenn es um die Punkte Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten und persönliche Erfüllung geht und was sind die Gründe dafür?
Durch meinen Einsatz (Bereitschaft für Überstunden), gute Arbeit und viele innovative Lösungen für das ganze Unternehmen, konnte ich zwar mein Gehalt und meine Reputation sehr gut steigern, aber das führte leider auch dazu, dass ich immer die „schwierigen / kniffligen“ Projekte (mit dann notwendigen Überstunden) bekam. Anfangs machte mir das noch richtig viel Spaß, aber irgendwann bestand mein Leben nur noch aus Arbeit und Schlafen. Dann lernte ich meine Freundin kennen und ab da verlagerten sich die Prioritäten.
Also generell kann ich meine Tätigkeit nur weiterempfehlen, da es mir wirklich Spaß macht und man damit auch gut verdient. Auch unser Team ist relativ jung und dynamisch, was auch dazu führt, dass Kollegen auch zu Freunden wurden. Man muss nur für sich selbst entscheiden, wie weit man gehen will und was einem wirklich wichtig ist im Leben.

 

  • Wie hoch sind Deine / Eure aktuellen jährlichen Ausgaben und in welchen Bereichen schränkst Du Dich ein, um eigenes Vermögen aufzubauen?
Ich führe ein Haushaltsbuch und gebe mir selbst monatliche Budgets für alle wichtigen Kategorien vor.
Meine Jahresausgaben belaufen sich auf ca. 20.000 €. Dabei sind auch Rückstellungen für ein neues Auto oder Waschmaschine etc. enthalten.
Die jährlichen Ausgaben teilen sich wie folgt auf:
  • Lebenshaltung: 4.700 €  (Lebensmittel, Kleidung, Freizeit, Fitnessstudio, sonstiges)
  • Auto: 4.450 € (ein 15 Jahre alter Kompaktwagen, dafür mit über 200 PS)
  • Miete: 4.200 € (warm, relativ gering, da die Wohnung meiner Mutter gehört)
  • Urlaub: 2.700 € (ich liebe Kreuzfahrten)
  • Nebenkosten: 1.400 € Strom, GEZ, Handy, Internet, Netflix, Spotify)
  • Versicherungen: 360 € (Privathaftpflicht, Hausrat, Unfall, Zahnzusatz, Ausland):
  • Sonstiges: 1.600 €
Freiheitskämpfer Interview 10 BFireInvestor Urlaub Kreuzfahrt Vermögensaufbau
Wo schränke ich mich ein?
  • Auto: 15 Jahre alt, 117.000 km. Benutze im Sommer oft das Fahrrad und gehe viel zu Fuß
  • Wohnung: 67 m2 2ZKB
  • Lebensmittel usw.: ich kaufe fast nur Sachen im Angebot, nutze Payback sehr intensiv, backe Brot selbst, etc., gehe fast nie zum Essen, koche lieber selbst
  • Wenn etwas kaputt geht, versuche ich zuerst es zu reparieren, bevor ich etwas Neues kaufen muss (hier achte ich auf günstige Preise)

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles Vermögen, wie hast Du es investiert und was möchtest Du in Zukunft dabei noch besser machen?
Mein Vermögen beträgt aktuell ca. 270.000 €. Es teilt sich dabei wie folgt ca. auf:
  • 16 % Edelmetalle (Gold und Silber physisch)
  • 9,9 % Bargeld (Tagesgeld, Girokonto, Bargeld)
  • 4,5 % PV-Anlage (auf Dach des Elternhauses)
  • 11,1 % Genussrechte meines Arbeitgebers (ca. 15 % Ausschüttung im Schnitt jährlich)
  • 57,6 % Depots (ausschüttende Dividenden-ETFs auf deutschem Broker, Optionshandel und CEFs auf ausländischem Broker)
Mein deutsches Depot sieht dabei momentan so aus:

Freiheitskämpfer Interview 10 BFireInvestor Deutsches Depot Aktien Wertpapiere

Dabei ist die Sparrate deswegen so niedrig, weil ich alle zwei Monate einen Einmalkauf mache, um Gebühren zu sparen.
Mein Auslandsdepot sieht so aus:

Freiheitskämpfer Interview 10 BFireInvestor Auslandsdepot Aktien Wertpapiere Anleihen

 

In Zukunft will ich weiterhin so viel wie möglich sparen und es in die beiden letztgenannten Bereiche investieren. Dabei sollen die Genussrechte langfristig nicht mehr als 10 % ausmachen, da hier das Risiko doch am größten ist.
Aktuell erhalte ich im Schnitt monatlich ca. 1.000 € Netto an Cashflow. Dies entspricht 3,67 € Netto / Monat / 1.000 investierte €. Ich möchte bis Mitte 2025 durch neue Investments und Reinvestition der Ausschüttungen diesen Wert auf 2,5 bringen und damit etwas Risiko herausnehmen.
Generell habe ich mir dieses Vermögen durch viel Arbeit (selbstständig und als Angestellter) geschaffen und es durch kleine Ausgaben erhalten. Ich habe nichts geerbt oder geschenkt bekommen (außer mein Auto damals von meinem Vater, für ca. 13.000 €).

 

  • Hast Du ein bestimmtes Vermögensziel?
Nein, das nicht. Aber ein Einkommensziel: Ich will ca. 20.000 € Netto jährlich durch Ausschüttungen bekommen. Das wären dann umgerechnet ca. 800.000 € investiertes Vermögen.
Sobald ich das erreicht habe, will ich in der Arbeit noch kürzer treten und weniger pro Monat sparen.

 

  • Welche weiteren Lebensziele hast Du. Wo und wie möchtest Du Leben und was treibt Dich aktuell besonders an?
Meine “Big Five for Life“ (Strelecky lässt grüßen) sind folgende:
  • B: Beziehungen – tiefgehende / echte freundschaftliche und familiäre Beziehungen
  • F: Finanzielle Freiheit – für mich und meine Familie
  • I: Inspiration – anderen bei Persönlichkeitsentwicklung helfen (Themen: Finanzen, Wirtschaft, was ist wirklich wichtig im Leben)
  • R: Reisen – viele Orte auf der Welt ansehen, im Winter in wärmere Gegenden fahren, Weltreise (Kreuzfahrt)
  • E: Entwicklung – täglich Geist und oder Körper trainieren (Lesen, Sport)
Generelle mittelfristige Ziele:
  • genügend Cashflow für die täglichen Kernausgaben (ohne Urlaub und Auto Neukauf, etc.) durch Investments erreichen
  • Penthouse-Wohnung in meiner Stadt mieten
  • Familie gründen und heiraten
  • Viel Reisen
  • Wochenstunden auf 25 weiter reduzieren, noch später dann auf 20
Was treibt mich momentan besonders an?
Ehrlich gesagt habe ich momentan ein kleines Motivationstief.
Dieses hoffe ich durch die neu gewonnene Freizeit wieder bessern zu können.
Außerdem will ich wieder viel Sport machen, da das leider in den letzten beiden Jahren viel zu kurz gekommen ist und ich nun mittlerweile die Auswirkungen davon spüre.
Langfristig habe ich vor, eine App zu entwickeln, die den Leuten bei der Planung ihres Lebens hilft (Finanzen, Haushalt, Sport, Aufgaben, etc), da ich gerne programmiere und es zu meinen Big „Five-for-Life“ passen würde.

 

  • Was sagt Dein Umfeld generell zu Deinen Plänen und wirst Du dabei unterstützt?
Meine Eltern (vor allem mein Vater) sind skeptisch, da für sie die Börse nur eine Zockerbude ist, und man eh alles verliert. Sie sind Immobilienfans (sie haben zusammen 2 Häuser und 2 Wohnungen).
In der Arbeit habe ich noch einen Kollegen, der ähnlich wie ich investiert. Mit diesem kann ich mich sehr gut austauschen und es macht Spaß, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

 

Generell wird man etwas schräg angeschaut, wenn man mit 29 Jahren schon in Teilzeit arbeitet. Meistens jedoch eher aus dem Grund, dass das Gegenüber es sich einfach nicht leisten könnte (Konsumausgaben lassen grüßen).

 

  • Gibt es noch etwas, dass Du den anderen Freiheitskämpfern mitgeben willst?
Macht euch einen Plan und zieht diesen durch ohne euch von den vielen negativen Gedanken eures Umfelds beeinflussen zu lassen. Lest viele Bücher (Sachbücher), versucht euch weiterzubilden mit Lesen von Blogs und sucht euch Gleichgesinnte.
Generell weniger Videos anschauen, da hier meist der gleiche Content wie in Büchern dargestellt wird, aber in einem Vielfachen der Zeit, die man sonst fürs Lesen brauchen würde.

 

Hier noch mein Update betreff aktuellen COVID-19 Geschehen:
Bei mir läuft es so, dass meine Sparpläne ganz normal weiterlaufen. Zusätzlich erstelle ich für jede 5 % Kursverlust des Depots unter Einstandswert einen neuen Sparplan für die nächsten 12 Monate. Das Geld für diese neuen Sparpläne wird von meinen monatlich laufenden kurzfristigen Rücklagen (z.B. für neues Auto, Urlaub, langfristigen Konsum) abgezogen.
(Ich spare dann also für max. 1 Jahr weniger für diese Dinge auf meinem Rücklagen-Tagesgeldkonto an). Maximal erstelle ich 10 solche Sparpläne und kann damit maximal meine kompletten monatlichen kurzfristigen Rücklagen extra investieren. Zusätzlich wird natürlich, wie sonst auch, jede Dividende investiert.
Einen Extra Cash-Anteil (außer Notreserve und Rücklagenkonto) habe ich nicht, da ich so immer zu 100 % investiert bin.
Mir macht der momentane Kursverfall auch emotional nichts aus, ich sehe es einfach als Rabatt.
Hauptsache die prognostizierte jährliche Ausschüttung aus meinen Depots steigt oder bleibt gleich, die Kurse interessieren mich nicht.

 

 

Das war das Interview mit BFire-Investor

 

Vielen Dank, dass Du mitgemacht hast und nochmals herzlichen Glückwunsch zum beeindruckenden Vermögen vor Deinem 30.ten Geburtstag! Du hast Dich damit für den Rest Deines Lebens in eine fantastische Position gebracht.

Mir gefällt besonders Dein entspannter Umgang mit den aktuellen Börsenschwankungen und die Konzentration auf die auch historisch vergleichsweise verlässlichen Ausschüttungen.

 

Und jetzt Ihr

Welche Fragen und Anregungen habt Ihr an BFire-Investor. Bleibt Ihr genauso ruhig, bei stark schwankenden Börsenkursen? Was würdet Ihr an seiner Stelle nun tun betreff Motivationstief und den nächsten Schritten?

 

Außerdem

Mach auch Du mit bei der Freiheitskämpfer Interviewreihe, wenn Du Dich im Lebensabschnitt bis 35 und min. 100.000 Euro selbst erschaffenem Vermögen befindest. Schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com

Neben dem Fakt den anderen hier etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback für Deinen weiteren Weg nutzen.

Als zusätzliche Möglichkeit, kannst Du Deinen weiteren Weg in einem Tagebuch hier in unserer Community veröffentlichen.

Die Millionär Interviews laufen natürlich auch weiter und auch hier freue ich mich auf weitere Gäste.

 

Gib Gas mit der Freiheitmaschine und nimm den Corona Crash als Motivation für Deine Lernkurve und einen beschleunigten Vermögensaufbau!

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Hafenmeister
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Hafenmeister

Tolles Interview – herzlichen Glückwunsch zum bisher Erreichten.
Das mit deinem Freund tut mir leid!

Ich wünsche dir für dein Vorhaben und deine Ziele alles Gute.

Steffen
Gast
Steffen

Super Interview und sehe es genau so wie du, dass die Kurse zweitrangig sind, sofern die Dividenden kommen.
Würdest du sagen dass ein Großteil deines Vermögens durch die Selbständigkeit oder die Angestellten Tätigkeit kam?

Gruß,
Steffen

BFire-Investor
Gast
BFire-Investor

Ich hab mir mal meine Aufzeichnungen angesehen.
Etwa 40 % des Gesamtvermögens stammen aus der Angestellten Tätigkeit.
Dieser Wert erhöht sich aber jetzt jeden Monat, da ich nur noch angestellt arbeite.
Generell kann man durch selbstständiges Arbeiten wesentlich mehr verdienen meiner Meinung nach. Aber man muss halt das Passende finden, um wirklich mit vollem Elan dabei zu sein.

Gruß,
BFire-Investor

Mitglied
Judge Dredd

Vielen Dank für das Interview und Glückwünsch zum bisher erreichten Vermögen. Ich finde es sehr stark, dass du bereits jetzt die Arbeitszeit reduzieren konntest. Ich hätte ein paar Nachfragen:

1.
Brauchst du bei deiner Vermögenshöhe noch eine Hausratsversicherung? Wäre statt einer Unfallversicherung nicht eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoller (statistisch ist ja Krankheit der Hauptgrund für eine mögliche Berufsunfähigkeit). Ansonsten sind Privathaftpflicht und Krankenversicherung natürlich Pflicht.

2.
Ich persönlich fand 16% Edelmetallanteil jetzt recht hoch (ist natürlich Geschmacksache und immer sehr subjektiv.) Willst du denn Anteil auch in Zukunft ähnlich hoch halten und entsprechend nachkaufen?

Für die Zukunft wünsche ich Dir alles Gute!
Judge Dredd

BFire-Investor
Gast
BFire-Investor

Danke für dein Feedback.
Ich finde auch, dass es wirklich ein Geschenk ist, schon jetzt jede Woche mindestens 8 Stunden mehr für mich zu haben.

Zu 1) die Hausrat habe ich eigentlich nur wegen meinem Fahrrad, falls das mal gestohlen werden sollte. Eigentlich hast du recht, aber die ca 5 € pro Monat nehme ich momentan einfach in Kauf.
Zur BU: ich hatte mir da vor ca. 5 Jahren mal ein Angebot machen lassen und hätte über 200 € pro Monat dafür dann bezahlen müssen. Das war mir zu viel, vor allem auch vor dem familiärem Hintergrund, der mich definitiv finanziell absichern wird in den nächsten 10-20 Jahren. (Meine Tante ist z.B. kinderlos und ist Privatier durch Immobilien, welche ich erben werde. Meine Eltern haben auch zwei Häuser und zwei Wohnungen. Ich hoffe aber, dass alle noch möglichst lange bei guter Gesundheit ihr Leben genießen können.) Habe mich dann für eine Unfallversicherung (ca. 75 € jährlich) entschieden. Außerdem ist mein Ziel, dass ich mit ca. 40 finanziell soweit frei bin, dass meine Grundbedürfnisse abgedeckt sind. Von da an brauche ich so eine Versicherung nicht mehr.

Zu 2) Ja, ist auch tatsächlich sehr hoch, rührt aber daher, dass ich anfangs als Selbstständiger die Erträge meiner Firma in Edelmetallen gesammelt habe, weil ich der festen Überzeugung war, dass unser FIAT-Währungssystem crashen wird. Mittlerweile sehe ich die Edelmetalle nur noch als Versicherung und stocke diese nicht mehr auf. Der Anteil wird also langfristig mit jedem weiteren Monat sinken. Ziel wird hier irgendwann 5 % sein.

Dankeschön, ich wünsche dir auch alles Gute!

Altsparer
Gast

“weil ich der festen Überzeugung war, dass unser FIAT-Währungssystem crashen wird.”
Was hat diese Ansicht bei Dir geändert??? Für mich bleibt ein globaler Geldcrash nicht aus, bei der Verschuldung fast aller Staaten.
Gratulation zu Deinen beachtlichen Erfolgen.

BFire-Investor
Gast
BFire-Investor

Hallo Altsparer,

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass die große Masse der Leute sich einfach nicht dafür interessiert bzw. realisiert, was mit unserem Geld passiert.

Da aber eine Hyperinflation meiner Meinung nach nur kommen kann, wenn die breite Masse unsere Währung nicht mehr haben will, sehe ich das Risiko als sehr gering, aber dennoch existent (daher auch noch der Versicherungsgedanke bei 5% Anteil des Vermögens).

Abgesehen davon sind mir mittlerweile Unternehmensbeteiligungen wesentlich lieber, da ich hier laufende Erträge bekomme. Außerdem denke ich, dass egal ob Inflation oder Deflation Aktien / ETFs nie verkehrt sind.

Außerdem schätze ich die Gefahr einer ähnlichen Entwicklung wie in Japan viel höher ein.

Wie bereitest du dich dann auf den von dir erwarteten Crash vor? Bzw. wann denkst du, ist es so weit?