Vermögensvernichtung leicht gemacht

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Hier in der Freiheitmaschine predigen wir Vermögensaufbau und Wohlstand mit Aktien ETF. Und wir predigen auch, dass das bei den Deutschen so beliebte ängstliche Halten von Bargeld aufgrund der Inflation eine reale Vermögensvernichtung verursacht. Die Zahl auf dem Konto bleibt dabei zwar gleich aber in Wirklichkeit sinkt der Wert des angesparten Geldes und damit die Lebensenergie des Sparers permanent.

Es ist vergleichbar mit einem Schwimmer, der flussaufwärts ins Ziel kommen will. Es ist nicht nur extrem schwierig, sondern langfristig kommen einem dadurch auch gefährliche Gegenstände entgegen (z.B. Kriege, Krisen oder Zeiten hoher Inflation), anstatt das man zusammen mit Ihnen schwimmt und sie damit meistert.

Dieses nur auf den ersten Blick sichere Verhalten ist einer der Hauptgründe, warum die Deutschen im europäischen Vergleich so wenig Vermögen aufbauen, obwohl wir fast ganz oben beim Bruttosozialprodukt nach PPP Basis mit dabei sind.

 

Das ist überraschend schlecht


Von außen betrachtet sieht es so aus, als würde der Durchschnitt der Deutschen mit Absicht kein Vermögen aufbauen wollen. Dabei kann man mit einem Blick auf die Liste der reichsten Menschen sehen, dass diese entweder alle mit Ihrem eigenen börsengehandelten Aktienunternehmen reich geworden sind oder wie Investoren sogar mit dem Investieren in die börsengehandelten Unternehmen dieser Welt. Und spätestens seit es passive Gesamtmarkt ETF gibt, kann das jeder Bürger mit einem Investmentdepot genauso tun.

 

Knapp 10% brutto

So hoch ist die durchschnittliche jährliche Rendite des US Marktes seit 80 Jahren, da in diesem Zeitraum neben all den Wert- und Dividendensteigerungen auch die vorhandene Inflation mit ausgeglichen wurde.

Es ist ein „No-Brainer“, den Großteil des eigenen Vermögens permanent in dieser Form zu investieren. Wenn es nur die deutsche Angst vor dem Aktienmarkt aufgrund relativ geringer Finanzbildung nicht geben würde…

Verrottendes Bargeld ist also in diesem Land die Basis bei der Vermögensvernichtung.

 

Aber geht es nicht noch schlechter?

Kann man das eigene Vermögen nicht noch besser vernichten? Und auch viel spannender als mit einem Tagesgeldkonto?

Wenn der Maschinist sich umschaut, findet er viele Menschen die es mit aller Kraft versuchen und viele sind dabei leider auch „erfolgreich“.

Da gibt es zum Beispiel Menschen, die sich rein spekulative Produkte kaufen.

Bitcoin ist ein Beispiel dafür. Ein Produkt ohne jeden inneren Wert und ohne jede Rendite. Es wird nichts erwirtschaftet und die einzige Motivation so etwas zu kaufen ist, dass man danach „einen noch größeren Idioten“ findet, der einem dieses Spekulationsobjekt zu einem noch höheren Preis abkauft.

Jetzt ist der Maschinist selbst nicht nur Investor sondern auch Spekulant und grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, wenn man weiß was man dort gerade tut und in welcher Rangfolge man sich beim Spekulieren befindet.

Leider kaufen die meisten Menschen ein solch rein spekulatives Produkt aber nur aus dem Grund, weil es zuvor stark gestiegen ist und alle gerade davon sprechen. Der von extern aufgebaute „Kaufdruck“ wird dadurch für viele Menschen unerträglich.

Damit ist man leider ganz unten in der spekulativen Nahrungskette und die Suche nach einem Käufer zu einem noch höheren Preis bleibt meistens erfolglos. Stattdessen rauscht man dann mit dem gebrochenen Trend durch mehreren „Hoffnungswellen“ nach unten. Aus Hoffnung wird irgendwann Verzweiflung, dann Wut und schließlich Scham.

An der Börse ist jeder aktiv handelnde Spekulant mal ein Idiot und auch der Maschinist war es selbst schon oft genug. Die Kunst besteht, daraus zu lernen und sich beim nächsten Mal zu fragen wieso man dieses Mal kein Idiot sein sollte.

Wer dann keinen Grund dafür findet, tut gut daran dem Kaufdruck zu wiederstehen und sein Geld lieber anderswo zu verbrennen. 😉

 

Unser Bürger macht sich also weiter auf die Suche nach einer Möglichkeit sein sauer verdientes Geld endlich los zu werden

Dann findet er „glücklicherweise“ Blogs, die „Peer to Peer“ Lending bewerben. Private Konsumentenkredite. Und zwar nicht irgendwelche, sondern meistens welche aus Osteuropa mit entsprechender Gesetzgebung. Zusätzlich ist die Plattform eine nicht haftbare Gesellschaft, die kein eigenes Risiko (Skin in the game) bei der Kreditvergabe hat.

Das hast nur Du!

Das ist in Summe eine „spannende Mischung“.

So blauäugig kann eigentlich niemand sein, müsste man denken. Aber es funktioniert. Blogs haben aktuell tausende Euro an monatlichen Einnahmen aus Peer to Peer Affiliate Einnahmen. Bevor also jemand fragt, wieso diese Dinge immer noch empfohlen werden, obwohl in China der gesamte Peer to Peer Markt schon implodiert ist und die in den USA führende börsengehandelte P2P-Plattform LendingClub mittlerweile mehr als 90% Ihres Börsenwertes verloren hat und aktuell zügig auf den Wert Null zusteuert.

 

„Follow the money“ – Lautet die Antwort!

Das lustige an dieser Art der Vermögensvernichtung ist, dass man Sie rein monetär nicht kommen sieht und das es auch keine fallenden Kreditkurse gibt, die das Leid ankündigen. Stattdessen ist die Entwicklung der Vermögensentwicklung für die Kreditgeber dabei wie die einer Weihnachtsgans.

Diese Gans hat vor dem „Event“ ein wunderbares Leben.

Sie ist glücklich und nimmt jeden Tag an Gewicht zu. Bis Sie schließlich am Tag vor Weihnachten zu einem prächtigen Tier geworden ist, das keinen Gedanken daran verschwendet was nun kommt.

Aber dann passiert es: Die Gans stirbt und die Peer to Peer Handelsplattform geht mit einem Knall bankrott. Eventuelle Kreditgarantien der Plattform lösen sich damit genauso in Luft auf, wie die Zahlungsmoral der allermeisten osteuropäischen Kreditnehmer (die dort oft nur Geld geliehen haben, weil es bei Ihrer Bank keines mehr gab).

(Quelle: Nassim Taleb)

Poff!

Das war jetzt schon ganz nett Maschinist. Aber ich will mein Geld noch krasser vernichten. So richtig spektakulär. So dass ich vielleicht danach sogar noch Schulden habe. Gibt es sowas?

 

Ok lieber Bürger. Wie wäre es mit dem „Roulette Trade“?

Du kaufst mit Deinem ganzen liquiden Vermögen einen einzigen Wert. Aber nicht irgendeinen Wert. Blos nicht in ein seriöses Unternehmen investieren, dass gute Gewinne macht und diese jedes Jahr erhöht. Und noch viel weniger in einen Gesamtmarkt ETF, bei dem Du langfristig nur gewinnen kannst, wenn Du die normalen Schwankungen ausblendest, die es an der Börse immer geben wird.

Du kaufst am besten Aktien von einer ganz kleinen Bude, die nur ein einziges Produkt herstellt. Und die mit diesem einen Produkt auch kein Geld verdient, aber bei dem es sehr viel Hoffnung und eine wunderbare Story gibt.

In guten Börsenzeiten sind solche Unternehmen manchmal absurd hoch bewertet. Zum Beispiel mit einem zweistelligen Jahresumsatz obwohl der größte Teil dieses Umsatzes direkt verbrannt wird (aber die Hoffnung besteht, dass nun bald die hohen Gewinne fließen und sich der Wert verzehnfacht).

Um dann die Theatralik noch weiter zu steigern, könnte man zusätzlich sein Aktienportfolio noch beleihen und noch mehr von diesen Aktien kaufen. Dadurch ist das Geld nicht erst alle, wenn dieser hochspekulative Wert auf null fallen sollte, sondern schon vorher. Und wenn man dann in eine Rezession hineinläuft und plötzlich sichtbar wird, dass der Turnaround nicht mehr gelingt, kann es sein, dass man danach sogar noch in den Miesen steht, wenn der Wert außerhalb der Börsenhandelszeiten abstürzt. Dafür braucht man natürlich “Glück”. Aber öfters als man denkt klappt das. Das Produkt selbst kann dabei sogar richtig gut sein. Nach dem Crash kann ein etabliertes Unternehmen die Firmenreste günstig aufkaufen und es geht weiter.

Aber leider ohne Dein Geld.

 

Das war lustig Maschinist. Ich hab jetzt nur noch eine Frage:

Wie vernichten eigentlich die vielen Menschen Ihr Vermögen, die sich zwar an die Börse trauen und auch nicht aktiv spekulieren wollen aber nachher trotzdem viel schlechter als der Gesamtmarkt abschneiden? Ich habe gelesen, dass der durchschnittliche Privatinvestor den Gesamtmarkt massiv unterperformt.

Wie kann das sein, wenn ich gleichzeitig mit einem einfachen Buy&Hold eines passiven Gesamtmarkt ETF und dann dem monatlichem Ansparen in weitere Anteile einfach diese wunderbare Rendite von Brutto 8-10% vor Inflation und vor Steuer über lange Sicht erhalten kann?

Kommen wir dafür nun zur Nachricht von Leser Pete. Seine Frage spiegelt gut die Gefühle von Millionen von Menschen wieder, die noch nicht allzu lange an der Börse dabei sind:

 

Hi Maschinist,

ich habe allgemeine Fragen/Ängste/Sorgen.
Seit 18 Monaten bin ich an der Börse aktiv, fälliges Festgeld immer in ETFs/ Aktien gebuttert, Depot knapp 6 stellig. 50% ETFs, 50% Aktien (einige Techs zu Höchstkursen gekauft).

ETFs:
50% Vanguard All World und Vanguard Emerging Markets

50% Aktien, chronologisch nach Wert:

APPLE INC.
ALLIANZ
MICROSOFT
ROCHE HLDG AG
BECHTLE AG
Match Group
DISNEY (WALT) CO.
Tesla
INTEL CORP.
MCDONALDS CORP.
Electronic Arts
COCA-COLA CO.
COMMERZBANK AG
Geely

 

Depot aktuell 10% im Minus.
Ich frage mich jetzt:
War das eine Idiotenaktion, nach mehreren Jahren Bullenmarkt einzusteigen?

Was rät der Maschinist? Weiter nachkaufen? Warten bis Boden erreicht? Positionen, die noch im Plus sind verkaufen? Kauft er selber nach?

Danke,
Pistol Pete

 

Hi Pete,

Danke für Deinen Beitrag.

Generell ist es immer eine gute Idee langfristig an der Börse dabei zu sein. Probleme entstehen immer nur dann, wenn man das Thema gedanklich noch nicht voll durchdrungen hat.

Viele Menschen haben sich in den letzten Jahren hauptsächlich durch die steigenden Kurse zu einem Kauf verleiten lassen. Wer mit diesem Mindset dann durch die an der Börse immer mal wiederkehrenden Einbrüche geht, wird sich statistisch schwer tun, rational zu handeln.

Nach Investor und Finanzberater Nick Murray ist „ein Bärenmarkt eine Periode in der Aktien zu Ihrem rechtmäßigen Besitzer zurück gehen“. Nämlich von denen die Aktien nur wegen den zuvor gestiegenen Kursen gekauft haben hin zu denen die Aktien halten, weil Sie wissen was Unternehmensbeteiligungen eigentlich sind und es Ihnen nach dem Kauf vollkommen gleichgültig ist, was jemand anderes kurzfristig gerade bereit ist, dafür zu zahlen.

Was ist denn ein Gesamtmarkt ETF wie Dein Vanguard All World oder Dein Vanguard Emerging Markets?

Ein ETF ist eine „Geschenkbox“, in der sich tausende der größten und erfolgreichsten Unternehmen dieser Welt befinden. Diese Aktien sind der eigentliche Wert. Du bist durch den Kauf nun anstatt eines Papiergeldhalters zu einem echten Unternehmensbesitzer geworden. Diese Unternehmen erwirtschaften jedes Jahr Gewinne, die Sie in Form von Dividenden, Aktienrückkäufen und Produktivitätssteigerungen an die Besitzer verteilen. Und ganz nebenbei gleichen Sie auch noch die Inflation aus, weil es eben echte Werte sind.

 

Was macht der Maschinist aktuell?

Er war die letzten Tage und Woche mit seiner Familie auf dem Weihnachtsmarkt, im Schwimmbad oder Schlittschuhlaufen. An den Wochenenden hat er Freunde getroffen oder etwas mit seiner Familie unternommen. Jetzt freut er sich auf die Weihnachtszeit und eine Woche geht es sogar in den Urlaub.

 

Mir um die Börsenkurse Sorgen zu machen war nicht dabei

Ich habe vor vielen Jahren und nach vielen Schmerzen verinnerlicht, dass ich die Schwankungen an der Börse weder vorhersehen noch verhindern kann. Langfristig steigt die Börse immer und ist die einzige mir bekannte Wohlstandsmaschine die alle Bürger für sich ohne große Mühe oder Zeitaufwand nutzen können.

Die einzige Möglichkeit zu verhindern, dort zu den Gewinnern zu gehören ist, Aktien aus den falschen Gründen zu kaufen und dann bei kurzfristig fallenden Kursen wieder zu verkaufen anstatt dass zu tun was Sinn machen würde. Nämlich den monatlichen Sparplan weiter laufen zu lassen und wenn möglich dann sogar noch Sonderkäufe zu tätigen.

 

Es gibt Firmenbeteiligungen gerade im Angebot

Im Supermarkt würdest Du Dich darüber freuen. Wieso fragst Du Dich hier, ob Du das gestern teurer erworbene Rinderfilet heute wieder verkaufen sollst, nur weil es dieses zufällig jetzt auch beim Supermarkt einmal billiger gibt?

Das tust Du natürlich nicht, sondern Du bleibst ruhig und wenn Du gerade Bargeld nutzlos herumliegen hast, kaufst Du noch mehr. Der Aktienmarkt ist ein Huhn das goldene Eier legt. Wieso kommt jemand auf die Idee, dass Huhn nach einem temporären Preiseinbruch zu verkaufen, wenn die Alternative unsicheres  Papiergeld ist, dass auf den Konten verrottet?

 

Damit ist das Thema ETF geklärt – Kommen wir zu den Einzelaktien

Einzelaktien sind im Vergleich zu einem Gesamtmarkt ETF deutlich riskanter, weil ein einzelnes Unternehmen im Gegensatz zum Gesamtmarkt wie fast alle Unternehmen irgendwann bankrottgeht. Einzelaktien machen nur Sinn, wenn Du gegenüber dem Gesamtmarkt nach einer Recherche eine langfristige Überperformance erwartest und abschätzen kannst, dass eine mögliche Pleite noch lange Zeit unwahrscheinlich ist.

Nach meiner persönlichen und wie immer fehlerbehafteten Einschätzung (die keinerlei Beratung darstellt), hast Du größtenteils gute Aktien im Depot die gute Gewinne erwirtschaften und langfristig wahrscheinlich noch viele gute Jahre vor sich haben.

Match Group, Tesla und Elektronic Arts sind eine Spekulation. In einer Rezession fallen spekulative Werte meistens stärker als der Gesamtmarkt. Gerade Tesla hält sich aber sehr gut und dort ist auch viel Substanz dahinter, da Sie als Disruptor das Ende der deutschen Automobilindustrie einleiten könnten.

Die einzig schlechte Aktie ist nach meiner Meinung die Commerzbank, die wie viele europäische Banken kein echtes Geschäftsmodell mehr hat und sich wie die Deutsche Bank aktuell nur noch mit großer Mühe über Wasser hält.

Ich würde aktuell alle Werte halten (vielleicht bei der Commerzbank einen Verlustvortrag mit einem Verkauf noch in diesem Kalenderjahr generieren, weil ich dort nicht daran glaube). Wir stehen nach dem Börseneinbruch im Dezember rein technisch betrachtet vor einer schnellen Erholung. Diese Erholungen gibt es selbst im größten Bärenmarkt zwischendurch immer.

 

Die ETFs würde ich generell niemals verkaufen sondern besonders jetzt einfach monatlich Deine weitere Sparleistung dort investieren.

Du wirst langfristig damit die durchschnittliche Börsenrendite von in Deutschland mindestens 5% nach Inflation, Gebühren und deutsche Steuer auf die Dividenden erzielen.

Die einzige Möglichkeit, diese Rendite jetzt zu zerstören und den Vermögensvernichter zu spielen, ist ein Verkauf in Panik.

Du verkaufst dadurch nicht nur wahrscheinlich nahe eines temporären Tiefpunktes. Du kommst durch dieses emotionale Verhalten später auch nicht mehr zu diesen Kursen wieder hinein, rennst dadurch der Börsenentwicklung hinterher und wirst im Worst Case irgendwann zu einem Bürger, der den Lieblingssport der anderen mitmacht. Dein eigenes Vermögen verrotten lassen.

Wir in der Freiheitmaschine wissen, dass Börseneinbrüche schon seit 200 Jahren immer mal wieder vorkommen. Wir wissen nicht, wann diese auftreten und wie tief der Markt dann fällt.

Wir wissen aber, dass jeder Einbruch eine Chance ist, weitere Anteile temporär günstiger zu erwerben und damit den eigenen Vermögensaufbau nochmals zu beschleunigen.

Also frohe Weihnachten für Dich und Deine Lieben und Ruhe bewahren!

—————————————————————————————————-

Spare Geld mit dem Maschinisten:
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HvW

Hallo Maschinist, vielen Dank für diesen Artikel, mit dem du so viele wichtige Themen (wie so oft) auf den Punkt bringst. Bei dem kleinen Seitenhieb auf CTSO musste ich schmunzeln; ganz im Ernst: Du zeigst zurecht auf, dass sowas gefährlich ist, vor allem wenn’s von jemandem mit überdurchschnittlichen Marktschreierqualitäten angepriesen wird :). Frohe Weihnachten!

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Hallo Maschinist,
danke mal für die Beispiele der Geldvernichtung! Was mir dazu fehlt und wo fast jeder Deutsche und Österreicher mitmacht ist das Lotto spielen. Fast alle Einwohner spielen mit, das Geld bekommt die Lotterie und das Finanzamt und gelegentlich gewinnt mal einer mit seinem Lottoschein. Lustig wenn es ein paar Wochen keinen Gewinner gibt spielen alle wie verrückt mit noch höheren Beträgen mit. Das ist mein weihnachtlicher Beitrag zur verdummten Vermögensvernichtung
Frohe Weihnachten
Viele Grüße
Bergfahrten

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Hans

Hallo,

ich sehe das sehr viel entspannter. Peanuts-Einsätze, minimalste Chancen, aber große mögliche Gewinne und seitdem ich weiß, was alles Gutes aus Lottomitteln finanziert wird, passt es umso besser.

LG

Hans

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frommi

Danke für den Artikel, spricht mir aus der Seele! 🙂
Es tut wirklich weh mit anzusehen wie manche Leute mit Ihrem Geld umgehen. Aber die meisten werden solche Posts trotzdem ignorieren und erst reagieren wenn der Schmerz extrem gross ist. Dann die Fehler jemand anders zuschieben, Besserung geloben (nächstes Mal wird alles anders!) um anschliessend die nächste Geldverbrennung zu suchen.

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Felix

Schöner Artikel in unruhigen Börsenzeiten. Die Erzählung, dass nach einem Einbruch die Kurse wieder steigen und sogar neue Höchststände erreichen, war bislang immer richtig. Ein Naturgesetz ist sie freilich nicht.
Viele scheitern an dem “diesmal ist alles anders”. Da ist der Brexit (nie dagewesen), im Weißen Haus hat eine sehr schräge Persönlichkeit (um nicht zu sagen ein Idiot) das Sagen, Italien versucht sich an der Euro-Zerstörung, Frankreich versinkt im Chaos. Da scheint Deutschland ein Hort der Stabilität zu sein. Gut, Merkel ist in der Endphase, Merz ist verhindert, sozialistische Tendenzen nehmen zu. Aber uns geht es gut!
Wei werden sehen, wie tief es runtergeht. Ich bin auf der Käuferseite.

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Hans Saarpej

Ein sehr provokativer Artikel, der einen zwingt seine Geldanlageentscheidungen zu rechtfertigen/hinterfragen, danke dafür!

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Danke für den Artikel.

Das Geld ist nicht weg – es hat nur jemand anders!

Du hast es auf den Punkt gebracht. Es ist eigentlich ganz einfach wenn man von Dir beschrieben Regeln befolgen würde dann würde einer Geldvermehrung nichts im Wege stehen.

Leider haben viele Menschen keine Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen.

Auch Dir Frohe Weihnachten und erholsame Festtage.

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Oliver

Hallo Maschinist,

das mit der Geldvernichtung ist gut beschrieben. Da ist man doch schlauer, wie ein guter Freund von mir, der sein Geld mit seiner Familie für Urlaub und viel anderem Krimskrams ausgibt. Auch wenn es weg ist, hat er zumindest mehr davon gehabt, als einer der Anleger, die Du oben beschrieben hast.

Ich hatte dazu vor ca. 3 Wochen ein Deja-vu-Erlebnis. Ein anderer langjähriger Freund hat mit den Jahren viel Geld angespart. Es weiß selber, dass das ganze Geld auf den Konten Verlust einfährt und er sehnt sich schon seid Jahren nach den alten Zinsen zurück. Da ein von ihm sehr guter Freund in die Bitcoin-Währungen eingestiegen ist und damit innerhalb von sechs Monaten im letzten Jahr sehr wohlhabend geworden ist (von einigen 10.000 auf in der Spitze 500.000 €), hat er das nahe der Höchstkurse auch gestartet. Zwar hat er insgesamt nur 10.000 eingesetzt, aber bei unserem letzten Treffen sagte er, dass er 80% im Minus sei. Seitdem sind die Währungen weiter gefallen, auch wenn jetzt kurz vor Weihnachten wieder ein Anstieg war (habe gerade geschaut). Trotzdem: Aktien liegen ihm nicht, ETFs auch nicht. Er hat zwar von seinem Arbeitgeber ein paar Aktien, aber das Thema mag er nicht. Ich schätze, das Aktien/ETF für viele in Deutschland von der Mentalität schwierig sind, obwohl sie rein objektiv die beste Anlageform auf langer Sicht sind.

Ich habe ja auch einiges an Buchwerten abgegeben, wie so jeder, der investiert ist. Das erstaunliche ist, das mein ETF World als thesaurierender Fond jetzt mit 6,3% im Minus ist, d.h. obwohl dort die Dividenden reinvestiert wurden, ist der ETF ziemlich stark in 2018 abgeschmiert. Anders schaut es mit meinen Einzelaktien trotz einiger stärkerer Buchverluste aus. Dort bin ich insgesamt mit den Dividenden im Plus (4%). Ich denke, dass ich einfach ein bisschen Glück bisher gehabt habe, weil manche Werte trotzdem noch erstaunlich stabil sind. Da ich von den Dividenden lebe, kann ich aber sagen, dass 2018 sehr erfolgreich war. Insgesamt habe ich wohl 7 – 8% höhere Einnahmen aufgrund der über 60 Dividendensteigerungen.

Was mich bei solchen Phasen immer wieder verwundert, dass neue Gestalten auftauchen, die glauben irgendwelche Trends lesen zu können. Oder es wird noch besser: Manche fangen auf einmal, wenn Aktien billiger werden zu timen. Manche haben bei den Allzeithochs ganz brav gekauft und jetzt wo sie mehr Aktien für ihr Geld bekommen, glauben sie, den Tiefpunkt treffen zu können und sammeln Geld. Ich finde das völlig irre, aber nun gut, jeder soll so investieren wie er mag. Besser als nicht zu investieren. Ich selber habe im Dezember sogar ein paar Reserven aufgelöst und neu investiert. Auch wenn die Börse weiter nach unten geht, bin ich nicht unzufrieden. Die Bewertungen der gekauften Firmen war durchweg sehr gut. Wenn das der Fall ist, macht man langfristig nie etwas falsches. Interessanter wird es, wenn ich einen langsam wachsenden Bluechip für ein KGV von 25 – 35 kaufe und dann glaube, das ich ein sehr gutes Geschäft gemacht habe. Ein Bluechip ist zwar sehr häufig eine gute Firma, aber schlecht bewertet nicht selten ein schlechter Kauf, weil die Risiken höher sind. Vieles, was in dieser Range war, ist heute unter KGV 20 und da ist es auf jeden Fall überlegenswert, einen solchen Wert zu kaufen. Das ist für mich z.B. viel wichtiger als ein Trend, wo ich nicht weiß, wie lange er gehen wird und wann er abreißt.

Ich schätze, am besten fahren die Investoren, die einfach stur und stetig weiter Geld in die Anlagen anlegen, die am besten zu ihnen passen. Für diejenigen, die sich mit möglichst gar nichts beschäftigen wollen, sollen einfach einen World-ETF kaufen, wann immer sie Geld übrig haben. Keine Kümmerrunden, nur Aufwand für eine Kauforder und das wars denn. Solange sparen, bis man finanziell frei ist und sich in der Zeit keinen großen Kopf über das bereits angesparte Vermögen machen. Für die meisten dauert die Ansparphase sowieso viele Jahre, was macht da ein Bärenmarkt, der vielleicht sogar 2 – 3 Jahre dazwischen dauert? Es ist eine Randnotiz, weiter nichts. Die in dem Bärenmarkt gekauften Anteile beschleunigen sogar später das Depot massiv. Von daher liebe ich Bärenmarkt. Immer her damit.

Frohe Weihnachten
Oliver

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Julian

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Diese Anzeige wird man nirgendwo finden.
Wer selbst nachdenkt, schaltet in seinem Kopf seine eigenen Anzeigen.

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Ruben

Hallo Maschinist,

ich würde noch etwas früher ansetzen. Vor den schlechten Investment Entscheidungen kommen noch viele unsinnige Konsumentscheidungen. So bleibt oftmals kein Geld mehr zum investieren.

Ich bedanke mich für alle deine Beiträge in 2018 und hoffe du betreibst den Blog auch in 2019 in dieser Form weiter. Immer sehr gut recherchiert, geistreich und soweit ich das beurteilen kann unabhängig und nicht korrumpiert.

Frohe Weihnachten und guten Rutsch an Alle!
Ruben

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Hallo lieber Maschinist!
Vielen Dank für den Artikel!
Angesicht der aktuellen Börsenentwicklungen, würden viele wohl am liebsten sagen “Wußte ich es doch, dass man mit diesem Teufelszeug nur Geld verlieren kann”. Dass die tatsächliche Geldvernichtung über Tagesgeld & Co erfolgt (genial übrigens Deine Werbeeinschaltung von Weltsparen 😉 kann ich ganz deutlich unterstreichen.
Wie jeder einzelne auf das aktuelle Kursgemetzel reagiert, sei dahingestellt. Ich sehe zwei sinnvolle Strategien: Jetzt zukaufen (for those who can time the market…) oder einfach stur weiter regelmäßig investieren (für jene, die sich nicht klüger schätzen, als alle anderen…).
Viele Grüße und alles Gute für 2019!

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Schwaberle

Mal wieder ein toller Artikel. Die Freiheitsmaschine ist mittlerweile einer meiner Lieblingsblog. Ich kann mit deinen Artikeln echt was anfangen. Danke für deine tolle Arbeit 🙂

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Danke für den Artikel. Ich investiere sowohl in ETFs als auch in Crowdlending-Projekte inklusive P2P-Kredite. Ich stimme dir zu, dass letztere sehr risikobehaftet sind. Jedoch sollte man mMn unterscheiden zwischen den vielen kleinen Plattformen, die momentan aus dem Boden schießen und den etablierten, großen Anbietern. Etwas Geld bei zweiteren zu investieren und sich des Risikos bewusst sein, halte ich für eine gute Möglichkeit, sein Portfolio im Hochzins-/ Risikobereich zu diversifizieren.

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Pistol Pete

Hi Maschinist,

vielen Dank für den Beitrag und die Tipps für meinen konkreten Fall.
Ich werde an meinem Mindset arbeiten und mit mehr Erfahrung auch mit den fallenden Kursen und somit hoffentlich temporär schrumpfendem Vermögen umgehen lernen.

Nachkaufen werde ich in der aktuellen Situation nur meine ETFs. Vielleicht noch McDonalds aufstocken und Johnson & Johnson nach dem Einbruch einsammeln. Du hältst ja selber J&J!? Aktuell eine gute Idee?

Der Commerzbank Posten ist jetzt unter 1k runtergeschrumpft. Ich lass sie liegen, hoffe auf die Fusion / die Zinswende / dass die Regierung irgendwie unsere Kohle wieder sehen will und eingreift. Vielleicht wird es dann noch was.

Generell scheint sich Deine Empfehlung mit den ETFs, besonders in dieser Marktlage, zu bestätigen.
Ich habe in keiner Weise die Skills/Zeit/vollständige Information, mich in einzelne Unternehmen einzuarbeiten und rationale Entscheidungen zu treffen. Das scheint leider doch sehr oft reiner Zufall bzw. Glück zu sein, ob man einen guten Treffer landet oder eben nicht.

Fazit: Focus on ETFs!
Danke für Deinen Blog und gutes neues Jahr 2019!

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KostenRunter

Hallo Maschinist,

wieder ein Artikel, bei dem ich zu 100 % zustimmen kann. Nur das Bild mit dem Feuerkorb scheint mir eine eher etwas unübliche Form der Geldverbrennung zu sein. Gerade heut(zutag)e tauscht man es doch in Zylinder oder kleine rechteckige Kästen ein, womit das Geld ruckzuck mit iiiiiieh, iiiiiieh, iiiiiieeh, pafff, pafff, knatter, knatter, prassel verbrennt.
In diesem Sinne einen guten Rutsch in ein 2019, das Dir Gesundheit (denn ohne macht die finanzielle Freiheit keinen Spaß) und Erfolg beim Investieren und allem anderen bringt !

Julian

PS: McDonalds halte ich im Moment auch zum Kaufen für zu teuer. Aber ich bin froh, dass ich 2007 welche geholt habe. 2008 wie 2018 stehen die in den stürmischen Zeiten wie ein Fels in der Brandung.

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Martin

Der massive Anstieg von “ETF sparen” Artikel/Youtube Videos zeigen eigentlich, dass der Markt bereits am Zenit angekommen ist. In den nächsten 3-4 Jahre werden wir eine der grössten Geldumverteilung sehen und ein Platzen diverser Blasen (Aktien, Kredite, Immobilien). Freiheit und Unabhängigkeit sehe ich dann eher in physischem Gold, Silber und Bitcoin als Werterhaltspeicher und da diese einen gewissen Schutz vor Zugriff vom Staat (bereits pleite) bieten. Mögliche zukünftige Szenarien: Rezession, Hyperflation, Systemcrash des Finanzsystems, Ende der FIAT Währungen. Ich bin Ü40 und denke ich werde noch alles erleben. Sachwerte wie Aktien sind guten Anlagen, jedoch nach 10 Jahren Bullenmarkt mit einem am Schluss parabolischen Anstieg vom S&P ist Vorsicht geboten. Frei in unserer Welt ist jeder, der keine Schulden besitzt.

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Oliver

Hallo zusammen
Ich sehe das auch so, den Sparplan “unendlich” und konsequent in die ETF’s fliessen zu lassen. Was mach ich aber, wenn ich eine erhebliche Summe Cash habe, also nicht neu-Erspartes??? Den Betrag in z. B. 12 Tranchen aufteilen und dann über ein Jahr lang montatlich in den ETF füttern? Oder wie würdet Ihr das anlegen? Danke, Oliver