Ich würde mich an Deiner Stelle aufschlauen und einen weiteren Broker z.B. in Singapur eröffnen. (Zum Beispiel HSBC oder auch InteractiveBrokers). Du kannst damit ETF wie den ES3 ETF (Singapur ETF) handeln oder den 2800hk ETF (100% Aktien aus Hong Kong).
Danke für die Anregung. Diese Möglichkeit werde ich mir noch genauer anschauen ?
Deine Rechnung stimmt nicht: Du nennst lediglich die baren Gebühren und übersiehst den Spread, der deutlich höher sein dürfte.
Da hast du vollkommen Recht, guter Punkt. Dennoch werde ich den Schritt früher oder später (solange ich im Ausland lebe) gehen, um das Risiko von Steuerproblemen mit dem deutschen Fiskus zu vermeiden.
Wie schon gesagt: Gestalten kann man nur für die Zukunft. Ob der deutsche Fiskus die erhebliche Teilversteuerung bisheriger Gewinne anerkennt oder nicht, steht in den Sternen - aber gestalten kannst Du diesbezüglich nichts mehr.
Hallo liebe Freiheitskämpfer,
Ich dachte es ist mal wieder an der Zeit ein Update auf unserem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu geben. Außerdem würden mich eure Perspektiven in Bezug auf meine Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren.
Wir leben weiterhin im tropischen Malaysia und genießen unseren Aufenthalt. Die Anpassung an den Lifestyle und die Gegebenheiten haben zwar etwas gedauert, wir sind jedoch weiterhin froh den Schritt gewagt zu haben. Neben der kulturellen Vielfältigkeit, des sehr angenehmen Lebens (z.B. Vollzeit Haushaltshilfe, Leben in Expat Community), reizt uns vor allem die Möglichkeit Asien zu erkunden. Wir werden vermutlich noch bis Mitte 2025 hier bleiben, solange geht zumindest mein Vertrag noch. Was danach kommt, ist noch offen, doch aktuell könnten wir uns noch eine weitere Station im Ausland durchaus vorstellen. Der größte Nachteil hier aus unserer Sicht ist die weite Entfernung von Familie und Freunden in Deutschland.
Zur finanziellen Lage:
Meine Asset Allokation und Anlagestrategie ist weiterhin von Einfachkeit und Kontinuität geprägt. Da ich mit mittlerweile zwei Kindern und einem anspruchsvollen Job wenig Zeit in das Thema Finanzen stecken möchte, bin ich damit auch vollkommen zufrieden, auch wenn es sicherlich hier und da Optimierungspotential gibt.
Stand 30.06.2024 - Nettovermögen: 865,000€
1) Liquides Finanzpolster / Cash: 50,000€
2) Risikoarme Geldanlage (größtenteils Bausparer): 29,000€
3) Risikobehaftete Geldanlage (ETF MSCI ACWI / FTSE All World, Mitarbeiteraktien): 687,000€
4) Privat-/Betriebsrente: 98,000€ (Privatrenten sind alle beitragsfrei gestellt, Betriebsrente wird ausschließlich vom Arbeitgeber gezahlt)
Wir sparen weiterhin monatlich 5,500€, wobei der Großteil auf Autopilot in den ETF fließt.
Anmerkungen oder Ideen zur Optimierung sind gerne willkommen.
Zur BU: Ich habe vor über 10 Jahren eine BU abgeschlossen und zahle aktuell einen monatlichen Beitrag von 163€ bei einer Zahlung im Leistungsfall von knapp 3,000€.
Ich habe mich gefragt, ob es ab einem gewissen Zeitpunkt bzw. Nettovermögen noch sinnvoll ist, die BU weiterlaufen zu lassen. Immerhin könnte ich die freigewordenen Beiträge auch investieren.
Was ist eure Perspektive hierzu?
Viele Grüße aus dem sonnigen Malaysia,
Der Daene
Danke für Dein Update @der-daene !
Hört sich generell prima an und weiterhin eine super Sparrate!
Betreff Versicherungen allgemein hatte ich vor einigen Jahren einen passenden Artikel veröffentlicht:
Als Faustregel brauchst Du spätestens dann keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr, wenn der Cashflow aus eurem Vermögen eure gesamten Familienausgaben nach Steuer und inkl. Krankenversicherung abdeckt.
Das dauert bei euch nur noch wenige Jahre.
In 5 Jahren steht euer Vermögen grob bei gut 1,4 Millionen Euro plus Inflationsausgleich, wenn Ihr weiterhin 5,5k im Monat investiert und das angelegte Geld real mit konservativen 4% wächst.
In 10 Jahren sind es 2 Millionen inflationsbereinigt.
Spätestens irgendwo dazwischen wird eine BU immer sinnloser und wenn Deine Frau für Dich im Ernstfall einspringen könnte auch schon eher.
Elon Musk hat seine BU wahrscheinlich mittlerweile auch gekündigt 😉
Ich selbst hatte nie eine BU und unsere einzigen Versicherungen sind aktuell neben der GKV eine PKW- & Privat Haftpflicht und eine Auslandskrankenversicherung.
Als Kinder da waren, gab es schon ordentlich Vermögen und meine Frau mag Ihren Job so sehr, dass ich sie gefühlt nie zum kompletten Aufhören überreden kann obwohl es finanziell nebensächlich geworden ist.
Schönen Tag
Ich selbst hatte nie eine BU und unsere einzigen Versicherungen sind aktuell neben der GKV eine PKW- Haftpflicht und eine Auslandskrankenversicherung.
Eine normale Privat-Haftpflicht habt ihr ja sicher auch oder?
Ich hatte die ersten Jahre nach unserem Hauskauf eine BU. Als unser Depotwert auf das doppelte Hauskredits gestiegen ist habe ich die BU gekündigt.
Danke @Maschinist für die Erinnerung an den Versicherungsartikel. Kann mich noch dunkel daran erinnern, diesen vor einiger Zeit gelesen zu haben 👍
Ich denke ich werde die BU erst einmal noch weiterlaufen lassen und jährlich auf den Prüfstand stellen, je nach Vermögens- und Lebenslage.
Ob wir unsere Sparrate für die nächsten 5-10 Jahre so hoch halten können weiß ich nicht. Unsere Einnahmen sind sicherlich höher und Ausgaben niedriger zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der Entsendung ins Ausland im Vergleich zu einer "normalen" Position in Deutschland. Allerdings haben wir ja schon eine gute Basis geschaffen und das angelegte Vermögen arbeitet weiter 😊
Liebe Freiheitskämpfer,
es hat mal wieder etwas länger gedauert – fast zwei Jahre, wie ich gerade feststellen musste – bis zu einem Update meinerseits.
Es freut mich sehr, dass der Freiheitsmaschine-Blog wieder regelmäßiger mit neuen Einträgen und Erfahrungsberichten gefüllt wird. Danke an @Maschinist
– es ist toll, weiterhin von deinem persönlichen Weg inspiriert zu werden.
Bei uns hat sich seit meinem letzten Post im Leben einiges verändert, und ich freue mich wie immer auf einen regen Austausch, eure Fragen und Anregungen.
Rückblick: Abschied von Malaysia
Nach etwas über drei Jahren in Malaysia haben wir dieses Kapitel unserer Expat-Reise im August 2025 mit viel Dankbarkeit und sehr schönen Erinnerungen abgeschlossen. Für alle, die mit dem Gedanken spielen, nach Südostasien zu ziehen: Ich kann Malaysia als potenzielles Zielland absolut weiterempfehlen. Das Land bietet eine enorme kulturelle Vielfalt mit starken malaiischen, chinesischen und indischen Einflüssen. Darüber hinaus gibt es unzählige erstklassige Urlaubsziele, die deutlich weniger überlaufen sind als die der Nachbarländer Thailand oder Indonesien.
Letztlich hat sich der Aufenthalt für uns auch finanziell gelohnt: Dank der geringen Lebenshaltungskosten konnten wir unsere hohe Sparquote von über 60 % beibehalten und gleichzeitig ein sehr privilegiertes Leben führen. Und das bei 0 % Kapitalertragsteuer, was dem Vermögensaufbau natürlich einen ordentlichen Schub verleiht.
Neues Kapitel: Riad, Saudi-Arabien
Meine Familie und ich sind seit 2018 weltweit unterwegs und wir haben weiterhin großes Interesse daran, verschiedene Kulturen und Lebensweisen zu verstehen. Deshalb stand für uns fest, dass wir nach Malaysia eine weitere Auslandsstation anstreben. Bei meinem Arbeitgeber gab es verschiedene Optionen innerhalb Europas, die durchaus spannend gewesen wären. Nach langen Überlegungen haben wir uns jedoch für Riad in Saudi-Arabien entschieden.
Auf den ersten Blick war das vielleicht nicht die offensichtlichste Wahl für einen neuen Lebensmittelpunkt. Wir konnten jedoch vorab mit Bekannten sprechen, die bereits im Königreich leben, und die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Das Land befindet sich seit 2018 in einem unglaublichen Transformationsprozess, der sich auf alle Bereiche des Lebens, der Wirtschaft und der Gesellschaft erstreckt. Auch wenn sicherlich nicht alles Gold ist, was glänzt, und das Land noch einen weiten Weg vor sich hat, bin ich sehr positiv überrascht. Ich habe noch nie eine derart große Gastfreundschaft erlebt wie hier – vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist.
Der größte Nachteil ist wohl das Klima: Es ist extrem trocken und heiß, besonders in den Sommermonaten. Wir haben bisher nur das Ende des letzten Sommers miterlebt und ab Oktober einen sehr angenehmen, teils sogar kalten Winter (mit viel Sonne) genossen.
Die finanziellen Rahmenbedingungen
Finanziell gesehen ist Saudi-Arabien für Expats hochattraktiv:
• Hohe Gehälter
• 0 % Lohnsteuer und 0 % Kapitalertragsteuer
• Lebenshaltungskosten vergleichbar mit Deutschland (Wohnen ist allerdings deutlich teurer).
• Die meisten Verträge enthalten jedoch einen üppigen Wohnzuschuss, der diese Mehrkosten meist komplett ausgleicht.
Vermögensstatus & Aktuelle Lage
Hier ist ein grober Überblick, wie sich unser Vermögen seit dem letzten Post entwickelt hat. Ich bin mir bewusst (gerade durch die Eindrücke im Ausland), dass wir in einer sehr privilegierten Lage sind und enorm viel zur Seite legen können. Auch wenn ich uns noch nicht zu 100 % als finanziell unabhängig bezeichnen würde, gibt uns das Polster eine enorme Sicherheit und Flexibilität.
Das zeigt sich auch in der aktuellen Lage im Nahen Osten, die leider auch Saudi-Arabien betrifft. Mein Arbeitgeber unterstützt es glücklicherweise, dass wir vorerst in Deutschland bleiben können, bis sich die Gefahrenlage vor Ort stabilisiert hat. Wir hoffen jedoch auf eine baldige Rückkehr in unsere neue Wahlheimat.
Stand 31.03.2026 – Nettovermögen: 1.150.000 €
1. Liquides Polster / Cash: 75.000 €
2. Risikoarme Anlage (v.a. Bausparer): 29.000 €
3. Depot (ETF MSCI ACWI / FTSE All World / MSCI EM, Mitarbeiteraktien): 910.000 €
4. Privat-/Betriebsrente: 120.000 € (Privatrenten beitragsfrei, Betriebsrente AG-finanziert)
Wir sparen aktuell ca. 8.000 € monatlich, wobei der Großteil momentan auf das Tages- bzw. Festgeldkonto fließt. Wir bauen gezielt Eigenkapital auf, da wir planen, in den nächsten 3 bis 5 Jahren eine Immobilie zu erwerben.
Das war es fürs Erste mit meinem Update. Ich wünsche allen Freiheitskämpfern ein frohes Osterfest und freue mich auf den Austausch mit euch!


