Überlegungen zur finanziellen Unabhängigkeit im Kontext von Crashpropheten  

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(@martin)
Aktiver Freiheitskämpfer

Servus!

Zur Zeit treibt mich der Gedanke um, ob ich die finanzielle Unabhängigkeit durch Verkauf einer Immobilie quasi sofort erreichen soll oder nicht.

Meine Vermögenswerte:

  • Abbezahlte und selbstbewohnte ETW, zu erzielender Verkaufserlös 600-800k€
  • 400k€ in Aktien und ETFs
  • 15k€ Cash

Seit zwei Jahren suche ich eine neue Wohnung zur Miete (Mietwohnung deshalb, weil diese in den letzten Jahren bei weitem nicht so stark gestiegen sind wie die Kaufpreise), bisher allerdings ohne Erfolg da die neue Wohnung im Vergleich zur jetzigen, die in sehr guter Innenstadtlage liegt, in einem Vorort sein soll und dort das Angebot nicht so toll ist.

Selbst in meinen Augen "vernünftige" Youtuber und Blogger spielen sich seit einiger Zeit als Crashpropheten auf, unter einer Krise ähnlich zu 1929 geht aktuell nichts mehr. Die einzige Ausnahme ist Christian Röhl, der dieses Thema mit der Abkürzung GröCraZ (Größter Crash aller Zeiten) persifliert.

Auch wenn ich eher Optimist denn Pessimist bin, kann ich doch nicht die von der Politik bereits ergriffenen Maßnahmen ignorieren. Zum Beispiel anonymer Edelmetallkauf nur noch bis 2.000€ oder ein von C. Lagarde ins Spiel gebrachter Lastenausgleich 2.0.

Für mich gibt es aktuell zwei Möglichkeiten:

  1. Ich glaube an den Crash und verkaufe meine Wohnung sofort, muss dafür übergangsweise in eine "mittelprächtige" Wohnung ziehen.
  2. Alles wird gut! Ich bleibe in meiner jetzigen Wohnung bis ich die perfekte neue Mietwohnung gefunden habe.

Was würdet ihr tun?

Dieses Thema wurde geändert 1 Monat zuvor von Maschinist
Zitat
Veröffentlicht : 7. November 2019 17:15
Maschinist mag das
Raffus
(@raffus)
Freiheitskämpfer Gold

Warum sollte der Verkauf deiner Wohnung dich im Falle eines Crashs vor finanziellem Unheil bewahren bzw. dir in so einem Fall helfen?
Ist nicht genau das Gegenteil der Fall?

When all you have is a hammer, everything starts looking like a nail.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 7. November 2019 17:23
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

@raffus

Martin sieht das nach meinem Verständnis im Kontext der illequiden und "Im-mobilen"-Immobilie vs. "mobilem" Vermögen wie einem Aktiendepot, dass man in kurzer Zeit weltweit um den Globus schicken und damit dem Zugriff eines schwächelnden Wirtschaftsraumes sicher entziehen kann.

Gerade die deutsche Geschichte zeigt, dass sich Immobilienbesitzer in Krisenzeiten dem Zugriff des Staates nicht entziehen konnten, während man ein weltweites Aktien- oder Edelmetall-Portfolio damals schon (und heute noch viel besser) sicher in die stabilsten Wirtschaftsräume weltweit allokieren kann.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 7. November 2019 17:36
Raffus mag das
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Meine Überlegungen zum Thema Crash / Staat und EMs: Edelmetalle wie Gold haben das Problem, dass sogar ein Goldverbot möglich sein kann je nachdem wie schlimm es kommt. Mit physischem Silber sind große Beträge nicht mitnehmbar. Auf Platin und Palladium zählt zäh soviel MwSt. kann aber nicht verboten werden. Mit Diamanten müsste man sich auskennen, sind aber klein genug.

Traden mit Minen naja das muss man können. Und was bringt es bei hohen Gewinnen diese in wertlose Währungen zu tauschen viell dann eher in ETFs. Ist auch sehr volatil zudem ethisch schwierig...

Immobilie in D ist sicher den kreativen Ideen des Staates ausgeliefert, ich würde ein Aktiendepot vorziehen.

 

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 7. November 2019 22:44
Maschinist mag das
(@triplem)
Neuer Freiheitskämpfer

Mit diesem Thema beschäftige ich mich auch derzeit und lese gerade das neue Buch von Friedrich/Weik und da ich die dort beschriebenen Entwicklungen als beruflicher Börsenhändler schon seit Jahren verfolge und absolut bestätigen kann, bin ich auch am Überlegen, wie man am besten über die Runden kommt, sollte die Euro-Zone zerfallen.

Die Asset-Allokation ist dabei noch nicht mal mein größtes Problem. Da ich von meinem Exit-Datum aus dem Berufsleben noch etwas entfernt bin, wäre auch ein größerer Aktiencrash kein Problem. Diesen würde ich eher als Chance sehen. Ärgern würden mich eher diese Zwangsenteignungsmöglichkeiten, die sich der Staatsgewalt in solch einer Krise anbieten. Hier bin ich sehr empfindlich und überlege, wo denn die über Jahre angesparten ETFs am besten aufgehoben sind während der Katharsis der Euro-Zone.

Was meint ihr dazu? Reicht ein Interactive Depot? Oder muss man in die USA oder Schweiz?

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2019 13:36
Maschinist mag das
(@judge-dredd)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo,

ein spannendes Thema. Ich gehöre zwar eher der Optimistenfraktion an und bin der Meinung, dass die Welt im Großen und Ganzen in 10 Jahren besser sein wird und durch zahlreiche technische Neuerungen die Wirtschaft wachsen wird. Dennoch würde ich ebenfalls  ein Aktien/ETF Depot einer Immobilie in Dt, vorziehen.

Insbesondere da in unserer Rechtsordnung dem Mieterschutz eine so zentrale Rolle zukommt. Anders würde ich die Situation in Kanada oder den USA beurteilen.  Das Rechtsnormen zu Lasten der Mieter geändert werden, ist nicht sehr wahrscheinlich. Daher würde ich in deiner Situation spontan wahrscheinlich eher zu Variante 1) tendieren.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2019 14:03
Maschinist mag das
(@marsupilami)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hi zusammen,

ich habe auch ein paar Gedanken zu dem Thema, allerdings in anderer Richtung.
Man hört ja immer wieder von verschiedenen Seiten "Der Crash ist ganz nah und wird übler denn je". Auch wenn die Schreckensszenariopropheten meistens falsch liegen, besteht ja dennoch eine gewisse Chance, dass es tatsächlich bald mal wieder knallt an der Börse nach ca. 10 Jahren Aufwind. Es ist nicht, dass ich mir Sorgen darüber machen würde, eher im Gegenteil. Ich frage mich ob ich einen Teil des Gesparten als Rücklage behalten soll für dieses Szenario, damit man im Falle eines Crashs auch flüssig genug ist günstig einzukaufen.
Auf der anderen Seite ist ja auch wie wir alle wissen, das größte Risiko nicht dauerhaft an der Börse investiert zu sein 😉

Daher mal die Frage an euch, wie handhabt ihr das? Habt ihr eine Rücklage in der Hinterhand für den Fall dass es knallt, dass ihr günstig einkaufen könnt? Oder schiebt ihr einfach immer so viel ihr erübrigen könnt direkt in den Aktionmarkt? Falls ihr eine Rücklage habt, welche Höhe der Gesamteinlagen haltet ihr für sinnvoll?

Danke euch für die Einschätzungen 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2019 15:39
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

@marsupilami

meine Antwort: wie beim Poker ALL-IN allerdings nur von den Überschüssen, die ich die nächsten 15-20 Jahre nicht brauche. Wenn ein Crash kommt, ist es so unabänderlich wie das Auf und Ab der Stimmungen und da ich regelmäßig kaufe, kaufe ich dann auch tiefer als aktuell.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 8. November 2019 16:39
Maschinist mag das



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