Hello,
hälfte 2025 haben wir so hinter uns. Meine kürze Zusammenfassung:
Gesamtvermögen: 1.200k-1.300k. Euro - je nach dem wie meine Immobilie bewertet wird
Aufgeteilt in (alles Euro):
- 490k - Immobilie
- 240k - HY-Divi-Aktien
- 120k - Divi-Aktien
- 120k - IB-Cash als Tagesgeld - wartet auf Börsen-Crash
- 90k - DE-Tagesgeld - wird in kleinen Tranchen in ETF's umgewandelt.
- 80k - AllWorld + S&P500 ETF's
- 100k Overnight Swap ETF - eine Art Tagesgeld.
- 30k - Nicht-Euro-Tagesgeld außerhalb DE
- 4k Krypto-Spaß-Geld.
Giro rechne hier nicht mit.
Das alles liefert im Schnitt >3.000 Euro netto monatlich und hat noch Optimierungspotential.
Zusammenfassend - ich muss nicht mehr arbeiten, ich tue es aber noch - dazu noch gleich.
Die letzten Monaten waren recht spannend - sowohl auf der Börse wie auch beruflich.
Auf der Börse habe ich den kleinen Crash verwendet um meine Investments zu erhöhen - sonst hat mich die Abwertung von Dollar ein paar Tausends gekostet...
Beruflich - bin extrem beschäftigt und die erbrachte Leistung wurde auch extrem gut entlohnt.
Ich habe gute Leute um mich herum und mein finanzieller Backup trägt dazu bei, dass ich meine Entscheidung so treffe, wie ich es für richtig halte. Weder innerbetrieblicher Druck, noch sonst welche Beziehungen stehen mir im Weg.
Wie geht es weiter? Ich wollte zuerst einen Grund finden um zu "gehen" - das habe ich zwischenzeitlich verworfen - ich mache meine Projekte zu Ende, da ich es kollegial und für mich persönlich für wichtig halte. Danach werde ich überlegen. Einen "one-more-year-syndrom" wird es nicht geben.
Gruß und schönes Wochenende.
ziola
Herzlichen Glückwunsch zum Fortschritt @ziola und Danke für Deine Gedanken.
Bezüglich Tagesgeld / Overnight Swap würde ich beachten, dass die gesamten Zinszahlungen nach Steuer nicht mehr als ein Inflationsausgleich sind. Das heißt die Zinsen als Nominalrendite daraus sind real ein Kapitalverzehr wenn Du Sie in der RE-Phase so entnehmen würdest.
Dein aktuelles da. 780k Anlagevermögen außerhalb der Immo bei Entnahme der gesamten 36k nach Steuer (3k pro Monat) wären bei angenommenen ca. 20% Steuer (also Bruttoentnahme ca. 43k pro Jahr vor Steuer) eine Entnahmerate von ca. 5.5% (Dividenden sind Entnahmen egal aus welchem Aktienbereich sie kommen).
Die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Depots mit realer 5,5 % Entnahmerate mit z.B. 70% Aktien und 30% Tagesgeld (verzinstes Cash) und jährlichem Rebalancing (das heißt Umschichtung in Aktien im Crash), beträgt historisch in den USA über 30 Jahre fast 50%:
Die Mischung aus fallenden Aktienmärkten und Inflation sorgt in Bärenmärkten für den Fail.
Bei Deinen geplanten 2k Netto Lebenshaltungskosten im Monat (24k Netto / ca. 28,8k Brutto bei angenommener 20% Steuer) und Reinvestition der restlichen Zinsen sieht es deutlich besser aus mit ca. 10% Ausfalwahrscheinlichkeit über 30 Jahre:
Aktuell sind die Börsenbewertungen relativ hoch, das heißt die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit liegt eher am oberen Ende. Die Startpunkte der gescheiterten Kohorten waren fast immer Börsenjahre mit hohen Aktienbewertungen nach Shiller Cape.
Die wichtigsten Punkte:
Im Bärenmarkt wird der High yield Sektor temporär immer zu "low/no yield" (siehe z.B. 1974-1982, 2001-2003 oder 2008).
Bei Zinszahlungen auf Geldprodukte wie Tagesgeld, oder Anleihen zählt die Rendite nach Steuer und! Inflationsausgleich, ansonsten ist es reiner Kapitalverzehr.
Wie schon geschrieben keine Kritik.
Es geht mir um Datenpunkte und Blickwinkel für andere Leser, wie wichtig langfristig die Entnahmerate ist.
Schönen Sonntag und weiterhin eine gute Zeit!
Bei Deinen geplanten 2k Netto Lebenshaltungskosten im Monat (24k Netto / ca. 28,8k Brutto bei angenommener 20% Steuer) und Reinvestition der restlichen Zinsen sieht es deutlich besser aus mit ca. 10% Ausfalwahrscheinlichkeit über 30 Jahre:
Aktuell sind die Börsenbewertungen relativ hoch, das heißt die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit liegt eher am oberen Ende. Die Startpunkte der gescheiterten Kohorten waren fast immer Börsenjahre mit hohen Aktienbewertungen nach Shiller Cape.
Die wichtigsten Punkte:
Im Bärenmarkt wird der High yield Sektor temporär immer zu "low/no yield" (siehe z.B. 1974-1982, 2001-2003 oder 2008).
Bei Zinszahlungen auf Geldprodukte wie Tagesgeld, oder Anleihen zählt die Rendite nach Steuer und! Inflationsausgleich, ansonsten ist es reiner Kapitalverzehr.
Hallo @maschinist,
danke für Feedback und ja viele der von dir erwähnten Punkten sind mir bewusst. Vor allem das "Parken" des Geldes in Tagesgeld halte ich ähnlich wie du, für Inflationsausgleich und es ist nicht geplant es so dauerhaft zu halten. Vielmehr möchte ich das Kapital über die Zeit in ETF-Investements verschieben. Momentan ist mir allerdings einfach die Marktbewertung für große Sprünge, zu hoch. Folglich bespare ich mit etwa 2-3k monatlich die ETF's und warte auf eine bessere Gelegenheit. Auch ist mein Nicht-Euro-Tagesgeld eine kleine Währung-Spekulation.
Was die Entnahme angeht - in der Tat sind die 2k Euro etwa notwendig um mein Lebensstandard mind. gleichzuhalten - der Rest ist momentan ein Nebenprodukt und wird reinvestiert. Folglich, auch wenn ich FIRE starte, wird das Vermögen noch weiter wachsen, bis wg. Inflation zu einem Break-Even-Punkt kommt - falls es soweit kommt.
Was man hier nicht vergessen sollte - das alles ist eine Überbrückung bis ich in etwa 13-15 Jahren in die Rente gehe und danach eine "Aufstockung". Dazwischen wird mir noch ALG eine Finanzspritze bescheren. Das ganze Programm mit Dispo-Jahr usw. ist bereits vorbereitet und wartet auf "Go".
Für evtl. Verbesserungsvorschläge bin ich nach-wie-vor offen.
Gruß
ziola
Guter Punkt mit den aktuell hohen Börsenbewertungen - insbesondere vom US-Markt.
Was wären eurer Meinung nach gute Strategien um höhere Beträge "übriges Geld" dann über einen Zeitraum von 5-10 Jahre +x zu investieren.
Sich auf Börsenregionen konzentrieren die derzeit eine weniger hohe Bewertung aufweisen (EM/Asien) und dort beispielsweise höher gewichtete Sparpläne laufen lassen?
Bewertung ignorieren da es sich um einen längeren Zeitraum (5-10 Jahre) handelt und man nun auch nicht weiß wie lange sich Überbewertungen noch fortsetzen können?
Habt ihr andere Lösungen, die ihr verfolgt?
Danke für euren Input
Hallo @rider
ich habe die letzten Jahre vermehrt in den weltweiten Aktienmarkt EX-USA investiert.
Meine gesamte US Aktienquote beträgt inkl. Einzelaktien aktuell gut 30% anstatt ca. 60% im All World ETF. Das hat in den letzten Jahren bei mir zu einer Unterperformance in diesem Anlagesegment geführt (das ich mit Bitcoin und co mehr als überkompensiert habe).
In den USA selbst habe ich in den letzten Monaten neu per ETF in den Value Bereich investiert anstatt in den S&P500 (z.B. mittels SCHD ETF (Schwab US Value)).
Mein gesamtes ETF Portfolio hat eine Dividendenrendite von durchschnittlich über 3% und deckt mit größerem Puffer alle Ausgaben der Familie. Ist in meinem Lebensabschnitt wichtiger als z.B. mittels Nasdaq ETF bei der aktuellen Bewertungshöhe der letzten Performance hinterher zu jagen.
Für junge Anleger direkt nach Studium oder ähnlichem natürlich anderer Fokus mit mehr Wachstum langfristig wahrscheinlich besser.
Ist meine Meinung, kann natürlich falsch sein und ich lerne gerne täglich weiter dazu.
Schönen Tag
Hallo Zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit Steuerlast und KV in meinem neuen zukünftigen Privatier-Leben. Hierzu habe ich folgende Annahmen getroffen:
- meine Frau verdient etwa 32k Euro brutto.
- meine Dividenden pro Jahr liegen bei etwa 45k Euro brutto.
- ich werde meine Depots in ein Gemeinschaftsdepot umwandeln (ist bissen kompliziert, aber wenn alles bei IE bleibt, mit bissen Geduld - realisierbar). Das führt dazu, dass die Divi-Einkünfte 50/50 aufgeteilt werden. Es ist für mich vorteilhaft wg. KV.
Die liebe KI kommt zu folgender Zusammenstellung (inkl. Kind und ich als freiwillig KV):
Posten | Betrag pro Jahr (€) |
Einnahmen Brutto | |
Gehalt Ihrer Frau (Brutto) | 32.000,00 |
Ihre Dividenden (Brutto) | 22.500,00 |
Dividenden Ihrer Frau (Brutto) | 22.500,00 |
Gesamte Bruttoeinnahmen | 77.000,00 |
Abzüge | |
Sozialversicherungsbeiträge Frau (AN-Anteil) | 6.672,00 |
Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge | 4.477,50 |
Gemeinsame Einkommensteuer (Günstigerprüfung) | 4.200,00 |
Gesamte Abzüge | 15.349,50 |
Netto nach Abzügen | |
Netto-Einnahmen pro Jahr (Haushalt) | 61.650,50 |
Netto-Einnahmen pro Monat (Haushalt) | 5.137,54 |
Mit dem Ergebnis bin ich positiv Überrascht - vor allem, das mit der 40% Teilstellung der Dividenden habe ich bisher nicht wahrgenommen (d.h. nur 60% der Dividenden werden als Einkommen bei der Steuerberechnung in Fall der Günstigerprüfung, berücksichtigt). Folglich hat mich die Steuer-Höhe fast schockiert.
Übersehe ich hier etwas?? KI habe ich schon 3 Mal befragt - auch hinsichtlich US-Divis, Quellesteuer usw.
Danke für Feedback.
ziola
Ich denke die Rechnung passt schon ungefaehr. Ich komme auch auf so niedrige Steuersaetze und rede schon sehr lange mit Gemini 🤣 . Du koenntest es sogar optimieren, indem du keine ausschüttenden ETFs besitzt und deiner Frau Schenkungen machst, die sie dann realisiert. Dann koenntest du in die Familienversicherung. Aber gut, das sind interessante Gedankenspiele.
Welche Dividenden bzw. Ausschüttungen werden 40 % teilfreigestellt? Ich kenne nur 30 % bei Aktienetfs oder Fonds. Letztendlich ist die Teilfreistellung ja auch nicht kostenfrei, die 30 % hast du einfach nie gesehen.
P.S.: Welche Brutto-Dividendensumme nimmst du an? Die in der Jahressteuerbescheinigung angegebene Höhe der Kapitalerträge Zeile 7 Anlage KAP ist ja schon abzüglich der Teilfreistellung. Daher kriegt man über die Steuererklärung das Geld nicht wieder.
Danke für dein Feedback. Das mit der 40% Teilfreistellung ist doch ein Gemini-Quark. Man muss es schon genau betrachten. Im Grunde die EU-Divi-ETF's werden mit 30% teilfreigestellt.. Bei US-Divi-ETF's gilt auch die 30% allerdings wird dann Quellensteuer nicht berücksichtigt. Divi-Aktien werden nicht Teilfreigestellt allerdings wird Quellensteuer berücksichtigt.
Theoretisch bei bestimmten Immobilien-ETF geht die Teilfreistellung bis 80%.
Ich habe jetzt das ganze wesentlich detaillierter Zusammengestellt, an reale Werte angepasst und durch KI rechnen lassen - sieht wie folgt aus:
Betrag brutto | Anteil Ehefrau | Anteil Ehemann | |
Einkommen Angestellter brutto | 33.000,00 € | 100,00% | 0,00% |
Ausschüttung EU-ETF inkl. Teilstellung | 1.699,25 € | 50,00% | 50,00% |
Dividende US-ETF brutto | 11.382,24 € | 50,00% | 50,00% |
Dividende US Aktien brutto | 33.619,75 € | 50,00% | 50,00% |
Quellensteuer | -5.042,96 € | 50,00% | 50,00% |
Werbungskosten | -1.230,00 € | ||
Teilfreistellung US-ETF | -3.414,88 € | ||
Sparer-Pauschbetrag | -2.000,00 € | ||
Summe Steuerpfl. Kapitalerträge (vor Sparer-Pauschbetrag) | 43.286,35 € | ||
Sozialversicherungsabgaben Ehefrau (AN-Anteil) | 6.748,50 € | ||
Summe Freiwillige KV/PV Ehemann | 4.447,43 € | ||
Gesamteinkünfte (vor Abzug) | 73.058,51€ | ||
Abzug Vorsorgeaufwendungen (Ehefrau) | -6.748,50€ | ||
Abzug Vorsorgeaufwendungen (Ehemann) | -4.447,43€ | ||
Sonderausgaben-Pauschbetrag | -36,00€ | ||
Zu Versteuerndes Einkommen (ZvE) | 61.826,58€ | ||
Abgeltungsteuer (pauschal) | 10.322,13 €* | ||
Einkommensteuer nach Anrechnung Quellensteuer. | 5.208,00€ | ||
Gesamtabgaben | 16.403,93€ | ||
Netto pro Jahr | 63.297,30 € | ||
Netto pro Monat | 5.274,78 € |
*nach Günstigerprüfung wird nicht Abgeltungsteuer sondern Einkommensteuer berücksichtigt.
Zu der Brutto-Divi-Frage:
- EU-ETF - ist schon nach Abzug der Teilfreistellung
- US-ETF - ist das was IE als Brutto ausgibt - ohne Quellensteuer
- US-Aktien - ebenso - ohne Quellensteuer.
Gruß
ziola