Millionär Interview 14 – Robert – Der Weltenbummler

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Weiter geht’s mit unserer Millionär Interview Reihe!

Menschen, die sich aus eigener Kraft ein Vermögen aufgebaut haben, teilen mit uns hier Ihre Erfahrungen.

Alle lebensverändernden Dinge die ich in den letzten Dekaden gelernt habe, hatten Ihren Ursprung in anderen Menschen, die Ihr Wissen entweder in Buchform oder online mit mir geteilt haben. Im Endeffekt stehen wir alle nicht nur auf den Schultern der Generationen zuvor, sondern dabei auch jeweils auf den erfolgreichsten Ihres jeweiligen Fachs, wenn wir bereit sind von Ihnen zu lernen.

Und dieses Teilen von Wissen hat hier in der Freiheitsmaschine für niemanden einen Nachteil. Denn wie immer werden die Millionär Interviews je nach Wunsch vollkommen anonymisiert. Dadurch haben wir alle den gesamten Vorteil eines lehrreichen Beispiels und auch der Teilnehmer selbst erhält durch den Austausch neue Ideen.

Aber jetzt Bühne frei für Robert:

 

Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?

Ich bin 48 und meine Frau ist 46 Jahre alt und wir sind seit fast 20 Jahren verheiratet.

 

Habt Ihr Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?

Wir haben zwei Söhne, 12 und 16.

 

Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?

Wir leben auf einer Karibikinsel. In den letzten 20 Jahren haben wir in sechs verschiedenen Ländern gelebt.

 

Was ist Dein (euer) jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?

Unser jährliches Nettoeinkommen liegt zur Zeit bei ca. $290‘000. Darin sind die Aktien-Investments nicht enthalten, da ich reinvestierende ETF halte. Ich bin Alleinverdiener. Das Grundsalär beträgt $200‘000, der Rest sind Bonus und Nebeneinkommen aus verschiedenen Quellen. Ich bin Anlagechef einer mittelgroßen Bank.

 

Wie hoch sind eure jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?

Unsere jährlichen Ausgaben liegen bei ca. $80‘000. Darin sind ein großzügiges Reisebudget und auch $20‘000 für Privatschulen enthalten. Unser Haus ist abbezahlt.

 

Wie hoch ist Dein (Euer) aktuelles Vermögen?

Unser aktuelles Vermögen liegt bei ca. $2.5 Mio.

 

Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld)?

Unser Vermögen ist aktuell zu 100% investiert in:
  1. A) 55% Entwickelte- und Schwellenländer
  2. B) 25% in drei Immobilien und
  3. C) 20% Ein Trendfollowing Fund – Ein sogenannter CTA

 

Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?

  • Schon immer genügsames Leben und hohe Sparquote von min. 50%, ohne dass etwas fehlt. Wo ein Kollege zwei neue Autos gekauft hatte, habe ich zuerst einmal ein 5 Jahre altes Auto gebraucht gekauft. Für mich ist ein Auto dazu da, mit der Familie von A nach B zu fahren.
  • Einigermassen erfolgreiche Aktien-Investitionen.
  • Sehr guter Verdienst als mittlere Führungskraft in Großunternehmen, aber zurzeit in einem eher mittelgroßen Betrieb. Während meiner Karriere hatte ich dabei einige Male die Möglichkeit, noch höhere Saläre zu erziehlen. Habe aber rasch gesehen, dass diese Leute vom Arbeiten aufgefressen werden. Alles hat einen Preis, und dieser war mir zu hoch. Habe auch fast nie Überstunden gemacht. Arbeite aber wenn ich bei der Arbeit bin und trödele nicht rum. Wahrscheinlich, weil’s meistens Spaß macht und ich Freiheiten habe.
  • Geholfen hat auch, dass ich die letzten 7 Jahre aufgrund unseres Lebensortes keine Einkommensteuer bezahlt habe. Aber dafür sind die Lebenshaltungskosten hier deutlich höher, da alles importiert werden muss.


Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?

Ich habe die klassischen Anlagefehler gemacht. Als junger Spinner zuerst mit Optionen auf volatile Aktien gesetzt und damit viel verloren. Dann Small-Cap Stock Picking gemacht (mehrheitlich damit auch Kohle gemacht, aber später gemerkt, dass ich mit ETF besser gefahren wäre).
Seit mehreren Jahren nun in vier Sachen investiert:
  • MSCI World ETF
  • MSCI Emerging Markets ETF
  • Trendfollowing Fund, der eine sehr niedrige Korrelation mit den traditionellen Anlageklassen hat. Dieser Fund hat keine Management Gebühren sondern nur auf die Performance.
  • Drei Immobilien. Davon eine selbstbewohnt, eine vermietet und eine steht aktuell leer.
Für eine lange Zeit war ich im Glauben gefangen, dass ich die Märkte schlagen kann.
Ich war auch durch meinen Beruf zu nahe an aktiven Investitionen dran. Ich habe den Banken mit ihren taktischen Asset Allokationen in Ihren Marketingbroschüren geglaubt.
Hätte ich meine aktuelle und oben genannte Allokation in den letzten 20 Jahre so durchgehalten, hätte ich jetzt ein Vermögen von mindestens $5 Millionen!
Das ist die größte Lektion für mich: Mit einer soliden Anlagestrategie in passive ETF mit niedrigen Gebühren und dann die Dividenden reinvestiert kann man über 20 Jahre nichts falsch machen.
Wie die Freiheitsmaschine immer wieder richtig betont, ist der Aktienmarkt der beste Ort, um reich zu werden. Ganz wichtig ist einfach, dass der Anlagehorizont lang genug ist. In allen Ländern sind fast alle reichen Leute direkt oder indirekt (Aktien) an Unternehmen beteiligt.
Außerdem habe ich viel zu spät mit dem Aufbau von Nebeneinkünften (Consulting und vermietete Immobilien etc.) angefangen.
Ich würde jedem jungen Menschen raten, nach ein paar Jahren Angestelltendasein zu schauen, wie man etwas Kleines auf der Seite anfangen kann.
Zu Beginn dabei auf jedem Fall Angestellter bleiben, aber dann am Abend nicht vor der Glotze hocken, sondern etwas anfangen, dass ein Nebeneinkommen generiert.

 

Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?

Die Sparquote sollte im Durchschnitt mindestens 30% betragen:
  • Das heißt, nicht schauen was der Nachbar hat.
  • Nicht das größte Haus und Auto kaufen.
  • Wo andere Expats mit riesen Villen angegeben haben, haben wir in einem für unsere Einkommensverhältnisse eher kleinem Haus gelebt und waren zufrieden.
Die Sparquote ist der wichtigste Punkt, und ich wiederhole hier, was der Maschinist schon mehrfach gesagt hat: Schau nicht auf die Anderen. Schau, dass Du selbst jeden Tag ein bisschen besser wirst als Du gestern warst. Es geht um Deinen eigenen Weg!
  • Eine einfache ETF Aktienstrategie (60% MSCI World, 20 MSCI Schwellenländer, 20% CTA) durch dick und dünn durchziehen.
  • Das Mentale ist ganz wichtig! Einfach Augen zu und jeden Monat weiter investieren.
Wo ich momentan arbeite, veranstalte ich Workshops mit Gruppen von jüngeren Angestellten, um sie an die Investitionswelt heran zu führen. Ich zeige dort einen möglichen Portfolio Aufbau und dann auch den mentalen Aspekt. Wenn das ein Erfolg wird, werde ich dort auch Themen wie Sparquoten etc. behandeln. Dies macht mir enorm Freude, da ich vielleicht ein paar Leute positiv beeinflussen kann.
Selbst denken ist sehr wichtig, denn die großen Banken haben enorme Marketing-Budgets, um Ihre teuren aktiven Fonds zu pushen.
Jeden Tag dranbleiben, etwas Neues zu lernen oder sich Schritt für Schritt zu verbessern. Ein gutes Beispiel ist einer meiner Söhne. Mit ihm spiele ich fast jeden Tag 10 Minuten Gitarre. Und mehrmals pro Woche spielen wir für vielleicht 15 min Tennis auf der Straße vor unserem Haus. Außerdem lerne ich noch eine weitere Sprache mit ihm zusammen, auch nur 10 Minuten pro Tag.
Man würde es nicht glauben, wieviel Fortschritt er mit diesem eigentlich kleinen Zeitaufwand gemacht hat! Das ist viel besser als zu versuchen, am Wochenende mehrere Stunden lang etwas zu pauken. Mit meinem älteren Kind versuche ich ähnliches, sehe Ihn aber im Moment aber wenig, da Prüfungen anstehen.

 

Auch ganz wichtig:
Wir haben keine Glotze! Ich betrachte die zumeist schlechten Nachrichten und die Werbung als schädlich für Menschen (vor allem für Kinder). Diese schlechten Nachrichten fördern den Frust. Dann will man sich wieder gut fühlen, d.h. man ist sehr empfänglich für Werbung, um sich mit unnötigen Konsumausgaben wieder für kurze Zeit besser zu fühlen. Meine Kinder sind ohne Fernseher aufgewachsen.
Es nützt Dir aber auch nichts, als geiziger Miesepeter durchs Leben zu wandern. Da ist es wichtig, dass man sich selber kennt.
Meine Maxime lautet: Was ich mehrmals pro Woche anfasse, muss von hoher Qualität sein.
Meine Frau und ich kochen gerne. Unsere Küche ist sehr hochwertig und auch die Ausrüstung ist nicht ohne. Meine Gitarre ist von guter Qualität und so ist es auch meine Tennisausrüstung.
Auf andern Gebieten bin ich sparsamer, weil mir die Qualität weniger wichtig ist. So sind in meinen Augen ein Monsterhaus oder ein teures Auto Verschwendung.
Wenn ich ein großes Haus sehe, dann sehe ich als allererstes Wartungsarbeiten. Bei einem neuen teuren Auto sehe ich einen großen Wertverlust von 50% nach nur 3 Jahren.
Zum Beruflichen:
  • Versuche, in einem Beruf Fuß zu fassen, der deinen Neigungen entgegenkommt! Als Berufsanfänger habe ich schnell gemerkt, dass ich es liebe, mit Kunden direkten Kontakt zu haben. Die letzten 20 Jahre habe ich viel mit Bankkunden verbracht und diese Gespräche sind meistens sehr interessant.
  • Wenn möglich den Arbeitsweg kurz halten. Ein langer Arbeitsweg ist nicht gut für die Seele. Ich habe immer geschaut, dass ich höchstens 25 Minuten vom Arbeitsort entfernt wohne. Momentan sind es bei mir weniger als 10 Minuten, d.h. oftmals esse ich zu Haus das Mittagessen.
Und abschließend:
  • Eine Frau heiraten, die ähnlich über die wichtigen Sachen im Leben denkt wie man selbst. Wir hatten ein gutes Gespräch am Anfang unserer Beziehung, nachdem wir von einem Besuch zurückkamen, bei dem meine Frau von all den teuren Sachen dort beeindruckt war. Von da an hat sie immer am selben Strick gezogen wie ich.

Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen/erhalten oder noch zu erhöhen?

Da mir den Job noch viel Freude bereitet, habe ich vor, noch ein bisschen zu arbeiten. Ich bin mir aber bewusst, dass es nicht mehr so lange sein wird. Zusammen mit den Nebeneinkünften bin ich jetzt finanziell unabhängig. Aber solange mir die Arbeit Spaß macht (große Gestaltungsfreiheit), klappt das. Die Nebenjobs werde ich beibehalten, da mit das Soziale auch nach dem Arbeitsleben wichtig ist.
Jeden Monat investiere ich in Aktien ETF. Das Immobilien-Portfolio baue ich nicht mehr aus, werde es in ein paar Jahren sogar reduzieren. Der CTA Fund ist ein Baustein der bleibt, um mein Portfolio vor großen Aktieneinbrüchen zu schützen.

 

Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?

Nein. Weil ich weiß, was mir wichtig ist (Tennis, Gitarre, ein gutes Gespräch, ein interessantes Buch oder Kochen) und nicht dem ‚mehr ist besser‘ hinterher zu hecheln.
In der Ruhestandphase plane ich, die Asset Allokation der Finanzanlagen beizubehalten, und von einem Mix von Nebeneinkünften und Dividenden zu leben.

 

Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deine Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?

In ein paar Jahren werde ich aufhören angestellt zu arbeiten und mich den Nebeneinkünften widmen. Wahrscheinlich werden wir auch nach Europa zurückkehren. Aber das ist noch nicht sicher.

 

Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?

Es ist mir bewusst, dass ich bis jetzt viel Glück gehabt habe in meinem Arbeitsleben. Ich habe jahrelang in verschiedensten Ländern gelebt und interessante Eindrücke sammeln können. Dafür bin ich dankbar.
Daher muss man mich richtig verstehen, wenn ich sage, dass man sich von der Karriere nicht auffressen lassen muss.
Titel waren mir nie wichtig. Eine interessante Arbeit ist viel wichtiger! Nach meiner Erfahrung hat man vielleicht 3-4 Momente im Arbeitsleben, die richtungsweisend für den weiteren Weg sind. In diesen Momenten muss man vorbereitet sein und den bestmöglichen Eindruck hinterlassen.
Nicht zu lange beim gleichen Arbeitgeber arbeiten. Nach ein paar Jahren steigt das Salär nicht mehr.  Das heißt, immer einen Plan B haben und mit einigen Kollegen in Kontakt bleiben. Obwohl ich 18 Jahre in einem Konzern gearbeitet hatte, habe ich nach jedem Länderwechsel eine Gehaltserhöhung aushandeln können.
Bei mir waren es die Länderwechsel innerhalb des Konzerns, die mich weitergebracht hatten, da ich jeweils für den neuen Job weiterempfohlen wurde.

 

Das war das Interview mit Robert. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit dafür genommen hast!

Du bist aktuell der Teilnehmer, der sich aus eigener Anstrengung ein sehr hohes Gehalt aufbauen konnte. Und an Deinem aktuellen Lebensort gibt es zusätzlich auch keine Einkommenssteuer. Das ist fantastisch.

Wer jetzt reflexartig denkt, dass Menschen mit einem solchen Einkommen grundsätzlich kein Privatleben mehr haben: Beim Lesen habe ich nicht den Eindruck als wärst Du ein Sklave Deines Berufes. Ganz im Gegenteil sieht das nach einer gesunden Work-Life Balance aus!

Mir fallen alleine dazu gleich mehrere Fragen ein, die ich Dir im Kommentarbereich gerne stellen würde und auch die Leser sind dazu eingeladen.

Und jetzt zu euch. Habt Ihr auch eine vergleichbare Geschichte? Habt Ihr eigenes Vermögen aufgebaut und könnt niemandem davon im echten Leben erzählen?

Hier in der Freiheitsmaschine ist das anders!

Hier könnt Ihr anderen Menschen auf Ihrem Weg damit sehr helfen und beim zwanglosen Austausch dabei selbst noch neue Ideen erhalten.

Schreibt dem Maschinisten unter maschinist@freiheitsmaschine.com und werdet selbst Teilnehmer bei den Millionär Interviews!

Und jetzt Feuer frei im Kommentarbereich. Was interessiert euch speziell am Weg von Robert. Was hilft euch besonders weiter und was möchtet Ihr von Ihm wissen.

 

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ugly duckly
Gast
ugly duckly

Hallo Robert, Glückwunsch, das klingt ja nach einem recht entspannten und gleichzeitig erfüllten Leben! Andere legen sich ins Zeug, um irgendwann aussteigen zu können und auf eine Karibikinsel auszuwandern – Du bist schon da 🙂
2 Dinge verstehe ich nicht ganz, vielleicht kannst Du dazu noch etwas erläutern:
– Hätte nicht gedacht, dass man auf einer Karibikinsel so viel Geld verdienen kann. Ist die Bank dort ansässig, oder arbeitest Du nicht in der Zentrale? Handelt es sich etwa um eine Steueroasen-Bank? 😉
– Was macht man als Anlagechef einer Bank den ganzen Tag lang, wenn man für sich ETFs als die beste Anlageklasse erkannt hat? (Ich gebe zu, dass mit den CTAs kenne ich nicht und habe ich nicht ganz geschnallt, aber das wäre ja schon Frage 3)
Grüße aus dem gar nicht so kalten deutschen Winter, ugly duckly

Robert
Gast
Robert

Hallo ud,

die Bank ist dort ansaessig.

Wir verwenden eine Kombination von ETF und activ managed Funds, die einen bottom-up approach verwenden. Die Zeiten, wo man den Kunden mit Gebuehren ausrauben konnte, sind vorbei; das ist auch gut so. Das Ganze ist ein balancing act zwischen ausrauben und nichts verdienen.

Felix
Gast
Felix

ich bin beeindruckt, was da in 20 Jahren Berufstätigkeit erreicht wurde, herzlichen Glückwunsch Robert.

Mich würde vor allem das mit dem CTA-Anteil interessiert. Ich meine, dass hier schon einmal jemand darüber berichtet hat. Besonders als Aktienmarkt unabhängiges Asset finde ich das interessant. Vielleicht kannst du darüber möglichst konkret Auskunft geben.

Ansonsten sehr motivierende Lebensgeschichte.

Robert
Gast
Robert

Vielen Dank Felix,

ich weiss nicht, ob man hier den Produktenamen erwaehnen kann, aber es ist ein CTA, der schon lange existiert. Ich kenne persoenlich das Management, habe sie auch besucht. Ist sehr volatil (kann auch mal 20% runter gehen), aber laengerfristig obsolut top, und vor allem in schlechten Zeiten sehr gut. Investiert in etwa 60 Bereichen, und ist immer investiert, d.h. je nach Signal long oder short; nie in Cash.

vonaufdenboden
Gast
vonaufdenboden

Hi Robert,
Danke für den wunderbaren Bericht und Gratulation zum Erreichten!

Du schreibst, dass ihr vielleicht nach Europa zurückkehren wollt. Das verstehe ich sehr gut, denn beruflich bin ich in einer ähnlichen Situation und war in den letzten 18 Jahre immer wieder als Expat unterwegs. Darunter auch zwei Jahre Karibik und die Sehnsucht nach Europa war sehr gross. Jeden Tag 40°C war irgendwann sehr eintönig..

Mich interessiert sehr, wie deine zwei Kinder mit den Aufenthalten in den verschiedenen Ländern umgehen? Wo sind für sie ihre Wurzeln? Und wäre es für sie in Ordnung nach sechs Jahren Karibik wieder in ein anderes Land zu ziehen? Immerhin haben sie dort den Grossteil ihrer Kindheit verbracht.

Mir geht es derzeit ähnlich und deshalb würden mich deine Erfahrungen zu diesem Thema interessieren.

Gruss
vonaufdenboden

Robert
Gast
Robert

Vielen Dank vadb,

das mit den Wurzeln ist eine interessante Frage.

Ich glaube, dass Kinder viel flexibler sind als wir Erwachsene und sich an ganz vieles rasch anpassen koennen, aber trotzdem haben sie in diesem Sinne weniger Wurzeln.
Ich bin selber im Ausland geboren, und habe einen Teil meiner Kindheit dort verbracht. Als ich angefangen zu arbeiten, wollte ich relativ schnell ins Ausland, daher glaube ich nicht, dass meine Kinder ihr Leben in Europa verbringen werden; aber wir werden sehen, wenn’s soweit ist.

Gast
Gast
Gast

Soso, wenn man eine drittel Million pro Jahr verdient und keine Steuern bezahlt kann man ganz einfach Millionär werden. Hätte ich ohne das Interview nicht geglaubt 🙂
Kind mit 34-jähriger Mutter ist absolut unverantwortlich. Ich wünsche euch natürlich, dass alles gut geht, aber im Falle irgendwelcher Entwicklungsstörungen bitte nicht alles auf die Impfungen schieben.

Karl
Gast
Karl

Das mit der Mutter verstehe ich nicht. Sind 34 Jahre aus deiner Sicht zu alt um ein Kind zu bekommen oder wie meinst du das? In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Kinder und niemanden der bei Geburt 34 oder jünger war. Mir ist bisher daran nichts negatives aufgefallen.

Robert
Gast
Robert

Hallo Gast,

kenne mehrere Leute, die mehr verdienen als ich, und fast kein Vermoegen haben. Daher ist es wichtig, die Ausgaben (unabhaengig wie viel mal verdient) zu kontrollieren. Daher muss man sich gut kennen, und analysieren, was einem wichtig ist im Leben. Dann klappt’s auch mit dem Vermoegensaufbau 😉

Gast
MrM

34 ist unverantwortlich? Bei 45 würde ich sagen ok, das stimmt. aber 34?

Davon ab sind 290K$ keien drittel Mio, aber egal. Aber wie schon erwähnt – Es geht um viel die Ausgaben, natürlich sind die Einnahmen wichtig aber was rausgeht bestimmt nachher. Ich kenne viele Leute die niedig bis mittel sechsstellig verdienen, da gehen dann aber auch 20K für Urlaub, einiges für Gimmicks, Lifestyle (zB im Sommer fünf Tage die Woche auswärts essen), etc drauf.

Gast
Pascal Weichert

Hey Robert,
erstmal Glückwunsch zum Vermögen.
Ich tippe mal auf Virgin Islands. 🙂

Erstaunlich fand ich das du fast nie Überstunden gemacht hast. Das Arbeitszeit Arbeitszeit ist in dem Mindset stimmen wir überein.
Was hältst du in diesem Zusammenhang von der Extrameile. Und wie gut muss die Fähigkeit sein andere Leute zu beeinflussen um weiter zu kommen?

Auch die Aussage, Chancen muss man Nutzen. Wie trainiert man deiner Meinung nach diesen Entscheidungsmuskel.

Bevor mein Text hier zu lange wird. (Und mich der Maschinist wieder beim Prokrastinieren erwischt). Wünsche ich dir alles gute.

Gruß,
Pascal

Robert
Gast
Robert

Vielen Dank Pascal,

ich glaube, wenn man ein meistens positiver Mensch ist, hat man mehr Chancen im Leben.

Darum wollte ich immer sehr nah bei Kunden sein. Positive Kunden feedbacks zum Management sichert Deine Position viel effektiver als direkt beim Management schleimen.

Ein sehr gutes Buch ist von Dale Carnegie: how to win friends and influence people. Kann ich sehr empfehlen.

Joerg
Gast
Joerg

Moin Robert,

herzlichen Glueckwunsch und danke fuer das Mitteilen.

CTA ist doch: Commodity Trading Advisor: “An investment manager that focuses on long and short trading in the futures markets. The trades are often intraday trades. Sometimes referred to as Managed Futures”?

Hattest du schon mal rebalanciert zwischen CTAs (oder dem einen? CTA) und Breit-ETFs? (2003, 2009, 2011, 2018)?
Sind dann in deiner Steuerbuergerschaft/-regime Steuern auf die Kursgewinne angefallen?

M.E. ist es fuer dtsche Steuerbuerger deutlich weniger attraktiv CTAs / LA zu halten?
Schau’ mal, Smartie wirbt hier fuer seine LA-Auswahl (im Verlauf weiter hinten):
https://freiheitsmaschine.com/freiheitsforum/alternative-investments/aktiv-gemanagte-liquid-alternatives-las-auf-der-basis-von-hedge-funds-hfs/

Kennst du die?(einschaetzen) und kannst kommentieren?

Ist dein CTA
von https://DunnCapital.com ?
(aktuelles Interview: https://mebfaber.com/2019/02/27/episode-144-marty-bergin-adapt-or-die/)
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird jeweils nur ca. 20% von deiner Anlagesumme in Future-Strategien gesteckt, der Rest liegt “sicher” in Zinspapieren (wie bei fast allen Managed Futures Fonds?)

Maschinist: seit ich gehoert(oder war es gelesen?) habe, dass bei der Verwendung von “Work – Life Ballance”
eine (unnatuerliche) verbale Trennung zwischen Arbeit ODER Leben gemacht wird, verwende ich den Begriff persoenlich nicht mehr.
Die Arbeit gehoert zum Leben. Wenn sie bloed/unertraeglich/krankmachend ist, lieber so schnell wie moeglich wechseln …?

LG Joerg

Robert
Gast
Robert

Vielen Dank Joerg,

– ist ein fester Baustein in meinem Portfolio, da mache ich keine re-balancing oder tactical asset allocation

– Kursgewinne: habe noch nie verkauft, im Moment wuerde ich keine Steuer auf Kursgewinne zalhlen

– Smartinvestor hat besser als ich im CTA space diversifiziert, ich habe aber keine vergleichbar guten CTA als meiner gefunden. Ja es ist der Dunn WMA.

– Wie schon gesagt habe ich das management in Stuart Florida besucht, zuerst eine Tour der Bueros, dann Mittagessen mit dem Besitzer von Dunn und sein CEO. War wirklich interessant.

Gast
Windsurfer

Hi Robert,
Herzlichen Glückwunsch zu dem geleisteten!
Interessant, dass du CTA als Alternative zum Bargeld/anleihenanteil hast.
Das wird den Smart Investor freuen, der hier auch mal ein Interview gegeben hat und in CTAs/Managed Futures investiert ist. In den Kommentaren wurde er damals dafür hart kritisiert. Da du aus der Branche bist, scheinen das alle gut zu finden… 🙂
Ich habe mich damals von smartinvestor auch anstecken lassen, blöderweise sind alle Fonds bei Comdirect nicht handelbar. MAN AHL Trend z.B. Wollte ich haben. Hast du einen Tipp für Fonds die für vermögende <500.000 Euro (ein bisschen fehlt noch zur halben Million, bis zum Interview noch 10 Jahre) zu haben sind? Alternativ nehme ich auch produktempfehlubgen entgegen 😉
Momentan gammeln 100K vor sich hin und ich finde nix zu investieren… das zerhagelt die komplette Rendite.
Grüße
Windsurfer

Robert
Gast
Robert

Vielen Dank Windsurfer,

auf dem Weg zur finanziellen Unabhaengigkeit sind meiner Meinung nach 3 Punkte wichtiger als die Rendite einzelner Instrumente:

1. Mehr verdienen
2. Keine lifestyle inflation
3. >50% Aktienallokation breit streuen und laengere Zeit durchziehen

Man AHL ist mir zu teuer. Dunn WMA ist interessant, man muss aber die Volailitaet aushalten koennen. Investieren ist mehrheitlich ein mentales Spiel.

Gast
Glücksjäger

Hey Robert & Maschinist!
Klasse Interview, vielen Dank dafür! Immer wieder faszinierend. Die paar Gewohnheiten spiegeln sich schon wieder durch – muss was dran sein! Weiterhin viel Erfolg, Glück, und Gesundheit! Ich stelle mir vor: Bermuda mit dem pinken Strand! (Obwohl nicht zur Karibik gehörend)!

Robert
Gast
Robert

Vielen Dank Gj,

Fast richtig, aber nicht ganz 😉

Oliver
Gast
Oliver

Hallo Robert,
deine Priorisierungen gefallen mir sehr gut. Ich habe auch darauf geachtet, nicht ständig zu arbeiten oder mich einkaufen zu lassen, um in einen lebensfüllenden, wenn auch gut bezahlten, Job zu arbeiten. Meistens war ich selbstständig und komme gerade noch mit fünf Beitragsjahren in die gesetzliche Rentenversicherung. Naja, das ist nicht so wichtig.

So wie es aussieht, bist Du wesentlich enthusiastischer mit deinem CTA und den ETFs. Die Immobilien scheinen nicht mehr das Anlagevehikel zu sein, wie zum Start deiner Investitionen, ist das richtig? Wenn ja, warum hat sich das so entwickelt? Wirst Du diesen Bereich in Zukunft völlig umschichten? Wenn Du wieder nach Europa gehst, brauchst Du deine selbstbewohnte Immobilie sicher nicht mehr. Behaltest Du die oder baust Du deine Brücken komplett ab?

Ein sehr motivierender Bericht. Sparquote und mentale Stärke finde ich persönlich auch sehr wichtig, um langfristig finanziell erfolgreich zu werden.

Grüße Oliver

Robert
Gast
Robert

Hallo Oliver,

selbstständig zu sein ist der Traum, gratuliere!

Unterhalt ist der Faktor hier, das habe ich unterschaetzt, vor allem in der Karibik. Wahrscheinlich werden wir das Haus zuerst vermieten, und dann verkaufen.

Grundsaetzlich moechte ich weniger Sachen besitzen, nicht nur Immobilien, sonden allgemein mit weniger Ballast durch’s Leben gehen.

ThomasH
Gast
ThomasH

“Auch ganz wichtig:
Wir haben keine Glotze! Ich betrachte die zumeist schlechten Nachrichten und die Werbung als schädlich für Menschen”
Ich kann diese Verteufelung nicht ganz verstehen. Ich schaue gerne TV, obwohl ich weder Werbung noch ständig schlechte Nachrichten schaue. Ein schöner Film, eine nette Serie, interessante Dokumentationen – auch das ist für mich Lebensqualität und bildet mich weiter. Es gibt noch anderes als daily soaps auf RTL II und dank Festplattenaufnahme kann man jede Werbung überspringen.
Natürlich muss man auf die Dosis und die laufenden Kosten achten, aber per se Fernsehkonsum als schlechte Eigenschaft zu sehen, halte ich für eine sehr einseitige Betrachtungsweise.

Robert
Gast
Robert

Hallo ThomasH,

“Ein schöner Film, eine nette Serie, interessante Dokumentationen – auch das ist für mich Lebensqualität und bildet mich weiter.”

Total einverstanden mit diesem Programm (ohne Werbung, ist ganz wichtig), und Du hast es angesprochen, die Dosis macht’s.

Die Mehrheit der Leute (es gibt da Statistiken von den USA) verbringen mehrere Stunden pro Tag im Durchschnitt vor der Glotze. Das ist nicht gut.

Dr.Bundy
Gast
Dr.Bundy

“Wir hatten ein gutes Gespräch am Anfang unserer Beziehung, nachdem wir von einem Besuch zurückkamen, bei dem meine Frau von all den teuren Sachen dort beeindruckt war. Von da an hat sie immer am selben Strick gezogen wie ich.”

Haha, geil ausgedrückt. Ja das ist bei mir auch so. Und falls nicht darf die Freundin gehen.

P. Dornern
Gast
P. Dornern

Sehr geehrter Herr Robert,

ich beglückwünsche Sie zu Ihren finanziellen Möglichkeiten und möchte dazu nachfolgende Fragen stellen. Über Ihre Antworten hierzu würde ich mich sehr freuen.

Welchen Aufwand haben Sie mit Ihrer CTA-Position? (Beobachten Sie mehrfach täglich die Charts, analysieren sie laufend Börse, Märkte, etc., tauschen und handeln Sie diese Position sehr oft oder kaufen Sie hier schlicht im Sinne einer Buy&Hold-Strategie regelmäßig Fondsanteile zu?)

Halten Sie es für einen Börsenanfänger, der weder über wirtschaftliche Bildung noch Talent hierfür verfügt, jedoch um die Börse aufgrund von bevorstehender Altersarmut nicht herum kommt, für sinnvoll einen einzigen CTA/LA/MF-Fond von 20% Gewichtung (80% ACWI) in einem Buy&Hold-Ansatz ca. 30 Jahre lang zu besparen oder würden Sie eher davon abraten?

Aus was für Verhältnissen stammen Sie? (Mit dieser Frage bezwecke ich meine eigenen Möglichkeiten realistischer einzuschätzen. Zum Vergleich: Realschulabschluss mit 3,2; FH-Reife Informatik mit 2,8; IHK-Ausbildung Informatik mit 3; mathematisch unbegabt; sozial verwahrlost; Nettodurchschnittsverdienst der letzten 10 Jahre: ca 14.000 EUR; Herkunft: bildungsferne unterbäuerliche Schicht in Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern; Alter: 32; IQ: 107 (wissenschaftlicher Test); Gesamtvermögen: 50.000 EUR, davon 4.000 EUR im ACWI, der Rest Cash)

Ob Sie auf die Fragen antworten oder nicht: Ich danke Ihnen in jedem Fall für die Zeit und Aufmerksamkeit, welche Sie aufgebracht haben um meinen Kommentar zu lesen.

Mir freundlichen Grüßen
P. Dornern

Joerg
Gast
Joerg

Moin “P.Dornern”, was du hier schreibst klingt ein bisschen wie die Geschichte von “Toni” hier:
https://www.finanzwesir.com/blog/etf-laufende-kosten#1530650591
Falls du das bist: kennst du ja die Ratschlaege im weiteren Faden…
Falls nicht: vielleicht trotzdem interessant sie zu lesen?
LG & alles Gute Joerg