Atlas Shrugged – EU Edition

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Der Maschinist ist ein gnadenloser Optimist!

Das Leben auf unserem wunderschönen Planeten war niemals zuvor so sicher, gut und auch materiell so abgesichert wie heute.

Während der letzten Dekaden haben sich Milliarden von Menschen aus extremer Armut befreit. Die medizinische Versorgung wurde dabei immer besser und die Lebenserwartung der Menschen wird mit kleineren Schwankungen global betrachtet immer höher.

 

Auch wenn der Maschinist sich wiederholt:

Der Grund für den aus historischer Sicht unerreichten und niemals für möglich gehaltenen Wohlstand, Freiheit und auch Sicherheit ist die freie Marktwirtschaft also der Kapitalismus.

 

Reales GDP PPP Welt 250 Jahre

Reales GDP kaufkraftbereinigt pro Person Welt

 

Menschen und Unternehmen können Ihre produzierten Waren in diesem System frei anbieten und den Profit aus diesen Transaktionen zumindest zum Teil für sich behalten. Mit diesem erwirtschafteten Geld kann anschließend wieder in neue Dinge, Produkte oder in die Steigerung der eigenen Lebensqualität investiert werden.

Durch diese profitorientierte Arbeitsteilung kann jeder Mensch das tun, was Ihm am meisten liegt und wo er den höchsten Benefit erwartet. Tätigkeiten die er nicht mag, kann er Outsourcen. Das heißt andere gegen Bezahlung das tun lassen, was diese wiederrum am besten können.

 

 

Eigentlich

„Du redest dauernd von sich verbessernder Welt, Maschinist. Für mich fühlt sich Deutschland seit einiger Zeit gar nicht mehr nach „steigendem Wohlstand“ und „grenzenlosem Glück“ an.

Nach zwei Jahren auch persönlicher C19 Einschränkungen gibt es nun sogar einen Krieg mitten in Europa und wir liefern schwere Waffen in das Kriegsgebiet. Jetzt wird auch noch von massiven Energieversorgungsproblemen berichtet und das es im Winter eventuell zu wenig Gas / Energie gibt“.

 

Das stimmt – Es gibt leider zwei Anmerkungen zu meinem generellen „Alles wird besser“ Glaubensbekenntnis.

Diese lauten: „langfristig“ und noch wichtiger: „weltweit betrachtet“.

 

Langfristig erhöhen sich Wohlstand und Zufriedenheit. Kurz- und mittelfristig können Wirtschaftskrisen und kriegerische Auseinandersetzungen das Wachstum und Glücksempfinden der Menschen deutlich eintrüben.

Außerdem gibt es einige Wirtschaftsräume, die es trotz der weltweiteten Wohlstandsflut tatsächlich hinbekommen, dabei nicht (oder nicht mehr) mitzumachen, obwohl sie oft beste Voraussetzungen dafür hätten.

Nordkorea z.B. hat, wie der südliche wohlhabende Landesteil zeigt, eine schlaue und fleißige Bevölkerung ist aber durch eine stalinistische Tyrannei völlig verarmt).

Oder Argentinien, vor ca. 100 Jahren eines der reichsten Länder der Welt mit einer gebildeten Bevölkerung fällt seit vielen Dekaden weiter zurück und mittlerweile lebt fast die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.

 

Wie kann es dazu kommen und warum rennen die Bürger dieser Länder dann oft noch unbegrenzt immer weiter in Ihr Verderben ohne umzukehren?

Argentinien war ja z.B. überwiegend ein demokratisches Land (mit Ausnahme der 70er Jahre). Wie konnte es zu diesem Missmanagement kommen und warum wurde selbst in den Dekaden nach Einschlagung des falschen Weges der Kurs nicht korrigiert?

 

 

Buenos Aires 1920

Buenos Aires ca. 1920 – Wohlhabender als Berlin und ohne Krieg

 

Argentinien war zu Beginn des 20ten Jahrhunderts einer der weltweit größten Rohstoff-Exporteure. Die größtenteils europäischen Auswanderer genossen eine gute Schulbildung und es gab im Unterschied zu Europa keine kriegerischen Auseinandersetzungen. Dafür gab es (und gibt es immer noch) Bodenschätze aller Art und eine geradezu unbegrenzte Landfläche mit gutem Klima und fruchtbaren Böden.

Das Leben war schön und fast jedes Jahr sah es besser aus.

 

 

Warum dann dieser dekadenlange Abstieg?

Die Argentinier hatten es so lange so gut, dass sie vergaßen Ihre Industrie mittels neuer Technologien auf Vordermann zu halten. Von politischer Seite wurden diese Bemühungen auch nicht gefördert und spätestens mit dem Aufkommen des Peronismus, der nichts weiter als ein populistischer Sozialismus mit anderem Namen war, ging es immer weiter bergab.

  • Der Staat gab vor, was Energie und Nahrungsmittel zu kosten hatte.
  • Er behinderte Unternehmertum mit immer mehr Regeln und höheren und sich laufend änderndern Steuern
  • Weil durch immer mehr umverteiltes Geld immer mehr Menschen abhängig vom Sozialstaat wurden, gab es auch im Niedergang keine demokratischen Mehrheiten im Land diesen Kurs wieder zu ändern.

 

 

„Was soll das jetzt mit Argentinien, Maschinist. Das ist weit weg und hier in Deutschland und der EU läuft es doch generell noch, oder?“

 

Tut es das?

Ich habe lange überlegt woran mich die aktuelle Situation in der Eurozone neben dem Argentinien-Beispiel erinnert. Dann ist mir ein Buch eingefallen, dessen mehr als 1.100 Seiten ich in einem US-Urlaub vor vielen Jahren geradezu verschlungen habe.

 

Atlas Shrugged

In Europa fast unbekannt, ist es in den USA das zweitbekannteste Buch nach der Bibel. Es beschreibt in einer fiktiven Geschichte die Abkehr des Landes von den Gesetzen der freien Marktwirtschaft und die Verseuchung der Gesellschaft mit immer mehr Sozialismus, unlogischer Ideologie und als Ergebnis daraus einer großen Gleichgültigkeit. Diese Mischung führt dann irgendwann neben dem wirtschaftlichen Niedergang zum direkten Tod von Menschen (dort z.B. ein Zugunglück).

Die Menschen resignieren irgendwann vor all der Bürokratie, den unsinnigen Gesetzen und dem dogmatischen Festhalten an Positionen ohne Sinn und Verstand. Die schaffenden Unternehmer geben irgendwann auf oder verlassen das Land.

 

„Jetzt mach mal halblang, Maschinist – Wir haben immer noch eine starke Industrie und Deutschland war lange Zeit Exportweltmeister“.

 

Das stimmt, lieber Leser, aber Exportweltmeister war einmal und der Großteil der deutschen Wirtschaftsleistung wird weiterhin in der Old Economy generiert.
Eine überbordende Bürokratie zusammen mit einem ausgesprochenen Sicherheitsdenken verhindert das Entstehen neuer Industriezweige wie z.B. in den USA, China, Taiwan oder Indien.

Im Ranking der 100 größten Unternehmen dieser Welt ist mittlerweile kein einziges Deutsches und nur eine Handvoll aus der EU enthalten. Die letzten deutschen Unternehmen (VW, SAP und Siemens) sind in diesem Jahr heraus gefallen.

Den durchschnittlichen Wähler und damit auch die Politik scheint diese Situation nicht wirklich zu stören, da er anscheinend denkt, den erreichten Wohlstand auch so erhalten zu können.

Vielen Bürgern bei uns ist es anscheinend mittlerweile wichtiger, mit korrekt gesetztem Doppelpunkt zu Gendern, die 42.te gesellschaftliche Geschlechtsform zu etablieren (und die Diskussion über den Sinn zu verbieten) oder als aktuelles Beispiel im tiefsten Winter lieber keinen Strom zu haben als solchen aus der „falschen“ Energiequelle.

 

Zusätzlich zu dieser Gleichgültigkeit und verbohrten Ideologie greifen Staat und auch die EU Behörden immer stärker mit planwirtschaftlichen Instrumenten in den Markt ein und machen selbst vor Schlüsselindustrien nicht halt, die in den letzten Dekaden unseren Wohlstand erst ermöglicht haben.

Als Gründe für diese zerstörerischen Maßnahmen werden dann Dinge wie Umweltschutz oder die vermeintliche Verbesserung der Lebensqualität genannt.

 

Aber woher wissen z.B. EU-Kommissare jetzt schon, dass batteriebetriebene Elektrofahrzeuge im Jahr 2035 die beste Lösung für den Individualverkehr sind anstatt den Markt darüber frei entscheiden zu lassen und nur die Rahmenbedingungen festzulegen?

Wie kann es Sinn machen, wenn in der EU landwirtschaftliche Flächen gegen Geldzufluss stilllegt oder nun sogar Bauernhöfe geschlossen werden, um EU weit den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Die Nahrung muss irgendwoher kommen. CO2 macht an EU Grenzen nicht halt und dort wird sehr wahrscheinlich nicht zu besseren ökologischen Bedingungen produziert als bei uns.

Und was kommt dabei heraus, wenn der Staat durch planwirtschaftliche Vorgaben die Energieversorgung regelt und dabei den Großteil der fossilen Energieformen (die weltweit weiterhin über 80% der des steigenden Energiebedarfes abdecken) entweder einschränkt (Öl & Kohle), direkt verbietet (Atomkraft) und sich bei der verbleibenden grundlastfähigen Energieform (Gas) zum Großteil an einen kriegerischen Herrscher bindet?

Wenn dieser quasi Diktator dann einen Krieg mitten in Europa beginnt, liefern wir seinem Kriegsgegner schwere Waffen, die viele weitere Menschen töten. Gleichzeitig bangen wir, dass der Diktator seine Gaslieferungen als Gegenmaßnahme an uns einstellt und wir im Winter dadurch Teile unserer Industrie zerstören (man müsste hier eigentlich schallend lachen, wenn es nicht so traurig wäre und so schwerwiegende Konsequenzen hätte).

 

Weltenergieverbrauch Entwicklung

Quelle: BP World Energy Report 2022 – Solar & Wind sind der kleine orange Balken ganz oben. Die größten erneuerbaren Kapazitäten werden aktuell in China errichtet (und nicht etwa in Deutschland)

 

Als Summe dieser Punkte gibt es wieder die Erkenntnis, das staatliche Planwirtschaft immer scheitert. Und das auch wenn man Bausteine davon dann „Target2, „Green Deal“ oder „Taxonomie“ nennt.

Und diese Planwirtschaft scheitert noch einmal härter, wenn die entsprechenden „Planer“ selbst zuvor nur Wohlstand erlebt haben und gar nicht mehr wissen woher dieser kommt obwohl sich viele ehemals große Nationen und Wirtschaftsräume auf genau diese Art und Weise ruiniert haben.

 

Und jetzt?

Die Welt wird langfristig immer besser und die Menschen durchschnittlich immer wohlhabender und freier.

Für die Eurozone und damit auch Deutschland und Österreich könnte das kurz- und mittelfristig nach meiner Einschätzung mittlerweile aber anders aussehen. Dieser Wirtschaftsraum bewegt sich seit einigen Jahren sehr schnell in Richtung Stillstand und er verliert den wirtschaftlichen Anschluss an führende und auch aufstrebende Wirtschaftsräume.

Und ich sehe auch keine ausreichende Selbsterkenntnis und damit auch keine demokratische Mehrheit an diesem Weg zu noch mehr staatlicher Bevormundung, Verboten und wirtschaftlicher Unfreiheit nun etwas zu ändern.

Es muss wahrscheinlich noch schlimmer werden, bevor es durch ein hoffentlich irgendwann einsetzendes Umdenken wieder besser wird.

 

Was Du tun kannst

Die gute Nachricht ist, dass Du dieser Entwicklung nicht ausgeliefert bist.

Als erste Erkenntnis würde ich verinnerlichen, dass sich Dinge manchmal schnell sehr stark ändern können. In Deutschland und Europa haben wir als Beispiel dazu in wenigen Monaten vielleicht Energieblackouts (wenn ich ein tyrannischer Diktator wie Putin wäre, würde ich Deutschland nun leiden lassen und kaum / kein Gas mehr liefern, wenn ich es aus eigenen Gründen nicht müsste). Ich würde mich auf solche Szenarien mit einem redundanten System, einem Netzwerk von Freunden und natürlich ausreichend liquiden finanziellen Mitteln vorbereiten.

Ich würde auch zumindest gedanklich einmal durchspielen, was es für Dich und Deine Familie bedeuten würde, Dein Land oder die gesamte EU Zone zu verlassen. Wenn Russland z.B. auf die fortgesetzte Provokation von Litauen, den Warenaustausch mit der Exklave Kaliningrad zu blockieren, irgendwann mit aktiven Kriegshandlungen auf NATO Territorium reagiert, dann können (wie in der Ukraine auch) unter anderem alle wehrpflichtigen Männer am Verlassen des eigenen Landes gehindert werden (und selbst ehemalige Zivildienstleistende müssen dann zwangsweise einen Dienst leisten).

Falls Du dann zufällig wie ich auch keine Lust hast, Dein Leben für diesen ganzen Wahnsinn zu lassen und lieber noch etwas länger für Deine Familie und Freunde da sein möchtest, hilft ein Plan.

Mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero oder neben Bargeld auch dem Edelmetall Gold kannst Du dann neben anderen nützlichen Dingen immer noch kurzfristig anonym einen privaten Transport außer Landes (oder zu einem anderen Kontinent) organisieren. Mit Deiner Girokarte dagegen wahrscheinlich nicht mehr.

 

Und auch wenn das hoffentlich alles nicht passiert, würde ich als absolute Basis ein möglichst hohes liquides Vermögen anstreben und den Großteil dieses liquiden Vermögens dann weltweit gestreut anlegen und dabei auf starke Wirtschaftsräume achten. Einfach zu erledigende Dinge, wie zwei Broker / Girokonten sind besser als einer und ein Girokonto außerhalb des Euroraums, schaden auch nicht.

Niemand zwingt Dich z.B. einen DAX ETF oder eine EU-Einzelaktie zu kaufen, wenn es als Alternative einen All World ETF gibt, in dem die Eurozone nur einen kleinen (und schwindenden) Anteil hat oder Regions-ETF wie die Emerging Markets oder Asien.

Auch zwingt Dich niemand, nur in Deutschland Immobilien als Mietobjekte zu besitzen, wenn das z.B. in den USA physisch fast genauso einfach funktioniert und in Form von börsengehandelten REITS (Real Estate Investment Trusts) sogar so gut wie weltweit.

 

Ich habe keine Ahnung was genau in den nächsten Monaten und Jahren passieren wird

Aber es ist nach meiner Meinung ein passender Zeitpunkt um sich über diese Dinge Gedanken zu machen und sich auf einige der oben genannten Punkte vorzubereiten.

Deshalb verliert das: „Alles wird besser in der freien Welt” – Mantra nichts von seiner Gültigkeit.

Man muss dabei nur die Schlaglöcher des Lebens aushalten und ab und zu überprüfen ob man noch im passenden Land / Wirtschaftsraum lebt.

Die Freiheitsmaschine macht Dich frei

93 thoughts on “Atlas Shrugged – EU Edition”

  1. Toller Artikel!

    Alles von mir ein Bisschen Off-Topic…

    “Vielen Bürgern bei uns ist es anscheinend mittlerweile wichtiger, mit korrekt gesetztem Doppelpunkt zu Gendern”

    This hit home. Neulich ein Video dazu gesehen in dem ein “böser” AfD Politiker darüber spricht, dass Grüne Ideologie vor allem in reichen Villenvierteln gedeiht, selten aber in Arbeitervierteln.

    Ich finde die USA sind da (leider) immer ein guter Indikator, um zu erkennen welcher Schwachsinn als nächstes hier ankommt.

    Stichwort Pronouns…

    Es ist ja auch ein Gewaltverbrechen einen Mann mit Handtasche und Lippenstift zu “misgendern”… Naja…

    Ansich ist es mir ja egal was andere Leute machen. Aber wenn ich dann Videos aus den USA sehe, in denen dann ein Mann im Kleid halb nackt im Kindergarten mit seinem Hinterteil wackelt und das dann eine “Inklusive Veranstaltung” sein soll, dann wünsche ich mir einen return to tradition.

    “nun sogar Bauernhöfe geschlossen werden, um EU weit den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Die Nahrung muss doch irgendwoher kommen. CO2 macht an EU Grenzen nicht halt und dort wird sehr wahrscheinlich nicht zu besseren ökologischen Bedingungen produziert als bei uns.”

    Habe in den letzten Tagen auf dem Hof der Schwiegereltern etwas “geholfen” (naja, so weit es eben ging) und dabei festgestellt:

    1. Ein Großteil des Futters kommt von Äckern um den Stall herum. Auch “nicht bio” kann Lokal bedeuten.
    2. Nicht bio heißt nicht schlecht. Eine “Vermenschlichung” von Tieren trägt ein wenig zum Wahnsinn bei. Es sind halt Kühe, Hühner und Schweine von denen wir sprechen. Warum muss sich da jeder Grüne hinstellen und von Haltungsbedingungen faseln wenn er noch nie einen Hof gesehen hat? Kühe haben in *diesem* Stall:
    3. Eine Bürste um sich den Rücken “massieren” zu lassen
    4. Eine Regendusche um sich im Sommer abzukühlen
    5. Stroh zum liegen
    6. Genug Platz um umherzugehen
    7. Außenklima, immer gute Luftzirkulation
    8. “Endlos” Futter
    9. Molkereien haben strenge Qualitätsvorgaben. Das “böse Soja aus Südamerika” verschwindet.

    Und:

    Ohne Energie = KEIN ESSEN

    Wenn ich in den letzten Tagen eins gelernt habe, dann das. Traktor fährt halt nur mit Diesel, Kompressor läuft nur wenn Strom da ist und von Hand melken geht nicht.

    Wenn ich dann Überschriften lese wie “Milchproduktion vor dem aus wegen Gasmangel”, dann frage ich mich ob man hier noch Prioritäten richtig gesetzt hat. Unsere Grünen Politiker haben vergessen, dass Essen nicht aus dem Supermarktregal kommt…

    Euch allen eine gute Zeit. Hoffen wir halt mal auf das Beste. (:

        1. 1) “Eine “Vermenschlichung” von Tieren trägt ein wenig zum Wahnsinn bei. Es sind halt Kühe, Hühner und Schweine von denen wir sprechen. Warum muss sich da jeder Grüne hinstellen und von Haltungsbedingungen faseln wenn er noch nie einen Hof gesehen hat?”

          -> Es braucht keine Vermenschlichung von Tieren, um deren eigenen und individuellen Bedürfnisse zu verstehen bzw. erst einmal zu verstehen. Für mich klingt es so, als wenn Du jetzt einen(!) Hof gesehen hast und davon auf die industrielle Massentierhaltung schließt, welche vermutlich einen viel größeren Anteil an der lokalen und globalen Produktion von Tierprodukten hat. Hast Du diese schonmal gesehen? Stichwort: Kastenstand bei der Sauenhaltung.

          2) “Ohne Energie = KEIN ESSEN”

          -> Verstehe nicht, was Du damit sagen möchtest. Alles ist Energie, die, wie wir wissen, weder erzeugt noch vernichtet werden kann. Lediglich eine Umwandlung ist möglich. Der Punkt, auf den Du dich vermutlich beziehst, ist auch glaube ich ein anderer: Die Frage ist, wie viel Energie”aufwand” / Umwandlung zur Gewinnung von verschiedenen Arten von Lebensmitteln benötigt wird. Und die “wenigste” Energie benötigen dabei pflanzliche Lebensmittel, sodass eine kritische Perspektive auf tierische Produkte und deren Hintergründe in dieser Hinsicht ihre Berechtigung hat. Stichwort: effiziente Ressourcennutzung.

        2. “-> Es braucht keine Vermenschlichung von Tieren, um deren eigenen und individuellen Bedürfnisse zu verstehen bzw. erst einmal zu verstehen. Für mich klingt es so, als wenn Du jetzt einen(!) Hof gesehen hast und davon auf die industrielle Massentierhaltung schließt, welche vermutlich einen viel größeren Anteil an der lokalen und globalen Produktion von Tierprodukten hat. Hast Du diese schonmal gesehen? Stichwort: Kastenstand bei der Sauenhaltung.”

          Guter Punkt. Stimmt auch, es gibt viele Betriebe in denen viele Dinge nicht gut laufen.
          Vielleicht lohnt es sich hier noch hinzuzufügen, dass ich auf dem Land aufgewachsen bin und viele Höfe und Haltungsformen (u.a. auch Anbindeställe) gesehen habe.
          Auch war ich eine Zeit lang im Naturschutz tätig und habe meine Erfahrungen gemacht.
          Natürlich bin ich ein Freund davon, Tiere möglichst “gut” zu halten. Aber es ist halt mal so, dass

          1. Die meisten Konsumenten nicht bereit sind viel zu zahlen
          2. Die Haltung möglichst “effizient” sein soll

          Ich kann hier als Konsument natürlich meine Entscheidung Treffen und mich für Haltungsform 3 oder 4 entscheiden.
          Aber ich kann andere eben nicht dazu zwingen.

          Mit Wahnsinn, spiele ich eigentlich auf den vorherigen Teil in meinem Kommentar an.
          Ich meine damit, dass unsere Gesellschaft eben im Wohlstand lebt und man sich aktuell viele Gedanken um Dinge macht, die in anderen Ländern gar keine Priorität haben, weil es da eben andere Probleme gibt.
          Hätte ich sicher auch besser ausdrücken können.

          Also kurz zusammengefasst.

          • Ich kenne viele Haltungsformen
          • Ich bin grundsätzlich immer für die “bessere” und “Tierfreundlichere” Haltungsform, aber, für mich sind Nutztiere eben Nutztiere.
          • Ich bin für gesunden Realismus: Was ist denn eine Skalierbare Lösung die alle Leute und Betriebe mitnimmt?

          “Stichwort: effiziente Ressourcennutzung.”

          Interessantes Stichwort, denn hier finde ich Tierhaltung wichtig.

          Viele Flächen bieten ja gar keine Möglichkeit, etwas anderes “anzubauen” als Heu. Bei der Rinderhaltung werden eben Stroh und Heu verfüttert, sowie die ganze Maispflanze. Alles Dinge, die Menschen nicht weiter benutzen oder essen können.
          Trend geht für viele auch Richtung Keto oder wieder mehr Fleisch, Milch und Ei aus gesundheitlichen Gründen.

          Wie auch immer, stay safe in dieser wilden Zeit. (:

        3. Danke für die rationale und differenzierte Antwort! So macht Diskutieren noch Spaß. 😉

          “Viele Flächen bieten ja gar keine Möglichkeit, etwas anderes “anzubauen” als Heu. Bei der Rinderhaltung werden eben Stroh und Heu verfüttert, sowie die ganze Maispflanze. Alles Dinge, die Menschen nicht weiter benutzen oder essen können.
          Trend geht für viele auch Richtung Keto oder wieder mehr Fleisch, Milch und Ei aus gesundheitlichen Gründen.”

          Richtiger und wichtiger Punkt. Hinzu kommt ja sogar noch, dass es Bereiche und Regionen der Erde gibt, in denen Menschen gar nicht die Wahl haben, zwischen tierischen und pflanzlichen Produkten zu wählen und somit für das eigene Überleben zum Konsum tierischer Produkte “gezwungen” sind.

          2 Punkte zu Deinem obigen Zitat.
          1) Mir fehlt bei dem Gedanken des Strohs/Heus eine umfassendere Perspektive. Natürlich ist es aus effizienter Perspektive besser, diese Ressource in etwas Verzehrbares umzuwandeln anstatt sie verrotten zu lassen. Dazu gehört dann aber auch, dass Kühe nicht nur von Heu leben, sondern auch enorm viel Wasser verbrauchen und Co2 sowie Methan in nicht unerheblichen Mengen ausstoßen, sodass die Waage hier nicht nur Gewicht auf der einen Seite hat.

          2) Als zweiten Punkt spricht du Keto und die gesundheitliche Facette an. Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen (wäre ja sonst evtl. was für einen Thread im Forum?) kann aber schon erwähnt werden, dass es unzählige Beispiele dafür gibt, dass ein Verzicht auf tierische Produkte nicht kausal zu einem schlechteren gesundheitlichen Zustand führt.

          Schönes Wochenende!

    1. Danke für Deinen Kommentar Nero

      (Nutze diesen Zweitaccount für die Kommentare unter den Artikeln bis Bug mit Hauptaccount gelöst ist).

  2. Wow, wie immer, extrem gut geschrieben! Danke!

    Auch ich bin ein großer Optimist [vor allem, wenn es um Technik geht 😉 ]. Genau wie Du schreibst, bedeutet das aber nicht, keinen “Plan B” zu haben.

    Leider gibt es in der EU einige Trends, die eindeutig in die falsche Richtung laufen. Wir haben nicht mehr den Anspruch führend in *Innovationen* zu sein, sondern führend in *Regulierung*. Die meisten Unicorns sind in den Vereinigten Staaten und Asien (China & Indien) und dieser Trend (vor allem in Asien) wird immer stärker.

    Man könnte über das “Warum” und “Wieso” viel schreiben, aber Balaji Srinivasan hat ein besseres und kürzeres “mental modell”. Es gibt aufsteigende und absteigende Klassen, Märkte, Länder etc. und diese lassen sich anhand von eindeutigen Trends benennen.

    Auch wenn es in der EU nicht zu einer Eskalation des Krieges kommt oder sonst unerwartete Dinge passieren, werden diese Trends (weg von Innovation, hin zu Regulation / weg von Bottom-Up, hin zu Top-Down) zu weniger Wohlstand für alle führen.

    OK, was machen wir? Deine Unterteilung ist sehr schön:

    1. Es passiert nichts Ungewöhnliches in der EU: Vermögen vorrangig in einen Welt-ETF investieren / mehrere Girokonten & mehrere Broker haben / Bitcoin & Hard- & Software-Wallets besitzen und auch einige technische Details kennen
    2. Eskalation (Krieg oder ein hartes Durchgreifen des Staates): Zusätzlich Goldmünzen (+ gepackte Tasche?) haben / Bargeld sollte idealerweise auch griffbereit sein / Plan B “raus aus dem Land”, um schnell handlungsfähig zu sein

    An Punkt 2 muss bzw. werde ich die nächsten Wochen arbeiten 🙂 Bisher habe ich kaum Gold gehalten und auch keine Tasche gepackt. Ein durchdachter “Exit” Plan fehlt leider auch.

    Danke nochmal und keep going 🙂

    (Vielleicht machen wir einen Thread mit “Plan B” / “Plan Exit” oder so auf und tauschen uns da aus. Auch wenn ich die Wahrscheinlichkeit einer großen Eskalation eher gering einschätze, sollten wir lieber für den unwahrscheinlichen Fall einen Plan haben 😉 )

    VG
    reinvest


    Kleine Ergänzung zu Punkt 2: Ich glaube, dass es zwar jedem klar ist, aber bei diesem Event ist das Depot für den Inhaber nichts mehr wert. Genau wie der Zugang zum Girokonto gesperrt wird, wird wahrscheinlich auch der Zugang zum Depot gekappt werden. Und da sind wir wieder bei Bitcoin / Krypto und auch Decentralized Finance (DeFi). Diesen Zugang kann niemand so einfach kappen, da nur der Besitzer der private Keys die Coins ausgeben kann und kein “middle man” existiert. Auch wenn wir aktuell gute Entwicklungen sehen, könnte vielleicht in einigen Jahren unser klassisches Aktien-Depot eventuell in einer DeFi-Umgebung existieren, dass uns mehr Freiheit bietet und uns auch vor möglichen staatlichen Zensur-Maßnahmen schützt.

    1. Hallo Reinvest.

      Die Einschätzung von Balaji teile ich und ich mag Sein Modell der aufstrebenden und absteigenden Wirtschaftsräume.

      Bezüglich gesperrte Zugänge kann man das Risiko nicht auf Null bringen aber eine Diversifizierung der Vermögenslagerorte (neben den Klassen) hilft deutlich. Außerdem hat ein Aktiendepot deutlich mehr rechliche Sicherheit als Geld bei einer Bank. Wir haben mehrere Aktiendepots in den USA und in Deutschland plus Krypto auf zwei Börsen plus ETN plus Selbsthosted.

      Krypto in einer selbsgehosteten Cold Wallet steht diesbezüglich zwar ganz an der Spitze hat aber ieder andere Risiken wie Verlust und gewaltsamer Diebstahl ($5 Wrench attack 😉 )

      Schönen Tag

  3. Hi,

    interessanter Artikel.
    Bei vielen der Punkte bin ich bei dir.
    Teil davon kling bissen nach Prof. Rieck (E-Autos-Kapitel)

    Meine Kommentare:

    1. Die Planwirtschaft ist ein großes Problem und führt durch fehlende Konkurrenz, falsche Anreize, zur Verminderung der Leistung und Verschlechterung der Wirtschaftslage
    2. Die Selbstbeschränkung (folgen von Green-Deal) wird dazu führen, dass wir die Schere zwischen Reich und Arm nur vergrößern werden und vor Allem, durch Verteuerung der Lebensmitteln, wird es sich langfristig in der Verschlechterung der Gesundheit von Bürgern widerspiegeln (Bio wird auf einmal zu teuer und dann exklusiv)
    3. Unsere ökologische Fertigung basiert auf dem Export von Drecksarbeit in anderen Länder (wie China). Nur so ist es leider noch einigermaßen wirtschaftlich. Allerdings sind wir dann komplett von der Lieferkette abhängig – die Folgen davon spüren wir jetzt.
    4. Die s.g. erneubaren Energien werden auf Dauer keine Lösung für uns sein – die sind schwer regelbar, komplett bürokratisiert und erst durch massive Förderung und Verteuerung der Energieträger einigermaßen rentabel. Ich verstehe nicht, wie dumm man sein kann, dass man ein Industrieland davon abhängig machen möchte. Ebenso die Idee einen Deal mit Russland zu machen, ist einfach naiv. Hierzu kommt das Paradoxe – Krieg in der Ukraine lass die wahren Gründe der Energieknappheit schön vertuschen und alles auf Putin schieben. Der Anfang davon geht aber mind. 11 Jahre zurück..
    5. Der Drang sich jetzt um eine Wärmepumpe oder PV-Anlage zu kümmern, ist wieder eine nächste Naivität. Es ist einfach falsche Zeitpunkt dafür – die Komponenten sind nicht verfügbar und wenn alle im November ihre Elektroheizung einschalte und dann noch die E-Autos laden, dann kann es schnell hier dunkel werden… Ich wurde, falls noch da, bei Ölheizung ein Jahr ausharren und dann überlegen. Ist wie auf der Börse – man kauft nicht die überteuerten Aktien.
    6. Dass Wirtschaftsminister jetzt den Menschen Angst macht, indem er vor evtl. Gassstop für Bürger warnt, ist für mich schon unglaublich. Anstatt zu nächsten Fototermin nach Kiev zu fahren, sollte er vielleicht aus dem in DE verfügbaren Kraftwerken das Optimum herausholen und die Hoffnung/Lösungen den Menschen und Industrie bringen. Das ideologische verfolgen von grünen Phantasien ist leider momentan nicht der richtige Weg. Was soll dieses Geschwätz bringen ? Sollen im Winter freundliche Denunzianten, die Nachbarn, die noch heizen, petzen oder sich mit Wohnzimmertemperatur unterbieten? Wo sind wir hier angekommen???
    7. Das mit der Marktkapitalisierung und Bedeutung von Deutschland in der Weltwirtschaft, bzw. derer Verfall ist schon ein Drama. Ebenso wie die Anmaßung der Bedeutung von uns auf Welt-Ökologie. Vor allem aber muss man in klaren sein, wo wir uns bereits “ökologisch” befinden und wo wir hin wollen. Ich wurde behaupten, dass die Fertigung in Deutschland bereits einen der höchstens Weltstandards entspricht. Das konnte man bei guter Versorgung alle Mitbürger bis jetzt noch erreichen. Dass was jetzt kommt ist die letzte 20% aus dem Paretto-Prinzip.
    8. Wo ist eigentlich Greta?
    9. Das Buch aus dem Titel muss ich mir wohl kaufen.

    Grüsse
    ziola

    1. Danke für Deinen umfangreichen Kommentar Ziola.

      Ich teile Deine Gedanken und Punkte. Vom quasi Wärmepumpenzwang ist man zum Glück wieder abgerückt und der größer werdende Energiemangel läßt hoffentlich auch im Bereich Atomkraft einen temporären Weiterlauf zu.
      Schönen Tag

  4. Ein toller Beitrag! Vielen Dank für die Zusammenfassung.
    Letztendlich ist deine Empfehlung (Rückzug; das Land verlassen) ja eine ähnliche wie im Buch von Ayn Rand. Ich bin diesen Schritt bereits gegangen (Zypern), aber ehrlich gesagt wird es langfristig auch hier sicherlich kritischer. Aktuell weiß die Regierung sehr wohl, dass der Reichtums Zyperns vor allem durch die wohlhabenden Flüchtlinge kommt. Aber langfristig?
    Ich habe aktuell folgende Überlegungen dazu:
    Vermögen primär in den USA haben. Sei es über den Kauf von Immobilien (direkt) oder eben über non EU Aktien. Gleichzeitig sollte man langfristig sein Depot wahrscheinlich nicht bei europäischen Brokern haben.
    Alternative ist noch: privat einfach nichts besitzen. LLC in den USA und die Immobilien darüber laufen lassen.
    Aber als Wohnsitz? Die Schweiz ist recht attraktiv, wobei die Zustimmung zum Kapitalismus da auch eher ein Witz ist. Welche Länder wären Alternativen (mit hohen Zustimmungswerten zum Kapitalismus): Polen, Singapur, Australien, USA.
    USA darf man aber wohl nicht an die Küsten ziehen.

    Je länger ich darüber nachdenke, desto öfter kommt mir der Gedanke: privat einfach nichts mehr besitzen. Um das allerdings wirklich ordentlich aufzusetzen und um nach Abzug der Kosten eine attraktive Rendite zu erzielen, benötigt es schon die eine oder andere Million.
    Also Fazit: schneller am Vermögen arbeiten und sobald es im soliden siebenstelligen Bereich ist, schützen.

    Das Buch ist aktuell auch unter dem Namen “der freie Mensch” für nen 10er auf Amazon zu haben.

    1. Danke Aaron,

      ich verfolge Deinen Werdegang regelmäßig auf Youtube und mag Dein positives Mindset sehr.

      Bezüglich Länderwahl ist nach meiner Meinung die Aufteilung in diese drei Klassen sinnvoll:

      • 1. Muss /möchte ich angestellt noch weiteres Geld verdienen.
      • 2. Muss / möchte selbständig z.T. ortsunabhängig noch weiteres Geld verdienen
      • 3. Muss kein weiteres Geld mehr verdienen und optimiert Livestyle und Steuern.

      Bei 1 sind immer noch die klassischen Länder USA, Australien, Canada, Schweiz, UAE, Norwegen aber auch Deutschland und Österreich vorne. Aber das würde ich zusammen betrachten mit dem Konzept der aufsteigenden und absteigenen Wirtschaftsräume.

      Bei Nr. 2 sind dann schon Ziele wie Deine Interessant (Georgien und Zypern). Aber auch Bulgarien und andere.

      Bei Nr. 3 spielt dann deutlich stärker der Lifestyle eine Rolle, da die restliche Lebenszeit immer kürzer und der Anreiz weiteres Vermögen anzuhäufen immmer unwichtiger wird. Dadurch bekommen Länder wie Portugal weitere Pluspunkte, die für Selbstständige steuerlich kompliziert sind.

      Schönen Tag und Dir viel Erfolg bei Deinen weiteren Unternehmungen

    2. Ich habe das Buch (1.200 Seiten) gelesen. Es ist mir zu langatmig und z.T, zu kitschig und klischeehaft. Der ‘Superunternehmer’, den es so nicht gibt, erinnert mich am ehesten an Elon Musk.

  5. Ja, schliesse mich an, gut geschrieben M., Danke.

    Es gibt noch eine dritte (unbeliebtere?) Moeglichkeit von alters her:
    – weglaufen oder …
    – KAEMPFEN (politisch, juristisch & aufklaerend, ggfs mit Waffen und v.a. ZUSAMMEN, alleine wird es nicht reichen)

    Mit Waffen: auch nicht meins (zu alt fuer den Sch…) aber Freiheit ohne Verteidigungsfaehigkeit ist halt sehr vergaenglich. Also irgend eine juengere Generation muss kaempfen fuer die Freiheit aller. Sonst ergeht es einem wie den Hobbits im Auenland, wenn die Orks kommen. Wenn man ein Tal weiter flieht, kommen die Orks halt ein bisschen spaeter zum erwaehlten Fluchtort?!

    Anmerkungen zu Kryptos:
    – vor/am Anfang einer Krise steigen die Kurse (alle wollen Geld fuer die “Reise” “transportabel” machen)
    – in der Krise: Wer soll mir denn jetzt was fuer meine Kryptos geben? (Argument: nur durch hohe Anfangs-Nachfrage kam mein hoher Kauf-Kurs zu stande, bei hohem Angebot (alle Gefluechteten wollen in Konsumgueter zuruecktauschen) dagegen faellt mein Verkaufs-Kurs immer weiter; ein schlechtes Geschaeft, oder?!)
    – Kryptos machen nur Sinn (als blinder Passagier, als Minderheitenloesung) in einem rechtlichen Rahmen (Rechtssicherheit, Eigentumsschutz, staatliches Gewaltenmonopol). In der Anarchie werden sie dir einfach am “Umtauschpunkt” abgenommen (wie auch Goldmuenzen). Also ist es m.E. eine laecherliche Illusion einer Sicherheit!

    Fazit: Wo hin kann man also aus Europa “fliehen”? Es bleibt nur Amerika (Supermacht mit Rechtssicherheit und Wehrfaehigkeit). Da reichen mE ein paar hundert Dollar fuer die Reise und ggfs ein Depot dort (immer schwerer als Steuerauslaender, oder?) oder halt in einem US-befreundeten Nicht-EU-Staat (CAN, AUS, UK)?

    Also: Alles wird gut. Bei Wohlstandsverlust, gar Hunger oder Kaelte hoert der Spass auf. Not ist ein guter Zuchtmeister: Es wird neue (vernuenftigere) Parteien geben, die Entscheidungen zum Wohle der Buerger treffen wollen. Allein die Androhung der Abwahl wird die bestehenden Parteien zu mehr Realpolitik treiben (sehen wir ja in zarten Ansaetzen schon ;-)).

    Viele von uns haben ziemlich viel Geld. Wie einsetzen (politisch, alternat. Medien, Flagge zeigen), um Anteil am Veraendern zu stiften? Wer hat konkrete Ideen?

    Man mag seine eigene Haut durch Flucht und Untertauchen, Wegducken, Gleichgueltigkeit retten, aber wer rettet dann die Haut deiner Kinder oder spaetestens Enkel?

    LG Joerg

    1. Toller Artikel und klasse Diskussion. Ich fände es auch top wenn wir paar „action-ables“ erarbeiten würden wir zB wo bekommt man einen non-EU Broker und wie geht man am besten vor. USA sollte ohne Social Security No. wohl kaum möglich sein.
      Kryptos sind hier auch zu erwähnen aber mMn schon gut abgedeckt.
      Was mir noch einfällt ist ein antifragiles System aus Freunden und Familie aufzubauen. Und staatliche Abhängigkeit im Sinne einer Autarkie abzubauen zB Haus mit Solar und Wärmepumpe, viel Grundfläche und eher in der Pampa. Dazu Starlink von Elon Musk als Internetzugang (gerne mal die Stories aus der UKR durchlesen – das ist ein wahrer Gamechanger). Und dann das Thema a la ‚millionaire next door‘ aussitzen 🙂

        1. Ich habe auch ein Depot bei IB, das sitzt aber in Irland. Glaube als Europäer kommst du nicht so einfach an ein Depot in USA.

        2. Das ist das Thema. Ich habe noch IB USA Konten aber dafür braucht man eine US- Sozial Security Nummer / einen ehemaligen Aufenthalt dort.

          Ist ein gutes Thema um mehr zu recherchieren um ohne diese Dinge mehr Optionalität zu erreichen.

      1. Danke für Deinen Beitrag Breather.

        Aussitzen oder aktiv umziehen. Ich würde mir auf jeden Fall Gedanken zur weiteren Zukunft des Landes machen. Diese ist abhängig vom Wahlverhalten und der Einstellung der restlichen Bevölkerung.

        Schönen Tag

    2. Hi Jörg,
      sehe ich auch so. Immer weglaufen, wird nicht funktionieren.
      Die geopolitischen Auseinandersetzungen finden zwischen USA, China und Russland (kann auch sein, dass die sich nun selbst ins Knie geschossen haben) statt – auch zwischen dem, was man den freien Westen nennt und den Rest an autoritären, diktatorischen Staaten sowie failed States.
      Die USA sind wohl weltpolitisch der Fels in der Brandung, wenn sie sich nicht (was durchaus sein kann) von innen heraus selbst zerstören. Wenn es in Europa instabil wird, wird wohl auch die Schweiz mit runtergezogen werden. Es ist nicht vorstellbar, dass Europa in Chaos, Elend und Krieg versinkt und die Schweiz als Insel der Seligen mittendrin unverändert weitermachen kann. Den Mittelmeerraum halte ich für ein Pulverfass: Naher Osten, Afrika, Türkei – nur mit Mühe wird offener Krieg unterdrückt, das kann jederzeit umschlagen.
      Ich für meinen Teil würde die USA allen anderen Ländern unter dem genannten Gesichtspunkten vorziehen. Lediglich zwei Nachbarländer, größte Militärmacht und von den meisten Schurkenstaaten durch Ozeane getrennt.

      Ob man wenigstens Teile seines Privatvermögens retten kann, wenn hier alles ins Rutschen kommt? Wird schwierig, selbst die Milliarden schweren russischen Oligarchen haben Probleme. Diversifizierung ist wohl auch hier das einzige Mittel.

      Vielleicht sehe ich es zu pessimistisch, aber für Kinder und ggf. Enkel wird es erst einmal rückwärts gehen.

      1. Menschen die Nachdenken und im Bedarfsfall dann auch Handeln steht die Welt offen und es gibt immer eine Lösung.

        Das zeigen sogar die dunkelsten deutschen Kapitel 1933-1945 und nach 1945 in den neuen Bundesländern.

        Wer die Situation damals zügig erkannt, sich dann nicht von seinen Mitmenschen hat demotivieren lassen (so wie es einige hier auch in den Kommentaren tun) und dann entschlossen reagiert hat, hat sein und das Leben seiner Liebsten und damit deren Zukunft gerettet.

        Schönen Tag

        1. Schlimm, aber man kann sich natürlich Szenarien vorstellen, in denen die (Über-) Lebenden die Toten beneiden.
          Genau genommen, ist das Leben auf diesen Planeten ein Ritt auf der Rasierklinge und endet ohnehin früher oder später. Es geht halt darum diese paar Jahre möglichst schmerzarm zu gestalten und dafür kann man eine Menge selbst beitragen. Es können aber Umstände eintreten, wo das auch nicht mehr hilft.

    3. Danke für Deinen Beitrag Jörg!

      Den Bereich Krypto sehe ich deutlich anders. Wie bei Gold auch, ist die gesamte Welt nicht gleichzeitig in der gleichen Situation, sondern es gibt aus den unterschiedlichsten Gründen Käufer und Verkäufer. Es ist zum aktuellen Zeitpunkt neben der Spekulation auf weitere deutliche Kurssteigerungen jetzt schon ein großes Hilfsmittel für viele Menschen in unstabilen Ländern Ihre Werte auch bei der Flucht zu erhalten.

      Stell Dir vor, Du bis ein Ukrainer oder ein Argentinier und Du willst das Land zügig verlassen. Wie kannst Du Deine Werte über die Grenzen in ein anderes Wirtschaftssystem mitnehmen, ohne entwertet oder ausgeraubt zu werden?

      US-Dollar darfst Du im Land selbst nicht in großen Mengen kaufen. Die lokalen Währungen sind außerhalb des Landes so gut wie wertlos und werden sehr ungern überhaupt angenommen.
      Mit großen Mengen an Gold bis Du bei jedem Check an der Grenze ein Target und Überweisungen in neue Länder gehen auch nicht, wenn Du nicht schon Konten etabliert hast.
      Die Lösung ist Bitcoin. Du brauchst Dir nur die Passwörter zu merken oder so aufschreiben, dass niemand erkennt was es ist.

      Bezüglich flüchten vs. kämpfen hört sich letzteres heroisch an. Es gibt Situationen, bei denen sich kämpfen lohnt und es gibt andere wo es eine reine Lebensverschwendung war und ich. In Nordkorea, Venezuela, oder auch in der ehemaligen DDR wäre kämpfen kompletter Irrsinn und Lebensverschwendung.

      Das Gleiche gilt in Ländern in denen die bei weitem absolute Mehrheit mit dem Kurs des Landes zufrieden ist und Du in einer kleinen Minderheit bist. Dann macht es nach meiner Meinung mehr Sinn woanders ein gutes Leben zu führen und dort als Beispiel für das zurück gelassene Gebiet und Deine Familie zu dienen.

      Ich würde für meine Familie ohne zu zögern mein Leben lassen und kämpfen auch wenn es aussichtslos wäre. Für das Deutschland des Jahres 2022 kann ich wahrscheinlich keine ausreichenden Gründe finden, dass zu tun.

      Schönen Abend

      1. Selbst wenn man sich als Bevölkerung einig wäre sich verteidigen zu müssen – und dies auch tun zu wollen – hätten wir praktisch nicht mehr die Mittel dazu. Es gibt in die D nicht mal mehr genügend Altwaffen um eine Reserve richtig auszustatten. Ersatzteile für Waffen müssen heute schon teilweise als Einzelanfertigung hergestellt werden. Von genügend Muntion reden wir erst gar nicht 😉
        Egal, Putin wird eh keinen NATO Staat angreifen, oder vielleicht doch? 😉 Welch paradiesisch schönes Gefühl, sich im Notfall nicht mal verteidigen zu können…

        Nur wo könnte man hin? Chile war bisher mein Favorit. Aktuelle Gespräche haben dazu geführt, den Plan zu verwerfen.

    1. Mit den Infos wie das Bankonto in dem Artikel beschrieben worden, kannst du davon ausgehen, dass das die Euro Pacific Bank ist.

      https://europacbank.com/

      Dort bekommt man grade aufgrund der SEC auch kein Geld raus. Vermutlich wären die Wirtschaftshubs wie VAE oder Singapur auch ein guter anlaufpunkt für Konten.

      Das eine Vollbank laut den regulatoren unterkapitalisiert sei und dann unter der Zwangsverwaltung der OCIF (Porto ricos Version der SEC) gestellt werden kann, muss mir nochmal jemand erklären:

      https://news.bitcoin.com/bitcoin-skeptic-peter-schiff-will-sell-troubled-euro-pacific-bank-for-btc-if-regulators-let-him/

      Edit:
      https://www.nytimes.com/2022/06/30/business/puerto-rico-euro-pacific-bank.html

      Gruß,
      Pascal

    1. Hi Gast.

      Die sind nicht Spammy sondern Lebensgeschichten von Menschen aber ich kann den generellen Wunsch nach Abwechslung verstehen.

      Schönen Tag

  6. Ich habe eine Schuhschachtel: Bargeld in Euro und USD; Goldmünzen 1/10 und 1/1 Unzen. Beruhigt ungemein, große Empfehlung.

    Je ein Girokonto+Depot in D und AUT (beides EU nicht ganz optimal).
    aufgeteilt mit
    (All World ETF) + (Giro-EUR und ETF US Anleihen kurzfristig)

    sollte fürs erste reichen

  7. Es wäre verwunderlich, wenn China – mit deutlich größerer Fläche, größerer Bevölkerung und größerem, wachsendem Energiebedarf – beim Ausbau nicht vor Deutschland liegen würde. Es könnte bei uns schneller gehen, aber bezogen auf den Gesamtanteil liegen wir bisher deutlich vorne (D: über 40%, CN: unter 30%).

    Mich stört die irreführende Grafik von BP. Dies aus zwei Gründen:

    a) Es ist nicht ersichtlich, warum Wind und Sonnenstrahlung als Energieträger als Renewables bezeichnet werden, die Wasserkraft (“Hydroelectricity”) dann aber separat aufgeführt wird. Es gibt da bessere Unterteilungen (etwa mit Laufwasser, Pumpwasser, Biomasse u.ä.).

    Gravierender ist:

    b) Die Grafik zeigt den Primärenergieverbrauch, d.h. die im jeweiligen Energieträger enthaltene Energie, in der Verluste durch Transport, Umwandlung und schlechten Wirkungsgrad nicht enthalten sind. Ein typischer Ottomotor hat einen Wirkungsgrad von 20%, ein guter Ottomotor von 35%, ein Dieselmotor kommt auf 40 bis 55%, bezogen auf die Bewegungsarbeit, die er verrichtet. Der Rest geht als Wärme verloren.

    Bei thermischen Kraftwerken sieht es ähnlich aus, soweit die entstehende Wärme über große Türme oder Einleitung in Flüsse abgeführt werden muss und nicht anderweitig (mit Kraft-Wärme-Kopplung) genutzt werden kann.

    Die tatsächliche Nutzenergie ist um einiges kleiner und hinzu kommt: Das Szenario aus erneuerbarem Strom und Elektromotor (Wirkungsgrade 70-90%) oder Wärmepumpe (Wirkungsgrad bei gleicher Rechnung 200-400% bezogen auf die eingesetzte elektrische Energie) ist deutlich effizienter.

    Dementsprechend sind die fossilen Energieträger in dieser Grafik sehr stark aufgebläht. Oder plakativer: wenn wir drei von vier Benzinern durch erneuerbar geladene Elektroautos ersetzen würden, läge Öl bei dieser Darstellungsweise immer noch bei über 50%.

    1. Danke für Deine Gedanken, Andreas und den Hinweis bezüglich Energieeffizienz.

      Damit hast Du zum Teil recht.

      Beim elektrischen Energieverbrauch muss man dann aber auch die gesamte Wirkungsgradkette betrachten. Das heißt bz.B. beim Elekrtrofahrzeug nicht nur den Wirkungsgrad des Motors (der ist sehr gut) sondern auch die Energieverluste beim Befüllen der Batterie, beim Herstellen des Stroms und auch bei der Herstellung der Batterie selbst (dabei werden aktuell sehr große Mengen an CO2 frei) und man schafft neue Abhängigkeiten aus unsicheren Regionen (seltene Erden plus Lithium plus Entsorgung der Batterie).

      Schönen Tag

  8. Ich denke ich begreife die Intention des Artikels, man sollte sich gundsätzlich regelmäßig und erst recht auch in Krisenzeiten fragen, ob man richtig aufgestellt ist.
    Allerdings sind mir persönich die angedeuteten Tiefen zu tief und die Höhen/Ideale zu hoch.
    Zu den Höhen: Kapitalismus ohne Leitplanken bzw. ohne staatliche Eingriffe halte ich nicht für erstrebenswert, da er ungelenkt das Potenzial hat, Gesellschaften zu zerstören oder zumindest nachhaltig zu entfremden, indem er Eliten noch elitärer macht. Im Kapitalismus-Musterland Amerika sieht man das ganz gut. Ich bin weder für Staatsgläubigkeit noch für Staatsfeindlichkeit sondern für einen Mittelweg. Ich kenne das zitierte Buch nicht, für mich hört sich die Geschichte allerdings nach der zeittypischen amerikanischen Angst vor Kommunisten und deren Ideen an, gehört also in die rechte Ecke der Diskussion und ist ein Extrem. Bis ins hier und jetzt haben amerikanische Präsidenten beider Lager es jedenfalls bisher nicht geschafft, Amerika zu Grunde zu richten. Zugegebenermaßen wurde aber auch wenig dafür getan, die gesellschaftlichen Entwicklungen in Amerika wieder in eine positivere Bahn zu lenken. Jedes Land / jeder Wirtschaftsraum hat seine Probleme, mit den Amerikanern würde ich jedenfalls nicht tauschen wollen. Zu den Höhen sei zusammenfassend also gesagt, dass das Gras woanders immer nur grüner erscheint als es bei näherer Betrachtung tatsächlich ist.
    Zu den Tiefen: Wenn sich die Nachrichtenlage verschlechtert, sieht die Zukunft immer düster aus. Die Sorge vor dem Kollaps nimmt zu und die Finanzforen beschäftgen sich wieder stärker mit Absicherungsstrategien. Es gab in der Geschichte der BRD schon mehrere Krisen, in denen man das Ende der Geschichte ausgerufen hat. Ich bin zuversichtlich, dass es auch diesmal nicht kommt. Auch ich bin nicht mit den angesprochenen energie- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen der EU einverstanden. Aber staatliche Eingriffe gab es schon immer (auch in den USA) und schon immer hat sich entweder die Wirtschaft angepasst oder die politischen Mehrheitsverhältnisse haben sich verändert. Der Mensch sieht nur die Vergangenheit und das Hier und Jetzt, ist nicht sonderlich begeistert von grundlegenden Änderungen und kann sich daher eine vom Hier und Jetzt abweichende Zukunft auch nur sehr schwer vorstellen. Ich will sagen, dass auch überall Chancen bestehen, nicht nur Risiken. Völlig richtig ist, dass es kurzfristig ungemütlich werden kann und man sich entsprechend aufstellen sollte. Auf gepackten und mit Gold und Bargeld verstärkten Koffern sitzen erscheint mit persönlich allerdings zu extrem/düster und lässt vor meinem geistigen Auge die “duck and cover” Überungen in amerikanischen Schulen sowie die zahlreichen Bunker in amerikanischen Vorgärten erscheinen, die ich mal im Fernsehen bestaunt habe.
    Hier wurde glaube ich auch schon geschrieben, dass der richtige Fucht-Zeitpunkt viel wichtiger als die Liquidität ist, denn Liquidität nutzt einem im Zweifel nach diesem Zeitpunkt in meinem Verständnis der dunkelsten Zeiten unseres Landes nicht mehr viel.

    1. Das Kapitalismus Musterland (wenig, aber bestimmter staatseinfluss, maximale Werteschöpung in der Wirtschaft) ist Liechtenstein mit einer staatsquote von meist unter 20%

      Die USA sind n super Beispiel für Kooperatismus. Mit Kapitallistischen Ansätzen.

      Funfact: Der Neoliberalismus hat sich damals ausgebildet weil die Anhänger glaubten es bräuchte mehr staatseingriffe als im Laise fair Kapitalismus.

    2. Dass es Leitplanken geben muss bestreitet kaum einer. Leitplanken sind aber was anderes als vorgegebene Schienen. Was ich damit meine:

      CO2 Preis, idealerweise global = Leitplanke
      Vorgabe einer Technologie = Fixe Schienen

      Leider liegen die staatlich gebauten Schienen oft falsch. Parallelen zur Deutschen Bahn als Staatskonzern sind rein zufällig 😉

      1. Hm, erkläre bitte, wo eine Technologie vorgegeben wird, das sehe ich nicht. Beispiel Abgasemmissionen: Verbot von CO2 Ausstoß für neu zugelassene PKW ab 2035, das ist eine Leitplanke (die ich nicht für sinnvoll erachte). Mit welcher Technologie das erreicht wird ist nicht vorgegeben.
        Ich sehe auch nicht, dass es grundsätzlich seit 15 Jahren bergab geht und der Anschluss verpasst ist. Es geht seit Jahrzehnten mal bergauf und mal bergab, mal ist der Anschluss näher und mal weiter weg. Da ist das Fazit des Artikels auch richtig, es geht langfristig bergauf, wenn man aber auf kurze Sicht Schiffbruch erleidet, nützt einem das nicht viel. Deinen Pessimismus teile ich jedenfalls nicht. Es gibt kein Land der Welt, in dem alles dufte ist und nichts zu kritisieren wäre. Das ist auch meine Kritik an dem Artikel, die Lage ist aus meiner Sicht nicht so finster wie skizziert.

        1. Man kann Technologien verbieten ohne diese aktiv zu benennen.
          CO2 Ausstoß von PKW verbieten schließt automatisch z.B. synthetische Kraftstoffe aus (ohne dass ich damit sagen will, dass diese die/eine Lösung sind).

          Bzgl. “bergab”: Naja, unser Anteil am Welt GDP nimmt weiter ab, und der verbleibende Anteil wird größtenteils von alteingesessenen Unternehmen generiert. Diese stehen zudem massiv unter Beschuss, u.a. unsere Kernbranche Automobilbau. Da geht es m.E. nur vordergründig um Elektro (das bekommen die gut hin), die wirklich spannende Revolution wird fahrerlose Mobilitätsdienstleistung sein. Und in diesem Bereich haben unsere Autobauer rein gar nichts zu melden.

          Dazu: Es gibt hierzulande kein einziges Unternehmen was nur ansatzweise mit Alphabet, Amazon, Microsoft, … vergleichbar wäre (Mindset, Skalierbarkeit).

          => Wo soll der Wohlstand in Zukunft herkommen?

        2. @Julian wir kommen da auf keinen gemeinsamen Nenner. Du verkennst auch meine Intention, mir geht es darum, diesem ganzen Pessimismus hier einen anderen Blickwinkel entgegenzustellen. Wenn ich mit Menschen spreche die unreflektiert alles super finden nehme ich auch da die Gegenposition ein, denn auch ich sehe mehr als genug Probleme, aber sich gegenseitig vorzujammern wie schlimm alles ist und wie beschränkt alle Menschen mit anderen Meinungen sind hilft mir persönlich nicht weiter. Mehrwert kommt in der Diskussion durch andere Blickwinkel, ich lese und reflektiere wie Du sicher auch über alles was ich lese und kann am Ende dennoch anderer Meinung sein.
          Zuletzt noch zu diesem Buch: Du unterstellst mir, dass ich die Diskussion unterbinden will. Auch das ist nicht so, vielleicht ist es eher Dein Muster, andere Meinungen als nicht relevant oder nicht reflektiert hinzustellen. Ich erkläre mich aber auch hier gern nochmal detaillierter: Ich muss nicht jedes zitierte Buch gelesen haben, um nach einem Blick auf die Entstehungszeit und den Inhalt eine zeittypische Einordnung in die gesellschaftlichen und politischen Ströme machen zu können. Das Buch ist in meinen Augen ein Extrembeispiel für den rechten Rand (und Rechts bedeutet in US-Zusammenhang etwas anderes als in Deutschland). Ich schreibe nichts von Verabscheuung wie Du unterstellst, mir geht es darum die Einseitigkeit aufzuzeigen. Wie ich geschrieben habe bin ich weder ein Freund von Staatsgläubigkeit (links) noch von Staatsfeindlichkeit (rechts).
          Mach Dir bitte einfach bewusst, dass nicht alles was Du liest so gemeint sein muss wie Du es verstehst. Wir schreiben zwar in der gleichen Sprache, man kann über diesen Weg der Kommunikation aber niemals das was man aussagen will so ausdrücken, dass jeder es so versteht wie man es gemeint hat. Allen mit abweichenden Meinungen zu unterstellen, sie würden die Diskussion unterbinden wollen, unterbindet am Ende die Diskussion.

          Nachtrag: “Wo soll der Wohlstand in Zukunft herkommen?” Das ist genau mein Punkt, die ersten Industriellen in England konnten sich auch nicht vorstellen, dass man mit irgendwas anderem als ihren Tüchern Geld verdienen könnte. Und so können wir uns heute nicht vorstellen, was nach dem Automobil und nach den Tech-Konzernen kommt. Irgendwas wird aber kommen und es ist nicht zwangsläufig so, dass wir hier nicht mitspielen können. Die westlichen Gesellschaften sind jedoch satt und eingefahren, das ist das größte Problem aus meiner Sicht. Wenn wir Glück haben, wird eine neue Generation neue Ideen haben und bis dahin wird die tendenzielle Wirtschaftsfeindlichkeit der EU-Regulatoren sich hoffentlich wieder gewandelt haben. Und wenn nicht wird es irgendwann keine EU mehr geben, da sie während Verteilungskämpfen auf dem Weg nach unten unter die Räder kommt.

        3. Ein weiterer Punkt zu Deiner Aussage bzgl. Atlas Shrugged:

          Ich kenne das zitierte Buch nicht, für mich hört sich die Geschichte allerdings nach der zeittypischen amerikanischen Angst vor Kommunisten und deren Ideen an, gehört also in die rechte Ecke der Diskussion und ist ein Extrem”

          Vielleicht fällt es Dir selbst auf beim erneuten Lesen: Das ist ein mittlerweile klassisches Muster:

          1) kenne ich nicht
          2) hört sich oberflächlich nach Kapitalismus an
          3) muss daher “rechts” sein
          4) damit ist es zu verabscheuen
          5) daher besser gar nicht damit auseinandersetzen

          So lässt sich jede Diskussion hierzulande unterbinden.

          Ich kann nur empfehlen Atlas Shrugged zu lesen. Ein toller Roman, der vergleichbar mit Büchern wie z.B. 1984 Gesellschaftstrends auf die Spitze treibt und damit die eigene Reflektion antreibt.

        4. Ich kenne das Buch und @Siduva hat es völlig richtig eingeschätzt.

          Die Story ist quatsch, die “Plünderern” sind lallende Vollidioten die an einer Stelle völlig offen zugeben, dass was sie tun unsinnig sind, die Guten sind hübsch, die Bösen sind häßlich, die Lösung ist ein magischer Motor und alle Regeln die sich die Guten auferlegen gelten nur, wenn sie gerade passen.

          Von der Verherrlichung von Kinderarbeit will ich gar nicht anfangen.

          Das Buch hätte einen guten Lektor benötigt, der es um 60% kürzt und auch sonst einiges ändert, aber es lohnt sich dennoch es zu lesen, da es das Denken vieler Libertärer immer noch gut erklärt.

        5. Eine der unsympathischsten deutschen Charaktereigenschaften ist es nach meiner Meinung so zu tun als wüßte man alles und läßt das den Rest der Welt das dann ununterbrochen wissen.

          Am auffälligsten ist das oft bei Reisen in andere Kulturkreise. In den USA habe ich mich manchmal in Grund und Boden geschämt, wenn manchen deutsche Expats den Amerikanern die Welt erklären wollten.

          Ludwig von Mises liebte das Buch – Millionen von Buchkopien. Hätten sie doch nur vorher auf den allwissenden Alemannen gehört

        6. Die Ironie dieses Kommentars ist wirklich beeindruckend.
          Es gibt auch Amerikaner, die das Buch kritisieren. Hätten die doch bloß auf dich allwissenden Alemannen gehört…

          Klar gibt es tausende und vielleicht Millionen von Menschen, die das Buch gut finden. Es ist nicht ohne Grund zur “Bibel” der Libertären geworden.
          Das darf auch jeder gerne so sehen. Mich hat das Buch hingegen abgeschreckt.

          “It is said that catastrophes are a matter of pure chance, and there were those who would have said that the passengers of the Comet were not guilty or responsible for the thing that happened to them.

          […]

          The woman in Roomette 9, Car No. 12, was a housewife who believed that she had the right to elect politicians, of whom she knew nothing, to control giant industries, of which she had no knowledge.

          […]

          These passengers were awake; there was not a man aboard the train who did not share one or more of their ideas. As the train went into the tunnel, the flame of Wyatt’s Torch was the last thing they saw on earth.“

          Klar hatte die Frau es verdient im Tunnel zu ersticken. Und wer dieses Buch deswegen für “extrem” hält, der labelt unberechtigt Dinge.

    3. Danke für Deine Gedanken Siduva.

      Es geht mir nicht um Panikmache, sondern um darum sich Gedanken um die weitere Entwicklung zu machen.

      Das Buchbeispiel ohne Kenntnis als “Rechte Ecke und Extrem” zu bezeichnen ist für mich leider ein Beispiel für aktuelles Zeitgeistverhalten Dinge gesellschaftlich zu labeln und damit Menschen in Ecken zu stellen.

      Schönen Tag

      1. @Maschinist ich habe mich noch nicht verständlich machen können, daher nochmals ein Erklärungsversuch:
        Ich sehe den Artikel nicht als Panikmache, mir ist er nur zu pessimistisch, daher wollte ich einen anderen Blickwinkel aufzeigen. Die Intention verstehe ich und finde ich gut – man sollte sich immer und gerade auch in diesen Zeiten fragen, ob man richtig aufgestellt ist.
        Ich möchte auch keine Menschen in eine Ecke stellen, sondern die Einseitigkeit Deines Buchbeispiels aufzeigen.
        Ich halte es für Konsens, dass die Gesellschaft normalverteilt ist, es also einen dicken Bauch in der Mitte gibt, der rechts und links abnimmt, je stärker es an die Ränder geht. Der äußere rechte und der äußere linke Rand sind daher für mich Extreme. In unserer Diskussion hier in der rechten Ecke das Extrem, dass den Staat als Feindbild sieht und ihn so klein und machtlos haben möchte wie es nur geht. In der linken Ecke das Extrem, dass den Wohlfahrtsstaat will und weite Teile der Wirtschaft am liebsten verstaatlicht sehen möchte. Beides ist nicht meine Meinung.
        Zum zitierten Buch: Was ich über den Inhalt gelesen habe und über den Kontext der Entstehungszeit weiß reicht mir aus, um dieses Buch in der Normalverteilung nicht in der Mitte sondern am rechten Rand zu verorten. Das ist keine Wertung sondern der Hinweis auf ein Extrem und damit die Aufforderung, sich für ein Gesamtbild dann gerne auch mit dem anderen Extrem vom linken Rand auseinanderzusetzen, um sich eine fundierte Meinung bilden zu können. Meinungsbildung anhand einseitiger Quellen ist nämlich ein echten Problem unserer heutigen Zeit.
        Also nochmal zum Abschluss: Nicht Panikmache und gelabelte Menschen in Ecken, sondern einen Gegenpol zum Pessimismus und der Hinweis auf die Einseitigkeit des Literaturbeispiels sind mein Thema.

  9. Danke für den Artikel Maschinist, war spannend zu lesen und hat mich zum nachdenken angeregt.

    Ein paar Gedanken dazu von mir:

    – Ich halte die Wahrscheinlichkeit dass Putin ein NATO Mitgliedsland angreift für sehr gering. Er weiß dass er diesen Krieg mit der NATO nicht gewinnen kann. Insofern halte ich zumindest derzeit das Risiko dass Deutschland in einen Krieg rutscht für gering.

    – Dass Deutschland und auch Europa keine guten Aussichten haben stimme ich voll zu. Wirtschaftlich verlieren wir derzeit den Anschluss. Auch die Energiepolitik finde ich furchtbar. Alle sollen E-Autos und Wärmepumpen haben und gleichzeitig aber am besten sich ein Notstromaggregat anschaffen? Ein schlechter Witz ist das.

    – An einen Wegzug aus D hängt so viel dass ich versuchen werde diesen Schritt nur zu gehen wenn es unbedingt sein muss. Hintergrund ist dass meine Eltern und damit Oma und Opa meiner Kinder in jedem Fall in D bleiben würden und man sich dann so gut wie nicht mehr sieht. Auch der Freundeskreis von uns und den Kindern wäre verloren und muss neu aufgebaut werden. Zudem fühlen wir uns in unserer Wohngegend mit lauter jungen Familien und Freunden sehr wohl. Es geht bei solchen Entscheidungen vor allem als Familie um so viele Punkte.

    1. Uns geht es ähnlich. Ohne Familie wären wir hier schon lange weg.

      Bzgl. “Anschluss verlieren”: das war in den letzten 15 Jahren so. Mittlerweile haben wir den Anschluss schon längst sang und klanglos verloren.

      Wir müssen aufhören hier die Verlaufsform zu nutzen, denn das hört sich immer so an, als ob es reichen würde “mal langsam sich was zu überlegen”

      1. Wohin wärst du dann schon längst ausgewandert? Ich finde das schreibt sich so leicht, aber realitischerweise liegt die Hürde dafür extrem hoch.

  10. Guter Artikel (mich haben die Interviews auch etwas ermüdet) und angenehme Diskussion. Was ich noch dazu beitragen möchte ist, dass private Haushalte wie auch Unternehmen etwas zur Überoptimierung neigen. Bei Unternehmen zeigt sich das in globalen, fragilen Lieferketten. Bei (frugalen) Privathaushalten im Aufschieben von Erneuerungsinvestitionen und dem Wegschmeißen funktionsfähiger Sachen, nach dem Motto “ich kann mir ja morgen etwas neues kaufen”. Das fängt damit an, dass die meisten keine Lebensmittel mehr anbauen (ich auch nicht aufgrund meines Wohnortes) und geht weiter im Ausquetschen der Hauselektronik (Waschmaschine und co.) bis zur letzten Umdrehung. Auch wenn Redundanz uneffizient ist und regelmäßige Erneuerungen ökologisch problematisch sind, sollte man sich meiner Meinung nach eher fragen was man wirklich braucht und das dann in Ordnung halten, als jedem Trend hinterherzurennen und bei den wichtigen (lebenserleichternden) Dingen zu sparen.

    Die Frage nach einem Auslandsdepot habe ich mir auch schon gestellt, aber bis auf die Schweiz scheint nichts außerhalb der EU möglich zu sein. Ich meine, dass das Vermögen auch wirklich außerhalb der EU verwahrt wird, was bei IB und Charles Schwab nicht der Fall ist. Und die Schweiz wird sich wohl kaum gegen eine totalitäre EU wenden, die ihren Bürgern den Zugriff auf ihr Vermögen verweigert.

  11. Ich ziehe meinen Aluhut vor diesem Geschwurbel. Aber man darf ja angeblich nichts mehr sagen, daher wird dieser Kommentar wahrscheinlich sowieso nicht freigeschaltet 😉
    Ich würde dir raten, erstmal tief durchzuatmen und dann mal ganz konkret deinen Plan auszuarbeiten, wo es denn hingehen soll. Dubai, wo es nur gegen Geld grundlegende Menschenrechte gibt? Die USA, in der es grundlegende Menschenrechte nur noch für Männer gibt? Gut, so wie du in diesem Artikel klingst, ist dir das egal, du bist ja ein Mann. Nach mir die Sintflut.
    Viele Grüße
    Jenni

    1. Moin @Jenni

      zu “Die USA, in der es grundlegende Menschenrechte nur noch für Männer gibt? Gut, so wie du in diesem Artikel klingst, ist dir das egal, du bist ja ein Mann.”

      Das liest sich ziemlich frustriert?
      Was ist dir denn passiert?
      Frau/Mann war doch gar kein Thema oben?
      Wie koennten wir dich aufmuntern?

      LG Joerg

      1. Ich glaube Jenni spielt auf solche “Schweinereien” an:

        https://www.focus.de/politik/ausland/abtreibungs-irrsinn-in-den-usa-schwanger-nach-vergewaltigung-10-jaehrige-reist-zur-abtreibung-nach-indiana_id_108876232.html

        Persönlich möchte ich niemals in den USA leben, wieviele Schulmassaker hat es denn in letzter Zeit gegeben? Wenn ich Kinder hätte, möchte ich sie so nicht aufwachsen lassen.

        @All,
        finde es gut sich immer wieder mal Gedanken für den Krisenfall zu machen, Geldkonten in 2 Ländern, breit diversifiziertes Aktienportfolio, bisschen Goldmünzen, Krypto (hab ich nicht), dennoch fraglich ob das dann wirklich hilft.

        Auswandern im Krisenfall stell ich mir nicht einfach vor, da werden viele Länder ganz schnell die Schotten dicht machen, dann muss man noch die richtige Nationalität haben, Reichtum hat den russischen Oligarchen jetzt auch nicht geholfen, den ukrainischen männlichen Oligarchen bestimmt schon eher.

        Bildung und Fremdsprachen scheinen mir eine sehr lohnenswerte Investition in die Zukunft zu sein, auch ohne Krisen.

        Schönes Wochenende 🙂

        1. @Annabella
          Danke fuer den Hinweis (obwohl jetzt noch nicht von Jenni bestaetigt?!).

          Ja, Vergewaltigungen sind schrecklich! Sie passieren ueberall.

          Hoffentlich, wird das arme Maedchen aus dem Focus-Artikel gut betreut und der Taeter gerecht bestraft.

          Wirklich sicher kann man leider nirgends vor Vergewaltigungen sein:

          https://worldpopulationreview.com/country-rankings/rape-statistics-by-country
          Da ist es ein schwacher Trost, dass andere Laender das Ranking vor den USA anfuehren.

          Country_____   Rate Incidents Year   Population
          Botswana____   92.93   01,865   2010   002,441,162
          Lesotho_____   82.68   01,777   2009   002,175,699
          South Africa   72.10   42,289   2019   060,756,135
          Bermuda_____   67.29   000043   2004   0000061,939
          Sweden______   63.54   05,960   2010   010,218,971
          Suriname____   45.21   000223   2004   0000596,831
          Costa Rica__   36.70   01,685   2009   005,182,354
          Nicaragua___   31.60   01,829   2010   006,779,100
          Grenada_____   30.63   000032   2010   0000113,475
          StKittsNevis   28.62   000015   2010   0000053,871
          Australia___   28.60   06,378   2010   026,068,792
          Belgium_____   27.92   02,991   2010   011,668,278
          UnitedStates   27.31   84,767   2010   334,805,269
          UnitedKingdm   27.29   17,316   2010   068,497,907

          Heute gibt es die “Pille danach” oder falls versaeumt noch weitere, kreative Wege abzutreiben, falls es am Wohnort problematisch ist:
          https://www.nzz.ch/gesellschaft/eine-abtreibung-ist-eine-akzeptable-art-um-zu-regulieren-ob-man-kinder-hat-oder-nicht-egal-ob-man-es-einmal-oder-zehnmal-macht-ld.1690538
          (ich finde den Artikel interessant, aber einseitig werden die Rechte der Ungeborenen Kinder auf Leben oder der ggfs uninformierten Vaeter nicht thematisiert)

          LG Joerg

    2. Danke Jenni,

      du sprichst mir aus der Seele.
      Im obigen Artikel gehts nur darum, wie kann ich meine Schäfchen ins Trockene bringen, in D bzw. Europa ist eh alles schlecht, usw.

      was ist das für ne Einstellung bei Kleine oder großen Schwierigkeiten sofort zu fliehen.

      wäre es nicht besser verantwortung für seine Umgebung zu übernehmen?

      z.b. kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Kinder, Jugendarbeit, Umweltschutz, usw.

      kein Wort davon, nur immer wie werde ich reicher und reicher und reicher…

      Schade.

      danke jenni, dass du es genauso siehst.

      dachte schon ich bin der einzige hier.

      schöne Grüße

      Stefan

      1. Es geht nicht ums fliehen, sondern im Endeffekt darum neben sich selbst auf seine Familie und Lieben acht zu geben.

        Für mich geradezu unverantwortlich, sich darum bei eigenen Kindern keine Gedanken zu machen.

        Bezüglich Nachhilfe und Umweltschutz hat das eine nichts mit dem anderen zu tun.

        (Ich habe wahrscheinlich schon mehr Nachhilfe gegeben als die allermeisten Menschen auf dieser Seite und mein CO2 Abdruck ist mit der Ausnahme Flugreisen nicht groß).

    3. Whataboutism?
      Ich finde es sehr wichtig und gut, dass Ansichten wie die hier im Blog dargelegten offen diskutiert werden.

      Deine Antwort ist ein gutes Beispiel für die abhanden gekommene Diskussionskultur in Deutschland – sobald jemand anmerkt, dass etwas im Argen liegt, startet die breite Gegenoffensive mit Tenor “sei froh dass Du hier lebst”.

      Wie wäre es stattdessen auf die vielen Punkte einzugehen, gerne auch mit einer sachlichen Auseinandersetzung? Was sagst Du zB zur Entwicklung der Wirtschaft in DE in den letzten 15 Jahren? Sind wir auf einem guten Weg? Was soll sich Deiner Meinung nach ändern, oder eben nicht?

    4. Wieso sollte ich Deinen Kommentar löschen. Diese Seite lebt von der Diskussion.

      Betreff Geschlechterdiskussion habe ich allerdings keinen Anlass geliefert, oder?

      Ich liebe das weibliche Geschlecht und starke selbständige Frauen. Sie waren immer sehr gut zu mir und ich bin nun seit langem glücklich verheiratet.

    5. Die USA, in der es grundlegende Menschenrechte nur noch für Männer gibt?”

      Reden wir von den gleichen USA in denen im Grunde jede Minderheit mehr Rechte hat als Männer? Inzwischen zählt Tür aufhalten ja schon als sexuelle Belästigung in dieser Clownwelt.

      Abtreibung ist kein grundlegendes Menschenrecht.

      Wer denkt man braucht ein Recht auf Abtreibung ist halt noch nicht bereit für Sex. – Durch TikTok bewegen sich viele geistig zurück in ihrer Entwicklung und sind wieder auf dem Stand von Teenagern.
      Geistige teenager die nicht verstehen, dass Handlungen auch immer Konsequenzen haben.

      1. Manche Frauen werden nicht gefragt, ob sie bereit für Sex sind, und würden danach gerne abtreiben… dein Kommentar ist wirklich schwer zu fassen!!

        1. Was würde Nero wohl sagen wenn man seine Tochter vergewaltigen würde?

          Also ein Mann hat das Recht eine Frau zu vergewaltigen und dann noch zu verlangen dass sie ein so entstandenes Kind austrägt?

          Ich bin sicher nicht für Abtreibung so als Verhütungsmethode, aber gewisse Aussagen finde ich echt schockierend.

      2. Hier muss ich doch auch einfach mal meinen Vorrednern und Vorrednerinnen (bitte nicht ausflippen * ) zustimmen.
        “Wer denkt man braucht ein Recht auf Abtreibung…” ist ein selten dämlicher und verachtender Kommentar. Zufällig wohne ich in der Nähe der kürzlich ermordeten 14-Jährigen bei Freiburg. In diesem Zusammenhang liest sich der Kommentar echt schwer.
        Wer eine Abtreibung möchte (und die gesetzlichen Rahmenbedingungen legen ja streng Wert auf korrekte Vorgehensweise hinsichtlich Wochen der Schwangerschaft usw.), sollte diese bekommen. Hier von dem Recht auf noch nicht geborenes Leben zu faseln, ist quatsch @Julian. Dann stelle in dem Zuge bitte dein sexuelles Vergnügen ohne Fortpflanzungsintention und Selbstbefriedigung ein, denn auch hier “tötest” du noch nicht geborenes Leben. Es ist nunmal von der Natur so vergesehen, dass wir uns für eine Schwangerschaft entscheiden können, um Leben in die Welt zu setzen. Wer das allerdings nicht möchte und entgegen seines Wunsches dazu gezwungen werden soll, muss das Recht haben, das zu verweigern und entsprechend dagegen zu agieren.

        Lange Rede kurzer Sinn zum Artikel:
        Ich als Aktionär bin sicher kein Freund von zu starken Regularieren. Wenn alles hier so schlecht wäre, könnte man ja bereits jetzt wegziehen. Neben schöner Natur, gutem Gesundheitssystem usw. haben wir natürlich auch Nachteile. Aber wie alle in der Szene, die so gerne die Linken bashen, anführen, kann man selber ins Handeln kommen, gründen, erfinden, Innovationen starten und Risikokapital zur Verfügung stellen. Meckern ist immer leicht.
        Klar sollte man Alternativen haben, aber auch das wertschätzen, was wir hier vorfinden.

  12. Antwort von Maschinist nur im FeedBro sichtbar? Nicht auf der Webseite? Wie kommt das?

    Moin M.

    zu “Den Bereich Krypto sehe ich deutlich anders. Wie bei Gold auch, ist die gesamte Welt nicht gleichzeitig in der gleichen Situation, sondern es gibt aus den unterschiedlichsten Gründen Käufer und Verkäufer. Es ist zum aktuellen Zeitpunkt neben der Spekulation auf weitere deutliche Kurssteigerungen jetzt schon ein großes Hilfsmittel für viele Menschen in unstabilen Ländern Ihre Werte auch bei der Flucht zu erhalten.”

    Kein Wunder, du hast welche, ich nicht. 😉

    Wir sind aber auf der selben Seite, fuer den Transfer von insges. wenigen Mrd USD aus weniger entwickelten Staaten (Ukrainer? Argentinier?), keine Frage gute Aktion.

    Aber ueberlege, falls halb Europa, mit insgesamt hunderten von Mrd USD ploetzlich nach USA migrieren wollte? Viel Spass! Da kommt es mE zum Pump & Dump-Effekt, weil der Krypto Markt viel zu klein und illiquide ist?!
    Wenn es funktionieren sollte, dann fuer die gluecklichen (aeh, “smarten”) first Movers und nur fuer wenige!?
    Wie hier schon richtig geschrieben (siduva) wurde: Entscheidend waere wohl das richtige Timing der Flucht (wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben …)

    zu “Bezüglich flüchten vs. kämpfen hört sich letzteres heroisch an. Es gibt Situationen, bei denen sich kämpfen lohnt und es gibt andere wo es eine reine Lebensverschwendung war und ich. In Nordkorea, Venezuela, oder auch in der ehemaligen DDR wäre kämpfen kompletter Irrsinn und Lebensverschwendung.”

    Naja, ich schrieb zu KAEMPFEN ja auch:
    – JURISTISCH: was ist mit Crowdfunding fuer zB GEZ-Gebuehr kastrieren, Politiker verklagen wegen Falschaussagen, Meineid (Schaden vom Volk abwenden?) oder andere kreative Ideen?
    Vielleicht gibt es hochkaraetige Juristen, die so etwas lancieren koennten? Fuer die Finanzierung via Crowdfunding kaeme schon etwas zusammen? Einfach nur, um auch mal Aufzubegehren? Weitere Ideen?
    – ALTERNATIVE MEDIEN: es gibt schon Neue Zuericher Zeitung, “Achse des Guten” oder “Tichys Ausblick” und andere , bei denen auch mal blinde Flecken oder ideologische Verbraemungen der Main-Stream-Medien thematisiert werden. Die brauchen auch Geld, weil sie nicht vom GEZ-Schlaraffenland oder B&M Gates-Stiftung profitieren?
    – ZIVILCOURAGE: wer weiss, ohne die Montags-Demonstrationen, waere die Wende in D viell. anders verlaufen? Wenn sich alle immer nur zurueckziehen oder verpissen passiert viell. weniger Wandel, spaeter oder gar nicht?
    – Heute gedenken wir heroischen WIDERSTANDskaempfern aus dem 3ten Reich. Leider hatten die Anschlaege nicht geklappt, aber warum nicht einen Hitler, Mao, Stalin aus “Selbstverteidigung” bekaempfen? Das faellt Leuten mit noetigen finanziellen Mitteln sicher leichter, als Gulag-Insassen?

    Also im Prinzip sehen wir vermutlich fast alles gleich. Kuesschen.

    LG & schoenes Restwochenende Joerg

  13. Sorry, aber watt fürn Bullshit. Bleib lieber so inaktiv wie im Grunde die letzten Jahre – witzig nur, dass du das Gemecker beginnst mit “ich bin ein gnadenloser Optimist” 😉

    Ich wünsche trotzdem einen schönen Abend und weil ich ein gnadenloser Optimist bin, hoffe ich, dass du das nächste mal ein Thema rausgreifst und das vernünftig aufarbeitest.

    1. @Slowi

      wie heisst eigentlich dein Blog?
      Oder du koenntest ja einen kurzen Aufsatz zum Thema deiner Wahl direkt hier posten?
      Gerne helfen wir alle dann konstruktiv mit ihn zu verschlimmbessern 😉

      LG Joerg

    2. Ich konnte auch nach jetzt mehrtägigem Abstand zu Deinem Kommentar keinen konstruktiven Anteil oder einen Mehrwert für andere dabei erkennen.

      Was genau gefällt Dir daran nicht und wie siehst Du dieses Thema?
      Geht Europa und Deutschland grundsätzlich für Dich in die richtige Richtung?
      Wenn ja, was sind Deine Gründe dafür.

      1. Vielleicht war ich ein wenig undiplomatisch – aber es gibt Dinge die nerven mich und ich kann es dann selten unterdrücken. Wie gesagt: Sorry wenns zu direkt war.

        Was mich an solchen Beiträgen stört (die nicht nur von dir kommen sondern in ähnlicher Form zuhauf in sozialen Medien zu finden sind): Du sprichst oben viele Dinge an und bringst sie als Argument ohne zu argumentieren. Wieso ist es wichtig, dass Deutschland (gemessen an Börsenwert, nicht an Belegschaft oder Umsatz) keine Unternehmen in den Top100 hat? Wieso ist es richtiger “technologieoffen” zu sein statt sich konsequent für die (vermeintlich) beste Technologie zu entscheiden und diese zu perfektionieren? Was hat die Diskussion ums Gendern damit zu tun? Welche “Industriezweige” gibt es denn in Deutschland nicht, die es in Asien, Indien oder den USA gibt und was sind die Ursachen?

        Du bringst am Ende eine Vermutung bzw einen Schluß – ich kann aber nicht nachvollziehen wie du zu diesem kommst? Wir haben derzeit quasi Vollbeschäftigung und das wird sich absehbar die nächsten Jahre nicht ändern. Wir – neben den natürlich vorhandenen Problemen – eine Art von politischer und wirtschaftlicher Stabilität, die Unternehmen anziehen. Wieso hat Tesla nicht in Polen gebaut? Wieso ist Deutschland nach dem Brexit Ziel für die Europa-Dependancen geworden? Was ist mit der Startup-Scene z.B. in Berlin?

        Du machst eine Sache: Ich denke du hast das Ergebnis deiner Überlegungen zuerst gehabt und suchst Schlagworte und Teaser um das zu untermauern. Du hast nicht einmal versucht deine eigene, offenbar vorgefasste, Position zu hinterfragen oder auf die Probe zu stellen. Das ist schlicht Populismus, verkauft sich (derzeit grade in der Finanzblog-Welt) aber ziemlich gut.

        1. Kein Unternehmen in den Top100: Der weltweite Markt bewertet die zukünftigen Gewinne und damit die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. Das heißt die Welt traut den deutschen Unternehmen immer weniger zu, die Zukunft mitzugestalten.

          Technologieoffen vs. jetzt schon entscheiden: Du und ich haben keine Ahnung, was in knapp 15 Jahren die beste Technologie sein wird. Es zeichnet die freie Marktwirtschaft eben gerade aus, dass diese Entscheidungen keine staatlichen Kommissare treffen, sondern der Markt, und Ihm dazu nur die Leitplanken gibt (z.B. CO2 aber dann auch die gesamte Kette und nicht nur das, was aus dem Fahrzeug kommt).
          Mir fallen zu dem Thema einige Gründe ein, warum Batteriefahrzeuge in einigen Punkten sehr schlecht sind und uns in neue extreme Abhängigkeiten bringen. Der Fehler ist bei diesem Thema z.B., dass die Politik nur die CO2 / Energiebilanz des Fahrzeuges zu betrachtet und nicht die Punkte Energieverbrauch bei der Batterieherstellung, Energiedichte, Entsorgung, Sicherheit der Versorgung mit seltenen Erden und Silizium.
          Und wenn ich mir eine Gesamtbewertung für das Jahr 2035+ als Antriebsingenieur und Antriebsstratege in der Fahrzeugindustrie nicht zutraue, dann habe ich Zweifel ob das ein Brüsseler Kommissar besser macht. Ich vermute er will seinen Wählern primär “flexen”, dass er etwas für die Umwelt tut und tatkräftig ist. Was 15 Jahre später passiert, kommt erst an zweiter Stelle.

          Technologien in denen Asien, USA dabei sind und Europa nicht:
          Gesamte Unterhaltungselektronik, Mobiltelefone, Computer, Fertigung Solar / Wind / Erneuerbare Energien. Serienreife Wasserstofffahrzeuge, Internetunternehmen (Gesamte FAANG Industrie). Eben ein Großteil der Top 100 Unternehmen. PS: Meintest Du die Frage ernst?

          Gründe sind z.B. zu viel Bürokratie, hohe Besteuerung, hohe Auflagen schon für kleinere Unternehmen (in den USA LLC innerhalb weniger Klicks gegründet und so gut wie kein Steuerlicher Zusatzaufwand bei Einzelgründung)).

          Diese Punkte /Bereiche sind für mich als Befürworter einer Marktwirtschaft so offensichtlich und die aktuelle Ausführung in der EU so ungenügend (wenn man sich etwas mit der Weltgeschichte des letzten Jahrhunderts beschäftigt), dass ich davon ausging, dass als Antwort darauf dann zwar nicht Zustimmung aber zumindest eine Antwort mit der man Diskutieren kann.

        2. Ich kann auf die Antwort vom Maschinisten nicht direkt antworten, da der entsprechende Button nicht angezeigt wird, daher antworte ich einfach hier.
          Beim Thema Top 100 Unternehmen und staatliche Regulatorien (hier am beispiel CO2-Emission) möchte ich mir treu bleiben und einen alternativen Blickwinkel anbieten.
          Top 100: Hier wird oft argumentiert, dass insb. der amerikanische Aktienmarkt stark überbewertet und von der Realität abgekoppelt ist, weil das viele billige Geld eine entsprechende Aktienpreisinflation ausgelöst hat. Diese aufgeblähten Bewertungen beeinflussen dann doch auch die Top 100, was bedeutet das für die Aussagekraft dieses Rankings? Zudem sind einige chinesische Firmen im Ranking drin – was im Umkehrschluss ja aber nicht heißen muss, das dort von staatlicher Seite alles richtig gemacht wird bzw. als Vorbild taugt.
          Bei der Diskussion zu CO2-Emissionsvorgaben und im allgemeinen EU-Regulations-Bashing vergessen wir aus meiner Sicht manchmal, dass dies keine EU-Erfindung ist. Bei strengen Emissionsvorgaben waren und sind vor allem die USA Vorreiter mit CARB- und EPA-Standards. Die Industrie ist dort auch oft vor große Herausforderungen gestellt, die letztlich gelöst werden, obwohl im Vorfeld der Untergang prognostiziert wird. Dort spielt meines Wissens ebenfalls die CO2-Gesamtbetrachtung keine Rolle sondern es wird rein auf Fahrzeugemissionen geschaut.
          Das alles heißt nicht, dass aus meiner Sicht in der EU und in Deutschland alles super läuft. Es ist nur eben nicht so schwarz und weiß, wie ich es aus manchen Statements hier so herauslese (oder vielleicht fälschlicherweise hineininterpretiere :-)).

  14. Spannender Artikel und auch der Artikel vom 27.02.2022 erweist sich rückblickend als äußerst hellsichtig.

    https://freiheitsmaschine.com/inflation-neue-welt-wie-du-darin-gewinnst/

    Ich (als überzeugter Marktwirtschaftler) finde das ungebrochene Lob des Kapitalismus und die Kritik an staatlichen Interventionen a la Dr. Zitelmann auch schwierig. Ein System, dass auf Krisen seit vielen Jahren im wesentlichen mit der Erhöhung der Geldmenge reagiert, Assetblasen erzeugt und zu Höchstständen bei privaten und staatlichen Schulden führt, und die Ressourcen des Planeten über die Grenzen hinaus ausbeutet, überzeugt mich nicht wirklich.
    Auch hatte Marx leider Recht ( für 100% stampft das Kapital alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß). Genau wie das Ideal des Kommunismus(jeder nach seinen Bedürfnissen) an der menschlichen Natur scheitert, steht diese menschliche Natur dem Gelingen einer Welt entgegen, in der überwiegend die Kräfte des Marktes bei weitgehender Staatsferne wirken.

    Ich bin eher ein Freund des von Andreas Reckwitz skizzierten “einbettenden Liberalismus”mit einem aktiveren Staat und Individuen, die mehr füreinander und für die Gesellschaft als Ganzes einstehen.
    Als jemand, der aufgrund der Geldschwemme/Assetblase in den letzten Jahren finanziell frei geworden ist, kann ich den “Fluchtinstinkt” des Maschinisten bzw. die Gedanken zu Plan B-Z absolut nachvollziehen. Hatte ich natürlich auch und der Maschinst und ich sind uns ja schon bei einer Kurzzeitflucht im letzten Oktober am Strand bei Malaga kurz begegnet, nachdem ich mich als Fan geoutet hatte..
    Ich halte diese Szenarien aber -selbst bei angenommener Gefahrenlage- allesamt aus den teilweise genannten Gründen für unrealistisch.
    Mein kleines Resilienzprogramm besteht, eher bereits seit Jahren darin, mir einen 30-50 igen Vermögensverlust nicht als den Untergang der Welt vorzustellen. Klappt natürlich nur begrenzt, aber schon ein bisschen:-)
    Warum sollen (bis auf die Investitionsentscheidung und Umsetzung) leistungslose Gewinne aus Immobiliengewinnen von 300-400% netto in 10 Jahren, die das Ergebnis einer ungesunden Entwicklung sind, auf ewig bei mir verbleiben und sich in diesem Tempo weiter vermehren? Die deutschen Privatvermögen abzüglich Schulden sollen laut Capital-Artikel 06/2022 bei 20 Billionen Dollar liegen. Was wäre so furchtbar daran, die Deutschen Staatsschulden durch eine Umlage von 10% hiervon quasi zu nullen und vielleicht noch einen Schnaps draufzulegen für dringend erforderliche Investitionen in Bildung, Digitaliserung , CO2-Neutralität, Forschung, Infrastruktur etc?
    Ein Extremszenario, das ich mir nicht wünsche und zu dem es hoffentlich nicht kommen wird. Aber wirklich so schlimm, dass ich meine Koffer packe? I doubt it..

    1. Hallo Dirk,

      vielen Dank für Deine ausführliche Meinung und Feedback.

      An die Begegnung in El Palo erinnere ich mich. Prima, dass Du Dich jetzt auch angemeldet hast.

      Schönen Tag und vielleicht wieder einmal im echten Leben!

    2. Auch wenn Du und viele anderen es verkraften könnten, sind die Folgen weitreichend und kaum zu überblicken.

      Das fängt schon damit an, dass es wohlhabende Bürger en Masse vertreiben wird und zeitgleich die so dringend benötigten Fachkräfte und “Top Brains” einen noch weiteren Bogen um Deutschland machen werden. Denn: wer will schon freiwillig in ein Land ziehen, in dem Privateigentum nicht mehr garantiert ist?

      Das Argument von “einmaliger” Umlage wird nicht ziehen, denn jeder weiss: sobald der Damm bricht, wird das ausufern und immer wieder als rettende Maßnahme benutzt werden.

  15. Danke Maschinist für einen erneut sehr lesenswerten Artikel. Kannst du bitte einmal eruieren, wie du mit Wohnsitz in Deutschland Immobilien in den USA erworben hast? Siehst du diese dann als reines Mietobjekt (eg via AirBNB) oder was ist deine Strategie?

    Durch die Ueberhitzung am Markt dürfte es dann dort ja auch recht bald vermutlich wieder gute Einstiegschancen geben, oder?
    Danke und Gruß

  16. Hallo Leute und vielen Dank @Maschinist für den Denkanstoss. Auch möchte ich mich bei den kritischen Kommentaren bedanken, auch wenn ich nicht die gleiche Meinung habe. Finde ich es wichtig sachlich und respektvoll in diesem Forum zu diskutieren.

    Ich bin persönlich bin schon Anfang des Jahres, als Angestellter mit einem Hintergrund als Ingenieur, aus Deutschland in die Schweiz gezogen. Ein Grund unter vielen war natürlich die neutrale Schweiz. Ob diese noch so neutral ist, darüber lässt sich streiten.
    Meine Frau kommt dieses Jahr nach. Mein Bruder ist auch mit mir zeitgleich in die schöne Schweiz gekommen und Arbeitet in Lichtenstein. Leider musste ich meine Eltern, Schwester, Onkel und co. In Deutschland lasse. Wie oben auch mal erwähnt, ist es ein Hauptgrund für viele nicht auszuwandern. Was ich Respektiere, aber anders sehe. Ich sehe mich auch als eine Art Zufluchtsort für meine Familie in Deutschland. Falls es zu einem extremen Szenario wie einem Krieg in Deutschland kommen sollte. Glaube es und hoffe es nicht, aber glauben und hoffen ist ja bekanntlich keine Strategie 😉
    Mein Bruder und ich sind sehr glücklich und haben nicht mehr das Gefühl von unseren deutsch. Arbeitgebern “ausgebeutet” zu werden. Auch der Staat, mit moderaten Abzügen, gefällt uns hier viel besser.
    Ein Kollege von mir hat es so ausgedrückt:
    Das erste Mal im Leben wache ich auf und denke nicht beim Frühstück darüber nach dass ich ausgebeutet werde. Damit habe ich eine ganz andere Lebensqualität und die Gedanken sind viel freier.

    Aktuell würde ich den Menschen die freier leben, mit Fleiß und geschicktem investieren sich etwas (Freiheitsmaschine) aufbauen wollen die Schweiz empfehlen.

    Ein Punkt zu Plan F (wie Flucht) würde ich gerne ergänzen wollen. Neben den Krypto Währungen und Gold. Ist auch eine einfache Möglichkeit einen mobilen “Wertspeicher” ins Ausland zu nehmen. Was haltet ihr von einer wertvolle Uhr am Handgelenk. Uhren gibt es in unterschiedlichstem Wert, dadurch lässt sich ein kleines bis großer Teil deines Vermögens mit dir reisen. Ich habe noch nicht gelesen, dass jemand die Uhr weggenommen wurde bei einem Grenzübergang. Korrigiert mich bitte!
    Bekannte Uhren klassiker lassen sich auch gut verkaufen und verlieren nicht an Wert.

    Bonus: Abtreiben und sein Leben darf man in der Schweiz auch, wenn der Wunsch besteht. Alle die eine alte und depressieve Oma erlebt haben, die einfach nicht mehr Leben will. Wissen wovon ich hier rede.

    Bleibt fleißig und viel Erfolg beim Weg in die Freiheit.

    1. Glückwunsch an Dich, dass der Weg der Auswanderung sich als richtig für Dich erwiesen hat. Ich kann mir vorstellen, dass in einem gut bezahlten Beruf in Kombination mit einem sparsamen Leben die Schweiz ein idealer Ort für den Vermögensaufbau ist.
      Die Motivation Deines Kollegen stelle ich jedoch in Frage. “Das erste Mal im Leben wache ich auf und denke nicht beim Frühstück darüber nach dass ich ausgebeutet werde.” Das deutet für mich auf eine sehr pessimistische Sichtweise hin. Erfahrungsgemäß nehmen pessimistische Menschen ihren Pessimismus überall hin mit und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich an etwas anderem so massiv stören, dass es Unzufriedenheit schürt, die gefühlte Lebensqualität einschränkt und Handlungsdruck aufbaut. Ich denke, man wird mit einer solchen Grundeinstellung in keinem Land der Welt langfristig glücklich bleiben.
      Auch die Flucht- bzw. Zuflucht-Thematik sehe ich kritischer. Ich kann mir ohne Probleme ein Szenario vorstellen, in dem man in der Schweiz und in Deutschland genauso arm dran ist wie in der Ukraine. Allerdings halte ich das weiterhin für extrem unwahrscheinlich.
      Eine wertvolle Uhr als mobilen Wertspeicher halte ich im Falle einer Flucht für ungeeignet. In normalen Zeiten wird einem die Uhr natürlich nicht abgenommen, aber wenn wir über chaotische Zeiten sprechen kann ich mir das problemlos vorstellen. Entscheidend ist der Fluchtzeitpunkt an erster Stelle, erst danach die Liquidität bzw. deren Form.

  17. Ich muss dir leider widersprechen lieber @Maschinist. In obigen Artikel hast du geschrieben, das der Peronismus für den wirtschaftlichen Niedergang Argentieniens wesentlich verantwortlich war. („… Aufkommen des Peronismus, der nichts weiter als ein populistischer Sozialismus mit anderem Namen war, ging es immer weiter bergab.“)

    Das ist geschichtlich falsch. Der Peronismus war eine faschistische Diktatur, der die Mehrheit mit Hilfe weniger Reicher (Stichwort: Vetternwirtschaft) ausbeutete und den bis dahin blühenden Staat in den Bankrott führte.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass genau das die Gefahr in Deutschland ist. Rücksichtslose Möchte-Gern-Reiche und Karrieristen, denen nichts am Gemeinwohl liegt, den Sozialstaat immer weiter ausbluten lassen und beim geringsten Problem fliehen, dass diese Personen Deutschland immer weiter zu Grunde richten.

    Zum Thema Schweiz:

    In der Schweiz sind Frauen laut einer Studie der wesentlich gegenüber Männer benachteiligt
    („ Gemäss einer Studie des World Economic Forums (WEF) sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten für Frauen in der Schweiz vergleichsweise gering.
    In der Schweiz sind Frauen im Vergleich zu anderen Ländern weiterhin stark benachteiligt. Das WEF hat den Geschlechterunterschied in insgesamt 58 Ländern untersucht, darunter 30 OECD-Staaten und 28 Entwicklungsländer. Die Schweiz liegt gemäss der Studie nur auf dem 34. Rang.
    Die Schweizer Frauen sind demnach weit entfernt von Gleichberechtigung, wenn es um wirtschaftliche Möglichkeiten und Bildung geht.“)

    Zum Thema USA:

    Rassensiskriminierung:

    „ Institutionelle Diskriminierung gegenüber der afroamerikanischen Bevölkerung existiert auch im 21. Jahrhundert weiter. Es gibt institutionellen Rassismus in der Bildung, in der Gesundheitsversorgung, in Polizei und Justiz, in der Wirtschaft und in der Politik.[15] Politisch findet sie vor allem durch die republikanische Partei statt.[16] So verlieren in zwölf Bundesstaaten, die überwiegend von den Republikanern regiert wurden, Menschen bei einer Verurteilung ihr Wahlrecht auf Lebenszeit. Die USA haben die größte Gefängnispopulation weltweit. Ein Großteil von ihnen sind Schwarze beziehungsweise Afroamerikaner.“

    Menschenrechte: „Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben sich Menschenrechtsverletzungen im Krieg gegen den Terror ereignet. Die berüchtigtsten Fälle sind der Abu-Ghuraib-Folterskandal, die Extraordinary renditions von Verdächtigen zu Black Sites mit der Anwendung von Foltertechniken wie Waterboarding, das Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base oder gezielte Tötungen von Terrorverdächtigen mit Drohnen.“

    Endlos erweiterbar….

    Es kann doch nicht ernsthaft jemand in so einem Land leben wollen?!?!

    Mein Fazit:

    Ich habe diese Seite als Motivation gesehen, sich durch eigene Leistung Unabhängig zu werden. Der Obrigkeit Artikel ist aus meiner Sicht der schlechteste, wegen dargestellten geschichtlichen Verfälschungen und Gedanken an Flucht in Länder, die meiner nach für Reiche die Möglichkeit biete noch reicher zu werden, aber nur auf Kosten der Mittelschicht bzw. Unterschicht.
    Das ist aus meiner Sicht komplett falsch.

    Anmerkung: ich möchte keinen beleidigen, sondern nur zum Nachdenken anregen.

    1. Noch ne Anmerkung zu Argentinien (Quelle Wikipedia)

      „1912 wurde vom Präsidenten und Leiter des liberalen Flügels der PAN, Roque Sáenz Peña, das allgemeine Wahlrecht für Männer eingeführt. In der Folge kam 1916 die aus der bürgerlichen Protestbewegung hervorgegangene Unión Cívica Radical an die Regierung. Es folgte die wechselhafte so genannte Etapa Radical von 1916 bis 1930.[39] Die Unión Cívica Radical regierte bis 1930, als ein Militärputsch wieder ein konservatives System einführte. Vor allem die 1930er Jahre werden heute als Década infame, als berüchtigtes Jahrzehnt bezeichnet, in dem die Demokratie nur auf dem Papier existierte und Wahlbetrug an der Tagesordnung war.
      Im Laufe der ersten Hälfte der 1940er Jahre gelang es dem jungen Offizier Juan Domingo Perón, sich geschickt an die Macht zu manövrieren“

      Bedeutet eine Militärdiktatur und danach ein faschistischer Diktator Perón haben eine Liberale und bürgerliche Demokratie vernichtet. Diese Demokratie (ähnlich unserer jetzigen SPD-fdp-Grüne koalition) hat den wirtschaftlichen Aufschwung zu verantworten, der dann wie von mir oben beschrieben von Diktaturen zu gründe gerichtet worden.

      @maschinist: in deinem obigen Artikel stellst du es leider anders da. Warum weiß ich leider nicht.

    2. Noch ne Anmerkung zu den USA, weil dieses Land als „gelobtes Land“ gepriesen wird ( Quelle Wikipedia)

      „ Auf Grund der hohen Dichte an Unternehmen der chemischen Industrie am Mississippi flussabwärts von Baton Rouge wird der Flussabschnitt zwischen Baton Rouge und New Orleans im Hinblick auf eine hiermit in Verbindung gebrachte erhöhte Krebssterblichkeit auch Krebs-Allee genannt.“

      „ Daraus leitet die NRA die politische Opposition gegen fast jede Form gesetzlicher Waffenkontrolle ab. Sie bekämpft jede Lizenzierung, Registrierung und Wartefrist beim Kauf von Schusswaffen, das Verbot halbautomatischer Schusswaffen und jede Kapazitätsbegrenzung von Waffenmagazinen. Sie beansprucht, damit das Interesse nicht nur ihrer Mitglieder, sondern aller Jäger und Schusswaffenbesitzer in den USA zu vertreten.[3]“

      Also ich möchte da nicht leben und meinen Kindern das schon gar nicht zumuten. Natürlich kann ich jetzt sagen in Washington und SanFransisco ist das gar nicht so.

      Leider aber auch nur weil da die Leute alle reiche Millionäre sind.
      Als Normalbürger- so sehe ich mich – will ich aber auch nicht diskriminiert werden, meine Umwelt zerstört sehen und damit hoher Wahrscheinlichkeit von einer legalen (!) Waffe erschossen werden.

      Weniger Egoismus hin zu mehr Gemeinwohl.

      1. Anmerkung zu deinem Zitat über Indien, wo viele neue Wirtschaftszweige entstehen:

        „Behindert wird das Wachstum der Produktion der indischen Wirtschaft insbesondere durch Mängel der vielfach veralteten Infrastruktur, vor allem durch Engpässe bei der Energieversorgung, die zu häufigen Stromausfällen führen. Trotz der 1991 begonnenen Liberalisierung der Wirtschaft leiden vor allem die Industrie und der Bankensektor nach wie vor unter häufigen staatlichen Eingriffen und den langsamen politischen Entscheidungsprozessen. Der Schutz ineffizienter Staatsunternehmen vor Wettbewerb bleibt ein Hemmschuh. Ein Belastungsfaktor ist auch die weitverbreitete Korruption.[118] Zudem beeinträchtigen nach wie vor Arbeitsmarktregulierungen, die zum Beispiel Entlassungen von Arbeitskräften stark erschweren, das Investitionsklima. Ausländische Investoren werden so abgeschreckt. Indien verliert zudem eine große Zahl von qualifizierten Arbeitskräften ins Ausland (Braindrain). Andererseits ist es der größte Profiteur von Auslandsrücküberweisungen von Emigranten auf der Welt. 2016 betrugen sie 62,7 Milliarden US$ und trugen damit knapp 3 % der Wirtschaftsleistung bei.[119]

        Im Demokratieindex 2020 der britischen Zeitschrift The Economist belegt Indien Platz 53 von 167 Ländern und gilt damit als eine „unvollständige Demokratie“.[84] Im Länderbericht Freedom in the World 2017 der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Freedom House wird das politische System des Landes als „frei“ bewertet. Laut dem Bericht gibt es in Indien allerdings Probleme bei der Wahrung der Bürgerrechte und in einigen Gebieten wie z. B. dem indischen Teil Kaschmirs sind Meinungsfreiheit und demokratische Grundrechte nur unzureichend gewährleistet.[85]

        Die Verschmutzung des Flusses Ganges ist enorm: Täglich werden über 5 Millionen Kubikmeter toxischer Abwässer eingeleitet, allein in Kalkutta 320 Millionen Liter in den Gangesarm Hugli. Die Belastung durch Kolibakterien ist 2000-mal höher als in Indien erlaubt und das Wasser enthält hohe Konzentrationen von Cyaniden, Arsen, Blei, Zink, Chrom und Quecksilber. Zu den Fäkalabwässern kommen zahlreiche Leichenreste. Beides erleichtert die Ausbreitung von Cholera- und Typhusbakterien.

        Außerdem funktionieren nur wenige Kläranlagen effektiv, sodass sich auch dort gereinigtes Wasser unterhalb der Anlagen wieder mit hoch belastetem Wasser mischt.“

        So ein Land ist

        Keine Demokratie
        Eine dreckkloake
        Nicht frei
        Nicht mit Deutschland vergleichbar

        War schon mal dort… viel Spaß.

        Ich will da nicht mehr hin

        Wollt ihr über China auch noch was hören?

    3. Hi SG und danke für deine vielen Infos.
      Diesen Artikel Mann man anscheinend sehr unterschiedlich interpretieren. Ich sehen diesen Artikel nicht als Aufforderung zum Land erlassen. Eher als eine Art Hinweis was in Deutschland seiner Meinung nach (und vllt anderen auch) nicht gut Läuft und eine Art Plan B zu haben falls hier das Chaos (Krieg) ausbricht.

      Mann kann aus eigener Kraft die Freiheit erkämpfen ohne an ein Land “gefesselt” zu sein.

      Wenn du so viel Negatives bei anderen Ländern findest solltest du auch ein paar Artikel zu Deutschland zitieren. Diese Artikel fehlen meiner Meinung nach, um rational eine Übersicht zu geben. Ich vermute sowas wolltest du machen.

      Hier z.B. ist Schweiz auch als Land mit geringe Frauenbenachteiligung auf Platz 1. Dem WEF kann man auch gerne Misstrauen, bei ihren Plänen für die “normal-Bürger”
      Quelle Wiki:
      Die folgende Liste zeigt den GII (Gender Inequality Index) zu den 162 ausgewerteten UN-Mitgliedsstaaten im Jahr 2018 gemäß der Rangordnung des UN-Entwicklungsprogramms in seinem Bericht über die menschliche Entwicklung 2019 (siehe unten zum Vergleich mit dem HDI), zusammen mit den 5 sozialen Indikatoren zur reproduktiven Gesundheit von Frauen, zur Befähigung und Teilhabe von Frauen sowie zu ihrer Beteiligung am Arbeitsmarkt:

      Müttersterblichkeit je 100.000 Lebendgeburten
      Mutterschaft Minderjähriger je 1.000 Mädchen im Alter 15–19
      Frauenanteil im Landesparlament (-Sitze) – siehe dazu die Länderliste mit Veränderungen ab 1995
      Sekundäre Schulbildung von Frauen () und Männern ()
      Erwerbsbeteiligung ( und ab 15 Jahren)
      Rang 1 belegt die Schweiz mit dem niedrigsten GII (0,037: geringe Frauenbenachteiligung), Österreich belegt Rang 14 und Deutschland Rang 19, zum Vergleich die Durchschnittswerte der UN-Mitglieder sowie der OECD-Staaten:[1]

      Aber Danke nochmal für dein Input. Es muss auch nicht jeder in USA mögen oder da wohnen.

  18. Hi SG und danke für deine vielen Infos.
    Diesen Artikel Mann man anscheinend sehr unterschiedlich interpretieren. Ich sehen diesen Artikel nicht als Aufforderung zum Land erlassen. Eher als eine Art Hinweis was in Deutschland seiner Meinung nach (und vllt anderen auch) nicht gut Läuft und eine Art Plan B zu haben falls hier das Chaos (Krieg) ausbricht.

    Mann kann aus eigener Kraft die Freiheit erkämpfen ohne an ein Land “gefesselt” zu sein.

    Wenn du so viel Negatives bei anderen Ländern findest solltest du auch ein paar Artikel zu Deutschland zitieren. Diese Artikel fehlen meiner Meinung nach, um rational eine Übersicht zu geben. Ich vermute sowas wolltest du machen.

    Hier z.B. ist Schweiz auch als Land mit geringe Frauenbenachteiligung auf Platz 1. Dem WEF kann man auch gerne Misstrauen, bei ihren Plänen für die “normal-Bürger”
    Quelle Wiki:
    Die folgende Liste zeigt den GII (Gender Inequality Index) zu den 162 ausgewerteten UN-Mitgliedsstaaten im Jahr 2018 gemäß der Rangordnung des UN-Entwicklungsprogramms in seinem Bericht über die menschliche Entwicklung 2019 (siehe unten zum Vergleich mit dem HDI), zusammen mit den 5 sozialen Indikatoren zur reproduktiven Gesundheit von Frauen, zur Befähigung und Teilhabe von Frauen sowie zu ihrer Beteiligung am Arbeitsmarkt:

    Müttersterblichkeit je 100.000 Lebendgeburten
    Mutterschaft Minderjähriger je 1.000 Mädchen im Alter 15–19
    Frauenanteil im Landesparlament (-Sitze) – siehe dazu die Länderliste mit Veränderungen ab 1995
    Sekundäre Schulbildung von Frauen () und Männern ()
    Erwerbsbeteiligung ( und ab 15 Jahren)
    Rang 1 belegt die Schweiz mit dem niedrigsten GII (0,037: geringe Frauenbenachteiligung), Österreich belegt Rang 14 und Deutschland Rang 19, zum Vergleich die Durchschnittswerte der UN-Mitglieder sowie der OECD-Staaten:[1]

    Aber Danke nochmal für dein Input. Es muss auch nicht jeder in USA mögen oder da wohnen.

    1. Anmerkungen:

      Der Artikel suggeriert m.M. Auf jeden Fall Flucht beim kleinsten Problem.
      Die meisten Kommentare drehen sich darüber bzw. fragen Nach wohin man verschwinden sollte bzw. Wie.

      Der Vergleich D mit Argentinien ist so falsch und geschichtlich unwahr, dass es schlimmer nicht geht. Man kann nicht 50 Jahre Diktatur (1930 -1983) mit dem politischen System in D vergleichen. Auch wenn es einem nicht passt. Warum wird nicht der Niedergang des Mittelstands in USA beschrieben in den 1980er. Passt es nicht ins Konzept der gelobten und angeblich ach so tollen USA?

      Natürlich kann ich auch in D etwas schlechtes finden. Aber ist es nicht besser, sich auf den Hosenboden zu setzen und dafür zu kämpfen, dass es wieder aufwärts geht (falls es das muss, kann ja jeder seine eigene Meinung haben)?

  19. Anmerkung zu deiner Anmerkung.
    Was ist denn die effektivste Art zu kämpfen und Protest zu zeigen?
    Einem anderen (vermeintlich besseren) Staat deine Arbeitskraft und damit indirekt deine Besteuerungsfähigkeit zur Verfügung zu stellen, während du einem anderen Staat diese legal untersagst zu nutzen. Weil das ist eine Sache, die merkt die Politik und muss irgendwann die Standortbedingungen verbessern.

    Ich seh da kein Widerspruch. Nur eine sehr effektive Art, mal mehr, mal weniger gewollt, Verhalten zu beeinflussen. Deshalb bin ich über jedes Liquide-Arbeitskapital erfreut.

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