Millionär Interview 34 – Fredi doesn’t take NO for an answer

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Wie werde ich Millionär DINKs Manager EinkommenEgal ob Sommer oder Winter – Die Millionär Interviews rocken ungebremst.

Mitmenschen berichten hier von Ihrem ganz persönlichen Weg zu einem erfüllten Leben inkl. Ihres selbsterschaffenen Vermögens.

Und jedes Interview ist dabei einmalig – genau wie wir Menschen selbst!

Auch dieses Interview ist ein Beispiel dafür.

Freiheitskämpfer Fredi berichtet uns von seinen außergewöhnlichen Willensentscheidungen und wir er sich aus eigener Kraft ein siebenstelliges Vermögen aufgebaut hat.

Dabei kam nicht nur besagtes Millionenvermögen heraus sondern auch eine Familie mit nun fast unlimitierten Lebensoptionen.

 

Und damit Bühne frei für Fredi

 

Hallo Maschinist,
erst einmal vielen Dank für die tolle Gelegenheit, sich so offen mit anderen Freiheitskämpfern austauschen zu können.
Deine Fragen sind super hilfreich, um über Finanzen und andere – noch viel wichtige Dinge – einmal zu reflektieren.
 
Hallo Freiheitskämpfer,
freue mich auf Eure Anregungen, Kommentare und Fragen!
Euer Fredi

 

  • Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?
Meine Frau und ich sind Mitte / Ende 40. Wir kennen uns seit 18 Jahren und wir sind seit 12 Jahren miteinander verheiratet.

 

  • Habt Ihr Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?
Wir haben eine 2 Jahre alte Tochter, die uns täglich fordert und mit der jeder Tag spannend ist.
Da wir uns erst sehr (fast zu) spät für Kinder entschieden haben, mussten wir einen etwas (zumindest für deutsche Verhältnisse) ungewöhnlichen Umweg über eine Leihmutterschaft in Kalifornien gehen, um unseren Traum doch noch wahr werden zu lassen.
Unsere Tochter wurde in einer Klinik in der Nähe von Los Angeles in den USA geboren und hat damit auch beide Staatsangehörigkeiten.

 

  • Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Wir leben in einer Großstadt / Universitätsstadt

 

  • Was ist Dein (euer) jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?
Da meine Frau derzeit nur Teilzeit arbeitet, liegt unser jährliches Nettoeinkommen im Moment bei ca. 140 000 Euro

 

  • Wie hoch sind eure jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?
Wir reisen unheimlich gerne. Bevor unsere Tochter geboren wurde, haben wir sehr viele interessante Fernreisen (Asien, Afrika und Nordamerika) und Städtereisen in Europa gemacht.

 

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Wegen COVID-19 beschränken wir uns aber derzeit auf Europa. Wir haben jährliche Ausgaben von ca. 30 000 Euro.
Unser Haus ist abbezahlt, das zweite und dritte Auto haben wir abgeschafft (da ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre) und wir leben mittlerweile sehr ressourcenbewusst (bis auf das Fliegen…).

 

  • Wie hoch ist Dein (Euer) aktuelles Vermögen?
Unser aktuelles Vermögen beträgt derzeit ca. 2,5 Mill. Euro (dabei ist der Wert des Hauses konservativ geschätzt.
Ansprüche aus staatlicher & privaten Rentenversicherungen sowie Firmenrenten sind noch nicht berücksichtigt. Würde man die bisherigen Rentenansprüche von insgesamt ca. 6.000 Euro / Monat) mit berücksichtigen, wäre das noch zusätzlich über 1 Mill. Euro.

 

 

  • Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (z.B. Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld)

 

    • 44% Aktien
    • 26% Immobilien (selbstgenutztes EFH)
    • 20% Tages-/Festgeld
    • 5% Lebensversicherungen
    • 5% Sonstiges (Gold, weitere Sachwerte)

 

  • Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?
Ich war sehr zielstrebig und hatte bereits mit 24 Jahren mein Maschinenbau-Diplom (Master) von einer angesehenen Uni.
Später habe ich noch berufsbegleitend ein zweites Fernstudium (MBA) erfolgreich abgeschlossen.
Mein Gehalt habe ich durch entsprechende Leistung, Auslandsaufenthalt und Jobwechsel optimiert.
Mich hat es immer zu internationalen Konzernen gezogen, da man neben einem guten Gehalt und sonstiger Sozialleistungen in einem interessanten und internationalen Umfeld arbeiten kann.
Die ersten 6 Jahre habe ich dabei in der chemischen Industrie gearbeitet. Danach bin ich in die pharmazeutische Industrie gewechselt.

 

Mein Frau hat auch immer gut verdient und wir haben (zumindest meistens) kostenbewusst gelebt.
Das Thema Finanzen hat mich schon sehr früh interessiert und es war auch in meiner Familie immer präsent. Außerdem habe ich sehr viel über Finanzen gelesen.
Ferner habe ich früh in Aktien & Fonds investiert und einen guten Lehrmeister (meinen Vater) gehabt, der mich kurz vor dem Platzen der DOTCOM-Blase zum Verkaufen der Neuen-Markt Aktien gedrängt hat (ich habe dann in vermeintlich sichere US Bluechips investiert, was auch nicht ganz optimal war).
Ansonsten war meine Strategie zumeist Buy & Hold (Ausnahmen im nächsten Abschnitt).

 

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Um diese Strategie über (bisher) mehr als 30 Jahre mit allen Höhen und Tiefen und langen Durchstrecken durchzuhalten, benötigt man Durchhaltevermögen und dicke „Cojones“.
Was mich angetrieben hat war nicht das Geld sondern die Freiheit, die damit verbunden ist.

 

 

  • Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?
Ca. 5 Jahre vor dem Bau unseres Hauses habe ich alle Fondssparpläne gestoppt, um möglichst viel Eigenkapital für das Haus zu haben. Ich hatte mir aber vorgenommen, mein Aktiendepot nicht anzurühren. Als ich dann zum ersten Mal in meinem Leben Schulden gemacht habe, war das für mich schon ein sehr ungewohntes / ungutes Gefühl, so dass ich die Schulden  möglichst rasch loswerden wollte.
Da waren meine Cojones wohl doch nicht groß genug und ich habe dummerweise einen Teil der vor 2008 erworbenen Aktien verkauft.
Außerdem waren mir bis vor wenigen Jahren Statussymbole (Klamotten, Autos) wichtig.
Erst nachdem ich 3 Autos (u.a. 2 Cabrios) in der Garage stehen hatte, wurde mir bewusst, dass es mir überhaupt nichts bringt. Mittlerweile wäre mir mein eigenes Verhalten von damals peinlich.
Außerdem ist es eine Illusion zu glauben, dass man mit Stock Picking den Markt schlagen kann. Ich habe es leider auch einige Jahre vergeblich und erfolglos versucht.

 

 

  • Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?
Mir hat es geholfen, wichtige Entscheidungen genau abzuwägen, den Sinn dahinter zu suchen / erkennen und ganz klare Prioritäten zu setzen.
Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann bin ich auch bereit, ungewöhnliche Wege zu gehen (I don’t take NO for answer – umschreibt das ganz gut).
Zum Beispiel wollte ich unbedingt Vater werden und meine Frau wollte unbedingt eine Tochter haben, aber dieses war leider biologisch bei meiner Frau nicht möglich. Wir haben alle Alternativen (z.B. Inlands- oder Auslandsadoption) ausgelotet und sind dann den steinigen Weg über eine Eizellenspende und Leihmutterschaft in Kalifornien gegangen. Der ganze Prozess hat insgesamt 3 Jahre gedauert, aber er war jeden Cent und jede Mühe wert.
Ich hatte nie die Absicht, Millionär zu werden sondern das Ziel vor Augen, genügend Geld zu haben, um es in Notsituationen einsetzen zu können oder um Dinge zu erreichen, die ganz oben auf der Prioliste stehen.

 

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Wenn ich die notwendigen finanziellen Mittel nicht gehabt hätte, gäbe es meine Tochter nicht.
Aber wenn das Geld morgen weg wäre, wäre ich dann genauso glücklich? Ich denke schon (meine Frau wäre wohl eher weniger glücklich 😉 ).

 

 

  • Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen / zu erhalten oder noch zu erhöhen?
Wir achten darauf, dass wir unsere Ausgabenseite weiterhin im Griff haben und das die Einnahmenseite zumindest nicht fällt.
Wir setzen Prioritäten (z.B. Entwicklung/Ausbildung der Tochter, Reisen, Familie, Freunde, Gesundheit, Sport) und geben hier recht viel Geld aus, während wir bei Dingen, die für uns keine Priorität haben, sparsam sind.
Außerdem finde ich es wichtig alle anfallenden Kosten zu kennen und dann einmal im Jahr zu schauen, welche Kosten man vermeiden oder zumindest reduzieren kann.

 

 

  • Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?
Obwohl wir bereits finanziell frei sind, habe ich mir aus reinem Spaß noch drei finanzielle Ziele gesetzt:
  1. Obwohl wir in der Summe mit unserem Aktienanteil bereits über 1 Millionen Euro liegen, soll die Summe meiner eigenen Aktien/Fonds 1 Millionen Euro erreichen (derzeit ca 800 000 Euro).
  2. Unser Gesamtvermögen (ohne Rentenansprüche) soll 3 Mill. Euro betragen.
  3. Summe unserer Tages-/Festgelder soll eine Million Euro erreichen, um uns davon dann in ein paar Jahren eine Immobilie im Süden in sehr guter Lage leisten zu können.

 

  • Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deine Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?
Ich arbeite gerne und will auch noch weiterarbeiten so lange mich das erfüllt und es gesundheitlich geht.
Mittelfristig wollen wir uns eine zusätzliche Immobilie zulegen, in der wir entweder dauerhaft oder zumindest zeitweise wohnen wollen. Wir schwanken dabei noch zwischen Südafrika und Mallorca.
Wir wollen unbedingt sicherstellen, dass sich unsere Tochter dabei wohlfühlt und wir ihr eine gute Ausbildung bieten können.
Ich weiß, dass der Kauf einer Immobilie im Süden nicht unbedingt der Renditebringer sein wird. Aber darauf kommt es hier auch nicht an. Hier steht die Optimierung der Lebensqualität im Vordergrund.

 

 

  • Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?
Ratschläge zu geben finde ich sehr schwierig, da jeder anders tickt und seinen eigenen Weg finden muss. Aber ich denke, dass es sich im Leben auszahlt, wenn man Dinge teilt / abgibt.
Es klingt etwas surreal, aber mit 32 Jahren habe ich Knochenmark an der Uniklinik in Dresden gespendet. Die Empfängerin war eine an Leukämie erkrankte Amerikanerin in Boston.
Später haben wir Eizellen von einer amerikanischen Studentin erhalten und unsere Tochter wurde von einer amerikanischen Leihmutter geboren. Die übrig geblieben Embryonen habe wir einer Amerikanerin gespendet, die nun, wenn alles gut läuft, im Februar Mutter wird.
Außerdem finde ich es wichtig, sich nicht über materielle Dinge zu definieren sondern über sein Verhalten und Werte.

 

 

Das war das Millionär Interview mit Fredi

Vielen Dank, dass Du dabei bist und die Beschreibung Deines interessanten Lebensweges.

Ganz herzlichen Glückwunsch, was Deine Partnerin und Du beruflich erreicht habt und für den Mut, nicht immer den geraden Weg im Leben genommen zu haben.

Danke auch Dir für die neue Perspektive, die Du in die Millionär Interview Serie hinein gebracht hast.

 

Und jetzt Ihr

Welche Fragen habt Ihr an Fredi. Was gefällt euch gut, was hat euch beeindruckt und welche Ratschläge könnt Ihr Ihm geben.

Außerdem: Mach auch Du mit bei den Millionär Interviews, wenn Du Dir aus eigener Kraft ein Vermögen von min. 500.000 Euro aufgebaut hast.

Schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und sei dabei.

Neben dem Fakt den anderen hier etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback für Deinen weiteren Weg nutzen.

Ich garantiere allen Teilnehmern auf Wunsch absolute Anonymität.

 

Und bei der großen Freiheitskämpfer Community sind natürlich alle Menschen eingeladen, die Ihr Leben verbessern und neue Dinge lernen möchten.

Gib Gas mit der Freiheitsmaschine und mach Dein Leben zu einem wunderbaren Abenteuer.

32 thoughts on “Millionär Interview 34 – Fredi doesn’t take NO for an answer”

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Erreichten!
    Wie war denn eure Einkommenssituation vor der Elternzeit? Und welcher Anteil des Vermögens kommt grob geschätzt aus Kapitalertrag, vs. Sparleistung?

    1. Vielen Dank, Smmn. Vor der Elternzeit waren es ca, 25000 Euro netto mehr. Bzgl Vermögensquellen: Tja, das ist eine gute Frage. Leider habe ich erst in den letzten Jahren detailliert damit begonnen, alles genau zu dokumentieren. Da das Vermögen auch aus einem Haus besteht, bei dem der Wert nicht so transparent wie bei Aktien ist, ist die Frage schwer zu beantworten. Ich kann daher nur schätzen, bin mir aber sicher, dass der Großteil aus Sparleistung stammt. Die jährliche Rendite über all die Jahre schätze ich auf 3-4%.

  2. Guten Abend,

    wie so oft, eine schöne Story!

    Es ist zum Teil echt Wahnsinn, was man in Konzernen verdienen kann. Ist das dann AT-Vertrag oder wie kommt so eine Summe/Verdienst zustande?

    1. Ja, ich habe einen AT-Vertrag (14 Monatsgehälter + 15% Bonus, falls die Firmenzielkennzahlen erreicht werden. In den letzten Jahren wurden die Ziele immer übertroffen). Meine Frau ist in der obersten tariflichen Stufe (Teilzeit 50%). ca. 10 000 Euro stammen aus Kapitalerträgen. Aber geschenkt wieder einem das Geld in einem Konzern auch nicht. Wenn man die Leistung nicht bringt, ist man auch schnell weg vom Fenster…

  3. Gratulation Fredi! Die Chemie/Pharma bezahlt schon sehr gut. Wir arbeiten auch in der Branche – ohne Führungsverantwortung – und in den letzten Jahren ging es ganz gut ab, auch da es gute Boni gab. Ich würde aber tippen, dass Fredi in einer Führungsposition ist, da auch die Pensionsansprüche entsprechend sind. Heutzutage sind die Konditionen für Pensionen nicht mehr so gut. Wir rechnen beide nicht mit den Pensionen, da uns schleierhaft ist, wie die Pensionskassen die Verzinsung bis zur Rente garantieren möchte.

    1. Hi Mina, stimmt, die Pensionszusagen sind in den letzten Jahren auch in unserem Konzern immer weiter zurückgefahren worden. Unsere Firmenrente ergibt sich aus der Anzahl der Jahre im Konzern, Jahresgehalt (+Bonus der besten 3 Jahre innerhalb der letzten 10 Jahren vor der Rente), einem Faktor bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzl. Rentenversicherung, und einem Faktor darüber (frag mich nicht, warum das so kompliziert sein muss). Ja, ich habe Führungsverantwortung.

  4. Eure jährlichen Ausgaben von 30.000 € finde ich beeindruckend niedrig für eure Vermögenssituation. Ist die Instandhaltung eurer Immobilie aber darin eingepreist?

    1. Ja, das ist inkl. Instandhaltung für das EFH (Haus ist aber auch erst 13 Jahre alt, so dass da bisher – außer Streichen in Eigenregie -wenig angefallen ist)

  5. Was wären denn deine Top 3 Tipps für (baldige) Berufseinsteiger um in der Karriere voranzukommen? Vielen versuchen es mit Beratung bevor sie in den Konzern gehen, was hältst du davon?

    Danke schonmal und ein schönes Weihnachtsfest!

    1. Genau, so geht es mir aktuell auch. Ich bin nach meinem Master in die Beratung eingestiegen (Big4), sehe mich aber in den nächsten Jahren im Konzern (Versicherungsunternehmen). Wie siehst du das? Bereits nach 1 1/2 Jahren wechseln oder weiterhin in der Beratung Erfahrungen sammeln? Muss dazu sagen, dass mein Gehalt unter dem Gehalt imVU-Konzern liegt.

    2. ich denke, viele Wege führen nach Rom.. da gibt es nicht den einen Weg… mach das, was dir Spass macht, sei beharrlich (manchmal muss man auch Geduld haben, bevor die Chance sich ergibt), bau dir ein gutes Netzwerk auf, sei mutig, bleib am Boden und gib Gas,,

        1. Welcome Generation Silbertablett!
          Es gibt halt nicht den Tipp der dich reich und erfolgreich werden lässt. Karrieren sind nicht planbar, aber du kannst die Voraussetzungen schaffen. Aber nach 1,5 Jahren den Job wechseln wäre für mich persönlich ein No-Go, außer man hat sehr triftige Gründe und dazu zählt sicher nicht etwas mehr Gehalt.

          @Paul: Beratung kann definitiv ein gutes Sprungbrett sein, in meinen Augen ist nur die “Gefahr” dort hängen zu bleiben. Man ist dann verwöhnt von Gehalt, Abwechslung und Status, dass manch einer Schwierigkeiten hat, den Sprung in die Wirtschaft zu machen. Ich denke, dass ein Beraterleben halt schlecht mit Familie und Freunden zu verbinden ist, aber das hängt natürlich stark von den persönlichen Präferenzen ab.

        2. Ich finde, dass man in den meisten Stellen nach 1,5 Jahren noch sehr viel lernen kann.
          Und stell dir mal selbst die Frage, ob du jemand für 1,5 Jahre einstellen würdest? Für interessante Stellen ist meist ein entsprechender Schulungs- und Einarbeitungsaufwand gegeben. Das ist ein Invest für das Unternehmen. Ich würde niemanden einstellen, der seine letzten Stellen nach 1,5 Jahren wechselt.

        3. Wie heißt es so schön bei Heiko Mell:

          Einmal (mit guter Erklärung zweimal) wird einem ein schneller Wechsel verziehen.

          Zieht es sich aber durch den Lebenslauf, dann es ist es modus operandi der betreffenden Person und den kauft sich kein Unternehmen freiwillig ein (nur Wissen mitgeben aber selbst keinen Benefit davon haben), wenn es andere Wahlmöglichkeiten hat.

          Was nicht darunter fällt sind natürlich zügige Wechsel mit gleichzeitigem deutlich sichtbaren karrieremäßigem Aufstieg. Das macht sich ganz hervorragend (in Rekordzeit haben die umstehenden Entscheidungsträger das Potential erkannt).

          Schönen Tag

        4. ok es wäre bei mir jetzt kein direkter Aufstieg, sondern auch eine Einstiegsstelle. Allerdings mit 10k p.a mehr. Aber ich weiß, worauf ihr hinauswollt. Danke für den Input. Ich werde dann doch noch die Zähne zusammenbeißen und durchziehen, ggf. wird es ja dann doch spannender in der jetzigen Tätigkeit.
          Aber die 10K mehr verlocken einen dann doch schon

        5. Heiko Mell, ich glaube es nicht, den habe ich 20 Jahre mit Genuß und durchaus Gewinn gelesen. Gibt‘s den noch als Karriereberatung in der VDI?

        6. Hallo Felix,

          Hr. Mell rockt immer noch auf:

          https://www.ingenieur.de/karriere/arbeitsleben/heiko-mell/

          Aber Achtung, macht süchtig und man verbringt mehrere Stunden dort, wenn man nicht aufpasst. 😉

          Beispiel:
          https://www.ingenieur.de/karriere/arbeitsleben/heiko-mell/bewerbung-mell/warum-will-mich-niemand/

          Ich habe Hr. Mell auch jahrelang während des Studiums verschlungen.

          Hat mir zur Berufsvorbereitung in der Privatwirtschaft mehr gebracht als alle Klausuren.

          Schönen Abend

        7. Habe gerade einmal aus Spaß ein paar Posts von Herrn Mell gelesen und kann gar nicht glauben, dass seine Analysen und Ratschläge noch zeitgemäß sein sollen.

          Ist das in Großkonzernen wirklich heute noch so?

          Ich selbst sitze auf der Arbeitgeberseite (Digitalwirtschaft, 300 Mitarbeiter) und wir sind froh über jeden halbwegs fähigen Kandidaten, der sich überhaupt für uns als Arbeitgeber interessiert. Anschreiben schauen wir uns z.B. schon seit Jahren nicht mehr an (und verlangen diese auch nicht) und weder lange Kündigungsfristen, noch sonstige Klauseln schrecken vor einem guten Kandidaten ab – Hauptsache er/sie unterschreibt überhaupt… In meinem Bereich herrscht ein absoluter Arbeitnehmermarkt und wir als Arbeitgeber können froh sein, unsere Vakanzen überhaupt besetzt zu bekommen. Und ja, wir zahlen auch teils sechsstellige Gehälter…

        8. Bei uns in der Firma wurde alles auf digital umgestellt und Bewerbungen sind innerhalb 2-3 Minuten möglich über Handyapp.

  6. Tolles Interview, Gratulation zu der außergeöhnlichen Leistung. Auch eure Einstellung bzw. das was im Interview dazu rüber kommt finde ich klasse. Gerade auch was den Nachwuchs angeht und dass ihr euch da nix erzählen lasst.
    Die Zahlen sind traumhaft, insbesondere das Verhältnis Einnahmen vs. Ausgaben. Hohe Einnahmen erleichtern zwar den Vermögensaufbau, die im Verhältnis niedrigen Ausgaben sind aber noch viel wichtiger – klasse Sparleistung!
    Mich würde interessieren, ob Du bei den Aktien hauptsächlich auf starke Einzeltitel setzt oder der Großteil in Fonds investiert hast. Vielleicht magst Du dazu ja nochwas schreiben – würde mich freuen.

    1. Hi Siduva, mein Depot hat sich über 30 Jahre entwickelt und es hat im Moment noch zu viele Posten (da will und muss ich noch mal ran und aussortieren). Am Anfang habe ich Aktien gekauft und weitestgehend behalten. Dann aktiv gemanagte Fonds. Als dann die ersten Indexfonds aufkamen, habe ich diese im Sparplan angespart und seit einigen Jahren kaufen wir (inkl. Frau und Tochter) nur noch monatlich ETFs. Ich scheue mich davor, die vor 2009 erworbenen Aktien / Fonds zu verkaufen. Das Depot hätte sich erheblich besser entwickelt, wenn es vor 30 Jahren schon ETFs in Deutschland gegeben hätte…

  7. Was soll denn heißen, dein Anteil an den Aktien ist derzeit 800 k von 1 m? Deiner Frau sollen nur 200 k davon gehören, dabei seid ihr seit 12 Jahren verheiratet? Das klingt verdächtig ungleich verteilt nach so langer Zeit.

    1. Hallo Silke, zusammen beträgt unser Aktienanteil ca. 1,1 Mill. Euro (0.8 auf meinen Depots, 0.3 auf den Depots meiner Frau). Meine Frau ist etwas vorsichtiger und hat deshalb einen prozentual deutlich höheren Festgeldanteil als ich..

    1. Haha. Und wieso oder? Am besten einfach beides.

      Zu Beginn des Vermögensaufbaus sind Aktien definitiv viel besser.

      Und das mit dem Autokredit nur um von Tarifcheck eine Provision zu erhalten ist natürlich böse.

      Trotzdem frohe Weihnachten 😉

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