Das Traummobil – The Magic Bus

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Letztes Wochenende beim Abendessen. Das Thema wandert von Taschengeld mit Zinsen, zur finanziellen Freiheit der Erwachsenen schließlich auf das Thema Langzeitreisen mit der Familie.

Wäre es nicht fantastisch mit einem großen Bus auf eine lange Reise zu gehen und der Sonne zu folgen

 

  • Einfach an einer Stelle so lange bleiben wie es einem gefällt
  • Sich einmal eine richtig lange Auszeit zusammen mit der Familie gönnen
  • Entweder als Sabbatical oder nachdem das Thema weiteres Geld verdienen nach Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit generell in den Hintergrund getreten ist
  • Keine 7 Tage Algarve inkl. Surfkurs, Baden und Städtebesichtigung sondern 7 Wochen oder ganz egal wie lange?

 

Wir haben zuerst überlegt, was wir dafür brauchen

Die Kids wollen jeder einen eigenen kleinen Raum im Traummobil. Meine Frau eine kleine Büroecke und ich auf jeden Fall meine Langhanteln. Um in den Städten mobil zu sein, brauchen wir zwei leichte Enduro Motorräder und ein Fahrrad für jeden. Die Surfboards dürfen natürlich nicht fehlen.

In Europa können sich Zuhörer bei diesem Anforderungskatalog wahrscheinlich ein Lachen nicht verkneifen. Aber nachdem ich erwähnte, dass man das in Amerika einfach kaufen und in den meisten Bundesstaaten dann auch mit einem ganz normalen PKW Führerschein fahren kann, waren alle Feuer und Flamme und wir fingen an zu spinnen.

 

Und malten unseren Traumbus – The Magic Bus

 

Und dabei summten wir natürlich den passenden Soundtrack

 

Welche Punkte gäbe es dabei sonst noch?

Schulpflicht

In Deutschland ist der Besuch einer öffentlichen Schule verpflichtend.

In Ländern wie Österreich oder der Schweiz gibt es dagegen „nur“ eine Bildungspflicht und wie man zu dieser Bildung gelangt, ist freizügiger gehalten als nördlich des europäischen 48.ten Breitengrades.

Und wenn wir nochmal auf die andere Seite des Atlantiks schauen, kann man dort tun und lassen was man will.

Neben vielen Homeschoolern oder verrückt geniale Auslandsschulen wie diese High School mit täglichen Surfkursen in Costa Rica, gibt es in den USA auch Familien, die gar keinem öffentlichen Bildungssystem folgen und Ihre Kinder lernen lassen, wonach Ihnen gerade ist. Eine offizielle Adresse kann man sich dort dann einfach online in einem Bundestaat ohne eigene Einkommenssteuer wie Florida erschaffen. Fertig.

Das ist von unserem aktuellen Ansatz, dass möglichst freizügigste Gymnasium unserer Stadt auszuwählen und dann erst einmal schauen wie der Einstieg läuft, relativ weit weg.

 

Würde ich mich das mit schulpflichtigen Kindern trauen?

Gedanklich ist es auf jeden Fall ein größerer Schritt. Vielleicht bin ich nach fast zwei Dekaden Angestelltenmühle einfach schon zu institutionalisiert und meine Kinder würden sehr davon profitieren, das freie Reisen einmal für ein Jahr auszuprobieren.

Was auf jeden Fall geht, sind die in Summe zwölf Wochen Schulferien für Familienreisen zu nutzen, wenn weiteres Geldverdienen nicht nur wie jetzt schon optional ist, sondern wir es dann wirklich tun – Nicht mehr angestellt zu arbeiten.

Das deutsche System mit den zusätzlichen Ferienblöcken Ostern und im Herbst, finde ich dabei eine gute Lösung und anstatt wie aktuell 5-6 Wochen im Jahr wäre ich bestimmt deutlich länger auf Achse.

 

Welche verrückte „Magic Bus“ – Idee hast Du in Deinem Kopf?

Hier kannst Du darüber schreiben. Ganz unabhängig davon, ob Dein Offline-Umfeld darüber den Kopf schüttelt.

————————————————-

Spare Geld mit dem Maschinisten:
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Joerg

Schoener Traum? Probiert es halt aus?

Sind viele Menschen fuer so etwas “gemacht” und waeren darin gluecklich oder nur Ausnahme-Charaktere (Abenteurer, Ruhelose, Fluechtende)?
Wollen die meisten Menschen nicht doch ein hohes Mass an: Verbindung, Beziehungen, Vereine, Verwandtschaft, Heimat, Gewohnheit, Aufgabe, Rahmen, wiederkehrende Ablaeufe, ein Geruest/Gelaender, Bequemlichkeit, ja, vermutlich auch Faulheit …?

Fuer mich waere das nichts. Ich brauche Beziehungen, liebe Gartenarbeit, mag meinen Job.

Klar, gehen wir auch gerne auf Reisen, v.a. wenn hier das Wetter suboptimal ist, aber nicht ununterbrochen?

LG Joerg

Also kauft ein Haus, werdet heimisch, geht in Vereine, ladet die Nachbarn ein und werdet Spiesser, so wie wir!
Wir kommen Euch besuchen, versprochen!

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Gast
Robert

Wir waren gerade erst zwei Monate auf Elternzeitreise unterwegs.
Mit dem Wohnmobil Spanien/Portugal an der Küste umrundet. Die Langhantel musste daheim bleiben, dafür hatten wir die Windsurfausrüstung dabei 🙂 Die Algarve fanden wir auch sehr schon, wobei uns die Küste Portugals noch besser gefallen hat.

Vor 3 Jahren, nach der Geburt unseres ersten Kindes waren wir 2,5 Monate in Norwegen und 1,5 Monate in Italien unterwegs…

Ich würde wie Jörg sagen: Einfach machen!
Klar ist es mit Schulpflichtigen Kindern etwas schwieriger, aber 6 Wochen in den Sommerferien wegfahren ist schon was anderes als der typische 1-2 Wochen Urlaub. Zur Not gehen die ganz langen Reisen halt erst, wenn die Kinder für sich selbst sorgen können.

Es gibt nichts schöneres als unterwegs zu sein, nicht zu wissen welcher Wochentag ist und nicht bei Urlaubsbeginn schon an das Ende der Reise denken zu müssen.

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Mitglied
slowroller

Eyyyy, das ist doch meine Story 😉 Elternzeit in Norwegen und an der Atlantikküste (in meinem Fall aber Frankreich) mit Wohnmobil und/oder Zelt.

Aber das wichtigste klaue ich auch von dir: Einfach machen!

Um es wirklich kitschig zu machen: Mein Taummobil ist eines, mit dem ich gerne losfahre und auch gerne wieder zurückkomme. Es soll ein Abenteuer sein, wenig Geraffel, flexibel und dadurch eine neue Dimension des Lebens erleben. Abenteuer sind es aber nur, wenn es kein Dauerzustand ist, von daher komme ich gerne in die Heimat zurück und widme mich dann auch gerne ganz banalen Dingen wie dem GArten, der Steuererklärung oder dem lokalen Fußballverein 😉

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Gast
Thomas

Da fällt mir gleich folgendes zu ein:

🙂

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Nero

Hallo Maschinist,

schön mal wieder von Dir zu lesen.

Ich finde eure Idee super. Insbesondere gefällt mir dass du Dich soweit mit der Bildungspflicht beschäftigt hast. Wenn ich so auf meine Schulzeit zurück blicke dann behaupte ich dass ich in der Schule selten etwas Sinnvolles gelernt habe. Mal abgesehen von so grundlegenden Dingen wie lesen, schreiben und rechnen. Alle wichtigen Dinge im leben muss man scheinbar ohnehin selbst lernen oder wird man vom Leben gelehrt… Insofern.. Warum nicht ausprobieren? Ich glaube bei solchen DIngen ist es ähnlich wie bei der Finanziellen Unabhängigkeit. Die Leute schütteln den Kopf und sagen “das klappt eh nicht” weil sie es sich nicht vorstellen können.

Meine Magic Bus Idee: Zurück zu den Wurzeln meiner Familie. Ein Haus in Salento, in der Nähe des Meeres. Ein großes Grundstück auf dem man sich selbst mit Obst und Gemüse versorgen kann. Dann Spaßbauer sein und den italienischen Lebensstil pflegen. Gelegenheitsarbeiten aus Spaß nicht wegen des Geldes. Häufiger mal raus aufs Wasser, ein Bisschen Angeln. Die Bienen versorgen. Wann man Lust hat mal eine schöne Rad oder Wandertour durch die Landschaft. Viel gesundes Kochen und auch essen mit Familie, Freunden und Nachbarn. Im Schatten sitzen und Bücher von Taleb und anderen Philosophen lesen… ein ruhiges Leben führen wie es dort eben üblich ist. Vielleicht sogar ein Airbnb anbieten um ein Paar neue Leute kennen zu lernen und das Glück mit Ihnen zu teilen.

Viele Grüße

Nero

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Gast
Peter

Bisher sind bei uns die Kinder noch zu klein, um dauerhaft was davon zu haben (unser Jüngster ist im Juni 3 geworden). Auf unserer Bucketliste für die nächsten 5 Jahre steht aber eine große Europatour mit Wohnmobil und Pferdeanhänger. Wie lange das dann dauern wird? Keine Ahnung. Wie wir das mit der Schulpflicht machen? Wird sich dann zeigen. Wie das mit der Arbeit läuft? Kein Problem, da die Frau selbständig ist und uch als verbeamteter Betriebsprüfer meine Arbeitszeit weitestgehend selbst plane. Aber eins ist gewiss, und zwar, dass wir diese Tour mit Freude durchziehen werden! 🙂