Freiheitskämpfer Interview 31 – Der Generalist

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Junge Menschen berichten uns, wie sie aus eigener Kraft vor Ihrem 35.ten Geburtstag ein sechsstelliges Vermögen aufgebauen und dieses Vermögen nun weiter vermehren.

Sie erzählen von Ihren Träumen und Plänen für ein selbstbestimmtes und freies Leben.

Und davon können wir alle etwas mitnehmen.

 

Heute schreibt uns Freiheitskämpfer Der Generalist

Sein bisheriger Lebensweg zeigt, dass es viele Pfade zum persönlichen Ziel gibt und das man mit einer positiven Herangehensweise und klar formulierten Wünschen sehr weit kommt.

Das Interview gibt anderen Menschen Mut auch Neues zu wagen und nicht passiv im alten Trott zu bleiben.

Außerdem erfahrt Ihr hier, wie man trotz nur kleiner Gehaltseinbußen auf knapp 60 Urlaubstage pro Jahr kommt und so ein großes Stück Freiheit auf der Stelle erhält. 😉

Und damit Bühne frei für den Generalisten!

 

 

Lieber Maschinist,
ich lese hier seit einiger Zeit mit und bin großer Fan der immer wieder aufschlussreichen Millionär- und Freiheitskämpfer-Interviews.
Kurz vor meinem 35. Geburtstag möchte ich die Chance nicht verpassen, Teil der aktiven Freiheitskämpfer Community zu werden und ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Viele Grüße,
Der Generalist

 

 

Wie alt bist Du (& der Partner falls vorhanden), wie lange seid Ihr schon zusammen und habt Ihr Kinder?

Ich bin verheiratet, wir sind beide um die 35 Jahre alt und haben eine knapp 2 Jahre alte Tochter. Weitere Kinder sind erst einmal nicht geplant.

 

  • Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Nach einem längeren Aufenthalt im EU-Ausland leben wir seit gut zwei Jahren auf zur Miete am grünen Stadtrand einer deutschen Großstadt.

 

  • Wie sieht Dein bisheriger Lebensweg aus und welche beruflichen wie privaten Erfahrungen hast Du dabei gemacht?
Im Gegensatz zu vielen Bilderbuchkarrieren hier in der Freiheitsmaschine war mein Lebensweg bisher alles andere als geradlinig.
Mit meinem Studium im Ingenieurbereich habe mir 7 Jahre Zeit gelassen. Ich habe Kurse belegt, auf die ich Lust hatte, gerne auch mal in einem anderen Fachbereich, war mehrmals längere Zeit im Ausland und habe als aktives Mitglied einer Studentenorganisation ganz Europa bereist.

 

Freiheitskämpfer Interview Der Generalist Landschaft

 

Nebenbei hatte ich auch noch immer interessante Studi-Jobs und ein Kleingewerbe im IT-Bereich. Ich bin thematisch also „breit aufgestellt“.
Nach dem Abschluss war ich zunächst fachfremd als Generalist gut 5 Jahre in einem Internet-Startup tätig. Alle 1-2 Jahre bin ich auf eine neue spannende Position gewechselt Von Marketing über IT-Projekte bis zu Strategie-Beratung war alles dabei.
Dann habe ich einen kompletten Karriereschwenk hingelegt und bin seit gut zwei Jahren als Lobbyist in einem Industrieverband.
Fokus bei meinem Karriereweg bisher war die Suche nach Abwechslung und spannende Tätigkeiten mit positivem gesellschaftlichem Impact.
Eine Besonderheit: Bisher habe ich immer nur 80-90% Teilzeit gearbeitet, einfach um mehr Zeit für andere Dinge im Leben zu haben. Bisher haben meine Chefs das (wenn Anfangs auch erstaunt) problemlos mitgemacht 😊

 

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles jährliches Nettoeinkommen. Wie hat es sich entwickelt und wie sieht die weitere Entwicklungsmöglichkeit in Deinem Bereich aus?

 

Ich bin mit ca. 22.000€ netto Startup-üblich niedrig eingestiegen, konnte mein Gehalt durch interne Stellenwechsel und Bonusse allerdings verhältnismäßig gut steigern.
Beim jetzigen Arbeitgeber liege ich bei knapp 40.000€ netto bei einer 90%-Stelle. Durch eine anstehende Beförderung sollte es da in den kommenden Monaten noch einen Sprung nach oben geben.
Großkonzern-Benefits wie Betriebsrente & Co gibt es aber leider nicht und auch die Entwicklungsmöglichkeiten sind aufgrund der Größe des AG nach der Beförderung begrenzt. Für den nächsten Karriereschritt in ein paar Jahren muss ich mir also noch etwas überlegen…
Meine Frau verdient etwa genau so viel, arbeitet aber für einen Großkonzern und hat dort zusätzlich die entsprechenden Benefits und Entwicklungschancen.

 

  • Würdest Du Deine / Eure berufliche Tätigkeit anderen Menschen empfehlen, wenn es um die Punkte Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten und persönliche Erfüllung geht und was sind die Gründe dafür?
Die berufliche Orientierung und Weiterentwicklung war bei meinem bisherigen Karrierepfad außerhalb von Großkonzernen und als Generalist ohne klares Profil nicht einfach und erforderte immer wieder eine gehörige Portion Selbstinitiative. Das muss man lieben und ist sicher nichts für jemanden, der eine planbare und verlässliche Karriere sucht. Dafür gibt es viel Abwechslung und spannende, sinnstiftende Aufgaben.
Als Generalist „zwischen den Stühlen“ habe ich die Erfahrung gemacht, dass es oft Aufgaben und Themen gibt, die durch das Standard-Raster fallen und bei denen man sich innerhalb kürzester Zeit zum Experten entwickeln und einen großen Impact erzielen kann. Auch als Lobbyist konnte bereits in kürzester Zeit Expertenstatus in bestimmten Bereichen erzielen und wichtige politische Entscheidungsprozesse mitgestalten.
Unabhängig davon kann ich mein Teilzeit-Light-Modell jedem weiterempfehlen. Ein 90%-Vertrag bedeutet nur geringe Einbußen beim Gehalt, für den Chef ist es nahezu eine Vollzeitstelle mit entsprechenden Karrierechancen, aber die 26 freien Extratage im Jahr schaffen enorme Freiräume. Die habe ich z.B. genutzt, um mich auf eigene Initiative weiterzubilden und auf meinen Karriereschwenk vorzubereiten oder jetzt, um mich besser um den Nachwuchs zu kümmern.
Meine Frau hat sich das Konzept von mir vor einiger Zeit abgeschaut und ist auch sehr glücklich mit der gewonnenen Zeit für andere Dinge.

 

  • Wie hoch sind Deine / Eure aktuellen jährlichen Ausgaben und in welchen Bereichen schränkst Du Dich ein, um eigenes Vermögen aufzubauen?
Wir verfolgen beide die Philosophie, die Mr. Money Moustache und auch einige hier in der Freiheitsmaschine sehr gut beschreiben. Wir haben viel von unserem studentischen Leben beibehalten und keine hohen Konsumausgaben, ohne uns davon eingeschränkt zu fühlen.
Mit Freunden Kochen finden wir besser als Sterne-Restaurants und im Urlaub bevorzugen wir die Ferienwohnung vor dem Luxusresort.
Ein Haushaltsbuch führen wir nicht. Anstatt dessen achten wir einfach darauf, dass jede Ausgabe sinnvoll ist und am Ende ist noch immer genug Geld übrig geblieben 😉

 

Unsere gemeinschaftlichen monatlichen Ausgaben:
–       Wohnung inkl. NK, Internet usw.: 1250€
–       Lebensmittel / Drogerie: 500€
–       Kita: 100€
–       Versicherungen: 100€ (hauptsächlich meine BU)
–       Seit kurzen ein Auto 350€ (150€ Leasingrate + Versicherung etc.)
Dazu kommen einige Urlaube und Reisen, da unsere Freunde und Verwandten in Europa und auf der ganzen Welt verstreut sind. Allerdings ist bei uns ständig etwas im Wandel und kein Jahr/Monat gleicht dem anderen (Hochzeit, Umzug, Kind…).
Bisher sind bei mir aber immer 40-60% des Einkommens am Ende des Jahres als Sparquote übergeblieben.

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles Vermögen, wie hast Du es investiert und was möchtest Du in Zukunft dabei noch besser machen?
Beim Investieren drehen wir beide (noch) unser eigenes Ding. Daher hier nur einen Überblick über „meinen“ Anteil:
Gestartet bin ich nach dem Studium mit rund 40.000€ Ersparnissen und weiteren 20.000€ aus einer kleineren Erbschaft. Bis dahin war mein Interesse in Geldanlage = 0 und das Geld lag auf dem Tagesgeldkonto und in teuren Investmentfonds, die meinen Eltern damals in der örtlichen Sparkasse aufgequatscht wurden (ich war noch minderjährig).
Allerdings trudelten bald die ersten Gehaltszahlungen ein und ich fing an, mir etwas mehr Gedanken zum Thema Geld zu machen.
In der Zeit bin ich auf das Blog von Mr. Money Moustache gestoßen und habe begonnen, das Geld Schritt für Schritt ganz unspektakulär in breit gestreute ETFs anzulegen.
Mit 29 habe ich die 100.000€-Schwelle geknackt und mittlerweile liege ich, auch dank der guten Kursentwicklung, bei gut 230.000€. Davon rund 200.000€ in ETFs (S&P 500 etc.), der Rest Tagesgeld. Momentan bespare ich meine Aktiendepots der Einfachheit halber nur noch einen einzigen Vanguard All-World-ETF.

 

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Natürlich hätte ich deutlich eher anfangen sollen, mich ums Investieren zu kümmern, anstatt das Geld auf dem Tagesgeldkonto zu parken. Aber besser spät als nie, und bisher bin ich zufrieden mit meiner langweiligen Investment-Strategie. Auch den Corona-Einbruch habe ich mental gut überstanden bzw. sogar das Glück gehabt, am absoluten Tiefpunkt zufällig eine größere Summe zu investieren.
Ich will erst einmal genau so langweilig weitermachen wie bisher, bin aber offen für Eure Ideen 😊

 

  • Hast Du ein bestimmtes Vermögensziel?
Die magische Summe X kann ich nicht genau beziffern. Mein Ziel ist einfach, immer unabhängiger vom regelmäßigen Erwerbsleben zu werden und ohne Existenzängste mal (wieder) etwas Neues zu probieren, ein Sabbatical einlegen zu können und nicht bis 67 auf einen Vollzeit-Job angewiesen zu sein. Frugalist Oliver hat das Konzept einmal ziemlich gut beschrieben.

 

  • Welche weiteren Lebensziele hast Du. Wo und wie möchtest Du Leben und was treibt Dich aktuell besonders an?
Durch die Geburt unserer Tochter hat auf jeden Fall das Familienleben an Bedeutung gewonnen. Ich kann mir daher gut vorstellen, in den kommenden Jahren dafür meine Stunden zu weiter zu reduzieren. Außerdem möchten wir vor ihrer Einschulung gerne ein Sabbatical einlegen. Das lässt sich mit einem finanziellen Polster wesentlich entspannter angehen und wäre auch ein guter Zeitpunkt für eine weitere berufliche Umorientierung und vielleicht einen Sprung in die Selbstständigkeit.
Mit finanzieller Unabhängigkeit verbinde ich auch, flexibler zu werden, was den Wohnort angeht. Als Akademiker-Paar zwei anspruchsvolle Karrieren als Angestellte unter einen Hut zu bringen, ist in der Regel entweder auf Metropolregionen beschränkt oder mit viel Pendelei verbunden. Ich habe in letzter Zeit das Segeln für mich entdeckt und wir können uns gut vorstellen, irgendwo ans Wasser zu ziehen. Ein entspannter Teilzeit-Job oder ein Liebhaber-Business würde mir dann völlig reichen, damit auch noch Zeit fürs Segeln bleibt 😊

 

  • Was sagt Dein Umfeld generell zu Deinen Plänen und wirst Du dabei unterstützt?
Ich war Pionier in meinem Umfeld, aber konnte meine Frau mit Hilfe entsprechender Lese-Tipps schnell begeistern. Enge Familie und einige wenige Freunde sind zunehmend offen für das Thema und kennen daher die Pläne mehr oder weniger, verfolgen es aber selbst nicht mit derselben Konsequenz.

 

  • Gibt es noch etwas, dass Du den anderen Freiheitskämpfern mitgeben willst?
Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich viele Lebensziele und Stationen auf dem Weg in die finanzielle Freiheit erstaunlich schnell erreichen lassen.
Wir haben Heirat, Umzug in ein anderes Land, radikaler Jobwechsel und Familiengründung innerhalb von zwei Jahren gemeistert während sich Freunde seit 10 Jahren über ihre Wohnsituation beklagen.
Dinge, die man verändern möchte, sollte man nicht aufschieben, sondern sofort und konsequent anpacken. Ein bisschen Glück gehört auch dazu, aber dem kann man nachhelfen, indem man flexibel und mutig genug ist, Chancen zu nutzen, die sich auf dem Weg spontan ergeben.

 

Freiheitskämpfer Interview Der Generalist Kamele Wüste

 

Das war das Freiheitskämpfer Interview mit dem Generalisten

 

Vielen Dank für Deine Teilnahme und herzlichen Glückwunsch zum erreichten Vermögen!

Beeindruckt haben mich beim Lesen besonders Deine Flexibilität Deinem Leben eine neue Wendung zu geben. Außerdem ist das „90%“ Arbeitsmodell super, wenn der Arbeitgeber wie bei euch beiden akzeptiert, dass die reduzierte Arbeitszeit in das Urlaubskontingent gehen kann.

 

Und jetzt Ihr

Welche Fragen oder auch Ratschläge habt Ihr an den Generalisten, schreibt dazu gerne im Kommentarbereich.

Außerdem mach auch Du mit bei den beiden Interviewreihen der Freiheitskämpfer oder den Millionär Interviews.

Schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und sei dabei.

Neben dem Fakt den anderen hier etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback für Deinen weiteren Weg nutzen.

Ich garantiere allen Teilnehmern dabei absolute Anonymität.

Und bei der großen Freiheitskämpfer Community sind natürlich alle Menschen eingeladen, die Ihr Leben verbessern und neue Dinge lernen möchten.

Gib Gas mit der Freiheitsmaschine und mach Dein Leben zu einem wunderbaren Abenteuer.

5 thoughts on “Freiheitskämpfer Interview 31 – Der Generalist”

  1. Hi Generalist,

    vielen Dank für das interessante Interview. Ich finde es spannend, dass es nicht immer eine geradlinige Karriere sein muss, sondern dass man mit dem entsprechenden Mut auch andere Wege einschlagen kann.

    Das Teilzeitmodell mit mehr Urlaubstagen ist dabei ein Aspekt, der mich besonders anspricht.

    Magst du deine Lese-Tipps zu diesem Thema hier teilen?

    Gab es bei deiner Frau Hindernisse im Großkonzern, als Sie das für sich ebenfalls umgesetzt hat? (Ich habe das Gefühl, dass es bei mir nicht so einfach geht, aber vielleicht denke ich das auch nur und in Wirklichkeit geht es relativ problemlos?!?)

    1. Nun, es handelt sich hier nicht um offizielle Urlaubstage, sondern “nur” um einen freien Tag jede Woche bzw. jede zweite Woche, den ich je nachdem was anliegt ziemlich frei verschieben kann. Das deckt dann aber so ziemlich alle langen Wochenenden und anderen Kleinkram ab sodass die 30 Urlaubstage vollständig für mehrere mehrwöchige Urlaube zur Verfügung stehen. Ein paar Tage sammeln, um z.B. für eine Woche ein externes Beratungsprojekt anzunehmen waren aber auch schon drin.

      Ein paar Tipps:

      • “Ich habe das Gefühl, dass es bei mir nicht so einfach geht” habe ich schon von vielen gehört 😉 Wie wär’s einfach mal den Chef fragen und das Thema auf Augenhöhe zu besprechen? Macht offenbar fast niemand und ist wahrscheinlich oft einfacher, als man es sich vorstellt. Was soll (außer einer Ablehnung) auch groß passieren?
      • Das ganze erstmal temporär anbieten (6-12 Monate) um zu schauen, ob es sich bewährt
      • Dem Chef eine gute Balance bei der Flexibilität vermitteln: Ob gutes Segelwetter oder ein wichtiges Meeting – der freie Tag kann spontan verschoben werden

      Während das Recht auf Teilzeit bei Großkonzernen wahrscheinlich sogar einfacher durchzusetzen ist, muss man für die Flexibilität ggf. etwas kreativer werden, um in das mehr oder weniger starre Arbeitszeitkonzept des Konzerns zu passen. Bei meiner Frau klappt das dank Homeoffice, entspanntem Chef und Stundenkonto allerdings problemlos.

  2. Danke Generalist noch einmal für das Interview!

    Das Ihr beide diese 80-90% Arbeitszeitregel für ganze und dann noch verschiebbare Tage nutzen könnt, ist eine tolle Sache!

    Bei meinem Arbeitgeber schaffen es die meisten Teilzeitangestellten nicht, eine solche Regel auszuhandeln und die viele Modelle dort sind “nur” eine tägliche Arbeitszeitverkürzung (in die dann beobachtungsweise eher mehr Leistung in weniger Zeit hinengepackt werden muss).

    Ein Kollege, der das Modell schon relativ früh so gefahren ist (weil er wegen früher Scheidung, seine Kinder betreut hat) hat sich damit in seinem (anscheinend altmodisch geführten) Unternehmensbereich dadurch noch für andere einfach zu erreichende Gehaltsstufen blockiert und nun nachdem seine Kinder eigenständiger sind, kommt er dort nicht mehr hin (und der Grund dafür wurde Ihm von seinen Vorgesetzten schon oft “aufs Brot geschmiert”.

    Ich habe das Thema deshalb bisher immer eher nachteilhaft gesehen und eher dazu geraten sich die Freiheiten in einem Unternehmen durch den Wechsel in einen Bereich mit vielen zeitlichen und thematischen Freiheiten bei vollen Gehalts- und Aufstiegspotential zu schaffen (bis man dann finanziell und thematisch an einer Stelle ist, an der Einkommen und weitere Karriereschritte keine große Rolle mehr spielen.

    Ihr zeigt, dass es auch anders laufen kann. Das heißt meine Denke (und / oder mein Unternehmen) veralten an dieser Stelle gerade und es ist Zeit das neu zu betrachten. 😉

    Schönen Tag!

  3. Ich hätte auch eine Frage: ein nicht unerheblicher Teil des Vermögens i.H.v. 40.000€ (Ersparnisse) war schon nach dem Studium vorhanden. Ich selbst habe nach der Schule zunächst Zivildienst geleistet, dann eine Ausbildung gemacht und während des Studiums als Werkstudent gearbeitet und Pizza ausgefahren.
    Trotzdem habe ich “gerade einmal” knapp 10.000€ ansparen können in diesen 8 Jahren (und hatte das Gefühl, dass ich damit schon deutlich mehr spare als die meisten anderen; viele sogar mit KfW- oder BaföG-Schulden).

    Daher meine Frage: wie hast du es denn geschafft, in dem Lebensabschnitt vor dem ersten “richtigen” Gehalt zu so viel Geld zu kommen? Diese 40.000€ allein wären – in den 10er Jahren breit gestreut angelegt – ja von allein schon auf über 100k€ angewachsen.

    1. Relativ hohe Einnahmen gepaart mit relativ niedrigen Ausgaben. Wenn auch nicht optimal angelegt gab es natürlich immerhin ein wenig Zinsen. Das hat sich dann über die Jahre irgendwie angehäuft…

      Bereits mit 16 Jahren hatte ich (größtenteils “passives”) Einkommen aus einer Website und gelegentliche Programmierjobs. Beim Studium die meiste Zeit zusätzlich einen (eher gut bezahlten) Nebenjob 8-12h/Woche.

      Demgegenüber standen Lebenskosten von nur ca. 500€/Monat in einer kleinen, nicht allzu hippen Studentenstadt, die ich knapp mit Kindergeld + Taschengeld von den Eltern bestreiten konnte.

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