sehr interessant! Danke dir für den Einblick.
Die bestellten /getesteten Produkte darfst du dann behalten, und musst deren Wert versteuern, richtig ? In dem Fall ist die Auswahl wirklich unglaublich wichtig, sonst hast du im Nullkommanix die Bude voll Kram.
Ja, du darfst nicht nur alles behalten, sondern nach 6 Monaten offiziell auch verkaufen. Also entweder kleinanzeigen oder Flohmarkt, vor allem wenn man im Gold-Modus vielleicht "wertigere" Artikel bekommt, die man aber trotzdem nicht braucht. Manchmal teste ich auch 2-3 gleiche Sachen und würde dann den besten behalten.
Aktuell besonders praktisch, statte ich mich mit neuer Unterwäsche und T-Shirts aus, das sind jedes Mal 20-40 Eur, die man sowieso ausgegeben hätte und so sag ich mal einen geschätzten Rabatt von 60-80% bekommt.
Mir hierzu diese Artikel wieder in den Sinn gekommen, den ich vor einiger Zeit mal gelesen hatte:
https://www.mrmoneymustache.com/2025/10/06/amazon-vine-ruins-retirement/
@der-autodidakt Der Artikel ist richtig gut, Danke für den Link!
Bin gespannt, welches Fazit @john-smith zum Jahresende ziehen wird. Ich nehme mir vor, danach zu fragen! 😉
Ein magischer Moment, beim monatlichen Saldoabruf wurden zum ersten Mal die 6-stellige 100.000 auf der "Haben" Seite überschritten, davon aktuell über 90K in ETFs
Gerade geht es Schlag auf Schlag - nach dem Dämpfer im Iran waren die letzten 2 Monate sehr großzügig. Am Jahresbeginn sagte der Finanzplan 87K Haben in ETFs mit Prognose 102K zum Jahresbeginn '27 - heute wurden 100K nur in ETFs geknackt. Das Vermögen in ETFs wird sich auch in diesem Jahr vermutlich noch min. verdoppeln aus einem nicht so schönen Grund zu Beginn des Jahres, That's Life!
Wann reicht es?
Ja, es gibt schon einige Themen dazu, aber gerade die aktuelle Entwicklung an der Börse und die anstehende Erbschaft, bewegen mich dazu zu rechnen.
Wieviel braucht man wirklich, was darf ich nicht übersehen?
Ein paar Grundgedanken zur Prüfung:
Wenn ich von 4-5% Wachstum an der Börse ausgehe ist das angesichts der historischen Daten Netto, Stand wie heute - weil ja vom langfristigen Bruttodurchschnitt (~9% US) schon Inflation und Steuern abgezogen sind? Richtig?
Ich muss also in den Wachstumsrechnern keine Freibeträge, Steuern o.ä angeben`
Sicher kann ich ca 3% des Vermögens entnehmen, super sicher 2,5% - 4+% eher nur zur Übergangszeit?
Angenommen ich würde von meinem Vermögen in den ersten Jahren den gedachten Zuwachs von 5% pro Jahr entnehmen bis die Rente einkickt, sollte sich die Höhe ja theoretisch nicht ändern (jaja, schlechte Jahre etc sind bewusst)
Wenn diese 5% jetzt 48.000 Eur p.A. sind, habe ich die lt. meiner Definiton ja schon versteuert? oder etwa nicht?
Welche weiteren Abgaben erwarten mich noch von den 4000,- / Monat, die ich sonst nicht vom Netto bezahlten muss?
- Krankenkasse (bislang immer Ges., aktuell freiwillig)
- ???
Die 4000 Euro sind ja wie heutige 4000,- Eur anzusehen, weil wir die Inflation schon in der Gewinnprognose ausklammern?
Die 4000,- entsprechen ungefähr dem aktuell verfügbaren, aber davon wird ja noch Haus und Investition bezahlt.
Da hier ja jeder etwas andere Zielsummen im Kopf hat ist die Frage für mich - reicht 1 Million?, komme ich mit 800K schon hin? Aktuell sind keine Kinder vorhanden und es sieht auch aktuell nicht danach aus, dass sich das ändert - ich will zwar nicht auf eine Altersgrenze rechnen, aber muss auch nicht mehrere Millionen an die Verwandschaft vererben...
Das Haus ist dann bezahlt und es ginge ja dann nur noch darum, wann man die Rente aktiviert (läuft die Börse schlecht eher mit 63, wenns gut läuft eher auf weniger Abzüge warten)
Hab ich was übersehen?
Ich verstehe deine Rechnung mit der Steuer irgendwie nicht. Wenn du 5% entnimmst pro Jahr, dann musst du jeweils den Gewinn der auf deiner Entnahme liegt versteuern (je nach Gusto der dann amtierenden Regierung). Aktuell FiFo-Prinzip mit KapESt+Soli oder ESt wenn günstiger.
Bitte korrigiert mich, aber nach meinem Wissen, will die GKV bei freiwillig Versicherten, auch ihren 20% Schnapper haben..
Ich verstehe deine Rechnung mit der Steuer irgendwie nicht. Wenn du 5% entnimmst pro Jahr, dann musst du jeweils den Gewinn der auf deiner Entnahme liegt versteuern (je nach Gusto der dann amtierenden Regierung). Aktuell FiFo-Prinzip mit KapESt+Soli oder ESt wenn günstiger.
Also, nach meinem Verständnis:
9% Bruttowachstum historisch US - ~2%Steuern - ~2%Inflation = 5% Nettowachstum ? D.h. für mich, de facto entnimmt man natürlich nominell mehr, davon werden Steuern bezahlt und über bleiben ~5%? Ganz falsch?
Bitte korrigiert mich, aber nach meinem Wissen, will die GKV bei freiwillig Versicherten, auch ihren 20% Schnapper haben..
Was genau meinst du? Zahle ich nicht einfach weiter meinen Beitrag "komplett"? Aktuell bekomme ich ja auch in meiner Abrechnung ca 500 mehr Netto und dann wird darunter ziemlich genau 1000 Eur für freiwillige KV abgerechnet
@john-smith meines Wissens, ist das bei freiwillig versicherten etwas anders..
Ich bin auch PKV
Schau dich mal beim Privatier um: https://der-privatier.com/
Also, nach meinem Verständnis:
9% Bruttowachstum historisch US - ~2%Steuern - ~2%Inflation = 5% Nettowachstum ? D.h. für mich, de facto entnimmt man natürlich nominell mehr, davon werden Steuern bezahlt und über bleiben ~5%? Ganz falsch?
Hm, also so wie ich das verstehe geht deine Berechnung davon aus, dass du jeweils den Zuwachs pro Jahr im gleichen Jahr wieder entnimmst. Also du hast eine Nach-Steuer-Rendite von 5% in einem Jahr auf dein Kapital und dann entnimmst du diese 5% am Jahresende. Aber so wird es in der Realität ja nicht sein. Denn das was du damit ausrechnest wäre ja folgendes Szenario:
Du hast beispielsweise auf einen Streich 1 Mio Euro zur Verfügung und die legst du jetzt mit einer Nach-Steuer-Rendite von 5% an und lebst fortan als Privater indem du jedes Jahr die 5% verkonsumierst.
Aber dein Szenario wird doch ein anderes sein:
Du investierst regelmäßig über Dekaden und gehst dabei von der ~9% Marktrendite aus. Dann hast du irgendwann einen Depotwert von 1 Mio. Von der 1 Mio sind dann aber ein Großteil Gewinne, die bei Entnahme versteuert werden müssen. Gemäß FiFo-Prinzip werden immer die ältesten Anteile (auf denen natürlich der größte Gewinn liegt) zu erst verkauft. Nach aktuellem Stand wären das dann die 25% KapESt + Soli auf den Gewinnanteil bzw. knapp 19% wenn es sich um ETFs handelt (wegen Teilfreistellung). Oder eben via deinem persönlichen Einkommensteuersatz, wenn das günstiger ist.
Das jetzt (näherungsweise) auszurechnen bzw. zu modellieren ist keine triviale Aufgabe. Du musst halt den Gewinnanteil in deinem Depot in der Entnahmephase irgendwie schätzen (verschiedene Szenarien durchspielen). Und darauf basierend kannst du dann Steuersimulationen durchspielen.
Hi @john-smith.
Grundsätzlich sind bei den Entnahmeraten keine Steuern dabei, sondern die Werte (3 - bis 5%) sind deshalb so niedrig, damit Du die Phasen der crashenden Börsen damit überstehst.
Die letzten 17 Jahre kennen die Menschen gar keine echten Bärenmärkte mehr.
Die reale Rendite des US Aktienmarktes war von 2000 bis 2013 z.B. Null und von 1966 bis 1982 war sie real nach Inflation sogar leicht negativ. Das heißt nix mit 9% Bruttorendite sondern teilweise noch nicht mal den Inflationsausgleich.
Nach dieser extrem langen Bullenmarktphase wie wir sie aktuell haben, ist niemand mehr daran gewöhnt, dass das eigene Depot jahrelang auch mal 30% real im Minus steht. Das wird aber wieder passieren und jetzt nach dem langen Sonnenschein ist das Risiko dafür natürlich deutlich höher als nach einem Chrash.
Das heißt, rechne z.B. mit 4% Entnahme und ziehe davon dann Deine Steuern und Krankenversicherung ab.
- 3% Entnahme ist historisch noch nie gescheitert
- 4% ist zu ca. 5% der 30 Jahreszeiträume gescheitert (aktuell ist das Risiko deutlich höher, da hohe Börsenbewertung).
- 5% Entnahmerate ist eigentlich nur für max 20 Jahre Zeiträume und auch dort sollte man flexibel sein.
Gerade bei den höheren Entnahmeraten muss man flexibel sein. Das heißt nach einem Crash muss man finanziell in der Lage sein, nur wenig zu entnehmen, weil die Anteile dann kostbar sind.
Schönen Tag
Keiner kennt die zukünftigen Renditen. Es ist unmöglich, Entnahmen auf die Renditen der Vergangenheit zu berechnen. Der NASDAQ hat 15 Jahre gebraucht, um sich von einem Bärenmarkt zu erholen. Dabei war er zeitweise bei -78 %. Wenn du in dieser Zeit zusätzliche Entnahmen hast, sieht es real viel schlimmer aus.
Renditen von 9% pro Jahr gibt es praktisch nicht. Es sind Mal -20%, +5%, +15%, -12%. Du hast dadurch ein Rendite-Reinfolgerisiko. Zudem hast du Entnahmen.
Freiwillig in der GKV bedeutet: Du musst deine kompletten Einnahmen als Einkommen benennen. Das bedeutet auch Zinsen, Dividenden, Aktienverkäufe usw.
Was würde ich tun wenn ich das vor hätte.
Mindestens 100.000 € (Sicherheitstopf), aktuell sogar lieber 200.000 €, nicht in Aktien oder Anleihen anlegen, sondern z. B. in Tageszins (aktuell 4 %). Dadurch kannst du sicher mehrere Jahre leben, ohne Aktien verkaufen zu müssen.
Du musst dann in Allzeithoch-Phasen deinen Sicherheitstopf voll machen, damit du in Krisen nicht verkaufen musst.
Die höhe deiner Aktienseite (5% Rendite) kannst du anhand deiner Ausgabenbedarf einfach selbst berechnen.
Zusätzlich würde ich eine Vereinbarung mit meinem Arbeitgeber treffen, bei der ein Sabbatical-Vertrag vereinbart wird. Zum Beispiel: 10 Jahre Zeitraum, 5 Jahre Arbeit, 5 Jahre frei und in den 10 Jahren nur 50 % Gehalt. Dadurch hättest du einen Lohnsteuer und GKV Vorteil.
DIE with Zero (Buch), wenn du bis dahin keine Kinder haben solltest, kannst du viel radikaler Vorgehen
Ich habe hier mal ein Model gebaut mit dem man diesbezüglich etwas rumspielen kann:
https://drive.google.com/uc?export=download&id=1tcvrcxN9EWAlRnJ_DiTRqKEhYH3HbEuP
Ist ne HTML Datei, einfach im Browser öffnen. Features:
- Voll-Simulation Anspar- und Entnahmephase mit FiFo-Lot-Tracking pro Monatskauf
- Abgeltungssteuer, Soli (inkl. Freigrenze/Milderungszone), Sparerpauschbetrag, Teilfreistellung, optional Kirchensteuer, Ehegattensplitting
- Günstigerprüfung automatisch pro Jahr
- Vorabpauschale für ETFs inkl. Anrechnung auf späteren Verkaufsgewinn
- GKV/PV-Modell für die Rente: KVdR, Freiwillig gesetzlich oder Privat, mit BBG-Cap und Sonderausgabenabzug
- Rente + Sonstige Einkünfte als separate Einkunftsquellen mit Startjahr und Dynamik
- Advanced-Modus: SORR-Stresstests, Monte Carlo (Erfolgsquote + Perzentile), historische MSCI-World-Sequenzen 1970–2024
Das ist am Ende aber alles Glaskugel-Lesen. Niemand kennt die Zukunft.

