Autokauf für finanziell schlaue Menschen

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Der Maschinist mag Mobilität! Egal ob Motorräder oder PKW – Er mag Sie sehr. Und das schon seit seiner Kindheit. Ein Freund meiner Eltern war ein Autonarr und fuhr die coolsten BMW-Modelle. Ende der 70er Jahre hatte er z.B. einen BMW 3.0 CSI und später verschiedene M3.

Ich war in meiner Jugend völlig aus dem Häuschen, wenn es die Gelegenheit gab, einmal mitzufahren.

In meiner kindlichen Welt konnte ich mir damals nur wenige so erstrebenswerte Dinge vorstellen, wie ein solches Automobil.

Auch später blieb diese Leidenschaft erhalten und der Maschinist hatte vor seiner Zeit als Familienvater als dunkles Geheimnis neben seinem Motorrad auch einmal einen kleinen Sportwagen.

Aber so sehr ich auch meine Mobilität mag – Ein PKW ist rein finanziell betrachtet nur ein Konsumgegenstand. Und dazu noch einer, der meistens schnell an Wert verliert. Deshalb muss man auf ein paar Dinge achten, wenn die Anschaffung nicht zum Geldgrab werden soll.

 

Viele Finanzblogs singen aus diesem Grund das Lied des autolosen Daseins.

Das ist natürlich auch völlig ok. Man kann dadurch gutes Geld sparen und die eigene Sparquote weiter erhöhen. Nach meiner Meinung ist dieses Konzept ohne große Einbußen an Lebensqualität aber nur für junge Stadtmenschen möglich. Spätestens, wenn dann als Familie noch Kinder im Spiel sind, ist es oft deutlich bequemer und zeitsparender einen eigenen PKW zu besitzen.

Generell hält der Maschinist nichts von Verboten und Du wirst hier in der Freiheitsmaschine darum auch keine Verzichterklärungen hören. Wie immer geht es hier darum möglichst viel Lebensqualität bei gleichzeitig hohem finanziellem Wohlstand zu erreichen.

Wenn man es richtig macht, müssen Besitz und Betrieb eines eigenen PKW auch nicht sehr viel kosten.

Der Maschinist hat deshalb ein paar Regeln, die Dir in (fast) jeder Lebenslage Mobilität ermöglichen, ohne Deine Finanzen zu ruinieren:


Regel 1: Kaufe Dir niemals ein neues Auto!

PKW sind wie beschrieben ein (meistens) schnell wertlos werdender Konsumgegenstand. Sie haben dabei als grobe Richtschnur eine Lebensdauer von ca. 250-300tsd km Laufleistung und je nach Qualität halten Sie heutzutage dabei locker 15-20 Jahre, bevor andauernd Reparaturen nerven.

Der Wertverlust folgt dabei einer Hyperbelfunktion, wobei y den Restwert darstellt und x die Zeit.

Ich weiß – Irgendjemand muss sich einen neuen PKW kaufen damit Du einen Gebrauchten auswählen kannst – Aber lass das nicht Dein Problem sein – Kauf Deinen PKW, wie fast alle Deine Konsumgüter gebraucht! Viele Menschen werden immer so finanziell unvernünftig handeln, dass Du genügend Auswahl auf der Angebotsseite haben wirst.

 

Regel 2: Falls keine völlige Notsituation herrscht, kaufe Dir niemals ein Auto mit geliehenem Geld!

Wir sind hier in der Freiheitsmaschine lieber Leser. Wir leihen uns niemals Geld für Konsum – Das machen nur finanzielle Dummköpfe. Außer für eine Immobilie fällt mir kein vernünftiger Grund ein, einen privaten Kredit aufzunehmen. Du bezahlst unnötige Zinsen, die Dich arm und in Abhängigkeit halten. Selbst wenn ein Konsumkredit aktuell aufgrund der Niedrigzinsen vermeintlich günstig sein sollte, hättest Du bei einer Barzahlung garantiert einen viel besseren Deal mit weiteren Preisnachlässen herausgehandelt. Wenn Du das Geld für den PKW noch nicht hast, ist das ein deutliches Zeichen, das Du entweder „Zu viel PKW“ kaufen willst, oder Du bisher in Deinem Leben etwas falsch gemacht hast. Aber das kannst Du jetzt korrigieren.

 

Regel 3: Schau vor dem Kauf betreff Pannen und Kraftstoffverbrauch in die Statistiken.

Ja – ein alter Alfa ist ein cooles Auto und eine S-Klasse mit Zwölfzylinder gibt was her aber wenn der Alfa dann jede Woche in der Werkstatt steht oder der Mercedes an der Tankstelle, wird der Kauf zu Deinem Albtraum.

 

Regel 4: Passend zum amerikanischen „Buy American“ Slogan hält der Maschinist die Schwarz-Rot-Goldene Fahne hoch und sagt: Kaufe einen deutschen PKW!

Das ist ein bisschen emotional. Aber in Deutschland arbeiten sehr viele fleißige Menschen in der PKW-Industrie inkl. der vielen Zulieferer. Die Menschen im deutschsprachigen Raum haben bestimmt viele Macken und schnelllebige Trends liegen uns nicht allzu sehr. Aber wenn wir eine Sache gut können ist es hochwertige Güter mit langen Produktzyklen herzustellen. Und ja ich weiß, Honda und Toyota sind auch nett aber Du würdest Dir als Franzose auch keinen deutschen Rotwein kaufen, oder? Es ist einfach unnötig und bringt Dir keinen Vorteil.

 

Regel 5: Schreibe einen PKW vor dem geplanten Kauf imaginär über die voraussichtliche Haltedauer ab.

Das geht folgendermaßen: Teile das Preisdelta aus Deinem Kaufpreis und dem voraussichtlichem späteren Wiederverkaufspreis durch die Haltedauer in Jahren. Addiere die jährlichen Kosten für Versicherung Steuern und Kraftstoff und mache eine Annahme für die Inspektions- und Reparaturkosten. Das Ganze ergibt dann Deine jährlichen Gesamtkosten.

Nehmen wir als Beispiel dazu den letzten Fahrzeugkauf der Maschinistenfamilie vor einigen Monaten. Das Fahrzeug dient als Familienfahrzeug neben dem (kleinen) Dienstwagen, den ich hauptsächlich für den Weg zur Arbeit nutze.

Anforderungen: Muss eine Familie mit zwei Kindern sicher, komfortabel und günstig befördern.  Geplante Laufleistung ca. 10.000 km / Jahr. Geplante Haltedauer: Fünf Jahre. Betrieb im Stadtverkehr, einige Familienausflüge und ein Europaurlaub im Jahr.

Kaufentscheidung nach Beachtung meiner Regeln: BMW 318i Touring Bj. 2009 (E91 mit Modellpflege). Laufleistung 120tsd km. 2 Hand – Alle Inspektionen – Fast alle möglichen Extras außer Leder inkl. neuer Winterreifen auf Felgen. Kaufpreis 8.000 Euro inkl. einem Jahr Garantie.

Geschätzter Verkaufspreis in fünf Jahren: 3.000 Euro. Macht pro Jahr 1.000 Euro Wertverlust. Versicherung: Nur Haftpflicht. Macht inkl. Fahrzeugsteuer ca. 300 Euro / Jahr.

Inspektionen + TÜV werden bei der freien Werkstatt zu kleinen Kosten durchgeführt. Angenommene Kosten ca. 200 Euro im Jahr.

Reparatur und Verschleißkosten nehme ich einfach einmal weitere 500 Euro im Jahr an. Wahrscheinlich ist das zu hoch. Der 318i E91 ist eins der zuverlässigsten Autos in der Pannenstatistik in seiner Klasse in diesem Produktionszeitraum. Die Reifen sind alle neuwertig.

Das macht alles zusammen also maximal 2.000 Euro Kosten pro Jahr plus Kraftstoffverbrauch. Aktueller Verbrauch im Mischbetrieb sind ca. 7.5l Super /100 km also ca. 10 Euro. Macht weitere 1.000 Euro im Jahr bei 10.000km jährlicher Laufleistung.

Komplette Gesamtkosten: Höchstens 3.000 Euro im Jahr.
Das heißt die Maschinistenfamilie fährt einen komfortablen, sicheren und zuverlässigen deutschen Premium Mittelklasse PKW mit Sitzheizung, Tempomat, Parksensoren und co. für insgesamt 250 Euro im Monat!

 

Bei einem neuen 3er BMW Touring wären die monatlichen Kosten locker drei Mal so hoch. Das meiste davon würde durch den extrem hohen Wertverlust in den ersten Jahren + Vollkasko verursacht. Hinzu kommt dort die hohe Geldsumme, die nicht in den Aktienmarkt investiert werden kann, sondern im PKW rasend schnell entwertet wird.

Außerdem würdest Du Dir bei einem neuen PKW um jede Schramme einen Kopf machen und darüber nachdenken, wo Du Dein Fahrzeug am besten parkst. Mir ist es dagegen völlig egal, ob in unser gebrauchtes Auto eine Beule kommt. Ich denke daran keine Sekunde. Alleine das ist Geld wert.

Neben dem neuen geleasten BMW X5 meines Nachbarn, ist unser Auto natürlich deutlich zurückhaltender aber das hier ist ja nicht die „Protzmaschine“. Unsere Ziele lauten Finanzielle Unabhängigkeit, Gesundheit und Maximierung der frei verfügbaren Lebenszeit!

 

Bonusfrage: „Wie viel PKW“ empfiehlt der Maschinist jetzt eigentlich je nach persönlicher Lebenssituation?

 

Schüler und Studenten:

Braucht Du wirklich ein Auto? Wenn Du in Deinem WG-Zimmer in der Stadt nahe der Uni wohnst, kannst Du das Meiste mit dem Fahrrad oder mit dem Nahverkehr erledigen. Nein? Dann schau unter:

 

Fahr- und Berufsanfänger zu Beginn des Vermögensaufbaus:

Kompakt PKW wie z.B. Golf 4 mit 1.4l Saugmotor und Schaltgetriebe. Kaufpreis ca. 3.000 Euro. Hält locker weitere 3-5 Jahre. Relativ verbrauchsarm und Ersatzteile gibt es auf jedem Schrottplatz.

 

Berufstätige ohne Familien mit mindestens sechsstelligem Aktiendepot:

Du hast eine Sparquote von 50%? Du bist auf guten Weg in Deine finanzielle Unabhängigkeit und hast Dein Ziel fest vor Augen? Dann erlaubt Dir der Maschinist nach mehreren Jahren Berufsleben aber noch vor der Familienplanung einen gut geplanten Spaßkauf:  Gebrauchter AUDI TT, Mazda MX5 oder ähnliches für maximal 10-12.000 Euro. Das sind zwar einmalig etwas höhere Kosten aber der Wertverlust eines solchen gebrauchten PKW ist bei guter Planung nur sehr gering und er bringt Dir viele Jahre Spass.

Alle die keine Freude an einem solchen Automobil haben, tauschen Ihren Golf 4 dann einfach gegen einen Golf 6 und kümmern sich weiter um die Maximierung von Einkommen und Sparquote. Das meiste Geld kommt natürlich wie immer in die grösste Wohlstandsmaschine aller Zeiten und dort am besten in passive Aktien ETF.

 

Familie mit Kindern und mindestens sechsstelligem Vermögen:

Gebrauchte Variantmodelle  wie Golf/Passat, Audi A4, BMW 3er oder Mercedes C Klasse für 7-10.000 Euro. Wer den großen Fehler gemacht hat und bisher noch kein bedeutsames Vermögen erschaffen hat, sucht sich einen älteren PKW für maximal 5.000 Euro aus und steckt den Rest in den Vermögensaufbau und macht das dann endlich eine Priorität!

 

Finanziell unabhängige Familie mit siebenstelligen Vermögen:

Es hat viele Vorteile, genau wie die Familie darüber zu einem guten gebrauchten PKW bis maximal 10k Euro zu greifen. Du erzeugst so bei Freunden und Nachbarn keinen Neid, hast weniger Werte nutzlos in der Gegend herum stehen und auch kleine Beschädigungen lassen Dich kalt.

Falls Du Dich in dieser Situation befindest, weißt Du zu diesem Zeitpunkt natürlich selbst, dass Du dann für jedes weitere Jahr in dem Du nach Deiner finanziellen Unabhängigkeit weiter arbeiten gehst, durch Aktiendividenden, Wertsteigerungen und Deine hohe Sparquote z.B. so verrückte Dinge tun könntest wie Dir jährlich einen nagelneuen Porsche 911 in Vollausstattung vor die Tür stellen und Ihn dann am Jahresende zu verschenken. Du würdest trotzdem nicht ärmer werden!

Ein schönes Gedankenspiel, um die Macht des Zinseszinses aufzeigen.

Aber wahrscheinlich geht es Dir dann wie den meisten Menschen, die sich mit Anstrengung, Mut und Planung ein eigenes Vermögen aufgebaut haben – Du willst dann gar keinen Porsche mehr. Und falls doch, kaufst Du Ihn Dir natürlich gebraucht. 😉

 

Wie handhabst Du den PKW-Kauf? Welche Dinge sind Dir dabei besonders wichtig?

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60 Kommentare auf "Autokauf für finanziell schlaue Menschen"

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Gast

Ich habe mir die letzten beiden Male Jahreswägen (deutsche Fabrikate, einmal BMW, einmal VW) mit ca. 20.000 km zu deutlichem Abschlag auf den Listenpreis gekauft. Da ich im Jahr ca. 30.000 km fahre, ist mir eine relativ geringe Anfangs-km-Leistung wichtig. Diese Autos bin ich dann über 10 Jahre gefahren, bis jenseits der 300.000 km Grenze. Mit wenig Reperaturen und überschaubaren Kosten.
Jetzt ist es wieder soweit, mein Auto hat die 300.000 km überschritten, hat so sein Macken, weil ich seit einiger Zeit keine Reperaturen mehr machen lasse. Eigentlich interessiere ich mich für ein E-Auto. Die Preise sind aber zu hoch und einen Gebrauchtwagenmarkt gibt es nicht. Also wird’s wieder ein gebrauchter Diesel werden. Die gibt’s wegen der derzeitigen Diskussion zu Abstauberpreisen und sie fahren mit 5 Liter.
Eine Frage noch an den Maschinisten, kaufst du von privat oder vom Händler?

Gast

@Felix da musst du aber auf passen. Listenpreis ist immer eine Milchmädchenrechnung. Niemand zahlt Listenpreis. Deswegen ist das Märchen vom „Jahreswagen ist besser als Neuwagen“ hinfällig.
Wenn man die Aktionen der vergangen Monate anschaut, findet man schnell (und ohne Anstrengung) Rabatt >44%. Bei deutschen Marken.

Gast

Ja ein E-Auto schwebt mir auch immer mal vor und bin schon ein paar zur Probe gefahren und finde es herrlich und macht eine Menge Spaß

Gast

Dein Artikel passt wie Arsch auf Eimer und gestern dachte ich noch, wie cool es wäre, wenn sich einer meiner geschätzten Finanzblogger zum Thema Autokauf äußern würde.

Meine Frau und ich möchten uns nächstes Jahr ein neues Auto zulegen (einen Gebrauchten!). Noch fahren wir einen Peugeot 206+, aber bald kommt das erste Kind und dann ist dieser doch etwas zu unpraktisch. Obwohl ein so kleines Auto für Berlin perfekt ist!

Da es für mich ein reiner Nutzgegenstand ist, dachte ich jetzt: das Auto muss praktisch sein und liebäugle mit einem Touran.

Jetzt empfiehlst du aber für Familien gar keinen Van. Reicht denn ein A4, um auch mal mit 2 Kindern in den Urlaub zu fahren?

Gast

Danke für den Artikel.
Ich bin normalerweise stille Mitleserin und großer Fan von diesem Blog.@Juzz mit nur einem Kind reicht ein kleines Auto vollkommen. Gerade anfangs föhrt man meist eh nicht viel und weit. Und man kann sich immernoch einen kompakten biggy mit maxi cosy adapter holen. Der nimmt nur wenig Platz im Kofferraum ein uns lässt platz für Gepäck.
Wir haben beim ersten kind den Kinderwagen auch passend zum Kofferraum gekauft.
Bei uns steht bald auch ein Autokauf an, unser Golf V mit nur drei Türen ist mit zwei kleinen Kindern und rückwärts gerichteten Kindersitzen langsam echt nicht mehr zu händeln. Außerdem wird nich ein drittes Kind filgen. Zusätzlich brauchen wir berufsbedingt ab Sommer ein sowieso zwei Autos. Wir sind beide bei Autos völlig unemotional. Daher hier meine Frage, ob jemand einen Tip für ein zuverlässiges gebrauchtes Auto hat, wo hinten aber dreimal Isofix ist bzw. Wo drei Kindersitze für drei kleine Kinder rein passen. Der Passat scheint laut meiner Recherche bei drei Kindern leider weg zu fallen und wir wollen nicht ein Kind nach vorne setzen und einen Erwachsenen in die Mitte zu quetschen.

Gast

Schöner Artikel! Sehe ich genauso! Aus meiner Erfahrung ist der Passat Kombi als Diesel ein super Familienauto!

Gibt es auch für ca. 7000 bis 8000€ mit super Ausstattung mit ca. 120.000km in gutem Zustand zu kaufen. Verbrauch ist deutlich geringer als beim BMW 318 (ca. 5-6 L Diesel gemischt im Durchschnitt), Diesel ist (nach wie vor bei entsprechender Fahrleistung rentabler als Benzin, die Umweltbilanz ist ja umstritten; Feinstaub vs. Stickoxide etc.). Zudem sind die Austauschteile deutlich günstiger als beim BMW oder Audi. Dazu kommt noch, dass der Passat massenhaft Platz bietet und der 2,0L TDI Motor sehr langlebig ist. Viele fahren diesen Motor auch bis 500.000 km.

Gast

Sind 120.000 km nicht ganz schön viel? Also ich habe ja echt keine Ahnung und ich dachte eher so an 60.0000 km. Oder macht das bei Fahrzeugen wie einem Passat oder A4 keinen Unterschied?

Ich formuliere es mal so: Unser Budget 10.0000 Euro. Gerne weniger, kann aber auch mehr sein, wenn es ein sehr guter Deal wäre. Ausstattung: PS ca. 140, Einparkhilfe, Xenon, Automatik (optional). Solide Verarbeitung, günstig im Unterhalt (vorteilhaft), ordentliches Ladevolumen Kofferraum.

Was würdet ihr empfehlen bzw. auf was sollten wir achten? Wir mögen beide Audi und könnten uns einen A4 vorstellen. Auf was sollten wir denn hier achten?

Gast

Wenn sich die Frage nach einem Passat Kombi stellt, würde ich die Gegenfrage stellen, warum kein Skoda Octavia Kombi? Ist nochmal deutlich günstiger, gleich groß und technisch ähnlich.

Gast

@Juzz: Ich bin normalerweise zurückhaltend mit Ratschlägen, aber weil ich gerade die Erfahrung gemacht habe und meine Tochter eineinhalb Jahre alt ist: Behalte den Peugeot, bis das zweite Kind da ist oder das erste etwas größer ist.

Wir fahren einen gebrauchten A1, und der hat hier in der Großstadt für alle Zwecke gereicht. Einzige Ausnahme ist der Jahresurlaub, weil der Kofferraum neben dem Kinderwagen nicht mehr viel Gepäck zulässt. Deshalb haben wir für die Zeit einen komfortableren Kombi gemietet.

Ich spiele seit Monaten die Gedanken durch, die im Artikel gut beschrieben werden, aber bisher war einfach die Notwendigkeit noch nicht da, ein größeres Auto zu kaufen. Wenn das/die Kinder größer sind, dann möchten wir vielleicht häufiger mal für ein paar Tage spontan unterwegs sein. Mit dem ganz kleinen Kind ist uns dafür die “Windellogistik” zu aufwändig und wir möchten auch nicht stundenlang durch die Republik fahren. Die Verwandten kommen bisher eher zu uns und schlafen hier. Tagestouren sind mit dem kleinen Auto kein Problem.

Wie Felix richtig sagt, würde ich am liebsten ein elektrisches Auto kaufen, aber es wird vernünftigerweise ein günstiger Diesel werden, falls es in den nächsten 3 Jahren passiert.

Gast

Hallo Maschinist,
das ist Verbraucherberatung, -schulung vom Feinsten hier! Bei dieser Gelegenheit, herzlichen Dank für deine immer lehrreichen Artikel. Du hast es raus, würde ich sagen. Wirklich clever, wie du finanzielle Sachen angehst: Nicht sparen bis es wehtut, sondern im hohem Maße rational und ja clever vorgehen.
Dass du ein Freidenker bist, erkennt man auch an deinen Überlegungen zum Wohnort.
Ich freue mich auf jeden neuen Artikel, viel Erfolg im neuen Jahr!

Gast

Hey,

schöner und ausführlicher Beitrag 🙂

Punkt/Regel 2 möchte ich aber nicht ganz unwidersprochen lassen.

Auch bei uns stand mitte des Jahres ein Autokauf an.
Gebrauchtwagen natürlich – Preisverhandlung im Autohaus hat aber ergeben: Barzahlung bzw. Vollzahlung ?Völlig uninteressant – “nehmen wir aber da können wir dann nichts mehr am Preis machen”. Im Gegenteil – wenn wir uns für die Finanzierung entscheiden kann man uns noch etwas entgegenkommen in Form von Winterreifen und einem höheren Rücknahmepreis für unseren alten (was ja logisch ist weil Finanzierung = Extra-Einkommen).

Und auch während ich dir prinzipiell recht gebe mit “Keine Schulden für Konsumkredite” – hier haben wir uns dafür entschieden.
Warum?
Weil wir den vollen Kaufpreis verfügbar hatten. Aber warum sollten wir ihn gleich einsetzen wenn es keine Kaufpreisminderung bringt?
Die Finanzierung (0,99% auf 4 Jahre bei der VW-Bank ) kostet uns 400 – 500 € zusätzlich (Kaufpreis ca 13.000€)
Lege ich das Geld (aus Sicherheitsgründen von mir aus auch nur die Hälfte davon) in einem ETF der auch nur halbwegs ordentlich performed gleiche ich die Finanzierungskosten locker aus und noch mehr.

Die alte Wahrheit, dass man mit Barzahlungen besser verhandeln kann ist im aktuellen Zinsumfeld, wo eigentlich jeder lieber regelmässige Zinserträge hätte, nicht mehr (oder zumindest nicht mehr überall) gültig.

mfg
Oli

Gast

Interessant – ich habe mir neulich auch einen Gebrauchtwagen um 14.000 € gekauft und wurde gefragt, wie ich diesen zu finanzieren gedächte. Ich habe den Autohändler gefragt: “Was ist Ihnen denn lieber?” Er hat geantwortet: “Na ja, für uns ist es natürlich besser, wenn wir eine gewisse Finanzierungsquote erreichen.” Auf meine Frage: “Und was habe ich davon?” fiel ihm leider nichts Besseres ein als “Die Zinsen sind gerade günstig.” Einen weiteren Rabatt oder eine Zugabe gleich welcher Art wollte er sich nicht aus den Rippen leiern lassen, so dass ich beschloss, lieber gar keine Zinsen zu zahlen und den Kaufpreis komplett zu überweisen. Für einen negativen Zinssatz hätte ich sicher finanziert – ein solches Angebot ist mir aber noch nirgendwo begegnet. Und für 0,00% hätte ich es mir überlegt.

Gast

Schön geschriebener Ratgeber zum Autokauf! Zum Glück bin ich was Autos angeht recht leidenschaftslos, sie sollen mich zuverlässig von A nach B bringen, mehr nicht. Ich bin zu Beginn diesen Jahres nach dem Abschluss meiner Promotion ins Berufsleben gestartet, von daher ist mein angespartes Vermögen noch im relativ niedrigen fünfstelligen Bereich. Da ich stadtnah und nur 2km von meiner Arbeitsstelle entfernt wohne, denke ich derzeit auch nicht über einen PKW-Kauf nach, zumal für größere Strecken auch noch der Peugeot 107 meiner Freundin verfügbar ist. Sollte sich die Situation ändern, würde ich aber definitiv auch zu einem günstigen Gebrauchten greifen.

Gast

Hallo Maschinist,

schön dass Du das emotionale Thema Auto hier mal von der rationalen finanziellen Seite angehst. Und auch hier nahezu Buy and Hold praktizierst.

Hier mein etwas irrationaler Senf zu diesem Thema:

Ich bin ein Petrolhead und bei mir schlägt das Herz höher wenn die neue Ausgabe von Auto Motor und Sport im Briefkasten liegt oder ich mir eine Folge Grand Tour auf Amazon Prime anschaue. Schon als kleines Kind haben mich Autos fasziniert.

Meine letzten 5 Autos waren alle Neuwagen. Aber auch nur weil ich den Kaufpreis durch die geschäftliche Nutzung abschreiben konnte und ich hohe Rabatte beim Kauf bekommen habe. Der Haupttreiber waren aber emotionale Gründe. Weil ich die Autos schön fand und einfach haben wollte.
So bin ich über MGF, BMW 325i E46, Mini Cooper S und A-Klasse (das erste Kind war da und es musste was ganz praktisches sein) vor über 6 Jahren bei einem neuen Mercedes GLK gelandet.

Der ist jetzt abgeschrieben und eigentlich wäre es vor Monaten schon Zeit gewesen einen Neuwagen zu konfigurieren, bestellen und zu kaufen oder leasen. Viele meiner Freunde und Kollegen tauschen die Autos bereits nach 3 Jahren durch und machen schlaue Gebrauchtwagenkäufer wie Dich glücklich. Sie wundern sich dass ich nicht schon längst einen neuen Mercedes GLC oder ähnliches bestellt habe.

Aber irgendwas in mir fragt: Warum? Warum soll ich diesen Wagen, der wenn ich mit ihm in die Waschstraße fahre und innen reinige aussieht und fährt wie ein Neuwagen, für den Preis eines neuen VW Polo mit Dreizylindermotor abgeben? Warum soll ich dann noch mehr als 30 Tausend Euro drauflegen um einen Neuwagen in der gleichen Klasse zu kaufen? Was bietet der mir mehr als dieser komfortable Cruiser in dem man das Gefühl hat dass er mit 100 Tkm gerade eingefahren ist und man mit ihm Kontinente durchqueren und ausgeruht wieder aussteigen könnte?

Meiner Frau ist das Thema Auto völlig egal. Vor drei Monaten lief der TÜV bei ihrem 25 Jahre alter Opel Astra ab. Die notwendigen Arbeiten wären viel höher als der Restwert gewesen und so musste der Wagen gehen. Sie fuhr ihn 8 Jahre und wir haben ihn damals für 1000 Euro gekauft. Er ist in dieser Zeit nie liegen geblieben. Er hatte keinen Turbo, keine aufwendige Elektronik, nichts an Ausstattung was kaputt gehen konnte und Kosten verursachen konnte.

Wir haben dann einen drei Jahre alten VW Up mit wenigen Kilometern und schöner Ausstattung und Winterrädern für 7000 Euro gekauft. Ich gehe davon aus dass der Wagen ohne große Probleme weitere 10 Jahre durchhält. Auch hier kein Diesel, kein Turbo, wenig Elektronik.
Falls mir meine Frau es mal erlaubt den Up zu fahren, denke ich jedesmal wenn ich damit durch die Stadt kurve: Mann, mehr Auto braucht es eigentlich nicht.

Ich denke dann auch: Für eine Familie mit zwei Kindern wo beide Eltern arbeiten und jeweils ein Auto zur Arbeit brauchen, würden zwei VW Ups reichen. Die meisten Fahrten macht man alleine. Dann macht man viele Kurztrips zu zweit, zu dritt oder auch zu viert. Da reicht der Up auch.

Das große Auto braucht man eigentlich nur für den Urlaub. Aber auch hier machen wir keine Fahrten über 5 Stunden. Ansonsten fliegen wir. Da könnte man auch mit den beiden VW Up fahren. Ich nehme Up1, Kind1 und Gepäck, meine Frau nimmt Up2, Kind2 und Gepäck. Das sieht zwar lustig aus, aber würde eigentlich funktionieren.
Notfalls könnten wir uns immer noch für eine oder zwei Wochen einen Mietwagen nehmen.

Wenn ich nicht so sehr an dem Mercedes hängen würde, hätte ich das schon umgesetzt. So gebe ich mehr Geld als eigentlich notwendig für Autos aus. Aber es ist auch eine Leidenschaft von mir und damit unvernünftig.

Gast

Da hier vor einigen Monaten auch gerade Antifragilität von Nassim Taleb diskutiert wurde:

Ein Faktor der beim Neuwagenkauf zuschlägt ist die Neomanie. Also gerade im technologischen Bereich die Besessenheit von etwas Neuem. Für Neuwagenkäufer ist einerseits wichtig dass das neue Auto unbenutzt ist und noch keinen Verschleiß hat.

Ein anderer wichtiger Faktor ist aber der Wunsch das neueste Modell zu besitzen. Autodesign unterliegt Moden und so lässt das neue Modell das alte erst einmal alt aussehen da es nach gestern aussieht. Kaum jemand möchte mit gestern assoziiert werden.
Technologische Verbesserungen wie bessere Fahrleistungen, Assistenzsysteme, Elektronik zur Kommunikation usw. lassen das alte Modell ebenfalls erst einmal alt aussehen. Auch wenn es im Alltag des Benutzers am Ende keine so große Rolle spielt.

Dabei konzentrieren sich Neuwagenkäufer auf die Unterschiede zwischen neuem und altem Modell. Diese werden überbetont. Das wird von der Werbung auch entsprechend forciert. Dass dabei das alte und das neue Modell aber viel viel mehr Gemeinsamkeiten besitzen als Unterschiede aufweisen, wird ausser Acht gelassen.

Ein Prozess den Mr. Money Mustache ‚Tiny Detail Exaggeration Syndrome‘ nennt:
Siehe hier:
http://www.mrmoneymustache.com/2012/12/26/cure-yourself-of-tiny-details-exaggeration-syndrome/

Gast

Mache das ungefähr wie du, weil das die beste Lösung ist. Leben ohne Auto ist scheisse, aber mehr als 10.000 € dafür rauszuschmeissen ist dämlich. Für 7000€ hat man auch top Autos. Falls man wirklich ein kleines Vermögen hat (über 100.000€ im Depot), kann man sich ja auch gönnen, aber auch da muss man nicht übertreiben, 10-13 tausend € sind mehr als genug. Mit Motorräder macht man es ähnlich: gebraucht und einige Jahre alt.

Gast

No offense, aber Regel 4 ist hanebüchener Unsinn!

Es gilt das zu kaufen, was das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Und da schneiden deutschen PKWs im Vergleich zu Asiaten schlecht ab.

Du arbeitest wohl direkt oder indirekt in der Automobilindustrie, anders ist dieser plötzliche Anflug von Patriotismus nicht zu erklären.

Gast

Hat mich gewundert, warum niemand bisher diesen Pkt angesprochen hat. Wer sich auf deutsche Hersteller beschränkt, verschenkt viele gute Optionen. Es ist immer gut, ohne Scheuklappen durch die Welt zu gehen. Wir kaufen schließlich nicht nur ETFs von Comstage, Xtrackers oder Deka.

Gast

Das “Kauf nie einen Neuwagen” Mantra kann ich nicht so ganz teilen. Wenn man, wie ich, selber keine Ahnung von Autos hat und selbst den Reifenwechsel in der Werkstatt machen lässt, hat ein Neuwagen ein erheblichen Sicherheitsgewinn: Ich weiss, das dass Auto in den nächsten vier Jahren entweder problemlos läuft oder sich jemand anderes (d.h. der Hersteller) mit den Problemen rumschlagen muss, und ich zumindest keine finanziellen Risiken habe.

Auch der zugegebenermaßen hohe Wertverlust in den ersten Jahren ist faktisch geringer als er aussieht: Zum einen werden Neuwagen heute kaum noch ohne zweistellige Rabatte verkauft. Ich habe z.b. meinen mit über 30 Prozent Rabatt beim regulären Händler über ein Internet Portal gekauft, das ist bei kluger Modellauswahl keinesfalls unüblich. Zum anderen bezahle ich beim Neuwagen auch nur das was ich auch haben will und kann mir mein ganz persönliches Wunschauto konfigurieren.

Wahrscheinlich würde ich unterm Strich mit einem Gebrauchten trotzdem günstiger fahren, aber finanzielle Planbarkeit und “peace of mind” sind mir den Mehrpreis wert.

Gast

Habe gestern erfahren, dass es mein Auto (10 Jahre alter Peugeot-Diesel > 200 Tkm –> Neupreis 12500 .-) ohne größere Investitionen nicht mehr über den TÜV schafft. Nun ist das Thema Autokauf plötzlich aktuell geworden. Fahre ca. 20.000 km im Jahr. Meine Tendenz geht heute dazu mir einen Neuwagen zu holen und die Dieselabwrackprämie zu nutzen. Bedeutet einen Rabatt von 35-40%. Schaue gleich mal bei einem Autohändler vorbei. Werde berichten wozu ich mich entschieden habe. Ansonsten bin ich natürlich dankbar für Tipps.

Gast

>”Die Maschinistenfamilie fährt einen PKW für insgesamt 250 Euro im Monat!

Faszinierend, wie teuer so ein Auto ist (selbst wenn man es so klug anstellt wie Du). Bei uns steht in den nächsten 12 – 18 Monaten wohl auch die Entscheidung an: neues Auto oder Mobilität 2.0?

Meine Vorstellung: Wenn das monatliche Transportbudget 250 € beträgt kann ich diversifizieren

– 70 € für die ÖPNV-Monatskarte
– Taxi, wer kein Auto hat, kann auch mal für 50 € Taxi fahren. Das ist dann nicht teuer, sondern ehrlich. So sieht man die Transportkosten wenigstens.

Das wäre das klassische 70/30 😉
Gibt ja auch noch Stadtauto, Car2go und wie sie alle heißen. Da kann man noch mehr diversifizieren.

Wenn es so weit ist, mache ich einen Sub-Blog auf und berichte. Wenn man der Propagande Glauben schenken darf, sollte es in einer Großstadt (hier HH) ganz easy sein mit der Sharing-Economy. Eigenes Auto unnötig.
Ich bin da noch skeptisch. Aber der Versuch wird es zeigen. 😉

Gruß
Finanzwesir

Gast

Meine zeit- und kostenoptimierte Mobilitätslösung für München beruht auf drei Karten:
– 1 Jahreskarte für den ÖPNV
– 1 Sixt-Kundenkarte (mit Rabatt für Aktionäre)
– 1 Kreditkarte mit eingebautem Mietwagen-Versicherungspaket

Funktioniert für mich als Wochenend-Autofahrer seit drei Jahren ganz hervorragend.

Gast

Die Sichtweise des Maschinisten kann ich in fast allen Punkten nachvollziehen. Ich teile allerdings nicht die Auffassung zum Punkt 4 (buy local). Die Qualität deutscher Autos wird m. E. überbewertet. Ich bin bis November letzten Jahres einen Golf mit TSI Motor gefahren, der im Alter von 10 Jahren aufgrund eines Steuerkettenschadens bei 135 Tkm einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten hat. (Einmal Googeln zeigt: das ist kein Einzelfall.). Die erste Steuerkette ist bei dem Wagen übrigens vom Vorbeseitzer bei 50 Tkm fällig gewesen und in einen neuen Turbolader (Motorschaden bei 70 Tkm) musste ich auch zwischendurch investieren…

250€ im Monat schaffe ich übrigens nicht (fahre allerdings mit 13,5 bis 14,5 Tkm mehr). Ich habe mal in den Excel-Tabellen meiner erfassten Autokosten gegraben (alle gebraucht gekauft und zwischen 65 und 85 Tkm bewegt inkl. Wartung gemäß Scheckheft):
– Mazda 323: 0,23€/km (266€/Monat)
– Mazda 626: 0,30€/km (337€/Monat) -> Kombi wg. Kinderwagen
– Mazda Premacy: 0,33€/km (399€/Monat)
– Golf V: 0,37/km (429€/Monat)

Das zeigt: Autofahren wird immer teuerer. Das liegt sicher nicht nur an steigenden Kosten für Benzin und Wartung, sondern sicher auch an immer teureren Ausstattungspaketen. (Bei mir war ab dem 626 eine Standheizung immer dabei.). Die Daten zeigen aber auch, dass der Golf ohne seine Anfälligkeit ein durchaus solides und wirtschaftliches Auto ist. (Ich werde aber trotzdem keinen VW mehr fahren.)

Gast

“Der 318i E91 ist eins der zuverlässigsten Autos in der Pannenstatistik in seiner Klasse in diesem Produktionszeitraum.”

Oh, das ist aber leichtsinnig. Die Pannenstatistik gibt vielleicht einen Hinweis darauf, wie groß das Risiko ist, mit dem Fahrzeug liegen zu bleiben – aber es ist kein zuverlässiges Indiz, ob viele Reparaturkosten (Thema Steuerkette u.ä.) anfallen werden.

Gast

Der 911 in Vollausstattung liegt bei rund 140 TEur. Um pro Jahr einen solchen zu erwirtschaften, braucht man schon ein mittleres 7-stelliges Portfolio (3.5 Millionen bei einer langfristigen Durchschnittsrendite von 4% (safe withdrawal rate)).

Gast

“Kaufe einen deutschen PKW!” Entschuldigung, aber das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder? Was heisst den überhaupt ‘deutsch’ wenn doch die Hersteller im Modulsystem kooperieren und Franzosen, deutsche und Japaner eigentlich das gleiche Auto unter anderem Namen anbieten mit Teilen die in CZ, PL, US oder Asien angefertigt wurden oder Skoda eben die 2-jahre ältere VW-technologie hat. Bei dieser Denke fängt für mich die größte Geldverschwendung an. Preis- Leistungssieger sind die deutschen Premiumhersteller ganz Gewiss nicht nach meiner Beobachtung. Für mich ist die erste Regel – vor der mit ‘kein Neuwagen’ – “Kaufe keinen deutschen PKW!” – Der Franzose würde auch nicht französischen Rotwein kaufen wenn französische Winzer Mondpreise verlangen würden für Glykol-gepanschten Rotwein mit gefälschten Etiketten und das bei Nachweisen politisch gedeckt dann auch noch leugnen. Ich persönlich würde mich schämen einen solchen Wagen zu fahren.

Ansonsten stimme ich dem wie ich finde guten gerne Artikel zu!

Gast

[Kommentar entfernt / Keine Lust auf “Deutsche Michels” Diskussion in der Freiheitsmaschine]

Gast

Lieber Maschinist,

nur weil Auto vermeintlich aus Deutschland kommt, ist es nicht automatisch besser. Produziert werden die Einzelteile oft im Ausland und selbst die Montage findet nicht grundsätzlich nur bei uns statt. Ich komme aus der Branche und kann dir sagen, dass viele deutsche Zulieferer aus ausländische Hersteller bedienen. Aber sind die Autos trotzdem schlechter?

Sofern man Sportwagen oder Luxus liebt spricht nichts gegen einen Kredit, zumindest wenn man kinderlos ist. Aber dass man dann Geld verpulvert muss man sich durchaus vor Augen halten. Nur kenne ich zu viele Menschen, die in ihren 50ern von uns gegangen sind und immer gesagt haben “später”. Das ist eine persönliche Abwägung…

Du hast bei deiner Rechnung die Nebenkosten vergessen. Steuern, Versicherung und Benzin können für nen Golf 4 durchaus höher sein als für nen Skoda Fabia (der ja praktisch auch ein VW ist). Hier muss man auch dringend vergleichen…

Gast

Hey
Beim Kauf eines BMW 318i Turin für 8k würdest du keine vollkasko nehmen? Von was machst du das alles abhängig? Ich fahre einen Peugeot 207 den wir damals für 7.5k gekauft haben und habe immer noch vollkasko.