Selbst genutzte Immobilie – Oft eine schlechte Idee

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Selbstgenutze Immobilie Immobilienkauf schlechte IdeeDeutschland ist im Immobilienfieber

Seit die Eurokrise in den Köpfen der Menschen angekommen ist und Sparbücher, Girokonten und andere vergleichbare Produkte keine Verzinsung mehr bieten, gibt es kein Halten mehr.

Es ist allgemein akzeptierter Konsens, dass der Kauf einer Immobilie eine gute Wertanlage ist.

Aber ist das auch richtig? Die Antwort darauf hängt von der spezifischen Situation ab. Aber oft genug ist sie auch ein klares nein.

Eine selbstgenutzte Immobilie ist in vielen Fällen eine schlechte Wertanlage. Und ein Investment darin verhindert oft, dass die Masse der Menschen die auf Arbeitseinkommen angewiesen sind, jemals finanziell wohlhabend, und noch viel weniger unabhängig, werden.

Die meisten Menschen im deutschsprachigen Raum besitzen Ihre Immobilie langfristig. Die kurzfristigen Preisbewegungen am Immobilienmarkt spielen also nur eine untergeordnete Rolle.

Viel wichtiger und entscheidend ist die langfristige Preisentwicklung von Immobilen.

 

Und fast egal auf welche Länder man dabei schaut, langfristig steigen die Immobilienpreise dabei kaum stärker als die jeweilige Inflationsrate.

Es gibt dabei wirtschaftlich dynamische Regionen, die besser abschneiden. Aber das wird ausgeglichen durch andere Gegenden, in denen die Immobilienpreise langfristig sogar fallen.

Das Land mit der längsten Datenreihe, dass darüber hinaus zum Vorteil aller Immobilienbesitzer in diesem Zeitraum auch nie durch einen Krieg zerstört wurde, sind die USA.

Ein Blick auf den inflationsbereinigten US-Hauspreisindex der letzten 110 Jahre macht das Problem deutlich:

Inflation-Adjusted U.S. Home Prices Since 1900

Einen echten Anstieg der Immobilienpreise, die über den jeweiligen Inflationsausgleich hinaus ging, gab es nur nach dem Jahr 2000, in dem die USA wie aktuell Deutschland in ein Immobilienfieber fiel.

Der Großteil des Anstiegs wurde danach in den Jahren 2009 bis 2012 wieder abverkauft und viele verschuldete Immobilenbesitzer wurden in Folge dessen in den persönlichen Ruin getrieben.

Neben dem Fakt, dass eine Immobile langfristig nur einen Inflationsausgleich bietet, bindet Sie darüber hinaus wertvolles eigenes Kapital, das man auch heute noch viel gewinnbringender Anlegen kann.

Ein weiterer Punkt, warum eine selbstgenutzte Immobilie oft ein schlechtes Investment ist, ist der Fakt, dass Sie einen örtlich und oft auch emotional bindet.

Welcher Bürger im deutschsprachigen Rau wird schon, nachdem er sich für eine Immobile verschuldet, und dann tausende Stunden Arbeit darin investiert hat, diese einfach wieder verkaufen?

Außerhalb der Ballungszentren gibt es für eine solche Immobilie oft auch über lange Zeiträume keinen Käufer. Die meisten Menschen sind generell zu träge einen solchen Schritt zu unternehmen.

So ziehen für den Hausbesitzer im strukturschwachen Gebiet viele Chancen ungenutzt vorbei und er kann sich wirtschaftlich und örtlich nicht verbessern.

Wenn Du die finanzielle Unabhängigkeit schon erreicht hast und Du sicher bist, viele Jahre am gleichen zu Ort, kann eine selbstgenutzte Immobilie eine gute Sache sein.

Sie ist weiterhin nicht mehr als eine finanzielle Verbindlichkeit aber bei einem hohen eigenem Vermögen ist sie eine akzeptable Diversifizierung und Sie erhöht für viele Menschen auch die Lebensqualität.

Aber die allgemeine Meinung, dass eine selbstgenutzte Immobilie generell ein gutes Investment ist, ist falsch. Und der Glaube daran verhindert, dass die meisten Menschen jemals frei und finanziell unabhängig werden.

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