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Nachdem man die finanzielle Freiheit erreicht hat...  

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Tobias
(@tobias)
New Member

Auch diese Frage hab ich mir schon öfters gestellt. Ich bin jetzt 35 Jahre alt und habe ein Kapital (besteht hauptsächlich aus Aktienvermögen, sowohl Einzelaktien, sowie ETFs) von etwas über 150.000€ aufgebaut. Das daraus resultierende passive Einkommen beläuft sich netto auf etwas über 4000€ im Jahr. Hinzu kommt von meinem Beruf ein jöhrliches Netto-Einkommen von ca. 28.000€. 12.000€ versuche ich jährlich zu sparen (bzw. in die ETFs einzuzahlen). Diese Summe wird wegen eines etwas größeren Urlaubs im nächsten Jahr wohl nicht erreicht und "nur" 7.000-8.000€ betragen. 

Somit ergibt sich für mich eine sehr vereinfachte Rechnung. Bei einem heutigen passiven Einkommen von 20.000€/Jahr hätte ich die finanzielle Unabhängigkeit erreicht. Fakt ist natürlich auch: Mit einem passiven monatlichen Netto-Einkommen von etwa 1.600€/Monat könnte ich wohl nicht die Welt bereisen. Finanzielle Freiheit würde ich wohl erst ab etwa 2.500€/Monat erreichen (nach heutigem Wert, ohne Berücksichtigung der Inflation etc.).

Die Frage, die sich mir nun stellt: Was, wenn ich das wirklich erreiche? Was mache ich dann mit der ganzen Zeit? Fakt ist: Für Geld müsste ich dann nicht mehr arbeiten. Aber den ganzen Tag nur faul auf der Couch rumliegen wird auch irgendwann langweilig, außerdem wird man dabei dick. Das ganze Jahr auf Kreuzfahrt gehen wird auch irgendwann zu viel werden, außerdem besteht das Risiko das man seekrank wird und sowas gar nicht so lange aushält.

Was würdet ihr also mit eurer ganzen Zeit dann anstellen? Sich ehrenamtlich engagieren? Trotzdem weiter für Geld arbeiten, evtl. eine Stelle suchen, die mehr zu einem passt? Oder habt ihr ganz andere Ideen? Würde mich mal interessieren...

 

Zitat
Veröffentlicht : 23/08/2016 10:41 pm
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hi Tobias,

 

zu allererst einmal herzlichen Glueckwunsch, was Du schon erreicht hast und das Du deutlich unter Deinen Verhaeltnissen leben kannst!

Ich habe mir zu dem Thema in den letzten 3 Jahren sehr viele Gedanken gemacht, nachdem ich erkannt habe, was fuer mich moeglich ist. Ich bin ja gerade im Uebergang vom Angestelltendasein auf "Arbeiten ist Optional".

Obwohl ich mir vorgenommen habe, nach dem Umzug erstmal einige Zeit nur Sachen zu machen, die mir kein Geld bringen (Surfen, mehr Zeit mit Frau und Kindern verbringen, mehr Sachen mit anderen Menschen machen, Musik...) geht es irgendwie fast automatisch, das irgendwelche Nebenverdienste auftauchen, die ich auch nebenbei ein paar Stunden pro Woche machen wuerde. Ich werde z.B. alle paar Wochen in den USA bei Linkedin angeschrieben, ob ich nicht einstuendige Consultingsachen am Telefon machen moechte, bei der ich mein Wissen aus meinem Berufsleben in den naechsten Jahren verwenden koennte. Warum nicht einmal alle zwei Wochen, morgens nach dem Kaffe und Fruehstueck? Macht doch Spass, wenn es kein Zwang mehr ist. In diesen Blog habe ich jetzt ca 150 Stunden Arbeit gesteckt und schon tropfen die ersten kleinen Geldbetraege mit Google Adsense oder den Amazon Buchlinks herein. Es muss nicht sein, aber es ist nett. Beispiele wie dieses gibt es bestimmt noch mehr.

Das heisst, ich werde wahrscheinlich weiterhin sehr beschaeftigt sein, weil ich das alles mag. Produktiv zu sein, macht die Menschen gluecklich! Was die Menschen ungluecklich macht, ist jeden Tag das gleiche zu tun und jeden Tag etwas tun zu muessen! Jeden Tag nur Fernsehen zu schauen, macht nach einiger Zeit ungluecklicher als nachts in einer Fabrik zu arbeiten. Ausser, dass der ganze Antrieb verloren geht, wird man auch noch krank davon.

Meine Definition von finanzieller Unabhaengigkeit ist einfach die Freiheit zu haben, zu machen was man moechte! Das macht gluecklich! Vielleicht arbeitest Du nacher mehr als zuvor, weil der monetaere Zwang aus der Sache herausgenommn wurde.

Rentner werde ich mich wahrscheinlich auch mit 80 noch nicht nennen, wenn ich das Glueck habe, so lange gesund leben zu duerfen.

Gruss!

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/08/2016 4:48 am
Dr.Bundy
(@dr-bundy)
Reputable Member

Es gibt so viele Ideen, was ich mit der Freiheit machen wird, das ist enorm. Reicht locker für mehrere Leben. Aber der Reihe nach:

Das allerwichtigste: Reisen wie ein Bekloppter. Ich möchte zu Fuss und per Anhalter die Welt bereisen. Dabei auch noch bei lokalen Menschen übernachten oder im wild aufgestellten Zelt oder mal im Hostel. Vielleicht werde ich mal Lust haben wieder etwas Motorrad zu fahren, also kaufe ich mir eines vor Ort und fahre mal paar Länder damit ab. Problem ist aber, dass Motorrad fahren eher individuell ist, deswegen lieber per Anhalter. Nun kann man viele Dinge in einer verrückten Reise einplanen, wie wäre es mit surfen lernen? oder eine Sprache (ich werde mein französisch irgendwo in Afrika wieder lernen) ? Vielleicht etwas arbeiten in entspannter Umgebung (Hostel, Strandbar). Wie wäre es mit Religion verstehen, indem man paar Tage in einem Kloster oder Tempel verbringt (bei mir: Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus)? Beim Reisen Bücher lesen (Bibel und Co.)? Wenn man viel Geld hat, wie wäre es mit teuren Hobbys? Ich würde gerne das Fliegen lernen, das wo kann man sich ja aussuchen (Australien?). Ich mag Sport, ob MMA, Motorrad, Eishockey, American Football. Wie wäre es dann mit einer Sportreise um Veranstaltungen zu besuchen? Ich denke wir alle sind interessiert daran das andere Geschlecht zu verstehen und Erfahrung zu haben in jeder Hinsicht, auch darin kann man sich als Reicher sehr gut ausbilden, da man Zeit und Geld zum ausgehen und flirten hat. 

Ich werde so viele geniale Sachen unternehmen, aber eines ganz sicher nicht: die Arbeitswelt wieder sehen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12/12/2016 7:43 pm
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