Millionär Interview 28 – Dominik’s Glückskrise

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Millionaer-Interview-28-Dominik-Australien-Strand-optimizedNur eine Woche nach dem Aufruf zur neuen Freiheitskämpfer Interview Reihe gibt es mehr als ein Dutzend fertige Interviews.

Fantastisch!

Das heißt, wir können uns auf jede Menge spannende Geschichten von jungen & motivierten Menschen freuen, die auf Ihrem ganz persönlichen Weg ein sechsstelliges Vermögen aufgebaut haben.

Und dass eine zu tun, heißt nicht das andere zu lassen.

Denn es gibt ja noch unsere erste Interviewserie mit der alles begann:

 

Die Millionär Interviews!

 

Und immer wenn ich denke, dass sich so langsam mal eine Geschichte wiederholen könnte, kommt der nächste aus eigener Anstrengung wohlhabend gewordene Freiheitskämpfer und zeigt mir, dass das Leben unendlich viele Geschichten schreibt.

 

Jeder Mensch ist einzigartig

Und hier in der Freiheitsmaschine wird jeder Teilnehmer gefeiert, der wie Dominik heute, seine persönliche Geschichte und dabei seine Erfolge wie auch seine überwundenen Widerstände zu einem siebenstelligen Vermögen mit uns teilt.

 

Los geht’s Dominik:

  • Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?
Ich bin 39 Jahre alt. Meine Frau ist 33 Jahre. Wir sind seit sechs Jahren verheiratet und sind seit ca. zwölf Jahren zusammen.

 

  • Habt Ihr Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?
Wir haben zwei Kinder im Alter von einem und sechs Jahren.

 

  • Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Wir leben in einer deutschen Großstadt.

 

  • Was ist Dein (euer) jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?
Als wir beide berufstätig waren, haben wir zum Schluss ca. 330k € brutto verdient, d.h. ca. 185k netto.
Ich habe als Bereichsleiter in einem multinationalen Industrieunternehmen gearbeitet (ca. 260k € brutto p.a.) und meine Frau als Steuerberaterin in einer Kanzlei (ca. 70k € brutto p.a.).



In 2019 haben wir allerdings nur teilweise angestellt gearbeitet.
Meine Frau war in Elternzeit (seit Januar hat sie einen neuen Vollzeitjob angenommen) und ich bin seit Mitte 2019 erstmals ohne angestellte Beschäftigung und nutze die Zeit ausführlich für die Familie und um mich in diesem Jahr beruflich neu zu orientieren.
Zusätzlich haben wir eine vermietete Wohnung, die ca. 12k € brutto im Jahr an Mieterträgen erbringt.

 

  • Wie hoch sind eure jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?
Die letzten zwölf Monate haben wir inkl. Immobilienabtrag ca. 70k Euro ausgegeben.
Wir versuchen unsere Ausgaben auf unter 60k€ im Jahr (also 5000€ im Monat) zu halten.
Wir haben dies aber in diesem Jahr auf Grund eines sechswöchigen Urlaubs nicht geschafft. Unsere Kinder sind noch nicht schulpflichtig und beide Eltern haben frei. Diese Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder. Dafür haben wir gerne Geld ausgegeben.

Millionär Interview 28 David Australien Urlaub Abfindung

Der größte Ausgabenposten ist unsere Eigentumswohnung, die inkl. Tilgung mit ca. 1500€ pro Monat zu Buche schlägt.
Wir zahlen ca. 500€ für Kinderbetreuung.
Wir haben ein Auto und fahren 2-3x pro Jahr in Urlaub.
Wir versuchen unsere Kosten einigermaßen im Griff zu halten, auch wenn wir sicher kein frugales Leben führen.
Es gäbe sicher noch Einsparpotenzial auf ca. 4000€ pro Monat.

 

  • Wie hoch ist Dein (Euer) aktuelles Vermögen? 
Wir haben ein Vermögen von aktuell ca. 1,1 Mio. Euro.

 

  • Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld)
450k € sind in Immobilien investiert:
  • Eigentumswohnung im Wert von 550k € (-215k € offener Kredit): Monatliche Tilgung und Zinsen entsprechen der marktüblichen Miete. Diese rechnen wir auch als Teil unserer monatlichen Kosten ein, so dass wir hier eine monatlich steuerfreie Rendite genießen (‚Wir zahlen uns selber Miete‘)
  • Vermietete Wohnung im Wert von 250k € (-130k € offener Kredit): monatliche Mieteinnahmen ca. 1000€



110k € sind an der Börse investiert (ich habe erst Ende 2018 damit begonnen):
  • 75k in ETFs (Weltportfolio); dieser Teil wird monatlich mit 10k€ bespart
  • 30k in US-Einzelwerten (nach einem quantitativem Modell mit Fokus auf Value und Momentum Faktoren). Dieser Teil wird jährlich mit ca. 13k € bespart
  • 5k in deutschen Einzelwerten (BASF, Bayer, Wirecard) als Spielgeld
20k € in alternativen Assets (Gold, Diamanten, Krypto)
520k € in Cash/Tagesgeld:
  • Davon ca. 70k € in Schweizer Franken
  • Der Cash-Bestand ist natürlich viel zu groß. Trotz einiger Erfahrungen im Bereich Aktien/ETFs aus der DotCom Zeit und den Jahren 2008 – 2012, mussten wir uns erst wieder an das Thema Börse (nun auch mit größeren Beträgen) ranrobben.
300-400k € sollen in den nächsten 2-3 Jahren hier noch investiert werden.
  • Zusätzlich schauen wir immer nach Mietobjekten, das ist aber in der derzeitigen Marktlage sehr schwierig.
Nicht berücksichtigt in unserem Gesamtvermögen:
  • 40k € in Private Equity Investments (Einstandswert und völlig intransparent, wieviel ich am Ende daraus bekommen werde)
  • 80k € Steuerrückzahlung, die wir in 2020 erhalten werden

 

  • Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?
Ca. 98% des Vermögens sind durch monatliche Sparleistungen aus unserem Gehalt entstanden.
Da wir erst jetzt wirklich anfangen, das Geld schrittweise zu investieren (Ausnahme: Die Mietwohnung, die seit 2015 in unserem Besitz ist), ist auch nahezu keine Rendite aus Investments in dem Vermögen enthalten (siehe dazu auch unten unter Fehler).
Ich (und seit 2013 wir) habe nie darauf geachtet, wieviel wir sparen. Jedoch immer deutlich unter unseren gehaltlichen Möglichkeiten gelebt.
Gleichzeitig habe ich im Job maximal Gas gegeben und so mein Gehalt von 60k€ nach dem Studium innerhalb von 8-10 Jahren auf 260k€ erhöht.
Die ersten zehn Jahre meiner beruflichen Karriere habe ich bei einer der Top-Unternehmensberatungen gearbeitet (d.h. 60h+ pro Woche und vier Tage unterwegs beim Klienten vor Ort).
Dann bin ich ins Unternehmen bei gleichem Gehalt gewechselt, aber mit deutlich entspannteren Arbeitszeiten (ca. 45h pro Woche).
Geholfen hat auch ein zweijähriger Auslandsaufenthalt in Australien, der von meinem Arbeitgeber unterstützt wurde:

Millionär Interview 28 David Australien Expat Stadt

 

Millionär Interview 28 David Australien Expat Joggen

 

Im letzten Jahr habe ich meinen Job als Bereichsleiter in einem Industrieunternehmen durch eine Kosteneinsparungswelle im Rahmen einer Abfindung verloren.
In gewissem Maße habe ich im Vorfeld darauf spekuliert. Letztlich war es dann aber trotzdem kein einfacher Prozess.
Die Kündigung hat mir nach ausführlicher Verhandlung eine Abfindung in Höhe von ca. 15 Monatsgehältern eingebracht (ich habe 3,5 Jahre in dem Unternehmen gearbeitet).
Diese ist nun verantwortlich für den Vermögenszuwachs im Jahr 2019 und wird mir im nächsten Jahr zusätzlich noch die oben erwähnte Steuerrückzahlung erbringen.
Obwohl ich das Unternehmen perspektivisch wahrscheinlich in den nächsten 12-24 Monaten freiwillig verlassen hätte um mich weiter zu entwickeln, hat sich die Kündigung zu Beginn nicht gut angefühlt. Das Ganze hat sich dann im Rahmen der Abfindungsverhandlung und mit steigendem Wissen beim eigentlichen Vorgang entwickelt.
Aus heutiger Sicht war sie eine super Sache für meine Familie und auch mich.

 

  • Ich habe in diesem Jahr viel Zeit mit der Familie verbringen können
  • Meine Frau wurde entlastet und kann nun wieder Vollzeit in den Job gehen
  • ich habe Zeit, um mir meinen nächsten beruflichen Schritt zu überlegen und diesen auch ohne finanzielle Sorgen angehen zu können
  • wir konnten einen langen Urlaub machen
  • finanziell war die Abfindung durch den erreichten Verhandlungserfolg sehr attraktiv und hat mich ca. 2 Jahre früher über die Millionengrenze gehoben.

 

Ob und wie sich das für meine berufliche Karriere auswirkt, muss man in den nächsten Jahren sehen. Ich bin aber optimistisch, dass dies in meinem Alter und mit meinem Background im derzeitigen Arbeitsmarkt keine Auswirkungen hat.
In den kommenden 2-3 Jahren möchte ich mich nun erst einmal unternehmerisch betätigen (vgl. Interview Autodidakt als Beispiel).
Wenn alles nach Plan läuft, gibt mir das nochmal einen deutlichen Push auf der Vermögensseite. Und wenn nicht, hatte ich viel Spaß in der Zeit, habe gelernt und kehre dann wieder zurück in die Corporate Welt (finanzieller Freiheit verschiebt sich also im schlechtesten Fall um diese Zeit).

 

Unsere Vermögensentwicklung:
Ich habe über die Jahre Buch geführt über die Entwicklung unseres Vermögens nach unserem Studium.
Man sieht deutlich, dass die Mischung aus hohem Gehalt (in meinen letzten Berufsjahren) bei relativ niedrigeren Ausgaben den Ausschlag gegeben haben.
    • 2006 – 30k €
    • 2007 – 43k €          +13
    • 2008 – 55k €          +12
    • 2009 – 74k €          +19
    • 2010 – 111k €        +37
    • 2011 – 152k €        +41
    • 2012 – 256k €      +104
    • 2013 – 355k €        +99
    • 2014 – 490k €      +135
    • 2015 – 571k €        +81
    • 2016 – 648k €        +77
    • 2017 – 760k €      +112
    • 2018 – 915k €      +155
    • 2019 – 1.100k €   +185

 

  • Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?
Ich habe zwar früh investiert, aber die gemachten Fehler nicht reflektiert und in eine bessere Strategie umgesetzt.
Hier ein paar Beispiele:
    • Angefangen habe ich im Alter von 18 Jahren (DotCom Bubble). Danach war ich von dem Thema Börse fürs erste geheilt, obwohl quasi ohne Verluste durch die Zeit gekommen, da rechtzeitig verkauft: Warum habe ich dann nicht weitergemacht mit der Börse?
    • Zwischen 2006 und 2013 habe ich in ETF investiert mit Fokus auf europäische Aktien.
    • 2008 und 2011 daher voll mitgemacht und dann 2013 alles verkauft, als ich froh war, leicht im Plus zu sein. Wieso habe ich dann nicht weitergemacht?
    • Ich war häufig zu vorsichtig, mit meinen Investments:
      • Ich habe verschiedene Häuser und Wohnungen nicht gekauft, wegen vermeintlich zu hohen Preisen (im Jahr 2010-15). Heute ärgere ich mich natürlich darüber sehr
      • Ich habe meine Vermögensentwicklung / Sparleistung deutlich unterschätzt und dadurch viel zu wenig investiert (um vermeintliche finanzielle Spielräume für z.B. selbstgenutzte Immobilie zu erhalten, die ich durch mein Gehalt sowieso realisiert hätte)
  • Ich habe Chancen die vor mir lagen, nicht erkannt, weil ich (a) nicht mutig genug war und (b) ich sie nicht tiefgreifend genug verstehen wollte. Zum Beispiel:
  • Ein entfernter Bekannter hat (in den frühen 2000 Jahren) ein ähnliches Immobilien-Modell wie der Hausmeister (siehe Interview) gefahren. Warum habe ich mich nicht mit ihm hingesetzt, es verstanden und dann bei mir implementiert.
Daher Ratschläge:
    • Mutig sein und mal ein Risiko eingehen. Die Erfolgswahrscheinlichkeiten sind wahrscheinlich besser als man denkt
    • Dabei bleiben und auch mal eine Stufe tiefer verstehen (heute im Netz kein Problem mehr)
    • Früh anfangen zu investieren

 

  • Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?
Der wichtigste Faktor war bei uns eine hohe Sparquote, die wir durch zwei Dinge erzielt haben:
  1. Mit viel Ehrgeiz eine hochbezahlte Karriere gestartet. Ich habe bereits im Abitur und Studium mich maximal reingehängt (jeweils Jahrgangsbester, jede Semesterferien ein anderes Praktikum gemacht) und dann im ersten Job so weitergemacht.
  2. Gleichzeitig haben wir die Ausgaben deutlich langsamer als die Einnahmen gesteigert. Wir leben sicher nicht frugal, aber dennoch deutlich unter unseren Möglichkeiten. Dies hat mir immer bereits die Freiheit gegeben, den aktuellen Job verlassen zu können, da ich theoretisch auch mit dem halben Gehalt durchgekommen wäre.
Je nach individueller Situation kann eine gut ausgehandelte Abfindung bei Kündigung nochmals einen zusätzlichen Boost auf der Vermögensseite geben.
Ich habe häufig gesehen, dass die Mitarbeiter mit einer verhandelten Abfindung in der Hand gehen und dann anschließend einen besser bezahlten Job in einem anderen Unternehmen annehmen (teilweise sogar als Experte als teurere Freelancer im selben Unternehmen wieder eingestellt).
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen, so dass man hier jede Situation individuell betrachten muss, bevor man sich an den Bereich Abfindungsverhandlungen begibt. Ich selbst habe viel dabei gelernt.

 

  • Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen / erhalten oder noch zu erhöhen?
Mein Ziel ist, das Vermögen bis auf 100k€ Cash zu investieren. Der Fokus wird auf dem Aktienmarkt liegen. Aber wenn ich noch 1-2 Mietobjekte zu guten Konditionen bekäme, würde ich auch hier zuschlagen.
Ich vermute, dass wir diese Zielallokation in 2-3 Jahren erreichen. Früher ist wohl statistisch besser (Stichwort: „Time in the market‘), aber gibt uns kein gutes Gefühl derzeit.
Daneben werden wir weiter unsere Kosten im Rahmen halten, um dadurch eine hohe Sparquote zu realisieren.
Eine finanzielle Unsicherheit (mit Potenzial nach oben) ergibt sich durch meine unternehmerische Tätigkeit in den nächsten Jahren.
Habt Ihr noch weitere Ideen für unsere Asset Allokation? Was können wir noch besser machen?

 

  • Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?
Bei 60k€ Ausgaben im Jahr sind wir nach der 3% Regel finanziell frei bei 2 Mio. € (unter der Annahme wir investieren besser, als wir es heute machen).
Das ist mein Ziel bis ich 45 Jahre alt bin, also in 6 Jahren. Das Vermögen muss dafür um ca. 130k€ pro Jahr wachsen. Das sollte mit ein bisschen Rendite aus dem Vermögen plus Gehalt möglich sein.
Als worst case führt die unternehmerische Tätigkeit in den nächsten Jahren dazu, dass sich das Ziel um 2-3 Jahre nach hinten verschiebt.

 

  • Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deine Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?
Unser Ziel ist es die finanzielle Freiheit in sechs Jahren zu erreichen. Ob wir dann aufhören zu arbeiten oder einfach mit einem noch entspannteren Mindset die Sachen machen, die uns Spaß machen, haben wir noch nicht entschieden.
Durch meine Selbstständigkeit setzen wir bereits jetzt Dinge um, die uns die finanzielle Teilfreiheit ermöglicht.
Auch meine Frau wechselt gerade noch einmal den Job auf eine Stelle, die ihr mehr Spaß macht, gleichzeitig aber geringer bezahlt ist.
An unserem Lebensstil werden wir nichts ändern, d.h. lieber sparsam leben, um Flexibilität zu erhalten.

 

  • Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?
  1. Eine hohe Sparquote in den Anfangsjahren ist deutlich wichtiger als das letzte Prozent bei den Investitionen rauszuholen.
  2. Früh anfangen mit verschiedenen Dingen (z.B. Investieren, Ehrgeiz im Job) hilft Dir einen Startvorteil zu erlangen, den man später nur sehr schwer wieder aufholen kann.
  3. Entwickle Dich ständig weiter und lerne neue Dinge hinzu (es war noch nie so einfach, wie sich heute auf Plattformen, wie EdX, Udacity, Udemy, etc. zu geringsten Kosten weiterzubilden).
  4. Probiere verschiedene Sachen aus und gehe auch mal ein Risiko ein (je früher, desto geringer sind die Opportunitätskosten).
  5. Der Weg ist das Ziel: Lieber die finanzielle Freiheit ein paar Jahre nach hinten schieben, wenn man dafür auf dem Weg mehr Spaß hat und schon Vorteile durch das Vermögen genießen kann.

 

Das war das Millionär Interview mit Dominik

 

Herzlichen Dank, dass Du hier dabei bist!

Und dankeschön auch, dass Du hier nicht nur Deine Erfolge teilst, sondern auch die Krisen, die jeder Mensch einmal hat.

Diese können sich bei einem gutem Handling der Situation, so wie bei Dir, dann sogar im Nachhinein oft als Glücksfall erweisen.

Ich wünsche Dir natürlich ganz viel Erfolg beim Projekt Unternehmertum!

Wir würden uns alle über ein Update freuen, wie es bei euch weiter geht.

 

Und jetzt Du

  • Welche Fragen & Anregungen habt Ihr für Dominik?
  • Welche Ratschläge habt Ihr zu seiner aktuellen Vermögensallokation?

Schreibt dazu im Kommentarbereich.

Und als Millionär oder auch als junger Mensch mit mindestens 100.000 Euro Vermögen schreibst Du dem Maschinisten natürlich sowieso unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und wirst selbst Teilnehmer bei den Millionär Interviews bzw. den Freiheitskämpfer Interviews.

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Paul
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Paul

Warst du bei einer der MBB Beratungen? Siehst du weiterhin UB als guten Karriereeinstieg?

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Dominik

Ja, war ich. Ja, ich halte es auch heute noch für einen guten Einstieg. Ich würde aber versuchen nach 3-5 Jahren rauszugehen. Die Zeit reicht, um die Brand kredibel tragen zu können und um die Kern-Tools und Techniken verinnerlichen zu können. Zu diesem Zeitpunkt hat man sein Gehalt dann ja auch schon mit Faktor ca. 2-2,5 steigern können und hat dann ein gutes Level für einen Konzern bzw. Start-Up (Opportunity Kosten sind noch nicht so hoch, wie bei mir).

Paul
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Paul

Bezieht sich das allgemein auf UB oder nur bei den Top-Adressen?

Gast
Dominik

Die Gehaltsentwicklung außerhalb MBB kenne ich leider nicht. Da Gehälter auf den Ebenen Projektleiter/Senior-Projektleiter dort tendenziell niedriger sind, wird die Gehaltsentwicklung vermutlich auch geringer sein. Aber es gibt bestimmt Ausnahmen und hochprofitable Boutiquen, die auch entsprechend bezahlen.

Paul
Gast
Paul

Dass das Gehalt niedriger ist, war mir bewusst. Mir ging es ehr um die Projekte und die vermittelten Fähigkeiten.

Also ob sich auch ein UB Einstieg bei z.B. Deloite etc. lohnt, oder ob vom Consulting besser abgesehen werden sollte, wenn man nicht zu einer der Top-Adressen kommt.

Gast
Dominik

Hatte Deine Frage missverstanden…

Ich glaube, dass man die Antwort dazu nicht pauschalisieren kann. Es gibt Licht und Schatten in Liga 2-4 (habe ich auf Kundenseite erlebt). Teilweise wird wenig in die Ausbildung der Juniors investiert und es hängt stark von dem Einzelnen ab, wie gut er/sie sich entwickelt. Ich würde kritisch hinterfragen, was Du in den ersten 2-4 Jahren lernst und welche Jobs Alumni der jeweiligen Beratung in der Zeit danach annehmen.

Mit BWL-Hintergrund würde ich wohl versuchen eine spezialisierte Beratung (mit gutem Ruf in der Nische) auf ein Thema zu wählen, so dass Du Dich zum Experten in diesem Bereich entwickeln kannst. (z.B. im Bereich Finance, Due Diligences, Supply Chain, …).
Mit naturwissenschaftlichem bzw. technischem Hintergrund können 2-4 Jahre ‘allgemeinere’ Beratung sicher helfen, Management-Skills zu erlernen und beweisen, um so mit dieser Kombi dann durchstarten zu können.

Jan
Gast
Jan

Hallo Dominik,

erstmal Glückwunsch zur sehr beeindruckenden Karriere und auch den Mut zur Veränderungsbereitschaft. Genau wie du würde ich auch jedem Studiumsabsolvent empfehlen, in den ersten Jahren bis Anfang 30 den Fokus auf Chancenmaximierung zu setzen. Also eine gute erste Stelle suchen und Einsatz und natürlich etwas Glück. Wobei Freiheitskämpfer meist auch gut darin sind, zu erkennen, wo weniger Chancen liegen und dann auch nicht lamentieren sondern davon weggehen.
Und sich nicht nur damit zu beschäftigen, wie man die Nachkommastellen der Investmentrendite oder die letzen Prozente bei der Sparquote herausholen kann. Man sieht ja, dass der entscheidende Kniff bei euch nicht das total-frugale leben war, sondern ein Lebensstil konsequent unter den Möglichkeiten verbunden mit einem stark gesteigerten Einkommen. Das geht natürlich nicht, wenn man kurz nach dem Berufseinstieg bereits auf eine 4-Tage Woche umschwenkt.

Wenn ich das richtig verstehe, bist du nach 4(?) Jahren MBB, also wahrscheinlich auf Projektleiterebene, in einen Konzern gewechselt. Aber noch nicht sofort auf Bereichsleiterniveau, richtig? Auf welcher Stufe bist du damals eingestiegen und wie schnell erfolgten dann die Beförderungen?

Nach allem was mir so bekannt ist, ist der Exit auf eine echte Führungsposition auch für Berater nicht ohne (und Bereichsleiter ist zumindestens bei uns bereits die dritte Ebene von unten gezählt). Insofern dürfte deine Entwicklung im Konzern für sich genommen sehr beeindruckend und außergewöhnlich schnell verlaufen sein.

Gast
Dominik

Hi Jan,

vielen Dank für Deinen Input.

Ich war deutlich länger in der Beratung und bin eine Stufe vor Partner (das wäre ich in noch 2-3 Jahren geworden) gewechselt. Ich hatte zunächst im Konzern eine Stabsstelle direkt am CEO, so dass ich hier gute Connections zum ganzen Vorstand aufbauen konnte. Dadurch konnte ich dann hoch in eine operative Position wechseln (hatte auch eine Berichtslinie an den Vorstand). Es war allerdings noch ein vergleichsweise kleines Unternehmen mit 35k Mitarbeitern. Karriere im Konzern ist mir allerdings immer noch teilweise ein Rätsel und bedarf eine gute Mischung aus Glück, Selbstdarstellung, Netzwerk, Politik und Leistung/Ergebnisse.

Viele Grüße

Dominik

Thorsten
Mitglied

Hey Dominik,

vielen Dank für das schöne Beispiel…ist ein bisschen ähnlich wie bei uns (allerdings ohne Kinder).

Was ich immer den Leuten bei Diskussionen über Finanzen mitgebe, die einen schnell um die Gehälter bei einer Beratung beneiden ist, die von Dir auch genannte, investierte Arbeitszeit. Und das ist über mehrere Jahre nicht zu unterschätzen. Habe dann auch den Absprung gewählt, als ich gemerkt habe, dass es auch körperliche Auswirkung hat immer im Stress zu sein…und fühle mich heute im Großkonzern ganz wohl 😉

Bei Deinen Investments finde ich 100k Euro Cash immer noch sehr hoch gegriffen. Oder umfasst das auch Beträge die evtl für Reparaturen bei den Immobilien gebraucht werden (könnten)?

Viele Grüße
Thorsten

P.S.: Musste auch bei 45 Jahren als Ziel schmunzeln…das klingt sehr vertraut *lach* Viel Erfolg weiterhin!

Gast
Dominik

Hi Thorsten,

es klingt, als seid Ihr auch auf einem guten Weg.

Bei mir war die Arbeitszeit nicht so das Problem (habe es auch im Schnitt geschafft innerhalb 60-65h zu bleiben und hatte nur in den seltensten Fällen eine 80+ Woche (ich glaube 2x innerhalb von 10 Jahren). Im Hotel war es mir dann auch egal, ob ich früher oder später Schluss mache. Bei mir war eher das Thema, dass ich 4 Tage nicht zu Hause bin. Bei Kindern kann man an deren Entwicklung nicht wirklich teilhaben und es führt fast zwangsläufig dazu, dass der Partner zu Hause/in Teilzeit bleiben muss. Mit einem Kind haben wir noch beide 100% gearbeitet, was nur durch meine Konzerntätigkeit möglich war.

Bzgl. 100k Cash Reserve: Mal schauen, wie ich mich fühle, wenn ich den Rest investiert habe. Ggf. könnte ich mir dann auch vorstellen, mehr zu investieren. In 2019 war ich froh, dass ich einen hohen Cashbestand hatte, da dieser mir ermöglicht hat, ohne Druck eine längere Zeit ohne Gehalt auszukommen und in dieser Zeit die Abfindung aushandeln zu können. Im schlimmsten Fall hätte der Rechtsstreit 1,5 Jahre gedauert (ohne Gehaltszahlung). Daher fühle ich mich mit mindestens einmal unseren Jahresausgaben eigentlich wohl.

Viele Grüße

Dominik

Mitglied
Judge Dredd

Hallo Dominik,
vielen Dank für das Interview und herzlichen Glückwunsch! 1 Mio Euro selbst erarbeitetes Vermögen vor dem 40. Geburtstag ist eine riesen Leistung!!

Euer Cashbestand ist, wie du selbst sagst, sehr hoch. Da ihr aber einen Teil davon ohnehin investieren wollt, ist das kein “Problem”. Weißt du schon in welche Richtung du dich unternehmerisch entwickeln möchtest?

Viele Grüße,
Judge Dredd

Gast
Dominik

Hi Judge Dredd,

danke für Deine Nachricht und Glückwünsche.

Unternehmerische Tätigkeit ist noch nicht klar, es gibt aber eine konkrete Idee/Möglichkeit (aus Anonymitätsgründen gehe ich da derzeit nicht drauf ein). Ich gebe gerne in 1-2 Jahren hier ein Update, wie es gelaufen ist.

Viele Grüße

Dominik

Eva
Gast
Eva

WOW, herzlichen Glückwunsch zu dem bisher Erreichten!

Ich finde es immer wieder beeindruckend was man mit Zielstrebigkeit, Disziplin und vor allem harter Arbeit erreichen kann.

Hast du Lese-/Buchempfehlungen zum Thema Abfindung? Es zeichnet sich ab, dass ich in 1 – 2 Jahren in einer ähnlichen Situation sein könnte.

Die 15 Monatsgehälter erscheinen mir sehr viel. Gab es hierfür besondere Umstände? (Falls diese Frage nicht zu persönlich ist)

Gast
Dominik

Hi Eva,

danke für Deine Nachricht.

Gute Bücher zu dem Thema habe ich leider nicht gefunden. In Deutschland gibt aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten aktiv an eine Abfindung zu gelangen, die mir mit Beispielen bekannt sind: (1) Man macht sich für das Unternehmen absolut unentbehrlich (z.B. durch bestimmte System- / Prozesskenntnis, die im besten Fall auch nicht dokumentiert ist), reicht dann eine Kündigung ein und verspricht gegen eine faire Abfindung eine ordentliche Übergabe zu machen (plus ggf. den Weggang noch ein wenig aufzuschieben); (2) man schafft sich eine möglichst rechtssichere Situation (kurz gefasst: Im Wesentlichen muss man nachweisen, dass der eigene Job nicht wegfällt bzw. wegfallen kann) und macht sich so ‘unbeliebt’, dass der Arbeitgeber einen loswerden möchte. Beides hat Vor- und Nachteile und birgt auch gewisse Risiken. Dann gibt es natürlich auch immer den Fall, dass einen eine Restrukturierung erwischt bzw. man die Möglichkeit eines Freiwilligenprogramms hat, aber das ist natürlich nicht planbar (siehe meinen Fall).

Es hilft in jedem Fall eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen und idealerweise eine, die auch über den normalen Kostensatz von Rechtsanwälten bezahlt (die Guten vereinbaren ein deutlich höheres individuelles Honorar). Außerdem sollte man bestimmte Unterlagen, die die eigene Tätigkeit nachweisen (z.B. Kalender, Organigramme, detaillierte Tätigkeitsbeschreibungen mit Zeitplänen), außerhalb seines Büros und Arbeitsrechners aufbewahren, so dass man auch bei direkter Sperrung von Zugängen diese nutzen kann (und diese bloß nicht mit dem Arbeitgeber teilen).

Meine Abfindung setzt sich zusammen aus einer Zeit der Freistellung (ohne Gehalt), meiner Kündigungsfrist und einer Zahlung, die sich an der Betriebszugehörigkeit bemisst.

Viel Erfolg bei Deinem Weg und alles Gute

Dominik

Luisa
Gast
Luisa

Wieso gibt es für eine Abfindung eine Steuerrückzahlung? Dachte Abfindungen müssen ganz normal versteuert werden?

Gast
Dominik

https://de.wikipedia.org/wiki/Fünftelregelung
Abfindungen werden nach der sogenannten Fünftelregelung steuerlich (unter bestimmten Umständen) günstiger gestellt. Sie sind in jedem Fall sozialabgabenfrei.

Christian
Gast
Christian

Hallo,

ja die Fehler habe ich auch gemacht, Aktien hab ich immer zu früh verkauft oder bin zu spät eingestiegen.
Mit Immobilien ist es besser gelaufen aber auch sehr viele gute nicht gekauft aus Angst.
Dein Gehalt ist schon beeindruckend und so auch fast schon zwangsläufig ein hohes Vermögen möglich wenn man nicht alles für Statussymbole ausgibt.
Eigentlich kann ja jetzt nicht mehr viel passieren, wenn du weiter in ETf`´s investierst und die Haushaltskosten nicht durch die Decke gehen bist du mit 45 Jahren am Ziel.

Gruß Chris

Gast
Dominik

Ich nehme Dich beim Wort 🙂

wolf89
Mitglied
wolf89

Hi Dominik,

herzlichen Glückwunsch zum bisher erreichten. Besonders hat mich deine Vermögensentwicklung über die Jahre Fasziniert. Beim Thema Gehalt war ich Positiv geschockt 🙂
Ich wünsche deiner Familie alles Glück der Welt beim erreichen eurer weiteren Ziele und Wünsche.

LG

Gast
Dominik

Ja, manchmal reibe ich mir auch die Augen, wieviel in Konzernen gezahlt wird. Und die Entwicklung ist ja exponentiell nach Hierarchiestufe. Es ist diskutabel, ob das wirklich angemessen ist. Gleiches gilt für Abfindungen: Während man Mitarbeitern aus meiner Abteilung lediglich ein ‘Taschengeld’ angeboten hat, habe ich ja eine durchaus hohe Abfindung erhalten. Der CEO, der dann kurz nach mir gehen musste, hat noch einmal deutlich mehr kassiert.

Gast
Glücksjäger

Servus Dominik,
ja, der Weg ist das Ziel! Respekt zum erreichten!
Das macht ihr richtig klasse. Ich freue mich auf einem Bericht in ein paar Jahren!
Alles Gute und schöne Grüße, Glücksjäger