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Familie Robis Weg in die Unabhängigkeit

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(@adolar)
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Freiheitskämpfer Plus
 

Veröffentlicht von: @robi
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Veröffentlicht von: @adolar
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Geld im Hintergrund sorgt für Sicherheit, selbst wenn man es akut nicht braucht.

Ja, das Depot und die abbezahlte Immobilie geben eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit.

Die Kühlschränke kamen zusammen auf knapp 2t €. Das schlägt relativ zum Gesamtvermögen gesehen natürlich nicht groß ins Gewicht, es ist letzten Endes "nur" eine halbe Sparquote. Aber es fühlt sich für mich (zum Glück) nach wie vor noch nach viel Geld an.

Ich kann das verstehen. Wenn ich 1000 € ausgeben muß, erscheint es mir ja auch immer noch viel. 

Bezogen auf meine regelmäßigen Einkünfte ist das auch viel - aber nicht bezogen aufs Depot. Wenn ich 100 € unnötig ausgebe, ärgert mich das noch immer - das Depot schwankt Tag für Tag um ein Vielfaches dessen. 

Veröffentlicht von: @robi
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Der Schmuckverkauf war in etwa eine Sparrate und war deutlich unter Einkaufspreis. Aber egal, jetzt ist das Zeug weg.

Dein größter Vermögenswert ist Deine Frau, die zusammen mit Dir am gleichen Ende der gleichen Strippe zieht. Smile

Veröffentlicht von: @robi
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"Festgeld" ist die falsche Bezeichnung, werde die Position bei der nächsten Vermögensaufstellung umbenennen. Das Geld liegt zum Teil sofort verfügbar auf dem Tagesgeldkonto von der DKB (bei aktuell 1% Zins), der Rest ist in einem Geldmark-ETF (bei 2% Zins). Da auch mein Girokonto bei der DKB, ist komme ich sofort an das Tagesgeld ran. Das Geld im ETF dauert (vermutlich) etwas länger. Habe ich noch nicht ausprobiert zu verkaufen.

Klar verschenken wir hier etwas Rendite, aber der Anteil im Gesamtportfolio ist mit unter 10% für mich nicht zu hoch. Deutlich mehr als 10% werden es auch nicht werden.

Der Geldmarktfonds (z.B. DBX0AN, bringt aktuell etwa 2,4%) ist ein ganz normales Wertpapier. Wenn Du den verkaufst, wird der Verkaufserlös 2 Tage später wertgestellt. Aber das sollte bei größeren Ausgaben kein Problem sein, da müssen einige Tage Verzögerung immer drin sein. Ich weiß momentan nicht, ob mein Konto bei Scalable Capital Echtzeitüberweisungen annimmt. Das ist aber eine neuzeitliche Entwicklung. Bis vor einem Jahr oder so gab es das in Deutschland nicht. Ich habe mir bei Scalable Capital einen Kreditrahmen einräumen lassen. Somit konnte ich spontan kaufen und gleichzeitig das Geld vom Girokonto umbuchen (das dann einen Tag brauchte, bis es ankam). Den Kauf bezahlen mußte ich zwei Tage nach der Verfügung, somit hat das keine Zinsen gekostet. Aber die Depotbank hätte mich ohne Kreditrahmen das Papier nicht kaufen lassen, solange das Geld nicht da ist. 

Meine Barreserve ist vielleicht 10.000 €, da kümmert mich der Zins wenig. Bei Dir sind es jetzt schon 65 T€ - und Du willst das ausbauen. Da macht der Zins einige hundert Euro im Jahr Unterschied. Da kann man dann schon schauen, wo man einen guten Zins bekommt. 

Was ich gegen Festgeld habe, habe ich oben schon geschrieben: Da brauchst Du Geld, Du hast auch Geld, aber das liegt noch 2 Jahre fest, da kommst Du nicht dran. Das bringt es in meinen Augen nicht. 

Ich habe meine Barreserve aktuell auf einem Girokonto bei der BBVA. Die hat im letzten Jahr 12 Monate lang 3% Zinsen geboten; aktuell sind es gute 2,5%. Das geht als ordentlicher Tagesgeldzins durch. Das Konto ist ein normales Girokonto, ich nutze es aber nur als Tagesgeldkonto. Ist eine spanische Bank mit spanischer Einlagensicherung. Manche Leute haben damit Probleme, ich nicht. 

Ein Wort noch zum Vermögensmix. Die Leute kaprizieren sich immer auf bestimmte Prozentzahlen in ihrem frei verfügbaren Vermögen. Die sagen etwa: "Ich will ein ausgewogenes Portfolio mit 50% "Sicherheitsbausteinen" (also Festverzinslichen) und 50% "Renditebausteinen" (also Aktien)." Mit dieser Ansicht unterschlagen sie nennenswerte Teile ihres Vermögens. In Deinem Fall ist das das bezahlte Haus (das Dir ein wohnkostenarmes Wohnen sichert, das ist somit der "Zins", der Kapitalertrag Deines selbstbewohnten Hauses). Dazu kommt auch noch jetzt Deine bzw. Eure Berufstätigkeit, später mal das Alterseinkommen. Zu einer vollständigen Privatbilanz gehört beides dazu. 

Bei Dir decken die Erwerbseinkommen den Lebensunterhalt mehr als nur ab, das wird auch im Ruhestand so sein (der bei Dir noch sehr lange hin ist). Das heißt: Du bist auf Kapitalerträge oder Kapitalverzehr nicht angewiesen. Du kannst Dein Depot völlig außer Betracht lassen, es ändert Dein Leben nicht. Wenn irgendwann mal ein Crash kommt (Und er wird irgendwann kommen!), dann kannst Du ihn aussitzen und in aller Ruhe abwarten, bis sich Dein Depot erholt. 

Das wäre beispielsweise bei einem Selbständigen anders, der seine Altersversorgung auf Lücke gesetzt hat und in seinem Alter nur vom Depot lebt und herunterlebt. Den würde ein Börsencrash treffen. Er braucht daher in seinem Depot einen "Sicherheitsbaustein". Er sollte einen Teil seines Vermögens in Renten anlegen.

Du brauchst das eigentlich nicht, weil Haus, Erwerbseinkommen jetzt und Renteneinkommen später genügend Sicherheit bieten. Bei mir ist das sinngemäß ähnlich, aus dieser Überlegung heraus habe ich keine Festverzinslichen im Depot.

Veröffentlicht von: @robi
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Veröffentlicht von: @adolar
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Bei Kollegen, die sich auf halbe Tage eingelassen habe, habe ich erlebt, daß sie nach dem halben Tag nicht rechtzeitig aus der Firma gekommen sind.

Bei mir gibt es die Gefahr nicht, da ich stemple und meine Stunden 1:1 angerechnet bekomme.

Wenn ich zu viele Stunden habe feiere ich sie einfach mit Gleittagen ab.

Meine Frau, die in einer anderen Branche tätig ist, stempelt leider nicht. Sie notiert sich aber ihre Stunden und schaut, dass sie nicht zu viel arbeitet.

Ich berichte von meinen eigenen Erfahrungen. Die Sachlage mag bei Dir anders sein. 

Mir war der komplett freie Tag zentral wichtig, deswegen habe ich das in die Teilzeitvereinbarung schreiben lassen. Wenige Jahre später hat der Chef gewechselt, der neue wollte, daß ich Donnerstag und Freitag immer vormittags da bin, also zwei halbe Tage. Das konnte ich aber abbügeln, weil ich es vorher anders vereinbart hatte.

Eine andere Teilzeitkraft wollte aus familiären Gründen halbtags vormittags arbeiten, hat das aber nicht festgeschrieben. Der neue Chef hat dann halbe Tage nachmittags angeordnet, wogegen sie die Betreffende nicht wehren konnte.

In manchen Firmen gibt es eine ungute Anwesenheitskultur. Wer Vollzeit arbeitet, kommt mit den anderen und geht mit den anderen. Wer Teilzeit arbeitet, wird oftmals als Verfügungsmasse gesehen. 

Ich kann in meinem Beruf meine Leistung nur bei Anwesenheit erbringen, das vielgenannte Problem, daß man einem Teilzeitarbeiter für 80% Anwesenheit 80% Geld bezahlt, aber 100% Aufgaben zuweist, hatte ich nicht. Das könnte bei Dir anders sein, da mußt Du aufpassen. 

Veröffentlicht von: @robi
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Wir haben unseren ersten Lohnzettel [nach Beginn der Teilzeit] noch nicht bekommen, aber ich rechne in Summe mit etwa 2000 Euro weniger netto.

Was Deinen Lohnzettel anlangt, könntest Du einfach noch 2 Wochen warten, dann weißt Du, was draufsteht Smile Wahlweise ruf einen Brutto-Netto-Rechner auf, beispielsweise den hier:

https://www.handelsblatt.com/brutto-netto-rechner/

Ihr beide (Du und Deine Frau) verdient etwa ähnlich, so daß das Splitting keinen großen Unterschied macht, also dürfte das Ergebnis bei beiden einigermaßen hinhauen. 

Bei mir waren damals 20% weniger Bruttoeinkommen 13% weniger Nettoeinkommen. Wenn man weniger verdient, geht die Progression rückwärts.

Für mich war die Teilzeit so gesehen die größte Ausgabe meines Lebens (Streng genommen war es keine Ausgabe, sondern eine Einkommensminderung). Ich würde das aber immer wieder so machen.

Smile

 


 
Veröffentlicht : 21. Oktober 2026 00:03
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