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Der Corona COVID-19 Thread

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nagini - Auf eigenen Wunsch kein Teilnehmer mehr
(@nagini)
Verdienter Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @j-d

Ich hingegen habe ein Problem, wenn mir Nicht-Mediziner erklären möchten, dass diese Krankheit gar nicht schlimm sei, obwohl ich ständig anderes erlebe.

Es gibt viele verschiedene Gruppierungen mit unterschiedlichen Ansaetzen in einem weiten Bereich von abstrusesten esoterischen Meinungen bis zu ganz realer nachvollziehbarer Kritik. Und natuerlich ist diese oben zitierte Meinung eine Spezielle (der ich persoenlich mich nicht anschliesse - ich hatte einen Todesfall in der Familie, aber nicht nur aus diesem Grund). Nicht unbedingt selten, aber nur ein einziger Ansatz.

Das macht aber andere Arten an Kritik ueberhaupt nicht ungueltig. Diese bleiben genauso bestehen.

wird bei negativen PCR-Test ein weiterer Test gemacht

PCR hat das gegenteilige Problem, er liefert zu viele falsche Positive. Oder auch genauso viele wie man haben will, wenn man den Ct-Wert nicht strikt kontrolliert und normiert. Und auch dann bliebe der Test unzulaessig als Grundlage derart schwerer Eingriffe, wie sie die Politik vieler Staaten seit anderthalb Jahren faehrt und die er weiterhin darstellt.

Medizin kann leider nicht einfach in irgendeine Gleichung gepackt werden und am Ende kommt immer raus 1+1=2. Dabei glaube ich dir, dass du eine Statistik deutlich besser lesen und interpretieren kannst als ich.

Das kommt mir jetzt etwas in der Art "der kaltherzige Mathematiker reduziert hier in seiner Unwissenheit in technokratischer Art und Weise den Menschen auf eine Zahl" .

Ein Fakt ist aber,  bei Problemen dieser Art kommt man ohne belastbare Zahlen nicht weiter, das liegt in der Natur der Sache Epi-/Pandemie und nicht daran, dass hier meine Profession pauschal aus Geltungsduenkel oder anderen Gruenden auf fremdem Feld wildern will. Ein Mediziner auf einer Intensivstation, letztere vielleicht noch spezialisiert auf Lungenprobleme kann sich letztlich auch nicht der Frage entziehen, auf welchen Wegen seine 100% Covidbelegung zu ihm kommt, um einordnen zu koennen wie sich deren Mortalitaeten z.B. in die Sterblichkeit seiner Region, seines Bundeslandes oder des Gesamtgebietes einordnen. Denn fuer diese werden die Regeln gemacht. Und wenn die genannten Zahlen die langjaehrigen Mittel nicht voellig aushebeln, dann gibt es wenig Grund sie anders zu handhaben. Oder hat sich jemand je mit Vorschriften gegenwaertig praktizierter Art und Weise um 20000 Grippetote gekuemmert? Das war jedesmal ein paar kurze Zeitungsmeldungen wert und das war es.

Auch andere Impfungen können Schäden verursachen. 

Ja, aber sind die Anforderungen daran wie hoch diese sein duerfen um Groessenordnungen verschieden von dem, was sich hier langsam herausschaelt.

In dem Zusammenhang vielleicht auch noch einmal eine Personalie. Eine Figur wie Drosten wird endlos als medial herausgehobener Hofvirologe gehalten, waehrend einer seiner damaligen Blosssteller - Wodarg - mit Beginn des ganzen heutigen Zirkusses zuegig und gezielt kaltgestellt und diffamiert wird. Was sagt mir das v.a. ueber die Gruende der Leute, die Personal fuer derartige Rollen auswaehlen? Und damit waere man bei der Politik, in der bekanntlich wenig zufaellig passiert. Das Fass spare ich mir, aber ohne Betrachtung derartiger Dinge und Interessen ist das gesamte Thema C von Beginn an eigentlich ueberhaupt nicht abhandelbar.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 23:18
John Smith mag das
J.D.
 J.D.
(@j-d)
Verdienter Freiheitskämpfer

@nagini

Du hast Recht, prinzipiell wird erstmal leblose DNA/RNA nachgewiesen und nicht das funktionsfähige Virus. Medizinisch hat ein falsch-positiver allerdings erstmal keinen Nachteil. Sozial, ökonomisch etc. kann das anders sein. Die Frage ist, welche besseren Alternativen hat man? Jeder positiv getestete bekommt noch ein CT, wenn auffällige Infiltrate zu sehen sind, gilt dann die wirkliche Infektion bestätigt oder macht man eine Lungenbiopsie und schaut unter dem Mikroskop nach vollständigen Viren? Medizinisch bei Asymptomatischen nicht zu rechtfertigen. Man könnte natürlich den CT-Wert senken. Studien den aussagekräftigsten CT-Wert festzustellen, halte ich für kompliziert. Vielleicht hättest du für ein mögliches Design, da sogar bessere Ideen als ich. Der aktuelle CT-Wert ist sehr auf Sicherheit bedacht. Medizinisch bleibt das Problem, dass Asymptomatische andere anstecken können.

Auch wir Mediziner freuen uns über belastbare Zahlen! In Deutschland schwieriger aber zum Glück haben wir andere Länder in denen das besser klappt. Wenn es um Zahlen geht, wurden allerdings inzwischen weit mehr Leute geimpft als infiziert, was die Zahlen zu Nebenwirkungen etc. deutlich belastbarer machen sollte als die der Infektion.

Ich bin noch nicht lange genug Arzt, um die letzte größere Grippewelle aktiv miterlebt zu haben. Die Grippetoten haben die Mediziner aber auch damals interessiert. Ich würde auch diese Impfung empfehlen, obwohl sie keinen 100%igen Schutz bietet und Nebenwirkungen haben kann. Aktuell wird auch dafür geworben, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Es ist allerdings auch so, dass wir letztes Jahr durch die Maßnahmen praktisch keinen Grippeinfizierten im KH hatten. Wir haben in der Saison bei jedem Atemwegsinfekt auf COVID und Influenza getestet. Das alleine zeigt, dass COVID ansteckender sein muss. Damit kommt selbst bei gleicher angenommener Sterblichkeit eine höhere Todeszahl raus.

Die wirklich potenziell schwere Nebenwirkung ist die Myokarditis, die spätestens ab 40 praktisch kaum vorkommt. Auch für Frauen ist das Risiko geringer. Wobei man bisher noch nicht herausgefunden hat, warum Männer generell häufiger von einer Myokarditis betroffen sind unabhängig von der Impfung. Wir impfen ja nicht in luftleeren Raum, falls die Infektion häufiger eine Myokarditis verursacht, ist es trotzdem eine Verbesserung. Interessehalber habe ich angefangen, mich über die Erfindung der Impfungen zu informieren. Bei Pocken ist früher 1:10 Kindern gestorben, dann hat man mit der Variolation (Pockenvirus in Wunden auf der Haut gegeben) angefangen. Dabei war die Sterberate 1:100. man hat also absichtlich Kinder infiziert und in Kauf genommen, dass jedes 100. Kind dabei stirbt, bevor man auf die Idee mit den „Kuhpocken“ gekommen ist. COVID hat zum Glück nicht diese Sterberate und schon gar nicht bei Kindern, aber es stirbt auch nicht jeder 100. mit/nach Impfung. Geschichtlich haben die „europäischen“ Viren die amerikanischen Ureinwohner wie die Fliegen sterben lassen. Das passiert, wenn kein bisheriger Kontakt durch das Immunsystem stattgefunden hat. Für den Erstkontakt ist die Impfung da, auch wenn sie im Zweifelsfall nur das schlimmste verhindert.

 

Für mich ist Kekule deutlich ausgewogener. Er ist bei Kindern zurückhaltender mit impfen, kritisiert die STIKO dafür keine Unterschiede zwischen BioNTech und Moderna gemacht zu haben bei Jüngeren, plädiert für niedrigere Dosen bei Jüngeren und hält das Ende kostenloser Tests für falsch.

Ich persönlich hatte eigentlich noch nie Beschwerden bei einer Impfung. Die 2 Tage Armschmerzen und Lymphknotenschwellung sind völlig untypisch gewesen. Mag sein, dass die Dosis recht hoch ist und damit Nebenwirkungen reduziert werden können, dafür aber dann vielleicht die 3. Impfung nötig ist.

 

Es tut mir leid wegen deines Todesfalls. Ich würde dich persönlich auch nicht als herzlos bezeichnen. Alleine schon aus dem Grund, dass ich dich nicht kenne. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass Mathematik reine Naturwissenschaft ist, was auf die Medizin nicht zutrifft. V.a. ist die Medizin kein abgeschlossenes System, indem das Ändern an einem Teil der Gleichung an einem Ende zum vorhersagbaren Ergebnis am anderen Ende führt.

 

Politisch bin ich selbst mit vielen Maßnahmen auch gesundheitspolitischen nicht einverstanden. Ich halte z.B. nichts von 2G oder dem Ende der kostenlosen Tests. Diese Dinge sind meiner Meinung nach wissenschaftlich auch nicht begründbar. Aber noch genug andere Dinge stören mich. Ich kann auch soviel verraten, dass ich weder dieses noch letztes Mal die beiden regierenden Parteien gewählt habe. Man stelle sich Deutschland ohne Impfungen vor…Lockdowns ohne Ende.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Oktober 2021 11:17
Smmn, Reblaus und Maschinist mögen das
nagini - Auf eigenen Wunsch kein Teilnehmer mehr
(@nagini)
Verdienter Freiheitskämpfer

@j-d 

Ich würde dich persönlich auch nicht als herzlos bezeichnen. [...]

Der Absatz auf den du dich beziehst, hatte ein polemic tag, welches WordPress geschluckt hat. Es ging doch ueberhaupt nicht um meine Person, es ging darum, dass im Fall einer echten Epidemie verschiedene Betrachtungsweisen erforderlich sind. Der Mediziner reicht da nicht, der Mathematiker auch nicht. Aber deutlich: BEIDE genuegen nicht zur jeweils alleinigen Bewertung, sie brauchen den Anderen. Und auch zusammen genuegen sie nicht, wenn wirtschaftlicher und politischer Einfluss dazu kommt. Und der kam und kommt eben unvernachlaessigbar dazu, mancher wuerde sagen, er ist die Ursache. Wissenschaft und auch Medizin mag vor Fehlern schuetzen, ist aber erst einmal ziemlich hilflos gegenueber Machiavelli.

2) Wenn ich schreibe, niemand interessieren 20000 Grippetote, dann habe ich natuerlich einen Kontext vorausgesetzt, der nicht das Verantwortungsgefuehl von Medizinern betrifft. Es geht um die Bewertung und den Umgang mit Krankheit durch die Gesellschaft. Uebrigens auch um den Umgang durch den Einzelnen. Ich hatte 2018 wohl eine Grippe, die mich 3 Tage mit > 40 Fieber hingelegt hat. Wahrscheinlich hat die meine kleinste Tochter angeschleppt. Ich war nicht einmal beim Arzt, wie bei verschiedensten Sachen all die Jahrzehnte vorher. Und ich moechte bitte die Art wie ich damit umgehe meine Sache bleiben lassen und nicht die Hysterie einer todesaengstlichen und gesundheitsfetischisierten Gesellschaft das gegen meinen Willen entscheiden lassen. Und so haben die meisten Leute auf der Erde Jahrtausende gelebt.

Du erwaehntest uebrigens irgendwo, du waerest zu kurz im Geschaeft, um Grippewellen als Arzt miterlebt zu haben. Mich wuerde interessieren, a) was die aelteren Kollegen deiner Intensivstation dazu sagen. b) - interessanter - wie sich deine Arbeitsstelle einordnet. Auf welcher Ebene ist diese Station angesiedelt, ein Kreis, ein Bundesland, ein wasimmer? Wo kommen die Patienten her und welche Zahlen an Faellen habt ihr?

Denn es bleibt weiter der Punkt, dass die bundesweiten Sterbezahlen keine Riesenauffaelligkeiten hergeben. Insofern mag man da in eine Truman-Show / einen Tunnelblick gerade als junger Arzt hineinrutschen.

Man stelle sich Deutschland ohne Impfungen vor…Lockdowns ohne Ende.

Dem ist nur so, wenn man eine vorgegebene Logik angenommen hat. Wenn man damit aufhoert, dies medial zu thematisieren, ist diese "Pandemie" morgen verschwunden. Dafuer sprechen u.a. die Zustaende zu Zeiten ohne "Impfung", in denen es nicht anders aussah als heute.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Oktober 2021 09:25
John Smith mag das
J.D.
 J.D.
(@j-d)
Verdienter Freiheitskämpfer

@nagini

Dann habe ich dich falsch verstanden. Verschiedene Betrachtungsweisen sind wichtig. Ich habe mich ursprünglich auch eingeschaltet, um medizinische Sachverhalte, die eventuell nicht jeder auf dem Schirm hat, aufzuzeigen. Konkret, dass es nur wenige Impfungen gibt, die nur 1-2 mal verimpft werden und dann dauerhaften Schutz bieten. Die meisten Impfungen bestehen aus einer Grundimmunisierung, die innerhalb weniger Wochen bis Monate gegeben wird und erst danach Auffrischimpfungen alle paar Jahre. Bei anderen Sichtweisen habe ich eine Meinung, auch wie stark ich diese persönlich gewichten würde, bin aber absolut kein Experte und habe daher nicht die allumfassende Weisheit, das alles richtig zu bewerten.

Trotzdem halte ich meinen aktuellen Erfahrungen nach viel davon sich impfen zu lassen. Dabei plädiere ich auch für Selbstverantwortung und bin absolut gegen eine Impfpflicht (im Falle von COVID). Wer nicht möchte, möchte eben nicht und muss im Zweifelsfall mit den Konsequenzen leben oder im schlimmsten Fall auch daran sterben.

Ich bin allerdings auch der Meinung Gesundheit/Medizin (was leider nicht immer das gleiche ist, so viel Selbstreflexion schaffe ich) hat jedoch generell einen zu geringen Stellenwert in der Bevölkerung. Ich erlebe jedoch, dass es immer mehr Patientenverfügungen/Vorsorgevollmachten gibt, wenn jetzt noch nicht nur 0815 Vorlagen benutzt werden, sondern konkret besprochen oder festgehalten wird, was man z.B. im Falle eines Schlaganfalls als noch zumutbare Behinderung hinnehmen möchte. Reicht es mit den Angehörigen kommunizieren zu können und vielleicht noch selbstständig essen zu können, man ansonsten jedoch im Rollstuhl sitzt und Hilfe beim Anziehen etc. braucht oder ist man mit keinerlei körperlicher Einschränkung einverstanden. Wenn sich mehr Gedanken darüber gemacht wird, hat das Ganze zumindest einen positiven Aspekt…

 

Kurz zu mir, ich habe 2018 mit meinem PJ angefangen, 2019 als Arzt in einem Maximalversorger (eine Stufe unter Uniklinik) mit einem Versorgungsumkreis von ca. 100km und ca. 1000 Betten. Für den Umkreis auch COVID-Koordinierungsstelle und einzige Möglichkeit mit ECMO. Den genauen Standort möchte ich nicht sagen, falls ich mal etwas von bei uns liegenden Patienten erzähle. Ich habe den Beginn der ersten Welle in der Notaufnahme, den Beginn der zweiten auf der IMC und dann auf der Intensiv erlebt.

Unser leitender Oberarzt der Intensiv hat die verschiedenen Wellen als sehr belastend erlebt und uns erzählt, dass wir aktuell im Schnelldurchlauf lernen. Viele COVID-Patienten haben praktisch jede Komplikation mitgenommen, die man auf der Intensivstation bekommen kann. Wir haben wahrscheinlich aufgrund dessen tendenziell die kränkeren Patienten bekommen. Dadurch wurden aber Plätze für Neurochirurgie, Herzchirurgie etc. blockiert, die nicht eben mal in anderen Krankenhäusern behandelt werden können, weil gewisse Dinge nur in Maximalversorgern geleistet werden können. Damit sagt die bundesweite Statistik leider auch nicht die ganze Wahrheit. Wenn der Maximalversorger voll ist, bekommst man im Spezialfall halt nur das zweitbeste Bett.

 

Politisch/medial kann man natürlich eine Pandemie beenden oder gar nicht erst ausrufen, aber ich möchte z.B. auch nicht in Brasilien leben. Wie gesagt ich bin mit vielen politischen Maßnahmen hier aber auch nicht einverstanden. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Oktober 2021 14:23
Alter Nomade
(@pmeinl)
Verdienter Freiheitskämpfer

COVID vaccine makers brace for a variant worse than Delta
Companies are updating vaccines and testing them on people to prepare for whatever comes next in the pandemic.

"The need he was referring to is the possible emergence of an ‘escape variant’ — a dominant strain of SARS-CoV-2 that evades the fledgling immunity established through vaccines and previous infections. No such strain has yet been identified, but Pfizer and other leading COVID-19 vaccine makers are gearing up for that scenario.

At some point, inevitably, we’re going to have to make variant vaccines — if vaccines are the way population immunity will be maintained — but we’re not at the point where we can confidently predict the evolution of the virus,” ... with existing variants seems like a reasonable approach.”

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Oktober 2021 09:48
J.D. mag das
J.D.
 J.D.
(@j-d)
Verdienter Freiheitskämpfer

Bestimmte Symptome scheinen über die Lockdownmaßnahmen hinaus, bei COVID-Patienten häufiger zu sein (Daten aus 1. Welle). Weitere Forschung ist natürlich notwendig. Ist zwar kontrolliert, aber weder randomisiert noch prospektiv (aus nachvollziehbaren Gründen mit hoher Patientenzahl schwierig).

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.10.21.21265133v1.full

Hier möglicher Mechanismus, wieso COVID-Patienten neurologische Symptome zusätzlich zu Schlaganfällen/Thrombosen hervorruft:

https://www.uni-luebeck.de/aktuelles/nachricht/artikel/long-covid.html

Auf Intensiv ist das Delir nach Extubation bzw. schon die Entwöhnung vom Respirator extrem schwierig bei COVID im Vergleich zu anderen Krankheiten.

 

Technisch bedingt kann ich leider nur ca. einen Monat zurück schauen bzgl. Todesfällen ohne jeden Patienten einzeln aufrufen zu müssen, seit Anfang/Mitte September gab es bei uns v.a. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Hirnblutungen, COPD, Leberzirrhose, COVID, Blutvergiftungen als Todesursachen (in keiner speziellen Reihenfolge). Ein einziger etwas speziellerer Fall unter den Patienten.

Meine Theorie wäre, das Anfang des Jahres zumindest bei uns einige OPs aufgrund Kapazitätsproblemen verschoben wurden und wenn z.B. der Bypass nicht operiert wird, sterben mehr Leute am Herzinfarkt als mögliche Ursache der Übersterblichkeit, natürlich zeitverzögert. In den Wellen hat man zudem auch gemerkt, dass die Patienten deutlich kränker ins KH gekommen sind, da sie sich kaum getraut haben und es bis zum letzten rausgezögert haben. Ist, wie gesagt, allerdings reine Theorie.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 29. Oktober 2021 15:59
Smmn, ugly duckly, Maschinist und 1 User mögen das
yok
 yok
(@yok)
Freiheitskämpfer Gold

https://www.fda.gov/media/153514/download

Zusammenstellung der vom FDA Adcom (10 ug Comirnaty für 5-11jährige) zu Myocarditis mit einigen interessanten Aspekten.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 29. Oktober 2021 18:58
J.D. und ugly duckly mögen das
ugly duckly
(@ugly-duckly)
Verdienter Freiheitskämpfer

@yok  Am Dienstag gab's auch einen neuen Bericht vom Paul-Ehrlich-Institut:

https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-20-bis-30-09-21.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Gruß Ente

AntwortZitat
Veröffentlicht : 29. Oktober 2021 19:27
J.D. mag das



J.D.
 J.D.
(@j-d)
Verdienter Freiheitskämpfer

https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/corona-chronisch-kranke-101.html

Nicht statistisch belegt, aber es deckt mein Gefühl und würde (teilweise) die Übersterblichkeit erklären…Mitte März 2020 zum Beginn der Pandemie in Deutschland habe ich nach einem Nachtdienst eine leere ZNA übergeben. Es hat sich fast keiner ins KH getraut. Die Patienten haben im Verlauf natürlich wieder zugenommen, aber ich glaube schon einige haben es sich 2x überlegt, ob sie kommen. Einen Seitenhieb an die Politik gibts auch noch.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. November 2021 16:21
BananenRapper, Fuso und Maschinist mögen das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Ex-CHARITÉ-Chefvirologe Prof. Detlev Krüger.

2G ist nicht sicherer - aber unfreier:

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/ex-charit-chefvirologe-krueger-2g-ist-nicht-sicherer-aber-unfreier-78186550.bild.html

 

Nach meiner Einschätzung eine Stimme der Vernunft.

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 8. November 2021 18:22
Michel mag das
Alter Nomade
(@pmeinl)
Verdienter Freiheitskämpfer

Vernünftig wäre, wenn sich jeder der kann impfen ließe.

In der aktuellen Lage bleiben uns leider nur wieder Einschränkungen und intensives Testen.
Selbst, wenn sich jetzt noch viele impfen lassen wird die Verbesserung dadurch ca. 10Wo dauern.
Zum Testen habe ich die Befürchtung, dass jene die sich nicht impfen lassen auch eine Quarantäne nach positiven Test nicht (konsequent) befolgen werden.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2021 19:03
Maschinist und ugly duckly mögen das
ugly duckly
(@ugly-duckly)
Verdienter Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @maschinist
 

Nach meiner Einschätzung eine Stimme der Vernunft.

Nach meiner Einschätzung auch.

"Am besten wäre es sicherlich, die Bevölkerung ab 50 Jahren möglichst vollständig zu impfen"

Ich dachte allerdings, an diesem Punkt hätten wir eine klitzekleine Meinungsverschiedenheit, lieber Maschinist, oder habe ich da einen Sinneswandel verpasst?

Gruß, Ente

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2021 19:11
Maschinist mag das
yok
 yok
(@yok)
Freiheitskämpfer Gold

Also als Siemens Healthineers-Aktionär finde ich es ganz toll, wenn sich alle ganz viel testen lassen! Gab eine Mrd. € Extraumsatz mit guter Marge dieses Jahr. 

Nee, ganz ehrlich, Impfung ist 2 oder 3 mal, testen jeden zweiten Tag, wenn es was bringen soll. Allein daran sieht man schon, dass ein Testkonzept nicht nachhaltig sein kann. Das Testen war ein Krücke, solange es keine Impfung gab.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2021 19:30
Maschinist und ugly duckly mögen das
Martin
(@martin)
Verdienter Freiheitskämpfer

Geimpfte sind Superspreader. Glauben für sie gelten keine Beschränkungen oder Vorsichtsmaßnahmen und stecken andere an.

Man müsste bereits nach drei Monaten nachimpfen, um mit der lausigen Qualität des experimentellen Genstoffs akzeptable Wirksamkeiten zu bekommen.

Hier übrigens mindestens 1/3 der Hospitalisierten geimpft.

Vielleicht schafft es die EU, entsprechende Medikamente zuzulassen. Wahrscheinlich dann, wenn die bereits georderten Impfdosen verbraucht sind. Zusammenhänge selbstverständlich nur zufällig feststellbar.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2021 22:37
Maschinist mag das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Schwedische Studie mit neuen Daten betreff Schutz vor Ansteckung und Krankheit je nach Impfstoff und Zeitpunkt der Impfung:

https://www.focus.de/wissen/covid-19-welche-impfstoffe-schuetzen-wie-lange_id_24396948.html

 

Fazit:

Schutz vor Ansteckung nach Impfung:

"Bei zwei Dosen Astrazeneca war nach vier Monaten keine Effekt mehr nachweisbar, bei zwei Dosen Biontech nach sieben Monaten. Moderna erreichte nach sechs Monaten noch 60 Prozent Impfschutz, doch für Aussagen über einen längeren Beobachtungszeitraum gab es offenbar nicht genug Impflinge, ähnlich wie bei der Kreuzimpfung mit Astrazeneca und mRNA. Hier lagen die Effekte nach vier bis sechs Monaten in etwa auf dem Niveau von Moderna."

 

Schutz vor Krankheit nach Impfung:

"...Von anfangs rund 90 Prozent Effektivität auf gut 40 Prozent nach zirka sechs Monaten. Das lag vor allem an den Älteren ab 80 Jahre - bei den Jüngeren blieb der Schutz vor schwerem Verlauf nach einem halben Jahr mit rund 80 Prozent weitgehend stabil. Wegen der geringen Fallzahlen wurde hier allerdings nicht zwischen den Impfstoffen unterschieden..."

 

Mein Fazit:

Die aktuellen Impfstoffe sind ein stark temporärer Fremdschutz und ein temporärer Selbstschutz. Bekannte Nebenwirkungen dieses temporären Schutzes kann jeder nachlesen (besonders Myokarditis bei jungen Männern beachten). Unbekannte eventuelle langfristige Nebenwirkungen werden sich eventuell langfristig zeigen. Wer das bestreitet, kennt die Definition von "langfristig" nicht.

 

Was ich persönlich tun würde:

 

Als alter Mensch oder mit Vorerkrankungen oder mit deutlichem Übergewicht (Bauchumfang deutlich über halber Körperhöhe):

Unbedingt impfen und regelmäßig auffrischen! Meine Mutter hat mich im Frühling 2021 gefragt was sie tun soll und ich habe Ihr geraten sich auf jeden Fall direkt impfen zu lassen aufgrund Ihres Alters.

 

Mittleres Alter:

Je nach Gesundheitsgrad und Abschätzung langfristiges Risiko

 

Junger gesunder Mensch:

Nach aktuellem Stand mit aktuellen Impfstoffen auf keinen Fall. Ihr als Individuum seid wichtiger als eine wie auch immer definierte "Gesellschaft". Das wollten die Nazis und die Kommunisten (zwei ähnliche Ideologien in Bezug auf den Wert des Einzelnen) schon umdefinieren. Hat nicht funktioniert und das war gut so.

 

Meine Kinder:

Nur über meine Leiche (sie haben alle anderen Impfstoffe und ich bin froh, dass es diese gibt).

 

Schönen Tag

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 9. November 2021 13:05
Wanderlust und Michel mögen das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Frage des Tages: Was tun als Ungeimpfter bei 2G Maßnahmen?

Generelle Antwort: Tolerant und freundlich bleiben aber innerer Mittelfinger

 

Geschäfte müssen dann halt temporär auf Dein kostbares Geld verzichten. Die dadurch gesparten Ausgaben kannst Du in Deinen persönlichen "Freiheitsfond" also z.B. Dein Aktiendepot investieren.

Je größer Dein persönlicher Freiheitsfonds, desto antifragiler bist Du bei Maßnahmen. Wenn Du auf Dein Arbeitseinkommen zumindest einige Zeit lang verzichten kannst, kann Dir nichts passieren.

 

Die Umsatzeinbrüche tun den betreffenden Unternehmen weh und je größer diese sind, desto weniger sind die Einschränkungen dauerhafter Natur.

 

Was tun, wenn ich mein Berufseinkommen noch sehr benötige und ich z.B. als Pflegekraft bald geimpft sein muss? 

Meine Antwort:

Geimpfte geben das Virus nach einigen Monaten genauso weiter wie Ungeimpfte (siehe oben). Du bist als Pflegekraft extrem wertvoll und leistet einen unschätzbaren Dienst für die Gemeinschaft, den die meisten nicht bereit sind zu zahlen. (vielen Dank dafür von meiner Seite!). Falls es zum äußersten kommt, stimme mit Deinen Füßen ab und stelle Deine Arbeitskraft zumindest temporär einem anderen Dienstleister / Bereich zu Verfügung, der keine Impfpflicht hat. Wenn das z.B. nur 20% der Pflegekräfte tun, wackelt das ganze System und wie in den USA auch, werden diese Maßnahmen dann ganz schnell zurück genommen.

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 9. November 2021 13:26
Ghost und Michel mögen das



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