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Diskussion Energie im Haus - Heizmöglichkeiten & Verbrauch

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Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Dieser Thread entstand aus einer Diskussion im Tagebuch von Dustin Investmentreise

 

Er schrieb:

"...Um die gestiegenen Energiekosten wenigstens etwas abzufedern, haben wir außerdem in eine Balkon-Solaranlage investiert, welche voraussichtlich Ende des Jahres geliefert werden wird.

Unser Strompreis ist zwar noch für 2 Jahre fest und mit 40 Cent/kWh relativ “günstig”, aber die Tendenz zeigt ja ganz klar zu noch höheren Preisen (gerade mal geschaut: der zweitgünstigste Anbieter für Neuverträge ist schon bei 60 Cent/kWh Angekommen…).

Solar auf dem Dach haben wir auch überlegt, jedoch auf Grund des noch geringen Eigenverbrauchs erstmal nach hinten geschoben.

Masterplan ist in 8 Jahren, bei der Anschlussfinanzierung, die Kreditsumme fürs Haus aufzustocken und einige Modernisierungen durchzuführen: Austausch der Ölheizung gegen Wärmepumpe, Solar aufs Dach, E-Auto mit bidirektionalem Laden als Speicher.

Ob alles noch so lange durchhält und nicht auch noch mehr dazu kommt (neues Dach? neue Küche?...) wird man natürlich erst später sehen, aber zumindest haben wir jetzt schon mal einen Fahrplan."

 

Antworten darauf nachfolgend.

Vielen Dank für die Diskussion an alle Teilnehmer!

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 18. August 2022 18:30
Natman mag das
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber
Veröffentlicht von: @dustin

Austausch der Ölheizung gegen Wärmepumpe

Ich kann es nur wieder wie bei Nero schreiben:

Hast du im Blick was ihr im Jahr an Öl verbraucht? Damit eine Wärmepumpe Sinn macht sollte das Haus sehr gut isoliert sein.

Was die Solaranlage angeht sieht es bei uns genauso aus wie bei euch: Unser Eigenverbrauch ist so gering und der Strompreis noch zu billig als dass es sich rechnen würde eine große Anlage aufs Dach zu bauen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 08:39
Nero mag das
Dustin
(@dustin)
Verdienter Freiheitskämpfer

@robi

Vielen Dank für deine Anmerkung.
Die Wärmepumpe sollte schon passen. In 8 Jahren tut sich ja technisch eventuell noch einiges...

Baujahr: 1981
beheizte Wohnfläche: 262 m²
Dämmung: 8 cm EPS aus Baujahr
Fenster: 3fach verglast aus 2016
Fußbodenheizung aus Baujahr (somit niedrige Vorlauftemperatur möglich)

Wir verbrauchen ca. 2100 Liter Öl pro Jahr (erst für 2 Jahre Daten vorhanden, bei strengerem Winter vermutlich etwas mehr). Unsere Heizung ist aus 2005 und noch keine Brennwertheizung.

Geschätzter Energiebedarf ca. 21.000 kWh im Jahr (davon 1/3 bis 1/2 auf Einliegerwohnung entfallend und somit umlegbar).

Bei einer Jahresarbeitszahl von 3 (Luft-Wasser-Wärmepumpe als Splitgerät) entspricht das 7.000 kWh Strombedarf. Jetzt kommt es natürlich auf die Entwicklung der Strompreise an. Ohne Eigenproduktion durch Solar (und ohne Betrachtung der Investitionskosten) wären die Heizkosten dann bei 40 Cent/kWh Strom und 133 €/1000 l Heizöl identisch, was in etwa den aktuellen Preisen entspricht.

Großartig sparen werden wir dadurch nicht, bzw. wahrscheinlich sogar etwas mehr zahlen müssen. Aber ein gewisser Anteil regenerativer Energien ist ja vorgeschrieben...
Gas oder Pellets sind bei uns leider nicht möglich, so dass im Prinzip nur die Wärmepumpe übrig bleibt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 08:55
Nero mag das
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber

Wir haben ja einen Brennwertkessel nachgerüstet (der alte Brenner war ca. 26 Jahre alt und die Abgasanforderungen nicht mehr geschafft), hat den Öl-Verbrauch nicht deutlich verringert. Geht in den Schwankungen der Winter unter...

Mit 2100l steht ihr bei der Wohnfläche nicht schlecht da, wir brauchen etwa 3300l bei 240qm. Energetisch nachteilig bei unserem Haus ist, dass die Einliegerwohnung praktisch komplett frei steht und somit die Aussenwandfläche sehr groß ist. Die Fenster müssen bei uns an in den nächsten Jahren erneuert werden, Zusätzliche Fassadendämmung haben wir nicht.

Die Arbeitszahl mit der du rechnest ist mMn zu hoch angesetzt. Ein Kollege von mir hat vor zwei Jahren neu gebaut, KFW Standard dass er gerade so noch die Förderung bekommen hat. Er braucht bei 240qm über 8000kWh zum Heizen (inkl. Warmwasser).

Veröffentlicht von: @dustin

Großartig sparen werden wir dadurch nicht, bzw. wahrscheinlich sogar etwas mehr zahlen müssen. Aber ein gewisser Anteil regenerativer Energien ist ja vorgeschrieben...
Gas oder Pellets sind bei uns leider nicht möglich, so dass im Prinzip nur die Wärmepumpe übrig bleibt.

Wie sieht es mit einem Kachelofen mit Wassertasche aus, oder Solarthermie? Solarthermie bringt bei uns schon einiges, besonders wenn die Platten für Herbst und Frühjahr optimiert stehen. Im Sommer bekommt man eh mehr als genug Wärme...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 09:17
Dustin mag das
Dustin
(@dustin)
Verdienter Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @robi

Die Arbeitszahl mit der du rechnest ist mMn zu hoch angesetzt. Ein Kollege von mir hat vor zwei Jahren neu gebaut, KFW Standard dass er gerade so noch die Förderung bekommen hat. Er braucht bei 240qm über 8000kWh zum Heizen (inkl. Warmwasser)

Es könnte auch sein, dass er einfach einen hohen Verbrauch hat.
In unser vorigen Eigentumswohnung (Neubau 2014) hat es eine der 14 Parteien geschafft, die dreifachen Energie von uns zu verbrauchen... I Dont Know
Die meisten anderen lagen bei 1,5 bis zweifachem Verbrauch pro Fläche.
Zusätzlich zum Gesamtenergieverbrauch müsste ihm allerdings bei der Wärmepumpe auch die reale Jahresarbeitszahl angezeigt werden. Die würde mich tatsächlich interessieren. Ich habe zwar schon zwei online-Rechner genutzt (da kam halt etwas knapp über 3 raus), aber so richtig überzeugt von deren Richtigkeit bin ich noch nicht...

Veröffentlicht von: @robi

Kachelofen mit Wassertasche

Kamin ist vorhanden, allerdings nicht in Benutzung und abgemeldet. Fällt leider wegen Asthma und Feinstaub raus.

Veröffentlicht von: @robi

Solarthermie bringt bei uns schon einiges

Da habe ich mich auch informiert, kann mich allerdings nicht so wirklich überzeugen. (Vielleicht habe ich da auch einen Denkfehler, bin daher also für neue Denkanstöße offen).

Solarthermie für Warmwasser ist zwar relativ platzsparend. Die Investitionskosten bekommen wir aber nicht wieder rein, weil unser Warmwasserverbrauch sehr niedrig ist. Warmwasser verbrauchen wir 8 m³ pro Jahr (Einliegerwohnung ca. 20-30 m³), laut Verbraucherzentrale rechnet es sich es erst ab 40 m³. So dass, wenn überhaupt, nur der Mieter was davon hätte.

Solarthermie für die Heizung hat einen deutlich höheren Flächenverbrauch und ist über ein halbes Jahr, wenn die meiste Sonne scheint, komplett nutzlos.

Solarthermie konkurriert halt mit der Photovoltaik um die Dachfläche und da sehe ich bei Photovoltaik einfach den größeren Nutzen (Eigenverbrauch decken/reduzieren, E-Auto laden, Warmwasser und Heizung in der Übergangszeit + Sommer auch über Wärmepumpe und eigene Stromerzeugung kostenfrei abbildbar, Überschuss im Sommer kann verkauft werden).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 12:14
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber

@dustin Wir nutzen Solarthermie (wie auch Ölbrenner und Kachelofen mit Wassertasche) um unseren 1000l Pufferspeicher zu erwärmen. Mit dem Pufferspeicher wird dann das Warmwasser sowie die Fußbodenheizung betrieben. Es ist ein Schichtwärmespeicher, oben heißer für Warmwasser unten kühler für die Fußbodenheizung.

Jetzt im Sommer, wenn es paar Tage richtig runter brennt ist der ganze Speicher auf 80°C.

Im Frühling/Herbst, wenn die Sonne weniger bringt heizt der Ölbrenner den oberen Teil auf 65°C, der untere Teil wird von der Sonne auf über 30°C erwärmt für die Fußbodenheizung.

EDIT: Wir haben 4 Elemente à 2qm Meter auf dem Dach.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 12:40
Dustin und Ste Fan mögen das
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber

Für die Voll- bzw. Teileinspeisung sollen demnächst neue Preise verabschiedet werden.

Dazu stand was in der August Finanztest wenn ich mich recht erinnere. Schau dir den Artikel mal an falls du die Möglichkeit hast.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 12:46
Natman mag das
Ste Fan
(@ste-fan)
Verdienter Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @robi

Jetzt im Sommer, wenn es paar Tage richtig runter brennt ist der ganze Speicher auf 80°C.

Im Frühling/Herbst, wenn die Sonne weniger bringt heizt der Ölbrenner den oberen Teil auf 65°C, der untere Teil wird von der Sonne auf über 30°C erwärmt für die Fußbodenheizung.

Wobei ueber die Gesamtlebenszeit die Solarthermie auch einige Zusatzkosten verursachen kann..Pumpen, Probleme wegen Druck/Hitzebelastung und wenn der Pufferspeicher heiss ist und man keinen Pool hat wars das auch..

Eine Alternative waere bei sowas auch alles ueber die PV-Anlage laufen zu lassen, bzw ein paar PV Elemente mehr anstelle der ST Elemente. Viele Pufferspeicher haben die Option ein elektrisches Heizelement anschliessen zu koennen.
Dies von der PV Anlage versorgen lassen und wenn der Pufferspeicher aufgeheizt ist dann kann man alles auf B-Speicher/Auto/Einspeisung, etc umschalten..

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 12:52
Dustin mag das
ziola
(@ziola)
Aktiver Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @dustin

Solarthermie bringt bei uns schon einiges

Da habe ich mich auch informiert, kann mich allerdings nicht so wirklich überzeugen. (Vielleicht habe ich da auch einen Denkfehler, bin daher also für neue Denkanstöße offen).

Solarthermie für Warmwasser ist zwar relativ platzsparend. Die Investitionskosten bekommen wir aber nicht wieder rein, weil unser Warmwasserverbrauch sehr niedrig ist. Warmwasser verbrauchen wir 8 m³ pro Jahr (Einliegerwohnung ca. 20-30 m³), laut Verbraucherzentrale rechnet es sich es erst ab 40 m³. So dass, wenn überhaupt, nur der Mieter was davon hätte.

Solarthermie für die Heizung hat einen deutlich höheren Flächenverbrauch und ist über ein halbes Jahr, wenn die meiste Sonne scheint, komplett nutzlos.

Solarthermie konkurriert halt mit der Photovoltaik um die Dachfläche und da sehe ich bei Photovoltaik einfach den größeren Nutzen (Eigenverbrauch decken/reduzieren, E-Auto laden, Warmwasser und Heizung in der Übergangszeit + Sommer auch über Wärmepumpe und eigene Stromerzeugung kostenfrei abbildbar, Überschuss im Sommer kann verkauft werden).

Hi,

bei einer Fußbodenheizung bietet sich die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik gut an. Bedenke aber, dass zwischen November-März bringt die PV etwa 10-20% der Nenleistung.

Zu deiner JAZ der WP - 3 ist sehr konservativ. Wenn die WP modern ist, Haus gut isoliert, dann kannst du die Heizkurve im Bereich 25-30°C fahren - dies spiegelt sich schnell in sehr guten JAZ-Werten ab. Hier empfehle ich auch die Haustechnikdialog-Forum.

Zu der Solarthermie - wie du schon selbst vermutest - finanziel ist es sehr grenzlagig und meistens nur dann wirtschaftlich, wenn du die Montage selbst machen kannst. Dazu ist auch Regelung und Anschluss wesentlich komplizierter als im Fall der PV. Nachteilig ist der Überschuss an Wärme im Sommer - man kann die Solarthermie nicht einfach ausschalten... Die Wärme muss irgendwo hin.

Bei einem Neubau wurde ich auch auf den ganzen Wasserheizkreis verzichten und die komplette Heizung über WP+Klimageräte (evtl. als Wandgeräte) realisieren.

Gruss

ziola

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 13:00
Dustin mag das
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber
Veröffentlicht von: @ste-fan

und wenn der Pufferspeicher heiss ist und man keinen Pool hat wars das auch..

Dafür gibt es eine einfache Lösung: Einfach die Module mit einem weißen Laken abdecken. Musst ich bis jetzt zwar noch nicht machen, habe ich aber schon öfter gesehen bei uns.

Wenn die richtige Pumpe eingebaut ist, macht die auch keine Probleme, die können die Temperaturen ab.

Wir hatten vor zwei Jahren Probleme mit den Schläuchen am Dach. Bei älteren Anlagen wie unserer wurde hier mit Silikonschläuchen gearbeitet die dann altern. Mittlerweile wird das aber alles fest Verrohrt wie mir der Installateur erzählt hat.

Bei den anderen Punkten stimme ich dir voll zu. Vermutlich ist es mittlerweile sinnvoller sich eine übergroße PV Anlage aufs Dach zu bauen und den Stromüberschuss, den man nicht ins Auto oder den eigenen Akku laden kann, per Tauchsieder in den Pufferspeicher zu speisen.

In dem Finanztest Artikel kamen sie zu gewissen Grenzen, ab denen sie eher kompletten Eigenverbrauch empfohlen haben als teileinzuspeisen. Hatte mir das Heft nur von einem Kollegen ausgeliehen, deswegen kann ich es nicht genau wiedergeben.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 13:09
Dustin mag das
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber
Veröffentlicht von: @ziola

Bei einem Neubau wurde ich auch auf den ganzen Wasserheizkreis verzichten und die komplette Heizung über WP+Klimageräte (evtl. als Wandgeräte) realisieren.

Meinst du damit unter jedes Waschbecken einen kleinen WW-Boiler oder dass du keine Fußbodenheizung mit Wasser als Wärmetransportmedium einbauen würdest?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 13:12
ziola
(@ziola)
Aktiver Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @robi
Veröffentlicht von: @ziola

Bei einem Neubau wurde ich auch auf den ganzen Wasserheizkreis verzichten und die komplette Heizung über WP+Klimageräte (evtl. als Wandgeräte) realisieren.

Meinst du damit unter jedes Waschbecken einen kleinen WW-Boiler oder dass du keine Fußbodenheizung mit Wasser als Wärmetransportmedium einbauen würdest?

Ich wurde auf eine wasserführende Heizung verzichten und diese mittels Multisplitklimaanlagen ersetzen. Ggf. kann man es mit Lüftungsanlage kombinieren - falls man keine Wandgeräte sehen möchte.

Hinsichtlich Trinkwasseraufbereitung:

- in der Küche wird das Warmwasser immer seltener gebraucht - jede hat eine Spüllmaschiene. Ich brauche es eigentlich nur für Küchenmesser und Pfannen. Hier könnte ich mit einem 5l Speicher super klar kommen.

- im Bad wurde ich einen Durchlauferhitzer installieren. Es ist preiswert, es sichert dich gegen Bakterienwachstum in Trinkwasserspeicher und hat keine Wärmeverluste, wie ein Wasserspeicher. Momentan habe ich WP + Trinkwasserstation.

- hast du ein Gäste-WC - meistens kommst du auch mit Kaltwasser klar. Sonst 5l Speicher.

Wenn man die konventionelle Anlagenkosten für die Warmwasseraufbereitung mit z.B. Wärmepumpe mit meinem o.g. "Entwurf" vergleicht, wird sich die "komplexere" Anlage einfach nicht rechnen. Möchte man aber den Warmwasser-Komfort überall haben, dann ist es einfach ein Luxus - da sind die Kosten nicht relevant.

Btw. Spaßeshalber plane ich für mich ein 60-80m2 Haus mit weitestgehender Autarkie - war mal eine Business-Idee... jetzt mache ich es als Hobby... und evtl. Ziel als Rentner.

Sonst o.g. Ideen basieren an div. Überlegungen und Erfahrungen. Meine jetzige komplette Heizung und Trinkwasseraufbereitung habe ich selbst entworfen und aufgebaut. Dazu kam noch Solarthermie (ist schon weg) und einige PV-Anlagen.

gruss

ziola

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 17. August 2022 13:50
Yakari, Dustin und Robi mögen das
Vossi78
(@vossi78)
Verdienter Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @robi

Bei den anderen Punkten stimme ich dir voll zu. Vermutlich ist es mittlerweile sinnvoller sich eine übergroße PV Anlage aufs Dach zu bauen und den Stromüberschuss, den man nicht ins Auto oder den eigenen Akku laden kann, per Tauchsieder in den Pufferspeicher zu speisen.

 

Wir haben uns 2020 eine Solaranlage mit Batteriespeicher installieren lassen. Der Batteriehersteller ist gleichzeitig unser Stromanbieter. Das hat in dem Fall zwei Vorteile:

  1. Wir zahlen auf den Reststrom, den man sonst irgendwo kaufen muss keine Grundgebühr. Diese ist bei geringen Abnahmen teurer als wenn man seinen gesamten Bedarf einkauft.
  2. Wir treten unsere EEG Vergütung (ca. 9 Cent/kWh) ab und bekommen dafür im Verhältnis 3:1 Freistrom (ca 25 Cent/kWh) für jede eingespeiste Kilowattstunde. Damit decken wir dann unseren Strombedarf im Winter, wenn die Solaranlage nicht genug produziert und der Speicher leer ist

Eine Brauchwasserwärmepumpe haben wir uns letztes Jahr angeschafft. Diese heizt das Wasser mit dem vom Dach kommenden Strom. Fußbodenheizung läuft leider über Gas und verbraucht sehr viel. Da habe ich im Frühjahr schon angefangen den Verbrauch zu optimieren. Das geht diesen Herbst weiter.

Zusätzlich haben wir uns jetzt drei Infrarotheizkörper zugelegt, mit denen wir hoffentlich die Heizung später an und früher wieder aus machen können.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. August 2022 10:16
Dustin und Robi mögen das
Robi
 Robi
(@robi)
Freiheitskämpfer Silber

@vossi78 Was hat das ganze (inkl. Einbau) gekostet?

Wie groß ist der Akku und die Anlage auf dem Dach?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. August 2022 10:28
Vossi78
(@vossi78)
Verdienter Freiheitskämpfer

@robi 

Die Anlage hat 9,9 kWp (30 Module), das war das maximale was man machen konnte ohne in die nächste Stufe der EEG Umlage zu rutschen und dadurch weniger zu bekommen. Die Speicher hat 11 kWh.

Gekostet hat das Ganze zusammen abzüglich Förderung vor Anlage und Batterie 15k oder 17k. Habe ich nicht mehr genau im Kopf.

Mit dem ungenutzten Freistrom und der Prämie zur Netzstabilisierung haben wir letztes Jahr sogar noch 300 Euro raus bekommen, ohne auch nur einen Cent für Strom zu zahlen. 

Wirklich rechnen tut sich das aber erst, wenn jetzt die Strompreise steigen. Vorher war auch ein wenig Idealismus dabei. Und mit der App kann man jederzeit verfolgen wie die Produktion, der Verbrauch und wohin der Strom fließt (Netz oder Batterie, rein oder raus). Das hat schon dazu geführt, dass wir unser Verhalten bei Waschmaschine und Geschirrspüler umgestellt haben 🤣 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. August 2022 12:32
Yakari und Natman mögen das
Vossi78
(@vossi78)
Verdienter Freiheitskämpfer

@robi 

Nachtrag:

so sah der bisher beste Tag aus. Da haben wir, um nicht in die Abriegelung zu laufen, noch das eAuto vom Nachbarn laden lassen.

Datei 18.08.22, 12 33 48

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. August 2022 12:35
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