Welche Versicherungen braucht man wirklich?

🛡️ Aktualisiert März 2026

Welche Versicherungen braucht man wirklich? Die ehrliche Antwort: Die meisten nicht. Die Versicherungsindustrie verdient Milliarden daran, Dir Angst vor Risiken zu machen, die Du locker selbst tragen kannst. Hier erfährst Du, welche Versicherungen wirklich sinnvoll sind – und welche nur den Aktionären der Versicherungskonzerne helfen.

3 %-Regel
Die Faustregel des Maschinisten
6 sinnvoll
Versicherungen die je nach Vermögen Sinn machen können
Rest?
Überprüfe generell mit der 3 %-Regel

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum viele Versicherungen unnötig sind
  2. Die goldene Regel: Welche Versicherung ist sinnvoll?
  3. Diese Versicherungen sind wirklich sinnvoll
  4. Zusammenfassung: Was brauchst Du wirklich?
  5. Häufige Fragen zu Versicherungen

 

Warum viele Versicherungen unnötig sind

Da Versicherungen laufende Kosten haben, als private Unternehmen Gewinne machen wollen und dazu noch jeden statistischen Extremfall abdecken müssen, wird nur ein Teil Deiner Versicherungsbeiträge für Deine persönliche Schadenswahrscheinlichkeit verwendet.

Der Rest muss diese Sonderausgaben abdecken. Du bezahlst bei jeder Versicherung statistisch also immer mehr, als wenn Du die Kosten im Schadensfall einfach selbst begleichen würdest.

Diese unnötig bezahlten Beiträge summieren sich je nach Anzahl Deiner Versicherungspolicen zu drei- oder vierstelligen Eurobeträgen im Jahr. Und diese werden dann durch Dekaden des Nichtinvestierens zu hohen fünf- oder sechsstelligen Geldsummen, die sich am Ende nicht bei Dir, sondern bei den Aktienbesitzern der Versicherungsunternehmen befinden.

Der Maschinist ist also kein Freund von unnötigen Versicherungen.

 

Die goldene Regel: Welche Versicherung ist sinnvoll?

Da Versicherungen Dich grundsätzlich statistisch mehr Geld kosten als sie Dir wieder einspielen, lohnt sich eine Versicherung nur in einem Fall: Sie sichert ein Risiko ab, das bei Eintritt einen solch hohen Schaden verursacht, dass er Dich finanziell stark beeinträchtigt.

 

🛡️ Die 3 %-Regel des Maschinisten

Im Umkehrschluss: Sichere keine Risiken ab, bei denen Du den Worstcase ohne Probleme aus eigener Tasche zahlen kannst!

Der „Worstcase“ ist die größtmögliche Schadenshöhe und „ohne Probleme“ bezieht sich auf einen Prozentsatz Deines vorhandenen Vermögens. Für den Maschinisten ist dabei – wie bei der finanziellen Unabhängigkeit – 3 % eine sinnvolle Höhe.

Rechenbeispiel: Eine Versicherung deckt im Worstcase maximal 1.500 Euro ab. Mit einem Vermögen von 50.000 Euro sind das nur 3 % – die Versicherung ist für Dich unnötig geworden.

 

💡 Mit diesem Prinzip kannst Du alle Deine Versicherungen überprüfen

Und dabei wird deutlich: Für Menschen mit hoher Sparquote und mäßigem Lebensstil ist der Großteil an Versicherungen unnötig!

 

Diese Versicherungen sind wirklich sinnvoll

Wenn wir die Worstcase-Eskalationsleiter hochsteigen, wird klar, welche Versicherungen auch für vermögende Menschen Sinn machen. Hier sind sie – von unten nach oben sortiert:

 

1. KFZ-Versicherung

Während ein Konsumjünger ohne Vermögen aber mit geleastem Luxus-PKW zwangsweise eine teure Vollkasko braucht, reicht für Dich mit mindestens sechsstelligem Aktien- oder Immobilienbesitz in Kombination mit einem gebrauchten PKW eine günstige Haftpflichtversicherung.

→ Hier prüfst Du, ob Du bei einem Wechsel Geld sparen kannst

Spaß beiseite: Wenn Du denkst, Du brauchst eine Vollkasko, kauf Dir lieber ein günstigeres Auto.

2. Berufsunfähigkeitsversicherung

Wirklich sinnvoll wird eine BU, wenn Du eine Familie mit Kindern hast, die Du absichern willst und Du noch kein ausreichendes Vermögen hast, dass bei einer Berufsunfähigkeit das Risiko absichern kann.

Die Challenge des Maschinisten an junge Leser:

Wenn Du früh genug mit dem Vermögensaufbau beginnst, kannst Du Dir zügig Deine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung bauen! Wenn Du und Dein Lebenspartner nach dem Studium mit 24 Jahren jeweils 1.000 Euro monatlich in einen passiven Aktien-ETF investiert (24.000 Euro im Jahr), ergibt das mit 5 % Nettorendite nach Inflation nach 13 Jahren ca. 450.000 Euro. Diese erzeugen nach der 3% Regel für Versicherungen des Maschinisten bereits 1.200 Euro monatlich und nach der 4%-Regel zur Finanziellen Freiheit bereits die gewünschten 1.500 Euro monatlich (Steuern beachten). Du hast Dir dadurch in etwas mehr als einer Dekade Deine persönliche Berufsunfähigkeitsrente erschaffen! Im Gegensatz zur Versicherung bleibt dieses Geld dauerhaft in Eurem Besitz – und wächst an der Börse weiter. Mit unserem Zinseszinsrechner kannst Du Dir Deine eigenen Szenarien durchrechnen.

Wer das erst ab Dreißig liest, schon früh Familie hat und noch zu wenig Vermögen aufgebaut:

→ Mach hier Deinen BU-Vergleich und schließe beim besten Anbieter ab. Das mit dem Vermögensaufbau gilt trotzdem weiterhin für Dich!

3. Risikolebensversicherung

Ähnliches wie bei der BU gilt auch bei der Risikolebensversicherung: Wer früh viel gespart und investiert hat, braucht bei der (aus Kapitalsicht sinnvollen möglichst späten) Geburt der Kinder keine Risikolebensversicherung.

Für Alleinverdiener, die früh eine Familie gründen, kann sie dagegen sinnvoll sein – damit zur Tragödie des Ablebens nicht noch die Tragödie des finanziellen Ruins folgt.

→ Hier findest Du den Vergleichsrechner für die besten Risikolebensversicherungen.

4. Gebäudeversicherung (für Immobilienbesitzer)

Wer eine eigene Immobilie besitzt, braucht eine Gebäudeversicherung, wenn der mögliche Verlust einen bedeutenden Teil des Vermögens bedroht. Da Immobilien meist einen sechsstelligen Wert darstellen, ist diese Versicherung selbst für wirklich wohlhabende Immobilienbesitzer sinnvoll.

→ Mit diesem Rechner prüfst Du, ob Du für Deine Gebäudeversicherung zu viel bezahlst.

5. Krankenversicherung – Pflicht und sinnvoll

Klarer Fall: Es gibt Erkrankungen, die in unserer westlichen Welt dermaßen hohe Behandlungskosten verursachen, dass sie einen einzelnen Menschen finanziell ruinieren. Diese Belastung wird durch eine Krankenversicherung auf viele Menschen verteilt. Der Beitrag ist für alle handelbar und jeder weiß, dass er im Fall der Fälle medizinisch versorgt wird.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Im Internet kannst Du leicht prüfen, welcher Anbieter aktuell den geringsten Zusatzbeitrag verlangt. Ich würde bei Kostenersparnis dann einfach wechseln. Ich habe das im letzten Jahr auch gemacht und bin jetzt bei der BKK Firmus, die aktuell den niedrigsten Zusatzbeitrag hat. Das Wechselthema ist bei einer GKV gesetzlich genau geregelt: Du hast immer garantierten Versicherungsschutz auch bei einem Wechsel und damit null Risiko. Die neue GKV Versicherung kündigt dabei bei Deiner Alten den Vertrag und versichert Dich dann nahtlos weiter. Es gibt also keinen Grund, zu viel zu bezahlen.

Private Krankenversicherung (PKV): Hier ist es komplexer. Ein Wechsel zu einer anderen PKV ist nur in besonderen Fällen sinnvoll, da beim Vorversicherer über die Zeit Beitragsrückstellungen aufgebaut wurden, die nach aktueller Gesetzeslage nicht mitgenommen werden können. Ein interner Tarifwechsel ist dann oft die beste Option. Ein erstmaliger Wechsel von GKV in PKV ist meist sinnvoller, will aber auch gut überlegt sein – schau nicht nur auf die in jungen Jahren günstigeren Tarife, sondern auch was später mit Familie und im Alter beitragsseitig passiert.

→ Hier prüfst Du die aktuellen PKV-Angebote.

6. Private Haftpflichtversicherung – Die Königin der Versicherungen

Ganz oben auf der Worstcase-Skala steht die private Haftpflicht. Wegen Dir stürzt ein Tanklaster um und explodiert in einem Gebäude! Ohne private Haftpflichtversicherung ist Dein finanzielles Leben in diesem Moment vorbei. Mit einer privaten Haftpflichtversicherung ist das immer noch sehr unschön – aber Du kommst zumindest finanziell unbeschadet heraus.

Da die Schadenswahrscheinlichkeit gering ist, sind die Kosten überschaubar: Selbst die Absicherung einer ganzen Familie kostet keine 100 Euro im Jahr. Da Du keine Bagatellschäden absichern willst, die nur Deine Kosten erhöhen, nimmst Du am besten eine Versicherung mit Freibetrag.

Haftpflichtversicherung Vergleich

Der Maschinist empfiehlt die Haftpflichthelden. Online abschließbar, transparente Beiträge und faire Konditionen. Ich habe diese Versicherung auch für meine Familie. Mit dem Code 8HMX3 bekommst Du dauerhaft 8 % Rabatt auf Deine Privathaftpflicht.

 

Zusammenfassung: Welche Versicherungen brauchst Du wirklich?

 

KategorieVersicherungVergleichsrechner
Pflicht für jedenKrankenversicherung (GKV/PKV)PKV-Vergleich →
Private HaftpflichtversicherungHaftpflichthelden →
Sinnvoll je nach SituationBerufsunfähigkeitsversicherungBU-Vergleich →
RisikolebensversicherungRLV-Vergleich →
GebäudeversicherungGebäude-Vergleich →
KFZ-HaftpflichtversicherungKFZ-Vergleich →
Alles andere?Überprüfe es generell mit der 3 %-Regel. Kannst Du den Worstcase mit 3 % Deines Vermögens abdecken, brauchst Du die Versicherung nicht.

 

💡 Die Motivation des Maschinisten

Falls Du aktuell ein geringes Vermögen hast: Nimm es nicht als Entschuldigung für viele Versicherungen, sondern als Motivation, Dein Vermögen zügig aufzubauen. Je mehr Vermögen Du hast, desto weniger Versicherungen brauchst Du. Das ist finanzielle Freiheit in Aktion.

 

Häufige Fragen zu Versicherungen

 

Welche Versicherungen braucht man wirklich?

Jeder braucht eine Krankenversicherung (Pflicht) und eine private Haftpflichtversicherung (unter 100 Euro/Jahr für ganze Familien). Alle weiteren Versicherungen hängen von der persönlichen Situation ab: Familie, Kinder, Immobilie, Vermögenshöhe.

 

Kann man auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten?

Ja – wenn Du früh genug mit dem Investieren in ETF anfängst, kannst Du Dir Deine eigene BU durch Vermögensaufbau ersetzen. Mit 450.000 Euro Vermögen erzeugst Du nach der 4 %-Regel bereits 1.500 Euro monatlich – ohne Versicherung (Steuern beachten). Wer das nicht geschafft hat und Familie hat: BU unbedingt abschließen.

 

Was ist die 3 %-Regel des Maschinisten für Versicherungen?

Wenn der maximale Schaden einer Versicherung weniger als 3 % Deines Vermögens beträgt, brauchst Du diese Versicherung nicht. Beispiel: Bei 100.000 Euro Vermögen brauchst Du keine Versicherung, die maximal 3.000 Euro Schaden abdeckt. Je mehr Vermögen Du aufbaust, desto mehr Versicherungen werden überflüssig.

 

Brauche ich eine Hausratversicherung?

Wende die 3 %-Regel an: Was ist der maximale Schaden? Wenn Dein gesamter Hausrat 15.000 Euro wert ist und Du 500.000 Euro Vermögen hast, sind das nur 3 %. Du brauchst sie nicht. Wenn Du 30.000 Euro Vermögen hast, wären 15.000 Euro Schaden die Hälfte – dann ist sie sinnvoll.

 

Lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?

Für die meisten Freiheitskämpfer nicht. Die typischen Streitwerte im Miet- oder Arbeitsrecht sind mit der 3 %-Regel schnell abgehakt. Und die Versicherung schließt oft genau die Fälle aus, in denen Du sie am dringendsten bräuchtest.

 

GKV oder PKV – was empfiehlt der Maschinist?

Die GKV ist für die meisten Freiheitskämpfer die bessere Wahl – einfacher, familienfreundlicher und im Alter stabiler. Bei der PKV locken in jungen Jahren günstigere Beiträge, aber die Kosten steigen im Alter deutlich. Prüfe beide Optionen genau, bevor Du wechselst.

 

Welche Versicherungen braucht eine Familie mit Kindern?

Pflicht: Krankenversicherung, private Haftpflicht. Dringend empfohlen: Berufsunfähigkeitsversicherung (solange noch nicht genug Vermögen aufgebaut), Risikolebensversicherung für den Hauptverdiener. Für Immobilienbesitzer: Gebäudeversicherung. Für Autobesitzer: KFZ-Haftpflicht. Alles andere: 3 %-Regel anwenden.

 

Ab welchem Vermögen brauche ich keine BU mehr?

Wenn Dein Vermögen nach der 3-4 %-Entnahmeregel des Aktienmarktes genug monatliches Einkommen erzeugt, um Deine Familie zu versorgen. Bei 1.500 Euro monatlichem Bedarf brauchst Du ca. 450.000 Euro Vermögen. Spätestens dann kannst Du die BU kündigen – und sparst ab sofort die Beiträge. Rechne Dein Szenario mit dem Zinseszinsrechner durch.

 

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Erstveröffentlichung: 2019 · Zuletzt aktualisiert: März 2026 · Autor: Der Maschinist
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