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Währungsreform?  

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Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber

Hier ein Scenario beschreiben von Helmut (Ehemaliger UBS Mitarbeiter) von Instagram.
Sein Content auf Instergram besitzt das Prädikat lesenswert. 
Was haltet ihr von dem Scenario? 

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Zitat
Veröffentlicht : 24. April 2020 12:01
Wupp, Judge Dredd und Maschinist mögen das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Prima, in Szenarien zu denken!

 

Nach meiner Einschätzung braucht man keine Währungsreform, da durch Ende der Golddeckung die Währungsmenge wie auch der Umgang mit der Staatsverschuldung relativ frei handelbar ist.

Die westlichen Demokratien können sich aktuell fast unbegrenzt verschulden und die Zentralbanken kaufen diese Schulden einfach auf (und neutralisieren sie damit):

https://markets.businessinsider.com/news/stocks/central-banks-buy-trillion-financial-assets-g7-march-federal-reserve-2020-4-1029113160

 

Diese aufgekauften Staatsschulden bestehen damit effektiv gar nicht mehr, da die Zentralbanken diesen aufgekauften Schuldenanteil nach Übereinkunft mit den einzelnen Ländern irgendwann einfach erlassen könnten, wenn die Zinsbelastung zu groß wird.

 

Japan hat z.B. eine offizielle Staatsverschuldung von ca. 250% des GDP:

https://commodity.com/debt-clock/japan/

In Wirklichkeit bestehen davon ca. 50% schon gar nicht mehr, da die Hälfte dieses Schuldenanteils von der Bank of Japan aufgekauft wurde:

https://www.japanmacroadvisors.com/page/category/bank-of-japan/boj-balance-sheet/

 

Der Euroraum bewegt sich mit der EZB ja in ähnliche Richtung und aufgrund der sinkenden Geldumlaufgeschwindigkeit in den letzten Jahren hat sich das bisher nicht in höherer Inflation nieder geschlagen.

Das wird sich irgendwann wahrscheinlich ändern und dann gibt es halt einige Zeit höhere Inflationsraten. Trotzdem ist der Schaden nach meiner Einschätzung bei diesem Vorgehen viel kleiner als mit einem Währungsschnitt die Bürger zu verunsichern. Solange das Vertrauen in eine Währung nicht komplett verloren geht (wie in Deutschland nach WK1 und WK2) gibt es für eine Währungsreform nach meiner Meinung keinen Grund.

 

Den US-Dollar gibt es zum Beispiel seit mehr als 200 Jahren und selbst die ersten Münzen und Noten des Greenbacks sind heute noch offizielles Zahlungsmittel. Der Wert eines US-Dollar aus dem Jahr 1900 ist aufgrund von Inflation mittlerweile auf weniger als 4% seine Ursprungswertes gefallen. Trotzdem gibt es null Probleme damit und jeder, der sein Vermögen investiert und nicht als Bargeld herum liegen hat, ist glücklich.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. April 2020 13:26
Wupp und Judge Dredd mögen das
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Silber

 Währungsreformen hatten in Deutschland ja neben dem allgemeinen Staatsbankrott vor allem ja auch die kriegsbedingten  Zerstörung als Hauptursachen. Und da politische Entscheidungsträger ja nur sehr ungern unliebsame Maßnahmen umsetzen, ist so ein radikaler Schritt aus meiner Sicht sehr unwahrscheinlich. Aber selbst wenn dem so wäre, wären für Freiheitskämpfer ja ohnehin "nur" die Cashreserve betroffen. Ob an dem Unternehmensanteil oder der vermieteten Immobilie  dann Euro oder Währung X  als Preisschild dranhängt ist ja nur sekundär, der Sachwert an sich und der dahinter liegende  Cashflow ist davon ja nicht betroffen.

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. April 2020 14:41
Wupp mag das
Wupp
 Wupp
(@wupp)
Aktiver Freiheitskämpfer

Mit Aktien geht die Party nie zu Ende.....wer TINA kennt weiss was zu tun ist ? 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. April 2020 23:33
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber

Ich nehme diesen Thread einfach mal ein anderes Scenario zu beleuchten: 
Die Vermögensabgabe / Zwangshypothek / Steuererhöhung 
Ich mein allein dieses Gutachten vom Wissenschafftlichen Dienst spricht Bände: 
https://www.bundestag.de/resource/blob/691376/2feb28d7057bf918bd18254ab06d95ad/WD-4-041-20-pdf-data.pdf

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26. April 2020 22:59