Leb doch wo Du willst!

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Auswandern Umzug ExpatVermögensaufbau ist eine tolle Sache.

Denn selbsterschaffenes Vermögen erzeugt Freiheiten, an die zu Beginn der finanziellen Reise gar nicht zu denken war.

Und das schon weit vor der magischen Grenze der finanziellen Unabhängigkeit, bei der die passiven Einnahmen die Lebenshaltungskosten decken und weiteres Geldverdienen optional geworden ist.

Wer mehrere Monatsausgaben gespart hat, kann ganz anders agieren als jemand, der von der Hand in den Mund lebt.

Wenn die angesparte und natürlich wie immer dann auch investierte Geldsumme in den Mehrjahresbereich geht, sieht es noch besser aus.

Potentielle Jobverluste machen nicht mehr wirklich nervös und eine Myriade an neuen Chancen tun sich auf, die Menschen mit chronischen Geldmangel gar nicht sehen.

Und diese Möglichkeiten betreffen nur nicht nur die Themen Geldverdienen oder die Einteilung der eigenen Lebenszeit, sondern auch Dinge wie:

 

Die Wahl des besten Lebensortes

Für die meisten Menschen ergibt sich der Lebensort neben der Geburt später durch Schule, Studium oder den Berufseinstieg.

Das ist alles prima aber wie wäre es mit folgendem Gedankenspiel:

Was wäre, wenn Geldverdienen oder andere Verpflichtungen entweder keine oder eine untergeordnete Rolle in Deinem Leben spielen und Du Deinen Wohnort frei wählen könntest?

 

Dadurch könntest Du den für Dich aktuell besten Lebensort nach anderen Gesichtspunkten wählen. Z.B. dem Klima, der Freundlichkeit seiner Einwohner, der Steuern, topografische Eigenschaften oder seiner geschriebenen und oftmals auch ungeschriebenen Gesetze.

Denn machen wir uns nicht vor: Obwohl der „beste Lebensort“ nicht für jeden der Gleiche ist, gibt es extreme Unterschiede auf diesem schönen Planeten.

  • Bei einigen Ländern käme niemand auf die Idee, freiwillig hinzuziehen
  • Andere Regionen waren einmal eine Toplokation, haben sich in der Zwischenzeit aber deutlich verschlechtert
  • Wieder andere Regionen, müssen mit einer Vielzahl an Hürden dafür sorgen, dass sie nicht überrannt werden, so schön sind sie und so umfangreich sind die wirtschaftlichen Chancen in diesem Gebiet

 

Der passende oder generell ein neuer Lebensort kann Deine Lebensqualität und damit auch Dein Denken und Dein Handeln massiv verbessern.

Die Menschen die Dich dort umgeben, können Dir neue Ideen geben und Dich auf Chancen aufmerksam machen, an die Du an Deinem alten zuhause niemals gedacht hättest oder die es dort gar nicht gab.

Und hier kommt die eigene Unabhängigkeit und das eigenen Vermögen wieder ins Spiel.

 

Geld ist gedruckte Freiheit –  Wenn man es richtig nutzt!

 

Außerdem gilt das Motto von Ferris Bueller im Film Ferris macht (wie die Freiheitsmaschine auch) blau:

„Das Leben bewegt sich sehr, sehr schnell. Wenn du nicht gelegentlich anhältst und dich umschaust, könntest du es verpassen.“

 

Also schauen wir uns um!

In diesem Teil von „Wohn doch wo Du willst“ klären wir die Punkte, auf die Du je nach privater und wirtschaftlicher Situation bei Deinem Wohnortwechsel bzw. Deiner Auswanderung achten musst.

Los geht’s:

 

1. Sicherheit

Wenn Dein Gastland / Dein neuer Wohnort von Kriminalität durchzogen ist, Leib & Leben in Gefahr sind, oder man sich generell unsicher fühlt, hilft auch der schönste Sonnenuntergang am Traumstrand oder eine (vermeintliche) Steuerfreiheit nicht.

Folgende Punkte müssen auswanderungswillige Bürger deshalb im Vorfeld klären.

  • Wie hoch sind die Kriminalitätsrate und deren Entwicklung im Zielland und dann auch in Deiner Zieldestination?
  • Welche Art von Kriminalität liegt dabei primär vor? Gestohlene Handtaschen und Schmuck von komplett unachtsamen Touristen sind eine andere Nummer als nächtliche Hauseinbrüche und Angriffe gegen das eigene Leben.

Als generelle Faustregel gilt dabei:

  • Viele Länder in Europa aber auch Asien sind hier sehr sicher.
  • Viele Länder in Latein- und Zentralamerika leider sehr unsicher.

Mit diesem weltweiten Überblick kann man sich ein eigenes Bild dazu machen.

 

Dabei gibt es neben bekannt sicheren Ländern wie der Schweiz oder Hong Kong auch Überraschungen.

Wär hätte zum Beispiel erwartet, dass Georgien, ein Land zwischen Russland und der Türkei oder Ruanda einem ehemaligen Bürgerkriegsgebiet, aktuell so sicher sind.

Und wer hätte gedacht, dass man für Deutschland mittlerweile ein gutes Stück in der Sicherheitsliste „Runterscrollen“ muss, um es zu finden und andere EU Länder darüber liegen.

Das ist ein gutes Zeichen, dass unsere Welt nicht statisch ist. Und es wichtig, diese Änderungen zu verfolgen.

Kommen wir zum nächsten Punkt:

 

2. Wirtschaftliche Situation & Ausblick

Dieser Bereich ist nicht nur für Arbeitsnormaden, sondern auch für schon finanziell unabhängige Auswanderer wider Erwarten sehr wichtig.

Wenn das Auswanderungsland wirtschaftlich darbt oder sich in die falsche Richtung entwickelt, wirkt sich das auf das Verhalten und die Stimmung der dort lebenden Menschen aus.

Vormals gastfreundliche und friedfertige Lokals können sich durch einen wirtschaftlichen Niedergang zu abweisenden und niedergeschlagenen Menschen entwickeln.

Diese wundern sich dann auch irgendwann, warum es Dir weiterhin so gut geht und wie sie davon ein Stück abhaben können (Punkt Sicherheit).

Außerdem betrifft dieser Punkt nochmals stärker alle Auswanderer mit Kinder, die die Stimmung und das Verhalten der lokalen Bevölkerung als Ihr persönliches „Normalnull“ wahrnehmen.

40% Jugendarbeitslosigkeit wie z.B. in Spanien (und in wirtschaftsschwächeren Regionen wie Andalusien sind es noch mehr) sorgen für wenig Zuversicht in dieser Alterskohorte und das beeinflusst auch die Denkweise der eigenen Kinder.

Der deutschsprachige Raum ist hier durch sein zweiteiliges Ausbildungssystem (Lehre oder Studium) immer noch sehr gut und das reduziert deutlich das Problem.

 

3. Persönliche Freiheit

Die Corona Pandemie zeigt es eindrucksvoll. Mit eingeschränkten Freiheitsrechten macht das Leben deutlich weniger Spaß. Zum Glück sind diese Maßnahmen (hoffentlich) bald auch im deutschsprachigen Raum wieder vorbei oder werden schrittweise reduziert.

Die Art und Weise wie auf die Pandemie regiert wurde, ist auch ein Hinweis darauf, wie hoch Freiheitsrechte im Zielland bewertet werden.

In Schweden wurden diese zum Beispiel vehement verteidigt. In anderen europäischen Ländern gab es dagegen monatelange harte Lockdowns.

Selbst im gleichen Land werden Freiheitsrechte teilweise unterschiedlich gehandhabt, wie die USA beweisen. Die Bundesstaaten Florida und Texas z.B. hatten ohne Einschränkungen wieder komplett geöffnet da war das Leben in Kalifornien oder dem Bundestaat New York trotz vergleichbarer Infektionszahlen noch deutlich eingeschränkt. In Australien war es je nach Region ähnlich.

Auch unabhängig dieser Pandemie sollten sich Ausreisewillige das generelle Verhalten Ihres Ziellandes genau anschauen und überlegen ob das zu Ihnen passt.

In diesem Ranking sind skandinavische Länder, Ozeanien Uruguay und Kanada generell ganz vorne dabei.

 

4. Erreichbarkeit & Zeitzone

Neuseeland ist wunderschön. Leider liegt es für Europäer am komplett anderen Ende der Welt und jede Reise aus oder in dieses schöne Land bedeutet mit Ausnahme von Australien als Destination einen Interkontinentalflug.

Besonders wenn man noch Familie und enge Freunde im aktuellen Wohnland hat, ist dieser Punkt wichtig. Wie oft kann man seine Eltern noch sehen, wenn man 20 Flugstunden entfernt lebt?

Kann man es seinen Kindern antun, Ihre Großeltern insgesamt nur noch wenige Male zu sehen?

Das sind interessante Fragen, die sich vor einer solchen Entscheidung auftun.

 

5. Sprache

Hablas Español? Do you speak English? Wer sich mit der lokalen Bevölkerung nicht verständigen kann, oder noch krasser, die lokalen Schriftzeichen nicht lesen kann, hat ein Problem.

Er tut sich viel schwerer damit Kontakte und Freundschaften zu schließen und braucht auch bei jedem Behördengang Hilfe.

Einfach ist es dabei in englischsprachigen Ländern oder in solchen, bei denen Englisch als zweite Sprache in der Bevölkerung verbreitet ist.

Wusstest Du z.B. das in Zimbabwe oder im europäischen Teil von Zypern, (in dem eigentlich Griechisch gesprochen wird) prozentual mehr Menschen Englisch sprechen können als die deutsche Bevölkerung in Deutschland und in Zypern auch alle Straßenschilder und amtlichen Dokumente in Englisch verfügbar sind?

Auf dem eigentlich kreolischen Mauritius sieht es ähnlich aus.

Und auch in Portugal sind die Englischkenntnisse der Bevölkerung deutlich besser als beim spanischen Nachbarn und das Erlernen der eigentlichen Landessprache ist hier zwar weiterhin empfehlenswert aber weniger ein Muss.

 

6. Lebenshaltungskosten

Du bist finanziell unabhängig, auf guten Weg dorthin oder an Deinem alten Wohnort finanziell gut aufgestellt?

Herzlichen Glückwunsch, dass hast Du super gemacht!

Aber wärst Du das auch in San Franzisco, wo eine vierköpfige Familie mit knapp $120.000 Jahreseinkommen als arm gilt (unter anderem weil die Miete für ein Apartment mit zwei Schlafzimmern dort ca. $4.000 im Monat kostet)?

Für Familien mit Kindern ist außerdem das Thema Schulen elementar.

Im deutschsprachigen Raum gibt es mit etwas Vorbereitung eine gute Schulbildung und das fast ohne zusätzliche finanzielle Belastung der Eltern.

Im Zielland gibt es auch Schulen aber wie ist deren Qualität und welche Sprachen werden dort gesprochen?

Private Schulen können dieses eventuelle Problem lösen oder mindern. Aber bei zwei Kindern fällt dafür jährlich zusätzlich locker ein fünfstelliger Geldbetrag an.

 

7. Steuern & Steuerabkommen

Deutschland und Österreich gelten einerseits als Hochsteuerländer. Und gerade für kinderlose Singles gilt das nach meiner Meinung auch. Die Abgabenlast ist im weltweiten Vergleich inkl. der Sozialabgaben schon für die Mittelschicht hoch und auch die umfangreichen Regularien erschweren oft den Start eines eigenen Unternehmens.

Bei Familien sieht das auf der steuerlichen Seite durch den Splitting Tarif plus Kindergeld und den oben erwähnten so gut wie kostenlosen Schulen und Universitäten aber schon deutlich anders aus.

Wie sieht es hier in Deinem Wunschland aus?

 

Mit eigenem Vermögen sieht es dabei oft gut aus und einige Länder versuchen Dich sogar mit temporären Niedrig- oder Nullsteuern ins Land zu locken (z.b. 10 Jahre Non habitual Resident (NHR) Besteuerung in Portugal oder Non Dom Besteuerung auf Zypern).

 

Generell gibt es bei diesem Thema folgende Fragen zu beantworten:

 

8. Schulen

Oben schon einmal bei den Lebenshaltungskosten angesprochen und ein Hauptpunkt für alle Auswandererfamilien.

  • Wie hoch ist die Qualität der lokalen, öffentlichen Schulen?
  • Gibt es alternative Privatschulen?
  • In welchen Sprachen wird unterrichtet?

Die Algarve ist z.B. sehr schön, aber wie sinnvoll ist Portugiesisch als (zweite) Unterrichtssprache für die Kinder im Vergleich zu Englisch, Spanisch oder Chinesisch?

Ist es in Ordnung für euch, wenn in der Schule gar kein Deutsch mehr unterrichtet wird oder wenn Deine Kinder täglich eine Schuluniform anziehen müssen obwohl sie das vielleicht gar nicht wollen?

Das sind spannende Fragen und hier gilt es, diese zusammen mit der Familie im Vorfeld zu klären.

 

9. Freunde & Gastfreundschaft

Egal ob private Freundschaften oder neue Projekte. Das schönste Land verliert deutlich an Wert, wenn die Menschen Dir dort die kalte Schulter zeigen und Du keinen Anschluss findest.

Ein Blick in ein weltweites Gastfreundschaftsranking zeigt, das sich Auswanderer in Portugal, Australien, den USA oder Costa Rica deutlich besser aufgenommen fühlen als z.B. in Südosteuropa.

Aber auch die Bevölkerung des deutschsprachigen Raums macht ausländischen Expats außerhalb des wirtschaftlichen Bereiches eine Integration oft nicht einfach.

Generell haben hier Länder mit langer Tradition als Einwanderungsland eine ausgeprägtere Willkommenskultur als solche, bei denen die einheimische Bevölkerung bisher unter sich blieb.

 

10. Weiteres Geld verdienen / berufliche Chancen

Nicht nur Deine Kinder haben Anspruch auf ein eigenes Leben. Auch Dein Partner und Du habt selbst nach Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit nach einer Zeit des Ausruhen, Einleben und Genießen wahrscheinlich Lust, wieder etwas Produktives tun und neue Dinge erschaffen.

Online geht in vielen Bereichen mittlerweile sehr viel. Die Freiheitsmaschine könnte ich z.B. überall hin mitnehmen aber wie sieht es bei euch, eurem Partner oder euren Kindern aus, wenn Ihr eine Infrastruktur benötigt, die es im Zielland nicht gibt?

Je nach eigener Lebenssituation wird dieser Punkt eine unterschiedliche Gewichtung haben.

Ein alleinstehender Mensch in der zweiten Lebenshälfte hat hier deutlich weniger Ansprüche und Restriktionen als junge Menschen oder eine Familie, die weiter voll durchstarten will.

 

Das war die Checkliste für auswanderungswillige Bürger

 

Zusammenfassen gilt:

Unsere Welt wird langfristig immer wohlhabender aber sie verändert sich auch immer schneller.

Ehemals führende Länder und Regionen fallen nicht nur wirtschaftlich zurück. Andere steigen auf und bieten Ihren Bürgern dabei eine zuvor fast unvorstellbare Lebensqualität, wirtschaftliche Chancen und eine Viehlzahl an Freiheiten.

Es gibt also jede Menge Gründe, Dich einmal umzuschauen und die für Dich besten Länder auszuwählen. Diese kannst Du dann zumindest einmal bei einer längeren Urlaubsreise näher kennenlernen.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich das (temporäre) Leben in einem anderen Land nur empfehlen.

Man erhält dadurch eine komplett neue Perspektive.

Dinge, die Deinen Mitmenschen im Ursprungsland wichtig waren, haben am neuen Wohnort vielleicht einen ganz anderen Stellenwert. Außerdem bekommst Du neue Anregungen und Ideen, auf die Du in Deinem Auswanderungsland niemals gekommen wärst.

 

In der Freiheitsmaschine stimmen die Freiheitskämpfer seit einiger Zeit ab, was für sie die besten Auswanderungsländer sind.

 

Die Schweiz steht dort an erster Stelle gefolgt von den USA und Südeuropa.

Das zeigt, dass hier viele „Durchstarter“ abgestimmt haben. Denn z.B. in der Schweiz ist es einfacher ein Millionenvermögen aufzubauen, als von einem Vermögen passiv zu leben.

Und auch bezüglich Gastfreundschaft gibt es zumindest bezüglich der Expat Umfrage oben noch freundlichere Länder als den deutschsprachigen Raum.

 

  • Welche Ideen oder Pläne hast Du zum Thema Auswandern oder Wechseln des Lebensortes?
  • Wo stehst Du aktuell bei diesem Thema und kannst Dir das generell vorstellen?
  • Welche persönlichen Gründe wären dabei wichtig und was sagen Familie und Freunde dazu?

Schreib dazu im Kommentarbereich.

37 thoughts on “Leb doch wo Du willst!”

  1. Nach viel stiller Partizipation habe ich mich jetzt auch endlich Mal angemeldet, da mich deine Themen (und gerade dieses) sehr interessieren, mach weiter so!

    Das Thema “Leben im Ausland” kann ich aus eigener Erfahrung auch vor allem aus Gründen der Persönlichkeitsentwicklung sehr empfehlen. Ich lebe selber seit mehr als 2 Jahren in einem lateinamerikanischen Land und arbeite an einer deutschen Auslandsschule als Lehrer.

    Ich möchte aber den Punkt Sprache noch ein wenig herausstellen: wenn man in ein anderes Land zieht sollte man sich meiner Meinung nach auch die Landessprache aneignen (und nicht nur aus Bequemlichkeitsgründen die Verkehrssprache Englisch). Denn wie viel mehr bereichernd kann es denn sein mit der Bevölkerung in ihrer Sprache kommunizieren zu können? Ich bin mir sicher, dass der Faktor “Gastfreundlichkeit” sehr stark mit deinen Sprachniveau korreliert. Und ganz nebenbei verbessert man noch seine Sprachkenntnisse, den wenn man ehrlich ist, lernt sich eine Sprache doch im Gebrauch am besten und motivierendsten. Stichpunkt “raus aus der Komfortzone”.

    Und zu guter Letzt: man darf sich nicht davor verstecken vor welche moralischen Fragen man gestellt wird, wenn man als privilegierte und wohlhabende Person in ein Land zieht, wo die generelle Lebenssituation der Durchschnittsbevölkerung deutlich prekärer ist. Vor allem in Zeiten wie diesen wenn das Gesundheitssystem wichtig wird und man aufgrund dessen über Dinge wie Impfverteilung anders nachdenkt.
    Ich denke daher, dass auch der Punkt “Gesundheitssystem” wichtig ist in Betracht gezogen zu werden.

    1. Herzlich Willkommen bei den aktiven Freiheitskämpfern Auslands-Lehrer und danke für Deine Anmerkungen!

      Deine Erfahrungen im lateinamerikanischen Land an der deutschen Schule würden uns natürlich sehr interessieren.

      Ich hätte zum Beispiel folgende Fragen:

      • Ist der Lehrplan einer solchen deutschen Auslandsschule generell indentisch mit dem deutschen Schulsystem / Ablauf?
      • Sind die deutschen Lehrer dort auf Ihren Auslandseinsatz vorbereitet worden und die lokalen Lehrer auch auf Ihren Einsatz an einer “deutschen Auslandsschule”.
      • Wie viel “deutsche Mentalität” ist dort noch vorhanden?

      Und abschließend eine persönlichere Frage, die Du aus der Anonymität heraus vielleicht doch beantworten kannst:

      • Würdest Du Deine eigenen Kinder auf eine solche deutsche Auslandsschule schicken oder dann eher (wenn vorhanden) eine englischsprachige Internationale (IB) Schule wählen, die sich am brititschen oder amerikanischen Schulsystem richtet?

      Danke und Gruß über den Atlantik!

      1. Vielen Dank für das nette Willkommen und gerne schildere ich meine Eindrücke/Erfahrungen:

        • Ist der Lehrplan einer solchen deutschen Auslandsschule generell identisch mit dem deutschen Schulsystem / Ablauf?

        Das kann man so pauschal nicht sagen. Wichtig ist immer sich die Schulen individuell anzusehen. Vor allem die großen Deutschen Auslandsschulen (DAS) in den Hauptstädten haben einen sehr großen Anteil auf Deutsch und daher sind die Lehrpläne auch vergleichbar. Andere Schulen haben zwar auch das “deutsch” im Titel, haben dann aber nur Deutschprofile, also bestimmte Fächer auf Deutsch. An unserer Schule sind beispielsweise die Fächer Deutsch, Mathematik, Biologie, Physik, Geschichte und Chemie auf Deutsch. Bei anderen kommt es auf die Lehrkraft an, ob sie deutschsprachig ist, wie z.B. Informatik, Kunst, Musik oder Sport. Dies liegt dann am Mangel an deutschsprachigen Kollegen, ist aber auch nicht wirklich weiter schlimm.
        Wichtig ist dann auch zu beachten, ob ein Abitur angeboten wird oder nicht. Hier ist dann der Deutschanteil sehr groß, da natürlich vor allem die Prüfungsfächer auf Deutsch unterrichtet werden müssen. Von daher sind die Lehrpläne da schon vergleichbar, aber natürlich gibt es auch Unterschiede, Ich würde das aber eher wie bei einem Wechsel von einem Bundesland in ein anderes einschätzen.
        Alle Auslandsschulen müssen immer den Spagat zwischen dem deutschen und einheimischen Lehrplan meistern. Daher haben die Schüler tendenziell auch mehr Unterricht als in Deutschland. Unterschiede gibt es auch zwischen sog. Begegnungsschulen (wie es vor allem in Lateinamerika häufig ist und ich auch spannender finde), bei denen der Anteil von einheimischen Schülern sehr groß ist. in Asien vor allem gibt es dann deutsche Schulen, wo fast nur deutsche Kinder sind, da ist es dann sicherlich wieder anders und es wird nur ein deutscher Lehrplan zugrunde gelegt.
        Ich hoffe man kann erkennen, dass es echt immer vom Einzelfall abhängt.

        • Sind die deutschen Lehrer dort auf Ihren Auslandseinsatz vorbereitet worden und die lokalen Lehrer auch auf Ihren Einsatz an einer “deutschen Auslandsschule”.

        Jein, die entsandten LK hatten einen Vorbereitungsseminar in Deutschland, aber es gibt auch viele sog. Ortslehrkräfte, die frei angeworben wurden und eben einheimische Lehrkräfte.
        Ob das Vorbereitungsseminar nun wirklich vorbereitet, wage ich zu bezweifeln 😉 Ich denke wichtig ist vor allem ein Mindset und die Offenheit für eine neue Kultur. Da muss man sich vor allem selbst drauf vorbereiten.
        Bei den einheimischen LK ist der Anteil von ehemaligen Schülern relativ hoch, so dass hier auch (zumindest bei uns an der Schule) ein relativ hoher Anteil an deutschsprachigen-einheimischen Kollegen ist. Ebenso finde ich, dass alle Kollegen äußerst professionell sind und stehen deutschen Kollegen in nichts nach – eher im Gegenteil. Ich denke hier ist es auch für das eigene Mindset wichtig sich über den White-Savoir-Komplex bewusst zu sein ( https://en.wikipedia.org/wiki/White_savior )
        Von daher sind die Kollegen, die auf Deutsch unterrichten alle in irgendeiner Form vorbereitet und für die nicht-deutschsprachigen macht es meiner Meinung dann eben auch keinen Unterschied ob sie an einer deutschen Schule arbeiten oder eben an einer anderen.

        • Wie viel “deutsche Mentalität” ist dort noch vorhanden?

        Interessante Frage und das unterscheidet sich sicher auch stark von Schule zu Schule – und auch von Kollege zu Kollege. Unter den einheimischen Kollegen natürlich eher weniger, unter den deutschen schon. Und wenn man möchte, kann man auch seine gesamte Zeit unter seinesgleichen bleiben. Ob man dann dafür ins Ausland geht muss man selbst wissen. Generell ist aber die Schule wirklich gut strukturiert und ziemlich deutsch aufgebaut. Ehrlich gesagt fürchtet es mich eher irgendwann mal wieder an eine normale deutsche Schule zu gehen. Man merkt einfach, dass es Privatschulen sind und da ist dann einfach auch mehr (finanziell) möglich, auch weil es von den bezahlenden Eltern erwartet wird.
        Und auch im Schulumfeld trifft man natürlich auch auf viele deutsche Eltern, so dass man durch die Schule – wenn man möchte – komplett in seiner deutschen Blase bleiben könnte. Aber das ist ja eben auch nicht der Reiz des Auslands.

        Ich hoffe das hilft ein wenig bei der Einordnung. Und wichtig ist eben, dass ich nur von einer Schule berichten kann und es sicherlich woanders ganz anders aussehen kann.

      2. …und die letzte Frage glatt vergessen:

        • Würdest Du Deine eigenen Kinder auf eine solche deutsche Auslandsschule schicken oder dann eher (wenn vorhanden) eine englischsprachige Internationale (IB) Schule wählen, die sich am brititschen oder amerikanischen Schulsystem richtet?

        Ja, das würde ich. Sicherlich gibt es da auch immer wieder Unterschiede, aber generell würde ich dies deutlich bejahen. Richtwert ist meiner Meinung nach: in den Hauptstädten sind die größten deutschen Schulen auch schon die besten und auch best-strukturierten.
        Wie schon in der anderen Antwort angedeutet, fürchte ich mich eher wieder vor einer normalen deutschen Schule, da ich den “Luxus” dieser Privatschule gewohnt bin. Finanziell viele Möglichkeiten, Klassengröße um die 20 Schüler, In jedem Raum Beamer, in der Oberstufe hat jeder Schüler ein iPad etc. um nur ein paar Punkte zu nennen. Und wie gesagt finde ich unser gesamtes Kollegium äußerst professionell und auch besser als ich es von deutschen Schulen kenne (der Anteil von deutschen entsandten Lehrkräften ist übrigens relativ gering mit ca. 10 Prozent).
        Zusätzlich sind vor allem die deutschen Schulen auch noch von Deutschland gefördert als Teil der Auslandspolitik. Daher sind die Schulen im Vergleich zur Konkurrenz der britischen, amerikanischen oder französischen Schulen auch deutlich günstiger und daher auch unter einheimischen relativ beliebt (so zumindest in Lateinamerika). Deshalb hat man auch viele Schüler, die mit Deutschland eigentlich bis auf das was sie in der Schule mitbekommen, nichts am Hut. Das wäre vielleicht auch noch einPunkt zur deutschen Mentalität.

    2. Ich gebe dir völlig recht, was Sprachkenntnisse und auch Vorabcheck des Gesundheitssystems angeht! Der Punkt “Bürokratie” ist, das wird man als Auswanderer schnell merken, auch nicht ganz unwichtig, und wer denkt, Deutschland sei da schon vorne dabei, hat sich mächtig getäuscht…

      Und, aus meinem beruflichem Interesse aber durchaus auch ernst gemeinte Frage für Auswanderungswillige: Wie sieht’s mit der Rechtsstaatlichkeit im Zielland aus? Muss man für typische Kneipendelikte die Todesstrafe erwarten?

      @Maschinist:Toller Artikel, bin gespannt, welche Kommentare hierzu veröffentlicht werden.

      1. Das ist durchaus wahr. Letztendlich muss man auch darauf schauen wie es mit der Rechtsstaatlichkeit aussieht. Und da ist es ja in Deutschland (noch) gut bestellt. Das wäre auch ein Thema was mir sehr wichtig ist. Da kann das Land noch so schön sein, aber wenn man gleich für jeden Schritt, den man macht ins Gefängnis kommt (etwas überspitzt dargestellt), dann ist das alles nicht wert. Zuindest aus meiner Sicht. Also immer abwägen.

  2. Vielen Dank für den spannenden Artikel und die vielen nützlichen und interresanten Links! Insbesondere die “Checkliste” bietet gute Anhaltspunkte über viele Punkte die man beachten sollte. Einige davon hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.

    Meine Frau und ich möchten definitiv später auswandern bzw. dem Lebensort wechseln. Da wir aber beide von der beruflichen Ausrichtung her eher auf Deutschland ausgerichtet sind (ich habe leider kein bar exam), ist das erst etwas für die Zeit ab der hoffentlichen Frühpensionierung. Daher haben wir noch keine so konkreten Pläne. Wir hatten ja schon einige gute Diskussionen im Forum dazu. Mein persönlicher Favorit (aber eher aus den Urlaubslaunen heraus und nicht konkret durchdacht) ist Kanada. Das ist aber für eine Auswanderung ohne Erwerbstätigkeit eine ordentliche Herausforderung. An sich sind wir aber auch nicht darauf festgelegt, das Gesamtpaket muss natürlich stimmen. Sprachlich wären wir für eine Auswanderung (dank meiner Frau) mit Englisch, Französich, Spanisch etc. eigentlich sehr gut und breit aufgestellt, bisher hapert es an der Vermögenshöhe.

    Schönen Sonntag

  3. Aus meiner deutschen Perspektive bin ich zwar an längeren Aufenthalten in wärmeren Gefilden interessiert, möchte aber schon immer eine heimische Rückzugsoption haben. D.h. die dt. Immobile würde ich behalten wollen.
    Dann bleibt man zwar der Tourist im anderen Land, steht aber auf zwei Beinen. Für häufigeres Hin- und Herreisen wäre der Mittelrmeerraum vorzuziehen. Ansonsten wäre für mich Thailand eine toplocation.
    Vermutlich verleitet Vielen der eine oder andere schöne Urlaubsaufenthalt zu dem Auswanderungswunsch, ein Oneway-Ticket ist aber nochmal eine andere Hausnummer.

    1. Es fängt an mit mehrmonatigen Überwinterungsaufenthalten, die von Jahr zu Jahr immer länger werden. Irgendwann fragt man sich: “Warum fliege ich im Sommer überhaupt noch zurück?” “Warum unterhalte ich mit horrenden Kosten eine Immobilie in Deutschland, welche ich gerade mal ein paar Wochen nutze?” “Wie viele zig tausende Euros hätte ich mehr zur Verfügung, wenn ich den deutschen Wohnsitz aufgäbe?”

      Dann wagt man den Schritt der vollständigen Auswanderung und kann alleine von den nicht zu zahlenden deutschen Steuern mehrmals im Jahr Business nach DACH fliegen und in Hotels/Apartments wohnen.

        1. Verstehe die Frage nicht. Du hast doch im Beitrag schon den Link zum IRS gesetzt.

          Meine Kontakte zum Thema “Steuerfreiheit” leben in Thailand, offiziell dürfen ausländische Erträge nach einem Jahr steuerfrei eingeführt werden. Dürfte aber schwer zu kontrollieren sein, wenn man keinen Thai-Broker nutzt.

          Quellensteuerfreie Dividenden (UK, Singapur) oder steuerfreie Kursgewinne sorgen für brutto=netto.

          Bei 1 Mio Kapital und 3% (=30k) Entnahme kommen hier 20-22k netto raus. In Thailand die vollen 30k.

      1. Oh ja – step by step immer mehr weg vom Geburtsland. Das kenne ich und habe viele Freunde, die das durchgezogen haben und sie fühlen sich rundum wohl. Deutschland hat wirklich eine sehr hohe Steuerlast.

  4. Ich bin derzeit FIRE und habe in verschiedenen Ländern gelebt. Ein wichtiger Punkt der aus meiner Sicht im Artikel etwas kurz gekommen ist, möchte ich hier ergänzen: das Thema Visum / Aufenthaltgenehmigung / Arbeitserlaubnis.

    Grundsätzlich gilt, dass das aufnehmende Land von Ausländern einen nennenswerten wirtschaftlichen Mehrwert als Gegenleistung für das Aufenthaltsrecht erwartet. Bei der Wahl des Auswanderungslandes sollte man zu allererst prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen ein langfristiger Aufenthalt überhaupt möglich ist. Wenn das nicht geht, dann kann man sich die Arbeit mit den anderen Kriterien sparen.

    Sich auf ein Touristenvisum zu verlassen ist grundsätzlich keine gute Idee, weil z.B. nicht jeder auf Dauer Lust hat auf Visa-Run und die Pandemie gezeigt hat, dass es nicht nachhaltig funktioniert. In vielen Fällen sind für längerfristige Aufenthalte im Rahmen von Golden Visa, RBI und CBI mehr oder weniger hohe Eintrittsbarrieren vorhanden, z.B. in Form von nachweisbaren Einkommen / Pensionszahlungen, Bankdeposits, Immobilienerwerb oder Investition in Unternehmen. Die hierfür notwendigen finanziellen Mittel sollten grosszügig geplant werden, da sich Regel von heute auf morgen (meist nach oben) ändern können.

    Wer zu den im Artikel genannten Aspekte hohe Ansprüche hat wird merken, dass es kein Land gibt, das alle diese Kriterien erfüllt, da es zahlreiche Zielkonflikte zwischen den Kriterien gibt, z.B. sind viele der günstigen Länder oftmals nicht sicher.

    Die eigenen Ansprüche herunterschrauben ist m.E. eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Auswanderung.

  5. Wie immer ein toller Beitrag und wie ich finde ein ganz spannendes Thema. Ich selbst habe in diversen Ländern leben dürfen (u.a. Portugal, China, Schweiz..) und kann die Aussage nur bestätigen, dass jeder selbst mal im Ausland gelebt haben sollte. Für mich war jede Erfahrung Gold wert und ich würde es jederzeit wieder tun. Mit Familie ist dies nun nicht mehr so einfach möglich und es muss viel mehr berücksichtigt werden, weshalb ich es klasse finde, wenn junge Menschen um die Welt reisen und das Leben entdecken. Die fehlende Toleranz auf der Welt wäre erheblich kleiner, wenn die Menschen mehr reisen oder bestenfalls temporär im Ausland leben würden, um so andere Kulturen kennen- und schätzen zulernen.

    Am Ende des Tages geht ja darum glücklich zu sein und da muss jeder für sich selber erkennen und entscheiden, was ihn tatsächlich glücklich macht. Oft leben die Menschen (ich kenne viele im Freundeskreis) in einer Art Illusion und denken, dass am Ort ABC die Welt so viel besser sei und erkennen nicht, dass nicht nur der Ort an sich ausschlaggebend ist. Oft betrifft es genau diese Menschen, welche nur wenig von der Welt gesehen haben mit meiner Meinung eingeschränkter Sicht. Auf Dauer werden diese Menschen im Ausland nicht glücklich und kommen dann nach X Tagen zurück nach D. Die Grundeinstellung für eine Auswanderung ist also sehr wichtig meines Erachtens, da es sonst früher oder später zu Problemen führt…

  6. Bin ja selbst eher weltgewandt und hätte es sicher auf dem Schirm gehabt, wegzugehen und eine Zeit im Ausland zu leben. Hatte 1 Jahr Erasmus in Madrid gemacht und Sprachen machen mir Spaß. Meine Frau ist jedoch schon von Ö nach D “ausgewandert” und ist eher der sesshafte Typ. Wir hängen auch sehr an dem Garten hier in D und daher wird es wohl eher eine Winterflucht und / oder einige Zeiten an Wassersportdestinationen und in den Alpen zum Rennradeln werden.

  7. Super Thema!

    Gesundheit ist definitiv ein grosses Thema und sollte nicht vergessen werden. Die Schweiz ist definitiv ein super Land für den Vermögensaufbau — aber AHV muss bezahlt werden als Privatier und die Vermögenssteuer ist zumindest in Zürich auch ein Faktor. Selbst die steuerfreien Aktiengewinne können wegfallen wenn man als professioneller Trader gesehen wird (wenn man nur von Aktien lebt könnte das der Fall sein).

    1. Ja da bin ich ganz deiner Meinung und auch der Meinung vieler anderer. Schweiz ist fü rden Vermögensaufbau echt super. Ich liebe dieses Land dafür und auch noch für manch andere Dinge.

  8. Da kommt eine Menge an Meinungen zusammen. Da passen meine 10 cent auch noch rein.
    Grundsätzlich würde ich mir immer eine Rückkehrmöglichkeit offen halten, denn man kann nicht wissen, was passieren wird. Putsch oder Klimakatastrophen kann man nicht vorhersagen, individuelle Probleme ebenfalls nicht. Man muß nicht unbedingt ein Haus oder eine Wohnung in D. haben, aber eine Art Unterschlupf (bei der Familie?), für den Anfang, bis man sich in D. wieder arrangiert hat. Das kostet auch nichts / nicht viel.
    Der nächste wesentliche Punkt ist, daß man mit wirklich ausreichenden Reserven plant. Meist ist die Inflation im Zielland höher als in D. und nach ein paar Jahren wird es finanziell furchtbar eng, wenn man nicht genug “Reserven” hat.
    Krankenversicherung ist ein weiteres Problem. Ohne sollte man nirgendwo leben. Es kann eine deutsche oder eine einheimische Versicherung sein, entscheidend sind u.a. Preise und Umfang der Leistung. Und Vorsicht: private Versicherungen steigen in den Beiträgen mit zunehmendem Alter expotentiell und manche haben ein Alterslimit.
    Aufenthaltsberechtigung sollte man wirklich ernst nehmen, vor allem in südlichen Ländern, wo die Korruption groß ist. Wenn man da unsauber arbeitet, getürkte Visas, Stempel oder so hat, wird man bis auf den letzten Euro gemolken, sobald man auffällt. Und als Minderheit (Ausländer!) fällt man immer auf.
    Ich könnte noch stundenlang von meinen eigenen Erfahrungen berichten, aber das wäre hier overkill. Wen das Thema in Thailand zu leben interessiert, der kann entweder mal auf meiner Webseite stöbern oder, ausführlicher, mein E-Buch “Als Senior in Thailand” lesen. Die Webseite heißt “www.senior-in-thailand.de”.

  9. Ein Entscheidender Punkt den ich hier vermisse: Man kann nicht dauerhaft in einem fremden Land leben, wenn die Kulturunterschiede beider Herkunftsländer zu gross sind. Das fängt bei kleinen Dingen an und steigert sich ganz schnell zu großen Problemen hinauf bis man einsieht, dass der Schritt ins Ausland ein Fehler war.
    Grundsätzlich sehe ich daher für die meisten Leute, die es in wärmere Länder zieht, nur den Mittelmeer Raum als Ausweg. Südamerika und Asien sind zwar tolle Länder, aber gerade mit Kindern auch eher umständlich und zu bürokratisch.
    Sofern man nicht angestellt ist sollte man zumindest selbstständig sein. Irgendeiner Art von Beschäftigung muss man ja nachgehen damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt.

    1. Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß die Kultur-Unterschiede zwar da sind, aber nicht unüberbrückbare Gräben darstellen. Allerdings habe ich von meinem ersten Jahr an jedes Jahr einen “Heimaturlaub” eingelegt, einfach, weil ich noch Familie und Freunde in Deutschland habe, die mir wichtig sind. Und “zur Gehirnwäsche”, nach 11 Monaten Thailand.
      Und es gibt in praktisch allen Ländern “deutsche Gruppen”, die sich gegenseitig helfen (sollten!), was das Leben leichter und angenehmer macht.
      Mit Kindern oder einer Ehefrau, die untätig zu Hause sitzen muß (weil sie nicht arbeiten darf) ist das allerdings eine ganz andere Sache.

      1. Meine Erfahrung ist es auch, dass Kultur-Unterschiede zwar manchmal hinderlich sind, aber nicht unüberwindbar. Es kommt immer drauf WIE man miteinander kommuniziert. Es mag Länder geben. wo auch Freundlichkeit allein nicht ausreicht – Gott sei Dank musste ich aber noch keine wirklich schlechten Erfahrungen machen.

  10. Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß die Kultur-Unterschiede zwar da sind, aber nicht unüberbrückbare Gräben darstellen. Allerdings habe ich von meinem ersten Jahr an jedes Jahr einen “Heimaturlaub” eingelegt, einfach, weil ich noch Familie und Freunde in Deutschland habe, die mir wichtig sind. Und “zur Gehirnwäsche”, nach 11 Monaten Thailand.
    Und es gibt in praktisch allen Ländern “deutsche Gruppen”, die sich gegenseitig helfen (sollten!), was das Leben leichter und angenehmer macht.
    Mit Kindern oder einer Ehefrau, die untätig zu Hause sitzen muß (weil sie nicht arbeiten darf) ist das allerdings eine ganz andere Sache.

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