Millionär Interview 25 – Alexander lebt den Traum als Trader

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Millionär Interview 25 Reich werden als TraderMillionär Interview Nummer 25 – Und heute mit einem Thema, dass es hier bisher noch nicht gab.

Finanzielle Unabhängigkeit mit aktiver Börsenspekulation – Trading.

 

„Aktives Spekulieren funktioniert nicht!“

Das liest Du fast überall. Und dieser Satz ist auch korrekt, wenn man ihm einen kleinen Teilsatz hinzufügt. Und dieser lautet: „…für die meisten Menschen“.

 

10% Bruttorendite

Seit dem Ende der Golddeckung erbringen die Weltbörsen jedes Jahr auf lange Sicht grob diese Performance vor Steuern und vor Abzug der Inflation. Hier als Beispiel der US-Aktienmarkt der letzten 180 Jahre als Total Return inkl. Dividenden:

Quelle: Global Financial Data

Und hier für jeden beliebigen Zeitraum zum selbst ausprobieren.

Und diese Bruttorendite kann jeder Bürger ohne großen Zeitaufwand erhalten, indem er ein kostenloses Online-Aktiendepot eröffnet und dann dort regelmäßig in einen einzigen passiven Welt-ETF wie den Vanguard All World FTSE Herausgabeland Irland investiert. Die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten mit wenigen Klicks für alle Menschen.

Und genau das ist die eigentliche Nulllinie, die es für jeden Trader nach allen Handelsgebühren zu schlagen gilt und bei der es im Vergleich dann spätestens ab dem zweiten Jahrzehnt seiner Marktteilnahme keine Entschuldigungen mehr gibt. Wer als Trader nicht mindestens alle 7 Jahre sein Geld Brutto verdoppelt, ist schlechter als ein simpler All World ETF mit wenigen Stunden Zeitaufwand pro Jahr.

Und sehr viele aktive Spekulanten scheitern daran

Denn die meisten Bürger werden genau so wenig erfolgreiche aktive Trader, wie Sie auch keine finanziell erfolgreichen Musiker, Bundesligasportler oder Künstler werden.

Das heißt aber nicht, dass es keine erfolgreichen und auch einige extrem erfolgreiche Menschen auf diesem Gebiet gibt, die sich über viele tausend Stunden diese Profession beigebracht haben und wo dann die berühmten ca. 20% Talent auf 80% Transpiration zusammen treffen.

Ins echte Leben übersetzt bedeutet das einen hohen Arbeitsaufwand, der unbedingte Wille zum Erfolg über lange Zeiträume und eine geradezu unerschütterlich hohe Frustrationstoleranz.

Und auf den Bereich aktives Trading bezogen beinhaltet es dann zum großen Teil auch die Aufgabe, dass eigene Ego so weit in den Griff zu bekommen, dass es weniger wichtig wird als Geld.

 

Willst Du Recht behalten oder Geld verdienen?

Obwohl es sich verrückt anhört, schaffen es die allermeisten Menschen nicht, in Krisenzeiten das Geld beim aktiven Spekulieren höher zu priorisieren als das eigene Ego.

Und so werden aus kleinen Verlusten nach oft jahrelangen „Sonnenscheinphasen“ ganz plötzlich riesengroße Verluste. Weil man diesen einen Verlusttrade dann doch nicht verkaufen konnte, nachdem er den vorher festgelegten Stopp erreicht hat. Und so wird das Depot oft am Ende einen langen Bullenmarktes in kurzer Zeit mit wenigen Trades an die Wand gefahren und die schon sicher geglaubte Überperformance gegenüber dem Gesamtmarkt dadurch nicht nur zerstört, sondern eine massive Unterperformance eingefahren.

Menschen, die sich diese Profession also unter großen Mühen beigebracht und das Thema wie auf einer Reise zum eigenen Ich dann auch verinnerlicht haben, sind also nicht nur in der Minderheit, Sie sind auch vergleichbar mit einem finanziell erfolgreichen Sportler oder Künstler.

 

Die Freiheitsmaschinen Community

Hat mittlerweile einen großen aktiven Börsenbereich, in dem sich viele aktive Spekulanten tummeln und dort über Ihr Handeln, Ihre über die Jahre und Jahrzehnte erarbeiteten Trading-Ansätze preisgeben.

Einige dieser Spekulanten kenne ich dabei schon seit über einer Dekade aus anderen Bereichen den Internets und davon wiederrum einige, liefern nicht nur hohen Mehrwert, sondern Sie zeigen damit über die Jahre auch, dass Sie erfolgreich sind.

In den erwähnten Krisenzeiten zeigt sich dann eben nicht Ihr Ego das Recht behalten will, sondern diese Menschen können kleine Verluste auch dann demütig nehmen, wenn Sie unter Druck stehen und das eigene Verhalten rational und kritisch beleuchten.

Heute haben wir einen solchen Interviewpartner aus der Freiheitsmaschinen Community bei uns.

Alexander hat uns geschrieben und teilt mit uns seinen Lebensweg:

 

  • Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?
Ich bin 50 Jahre alt und meine Frau 42. Wir sind seit 17 Jahren zusammen und seit 15 Jahren verheiratet.

 

  • Habt Ihr Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?
Ja, eine 22 jährige Tochter (meine Stieftochter). Zurzeit besucht sie die Uni im Nordosten von Thailand und absolviert dort so etwas wie eine Hotelfachschule.

 

  • Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Im Sommer in der Schweiz (Mietwohnung am Stadtrand im Nordwesten) und im Winter ein paar Monate in Thailand (Haus auf dem Land im Nordosten).

 

  • Was ist Dein (euer) jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?
Das schwankt sehr stark, da wir vorwiegend aus passiven Einnahmen leben. In der Regel sind das aber im Durchschnitt an die 75k CHF im Jahr.

 

  • Wie hoch sind eure jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?
Unsere allg. Lebenshaltungskosten belaufen sich bei ca. 6,2k CHF p.M., darin enthalten sind auch Auslagen für Reisen und sonstiges. Die Wintermonate in Thailand sind natürlich immer kostengünstig, was die hohen Lebenshaltungskosten in der CH wieder etwas ausgleicht. Wir leisten uns dann und wann ein Weekend im Tessin, das ist der italienische Teil der Schweiz oder auch mal eine Reise in die USA. Ansonsten geben wir unser Geld nur selten aus.
Wenn wir uns was kaufen dann achten wir sehr stark auf die Qualität und lassen den Preis auch mal links liegen. Wir leben nach dem Grundsatz «if you pay peanuts, you’ll get monkeys».

 

  • Wie hoch ist Dein (Euer) aktuelles Vermögen?
Das gesamte Privatvermögen liegt aktuell bei 4,8 Mio. CHF. Rentenansprüche sind darin nicht enthalten.


  • Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld)
3,9 Mio. sind in Aktien, ETF’s und Cryptos investiert. Den Rest halten wir ausschließlich in Cash.
Bei den Aktien achte ich auf Qualität, mögliche Alleinstellungsmerkmale und eine Preissetzungsmacht oder aber auf Technologie-Aktien mit Disruptions-Potenzial, sogenannte Hyper-Growth-Unternehmen welche kurz vor der Schwelle zum Massenmarkt stehen und über Jahre hinweg mit 40% p.a. oder mehr rasant wachsen können. Um das besser zu verstehen kann ich empfehlen, «Crossing the Chasm», «Inside the Tornado» oder «The Gorilla Game» zu lesen.
ETF’s nutze ich langfristig, um Branchen wie Biotech abzudecken, kurzfristig um von Extremsituationen zu profitieren. Seit 2018 nutze ich inverse ETF’s auch verstärkt, um mittel- bis langfristige Long Positionen abzusichern. Cryptos sind eine reine Spekulation auf die Zukunft.
Von Diversifikation halte ich überhaupt nichts.
Sowas machen Anleger, die nicht wirklich wissen, was sie tun. Das heißt aber nicht dass ich nicht auch in andere Märkte investiere. Ich mache dies auch sofern ich ein «Window of Opportunity» erkenne.

 

  • Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?
Das ist eine sehr lange Geschichte aber ich halte es kurz.
Angefangen hat es im Juli 1994.
Ich hatte erstmals Erspartes auf der Seite, für welches ich gerade keine sinnvolle Verwendung fand. Urlaub war nicht geplant, Freundin hatte sich zuvor aus dem Staub gemacht und ich hing am Wochenende meist mit Kollegen in Bars und Discos rum. In meinem näheren Umfeld gab es eine Person, welche seit Beginn der 70er Jahre als institutioneller Investor aktiv war.
Nennen wir ihn meinen «professionellen Ratgeber».
Dank seiner Hilfe war es mir in der Blütezeit der Dotcom Blase möglich, mein investiertes Vermögen von ca. 40k CHF auf über 500k CHF zu erweitern. Rückblickend mit den heutigen Erfahrungen muss ich leider eingestehen, dass ich damals viel mehr hätte machen können. Viele Privatanleger verzwanzig- oder verdreissigfachten ihr Vermögen (ohne Optionen oder sonstige Hebelprodukte). Viele nahmen Wertschriftenkredite auf um sich im Markt stärker zu platzieren. Ich tat dies nicht, war aber damals trotzdem sehr zufrieden.
Wie es dann kommen musste, kam der 3. April 2000.
Kurz nach Mittag rief mich mein «professionellen Ratgeber» an und sagte mir, dass ich alles verkaufen solle. Ich fragte nicht mal nach dem Grund, da ich mich voll und ganz auf ihn verlies. Als ich dann spät nachmittags den Nasdaq sah, wusste ich warum. An diesem Tag fiel der Index um über 7% und viele meiner Aktien tauchten um 20%-30% ab. Tags darauf ging ich gleich morgens auf die Bank und füllte zusammen mit dem Bankberater die Verkaufsaufträge aus (ja, das war reine Handarbeit).
Am 4. April 2000 war ich dann nach fast 6 Jahren erstmalig komplett aus dem Markt raus. In der Zeit danach saß ich auf meinem Cash und wartete auf meinen «professionellen Ratgeber». Ich weiß noch wie froh ich war, dass ich auf Cash saß, als 9/11 kam. Ich war zu der Zeit berufstätig in Singapur unterwegs. Als das Ganze geschah, war bei uns bereits Abends um 9 Uhr. Ich sah alles live über „Channel News Asia“ und dachte mir «das war’s», die fetten Jahre sind vorüber und meine Jahre zuvor erträumten Früh-Rentenpläne gingen auch gleich mit baden.
Nach einer langen Talfahrt an den Börsen Ende 2002 hatte ich mir vorgenommen, meine Anlagen etwas unabhängiger zu tätigen. Also suchte ich einen Vermögensverwaltungs-Dienstleister auf. Der machte mir ein Riesenkonzept über 10-20 Jahre, was am Ende über 2k CHF kostete. Das Konzept bestand darin, sich mehr auf Aktienfonds, Anleihen und Geldmarktfonds zu konzentrieren, was ich (leider) von 2003 bis 2008 auch tat.
Heute weiß ich, dass dieses Business in den 20 Jahren zuvor sehr lukrativ war aber nach 2000 hatte sich das Blatt gewendet. Die Zeit von 2002 bis 2008 war für mich ein völliger Trugschluss. Dank meiner Naivität einen Vermögensverwaltungs-Dienstleister nach Rat zu fragen und ein Großteil meines Vermögens in Aktienfonds, Anleihen und Geldmarktfonds zu stecken, hat sich mein Vermögen zwischen März 2003 und April 2008 gerade mal um 370k CHF gesteigert.
Es kam wie es kommen musste. 2008 hab ich dann den «fachlichen Rat» wieder direkt bei meinem «professionellen Ratgeber» gesucht. Erstmalig hat er mir detailliert gezeigt, worauf seine Erkenntnisse basieren und dass sowas nun auch mal mit Kosten verbunden ist.
Der wohl wichtigste Ratgeber war damals für ihn ein kostenpflichtiger Dienst für professionelle Investoren von IBD (Investors Business Daily). Er zeigte mir Chartbücher aus den 90ern. Wöchentlich wurde ihm ein solches Exemplar per Schnell-Kurier zugesendet. Darin befanden sich wohl an die hundert Charts mit all den IBD-Patterns, teils von Hand skizziert und kommentiert.
Er empfahl mir, mich einem IBD-Dienst für Retail-Investoren anzuschließen. Dieser war wesentlich kostengünstiger und dank der ersten Online-Videos war der Lerneffekt bei mir doch ziemlich groß. Ich abonnierte diesen Dienst und als im Frühling/Sommer 2009 die ersten positiven Signale aus der US-Konjunktur kamen, platzierte ich meine Aktien-Käufe.
Lange Rede kurzer Sinn, ich lernte in den Jahren 2009-2014, dass man durch kostenpflichtige Dienste auch viel lernen kann. Ich habe in der Zeit so einiges ausprobiert, habe aber vieles wieder verworfen so dass ich bis Mitte 2016 fast nur den IBD-Dienst für Retail-Investoren nutzte.
Zwischen 2015 und 2016 haben sich, besonders die US Märkte, stark verändert. Vieles was zuvor funktionierte, hatte plötzlich unerwartete Hindernisse vor sich. Das veranlasste mich dazu, meinen zu der Zeit noch einfachen IBD Handelsansatz zu überdenken. Ich habe dadurch ein paar Sachen ausprobiert, aber so glücklich wurde ich nie.
Auffallend war, dass vor allem die allseits bekannten deutschen Börsendienste oft völlig daneben lagen und beim einen oder anderen Dienst wurde speziell darauf geachtet, dass die Masse und nicht mehr die Klasse glänzt (also Hauptsache viele zahlende Abonnementen für die Herausgeber).
Im Dezember 2017 wurde ich auf einen CH-Börsendienst aufmerksam, der einen Total-Return Ansatz verfolgt. Er gewichtet sein Portfolio nach Short/Long Positionen. Damit bin ich bis heute ganz glücklich, da auch Makro-Ökonomische Sichten aufgezeigt werden. Heute nutze ich bloß noch diesen Börsendienst, einen geschlossenen Chat und den einen oder anderen öffentlichen Blog von Anlegern, die meinem Anleger-Profil ähneln, einen echten Track-Rekord nachweisen können und mind. 20 Jahre Erfahrung auf dem Buckel haben.
Besonders schätze ich die kostenpflichtigen Blogger-Dienste eines bekannten US «crowd-sourced content service» für Finanzmärkte, welche durch einen ehemaligen Wallstreet-Journal Mitarbeiter gegründet wurde. Diese Plattform bietet einem Anleger unzählige Möglichkeiten, die potenziell großen und noch unbekannten Gewinner möglichst früh heraus zu sortieren.
Aber auch da gilt, dass nicht jeder Blogger was taugt. Man muss hier wirklich die Spreu vom Weizen trennen und das dauert eine Weile. Die wohl besten Blogger haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die langen 8-K und 10-Q Sec Fillings von oben bis unten auseinander zu nehmen und mit Hilfe von IR-Informationen dann in einem Blogbeitrag zusammen zu fassen. Inzwischen ist das für mich die wohl angenehmste und effizienteste Art und Weise, möglichst einfach an detaillierte Informationen zu kommen.
  • Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?
Höre nie auf andere Leute, die nicht «direkt an der Quelle sitzen» und wenn doch, dann entwickle Deine eigene Meinung zu einem «fremden Sachverhalt». Sei diszipliniert und halte Dich an Deine objektiven Vorgaben. Handle rational und versuche den Zusammenhang einer «Unregelmäßigkeit» zu verstehen.

 

  • Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?
Beginne möglichst früh an den Börsen aktiv zu werden.
Es ermöglicht einem einen frühzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben. Alles andere ist erstklassige Zeitverschwendung im Hamsterrad.
Zudem ist unser Vorsorgesystem durch überspannte Wohlstandsverteilung ziemlich ruiniert. Der einzige Weg, der Altersarmut zu entkommen ist die private Vermögensvermehrung. Die finanzielle Freiheit gibt einem in jeder Hinsicht die Möglichkeit, einem maroden System weitestgehend zu entkommen.

 

  • Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen/erhalten oder noch zu erhöhen? Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?
Da ich aus der Software-Entwicklung komme habe ich 2015 begonnen, all meine technischen Börsenkenntnisse mit meinen Codier-Fähigkeiten zu verbinden. Seit nun mehr 3 Jahren setze ich auch quantitatives Handeln ein, inzwischen aber besonders mit Aktien und ETFs.
Demnächst ist geplant, einige meiner «Quant’s» über ein bis zwei US Investment-Crowd Plattform für Retail-Investoren, gegen einen kleinen monatlichen Betrag, zu publizieren. Das soll vor allem weltweit den berufstätigen Anlegern die Möglichkeit für kurzfristiges «Hit and Run» Trading geben. Haltezeiten werden zwischen ein paar Tagen und max. 20 Handelstagen sein.

 

  • Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deine Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?
Ich bin bereits da, wo ich hin wollte. Ich arbeite nur noch, wenn’s sein muss (bin seit 2000 selbständig), beschäftige mich nur noch mit Dingen, die mir echten Spaß bereiten und ich entscheide relativ kurzfristig, wo wir unsere nächsten Monate verbringen werden.

 

  • Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?
An den Börsen arbeitet auf lange Frist vor allem die Zeit für Dich. Denn dank des Zinseszinseffektes oder des Kapitalhebels können dadurch gigantische Vermögen entstehen. Es gibt keine andere Anlagemöglichkeit die man schneller gekauft, aufgebaut und wieder verkauft hat.
Sei geduldig und rational. Lass Gefühle außen vor. Mach keine «Fear of Missing Out» – Deals.
Wenn Du merkst dass Dich die Gier überholt, dann bleibe an der Seitenlinie.
Denk daran, dass Du bei Deinen Entscheidungen immer an einer roten Fußgängerampel stehst. Geh nie über die Straße, wenn nicht Grün ist!

 

  • Bonusfrage – Warum hast Du eine komplette Anonymisierung gewählt?
Leider gibt’s immer wieder Menschen, welche nach dem Hören/Lesen meiner Geschichte denken, dass ich ab sofort der heilige Gral für sie bin, was aber wirklich nicht so ist und ich auch nicht möchte.
Meine Geschichte soll einerseits zeigen, dass man es schafft, wenn man sich genug Zeit lässt. Andererseits man sich nie blind auf andere Leute oder Institutionen verlassen darf.
Ich selbst habe an die 12 Jahre damit vertrödelt.
Erst als ich es unabhängig fundiert anging, ging’s mit meinem Vermögen und der finanziellen Unabhängigkeit richtig aufwärts.

 

Das war das Interview mit Alexander.

Ganz herzlichen Dank für Deine Teilnahme! Danke für Deine Bereitschaft anderen Menschen mit Deinem Beispiel Anregungen zu geben und für Interessierte ein Vorbild zu sein.

Und ich freue mich natürlich auch, dass Du bei unserer Community mit dabei bist.

Den Lesern würde ich noch gerne mit auf den Weg geben, nicht primär auf die hohe Vermögenssumme zu schauen, sondern auf den Weg der zurückgelegt wurde. Irgendwann läuft die Zinseszinsmaschine von ganz alleine. Die hohen absoluten Geldsummen sollen für junge Menschen mit noch geringem Vermögen kein Grund zur Entmutigung sein, sondern der Lebensweg selbst soll als Beispiel und Ansporn dienen.

Und darum: Wenn Ihr Fragen an Alexander habt, bitte Feuer frei im Kommentarbereich!

Was interessiert euch an seinem Weg und was würdet Ihr gerne noch von Ihm wissen.

Und als (angehender) Millionär schreibst Du dem Maschinisten natürlich sowieso unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und wirst selbst Teilnehmer bei den Millionär Interviews.

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Djerun
Gast
Djerun

Moin,

sehr interessantes Interview, vielen Dank an euch beide.;) Die 4,8 Mio. wird man aber auch mit gutem Gehalt nicht durch buy&hold erreichen…

Mich würden die empfohlenen kostenpflichtigen Bloggerdienste interessieren. Würdet ihr die auch bennenen? Vielen Dank.

LG
Djerung

Mitglied
Alexander

“Buy & Hold” hat durchaus positive Effekte, sofern man Unterwegs nicht durch Emotionen gesteuert kalte Füsse bekommt (was die meisten leider nicht schaffen) oder einem die zwanghafte Sorge plagt, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen und man dadurch subjektive Entscheidungen riskiert. Schlussendlich geht’s nur um den Kapitalhebel-Effekt, welcher über einen längeren Zeitraum aus “mehr” noch “viel mehr” macht.

Der kostenpflichtige Bloggerdienst ist Seekingalpha. Es gibt’s auch die kostenlose “Light-Version” aber die ist vielerorts “zensuriert”. Wie im Interview erwähnt, muss man erst “die Spreu vom Weizen trennen”, sofern man weiss, was man handeln will. Ich nutze dort besonders die Analysen zu den Techs, da mein beruflicher Werdegang eine gewisse Auffassungsgabe mit sich bringt. Einige Blogger, welche einen IT Hintergrund haben, sind in der Lage, sehr Tief in’s fach-chinesisch einzutauchen, was für einen Laien zu viele Fragezeichen aufwirft. Gerade bei den neuzeitlichen Software-Werten war Seekingalpha für mich anfänglich überaus hilfreich um zu verstehen, warum das Drum-Herum um die Abo-Dienste so wichtig ist, denn die klassische Bewertung ist speziell bei den neuzeitlichen Software-Techs so nützlich wie ein Sandkasten in der Wüste.

Djerun
Gast
Djerun

Top. Danke für die Antwort. Nutze derzeit SA kostenfrei. Bietet die kostenpflichtige Version nennenswerte Vorteile?
Tatsächlich ist es eine große Herausforderung die Spreu vom Weizen zu trennen, da auf SA wirklich sehr viele (gute sowie weniger gute) Autoren unterwegs sind…

Das habe ich also richtig verstanden, dass du derzeit stark im Tech-Bereich unterwegs bist?

Beste Grüße
Djerun

Mitglied
Alexander

Die nennenswerte Vorteile findest Du hier: https://seekingalpha.com/subscriptions

Unter den Non-Techs befinden sich auch Aktien aus dem Bereich Consumer, Retail, Financial, Industrial und Biotech. Der Anteil der Consumer ist derzeit (noch) am höchsten, da ich die meisten davon bereits viele Jahre besitze. Die älteste Position ist aber ein Tech und stammt aus dem Jahre 2003.

In den letzten 4-5 Jahren habe ich meinen Fokus allerdings vermehrt auf Software-Techs ausgerichtet, da ich mit der Branche von Berufswegen ziemlich vertraut bin (und daher einen Informatioisvorsprung habe) und ich dort das grösste Potenzial über die kommenden Jahre sehe.

Reblaus
Mitglied
Reblaus

Klasse Geschichte!

Mitglied
Alexander

Danke!

Pistolpete
Gast
Pistolpete

Hut ab – mega story!!

Könnte der Autor oder jemand anderes das hier nochmal verdeutlichen – ich verstehe leider nur Bahnhof.

„Die wohl besten Blogger haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die langen 8-K und 10-Q Sec Fillings von oben bis unten auseinander zu nehmen und mit Hilfe von IR-Informationen dann in einem Blogbeitrag zusammen zu fassen.„

So ein Blogbeitrag wäre natürlich auch mega interessant.

Besten Dank!!!

Mitglied
Alexander

Es gibt zwei Teile im 10-Q. Der erste Teil enthält relevante Finanzinformationen. Dies umfasst einen verkürzten Abschluss, die Erörterung und Analyse der Finanzlage des Unternehmens sowie die Angaben zu Marktrisiken und internen Kontrollen. Der zweite Teil enthält alle weiteren relevanten Informationen. Dazu gehören Gerichtsverfahren, nicht registrierte Verkäufe von Beteiligungspapieren, die Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf von nicht registrierten Verkäufen von Beteiligungspapieren und Ausfälle bei vorrangigen Wertpapieren. In diesem Abschnitt gibt das Unternehmen alle anderen Informationen, einschliesslich der Nutzung von Exponaten bekannt. Im 8-K werden kurzfristig wichtige und ausserplanmässig relevante Ereignisse an die Aktionäre bekannt gegeben. IR-Informationen stammen aus Firmeninternen oder öffentlichen Präsentationen oder sonstigen Dokumenten, welche meistens auf der Webseite eines Unternehmens verfügbar sind.

Ein Tech-Blogger der das vorzüglich praktiziert ist der hier – https://seekingalpha.com/author/gary-alexander#regular_articles

PistolPete
Gast
PistolPete

Alles klar – Danke für die Info und den Link zu dem Blogger.
Sehr schön!

Thomas
Gast
Thomas

Danke für den Link zum SA-Blogger, habe den direkt mal gespeichert!

Hast vllt. noch mehr Blogger denen du auf SA folgst? Würde gerne meine Liste etwas erweitern. (Vorschläge auch gerne von den anderen Lesern! 🙂 ).

Gast
Alexander

Finanzielle Freiheit entsteht nicht, in dem man andere kopiert. Es ist als ob Du dir ein eigenes kleines Unternehmen aufbaust, welches unter ständiger Optimierung steht. Mit dem einen Link den ich gepostet habe gab’s bereits eine kleine Steilvorlage welche Du nutzen kannst, um tiefer in dieses System vorzudringen. Wenn Du Dich nun darum kümmerst, wie das Seekingalpha Blogger-System genau funktioniert, dann wirst Du einen Schritte weiter kommen und speziell, nach Deinen individuellen Anforderungen, weitere kostbare Treffer landen 😉

Felix
Gast
Felix

Interessante Story, die eine eher ungewöhnlich Investmentkarriere aufzeigt. Etwas dubios ist für mich der “professionelle Ratgeber”, der dann auch noch den 2000er Crash genau prognostiziert. Erinnert mich an Bodos Schäfer, der immer davon schreibt, dass er als mittelloser 18jähriger einen Mentor hatte, der seinerseits Milliardär war und ihm den Umgang mit Geld gelehrt hat.
Mag sein, dass es das gibt. Mir ist es nie begegnet. Ganz im Gegenteil, ich glaube, ich war weit und breit der erste in meiner Welt, der sich mit Börse und Investments beschäftigte. Obwohl ich mittlerweile auf über zwei Dekaden mehr oder weniger erfolgreicher Börsenkarriere blicken kann, würde ich nicht andere Leute (außer im engsten Familienkreis) dsbzgl. beraten wollen. Es kann auch mal über viele Jahre nach unten gehen und da möchte ich nicht für die Verluste anderer Leute verantwortlich sein.

1 Mio. Cash halte ich für viel. Gut, es sind auf das Gesamte bezogen, nur 20 %; das halte ich auch in etwa, Wobei halt der absolute Wert weniger ist.

Weiterhin viel Erfolg!

Mitglied
Alexander

Der «professionelle Ratgeber», welcher aus meinem nahmen Umfeld stammt, war zu dieser Zeit ein Institutioneller, welcher sein Handwerk auf dem Parkett verschiedener Börsenplätze erlernt hat und im Jahre 2000 und 2007/2008, nach mehr als 30 Jahren Berufserfahrung, auf ein entsprechend gut informiertes Netzwerk zurück greifen konnte.

Mike
Gast

Wiedermal ein sehr interessanter Artikel. Zwar kein Weg, den ich als Dividendensparer beschreiten würde, der mir dafür aber umso mehr Respekt abverlangt.

Eines verstehe ich aber nicht so ganz. Bei 4,8 Mio CHF Vermögen sind 75k passives Einkommen aber doch verhältnismäßig bescheiden. Ich meine, selbst mit sehr sehr konservativen Dividenden-Aktien bekomme ich da locker das doppelte raus.

Mitglied
Alexander

Gemäss letzter Lohnstrukturerhebung liegt der Median-Jahreslohn in der CH bei 78k CHF. Wir liegen also ganz knapp darunter. Zudem bin ich selbständiger Unternehmer, was fast schon «zwangsweise» zu weiteren privaten Kostenersparnissen führt. Mit einem höheren Einkommen würden wir unnötigerweise dem Fiskus und besonders unserem herunter-gewirtschafteten Vorsorgesystem entgegenkommen. Für mich und meine Frau sind Freiheit, Unabhängig, Wachstum und Wohlstand das wichtigste Gut.

dieter
Gast
dieter

Toller Bericht.

Ich bin seit 2002 an der Börse, aber gegen dich ein Anfänger.
Buy and Hold, fühle mich wohl dabei.

Wann startet dein Dienst? Würde gerne dazu lernen.

Mitglied
Alexander

Start ist im Q1/2020 geplant.

Das ist jedoch keine Knowledge-Exchange Plattform. Die Abonnenten beziehen eine Information über eine Gelegenheit (ohne jegliche Hintergrundinformationen), welche sich in möglichst 70% aller Fälle zu deren Gunsten auszahlen soll. Denk an das Ampelsystem im Interview. Die Plattform zeigt den Abonnenten auf, an welchem Fussgänger die Ampel gerade auf Grün steht.

Mitglied
Benjamin

Danke für das Interview!

Habe eine Frage – wenn man aktiv handelt und kurzfristige Gewinne macht – geht das nicht zu Lasten anderer Leute bzw. der Allgemeinheit? Ich denke bei aktivem Investieren immer an die sogenannten “Heuschrecken”.
Oder habe ich da einen Denkfehler?

Viele Grüße
Benjamin

Roman
Gast
Roman

Danke Alexander für dein Interview, sehr interessant. Glückwunsch zum erreichten Erfolg!

Nach deinen vorherigen Kommentaren zum Einkommen schlussfolgere ich, dass du in der Schweiz steuerpflichtig bist. Das dürfte insbesondere bei der Vermögenssteuer schmerzhaft sein und wahrscheinlich bist du aufgrund deiner umfangreichen Tradingaktivitäten zudem als professioneller Anleger eingestuft und damit kapitalsteuerpflichtig, AHV-pflichtig etc. Warum verlagerst du den Wohnort nicht in ein steuergünstigeres Land? Mit deinem Vermögen stehen dir weltweit die allermeisten Türen offen.

Zumal du bereits teilweise in Thailand wohnst… Zwar mag das Non Dom-ähnliche Steuersystem nicht so attraktiv sein wie die Territorialbesteuerung in Malaysia, aber wahrscheinlich immer noch deutlich besser als in der Schweiz unter o.g. Bedingungen.

Gruss
Roman

Mitglied
Alexander

Als Schweizer muss ich da immer ziemlich schmunzeln, wenn ich sowas lese. Vorne weg, der Vermögenssteuersatz in meinem CH Wohnsitz liegt bei 0.46% und ich werde hier nicht offen legen was ich wie und in welcher Form zu versteuern habe.

Aber zum eigentlichen Punkt. Macht es wirklich Sinn, für immer in ein Land zu ziehen, nur um die Steuer zu optimieren? Gibt es nicht andere Faktoren die im Leben wichtiger sind? Es gibt kaum ein Land auf dem Planeten, welches eine bessere Lebensqualität als die CH vorweisen kann. Geld gegen diese wichtige Lebensqualität einzutauschen ist aus meiner Sicht die wohl schlechteste Option aller Optionen. Sinnvoller ist es, sich die richtigen Anlagen zuzulegen, die halbwegs kompensieren, was einem durch die CH Steuer abhanden kommt und die kalten europäischen Wintermonate in einem warmen Land zu geniessen. Natürlich könnte man über Firmenkonstrukte wie eine LLC in Neuseeland, Delaware, Florida, Nevada oder Texas etwas Financial-Engineering betreiben, allerdings ist das für mich aktuell kein Thema, solange die CH nicht vollumfänglich den europäischen Finanzrepressionen und Regulierungswahnsinn wie MiFID, ESMA und PRIIP unterliegt.

Pascal Weichert
Mitglied
Pascal Weichert

Es ist sehr schön zu lesen. Besonders der Part mit dem Heligen Gral gefiel mir, kam mir teilweise bekannt vor 😉
Auch dieses Gap zwischen Profi und gemeiner Kleinanleger ist riesig. Ich fand es wirklich gut zu lesen, lässt einen aufatmen^^
Wurdest du auch von Banken eingeladen, als Sie gemerkt hatten, dass du nachhaltigen Handelserfolg hattest?

@Maschinist, fand deinen Kommentar bzgl. Trading sehr schön 🙂

Gruß,
Pascal

Mitglied
Alexander

Nein ich wurde nie von einer Bank angesprochen. Aber was interessiert eine Bank schon, was in 3-5-10 Jahren ist oder sein könnte, wenn all die Trading-Cracks (welche es nie geschafft haben, ihr eigenes Kapital zu vervielfachen) an einem Quartals- und/oder Jahres-Bonussystem wie ein Junkie an der Nadel hängen! Kommt hinzu dass ich auch mal gerne bei einem Unternehmen zugreife, welches noch nicht Profitabel wirtschaftet, aber vielleicht gerade vor Schwelle zum Massenmarkt steht. Solche Werte landen zu dem Zeitpunkt nie auf dem Tisch einer Bank.

Aus idealistischen Gründen neige ich zudem dazu, meine Ideen der breiten Masse an Retail-Trader über eine Crowd-Invest Platform zur Verfügung zu stellen. Banken dürfen sich dort jederzeit anschliessen, sofern die Aufsichtsorgane sowas überhaupt zulassen.