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Mein Weg - Projekt 17

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Mrtn17
(@mrtn17)
Verdienter Freiheitskämpfer

Das 6. Jahr vom "Projekt 17" hat begonnen, wir haben gerade mal Mitte März und es wird nicht langweilig. Die Kursrückgänge habe ich zum nachkaufen genutzt, da war es ziemlich praktisch, dass ich zuvor den Kredithebel reduziert hatte. Nachdem ich nun einige Kaufgelegenheiten wahrgenommen habe, ist er wieder hoch gegangen. Aktuell beträgt meine Gesamtanlagesumme 425k. Zuletzt habe ich bei ein paar Anleihen von P2P-Anbietern zugegriffen/aufgestockt z.B. konnte ich die 4Finance Anleihe für 76% kaufen (was für die Restlaufzeit eine Rendite von 19% p.a. ergäbe).

Bei den ETFs läuft alles, inzwischen habe ich schon für 30k nachgekauft. Nicht nur bei Degiro sondern ich habe nun auch ein paar Positionen bei meinem Depot bei IB aufgebaut. Mit den Einzelwerten (siehe Jahresrückblick) das war keine gute Idee, es hätte mir eigentlich klar sein müssen, dass mir sowas nicht liegt. Nunja, China Overseas ist schön gelaufen, die habe ich vor ein paar Wochen verkauft. Unterm Strich habe ich damit in weniger als einem Jahr 38% Rendite gemacht, das ist nett. Aber Haier ist ziemlich abgestürzt, da bin ich im tiefroten Bereich. Obwohl ich bei China Overseas mehr gewonnen als bei Haier verloren habe, tut der Verlust doch mehr weh. Mal schauen, ob die sich in den nächsten Monaten erholen.

Die Kryptos sind ja in den ersten Wochen des Monats auch zurückgekommen. Am 01.12.2021 war mein Kryptoportfolio 119k wert, am 24.01.2022 waren es noch 63k. Autsch! Aber ich habe nichts verkauft, sondern etwas nachgekauft und warte auf bessere Zeiten. Aktuell liegt das Portfolio bei 80k. Zwischenzeitlich habe ich mir die Kryptolending-Anbieter nochmal genauer angeschaut und bin bei Nexo zu dem Schluss gekommen, dass deren Angebot einigermaßen akzeptabel ist. Also habe ich einen Teil meiner BTCs nun dort deponiert, wo sie Zinsen verdienen.

Übrigens habe ich zum Thema P2P ein Podcast-Interview gegeben. Hat Spaß gemacht mit den beiden Spezis zu plaudern. Das Ganze gibt es hier zu hören.

Kurz danach ist Russland dann in die Ukraine einmarschiert. Meine P2P-Kredite in der Ukraine hatte ich zuvor schon abgezogen, weil das Risiko absehbar war. Aber meine P2P-Kredite in Russland hatte ich nur etwas reduziert, ich hatte mir kaum vorstellen können, dass Russlands Banken wirklich vom Rest der Welt abgeschnitten werden und der Rubel so abstürzt. Da hängt jetzt ein wenig Geld fest, mal schauen wie sich die Situation mit den russischen Kreditgebern weiter entwickelt.

Allgemein könnte ich mir vorstellen, dass wir nun die Tiefstände an den Börsen gesehen haben und die Kurse wieder anziehen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Konfliktsituation weiter eskaliert und Rohstoffknappheit und Inflation sich stärker negativ bemerkbar machen. Da heisst es Sparplan weiter laufen lassen, auf Kurs bleiben und Fremdkapitalhebel nicht zu groß werden lassen.

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Themenstarter Veröffentlicht : 17. März 2022 09:32
Dustin und viper2333 mögen das
Mrtn17
(@mrtn17)
Verdienter Freiheitskämpfer

Das erste Halbjahr 2022 lief nicht gut. Mein Nettovermögenswert ging von 270K auf 186K runter, autsch. So ist das, wenn man gehebelt und mit einem hohen Kryptoanteil unterwegs ist. Das Depot sagt -32K (-14%) und bei den Kryptos steht -57K (-61%). Nun, ich nutze das zum Nachkaufen, irgendwann wird es auch wieder nach oben gehen. Aktuell reduziere ich mein P2P-Anteil und kaufe davon schrittweise ETFs.

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Themenstarter Veröffentlicht : 2. Juli 2022 11:55
Dustin, Natman und Maschinist mögen das
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Gold

@mrtn17 dafür hast du cojones bewiesen und deine positive Einstellung lobe ich mir! 

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Veröffentlicht : 2. Juli 2022 12:05
Mrtn17 und Maschinist mögen das
Mrtn17
(@mrtn17)
Verdienter Freiheitskämpfer

Auch wenn es jetzt mal ein halbes Jahr nicht so gut gelaufen ist, halte ich weiter an meinem Plan fest. Das Gute ist, dadurch, dass ich nun mehr in die ETFs investiert habe, ist der P2P-Anteil gesunken und der Aktienanteil gestiegen. Der Kryptoanteil ist auch gesunken, sodass ich nun tatsächlich endlich mal meine Ziel-Asset-Allocation erreiche.

Aktuell habe ich:

  • 41% Aktien-ETFs
  • 11% REIT-ETFs
  • 13% Anleihen-ETFs
  • 5% Einzelwerte (eine Aktie und drei P2P-Anleihen)
  • 11% P2P-Kredite
  • 14% Kryptos (hauptsächlich BTC und ETH)
  • 5% Mitarbeiteraktien

oder anders ausgedrückt, da ich ja gehebelt unterwegs bin:

  • 72% Aktien-ETFs
  • 18% REIT-ETFs
  • 23% Anleihen-ETFs
  • 9% Einzelwerte
  • 19% P2P-Kredite
  • 24% Kryptowährungen
  • 9% Mitarbeiteraktien
  • -74% Cash
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Themenstarter Veröffentlicht : 7. August 2022 09:51
viper2333 und Judge Dredd mögen das
Mrtn17
(@mrtn17)
Verdienter Freiheitskämpfer

Jahresrückblick 2022

Finanzen am Jahresanfang: 212k Depot, 64k P2P, 92k Krypto, 26k Mitarbeiterprogramm, -124k Fremdkapital. 270k Nettovermögenswert, 394k Gesamtanlagesumme.

Depot: Ich habe weiter in mein 12-ETF-Portfolio investiert, bei Kursrücksetzern vermehrt, sodass insgesamt 100k zusätzlich ins Depot geflossen sind. Neben meinem Degiro-Depot habe ich am Jahresanfang ein IBKR-Depot eröffnet. Die Kurse gingen leider runter, insgesamt habe ich -38k gemacht, das sind -15,5%.

Einzelwerte: Ende Januar habe ich China Overseas Land & Invest verkauft. Hier habe ich in 8 Monaten 38% gemacht. Das Timing war ganz gut, anschließend ist die Aktie wieder gefallen. Haier Smart Home habe ich weiter gehalten und dabei zugeschaut, wie es gefallen ist. Ich glaube aber weiter an die Firma und an eine positive Entwicklung in 2023. Im August habe ich mich dann an Private Equity herangewagt und etwas Hg Capital Trust gekauft. Außerdem hatte ich im "Crash" im Februar eine Position der 4Finance Anleihe zu 76% gekauft und im Juni zu 98% wieder verkauft.

P2P: Das Ukraine-Risiko habe ich rechtzeitig gesehen und alle Ukraine-Kredite abgestoßen. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass Russlands Finanzmarkt isoliert wird. Daher hat es mich mit den Russland-Krediten erwischt. Bei Mintos habe ich 2,5k in Russland festhängen mit bisher wenig Fortschritt bei den Rückzahlungen. Bei Peerberry habe ich 1k in Russland, hier wird regelmäßig zurückgezahlt. Am blödesten ist es bei Twino, wo ich kurz vor dem Krieg aufgestockt hatte und dort 2,5k in Russland festhängen mit unklaren Aussichten. Ansonsten habe ich bei Viainvest, Lendermarket und auch Estateguru das Vertrauen in die Plattformen verloren und ziehe dort ab. Überhaupt sehe ich bei P2P die Risiken gestiegen und z.B. bei einem High-Yield-ETF das Risiko-Rendite-Profil inzwischen attraktiver. Daher habe ich in Laufe das Jahres mein P2P-Portfolio stark reduziert. Hatte ich im Februar noch 70k in P2P, waren es am Jahresende nur noch 23k (plus 12k in börsengehandelte Anleihen von P2P-Anbietern). Außerdem habe ich in 2022 Dofinance mit 3k Verlust abgeschrieben und bei Mintos vorsorglich schon mal 1k Verlust abgeschrieben. Dennoch konnte ich ingesamt eine Rendite von 5,3% (2,5k) erreichen.

Krypto: Die teuersten Worte eines Anlegers sind: This time it's different. Ende 2021 hatten alle geglaubt, der 4-Jahres-Rhytmus würde durchbrochen und es würde nicht abwärts sondern aufwärts gehen. Tja, tatsächlich ging es in 2022 nur abwärts mit den Kryptos. Am Jahresanfang hatte ich 93k, im Verlauf des Jahres habe ich für 3k nachgekauft und am Jahresende hatte ich 37k. Das bedeutet bittere -59k bzw -63%. Es wurde also fast die ganzen Gewinne von 2021 wieder aufgefressen. Ich halte mein BTC+ETH-Portfolio weiterhin.

Mitarbeiterprogramm: Eine Charge der Mitarbeiteraktien wurde fällig mit sehr netten Gewinn. Leider musste ich davon die Hälfte an den Staat abgeben, weil es nicht mit Kapitalertragssteuer sondern als geldwerter Vorteil versteuert wird. Dennoch hat es sich gelohnt und ich habe andere Chargen weiter laufen, die in den kommenden Jahren fällig werden.

Fremdkapital: Mein Fremdkapital hat sich vergrößert (weil es günstige Gelegenheiten zum Zukaufen gab) und verteuert (weil die Zinsen gestiegen sind). Der Privatkredit wurde aufgestockt. Beim Marginkredit sind die Zeiten des günstigen Geldes vorbei. Bei Degiro zahle ich statt 1,25% inzwischen 3,9% und bei IBKR statt 1,5% inzwischen 3,3%. Insgesamt lagen meine Fremdkapitalkosten in 2022 bei 2,5%.

Finanzen am Jahresende: 274k Depot, 36k P2P, 37k Krypto, 33k Mitarbeiterprogramm, -189k Fremdkapital, 190k Nettovermögenswert, 380k Gesamtanlagesumme. -93k Rendite (das ist übel), 14k Sparleistung, -40% Rendite. Der Nettovermögenswert hat sich zum ersten Mal negativ entwickelt mit -29%.

Fazit: vor einem Jahr habe ich gefeiert mit +100k Rendite in 2021, ich schätze nun muss ich in den Keller gehen mit -93k Rendite in 2022. Nun, ich bin ja gehebelt unterwegs, das verstärkt eben die Rendite in beide Richtungen und dieses Jahr ging es nunmal nach unten (wobei ein Großteil der Schwankungen vom Krypto kam). Ich meine, das sind 2,5 Jahresnettogehälter, da bewegt sich schon was... aber ich wollte ja Exposure habe und wollte, dass sich was bewegt. Ich bleibe auf Kurs und fühle mich sogar ziemlich gut aufgestellt für die Zukunft. Ich wollte eine gewisse Depotgröße erreichen, das habe ich mit den starken Zukäufe nun geschafft. Es fühlt sich so an, dass das Depot nun erstmal groß genug ist und ein paar Sparraten in die Reduzierung der Fremdkapitalposition fließen können.

Persönlich glaube ich eher, dass wir die Tiefen nun gesehen habe und es langsam wieder aufwärts geht, aber ich will eigentlich kein Markettiming machen. Was wäre, wenn es in 2023 weiter runter gehen würde, sagen wir Aktien -20% und Krypto -50% (negatives Szenario)? Aufgrund meines inzwischen recht großen Depot würde das dort -55k bedeuten und die Allzeitrendite für diesen Bereich würde negativ werden. Da die Kryptos nicht mehr so groß sind, würde das dort -18,5k bedeuten. Im Kryptobereich wäre dann meine Allzeitrendite sogar noch positiv. Mein Nettovermögenswert würde war zwar weiter sinken, aber ich würde keine Probleme mit dem Fremdkapital bekommen. Wenn sich die Kurse in 2023 neutral bewegen würden, also Aktien/Krypto 0% (neutrales Szenario)? Dann würden meine Sparraten weiterlaufen und eine weitere Position der Mitarbeiteraktien werden auch fällig. Für das Fremdkapital rechne ich für 2023 mit Kosten von 3%. Und wenn die Kurse wieder steigen, sagen wir Aktien +20% und Krypto +50% (positives Szenario)? Dann würde mein Nettovermögenswert die 200k deutlich überschreiten und sich wieder in Richtung der 300k bewegen. Wie auch immer, schauen wir mal, es wird sicher wieder die ein oder andere Überraschung geben.

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Themenstarter Veröffentlicht : 8. Januar 2023 12:48
Vroma, Yakari und Garagengold mögen das
Mrtn17
(@mrtn17)
Verdienter Freiheitskämpfer

Nachdem nun 6 ganze Jahre von meinem "Projekt 17" abgeschlossen sind, habe ich mir nochmal einige Zahlen in Excel angeschaut und dabei sind mir ein paar Sachen aufgefallen:

Durch die negative Entwicklung bei Aktien und Kryptos im letzten Jahr liegt nun bei der Gesamtrendite tatsächlich P2P vorne mit 27k. Dennoch habe ich den P2P Anteil reduziert. Auf dem zweiten Platz liegt Krypto mit 26k, trotz der starken Verluste im letzten Jahr.

Mein Sparleistung war höher als die Rendite. Ich habe inzwischen in den 6 Jahren 103k gespart, das ist doch eine ganze Menge.

Das Depot ist (hauptsächlich durch Einzahlungen) exponentiell gewachsen. Anfang 2020 war es noch 83k groß, jetzt Anfang 2023 lag es bei 274k. Im letzten Jahr habe ich 100k eingezahlt/zugekauft im Depot, das werde ich in der Höhe wohl nicht nochmal machen (können). Ob es eine gute Idee war, wird die Zukunft zeigen.

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Themenstarter Veröffentlicht : 17. Januar 2023 09:45
viper2333, ziola, morrich und 2 User mögen das
ziola
(@ziola)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hi,

ist schon recht riskant deine Depot-Finanzierung. Ich tue es auch, aber versuche im Bereich 25% des Portfoliowertes zu bleiben - hat aber auch damit zu tun, dass ich bereits gehebelte Produkte wie BDC & CEF im Portfolio habe. Der Hebel ist schon recht praktisch und das Einkaufen bei den immerweiderkehrenden Börsen-Lows macht schon spass - wie du aber selbst festgestellt hast, es schlägt in beiden Richtungen. Die Verrechnung der Finanzierungskosten gegen kassierten Dividenden ist auch, nach dem Zinsenerhöhung, immernoch gut.

Im Grunde wenn man mit Margin arbeiten möchte, sollte man es in schlechten Zeiten ausbauen und in guten zurückzahlen - so mind. mein Bauchgefühl/Theorie - nur kann man es sehr schwer zeitlich treffen ;)

Gruss

ziola

 

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Veröffentlicht : 17. Januar 2023 11:46
Mrtn17 mag das
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