Freiheitskämpfer Interview 30 – Dustin Viertelmillion Euro

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Freiheitskämpfer Interview 30 Dustin Familie KindIn unseren Freiheitskämpfer Interviews berichten junge Menschen, wie sie aus eigener Kraft vor Ihrem 35.ten Geburtstag ein sechsstelliges Vermögen aufgebaut haben und dieses Vermögen nun weiter vermehren.

Sie berichten von Ihren Träumen und Plänen für ein selbstbestimmtes und freies Leben.

Und davon können wir alle etwas mitnehmen.

 

Heute schreibt uns Freiheitskämpfer Dustin

 

Er hat sich zusammen mit seiner Frau ein sehr schönes Vermögen von mehr als einer viertelmillion Euro aufgebaut.

Man kann diese Leistung von zwei Seiten betrachten.

Eine viertelmillion Euro selbsterschaffenes Familienvermögen mit 35 Lebensjahren!

Das hört sich fantastisch an und Dustin gehört damit mit seiner Familie zu den Top 10% Vermögensbesitzern in seiner Altersgruppe in Deutschland.

 

Dabei ist es für Kenner des Themas auch beschrieben mit dem Vorgehen:

„Spare regelmäßig die Hälfte Deines gesamten Einkommens und investiere es in echte Sachwerte die neben dem Inflationsausgleich auch einen regelmäßigen und unerschütterlichen Cashflow bringen.“ Es macht langfristig selbst bei gleichem Einkommen den gesamten Unterschied zwischen einen Millionär und einem armen Menschen.

Die erste Beschreibung wird bei den meisten Menschen Bewunderung hervorrufen. Die Zweite wird immer noch zu vielen Menschen wenig sagen und die großartigen Möglichkeiten dahinter werden oft verkannt.

 

Aber wir sind ja hier nicht irgendwo, sondern in der Freiheitsmaschine und damit Bühne frei für Dustin und seine persönliche Reise zu Freiheit und Unabhängigkeit:

 

 

Hallo Maschinist,
ich würde mich auch gerne bei den Freiheitskämpfer Interviews beteiligen.
Die formalen Voraussetzungen erfüllen wir schon einige Zeit.
Ich bin schon seit Januar 2019 im Forum aktiv und wir haben uns 2019 auf dem Freiheitskämpfer Treffen auch schon persönlich getroffen.
Das letzte lokale Lesertreffen in Hessen hat ich mich jetzt neu motiviert etwas für die Gemeinschaft beizusteuern.
Unser Lebenslauf ist für mein Empfinden nicht außergewöhnlich. Ich hoffe jedoch, dass ich trotzdem dem ein oder anderen zeigen kann, dass es aus eigener Kraft möglich ist einen vielversprechenden Weg Richtung finanzieller Unabhängigkeit einzuschlagen.

 

 

Freiheitskämpfer Interview 30 Dustin Skyline Asien

 

 

  • Wie alt bist Du (& der Partner falls vorhanden), wie lange seid Ihr schon zusammen und habt Ihr Kinder?
Ich bin 35, meine Frau 34. Wir sind seit 14 Jahren zusammen und seit 7 Jahren verheiratet. Unser Sohn ist knapp 4 Jahre alt.

 

 

  • Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Wir leben dörflich am Rande des Rhein-Main Gebietes. Ab Ende 2014 haben wir in einer selbstgenutzten Eigentumswohnung gewohnt. Im Jahr 2020 haben wir dann die Wohnung verkauft und ein Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung erworben. Nun haben wir einen großen Garten, welchen wir als Familie sehr gerne nutzen.

 

 

  • Wie sieht Euer bisheriger Lebensweg aus und welche beruflichen wie privaten Erfahrungen habt Ihr dabei gemacht?
Meine Kindheit verlief relativ unspektakulär.
Nach dem Abitur (Leistungskurse Chemie und Mathe) habe ich meinen Grundwehrdienst bei den Sanitätern abgeleistet.
Anschließend habe ich an der Fachhochschule Chemieingenieurwesen studiert, da mir das alternative Chemiestudium mit anschließender Promotion zu lange gedauert hätte.
Die Studienfinanzierung erfolgte dabei durch meine geschiedenen Eltern, da ich nicht BAföG berechtigt war.
Meine Diplomarbeit habe ich dann in der Firma geschrieben, in der ich anschließend übernommen wurde und nun bereits auch seit über 10 Jahren beschäftigt bin.

 

Die Familie meiner Frau und meine Familie kommen aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands und sind über 400 km voneinander entfernt. Da wir uns jedoch nicht für eine Familie entscheiden wollten und lieber den aussichtsreichsten Arbeitsmöglichkeiten gefolgt sind, haben wir ein neues Lager in einer anderen Ecke des Landes aufgeschlagen.
Dies hat natürlich ohne Zweifel Vor- und Nachteile, vor allem in Sachen Kinderbetreuung. Diese Entscheidung haben wir bisher auch nicht bereut, auch wenn es zwischenzeitlich mal die Überlegung gab wieder in die Heimat zurückzukehren.

 

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles jährliches Nettoeinkommen. Wie hat es sich entwickelt und wie sieht die weitere Entwicklungsmöglichkeit in Deinem Bereich aus?
Unser gesamtes jährliches Nettoeinkommen als Familie betrug 74.000 € im Jahr 2020.
Ich bin 2011 mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von 40.000 € gestartet, welches sich über die Jahre durch tarifliche Erhöhungen auf 68.000 € gesteigert hat.
Dabei wurde ich schon gleich zu Beginn als Laborleiter in einem chemischen Labor eingestellt, was bedeutet, dass ich zwar Personalverantwortung, jedoch keine Budgetverantwortung habe.
Weitere Entwicklungsmöglichkeiten in meiner Firma sind ziemlich unwahrscheinlich. Für eine Gehaltssteigerung wäre ein Arbeitgeberwechsel notwendig.
Meine Frau arbeitet im öffentlichen Dienst und hat sich von einer normalen Sachbearbeiterin, über eine stellvertretende Teamleitung, zur Teamleitung hochgearbeitet und dabei auch mehrfach die Teams und Standorte gewechselt.
Ihr Gehalt ist von der Stufe 9 auf Stufe 11 gestiegen, zusätzlich steigt man dort mit den Jahren die entsprechenden Stufen auf, so dass Sie mittlerweile ein Jahresbruttogehalt von 58.000 € hat.

 

 

  • Würdest Du Eure berufliche Tätigkeit anderen Menschen empfehlen, wenn es um die Punkte Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten und persönliche Erfüllung geht und was sind die Gründe dafür?
Meine Tätigkeit gefällt mir gut (neben den Kollegen auch ein weiterer Grund warum ich den Arbeitgeber nicht gewechselt habe).
Ich kann mich mit spannenden Themen beschäftigen und der Papierkram und sinnlose Meetings halten sich in erträglichen Grenzen (im Bereich Pharma wäre es z.B. deutlich schlimmer).
Mein Gehalt liegt über dem deutschen Durchschnittsgehalt und in einem größeren Unternehmen wäre der Verdienst sogar noch ca. 20 % höher. Das Thema Chemie sollte einem allerdings liegen.
Der Job meiner Frau punktet vor allem bei der Sicherheit.
Gehalt ist niedriger als im privaten Bereich, die Entwicklungsmöglichkeiten schätze ich als ähnlich ein.

 

 

  • Wie hoch sind Deine / Eure aktuellen jährlichen Ausgaben und in welchen Bereichen schränkst Du Dich ein, um eigenes Vermögen aufzubauen?
Unsere jährlichen Ausgaben liegen bei ca. 35.000 €. Durch den Hauskauf in 2020 fallen in den nächsten Jahren etwas höhere Kosten an.
Wir schränken uns nur in für uns nicht so wichtigen Bereichen ein, so dass wir dies nicht als Verzicht wahrnehmen.
Obwohl wir auf dem Dorf wohnen haben wir z.B. nur ein Auto. Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit (6 km einfache Strecke).
Wir kaufen viele Sachen gebraucht. Sowohl Klamotten für unseren Sohn, als auch vorwiegend Geräte für uns (TV, Smartphone, Rasenmäher, Grill, Spielhaus…).
Für Anschaffungen für den persönlichen Gebrauch (Kleidung, Schuhe, Smartphone, etc.) führen wir jeweils ein virtuelles Taschengeldkonto, auf das monatlich 100 € eingezahlt werden. Dieses Budget schöpfen wir jedoch schon seit einiger Zeit nicht mehr aus, so dass wir mittlerweile vierstellig im Plus sind. Von meinem Budget habe ich mir jetzt ein Homegym für 1.500 € gekauft und bin immer noch im Plus.
Früher hätte ich mir das auch nicht vorstellen können, aber der Nachwuchs verändert die Prioritäten doch sehr stark.

 

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles Vermögen, wie hast Du es investiert und was möchtest Du in Zukunft dabei noch besser machen?
Unser aktuelles Gesamtvermögen beträgt ca. 275.000 €.
Das teilt sich auf in die Positionen:
  • Selbstgenutzte Immobilie (Kaufpreis – Restschuld) = 53.000 € bewertet mit dem Kaufpreis von 540.000 € von Anfang 2020
  • ETF- und Aktiendepot = 173.000 € davon 156.000 € ETFs und 17.000 € Einzelaktien
  • Tagesgeld = 25.000 € für kurzfristige Reparaturen am Haus und ein ausreichendes Sicherheitsgefühl
  • Krypto = 24.000 € (Investitionssumme 16.000 € Anfang 2021)
Das ETF Aktiendepot bildet die Basis und wird monatlich mit 2.000 € bespart.

 

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Hiervon sollen größere Reparaturen am Haus bezahlt und die Altersvorsorge gebildet werden.
Die Themen Einzelaktien und Krypto sollen mit weniger als 20 % als Beimischung dienen. Zum einen soll damit die Spannung erhöht werden und zum anderen wird auch hoffentlich eine höhere Rendite erzielt und somit die Zielerreichung beschleunigt.
Es sind keine wesentlichen Änderungen für die Zukunft geplant.

 

 

  • Hast Du ein bestimmtes Vermögensziel?
Ausgehend von unserer viertelmillion Euro ist das vorläufige Vermögensziel, die Million zu erreichen. Allerdings haben wir uns über die finale Etappe noch nicht allzu viele Gedanken gemacht.

 

 

  • Welche weiteren Lebensziele hast Du. Wo und wie möchtest Du Leben und was treibt Dich aktuell besonders an?
Als weitere Lebensziele habe ich ein besseres Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Lebensbereichen herzustellen, also neben der Arbeit auch noch sportlichen und geistigen Ausgleich.
Früher habe ich viel Sport gemacht und habe jetzt vor anderthalb Jahren mit Kraftsport angefangen (mein Log), welchen ich jetzt regelmäßig betreiben möchte.
Als geistigen Ausgleich habe ich seit 2019 begonnen regelmäßig Fachbücher (Themen hauptsächlich Finanzen, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie) zu lesen und möchte zusätzlich noch Meditation in meinen Alltag integrieren.
Desweiteren möchte ich wieder mehr und länger reisen. Ich habe schon viele einige tolle Reisen unternehmen dürfen und mich haben die anderen Länder und Kulturen sehr inspiriert und begeistert.

 

Freiheitskämpfer Interview 30 Dustin Portugal

 

Mein größter Antrieb ist mein Sohn. Ich finde es absolut faszinierend mitzuerleben wie er nahezu täglich neue Sachen lernt und ich empfinde es eine Freude mit ihm Zeit zu verbringen.

 

 

  • Was sagt Dein Umfeld generell zu Deinen Plänen und wirst Du dabei unterstützt?
Die meisten aus meinem Umfeld belächeln eher unsere Pläne.
Ich vermute, dass es daran liegt, dass Sie sich nicht vorstellen können, dass das Ziel tatsächlich erreichbar ist und es aus diesem Grund als Hirngespinst abtun (und wenn es dann geklappt hat, es am Ende aufs Glück schieben).
Wenige andere sind auch am Investieren. Mit diesen tausche ich mich regelmäßig aus und wir unterstützen uns gegenseitig.

 

 

  • Gibt es noch etwas, dass Du den anderen Freiheitskämpfern mitgeben willst?
Oft hört man, dass es mit Kindern schwieriger ist die finanzielle Freiheit zu erreichen.
Für mich persönlich kann ich das jedoch nicht bestätigen, da erst die anstehende Geburt meines Sohnes mich in dieser Hinsicht aufgeweckt hat. Vorher hatte ich kein wirkliches Ziel, warum oder für was ich sparen wollte bzw. sollte, ich lebte wie wohl die meisten Mitbürger so in den Tag hinein.
Dann erst habe ich mich intensiv damit beschäftigt,
  • wie ich meinem Sohn später finanziell unterstützen kann,
  • wie ich ihm das Thema Finanzen näherbringe
  • wie ich hierbei ein Vorbild sein kann.
Erst zu diesem Zeitpunkt habe ich wirklich realisiert, dass es eine finanzielle Unabhängigkeit gibt und dass wir diese auch erreichen können.

 

Freiheitskämpfer Interview 30 Dustin Familie Kind

 

 

Das war das Freiheitskämpfer Interview mit Freiheitskämpfer Dustin

Prima, dass Du dabei bist und herzlichen Glückwunsch zu über einer Viertel Million Euro Vermögen mit 35.

Ich bin Deiner Meinung, dass das Thema Kinder nicht nur generell eine wunderbare Sache ist, sondern sie auch motivationsseitig ein Booster beim Vermögensaufbau sowie beim Erlernen und Weitergeben wichtiger Lebensgrundsätze sein können.

Also auch aus diesem Grund meine Hochachtung vor dem Erreichten und alles Gute beim weiteren Vermögens- und damit Freiheitsaufbau.

 

Und jetzt Ihr

Welche Fragen oder auch Ratschläge habt Ihr für Dustin, schreibt dazu gerne im Kommentarbereich.

Außerdem mach auch Du mit bei den beiden Interviewreihen der Freiheitskämpfer oder den Millionär Interviews.

Schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und sei dabei.

Neben dem Fakt den anderen hier etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback für Deinen weiteren Weg nutzen.

Ich garantiere allen Teilnehmern dabei absolute Anonymität.

Und bei der großen Freiheitskämpfer Community sind natürlich alle Menschen eingeladen, die Ihr Leben verbessern und neue Dinge lernen möchten.

Gib Gas mit der Freiheitsmaschine und mach Dein Leben zu einem wunderbaren Abenteuer.

30 thoughts on “Freiheitskämpfer Interview 30 – Dustin Viertelmillion Euro”

  1. Schönes Interview! Danke @Dustin, dass du uns teilhaben lässt. Besonders motivierend finde ich, dass ihr so jung mit “normalen” Gehältern schon so viel erreichen konntet. Weiter so! 🙂

    1. Vielen Dank für dein Feedback Yakari. 🙂

      Der Artikel über die Familie Mustermann, mit der Kernaussage, dass es jeder ab Durchschnittseinkommen schaffen kann, hat mich schon damals motiviert und mich darin bestärkt, dass auch wir es schaffen werden. Und dieser Überzeugung bin ich auch weiterhin.

  2. Endlich mal ein Beitrag mit “normalen” Gehältern.

    Dennoch finde ich die Immobilien-Summe schon recht hoch, bei einem Kaufpreis von 540.000 EUR. Du bist jetzt 35 und möchtest die Immobilie sicher bis zur Rente (60. Lebensjahr) abbezahlt haben oder? Das wären ohne Zinsen und Nebenkosten schonmal 1.800 EUR monatlich. Mit Zinsen also wesentlich mehr.

    Ich vermute, hier wurde ordentlich Eigenkapital durch den Wohnungsverkauf eingebracht.

    Wie ist euer zukünftiger Plan mit dem Objekt? Einliegerwohnung vermieten? Im Alter abstoßen? Und wie geht ihr mit dem Thema Wertverlust bei Immobilien um? Keiner weiß, was in 25 Jahren ist.

    1. Hallo Steven,
      Ich weiss nicht so du wohnst, aber im vielen Teilen Deutschlands sind 540t Euro für ein Zweifamilienhaus geradezu billig.
      Bei guter Gestaltung des Kredits ist es möglich die zweite Wohnung zu 100% zu finanzieren und den kompletten Zins gegen die Mieteinnahmen zu rechnen.
      Des weiteren ist die komplette Tilgung der Immobilie kein muss und gerade jetzt bei steigender Inflation entschuldet sich das Haus praktisch selbst. Der Kreditzins wird vermutlich auch sehr niedrig sein wenn er vor 2 Jahren gekauft hat.

        1. Danke! Dieses “Inflation entschuldet automatisch” ohne Betrachtung der Nebenbedingungen (min. adequates Gehaltsplus) ist wirklich unsäglich und findet sich leider viel zu oft und leicht dahin gesagt.

      1. Hallo Robi,
        also 540t als Billig zu beschreiben finde ich nicht passend.
        Klaro gibt es Objekte die noch teurer sind, aber im Vergleich passt doch auf dem Immo-Markt so einiges nicht mehr zusammen.

        Sorry, aber als Investor mag das vielleicht ok sein, aber als Selbstnutzer sind die Preise nicht mehr tragbar. Hier in der Region (Main-Spessart) machen die Häuser nun schon seit Monaten immer wieder die Runde in den gängigen Portalen, und jedes Mal sinkt der Preis weiter.
        Die Besitzer versuchen zwar immer noch Bruchbuden für überteuerte Preise anzubieten, aber es fällt kaum noch einer darauf rein.

        Auch die Banken haben hier seit Jahresbeginn strengere Regeln für eine Kreditvergabe. Objekte werden aktuell genau begutachtet und das Preisniveau mehrfach überprüft. Wer da kein Eigenkapital miteinbringt oder weitere Vermögenswerte als Sicherheiten hinterlegen kann, bekommt keine Finanzierung – Was auch gut ist!

        Hier gibt es genug Menschen mit dem Motto “Mir egal, ob ich’s zahlen kann, die Bank hat doch das Geld” – Das Spielchen machen die Banken aber nicht mehr bei jedem Objekt mit. Ich verstehe solche Menschen auch nicht, ich kaufe doch kein Haus zur Selbstnutzung und mache es mir schön und lasse es mir eines Tages von der Bank wegnehmen, weil ich gierig war und meine Finanzierung nicht ordentlich berechnet habe.

        Generell sehe ich das Thema kritisch. Gerade in der heutigen Zeit, wo viele Unternehmen teilweise 100 % Remote-Arbeit anbieten, werden nach und nach die Leute auch wider in ländliche Regionen ziehen, wo das Leben wieder lebenswert ist.

        Warum soll ich in Ballungsgebieten 300- 400k für ne 4-Zimmer-Wohnung zahlen, wenn ich dafür auf dem Land in Niedersachsen oder Brandenburg große, sanierte Gutshäuser mit 2.000qm Land bekomme, meine Ruhe habe, mehr Freiraum und dazu mehr Wohnfläche bekomme.

        Von Objekten im Ausland möchte ich hier gar nicht anfangen.

        Bitte versteht mich nicht falsch, jedem sei sein Haus gegönnt. Aber wäre das Haus ein Auto, würdet ihr auch nicht den Opel Corsa für 25.000 EUR beim Händler um die Ecke kaufen, wenn ihr für den gleichen Preis ein Mercedes-AMG (oder Tesla im übertriebenen Sinn) bei einem Händler 100 km entfernt bekommen würdet.

        Das Thema ist so heiß wie der Markt selbst. Das ist nur meine persönliche Meinung. Ein Investor wird sicherlich wieder anders argumentieren, was auch ok ist. Generell wird uns (oder den Eigentümern) das Thema Immobilienobjekte aber noch Probleme bereiten.

        1. Wie gesagt, es kommt immer auf die Gegend an, bei uns im südlichen Bayern ist das günstig. Und wir wohnen auf dem Land…

          Klar, bei der Finanzierung darf man sich nicht übernehmen, es sollte wenn möglich von einem Verdiener die Monatsrate gezahlt werden können und dann noch etwas Geld über bleiben zum Leben.

        2. Hi Steven,

          ja das stimmt. Die Immobilienpreise haben in den letzten Jahren nochmal ordentlich angezogen und was die Zukunft zeigen wird ist unklar. Ich stimme dir auch zu, dass man diese Entscheidung sehr genau selbst abwägen sollte und nicht die Verantwortung an z.B. die Bank abschiebt (nach dem Motto: Man kauft halt ein Haus und die Bank gibt mir das Geld, also mach ich es auch).

          Für uns hat sich die Immobilie noch als relativ günstig für unsere Gegend dargestellt. Unsere Immobilie war vorher für insgesamt 2.000 € pro Monat (kalt) vermietet, so dass der Kaufpreisfaktor 22,5 beträgt (mit Nebenkosten 25). Die Miete war durchschnittlich und ließe sich meiner Einschätzung nach noch leicht erhöhen, so dass zur Not somit auch eine halbwegs kostenneutrale Vermietung möglich wäre, sollten sich die Lebensumstände doch ungeplant ändern.

          Remote Work ist sicherlich, für die die es machen können, super. Neben der Arbeit gibt es aber in den Ballungsräumen auch vielfältigere andere Möglichkeiten (Ärzte, Kultur, Sport, Vereine, Betreuung, etc.), so dass die Attraktivität weiterhin gegeben ist. Andere können vielleicht nicht 100 % aber z.B. 80 % remote arbeiten. Dies führt meiner Einschätzung nach zu längeren akzeptableren Pendelzeiten und einer Aufwertung des entfernteren Speckgürtels (in dem auch wir wohnen).

        3. Ja da hast du recht. Ich finde es einfach nur krank wie hoch die Preise heute schon sind..

          In den 90ern hätten niemand 1.000.000 DM (500.000 EUR) für ein einfaches Einfamilienhaus ausgegeben. Aber so darf man heute ja nicht vergleichen 🙂

          Aber auch in ländlichen Regionen hat man Sport, Vereine, Kultur etc. Dort leben ja heute auch Menschen und sind von Kindesalter groß geworden, aber ich weiß, was du meinst, jeder hat andere Kriterien, was ein Wohlfühlort bieten sollte.

        4. In den 90ern hätten niemand 1.000.000 DM (500.000 EUR) für ein einfaches Einfamilienhaus ausgegeben. Aber so darf man heute ja nicht vergleichen

          Aber vergleicht es doch mal.
          500.000 € Haus heute entspricht grob 200.000 € (400.000 DM) vor 30 Jahren, wenn man eine jährliche Wertsteigerung von ca. 3% (inklusive Inflation) annimmt.

          Ist jetzt keine so ne krasse oder gar kranke Entwicklung, oder?
          Ich würde das eher als eine moderate Wertsteigerung bezeichnen. Davon abgesehen ist das EFH aus den 90ern qualitativ, technisch schlechter und meist kleiner als eins von heute oder über die Jahrzehnte instand gehaltene Haus.

          Damals war es ganz sicher auch schwer sich ein Haus leisten zu können. Gerade wenn man so lange Zeiträume in seine Betrachtung nimmt, vertut man sich schnell (dank Exponentialfunktion).

          Empfehlenswerter Artikel zu den scheinbar verrückten Immobilienpreisen:
          https://hartmutwalz.de/sind-die-immobilienkaeufer-verrueckt-geworden/

    2. Hi Steven, danke für deine Rückmeldung.

      Es ist so, dass die Tilgung auf 40 Jahre gerechnet ist, also bis ich 75 bin. Bei einer mittleren Laufzeit von 12,5 Jahren und einem Kreditzins von 0,92% entspricht dies somit (momentan, die Zinsen ziehen ja gerade wieder an) nur einer Rate von 1200 € im Monat, die sich deutlich leichter stemmen lässt.

      Ich hätte wegen dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis gerne eine 95%-Finanzierung abgeschlossen. Wir haben jedoch auf Grund von längeren Genehmigungsprozessen und einer knappen Zeitplanung auf eine Fremdfinanzierung in Höhe von 499.000 € reduziert, so dass 40.000 € aus dem Wohnungsverkauf über eine kurzfristige Beleihung in die Immobilie eingeflossen sind. Die Nebenkosten haben wir aus Eigenkapital aufgebracht. Den restlichen Erlös der Wohnung haben wir zum Einen für das Wiederaufstocken des Notgroschens und zum Anderen für eine Investition in ETFs verwendet. Andernfalls hätten wir die aktuelle Höhe unseres Depots nicht erreichen können, da wir bisher keine familiären Zuwendungen finanzieller Art erhalten haben.

      Die Einliegerwohnung ist für 750 € (kalt) vermietet und wird auch vermietet bleiben. Der zukünftige Plan für das Haus ist eine weiterhin hohe Beleihung, welche ich zum Teil, über die Vermietung, ja wieder absetzen kann. In 15 Jahren könnte ich mir (je nach Zinsniveau) durchaus vorstellen, den Kredit wieder auf die ursprüngliche Kreditsumme von 499.000 € aufzustocken. Das Ziel schuldenfrei zu sein, hat für uns mittlerweile keinen symbolischen oder sonstigen Gegenwert mehr (war bei der ersten Immobilie noch anders, da wollten wir die Schulden schnell tilgen, jetzt sind wir anscheinend schon abgestumpft in dieser Hinsicht und betrachten das rationaler…).

      Wie lange wir das Objekt selber nutzen ist natürlich schwer abzuschätzen. Ich gehe von mindestens 25 Jahren Haltedauer aus. Im Alter dann eventuell etwas kleineres, z.B. eine zentraler gelegene Wohnung mit kleinem Garten oder ein Umzug, eventuellen Enkelkindern hinterher.

      Wie sich diese Immobilienpreise in den nächsten 25 Jahren entwickeln vermag ich nicht vorherzusehen. Jedoch bin ich mir außerordentlich sicher, dass wir bis dahin jede etwaige Restschuld locker aus dem Depot bestreiten könnten. Die Immobilie stellt für uns hauptsächlich eine Lifestyle Entscheidung dar, so dass der finanzielle Aspekt sekundär ist. Ob es sich finanziell “gelohnt” hat, wird man wohl erst am Ende sehen.

      1. Danke für den Einblick.
        Wäre auch eine teilweise Beleihung des Depots möglich gewesen? Stehen gerade vor einer ähnlichen Situation. Depot auflösen möchte ich nicht, aber dennoch geringe Fremdkapitalzinsen. Dafür sollte man ja mindestens 20% Eigenkapital einbringen.

        1. Eine teilweise Beleihung war in unserem Fall nicht möglich, da wir unsere gesamte Liquidität für die Nebenkosten benötigt haben (allein über 30.000 € für den Makler) und quasi auf 0 € runter sind.
          Wenn man jedoch ein größeres Depot hat (und sich vor allem hohe unrealisierte Gewinne angehäuft haben) wäre das sicherlich eine erwähnenswerte Möglichkeit.
          Vor zwei Jahren gab es bereits ab 5% Eigenkapital sehr gut Angebote, so dass sich ein höherer Eigenkapitaleinsatz sich für uns nicht gerechnet hätte (Opportunitatskosten beachten). Ob sich allerdings mit immer weiter ansteigenden Immobilienpreisen auch die Anforderungen bzw. Zinsstaffelungen angepasst haben, ist mir nicht bekannt.

  3. Schönes Interview, mit nicht exorbitanten Gehältern. Man sieht also, dass es mehr Leute schaffen können, als man denkt.

    “Ihr Gehalt ist von der Stufe 9 auf Stufe 11 gestiegen, zusätzlich steigt man dort mit den Jahren die entsprechenden Stufen auf”

    Ich nehme an, Dustin meint eigentlich Entgeltgruppen im ersten Teilsatz.

    1. Hi JC83,

      vielen Dank für dein Feedback.

      Was man denkt hängt natürlich viel an den eigenen Glaubenssätzen. Auch die Anzahl der Leute, von denen man denkt, dass sie es schaffen können. Ich glaube, dass es nahezu jeder in Deutschland geborene schaffen kann, wenn er es wirklich will. Ab Durchschnittseinkommen mit etwas weniger, darunter mit etwas mehr Aufwand, da erst das Einkommen erhöht werden muss. Ich denke, dass es eher an dem wollen scheitert (jeder will Millionär sein, jedoch nur die wenigsten einer einer werden, bzw. wollen die meisten ja lieber nur eine Million ausgeben). Auch bei anderen Themen wie Ernährung oder Fitness scheitert es ja meist am wollen und nicht an den nicht vorhandenen Möglichkeiten. Anders ausgedrückt ist es halt einfach nicht für jeden erstrebenswert (genug) ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Bzw. sind die eigenen Ziele nicht automatisch auch die angestrebten Ziele der anderen.

      Das stimmt, im ersten Teil ist Entgeltgruppe gemeint.

  4. Auch von mir Glückwunsch zum erreichten! Ebenfalls positiv überrascht bin ich, dass sich mal jemand mit normalem Gehalt vorstellt.
    Meine Partnerin promoviert immer noch (VWL) und will anschließend in den öffentlichen Dienst (noch länger akademische Karriere würde uns wohl noch mehr Nerven kosten), d.h. sie hat bis jetzt (sie ist 31) kein Vermögen aufbauen können (bzw. wollen).

    Das bleibt aktuell noch komplett an mir hängen. Mit 58k€ verdiene ich zwar ebenfalls nicht die Welt, wir zahlen aber auch nur 620€ (warm) in zentraler Lage in Bonn.

    Zwecks Immobilie werden wir dann wohl ins Saarland oder RLP abwandern, weil familientaugliche Wohnungen / Häuser für uns schlicht unbezahlbar bleiben werden. 540.000€ ist für mich eine wahnsinnige Summe (meine Eltern haben ihr 240m²-Einfamilienhaus von 1995 in Top-Zustand vor 2 Jahren für 320k verkauft) , aber der Plan klingt ja gut durchdacht. Nochmal: Glückwunsch zur Zielstrebigkeit und dem – aus meiner Sicht – großen Erfolg!

    1. Hi Kevin,

      vielen Dank für deine Glückwünsche.

      In der Tat ist ein wichtiger Punkt, dass sich die Immobilienpreise in Deutschland regional deutlich stärker Unterscheiden als das Gehalt.

      Im öffentlichen Dienst wird deine Partnerin, egal wo ihr wohnt, nahezu das gleiche verdienen und Sie hat außerdem einen recht sicheren Arbeitsplatz.

      Wir haben uns damals keine wirklichen Gedanken dazu gemacht. Meine Frau hat sich einfach deutschlandweit beworben und ich bin hinterher gezogen. So sind wir dann im recht teuren Rhein-Main-Gebiet gelandet. Hier ist dann zwar die Chance höher, bzw. ist es einfacher, dass wir beide Arbeit finden, die mögliche upside (wenn man plant eine Immobilie zu erwerben) ist in anderen Regionen jedoch sicher höher. Es dauert halt schon wahnsinnig lange (falls man es überhaupt schafft) die 200.000 € bis 300.000 € (netto) Preisunterschied wieder hereinzuverdienen…

      1. Ist bei uns ähnlich mit Preisen in BaWü zum Kaufen, wobei bei uns noch 540k nur akzeptable Buden geben würden (bei DHHs und Häusern), bei Wohnungen wird es mit 5 Leuten schwer 😉 Wir haben eine Zeitlang in Bingen am Rhein gewohnt, war billig zu wohnen und habe mich jahrelang geärgert, von der Sonnenseite (Hessen), die 30-40 Minuten länger Sonne hatten abends, in den Schatten gezogen zu sein. Rein von den Mietpreisen war es aber sinnvoller, da billiger.

    2. Normales Gehalt ist gut 😉 ich Wohne in Bayern und habe ein Gehalt mit 51 Jahren von 35k! Habe es aber trotzdem in den letzten 26 Jahren mit Immobilien, sparen und einen sehr günstigen Lebensstiel (wohne in einer meiner Wohnungen) zu 1,5 Millionen Euro Vermögen geschafft. Wenn ich immer die Gehälter hier lese (bin schon seit Jahren treuer Leser) dann denke ich mir es ist eigentlich unmöglich nicht Vermögend zu werden mit dem Gehalt.

      1. Danke für Deinen Beitrag und herzlichen Glückwunsch zum aufgebauten Vermögen!

        Das sind natürlich super Voraussetzungen für ein Millionär Interview hier bei uns.
        Melde Dich doch bei mir und wir besprechen das. 😉

        Schönen Samstag

  5. Hi @dustin, danke für das gute Interview. Ich habe natürlich Fragen an dich: Ihr habt die Überlegungen, in die Heimat zurückzugehen. Sind diese motiviert, weil ihr gerne mehr Kontakt zu den Verwandten / Eltern / Oma / Opa fürs Kind haben wollt oder sind es eher “heimatlich” Gründe sich verbundener dort fühlen? Sorry ist ne private Frage, aber das interessiert mich. Uns geht es genau, dass wir aus Jobgründen weit weg von Verwandten sind, mehr auf uns gestellt sind / nach unseren Vorstellungen machen können. Gelegentlich ist es aber unpraktisch, die Kinder weniger los zu sein 😉 Wir nehmen ab und an Babysitting in Anspruch.
    Wie viel % arbeitet ihr gemeinsam und wie ist die Verteilung? Das hab ich nicht genau herauslesen können.
    Planst du irgendwann in ein größeres Unternehmen zu wechseln.

    Was mir besonders an dem Interview gefällt, dass du dieses Ziel verfolgst, in allen Bereichen Business, Finanzen, Sport, Bildung und Entspannung zu optimieren und dabei noch entspannt klingst. Glückwunsch zu eurem Weg, wir können uns ja hoffentlich bald wieder live austauschen 🙂

    1. Hi Natman,

      vielen Dank auch für dein Feedback.

      Die Idee in die Heimat (von einem von uns) zurückzugehen hatte mehrere Beweggründe. Der mit Abstand wichtigste war, dass es für uns sehr anstrengend und kräftezehrend war als unser Sohn klein war. Hier haben wir uns nach mehr Unterstützung durch die Familie gesehnt. Dieser Punkt hat sich mittlerweile gelegt, da wir seit 2 Jahren wieder mehr Schlaf bekommen und dadurch den Alltag deutlich besser händeln können. Zusätzlich haben wir seit Ende letzten Jahres einen Babysitter, so dass wir ca. einmal im Monat gemeinsam etwas ohne Kind unternehmen.

      Der zweite Grund waren die niedrigeren Immobilienpreise in der Heimat. Hier hatten wir uns ja “nur” eine Eigentumswohnung kaufen können und die Preise waren weiter gestiegen. Nachdem wir jedoch realisiert hatten, das auch hier der Kauf eines freistehenden Hauses mit Garten möglich ist (und wir es ja dann anschließend auch so umgesetzt haben) war auch dieser Punkt nicht mehr so ausschlaggebend.

      Heimatliche Gefühle haben praktisch keine Rolle gespielt, da ehemalige Freunde mittlerweile ebenfalls überall verstreut und wir hier auch gut angekommen sind.

      Wir arbeiten beide zu 100 %, also 39 bzw. 40 Stunden die Woche. Dabei arbeitet meine Frau von 6 bis 14 Uhr (+ teilweise Abends) und ich von 9 bis 16 Uhr (+ morgens/abends). Unser Sohn geht von 8:30 bis 14:30 Uhr in den Kindergarten. Ich mache ihn morgens fertig und bringe ihn hin und meine Frau holt ihn dann ab und kümmert sich nachmittags um ihn. Abends koche ich dann gemeinsam für uns Essen. Durch diese Einteilung ist es so, dass meine Frau mehr Zeit mit unserem Sohn verbringt und zusätzlich auch noch mehr im Haushalt macht. Meist gelingt es mir nicht das am Wochenende auszugleichen, so dass hier (wie bei dem klassischen Rollenbild) mehr Arbeit an meiner Frau hängen bleibt…

      Momentan ist es so, dass ich bei meiner jetzigen Arbeit berufliches und privates sehr gut verbinden kann und mir meine Arbeitszeit relativ gut gestalten kann. So hole ich ihn z.B. ab, wenn meine Frau nachmittags ein Meeting hat. Die Wegstrecke beträgt auch nur knapp 20 Minuten mit dem Fahrrad. Dies passt in unserer aktuellen Situation sehr gut und wiegt für mich auch Gehaltsnachteile auf.

      Wenn unser Sohn jedoch in die Schule kommt und auch eigenständiger durchs Leben geht (Papa ist dann uncool und es wird nur noch mit Freunden gespielt), dann kann ich mir jedoch sehr gut auch noch mal eine neue berufliche Herausforderung und einen Wechsel vorstellen.

      Schon in der Schule war es so, dass ich für mich das Min/Max-Prinzip entdeckt und mit möglichst wenig Aufwand ein maximales Ergebnis erreichen wollte. So habe ich bereits oft die Erfahrung gemacht, dass sich mit relativ wenig Aufwand schon gute Ergebnisse erzielen lassen (Pareto-Prinzip, 80/20 Regel). Dies Versuche ich auf viele Lebensbereiche anzuwenden und die 80 % des Erfolgs mit 20 % des Aufwands einzusacken und nicht allzu verbissen noch die letzten Prozente herauszuholen.

      Ich freue mich schon, dich bald wieder live zu treffen. Dann können wir das auch gerne noch ausführlicher besprechen. 🙂

  6. Klasse Interview @dustin, danke dafür. Echt beeindruckend, was ihr erreicht und aufgebaut habt. Die stressige Anfangszeit mit kleinem Kind ohne Eltern/Schwiegereltern in der Nähe mag ich mir gar nicht vorstellen, Respekt, dass ihr das gemeistert habt. Toll auch, dass ihr euer Ding macht, an eure Ziele und Pläne glaubt und euch nicht vom Weg abbringen lasst.

    1. Hi Siduva,
      vielen Dank für dein Feedback. Mit der Zeit ist das meiste vom Stress zum Glück schon wieder verdrängt, aber so haben wir immerhin gleich gemerkt, dass uns ein Kind reicht bzw. für uns genau richtig ist (vgl. Artikel the sweet spot von Mr. Money Mustache).

      1. Danke Dustin auch von mir noch einmal für das Interview!

        Als weitere Einzelmeinung haben wir zwei Kinder (13 und 10) und wenn ich mir die Zahl meiner Kinder (mit entsprechend kleinem Altersabstand) aus aktueller Sicht noch einmal aussuchen könnte, würde ich eher mehr als 2 als weniger wählen.

        Die ersten Jahre mit Nachwuchs sind oft hart, das kann ich nur bestätigen, und das besonders wenn sich beide Partner auch in anderen Bereichen selbstverwirklichen.

        Aber gerade nach den ersten Jahren wird die Zeit mit eigenen Kindern immer Erfüllender, wenn man nicht zu viel falsch macht und es ist eines der ganz wenigen Dinge im Leben, das immer bleibt und davon dann nach meiner Meinung noch einmal das wertvollste (der eigene Beruf inkl. der Arbeitskollegen gehört dagegen nicht dazu).

        Ich bin mittlerweile der Meinung, dass der Status nur ein Kind zu haben, für erwachsene Menschen der schlechteste von allen ist (ich bin selbst Einzelkind).

        Gründe: Man hat zwar mit einem Kind zu Beginn etwas weniger Arbeit aber dann die nächsten 15 Jahre auch weniger Familie und das Kind selbst macht diesbezüglich weniger Erfahrungen und hat als Erwachsener keine Geschwister. Trotzdem hat man als Eltern auch mit einem Kind so gut wie alle Einschränkungen, die ein Kind über fast zwei Dekaden mit sich bringt (schulische Gebundenheit, Partnerschaftliche Einschränkungen usw.).

        Das heißt, ich persönlich würde aus heutiger Sicht entweder für das Lebensmodell “keine Kinder” optieren (und dafür dann maximale Selbstverwirklichung als Mensch) oder für mindestens 2 und besser noch 3+ Kinder optieren (weil dadurch deutlich mehr Familie und auch Legacy bei nicht viel mehr Aufwand).

        Diese Meinung ist bei mir in den letzten Jahren immer stärker geworden.

        Wenn Du mich nach meiner Meinung vor 10 Jahre gefragt hättest (nach der Geburt des zweiten Kindes und dann die nächsten 3 Jahre) hätte ich Dir garantiert etwas anderes erzählt.
        😉

        Schönen Tag!

        1. Haha Maschinist krass. Also das mit 3+ Kindern erstaunt mich etwas. Ich muss schon sagen, dass es mit 3 Kindern deutlich anstrengender ist als mit 2 Kindern, zumindest die ersten 2 Jahre. Kann aber sein, dass sich dies etwas legt und die Kids können später gut miteinander spielen. Ich war lange nur für 2 Kinder, auch weil alles auf max. 2 Kinder ausgerichtet ist. Und ich früher aufs Wasser wollte bzgl Wassersport und Babies nicht schwimmen können. Bei nur einem war ich wegen der Einzelkind-Problematik dagegen. Mal sehen was die Zukunft bringt, laut Psychologen lässt man dem dritten Kind eh alles durchgehen um Ruhe zu haben ^^

        2. Als weitere Einzelmeinung: Ich habe zwei Kinder (5 und 2). Mit dem Alter liegen wir im Bekanntenkreis so etwa in der Mitte – einige haben bereits ältere, vereinzelt volljährige Kinder und einige sind gerade erst Eltern geworden.

          Das ist für mich eine interessante Perspektive – ich habe auf der einen Seite die völlig übernächtigten Eltern von Babies, die bei jeder Hautrötung verrückt werden und vor lauter Kind quasi abgemeldet sind. Und dann auf der anderen Seite Eltern, von denen ihre pubertierenden Kinder zeitweise nichts mehr wissen wollen.

          Während ich der ersten Gruppe locker abnehme, dass das Ganze zu Beginn ziemlich anstrengend ist (ich habe es ja gerade erst mitgemacht und das Schlimmste hinter mir), kommen mir die Sorgen der Eltern größerer Kinder dann schon abstrakter vor. Immerhin so abstrakt, dass diese Eltern locker in der Lage sind, eine Abend lang bei einer Flasche Wein über eben diese Sorgen zu sprechen. Ungestört.

          Es scheint geradezu so, dass etwa mit dem Schulbeginn des Jüngsten Kindes (oder später) eine Verklärung der Vergangenheit einsetzt – man hat es irgendwie überstanden, also kann es nicht so schlimm gewesen sein.

          Die Erinnerung malt mit goldener Feder… Man muss dabei im Hinterkopf behalten, dass es dabei auch einen kollektiven Survivorship-Bias gibt: Viele Beziehungen gehen unter der Belastung mit kleinen Kindern zu Ende.

          Mein Kopf hat den Bauch davon überzeugt, dass zwei Kinder genug sind. Mein Bauch sagt dem Kopf manchmal, dass es mit drei auch hätte schön sein können, aber das ist ja ein gutes Gefühl.

        3. Na, da verbreiten wir mal Hoffnung: “Durchhalten, alles wird Gut!”

          Wir werden Grosseltern und freuen uns schon wie Bolle!

          Da muss es mit der Selbstverliebtlichung schon optimal laufen, um das zu toppen 😉

          LG Joerg

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