Millionär Interview 40 Paule – Der Millionär von nebenan

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Phillipinen Urlaub MillionärIn den Millionär Interviews der Freiheitsmaschine geht es um Menschen, die aus eigener Kraft ein Millionenvermögen erschaffen haben. Sie berichten darin von Ihren Hindernissen und Ihren Erfolgen auf dem Weg zu einem siebenstelligen Vermögen.

Dabei gibt es dann z.B. ehrgeizige Unternehmer, die sich mit einer guten Geschäftsidee einen hohen Cashflow erzeugen konnten oder Menschen die im Beruf eine steile Managerkarriere gemacht und Ihr Geld gewinnbringend angelegt haben.

Aber es gibt auch noch eine andere Gruppe:

 

Der Millionär von nebenan

Im deutschsprachigen Raum gibt es eine gute Zahl an Menschen, die z.B. als Angestellte ein schönes Einkommen erzielen und dabei durch einen achtsamen und oft unauffälligen Lebensstil eine außergewöhnlich hohe Sparquote haben.

Wenn man das so angesparte Geld jetzt nicht auf dem Tagesgeldkonto verrotten lässt, sondern gewinnbringend investiert, steht langfristig selbst einem Millionenvermögen überraschend wenig entgegen.

So wie im heuten Millionär Interview mit Paule – Dem Millionär von nebenan.

Er hat sich mit Fleiß und einem achtsamen Lebensstil ein schönes Vermögen erarbeitet. Und da er dieses ersparte Geld dann gewinnbringend in den Aktienmarkt angelegt hat, ist daraus mittlerweile ein siebenstelliger Betrag geworden.

Und damit Bühne frei:

 

Hallo Maschinist.
Erstmal meinen Glückwunsch zu Deiner tollen Internetseite. Sie hebt sich sehr positiv und erfrischend von den meisten anderen Seiten zu den Themen Finanzen und Finanzielle Freiheit ab.
Besonders gut finde ich viele sehr informativ und fundiert geschriebene Artikel im Blog und natürlich die beiden Interviewreihen. Die ganzen Millionärsinterviews habe ich mir, als ich Deine Internetseite entdeckt hatte, noch am gleichen Wochenende komplett reingezogen.
Damals hatte ich auch mehr so aus Spaß an der Freud die Liste der Fragen zum Millionärsinterview für mich selbst mal beantwortet. Ich erfülle formal die Kriterien, aber im Vergleich zu den meisten anderen Interviews ist bei mir wohl alles höchst unspektakulär.

 

Iguazu Wasserfälle Argentinien Millionär Interview

 

Andererseits zeigt es aber, dass man es als normaler Angestellter auch schaffen kann, ein ordentliches Vermögen anzusammeln. Obwohl das oft selbst von vermeintlichen Fachleuten wie Gerd Kommer & Co. in Zweifel gezogen wird.
Als weiteres Anliegen würde ich gerne das Thema Entnahmestrategie und zur Jobaufgabe nötiges Vermögen speziell für meinen Fall in Deiner Community zur Diskussion stellen um einfach mal andere Meinungen dazu zu hören.
Vielen Dank,
Paule

 

 

Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?

Ich bin 53 Jahre alt und Single.

 

  • Hast Du Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?
Ich habe keine Kinder.

 

  • Wo auf der Welt lebst Du (in der Stadt oder auf dem Land)?
In einer Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet.

 

  • Was ist Dein jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?
Mein derzeitiges Nettogehalt liegt bei etwa 75K Euro/Jahr, dazu kommen noch ca. 8K Euro Nettoerlös aus den Mieteinnahmen für die beiden Eigentumswohnungen (nach Steuern und Abzug aller Unkosten).

 

  • Wie hoch sind Deine jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?
Die jährlichen Ausgaben betragen etwa 26K Euro. Diese setzen sich zusammen aus:
18K Euro jährlich bzw. 1.500 Euro monatlich für regelmässige Lebenshaltungskosten, die sich betragsmässig ungefähr zu je einem Drittel auf die folgenden Bereiche herunterbrechen lassen:
  • Kaltmiete für meine gemietete 2-Zimmerwohnung
  • fixe Kosten: Mietnebenkosten, Versicherungen, Unterhaltskosten fürs Auto, Handyvertrag, GEZ, Internet, Strom, etc.
  • variable Kosten: Lebensmittel, Kleidung, kleine Anschaffungen, Freizeit (Sauna, Schwimmbad, Kneipe, etc.)
Dazu kommen noch etwa 6 – 10K Euro im Jahr für Urlaub / Reisen (ca. 7-8 Wochen verteilt auf 2–3 Fernreisen, dazu noch einige Wochenendreisen innerhalb Europas). Hier gäbe es sicherlich Einsparpotential. Das ist aber der Bereich, für den ich verglichen mit den anderen Kosten gerne und bewusst etwas mehr ausgebe.

 

Phillipinen Millionär Reise

 

Unregelmäßige, größere Anschaffungen (z. B. Auto, etc.) sind hier nicht berücksichtigt und werden bei Bedarf aus der Cashreseve beglichen. Wobei ich beim Auto mit einem einfachen Mittelklassewagen nicht sonderlich anspruchsvoll bin. Formal gesehen könnte man hierfür noch ein gewisses Budget in den Lebenshaltungskosten oben zusätzlich berücksichtigen.
Meine Sparqote der letzten Jahre von meinem Angestelltengehalt ohne Berücksichtigung der Mieteinnahmen liegt damit um die 60 – 65% (in diesem Jahr wg. Pandemie und somit komplett „eingespartem“ Reisebudget bei > 75%).

 

  • Wie hoch ist Dein aktuelles Vermögen?
etwa 1030K Euro

 

  • Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (z.B. Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld)

 

Immobilien: 280K Euro (Zwei vermietete, schuldenfreie 2-Zimmer-Eigentumswohnungen, bewertet mit dem 20-fachen der Jahreskaltmiete, wären wohl derzeit für 30 – 40% mehr verkäuflich)
Fondsdepot im Wert von 520K Euro, aufgeteilt wie folgt:
  1. Drei Aktienfonds: 140K Euro (40% Wachstumswerte weltweit, 40% Nebenwerte weltweit, 20% Emerging Markets)
  2. Ein vermögensverwaltender Multi-Asset-Fonds(aktienlastig): 60K Euro
  3. Vier ETF: 320K Euro (60% MSCI World, 15% MSCI EM, 15% MSCI EM Asia, 10% MSCI World Small Cap). Die 4 ETF werden im hier angegebenen Verhältnis monatlich mit 3500 Euro bespart.

 

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  • Kryptowährungen: 90K Euro (60% Bitcoin + 40% Ethereum)
  • Riestervertrag mit Fonds: 51K Euro (wird mit jährlich 2.100 Euro bespart)
  • Direktversicherung betriebliche Altersvorsorge: Aktueller Rückkaufswert 41K Euro (den Jahresbeitrag von 1.840 Euro zahlt komplett der Arbeitgeber)
  • private Kapitallebensversicherung: aktueller Rückkaufswert 32K Euro (Jahresbeitrag 900 Euro)
  • Cashreserve Girokonto: 23K Euro
Nicht berücksichtigt im oben genannten Vermögen sind:
  • 56 Entgeltpunkte in der deutschen Rentenversicherung
  • Etwa 4.9 Millionen Punkte- und Meilenguthaben in den Loyalitätsprogrammen von mehreren Airlines und Hotelketten, die konservativ bewertet für mich einen Gegenwert von ca. 30K Euro haben, sobald Reisen wieder möglich ist. Aus diesem „Pool“ ergänze ich wo es Sinn macht mein Reisebudget durch kostengünstige Flüge und Hotelübernachtungen.
  • Eine Erbschaft

 

  • Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?
Die kurze Version:
Ich arbeite als Ingenieur.
Nahezu das gesamte Kapital kommt aus meinem Job, dazu vernünftig mit den Ausgaben hausgehalten und das übrige Geld (überwiegend) sinnvoll angelegt und arbeiten lassen.
Etwas weiter ausgeholt:
Aufgewachsen bin ich in einfachen Verhältnissen in einem kleinen Dorf auf dem Land. Nach der mittleren Reife habe ich dann incl. Lehre insgesamt 7 Jahre in einem Handwerksberuf gearbeitet. Während dieser Zeit lag meine Sparquote bei genau 0, alles was reinkam habe ich gleich wieder für Konsum verprasst (zu der Zeit habe ich noch ohne Miete bei meinen Eltern gewohnt).
Mit 23 habe ich dann doch noch die Kurve gekriegt und auf dem zweiten Bildungsweg erst Fachabitur gemacht und dann mit 28 Jahren mein FH Studium abgeschlossen.
In dieser Zeit fand dann auch der Sinneswandel hin zu etwas überlegterem Umgang mit Geld und Bilden von Rücklagen statt. Durch Nebenjobs in den Semesterferien und an den Wochenenden konnte ich während des Studiums etwa 50K Euro eigene Rücklagen bilden (damals noch in DM).
Bei meiner ersten Stelle nach dem Studium lief es eher durchwachsen, habe dann nach 3 Jahren die Firma gewechselt. Positiv aus dieser Zeit anzumerken ist der Kauf meiner ersten Eigentumswohnung und damit Verbunden der Beginn mit dem Fondssparen zur späteren Abzahlung des tilgungsfreien Hypothekendarlehens.
Bei meinem zweiten und jetzigen Arbeitgeber lief es dann von Anfang an erheblich besser: In der Branche sind die Gehälter generell höher als in der meines ersten Arbeitgebers, der neue Tätigkeitsbereich lag und liegt mir sehr gut und macht mir Spaß. Das ganze Klima in der Firma war vor allem in den ersten Jahren so, dass gute Ergebnisse im Job anerkannt und auch entsprechend gefördert und honoriert werden.
Dadurch angespornt und motiviert habe ich mich in den folgenden Jahren beruflich voll reingehängt. Da es sehr gut lief, wurde mir bald die Verantwortung für den technischen Teil bei wichtigen Projekten übertragen, es gab zügig mehrere Beförderungen und damit verbunden gute Gehaltserhöhungen sowie regelmäßig nach erfolgreich abgeschlossenen Projekten außerplanmäßige Sonderzahlungen und Boni.
In diesem Job bin ich mittlerweile etwas mehr als 20 Jahre. Die oben geschilderte, positive Entwicklung hielt bis Ende vergangenen Jahres an, wenn auch in den letzten Jahren mit etwas gebremster Dynamik. Zwischendurch war ich auch mal für etwa 3 Jahre innerhalb der Firma in eine Managementrolle gewechselt, bin aber vor einigen Jahren auf eigene Initiative hin wieder in meine frühere technische Rolle zurückgewechselt, das liegt und gefällt mir deutlich besser.
Leider wurde dann zum Jahresende unsere Abteilung ganz unerwartet komplett geschlossen. Ich habe zwar als einer der wenigen Kollegen (m)einen Job behalten, doch es ist mir noch nicht wirklich klar, wie es beruflich weitergeht.
Das gute Einkommen über die vergangen 20 Jahre ermöglichte es mir, dauerhaft ganz ordentliche Rücklagen zu bilden, die größtenteils in 2 Eigentumswohnungen und in Aktienfonds und dann später ETF geflossen sind.

 

 

  • Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?
Zum einen gab es die in Sachen Vermögensbildung komplett verschenkten 7 Berufsjahre vor meinem Studium, die man hierfür sicherlich besser hätte nutzen können.
Es gab so von 2003 bis 2011 eine Phase, in der ich mit der „Brechstange“ mein Geld vermehren wollte und etliche Kapitalanlagemöglichkeiten mit relativ hohen Renditeprognosen „ausprobiert“ habe. Es waren wohl über die Jahre so etwa 15 verschiedene Produkte wie Hedgefonds Zertifikate, Managed Futures, Börsenbriefe, Handelssysteme für Währungen. Gemeinsam hatten alle diese Produkte verhältnismässig hohe Kosten und dass nicht ein einziges davon das vorher von den Anbietern in Aussicht gestellte Renditepotential mittel- bis langfristig auch erreichte. Aus den meisten bin ich zwar mit überschaubaren Verlusten oder auch mal mit kleinen Gewinnen herausgekommen, bei 3 Produkten habe ich mir aber eine in finanzieller Hinsicht richtig blutige Nase geholt und dabei insgesamt ca. 150K Euro versenkt.
Interessanterweise waren im Nachhinein betrachtet die großen Verlustbringer genau diejenigen Produkte, die anfänglich in den ersten Monaten die Renditeerwartungen erfüllt hatten, was zu weiteren Folgeinvestitionen meinerseits führte, bevor dann jeweils ein umso grössrer Absturz folgte. Wenn es dann erstmal abwärtsging, wurden dann „Verbesserungen“ an der Strategie vorgenommen, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und damit wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Was aber natürlich nicht funktioniert hat und wohl nur dazu diente, die dummen Anleger so lange wie möglich bei der Stange zu halten. Irgendwann habe ich es dann doch gerafft und einen harten, finanziell schmerzhaften Schlusstrich gezogen.
Die Ratschläge an mein jüngeres ich wären demzufolge:
  • schon in frühen Jahren so gut es geht mit der Vermögensbildung in Aktien und/oder Immobilien zu beginnen
  • Produkte mit hohen Kosten und unrealistisch hohen Renditeprognosen konsequent zu meiden, auch wenn sich manches verlockend nach schnellen Gewinnen anhört.

 

  • Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?
Was ich hier zu schreiben habe, ist in wohl ähnlicher Form heutzutage auf vielen Finanzblogs nachzulesen und ist für Euch alle nichts Neues. Ich musste es mir über die Jahre selbst erarbeiten:
  • Eine gute Ausbildung, Engagement im Job und damit die Einnahmenseite optimieren
  • Die Ausgaben auf einem vernünftigen Niveau halten, um Ersparnisse bilden zu können
  • die Ersparnisse gewinnbringend aber mit kalkulierbarem Risiko anlegen, nicht auf unrealistische Renditeversprechen „hereinfallen“
  • mit den Punkten 1.) – 3.) so früh wie möglich beginnen, sich realistische Ziele setzen, ohne aber dafür komplett das „Leben“ aufzugeben.

 

  • Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen / zu erhalten oder noch zu erhöhen?
Letztendlich einfach weitermachen wie bisher.
Ich bin weiterhin in meinem Job in Vollzeit berufstätig, versuche meine Ausgaben in vernünftigem Rahmen zu halten und alles übrige Geld weiterhin gewinnbringend anzulegen. 
Feste monatliche Sparraten gehen von meinem Gehalt ab in die ETF Sparpläne, einen Riestervertrag und eine kleine Kapitallebensversicherung.
Die Überschüsse aus den beiden Wohnungen und die halbjährlichen Bonuszahlungen von meinem Argeitgeber gehen erstmal in die Cashreserve, von der bei Bedarf grössere Anschaffungen beglichen werden und situationsbedingt auch mal Neuinvestionen getätigt werden oder im Fonds- und Kryptobereich nachgekauft wird.

 

  • Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?
Eigentlich war das Ziel mal eine Million Gesamtvermögen (was mir vor 25 Jahren als astronomisch hoch erschien). Der ursprüngliche Plan war, mich nach Erreichen dieses Ziels vom Arbeitsleben zu verabschieden. Nachdem ich es jetzt durch die gut laufenden Märkte schneller als erwartet erreicht habe, werde ich aber erstmal weiterarbeiten, bin aber parallel auch am überlegen, Informationen sammeln und planen wie der Ausstieg aus dem Berufsleben aussehen und wann er stattfinden könnte.
Einerseits macht mir mein Job grundsätzlich nach wie vor Spaß und das Geld verdient und vermehrt sich mit zunehmenden Berufsjahren und dem finanziellen Polster im Hintergrund gefühlt von Jahr zu Jahr leichter. Andererseits kommen nach der Abteilungsschliessung und den damit verbundenen Unsicherheiten immer öfter Gedanken auf, alles hinzuschmeißen und dem Arbeitsleben für immer den Stinkefinger zu zeigen.
Dazu kommt noch, das mir derzeit durch die Corona Pandemie und deren Folgen, mögliche Inflation wegen dem Gelddrucken der Zentralbanken, usw. nicht wirklich klar ist, wie es weitergehen wird und ob die Annahmen für Wertentwicklungen an den Kapitalmärkten und für die Inflationsrate, die aus statistischen Werten der Vergangenheit abgeleitet sind, in der Zukunft noch Gültigkeit haben werden.
Ich werde also jetzt erstmal weiterarbeiten bis sich hoffentlich die oben genannten Unklarheiten etwas aufklaren und auf 1.5 Mio Euro Gesamtvermögen hinarbeiten, trotzdem aber immer den Ausstieg im Hinterkopf.

 

 

  • Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deine Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?
Wie im letzten Punkt bereits angerissen: Der Plan ist, bis auf weiteres mit dem Job und der Vermögensbildung wie bisher weiterzumachen, und sobald mir mein Vermögen mit gutem Confidence Level als ausreichend dafür erscheint, meine Anstellung aufzugeben und ab dann die Zeit vorrangig für Reisen und längere Aufenthalte im Ausland zu nutzen. Das zumindest solange, wie es mir Spass macht und ich gesundheitlich dazu in der Lage bin.
Was natürlich auch bedeutet, dass der Finanzbedarf durch das Reisen vor allem in den nächsten 10 Jahren im Vergleich zu jetzt deutlich ansteigen wird. Ziel wäre, inflationsbereinigt etwa 50 – 100% mehr als meine derzeitigen Ausgaben zur Verfügung zu haben, also etwa 4K Euro im Monat. Wobei ich nicht mit vollem Kapitalerhalt plane, sondern prinzipiell das Vermögen auch bis zu meinem Lebensende (mit einer gewissen Sicherheitsmarge) weitestgehend aufgebraucht werden kann.
Sollte ich beiden geplanten Reisen „den“ für mich perfekten Ort zum Leben finden, wäre auch Auswandern bzw. irgendwo im Ausland sich dauerhaft oder für die Wintermonate niederzulassen eine ernsthafte Option. Ziel für das Ausscheiden aus dem Berufsleben ist allerspätestens das 60. Lebensjahr, eigentlich aber schon schon einge Jahre früher oder mit Teilzeit in der letzten Phase. Rente dann so früh es eben geht ab 63.
 
Edit:
Nachdem ich mich die letzten Wochen auch durch mein Interview nochmal intensiv mit der Thematik beschäftigt und auch ein wenig rumgerechnet habe, habe ich mich entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen und mir einen konkreten Zieltermin für den Komplettausstieg aus dem Berufsleben zu setzen. Gewählt habe ich den 30.6.2023, also in etwa 2 Jahren, dann werde ich 55 Jahre alt sein.
In dem Zuge habe ich auch angefangen, mir Gedanken über eine sinnvolle Entnahme- und Aufzehrstrategie zu machen. Hierzu würde ich gerne sozusagen als Erweiterung dieses Interviews neben dem Kommentarbereich in den nächsten Tagen oder Wochen einen eigenen Thread im Freiheitsforum eröffnen, um meine Gedanken vorzustellen mit dem Ziel, dazu Meinungen und Ideen zur Gestaltung und Verbesserung vom Maschinisten und den Freiheitskämpfern hier zu erhalten.

 

  • Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?
Auch wenn es als Angestellter anfangs schwierig erscheint, sich ein nennenswertes Vermögen zu erarbeiten: Immer und auch bei Rückschlägen zielstrebig und beharrlich dranbleiben, mit der Zeit geht es dann immer besser und leichter voran.

 

Highway Nr1 Kalifornien Millionär Reise

 

Das war das Millionär Interview mit Paule. Der Millionär von Nebenan

Vielen Dank, dass Du hier im Interview und auch im Forum bei uns dabei bist!

Du zeigst eindrucksvoll, dass man sich auch ohne Unternehmertum und unzählige Jobwechsel ein siebenstelliges Vermögen erarbeiten kann, wenn man einige Punkte beachtet und sich nicht übermäßig zur Lifestyle Inflation hinreißen lässt.

 

Und jetzt Ihr

Welche Fragen habt Ihr an Paule und welche Hinweise und eigenen Erfahrungen könnt Ihr Ihm bezüglich Vermögensentnahme und seinem geplanten Ausstieg geben?

Schreibt dazu im Kommentarbereich und später diskutieren wir das Thema auch im Freiheitsforum.

Außerdem: Mach auch Du mit bei den Millionär Interviews, wenn Du Dir aus eigener Kraft ein Vermögen von min. 500.000 Euro aufgebaut hast.

Schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und sei dabei.

Neben dem Fakt den anderen hier etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback für Deinen weiteren Weg nutzen.

Ich garantiere allen Teilnehmern dabei absolute Anonymität.

Gib Gas mit der Freiheitsmaschine und mach Dein Leben zu einem wunderbaren Abenteuer.

45 thoughts on “Millionär Interview 40 Paule – Der Millionär von nebenan”

    1. Danke für den Link, das hatte ich in der Tat schonmal gelesen. Ist halt mit der Ausgangsbasis, das die Rücklagen quasi nur aus einem Aktien- oder Fondsdepot bestehen, schon sehr vereinfgacht.

  1. Super Interview! Rein finanziell ist es ein Nobrainer einfach zeitnah die Arbeit an den Nagel zu hängen. Ideal wäre wohl eine Abfindung bei den letzten Umstrukturierungen gewesen…

    1. Danke für Deinen Kommentar und den Link. Sieht auf den ersten Blick sehr interessant aus, das werde ich mir mal in Ruhe zu Gemüte führen.

    2. Das ist weltweit die umfangreichste und beste Seite zum Thema. Seine Entnahmestrategieserie hat mittlerweile über 46 Teile. Karsten steckt in jeden Artikel unendlich viel Aufwand, erstellt mathematische Modelle bei denen er alle Szenarien mit den Börsendaten der letzten 100 Jahre durchspielt, etc. Er ist auch in diversen Podcasts zu hören (zB. Choose FI, dort nach BigERN suchen).
      War er nicht selbst auch schon in den Millionärsinterviews?
      Grüße
      Windsurfer

  2. Hallo Paule,
    vielen Dank für dein Interview und herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Vermögen. Es ist richtig motvierend zu sehen wie du es aus durch ein gutes Einkommen als Angestelter und den achtsamen Umgang mit deinem Geld über die Jahre zum Millionär geschafft hast. Da du dort bist, wo ich in 18-20 Jahren auch gerne sein möchte, ist es sehr motvierend von jemanden zu lesen, der es schon erreicht hat. Deine Punkte 1.-4. sollte man sich übers Bett hängen.

    Grob überschlagen sind 4K pro Monat doch ein total realistischer monatlicher free cashflow, zumal ab ab ca. 2031 auch die Zahlungen der DRV und der Betriebsrente starten. Mit der bewährten 4% Regel sind es ja schon ohne Berücksichtigung von Steuern über 3K, zusätzlich zu deinen Mieteinkünften dürfte das relativ entspannt werden. Details kann man ja auch noch mit den anderen Freiheitskämpfern im Forum austauschen.

    Würde mich freuen später mal ein Update von dir zu lesen!

    Alles Gute für dich,
    VG
    Judge

    1. Danke für Deinen Kommentar. Ein Update behalte ich mal im Hinterkopf, vielleicht in 3-4 Jahren, wenn ich erste Erfahrungen mit dem selbstgewählten Ruhestand habe.

  3. Als Single (ohne fam. Zahlungsverpflichtungen) mit diesem Vermögen im Hintergrund und gesetzlichen Rentenzahlungen ab 64 hätte ich keine Bedenken ohne Job, auskömmlich leben zu können. Das liquide Vermögen in dividendenstarke Qualitätsaktien umschichten und den Rest bis zu den Renten ggf. durch Entnahme aufstocken. Die Riesterzahlungen einstellen, die Krankenversicherung sollte überschaubar sein.
    Christian von Bergfahrten (ggf. googeln) lebt es in etwa gleichem Alter seit einigen Jahren vor, dass es geht. In seinem Blog legt es seine Vermögenswerte sowie seine Einnahmen und Ausgaben auf den Euro genau offen dar.

    Viel Erfolg bei der Planung des Ausstiegs!

    1. Hoppala, jetzt ist das Etikett “Millionär von nebenan” belegt 🙁
      Glückwunsch, Paule!

      Es ist die Frage, ob einer, der sich beruflich “voll reingehängt” hat, einfach so mir nichts, dir nichts, den Job hinschmeißen sollte. Finanziell wäre das kein Problem: Da hat der Paule ausgesorgt. Fragt sich halt, ob er mit der freien Zeit glücklich wird, gerade dann, wenn einer von 100% Arbeitsleistung (oder mehr) auf 0% Arbeitsleistung gehen will. Die freie Zeit will sinnvoll gefüllt sein.

      Ich kenne da einen, der sich schon vor über 20 Jahren den Freitag freigekauft hat, also auf 80% Teilzeit gegangen ist. Der genießt die freie Zeit, das verlängerte Wochenende noch immer jeden Freitag neu. Allerdings betrachtet seine Frau ihn mit Stirnrunzeln: “Du tust ja nix! Willst Du die Zeit denn immer nur totschlagen?”

      Auch er könnte, wenn er wollte, jederzeit nach Hause gehen, aber noch zögert er. Daß er den Freitag frei hat, daran haben sie sich in der Arbeit gewöhnt, zumals das in seiner Firma in den letzten Jahren gerade auch unter Männern ziemlich populär geworden ist. Aber weiter zu reduzieren würde wohl nicht gut funktionieren.

      Man sollte nicht vergessen: Arbeit strukturiert die Zeit und sorgt auch für ein Mindestmaß an Sozialkontakten. Gerade als Single sollte man das nicht gering oder unterschätzen.

      1. Danke für Deine Kommentare. Was Du hier schreibst sind durchaus valide Argumente, über die man nachdenken sollte, was ich glaube auch hinreichend getan habe.
        Und für mich und meine weitere Lebensplanung sehe ich einfach einen etwas früheren Komplettausstieg im Vergleich zu einer wöchentlichen Arbeitszeitreduzierung als sinnvoller an. Wenn ich die Möglichkeit hätte, statt einer 20% Reduzierung der Wochenarbeitzeit eine 20% Reduzierung der Jahresarbeitszeit zu machen und damit 2.5 Monate zusätzlichen Urlaub zu haben, wäre das für mich eine interessante Option, ist aber bei meinem Arbeitgeber so nicht machbar.

        1. Hallo Paule,

          bist Du denn ein Urlaubsmensch? Du schreibst im Interview, daß Du Deine Zeit mit Reisen und Aufenthalten im Ausland verbringen willst. Wenn Du Dir das als Lebensinhalt vorstellen kannst, ist das gut. Hast Du das denn schon einmal ausprobiert? Hast Du mal einen richtig langen Urlaub gemacht? Meine Sache wäre das nicht. Die Menschen sind halt verschieden.

          Eins ist klar: Urlaub kostet mit Sicherheit mehr Geld als das Leben zuhause 🙂

          Die gesetzliche Rente frühestmöglich in Anspruch zu nehmen, ist eine gute Idee, und zwar deswegen, weil sie eben eine “Rente” ist, also eine feste monatliche Zahlung, die auch dann kommt, wenn Dein Depot mal krachen sollte. Aktuell kostet die frühestmögliche Inanspruchnahme 10,8% der Rentenhöhe, das ist trotzdem eine gute Idee für Dich (was ich hier nicht vertiefen kann).

          Du schreibst, man habe Deine Abteilung aufgelöst, somit stehen für Dich ohnehin berufliche Änderungen ins Haus, die ich hier nicht abschätzen kann. Wenn ein langer Urlaub Dein Herzenswunsch ist, könntest Du (wenn die Pandemie dann vorbei ist) versuchen, Dir 3 Monate unbezahlt freizunehmen (leisten kannst Du Dir das ja allemal) und in dieser Zeit z.B. eine Weltreise machen, so Du das willst. Hinterher weißt Du dann wenigstens, ob Dir das Reisedasein geschmeckt hat (und was die Reise gekostet hat).

          Wenn die Abteilung aufgelöst ist, könnte man natürlich auch an ein frühzeitiges Ausscheiden gegen Abfindung denken; man könnte auch daran denken, Arbeitslosengeld zu beanspruchen, wenn man schon jahrzehntelang “eingezahlt” hat.

          Ich selber werde nicht vorher aufhören, obwohl ich es finanziell schon lange könnte. Ich habe da jemandin an der Hand, die noch viel weniger aufhören will als ich, und Urlaub macht mit ihr doch erheblich mehr Spaß als ohne sie.

    2. Danke für Deinen Kommentar und den Hinweis auf den Blog. Nach etwas Lektüre dort muss ich aber sagen, dass ich mich in der Vorgehensweise des Bloggers nicht wirklich wiederfinde und deshalb den Blog – bewusst betont für mich persönlich, nicht im allgemeinen – als nicht so sehr hhilfreich ansehe.

  4. Tolle Geschichte, tolles Interview. Herzlichen Glückwunsch zur Million. Das gefällt mir richtig gut.
    Ein sehr angenehmer Gegenpol zu dem “in-Deutschland-kann-man-nichts-mehr-werden”-Geweine, das zumndest nach meinem Empfinden immer mehr um sich greift. Man muss halt auch was dafür tun, wie man hier sieht.

    Ich wünsche viel Erfolg beim Ausstieg aus dem Job, alles Gute und ein gutes Händchen an der Börse.

    Eine Frage am Schluss: kannst Du etwas zum “vermögensverwalteten Multi-Asset-Fond” sagen?

    1. Danke für Deinen Kommentar und die guten Wünsche.
      Zum Deiner Frage:
      Es handelt sich um den Flossbach von Storch Multiple Opportunities (A0M430).
      Ich sehe den Fonds durchaus als solides Produkt an und hatte bis ich vor etwa 5 Jahren die Welt der ETFs für mich entdeckt habe eine noch wesentlich grössere Position in diesem Fonds. Allerdings hat er halt einfach im Vergleich zu einem selbst über ETFs aufgebauten Portfolio eine massiv schlechtere Gebührenstruktur, die sich vor allem in Phasen steigender Märkte durch die Performance Fee negativ bemerkbar macht.
      Das Interview stammt ja vom Mai, inzwischen gibt es den Fonds in meinem Deport nicht mehr. Das war sozusagen die vorerst letzte geplante grössere Änderung am Depot.

  5. Hallo Paule, danke für für deine Einblicke und Gratulation zu dem Vermögenwert. Mich würde interessieren, wenn es dir nicht zu privat ist.

    War das single sein deine aktive Entscheidung und wenn ja wie siehst du es heute. Mir ist bewusst,dass man Familienleben nicht planen kann,aus meinem Umfeld entscheiden sich jedoch viele gegen Kinder und für Karriere. Die Frage ist nur, ob man es spätestens im Alter dann bereut.

    VG

    1. Danke für Deinen Kommentar.
      Das Single sein war keine aktive Entscheidung, sondern hat sich eher so ergeben, prinzipiell bin ich das Thema eher “neutral” angegangen.
      Aber nachdem ich im Laufe der Zeit in meinem privaten und beruflichen Umfeld gefühlt immer mehr Beziehungen erlebt habe, in denen ich eher nicht hätte sein wollen, bin ich derzeit sehr zufrieden so wie es ist, denn es eröffnet auch Möglichkeiten, die es sonst so nicht gäbe. Was aber, wie Du richtig anmerkst, im Alter durchaus wieder anderst aussehen könnte.

  6. Danke für das Interview Paule und herzlichen Glückwunsch zu Deiner Leistung. Du gibst ein anschauliches Beispiel, wie sich die beharrliche Kombination aus Leistung, bewusstem Konsumverhalten und cleverer Geldanlage über die Zeit in der Vermögenshöhe auszahlt. Hut ab, wie Du das in der Vergangenheit konsequent durchgezogen hast.
    Wenn ich den Text richtig verstehe geht es Dir hier nicht um die Frage, ob und wann Du den Ausstieg aus dem aktuellen Job machen sollst oder was dann inhaltlich danach kommt (das kannst Du für Dich sowieso am besten beurteilen), sondern es geht Dir um Fragen zur Entnahme- und Aufzehrstrategie im Ruhestand.
    Neben den hier schon genannten Seiten kann ich noch die Seite vom Privatier empfehlen, der sich insb. mit wichtigen finanz-/steuer-/versicherungstechnischen Fragen während der Übergangszeit zwischen Jobausstieg und Beginn der Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung beschäftigt.
    Ansonsten bin ich selber gespannt, was Deine Gedanken und Ideen zur Entnahme- und Aufzehrstrategie sind und freue mich auf Deinen angekündigten Forumsbeitrag.
    Mir selber fehlt in den Strategien oft die Flexibilität und Ganzheitlichkeit.
    Beispiel 1 Immobilien: Insb. für Vermieter die sich viel selber kümmern ist die Frage, wie lange man das machen kann (Lebensmittelpunkt, Gesundheit) und generell ist die Frage, ob wir derzeit nicht super Zeiten haben, um mit Betongold groß Kasse zu machen und dann für die Entnahme in eine andere Assetklasse umzuschichten. Das Ideal vom ewig währenden Liquiditätsstrom durch Mieteinnahmen unterschlägt jedenfalls oft die Risiken, die mit Immobilieninvestments einher gehen.
    Beispiel 2 Entnahmestrategien: Oft super für mich als Excel-Fetischisten beleuchtet, aber ebenso oft mit praxisfernen Annahmen, wie der Anleger denn im Krisenfall reagiert. Wer sein Vermögen überwiegend selbst erschaffen hat wird nicht so dumm sein, seine 4% Aktien-Entnahmestrategie stur ohne Anpassung durch jeden Crash durchzufahren und dem Sequenz of Return Risk ins Messer zu laufen. Ich hätte für sowas einen ausreichenden Puffer an Geldvermögen (Inflation zu berücksichtigen), um in Krisenzeiten das Depot nicht abschmelzen zu müssen.
    Welche Gedanken und Fragen beschäftigtigen Dich so bei dem Thema? Ich freue mich da wie gesagt schon auf Deinen Forumsbeitrag.
    Viele Grüße, Siduva

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar und den Hinweis auf die Internetseite vom Privatier. Ich kenne die Seite schon eine Weile und es ist in der Tat eine sehr gute Quelle für Informationen und Anregungen zu den von Dir genannten Themen.

      Was Deine sonstigen hier genannten Punkte betrifft, deckt sich das erstaunlich gut mit einigen der Gedanken, die mich umtreiben. Ich möchte dazu aber jetzt nicht hier eine Diskussion parallel zum geplanten Frenbeitrag beginnen und dann an mehreren Stellen diskutieren.
      Ich würde mich aber sehr freuen, in dem noch zu eröffnenden Thread von Dir zu lesen.

  7. Hallo Paule, Dein Interview spricht mir aus der Seele. Am 18.09.2028 möchte ich unser gemeinsames Ziel erreicht haben und darf dann hoffentlich als Millionärin von nebenan hier berichten.
    Danke für Deinen Beitrag, welcher mich noch mehr motiviert hat dran zu bleiben.
    Zu den Absprungstrategien kann ich beitragen, dass ich mit Ausnahmen im wesentlichen die Dividendenstrategie verfolge und dazu gemeinsam mit meinem Mann mehrere Depots besitze. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl dafür, ob genug Ertrag entsteht, von dem wir leben können bis zur Rente. Der letzte Check platzt ist nicht ganz das Ziel, aber da wir keine Kinder haben, wollen wir auch keine riesigen Vermögenswerte vererben sondern „verjubeln“.
    Also nochmals DANKE! Ich geb weiter Gas….

  8. Hi Paule, Glückwunsch für dieses Interview und die Million. Ich finde es erfrischend zu lesen, dass es ein alltäglicheres Interview gibt. Mein Input: vielleicht ist es eine Überlegung, die nächsten Jahre Arbeitszeit zu reduzieren und die FIRE Phase ohne Job zu erproben. Außerdem hast du derzeit das Problem, dass ein großes Hobby von dir, das Reisen, noch nicht perfekt möglich ist. Ich finde eine Umstellung von 100 auf 0 etwas krass mit einem festen Datum.

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Deine Meinung zu dem Fix gesetzten Termin kann ich nachvollziehen. Aber zum einen kenne ich mich selbst so gut dass ich weiss, wenn ich mir hier kein klares Goal setzte, ich in dieser Sache auch nicht wirklich vorankommen werde sondern es ein ewiges rumgeeire wird. Zum Anderen ist der Temin ja nicht in Stein gemeisselt, sonderen eher sowas wie eine – auf der Arbeit würde ich es “working assumption” nennen, die aus jetziger Sicht für mich in vielerlei Hinsicht Sinn machen könnte.
      Was das Problem mit Reisen/Corona betrifft hast Du vollkommen Recht. Hier ist jedoch meine verhaltene Erwartung, das sich dieses Thema bis dahin zwar nicht erledigt hat, aber zumindest deutlich entschärft. Sonst wäre es in der Tat ein Grund, das Ganze nochmal zu überdenken bzw. zu verschieben.

  9. Vielen Dank für den Interview und Glückwunsch an den erreichten! An einem Thread würde ich mich sehr interessieren! Bin nach wie vor in Vollzeitarbeit, liebäugele aber mit aufhören in ein paar Jahren – alles theoretisch noch. Es geht immer um SOR und Horizont. Bei mir als mitte 50er die Hauptpunkte: Überbrückung bis zur gesetzliche Rente, eine sichere Entnahme (keine Überlebensrisiko), und die Bereitschaft während der Rente genug auszugeben (reichster Mann auf dem Friedhof Syndrom). Also, wie konservativ oder risikofreudig ich fahren möchte. Die erwähnten Webseiten sind alle super. Fand auch http://howmuchcaniaffordtospendinretirement.blogspot.com/ interessant. Diese konservative These ist zusätzlich eine Lebensversicherung (Annuity) abzuschließen mit garantierter monatlich Zahlung. Es geht darum diesen Festkostenanteil mit festen Einkommen zu paaren. Was übrig ist, kann man ohne Angst zu haben einfach ausgeben. Wenn man ein paar Jahre Cash hat, eine Betriebsrente, Anleihen-ladders oder einfach ein dickes Vermögen (mit niedrigen Kosten) müsste man das ja nicht machen. Alle interessante Vorgehensweisen – all variations of a common theme!

  10. Glückwunsch Paule zum erreichten Erfolg und für die Entscheidung in wenigen Jahren aus dem Berufsleben aussteigen zu wollen. Ich wünsche dir alles Gute dabei!

    Wie hast du es geschafft auf 4.9mio Meilen zu kommen? Mit ein paar Urlaubsflüge im Jahr in der Economy ist das ziemlich wahrscheinlich nicht zu schaffen.

    1. Danke für Deinen Kommentar und die guten Wünsche.

      Bei den 4.9 Mio handelt es sich etwa zur Hälfte um Airlinemeilen und zur Hälfte um Hotelpunkte.
      Ohne jetzt hier zu sehr ins Detail gehen zu können: Ich beschäftige mich schon seit längerem quasi hobbymässig mit der Thematik Nutzung vom Loyalitätsprogrammen und der überwiegende Teil der Meilen und Punkte ist generiert bei guten Deals, geschickter Nutzung von Promos, Preisfehlern der Anbieter, MS mit Kreditkarten, etc.
      Bei den Meilen sind z. B. gefühlt weniger als 5% durch Fliegen mit Revenue Tickets generiert. Mein letzter Langstreckenflug in Economy war 2009, seitdem geht es mit Business oder First, was natürlich auch nur durch genanntes Hobby mit Meilen zu verbraucherfreundlichen Kosten möglich ist.

      1. Hi Paule, das hört sich sehr interessant an. Kannst du dazu ggf ein Thread öffnen und uns tipps geben? Ich denke viele würden sich darüber freuen.

      2. Das klingt sehr interessant, vielleicht magst du uns in einem gesonderten Thread im Forum an deiner Strategie teilhaben lassen?
        Auch ich gratuliere dir zum Erreichten! Tolles Interview! Bin gespannt mehr von dir zu lesen. LG

        1. Hallo Heisenberg, Yakari,

          Es gibt zu dem Thema einiges an Foren und Blogs, wo man recherchieren kann, wobei richtig gute Sachen oft nicht oeffentlich genannt werden.

          Hier einige davon:
          viefliegertreff
          flyertalk
          loyaltylobby
          onemileatatime
          youhavebeenupgraded
          thepointsguy
          liveandletsfly
          pointhacks
          frankfurtflyer
          meilenoptimieren
          reisetopia
          travelwithmassi
          svenblogt

        2. Hi Paule – tolles, inspirierendes Interview! Danke dafür!

          Auch ich habe auch bei den 4,9m Meilen gestutzt. Ich bin seit Jahren selbst hobbymäßig in dem Thema unterwegs, kenne viele der von dir genannten Seiten und hätte mich selbst auch als bewandert tituliert. Zusammen mit meiner Frau bin ich derzeit bei ca. 1m Meilen, aber selbst dieser Stand war “harte Arbeit”.

          Mich würde wie Heisenberg und Yakari auch deine Strategien interessieren, um auf einen solch hohen Saldo zu kommen. Vielleicht schafft es das Thema tatsächlich in einen eigenen Thread.

        3. Hey BonVivant, vielleicht magst du ja so einen Thread eröffnen und uns schon mal an deinen Strategien teilhaben lassen, würde mich freuen und weitere User bestimmt auch… LG

  11. Hi Paule: Ich, Single, Informatiker, Weltreisender, jetzt 64 bin seit einiger Zeit im Ruhestand. Habe u.a. die Ergebnisse meiner Recherchen zu Finanzen im Ruhestand in meinem Blog geteilt: Weltweit im Ruhestand – Infos und Anregungen zu “Im Ruhestand die Welt bereisen” https://weltweitimruhestand.de/
    Da passt einiges auf Deiner Situation. Werde mich gerne an Deinem kommenden Thread hier beteiligen.

  12. Danke für dieses Interview. Es zeigt mir nochmals, dass es möglich ist durch ehrliche Arbeit erfolgreich reich zu werden.
    Ich wünsche der Freiheitsmaschine weiterhin viel Erfolg.

    1. Dass man durch Arbeit reich werden kann, ist eigentlich ganz logisch. Bei einem Nettoeinkommen von 75k als Single, der (für seine Verhältnisse) fast schon frugal lebt ist das locker machbar. Ich persönlich (m,31) verdiene aktuell knapp 33.000€ netto und empfinde das schon als sehr viel Geld, die ein oder andere Gehaltssteigerung kommt bei mir voraussichtlich auch noch.
      Meine Großeltern (Opa gelernter Schlosser, hat Fahrräder repariert, Oma Teilzeit bei Bosch, damals Blaupunkt am Band, geb. um 1930) haben sich ein Haus mit 240m² Wohnfläche gebaut und später noch eine ETW in einer Großstadt zur Altersabsicherung gekauft. Beim Tod der Beiden war noch eine sechsstellige Summe auf dem Konto. Angefangen haben sie mit Null. Sie haben einfach viel gespart, ihr Obst und Gemüse selbst angebaut. Der spätere Gegenwert von ~ 1 Mio.€ am Ende ihres Lebens wurde komplett durch sparen, ohne jegliche Investition (von der ETW, Wert ca. 200k mal ab)erreicht.

    2. @Michael
      Ich frag mich bei deinen Kommentar, ob dieser Ausschließlich aus SEO gründen geschrieben worden ist.

      Deine Profil URL verlinkt auf huettig-rompf, kommentar ist eher Generisch.
      Genauso wie im übrigen hier:
      https://cryptoeinfach.de/kryptoboersen/
      https://bloggingabouttheworld.de/was-sagt-die-inzidenz-aus/
      und viele weitere.

      Ganz ehrlich. Ich würd den Kommentar löschen.
      Und Michael, falls das dein Richtiger Name ist. Such dir mal n richtigen SEO. Penguin und Panda haste vermuttlich mitbekommen. Spammen ist net mehr so das Pralle um ne Domain voran zu bringen

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