Frag den Maschinisten – Konten, Depot und Kreditkarten

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Als Ingenieur, Trader, Investor und Arbeiterkind, hasst der Maschinist unsinnigen Konsum. Und er hat auch eine Abneigung gegen die Services und Gebührenmodelle von Firmen, die keinen Mehrwert liefern aber den Bürgern mit großem Tamtam angepriesen werden.

Oft überleben diese Modelle nur deshalb über einen längeren Zeitraum, weil der durchschnittliche Kunde wenig Fachwissen zum Thema hat und eine kleine Gruppe von Menschen auf der anderen Seite von diesem Modell kurzfristig finanziell stark profitieren.

Aber das Schöne am freien Markt ist, dass Produkte und Services grundsätzlich langfristig immer besser werden und damit geht jedes von diesen Profiteuren auch noch so geliebte, aber für den Kunden nicht besonders sinnvolle System einmal zu Ende.

Es wird dann durch deutlich bessere Systeme von Unternehmen beiseite gefegt, deren Produkte viel wertvoller für die Menschen sind. Diese geben den Bürgern dann etwas, dass es entweder sonst gar nicht- oder wenn doch dann nur zu einem deutlich höheren Preis gibt – Das Konzept der kreativen Zerstörung nach Joseph Schumpeter.

Unternehmen die so kundenorientiert handeln, sind der eigentliche Antrieb für unseren immer weiter steigenden Wohlstand und Freiheit.

Als triviales Beispiel für den deutschsprachigen Raum sehe ich z.B. die großen Discounter Aldi, Lidl und co. Sie haben den Bereich Lebensmittel in Deutschland in den letzten Dekaden unglaublich günstig bei gleichzeitig guter Qualität für alle Menschen gemacht. Selbst diejenigen, die noch niemals dort Einkaufen waren, profitieren von diesen Anbietern, da der gesamte Wettbewerb durch sie gezwungen wird, Ihre Waren ebenfalls günstiger anzubieten.

Als Ergebnis hat Deutschland europaweit mit die günstigsten Lebensmittelpreise. Das heißt diese Unternehmen haben mit Ihrem Streben nach Kosten- und Qualitätsoptimierung nebenbei die Armut der unteren Bevölkerungsgruppen reduziert und das nun anderweitig verfügbare Einkommen der Mittelschicht deutlich vergrößert. Aldi, Lidl und co haben dadurch mehr für das „Soziale“ in der deutschen Marktwirtschaft getan als viele Umverteilungsprogramme und die Firmengründer haben sich jeden Euro Ihres Vermögens redlich verdient.

Der Maschinist geht dort natürlich auch regelmäßig einkaufen und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks. Lidl gibt es nun auch in den USA, Aldi sogar schon länger und auch hier treiben Sie den Wettbewerb zum Wohle der Verbraucher vor sich her.

Wir haben uns alle an die unglaublich günstigen Preise bei guter Qualität gewöhnt und deshalb denken wir darüber nicht mehr groß nach. Dabei ist es eines der besten Konzepte, die unsere freie Marktwirtschaft hervorgebracht hat.

 

Aber auch im Finanzbereich, über den wir heute hier sprechen, gibt es mittlerweile einige ähnlich gute Anbieter wie in unserem Beispiel. Auch wenn es hier oft länger dauert bis sich die wirklich guten Unternehmen durchsetzen, weil die Masse der Menschen sich damit nicht beschäftigt und deshalb auch viel weniger darüber berichtet wird.

Um diese Optimierung auch im deutschsprachigen Raum ein kleines bisschen zu beschleunigen, kommen wir nun zum zweiten Teil der Frag den Maschinisten Reihe – Konten, Depots und Kreditkarten!

Welche Services und Unternehmen im deutschsprachigen Raum gibt es? Welche sind dabei gut und welche machen im Jahr 2017 noch Sinn.

Let´s go!

 

Konten

Vorab: Es gibt Konten die früher einmal zum Ansparen von Vermögen entwickelt wurden und welche, bei denen es um den reinen Zahlungsverkehr geht. Da sich mittlerweile erstens bei der Zinsstruktur einiges geändert hat und zweitens die meisten Geschäfte nun online abgewickelt werden, ist derzeit ein ganzes Sammelsurium am Markt, das sich aktuell nur langsam sortiert.

Ich fange bei dieser Übersicht, wie auch beim Versicherungsgleich bei den Produkten an, die im Jahr 2017 im deutschsprachigen Raum am unsinnigsten sind.

 

Sparbuch

Es ist mir peinlich das Wort hier überhaupt aufzuschreiben aber tatsächlich hat noch fast jeder zweite Deutsche Bürger ein Sparbuch.

Die Verzinsung der Geldvermögen bei diesem Produkt beträgt schon seit einigen Jahren nominal null Prozent was real bedeutet, dass die Vermögen in diesem hübschen Büchlein jedes Jahr 1.5-2% an Wert verlieren. Die darin so schön notierte Geldsumme bleibt natürlich gleich aber die Inflation, die für Aktien- oder Immobilienbesitzer langfristig völlig egal ist, verringert bei verzinsten Geldvermögen wie beim Sparbuch permanent den Wert der Anlage. Das ganze Produkt kommt gefühlt aus der Zeit der Pferdekutschen und Straßengaslampen.

Von Online und co brauchen wir dabei gar nicht zu sprechen. Die Hauptfrage der Sparbuchbesitzer lautete früher, ob man zur Volksbank ging oder lieber zur Sparkasse. Diese hatte die schöneren Aufkleber. Egal wie man es betrachtet – Im Jahr 2017 gibt es keinen einzigen Grund mehr ein Sparbuch zu besitzen.

– Deshalb gibt es dafür die Maschinistenbewertung: Note 6 im Arbeitszeugnis – Er bemühte sich stets!

Falls Du so etwas noch besitzt oder geerbt hast, löse das sofort auf und überweise das Geld auf Dein Girokonto bevor Du den Artikel weiter liest. Es bringt zwar dort auch keine Zinsen aber das Geld ist dann zumindest liquide für Dich per Knopfdruck verfügbar und Du musst Dich danach um eine Sache weniger kümmern.

 

So – Nach dieser einfachen Steilvorlage zum Aufwärmen kommen wir zu:

Deutsche und Europäische Festgeldkonten

Falls Du jetzt denkst das Du deutlich schlauer bist, weil Du das Sparbuch wie der Maschinist als finanziellen Komposthaufen erkannt hast und mich nun glücklich mit Deinen hohen Vermögenswerten auf Deinen Festgeldkonten anstrahlst, muss ich Dich leider enttäuschen.

Durch die politisch legitimierte Nullzins- bzw. Negativleitzinsvorgabe der EZB, gibt es seit mehreren Jahren auch hier keine nennenswerten Zinsen mehr. Falls Du immer noch darauf hoffst, dass sich daran wieder etwas in den nächsten Jahren ändert, solltest Du noch einmal gut nachdenken.

Wir leben aktuell in einer Zeit des weltweiten wirtschaftlichen Aufschwungs. Der aktuelle Zyklus geht dabei nun schon seit mehr als acht Jahren. In einem Aufschwung erhöhen die Zentralbanken normalerweise die Zinsen um eine Marktüberhitzung und damit Fehlallokation von Kapital zu begrenzen. In den USA sowie einigen Emerging Markets ist dieses Vorgehen ja auch aktuell wieder zu sehen. Die Zinsen in diesen Wirtschaftsräumen steigen.

Besonders die europäischen Südländer sind aber wirtschaftlich so schwach (unter anderem durch die für Sie deutlich zu starke gemeinsame Währung), dass es in der Alten Welt weiterhin keine Möglichkeit für Zinsanstiege gibt, ohne den weiteren Fortbestand der Euro Zone zu gefährden.

Irgendwann geht aber auch der stärkste Aufschwung vorbei und macht Platz für die Rezession. Eine temporäre Abkühlung alle paar Jahre, in Summe zusammen mit dem vorherigen Boom Wirtschaftszyklus genannt, gehört einfach zur freien Marktwirtschaft dazu und dieser Zyklus hat viele Vorteile und Eigenheiten.

Eine Eigenheit davon ist, dass die europäische Zentralbank bei der nächsten Rezession die Zinsen dann gerne noch weiter senken würde, um die Wirtschaftstätigkeit dann wieder anzukurbeln – Kann Sie dann aber leider nicht mehr.

Ich will hier gar nicht so weit gehen und die möglichen Sondermaßnahmen beschreiben, die sich die EZB einfallen lassen könnte, da in der nächsten Rezession die Zinssenkungsoption nicht vorhanden ist – Aber eines ist für den Maschinisten extrem wahrscheinlich: Es wird in den nächsten Jahren keine Zinserhöhung im Euroland geben.

Das heißt, jeder der immer noch größere Vermögen auf Festgeldkonten hält, wird auch weiterhin jedes Jahr um die Inflationsrate minus dem mickrigen Zins, den ein solches Konto bringt, enteignet werden. Zusätzlich hat er den Nachteil, dass sein Geld während des festgesetzten Zeitraums nicht liquide ist. Kaum Zinsen und das Geld ist nicht verfügbar. Was für ein Deal ist das?

Den einzigen Vorteil, den ich durch ein Festgeldkonto (und später beim Tagesgeld) gegenüber einem Girokonto (kommen wir auch gleich dazu) sehe, ist das man mit einer EC Karte nicht direkt darauf zugreifen kann. Das heißt es ist ein kleiner Sicherheitspuffer gegen externe Gaunereien. Das war es dann aber auch schon.

Deine Freunde und Bekannten nach einem Ratschlag zu Fragen, bringt diesbezüglich leider auch nichts. Der durchschnittliche Deutsche Bürger hat nur sehr wenig Ahnung von echten Investments mit passivem Cashflow.

Etwas besser als die deutschsprachigen Festgeldanbieter sind derzeit oft die Konditionen in einigen anderen europäischen Ländern.

Die Banken dort sind zwar nicht Teil des Deutschen Einlagesicherungsfonds aber dafür des Europäischen Pendants. Dadurch sind auch diese Vermögen abgesichtert. Und zwar bis 100k Euro je Kunde.

Gleichzeitig haben diese Anbieter oft aber nicht den gleichen Zugang zu Nullzins-Zentralbankgeld wie Deutsche Bank und co. Um diese Liquidität trotzdem zu erhalten, geben sie Ihren Kunden nun diese leicht verbesserten Zinskonditionen. Um auf ein europäisches Festgeldangebot zugreifen zu können, müsstest Du Dein Geld normalerweise über Landesgrenzen hinweg durch die Gegend senden – Hätte nicht eine Gruppe schlauer Menschen diese Marktlücke entdeckt und würde diese Konten im deutschsprachigen Raum nun durch mehrere Unternehmen anbieten.

Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden.

Die allerwichtigste und niemals zu vergessene Regel in diesem Fall ist, das diese Gelder wie geschrieben nur bis zu einem Betrag von 100k Euro abgesichert sind. Bei einer echten Zahlungskriese eines dieser Länder (erinnert sich noch jemand an Zypern?), sind Anlagesummen oberhalb dieser Grenze nicht garantiert und wer denkt das kann nicht passieren, sollte auch hier noch einmal gut überlegen.

Zusammengefasst betragen die Zinsen im Bereich Festgeld bei Deutschen Anbietern nominal nur wenig über null. Real liegen Sie bei minus 1-1,5% (Lockangebote mit zumeist Sechsmonats-Zinsangebot ausgenommen). Bei europäischen Festgeldanbietern sind die Konditionen etwas besser aber liegen meistens immer noch unterhalb der Inflationsrate und bedeuten Mehraufwand für den Kunden.

Insgesamt macht das für Festgeldkonten die Arbeitszeugnisnote 4 Minus.  „Wir wünschen Ihr/Ihm für die Zukunft alles Gute!”

Immer noch tausendmal besser als gar nicht zu sparen aber es geht viel besser

Wer sich vom Maschinisten trotzdem nicht davon abbringen lässt, größere Euro Vermögen auf Festgeldkonten zu halten, kann über diesen Link einmal die besten Zinsangebote der deutschen und europäischen Festgeldkontenanbieter vergleichen.

 

Deutsche- und Europäische Tagesgeldkonten

Das können wir kurz machen. Bewertung wie bei den Festgeldkonten mit durchschnittlich noch etwas geringeren Zinssätzen aber dafür mit dem nicht unbedeutenden Vorteil, dass Du Deinen Fehler, größere Vermögenswerte dort liegen zu lassen hier schneller wieder korrigieren kannst. Das heißt es gibt beim Tagesgeldkonto kein Zeitschloss.

Ein Tagesgeldkonto ist liquide und Du kannst es, wie der Name sagt, täglich auflösen oder Positionen umbuchen. Einige Monatsgehälter dort im aktuellen Zinsumfeld liegen zu lassen ist ok aber mehr auch nicht.

Auch hier wieder ein Link auf eine Tagesgeldkonto-Vergleichsübersicht mit den aktuell besten Konditionen der Deutschen- und Europäischen Anbieter.

– Note 4 Plus. Die Liquidität macht den Unterschied.

 

Girokonto

Hier liegt systembedingt jetzt eine Trennlinie. Wir haben bisher nur von Konten gesprochen, die ursprünglich einmal als Verzinsungsprodukte gestartet sind. Ein Girokonto lieferte das früher zwar auch aber der primäre Nutzen lag und liegt hier im reibungslosen Zahlungsverkehr.

Das Online Zeitalter hat die Girokonten noch einmal deutlich aufgewertet. Weltweiter Onlinezugriff für den Nutzer und durch die IBAN Nummer ist nun ein Geldtransfer in fast alle Länder der Welt möglich.

Zinsen gibt es hier natürlich auch keine mehr aber mit etwas Suche kann man immer noch Konten ohne Gebühren finden und mit etwas mehr Suche auch Welche mit netten Zusatzfeatures.

Wie auch in anderen Bereichen, würde ich als Regel auch hier immer einen Anbieter mit dauerhaft guten und fairen Konditionen wählen anstatt bei Lockangeboten zuzubeißen, die Dich danach lange an ein mittelmäßiges Produkt binden.

Das heißt, blende Kontoeröffnungs-Bonus und ähnliches Beiwerk mental bei Deiner Entscheidung für einen Anbieter aus! Das sind nur einmalige Leistungen und langfristig völlig vernachlässigbar. Du möchtest einen Partner, dem Du langfristig vertrauen kannst mit geringen Kosten und gutem Service.

Hier findet Ihr eine nette Vergleichsübersicht mit den aktuellen Girokontokonditionen deutscher Anbieter.

Ich würde mich als Erstes auf einen der Anbieter ohne Gebühren konzentrieren und dann auf jemanden der auch schon in den vergangenen Jahren im Spitzenbereich dieser Vergleiche lag.

In diesem Fall hat der Maschinist eine klare Empfehlung. Die DKB Bank.DKB - Deutsche Kreditbank AG

Ich habe dort selbst ein Girokonto (mit Kreditkarte). Die DKB Bank hat über viele Jahre bewiesen, dass Sie ein langfristig gutes Angebot bereitstellt und nicht mit Lockmittelangeboten auf den schnellen Profit aus ist.

Das Girokonto ist echt gut und mit der zugehörigen Kreditkarte kann man bei einem regelmäßigen Geldeingang weltweit nicht nur kostenlos bezahlen sondern auch kostenlos Geld abheben und bekommt zusätzlich einen kleinen Zinsbetrag von 0,2% auf Beträge, die man auf die Visakreditkarte schiebt.

Ergebnis: Sehr empfehlenswerter Anbieter. Wenn Du nach einem passenden- oder zweiten Girokonto suchst oder von Deinem aktuellen Anbieter die Nase voll hast, schau Dir das Angebot der DKB einmal an.

 

Kreditkarten

Der Maschinist liebt Kreditkarten!

Man kann mit Ihnen mittlerweile fast überall bezahlen (selbst bei ALDI in Europa zahle ich mittlerweile nur noch damit). Waren die man damit kauft, haben durch das Bezahlen mit einer Kreditkarte oftmals einen deutlich verbesserten Rückgabe- und Versicherungsschutz und auch einen Mietwagen erhält man damit viel leichter. Für die Urlaubsreise in die USA ist eine Kreditkarte sowieso unverzichtbar.

 

Aber bevor jetzt alle anfangen mit mir zu Jubeln, noch ein paar Grundregeln zur Nutzung:

  1. Eine Kreditkarte ist ein Werkzeug, vergleichbar mit einem Fleischermesser. Sie ist kein Freifahrtschein um Geld auszugeben! Wer das nicht berücksichtigt und mit einer Kreditkarte mehr Geld ausgibt als ohne, gibt seine Karte am besten zurück.
  2. Konzentriert euch bei eurer Suche auf eine kostenlose Kreditkarte ohne Jahresgebühren. Kreditkarten mit jährlichen Gebühren haben oft nette Vorteile aber über lange Sicht nutzt man diese Benefits statistisch immer weniger – Die Jahresgebühren aber bleiben.
  3. Der monatliche Zinssatz der Kreditkarte kann Dir total egal sein, weil Du natürlich immer (!) Deine Karte am Monatsende vollständig abbezahlst (am besten per automatisierter Lastschrift)! Das heißt, Du nutzt sie ausschließlich als Cash Karte. Wenn Du das (noch) nicht schaffst, gilt für Dich definitiv Regel Nr. 1!

 

Nachdem wir das erledigt haben, findest Du hier eine Übersicht über die aktuell besten Kreditkartenangebote.

Interessanterweise steht dort aktuell die Kreditkarte an der ersten Stelle von der es auch das passende Girokonto gibt. Die DKB. Wir haben hier also ein nettes Paket und wer gerade auf der Suche nach einer passenden Gesamtlösung aus Girokonto und Kreditkarte ist, dem kann ich das DKB Bankkonto + Kreditkarten Angebot empfehlen:

Kreditkarte 180x114

 

Wer noch eine Kreditkarte braucht aber dafür kein weiteres Girokonto eröffnen will, für den gibt es mittlerweile auch einige Angebote. Die beste Karte, die ich diesbezüglich gefunden habe, kommt aktuell von der Santander Bank mit der 1-Plus Visa Card:

Diese Kreditkarte ist ebenfalls dauerhaft gebührenfrei und Du kannst mit Ihr wie bei der DKB Kreditkarte auch, weltweit kostenlos bezahlen und kostenlos Geld abheben. Zusätzlich bietet die Karte noch einen 1% Rabbat an der Tankstelle.

Wie in den Grundregeln schon erwähnt, gleichst Du alle Deine Kreditkarte natürlich jeden Monat per automatisiertem Bankeinzug zu 100% aus und lässt wie bei einem Girokonto niemals einen Betrag dort offen. Kontrolliere dazu nach Erhalt der neuen Kreditkarte einmal alle Einstellungen im System.

 

Depot / Broker für Investoren

So jetzt machen wir einen ordentlichen Sprung.

Während das bisher alles klassisches Banking oder im Falle des Sparbuchs sogar purer Anachronismus war, geht es jetzt an das Aufbewahrungsmittel für die bösen Aktien und Aktien ETF! 🙂

Das kleine Späßchen müsst Ihr mir lassen. Ich kann einfach nicht verstehen, wieso die Aktionärsquote in Deutschland auch im Jahr 2017 immer noch unter 10 Millionen Menschen liegt. So viel verschenktes Geld und langfristig auch so viel unnütz eingegangenes Risiko durch das Halten von Bargeld in Form von Cash oder auf Geldkonten.

Werft bitte noch einmal einen Blick auf den Aktienrenditerechner.

Voreingestellter Zeitraum 1971 bis 2017. Aus einem US-Dollar werden 100! Wohlstandsmaschine Nr. 1.

Aber das weißt Du hoffentlich schon alles. Du hast Deine Aktien und oder Aktien ETF schon in Deinen Depots liegen und kannst Dich freuen, an der Wohlstandsmaschine Nr. 1 permanent angeschlossen zu sein. Die Geldströme in Deine Richtung werden dadurch langfristig immer grösser. Von den zwischenzeitlichen Schwankungen lässt Du Dich nicht mehr beeinflussen. In den letzten 200 Jahren betrug die Nettorendite dabei jährlich mehr als 6,5%. Dazu gibt es zusätzlich noch den Inflationsausgleich. Dadurch betrug die Bruttorendite in den letzten 80 Jahren ca. 10% im Jahr.

Falls Du aktuell noch nicht das richtige Aktiendepot hast oder Du Dich aktuell nach einem Weiteren umsiehst (z.B. da Dein Anbieter die Konditionen geändert hat oder Du Dich weiter diversifizieren möchtest) kannst Du in dieser Vergleichsübersicht einmal nachsehen, welche Anbieter es im deutschen Raum aktuell gibt.

Auch hier gilt es wieder auf das langfristige Verhalten des Brokers zu schauen der ein Depot anbietet und sich nicht von einmaligen Leistungen wie einer Depoteröffnungsprämie  beeinflussen zu lassen.

Ich mag im deutschsprachigen Raum für Aktien und Aktien ETF die Onvista Bank

 

Sie bietet für den Aktienhandel ein 5 Euro Festpreis Angebot (plus 2 Euro Börsengebühren) und für eine Vielzahl von ETF gibt es günstige Sparpläne. Kontoführungsgebühren gibt es keine.

 

Depot / Broker für aktive Trader

Wie schon geschrieben, sollte die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht Traden, sondern Ihr Geld permanent passiv an der Börse anlegen.

Der aktive Börsenhandel ist eine eigene Profession. Wie alle Berufe die man lernt, braucht man tausenden Stunden, bis man diese Tätigkeit soweit beherrscht um an eine Überperformance zum Gesamtmarkt überhaupt denken zu können. Es sieht am Anfang nur so aus, als wäre es einfach.

Die meisten Menschen verlieren mit dem aktiven Handel Geld und wenn Du denkst Du kannst das besser, dann brauchst Du verdammt gute Gründe dafür.

Wer sich mit dem aktiven Handel richtig gut auskennt und dabei auch schon ein größeres Depot besitzt, für den gibt es in Europa nach meiner Meinung mittlerweile einen Topanbieter, der wie Aldi und co. die gesamt Brokerlandschaft verändert hat – Die InteractiveBrokers Plattform.

Der Handel ist damit an so ziemlich allen Börsen und mit allen Produkten dieser Welt möglich. Die Handelskosten sind konkurrenzlos günstig und die kostenlose TWS Handelsplattform ist sehr gut.

Für alle Expats und Weltenbummler ist dieser Broker doppelt interessant, da man alle eigenen weltweit vorhandenen Girokonten an diese Handelsplattform anbinden kann und dann kostenlos auf diese Konten Geld in jeder möglichen Währung überweisen kann.

Und mit kostenlos meine ich absolut umsonst und es gibt im Gegensatz zu Banken und anderen Anbietern dabei auch keine Währungsabschläge durch schlechte Kursstellungen.

Als Hinweis lohnt sich dieser Broker erst richtig ab einer Depotgröße von $100.000, da ansonsten eine Monatsgebühr von $10 berechnet wird. Für alle Händler ab dieser Depotgröße gibt es diese Gebühr nicht. Wegen der kostenlosen Girokonto Multiwährungs-Geldtransferfunktion kann dieser Broker ab sechsstelligem Depot also auch für passive Investoren lohnenswert sein. Vanguard ETF kann man damit dann zum Beispiel einfach über die Börsen kaufen. 200 Stück kosten dann einen (!) USD.

Wer daran Interesse hat, kann mich betreff weiterer Fragen und auch einem möglichen weiteren Discount für Dich bei der Eröffnung unter maschinist@freiheitsmaschine.com anschreiben.

 

Wer derzeit noch mit maximal fünfstelligen Geldmengen aktiv handeln möchte, dem empfehle ich als Alternative einen deutschsprachigen InteractiveBrokers Ableger, von denen es mittlerweile mehrere gibt und die alle die gleiche Handelssoftware TWS nutzen.

Die Handelspreise sind im Vergleich zu IB etwas höher aber immer noch sehr gut. Dafür gibt es nur eine geringe Mindesteinlage und keine Monatsgebühren. Bekannt sind dabei zum Beispiel:

oder

Das sind sind seriöse Anbieter mit guten Konditionen.

 

Bei all diesen Brokern wie auch bei IB selbst wird die deutsche Kapitalertragsteuer nicht automatisch abgeführt und man macht das mit der jährlichen Steuererklärung nachträglich selbst. Das ist im ersten Jahr etwas Arbeit. Danach aber kein Problem mehr und man hat wieder etwas gelernt.

 

So, das war der zweite Teil der Reihe Frag den Maschinisten – Konten, Depot und Kreditkarten.

Die Freiheitsmaschine – Macht Dich Frei!

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