Auf dem Weg in die Freiheit  

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 Anonym

Hallo liebe Community,

ich möchte heute mal unsere Finanzen vorstellen und dazu gern euer Feedback hören. Mein Mann und ich sind beide 29 und habe noch keine Kinder.

Das aktuelle Nettojahreseinkommen liegt bei ca. 60.000€ und wir schaffen eine Sparquote von ca. 40%. Unser Vermögen liegt bei ca. 90.000€ aufgeteilt in:

- Riester Banksparplan 10.000

- Tagesgeld 10.000

- Aktien MSCI World/FTSE All World 60.000

- Anleihen 10.000

Im Laufe des Jahres wird sich unsere finanzielle Situation allerdings dahingehend ändern, dass wir das Haus meiner Schwiegereltern kaufen können. Der Wert wird aktuell auf ca. 300.000€ geschätzt- wir können es aber für 150.000€ kaufen. Da der Verkauf innerhalb der Familie erfolgt, ist es Grunderwerbssteuerfrei und einen Makler müssen wir natürlich auch nicht bezahlen. Uns ist natürlich klar, dass die Immobilie eine gewisse "Immobilität" schafft, jedoch könnten wir das Haus auch problemlos jederzeit vermieten. 

Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie viel Eigenkapital wir in den Kauf stecken sollen. Ich würde dazu tendieren, die beiden Riesterverträge in Wohnriester umzuwandeln und nur dieses Kapital zu investieren. Wir würden dann ca. 140.000€ Kredit aufnehmen, welchen wir bei einer Rate von 850€ in ca. 13 Jahren tilgen könnten. Wie auch hier in einem Artikel empfohlen, würden wir darüber hinaus alles weitere in's Depot stecken.

Wie ist eure Meinung dazu?

Zitat
Veröffentlicht : 23. Januar 2019 21:27
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Meine Meinung wäre:

- Anleihen auflösen und als Tagesgeld behalten. Anleihen machen mMn nur Sinn, wenn Vermögen im Tagesgeld über Einlagensicherung aufgebraucht. 

- Ich würde den MSCI World verkaufen wenn im Plus und nur noch den All World besparen. (Doppelte Abdeckung/FTSE und MSCI nicht deckungsgleich)

- Bin aber nicht so immobilienaffin und verschulde mich ungern...

Die Meinung von Artikel "Investieren für Hausbesitzer" war eher lange Laufzeiten und daneben Depot aufbauen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23. Januar 2019 21:50
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Hallo Gunda,

Glückwunsch zum bisher erfolgten Vermögensaufbau und dem guten Einkommen für euer Alter!

Die Immobilie ist unter diesen Konditionen natürlich ein Schnapper.

Wenn das für euch so passt und kein massiver emotionaler innerfamiliärer Balast mit dem Immobilienverkauf verbunden ist (Lebensfreude wichtiger als Geld), dann ist alles gut.

Wie hier durchgerechnet, lohnt sich in der aktuellen Niedrigzinssituation fast immer eine lange Kreditfestschreibung und die nicht in die Kredittilgung gesteckte möglichst hohe Sparquote dann regelmäßig in weitere Aktien ETF Anteile angelegt:

https://freiheitsmaschine.com/2018/11/22/sondertilgung-immobilie-oder-investieren-aktienmarkt-etf/

Dem Durchschnittsbürger wird davon nur abgeraten, weil dieser seine niedrige Tigungsrate dann statistisch zur Ausweitung seines Konsums nutzt und nichts mehr investiert.

Wenn Ihr das besser macht, wäre das Optimum den Immokredit über zum Beispiel 20 Jahre festschreiben zu lassen und möglichst wenig zu tilgen, z.B. nur 1%, das heisst monatliche Gesamtbelastung dadurch unter 400 Euro und die restlichen 1.600 Euro Sparquote gehen dann in den ETF (wird ja durch die gesparte Kaltmiete(?) dann noch mehr und Gehaltssteigerungen und Kinder sind auch noch möglich Smile )

Die Inflation hat dann nach zwanzig Jahren zusätzlich zu den 20% Tilgung weitere ca. 40% an "Kreditabtrag" für euch geleistet.

Den restlichen Kreditbetrag von dann inflationsbereinigt ca. 75.000 Euro könnt Ihr im Alter von 49 mit einem müden Lächeln mit einem Schlag tilgen weil sich in eurem ETF Depot dann grob inflationsbereinigt ca. 750.000 Euro befinden (60.000 +1.600x480 mit 5% verzinseszinst) und selbt wenn dann gerade ein temporärer Chrash anliegt, ist das kein Problem. 

 

Wie Natman oben schreibt sind europaeische Anleihen aktuell meistens ein schlechter Deal. Wenn Sie geringer verzinst sind als euer Immobilienkredit, machen Sie ja mehr Wert als Eigenkapital in der Immobilie (und am meisten Sinn in weitere ETF).

MSCI gegen All World ist bei den aktuellen Summen noch Kleinkram. Wenn es mal sechstellige Summen sind, kann man das in zwei ETF World und Emerging Markets aufteilen (70/30) und dann mit neuem Geld Rebalancen.

Viel Erfolg auf eurem Weg!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23. Januar 2019 22:09
 Anonym

Guten Abend zusammen,

danke sehr für euren schnellen Antworten. 

In der Kreditsache werde ich einmal anfragen, was eine Zinsbindung auf 20 Jahre kostet. Das aktuelle Angebot ist auf 10 Jahre gemünzt - wir kommen dabei auf nur 1,1% Effektivzins. Das finde ich schon sehr, sehr gut und ist wohl auf den niedrigen Beleihungsanteil zurückzuführen.

Die Anleihen abzustoßen ergibt wohl tatsächlich Sinn. Aktuell zieht unser Depot von Consors zu Onvista um. Da sollte die Umschichtung dann noch etwas günstiger möglich sein.

Grüße

Gunda

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Januar 2019 20:23
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hi Gunda, darf ich fragen warum du zu OnVista wechselst? Bin nur mit den Kindern bei OnVista wir Eltern aber noch bei der Consorsbank.

Will noch kurz was zu Anleihen schreiben: hab einen Artikel dazu gelesen von Warren Buffet, wo er sinngemäß meinte, dass Anleihen nur Sinn machen würden, wenn Verzinsung gleich Aktienerträgen, da sie weniger schwanken u die Erträge garantiert sind im Vergleich zu Dividenden. Allerdings sind sie auch nicht so sicher wie viele denken. Es sind Schuldverschreibungen, die Unternehmen an der Börse arbeiten hingegen für dich und mich 😉

Ich denke Anleihen machen erst Sinn, wenn man finanziell frei ist / um die Rente aufzustocken (falls nötig) und aus Diversifaktionsgründen: für mich kann ich mir vorstellen später 

1. Eurogov Germany ETF mit Kurzläufern 1-5 Jahren 40% (Rendite zwischen 0 und 1% aber wenig Schwankungen)

2. Anleihen USA entweder TIPS oder Treasuries 40% (ca 3% Rendite brutto)

3. Corporates also Firmenanleihen viel Rendite daher nur max. 20% von der Anleihensumme (Rendite ca 6% vor Steuer, Risiko aber auch höher)

LG

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Januar 2019 06:04
 Anonym

Guten Morgen,

wir wechseln in erster Linie wegen der niedrigeren Gebühren zu Onvista. Da bin ich pro Trade bei 6,50€. Bei Consors hingegen geht's erst bei 10€ los, dazu Handelsplatzgebühren und ein prozentualer Anteil der Verkaufssumme. Da ist man schnell bei 30€ pro Trade. 

Dazu kommen Sparpläne - Consors nimmt sich in der Regel 1,5% der Sparsumme. Es gibt zwar ab und zu Sonderangebote, aber dann hat man mehrere Produkte auf den gleichen Index. Das finde ich blöd. Bei Onvista werden wir außerhalb von Sparplänen einfach normal handeln und alle zwei Monate für >3000€ kaufen. Damit komme ich auf Gebühren von 0,2%.

Nochmal zu Sparplänen: Consors kauft bei ausschüttenden Fonds für die Dividende immer neue Anteile dazu. Das ist aus Sicht des Zinseszins gut, erzeugt aber teilweise Mikrotransaktionen, die ich dann alle einzeln bei Portfolio Performance eintragen muss. Noch ein Grund für mich dort selbst tätig zu werden und nur noch ganze Anteile zu kaufen.

Grüße

Gunda

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26. Januar 2019 07:59
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hi Gunda, danke für die Antwort und schönes Wochenende! 

Ich bin noch bei Consorsbank habe das mit Sparplänen gelöst indem ich von Hand die ETFs bespare. Überlege mir auch zu OnVista zu wechseln

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26. Januar 2019 08:33
(@auf_dem_weg)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hallo,

Consorsbank ist teuer aber sehr sehr übersichtlich und stabil. Habe auch ein Depot bei Onvista  Bank und überlege zu wechseln. Ich finde Onvista total unübersichtlich und umständlich. Aber jeder sieht das anders. Ich überlege zu IB zu gehen, da sind die Kosten nur ein winziger Bruchteil. Muss mich aber um die Steuer selbst kümmern.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26. Januar 2019 17:50



(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Finde die Consorsbank auch übersichtlich und okay Preise bei ca 10-30k Orders sind auch okay. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26. Januar 2019 18:30
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