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Jahresabschluss PW  

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Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Reputable Member

Hallo Leute,
ich hoffe ihr hattet mindest genauso schöne Weihnachten wie ich.

Im folgenden möchte ich das Börsenjahr 2018 revu passieren. Mit allen Zahlen und co.
2018 war das Jahr in dem ich für mich entschieden hatte, Pascal du hattest immer nur mit dem Geld von anderen Leuten getradet. Jetzt bist du dran, jetzt machst du dich Reich, aber als Investor.
So entschloss ich mich, trotz des langen Bullenmarktes in die Märkte via Sparplan mit dem eigenen Depot einzusteigen. Trotz oder gerade weil ich mir gesagt hatte, in diesem Jahr brauche ich eine Pause. In diesem Jahr geht es wirklich mal nur um mich. Schließlich hatte ich nur noch ein paar Tausender Cash auf dem Konto. Durch den Sparplan von 250€  wollte ich mich zusätzlich zu Höchstleistung bringen.
Für mich war/ sind wir in dem Late Zyklus. Deshalb versuchte ich mich defensiv aufzustellen.

Ich setzte einen Sparplan auf, je 25€:
Mc Donalds
Vanguard EM/ All World / S&p 500
Rational
SAP
Deutsche Wohnen 

Vanguard ETFs weil es die einzigen sind die die Wertpapierleihe zu 100% an den Kunden weitergeben und weil man durch das genossenschaftsähnliche Prinzip automatisch Teilhaber von Vanguard wird. 

Rational: Weil super Bilanz. Mega der Zykliker. Stellen Küchen her. Hier bemerke ich einen fehler, den ich des öfteren dieses Jahr gemacht habe. Ich kaufe Unternehmen unterbewusst immer noch als Trade.

SAP: Ich bin von dem Unternehmen überzeugt. Grade weil ein wechsel weg von SAP enorme Wechselkosten mit sich zieht. Dennoch sah ich sie wirklich (noch nicht) bei 100€, ich hatte mir einen Wert um die 70€ Notiert. Warum? Weil Amazon und co. einen Run hingelegt haben. Zu dem Zeitpunkt ohne Rücksetzer, dieser würde bei der Techindustrie übergreifen. #Latezyklus Warum habe ich sie dennoch gekauft? Weil ich mindestens 2 Aktien für Bewerbungsgespräche haben wollte. Damit ich immer sagen könne: “Ich bin so überzeugt von dem Unternehmen ich habe sogar mehrere Anteile gekauft.”. Ich halte das Unternehmen mit McDonalds, Rational für die besten im Depot.

Deutsche Wohnen:
Dieses Unternehmen habe ich als Spekulation gekauft. Mein bester Kumpel ist in der Immobielenbranche Unterwegs. Auch lese ich sehr viel, auch die Kolumnen vom Rainer Zittelman. Als beide dann anfingen über die Rot-Grüne Wohnungsverhinderungspolitik in Berlin zu fluchen habe ich mir gesagt, ja wenn die schon so sehr am Wohnungsverhindern sind, möchte ich wenigstens daran mitverdienen. (Wie die Lufthansa Juli - Dez 2017) #WirwolleneinenGermanchampion

 

EON:
Viel Fremdkapital, wenig Eigenkapital wieso Eon? Wieder als Trade. Sie war bei 9.05€ herum. Ich hab das gesehen. Dachte die werden auf 9.90€ steigen dann verkaufen. Oder eben Langfristig als Dividendenzahler halten. Wirst ja sowieso nicht mehr als 2€ bezahlen. Trade gemacht. Dann wurde mir Klar. Schhhhh…. Einmal das Limit war bei 9.90€, wurde auch zu einem kleinen Preisaufschlag von fast 10% ausgeführt, zweitens Comdirect ist nicht Interactive Brokers. Diese Aktion hat echt Geld gekostet.

September
Ich werde des öfteren von Freunden angesprochen, was ich von der Börse und co. zum Anlegen halte. Zuletzt von einer Freundin ende September. Ich fand den Gedanken irgendwie lustig. Ich hab ihr gesagt, Sie solle Cash besitzen das Performt demnächst alles Out. Und ja, ich habe all die Jahre immer gesagt kauft Aktien kauft Aktien. Ich passte meine Taktik trotzdem nicht an. Schaut man sich den langfristigen Trend an, waren wir im August/Sep über den normalen Trend ausgebrochen. 

Innerer Geiz
Es wurde fleißig gespart. Bis ich ende November bemerkte, ich erlaube mir innerlich nicht zu meinen Freunden zu fahren und Weihnachten mit diesen zu feiern. (siehe mein ich will leben Post). Ich hab die Sparpläne (bis auf Vanguards) ausgeschaltet. Die Sparrate auf das Depot aber nicht 🙂

Weihnachten
Als ich dann am 24. Dezember, bei meiner besten Freundin, mitbekommen hatte was an der Börse los war, stand für mich fest, dass ich einen Tag früher fahren müsse, um die ganzen Kauforders einzustellen. Mein Depot hatte bis zum 25. Dezember erstaunliche 2,10% im Dezember verloren. Für mich war der Markt überverkauft, weshalb es so dringend war. Es gibt nur wenige Tage mit solchen Geschenken. 

Als ich dann am 26. Abends bemerkt hatte: Ohhhhhhh. Fuck. NYSE hat ja auch dann aufgehabt, fast +5% hab ich mich mega geärgert. Ich hatte erst mit einer Öffnung nach Deutschen verhältnissen gerechnet. Wahrscheinlich zu emotional Reagiert. Keine Kauforder durchgeführt. Obwohl wir am unteren ende des Trends waren. (10 Jährig)

Was habe ich gelernt:
- Ich war die Jahre ein begnadeter Trader, für einen guten Investor habe ich noch großes Verbesserungspotential.
- Diversifikation ist mit kleinen Sparraten alla 250€ pro Monat in Einzelaktien ist schwierig. ETFs scheinen bei solchen Summen, dass bessere Produkt zu sein.
- Gebühren sind bei solch kleinen Summen echt heftig.
- Sparpläne sind träge
- Investieren und trading sind echt zwei verschiedene paar Schuhe.
- Die Comdirect mag Mc Donalds nicht. Wurde 2x nicht ausgeführt.
- Mit eigenen Geld zu handeln ist schon anders als ALG (andere Leute Geld)
- Sich was zu gönnen, was mit Freunden zu machen mindert teuren Suchtdruck
- Am 26. Dezember hat die NYSE offen. 

Meine (Halb) Jahresperformance:
-7,88% TTWOR (wovon ungefähr die hälfte auf einen Eon trade geht)
1.910€ im Depot (1860€ im Depot + 50€ Unternehmensanleihe woanders) 

Seit dem 01.06.2018. Im Vergleich zum Gesamtmarkt erstaunlich Stabil.


Plan vs. Ist:

Depotplan-1.png

 

2019 Plan:
- In min. 11 von 12 Monaten, 250€ pro Monat aufs Depot.
- Einen Monatszahler möchte ich haben. Der rest in ETFs (oder McDonalds :D)
- Sich weniger mit der Börse beschäftigen (werde ich nicht Schaffen :D)
- Es steht wahrscheinlich ein Umzug an, ich weiß nicht wie Kapitalintensiv das wird.

Was erwarte ich von 2019?

Vola. Sonst. Keine Ahnung. Ehrlich.
Makroökonomisch trübt es sich ein bisschen ein. Die Einkaufsmanager Indizes sinken. Zinsinversion. Ungefähr die Hälfte der Zentralbanken, vor allem die Fed, sind im Hike status. (2007 waren es 75%). Die USA wachsen mit gut 2 ½ prozent, deren Potenzialwachstum wird langfristig auf 1 ½ % geschätzt (wie man auf solche Schätzungen die Technischen innovationen berücksichtigen kann ist mir bis heute ein Rätsel)

Die Luxusgüter (Bau, Autos und andere Luxusartikel) waren schwach. Dies deutet auch auf eine kommende Rezession hin. Auch der Ansturm auf Finanzblogs, das Interesse der Privatanleger an Investitionen und das Bitcoindesaster (im vgl. zum Neuen Markt, Bahncrasch im 1900 Jahrhundert) ein Jahr davor stimmt mich eher negativ. Auf der anderen Seite wurde eine menge schon eingepreist. Der durchschnittliche Bärenmarkt im Amerikanischen Markt hatte einen Drawdown von 29% ohne Rezession und mit von 42%.
Charttechnisch gesehen, sind wir im 10 Jahres trend an der unteren Kante abgeprallt. Und 20% günstiger sind 20% günstiger 🙂

 

Von EU halte ich anlegetechnisch wenig. Die Politischen rahmenbedingungen passen nicht.  Zwang, keine eigene Haftung und Umverteilung davon halte ich in diesem Maße wenig. Für mich sitzen zu viele Sozialisten im EU Parlament. Wir haben Hochkonjunktur und es wird ausschließlich zur Umverteilung nicht zur sicherung unseres Einkommens in der Zukunft verwendet, so ist zumindest mein Eindruck.
Die Wirkungen der einschneidenden  Gesetzesänderungen (GDPR und co.) werden jetzt erst Ökonomisch wirksam. Am anfang gibt es einen Auftragsboom → Consultants und Berater werden ohne ende benötigt. Ein halbes Jahr/ ein Jahr danach kommen die Negativen wirkungen durch.
Auch habe ich oft das Gefühl, dass Freiheit ein einzuschränkendes Gut seitens der Regierung sei. PAG (und damit die Beweislastumkehr des Beschuldigten), NetzDG, Schadowbans auf Twitter, Abschaffung der Grundrechte des GG für Selbständige durch die Abgabenordnung(§413 AO unverletzlichkeit der Wohnung), ARD/ZDF/Funk die das Claimsystem auf Youtube für Sich nutzen und unliebsame Videos Striken lassen. (Die ganz ganz verrückten Verschwörungstheorien bleiben komischerweise stehen). Ein Kampf gegen den “Hass” und abstempelung einer Kritik als Trolle. Politiker die das Internet als Feindbild sehen, nicht als Werkzeug. Dies lindert keine Probleme es verschärft sie. Viele meiner Freunde haben in diesem Jahr Deutschland verlassen und viele haben es vor. Und das waren vor allem die Gutverdiener. Das sind alles Sachen die mich beunruhigen.  

Also kurz: EU Politisch - Doof. Reformen - Doof. Wir stehen im falle eines Abschwunges, meiner meinung nach, nicht besser als 2008 da. Also in der EU werde ich hauptsächlich, wenn überhaupt in Einzelunternehmen nicht in Märkte, investieren. Auch wenn es auf Europäsche Märkte inzwischen einen entsprechenden abschlag gibt.


Wiederum haben die USA alle Märkte stark Outperformt. (Regression zur Mitte).
Die Vanguard sparpläne werde ich weiterführen. Auch wenn ich mir bei China mittlerweile nicht so sicher mehr bin. Es scheint da echt heiß her zu gehen. Auch in dem Land sind zwei Leute über die ich mich, über China informiere, aufgrund der zunehmenden Repressionen ausgewandert. Erinnerungen werden da wirklich an Deutschland vor gut 85 Jahren wach.

Das ist auch gleichzeitig mein größtes learning. Pascal grübel nicht zu viel. Dann ist die ganze Welt doof. Mach etwas. Arbeite. Lerne. Aber grübel nicht zu viel rum.

Mal schauen wie es 2019 wird 🙂

Gruß, 
Pascal 

 
This topic was modified vor 3 Monaten 2 times by Pascal Weichert
Zitat
Veröffentlicht : 29/12/2018 3:41 pm
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hallo Pascal,

danke für Deine ausführliche Übersicht/Gedanken und natürlich viel Erfolg bei der Umsetzung Deiner Ziele.

Betreff "Begnadeter Trader"

Ich war das nie. Ich war/bin nach tausenden Stunden ein ganz passabler geworden. Aber meine Outperformance zum Gesamtmarkt war über einen kompletten Wirtschaftszyklus betrachtet und nach Steuer und Gebühren nicht besonders hoch.

In meinem Lebensabschnitt habe ich nun viel zu verlieren (Vermögen hoch aber weiteres Einkommenspotential betreff Erwerbsarbeit schrumpft und auch Motivation dazu um Potenzen geringer als mit Mitte 20).

Ich brauche nun etwas verläßliches und nicht mehr Stress. Deshalb der Fokus auf den passiven Cashflow. Das kann jeder. Auch ohne Zeit, Motivation und Talent zum Traden.

Falls Du wirklich ein "begnadeter Trader" bist, würde ich mich besonders bei noch wenig Kapital und mit jungen Jahren auf den aktiven Handel konzentrieren. 😉 In Deinen Lebensabschnitt kannst Du den Stress problemlos verkraften und Dein gesamtes Verdienstpotential aus Erwerbsarbeit hast Du (im Gegensatz zu mir) noch vor Dir.

Schöne Woche

This post was modified vor 2 Monaten 3 times by Maschinist
AntwortZitat
Veröffentlicht : 07/01/2019 5:48 pm
Dustin
(@dustin)
Active Member

Hallo Pascal,

für mich liest es sich so als ob du dir noch sehr viele Gedanken machen und dich intensiv mit der Börse beschäftigen würdest.

Du solltest für dich erstmal im klaren werden ob du
a) als begnadeter Trader aktiv sein willst
b) buy and hold praktizieren willst

bzw. inwieweit du deine Sparsumme verteilen möchtest.

Für die Option b) reicht es locker aus alle 6 Monate mal ins Depot zu gucken und ansonsten sich mit anderen schönen Dingen (neues Hobby, Freundin, etc.) zu beschäftigen.

Für mich liest es sich jedoch so als ob dir (aktuell) die Option a) mehr liegen würde. Dies ist ja auch völlig ok wenn es das ist was du machen willst. Wenn du ein "begnadeter Trader" bist ist es ja nur umso besser ;-).

Ich würde dir vorschlagen die nächsten zwei Jahre mal in dich rein zu hören und festzustellen war dir eher liegt. Selbst ein Totalverlust in zwei Jahren ist bei deiner Depotsumme von 2k€ + 250€ monatlicher Sparrate unbedeutend, gegenüber dem Erfahrungsgewinn für dein weiteres berufliches und privates Leben, da du gerade erst am Anfang deines Lebens stehst.

Viele Grüße

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/01/2019 9:23 pm
Maschinist zugestimmt
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Reputable Member

Als ich eben vom Maschinisten Sinngemäß gelesen hatte:
"Großbritannien ist aufgrund des Brexits günstiger bewertet."
dachte ich mir: "Moment Pascal, du Investierst 2x Passiv in den US Markt (einmal durch den Allworld und dann direkt), obwohl du davon ausgehst das dieser Markt Kurz-Mittelfristig korregiert." #Zinsinversion

Mother Russia scheint mir günstig (auch wenn die 11% schon gemacht hatten in diesen Jahr), Singapur und UK auch. Andererseits ist mein Depot, sowie die Sparate (250€), eher Marginal, so dass der Aufwand (ROTI) sich eher nicht rechnet.

Ich meine damit beispielhaft:
Während des Abiturs bin ich jeden morgen um 2/ 2:30Uhr aufgestanden um die Börsen zu Checken. Und habe viel Zeit investiert, den Youtubekanal von Martin Hlouschek gesuchtet. Man war richtig im Game. 

Jetzt hab ich in meinen eigenen Depot noch keine 3k. Okay so viel Zeit wie damals Investier ich nicht mehr. Wenn diese über die nächsten 2 Jahre 10% mehr machen, gut 300€ Verdient. Aber für welchen einsatz?  Ich bin auch viel Emotionaler als früher dabei. Oder auch persönlich, früher war vieles Taub, Analytischer und vorallem emotionsloser. Und das ist erst seit einem halben Jahr anders. Mit 14 hab ich gedacht ich werd keine 18. Mit 18, keine 20. Und jetzt gehe ich davon aus, dass ich vermutlich die 70 Jahre schaffe. Ich meine damit, dass es wahrscheinlich zwei verschiedene Welten sind und waren. Und das Leben zu leben, das muss ich noch lernen.

Im angesicht von ROTI (Return on Time Invest), ist es dort nicht die bessere Alternative, Trading erst zu einer angenehmen Kontengröße (aus VAE/Zypern heraus) zu tätigen. Sich jetzt erst auf Einkommensgenerierung zu Fokusieren, Studium, Job, Selbständigkeit?

Weil Maschinist sinngemäß zu Pascal bei der Studiumsdebatte:

"Die Leute die das Studium geschmissen hatten, haben andere Sachen auch geschmissen, nie zu ende gebracht. Es wurde zur gewohnheit"

Im ersten Moment dachte ich: "nahh ich doch nicht. Das letzte Jahr war eine Ausnahme." Dieser Satz ist aber in mir hängen geblieben, auch als ich Udemy öffnete, bemerkte, der Videokurs wurde zu 74% bearbeitet. Dachte mir nah. Legte den Laptop weg, sah in das Regal, zu dem Buch, nur zu gut 70% gelesen. Ach du schreck, da hatte jemand recht.

Um den Bogen  wieder zur Börse zu spannen. Früher hatte mich mein Fokus auf wenige Dinge sehr weit gebracht. Jetzt auch noch wieder zu Traden, auch wenn ich es wirklich gerne manchmal machen würde,  ist vieleicht Kontraproduktiv.

Übelgrübel

Ich bin auch ein Grübler, das ist nicht gut. Wie viel Energie man reinsteckt, um über Sachen zu Grübeln, Sie dann nicht umzusetzen. Damit meine ich nicht Systematisches Planen [Hier ist der Plan was Brauchen wir], sondern ich hätte könnte würde. Wenn das Passiert mach ich das.  Passiert nicht. Der Kopf ist beschäftigt aber nicht produktiv. Ob Trading das verbessert?

Sorgen, Angst und Mangel
Auch mache ich mir wahrscheinlich durch das dauergrübeln zu viele Sorgen. Was ist, wenn die Wirtschaft wirklich abkühlt. Der Staat noch totalitärer wird, NetzDg, Zeugenaussagenverweigerungsrecht -> Abgeschafft, Bankengeheimnis -> abgeschafft, Unverletzlichkeit der Wohnung als Selbständiger durch die Umsatzsteuerprüfung abgeschaft, die ganzen Polizeiaufgabengesetze, eine ständige Diskusion über die bestrafung von Hatespech (hatten wir zuletzt ja nur in den 1930ern), und solche Sachen. Auch das Meinungsklima ist sehr giftig, besonders gegenüber einer Partei habe ich das Gefühl, dass die Allgemeinheit dabei immer mit zweierlei mass misst. Wenn die gute Seite zum Doxxen aufruft, sei es eine Heldentat, wenn die andere Seite es abekommt zu verurteilen. (Ich finde beides nicht gut) Der letzte Verfassungsschutzpräsindent hatte anscheinend das nicht verstanden. Eine Zwangsrente mit kaum Rendite für Selbständige. Kommunismus und Umverteilungswut, der an den Unis und in Berlin herumgeht.

Und dann stehe ich hier. Nur eine nicht so erfolgreiche Selbständigkeit, kann ich vorweisen. Im Wurst-Käse Scenario, nicht gut genug für das Ausland. Sollte ich dabei wirklich noch viel Zeit ins Trading stecken oder lieber in das eigene Wertvollmachen? In ein Onlineunternehmen, welches man im Notfall auch mitnehmen könnte?

Auch verspüre ich ein Mangel an Erlebnissen. Ich würde gerne Reisen, dort wo es Warm ist. Aber halt Student, da bleibt nicht viel über. Zudem will ich immer mindestens  3.000€ haben um mir im Fall des Falles ein Onewayticket holen zu können. Keinen Massentorismus, sondern die Welt mitbekommen. Mir fehlen diese erlebnisse, zumindest habe ich das Gefühl. Andere haben viel erlebt, ich konnte die ersten 18 Jahre nicht leben, glaubte die nächsten 3 Jahre alles mit Harter Arbeit aufholen zu können und brauchte dann ein halbes Jahr pause. Erlebnisse waren irgendwie trotzdem mau. So eine Art Work and Travel, und die Uni gleich mitnehmen (dann aber nicht Vollzeit), gleichzeitig dann durch das W&T englisch lernen.

Das hier waren meine Gedanken zu dem Thema.
(Und habe hier auch schon wieder fast 3h gegrübelt)

Ich bin über eure gespannt, schließlich seit ihr was das angeht die weitaus erfahreneren.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 04/02/2019 10:03 am
Natman
(@natman)
Reputable Member

Hi Pascal, 

hm Grübeln ist wie du selbst schreibst nicht immer das Beste. Auf jeden Fall sollte man das Leben nicht zu verkopft angehen. Du hast tiefsinnig Gedanken, - das ist gut - allerdings ist auch gut auf den Bauch zu hören und einfach spontan eine Reise zu starten / Leute kennenlernen. Da kann ich dir zu.B Erasmus empfehlen, war bei mir eine tolle Erfahrung (war 1 Jahr in Madrid). 

Bei mir war es so, dass die interessanteren Reisen erst mit Ende 20 begannen und das Leben zwischen 30-40 mehr rockt. Und bin nicht der große Reisemensch.

Zum Traden ist meine Meinung: ich mache meine wenigen Spekulationen nicht mehr, weil mir für 1000 / 2000 oder 3000 Gewinn z.B. die Zeit / das Davorsitzen / Verfolgen zu anstrengend war. Wenn es Spaß macht, solltest du es verfolgen mMn. 

This post was modified vor 1 Monat by Natman
AntwortZitat
Veröffentlicht : 04/02/2019 9:01 pm
Maschinist zugestimmt
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Arbeitet

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