Optimierung Depot  

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(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Bei mir sind ca. 47% meines Vermögens in passiven ETFs. Warum nicht auf Healthcare etc. setzen....? Letztendlich ist es eine Wette oder ich habe Branchen-/Fachwissen in einem Bereich oder kenne mich wie du gut bei Trading aus. Da ich dies nicht kann bzw riskieren will, gehe ich das "Risiko" passive ETFs ein.

Fun Fact: ich habe einen Gold Producers ETF mit 70% im Plus. Ich folgere jetzt nicht daraus, nur darauf zu setzen weil er meine passiven ETFs outperformt hat und ich - aus welchen Gründen auch immer - ein gutes Timing / Händchen hatte.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 10:48
(@marsupilami)
Aktiver Freiheitskämpfer

Dieser Thread ist (mal wieder) so viel mehr geworden als ich ursprünglich gedacht hatte Smile Aber das ist ja auch schön, dass wir uns hier austauschen können.

Zunächst mal zu der Frage von @Judge Dredd:
"erreichst du die über einen entsprechenden Anteil in der GEwichtung eines World ETF oder über einen eigenen UK-ETF?"

-> Ich würde 5% FTSE 100 UCITS ETF meinen Depot beimischen, was dann (zusammen mit dem Vanguard Developed World ETF) zu einer gesamten Prozentzahl von knapp 8% UK im Depot führt.

Zu den anderen genannten Punkten:

1) "Ich kann mir inzwischen sogar ausmalen, dass wir aufgrund des Geldflusses der letzten 7-10 Jahre in eine ETF Blase rein laufen werden (siehe Michael Burry, halte aber nicht viel von ihm) und sowas in der nächsten Rezession zum ultimativen Rohrkrepierer werden kann"

-> Ist dieses Szenario realistisch? Sind ETFs systemkritisch? Es gibt Stimmen dafür und dagegen. Es spielt ja theoretisch keine Rolle ob ich einen Korb an Aktien via ETF erwerbe oder diese Aktien direkt kaufe (bei physischen ETFs) oder? D.h. der Grund für die Blase müsste sein, dass alle Welt nur noch ETFs kauft und damit die Aktien die in den beliebten ETFs enthalten sind dadurch preislich hochgetrieben werden. Aber würde das nicht ausgeglichen durch aktive Trader die die Werte mit Gewinn abstoßen?

2) Wenn es eine ETF Blase gibt die irgendwann evtl mal platzen kann, würde das theoretisch bei einer Buy and Hold Strategie mit cost leveraging über monatliches Ansparen im Prinzip keine Rolle spielen, da die Werte im Nachgang umso günstiger nachgekauft würden(?)

3) Noch ein Gedankenspiel von meiner Seite. Nehmen wir mal an heute sind ca. 10% der Gesamtbevölkerung in den Aktienmarkt investiert. Was würde passieren wenn sich diese Prozentzahl auf z.B. 50% erhöhen würde und der Großteil Buy and Hold betreibt? Durch die gesteigerte Nachfrage müssten die Aktien durch die Bank weiter steigen und sich dadurch mehr von ihren tatsächlichen Werten entfernen oder?

Die ganzen Themen gehen alle in Richtung System Börse und ETF, wenn sich jemand damit schon tiefer auseinandergesetzt hat bin ich sehr an Meinungen interessiert Smile

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 12:35
Natman mag das
(@marsupilami)
Aktiver Freiheitskämpfer

Noch ein kurzer Nachtrag zu dem Thema, dass kein falsches Bild entsteht: Für mich sind ETFs konkurrenzlos bei der Anlage. Die Fragen stelle ich mir ehere aus Interesse. Es gibt immer und überall ein kleines Restrisiko. Wer das nicht verträgt sollte erst gar nicht vor die Haustüre 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 12:48
 yok
(@yok)
Verdienter Freiheitskämpfer

@marsupilami

Das System ist desto stabiler, je diverser die Investment-Ansätze sind. Wenn alle paar hundert Millionen Anleger weltweit das Einzelaktien-Universum auf lohnende Gelegenheiten screenen, kann man davon ausgehen, dass eingermassen objektiv alle Chancen evaluiert und angemessen genutzt werden (Schwarm-Intelligenz). Da die meisten Anleger sich das nicht zutrauen, vertrauen sie auf Fondsmanager, die die Auswahl für sie treffen sollen. Das Diversitäts-Universum ist hier schon auf ein paar tausend oder zig-tausend Leute/Meinungen weltweit reduziert, aber es hat offenbar noch nicht zu horrenden Instabilitäten geführt. Nun kaufen die Anleger alle index-trackende ETFs (andere ETFs sind ja normale Fonds, die halt lobenswerterweise an Börsen handelbar sind), und damit ist die Meinungs-Diversität auf zwei Hände voll Index-definierende Firmen (S&P, MSCI, etc.) weltweit reduziert. Diese Firmen treffen eine Entscheidung, welche Aktie in einen Index kommt, worauf hin diese Aktien via Index-tracker ETFs mit einem gigantischen Hebel automatisch in zig-Millionen Depots landen. Dies ist schon fast die Definition für das Entstehen von Blasen. Generell sollte man sehr vorsichtig sein, wenn alle das selbe "sichere" System verfolgen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 13:56
Reblaus und SweetNSour mögen das
 yok
(@yok)
Verdienter Freiheitskämpfer

@marsupilami

Zu deiner Nummer 2) noch: Was ist, wenn dein ETF 5 Jahre lang immer günstiger zukauft, da die Indizes langfristig runter laufen/korrigieren? Wenn dann keiner mehr erzählt, es gibt immer 5-7 % Rendite langfristig, sondern das allgemeine Narrativ zu "this time it's different" gewechselt hat?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 14:01
(@marsupilami)
Aktiver Freiheitskämpfer

@yok: Danke dir für die gedankliche Anregung! Ist für mich teilweise nachvollziehbar, nur das Szenario dass die führenden Indizes langfristig sinken halte ich für höchst unwahrscheinlich. Falls das passiert vermute ich haben wir ein größeres Problem als ETF Anlagen.

Ich persönlich finde diesen Artikel von Finanztip auch ganz interessant, hier wird die Kritik an ETFs etwas genauer unter die Lupe genommen:
https://www.finanztip.de/blog/kritik-etf/

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 22:05
Stefan.M
(@stefan-m)
Verdienter Freiheitskämpfer

Ein Problem mit ETFs

Ein Problem mit ETFs und deren Failure wäre dann, daß eine ganze Gruppe von Aktienwerten in Mitleidenschaft gezogen würde, wenn der ETF kippt. Solange das ein einzelner ETF ist, tut es weh, ist aber auszuhalten. Sollte eine ganze Gruppe, etwa iShares, kippen, wäre das natürlich viiiiel schlimmer aufgrund der Größe,- logisch.
Ich habe aber mit fast allen ETFs das Problem, daß die meist einen ganzen Index abbilden. Was wiederum heißt, da sind die guten und die schlechteren Werte enthalten. Z. B. DAX-ETF, da sind neben "Stars" wie Adidas oder SAP auch Autowerte (zyklisch) und WireCard mit drinnen. Ich bekomme also immer nur einen Durchschnitt, während ich mit (den richtigen, logisch!) einzelnen Werten viel besser fahre. Natürlich ist es mehr Aufwand, viele Einzelwerte anzuschauen, aber so ganz ohne Arbeit kann man eben doch nicht Geld verdienen...
Ich selbst habe einen NASDAQ-100 ETF, aber das ist dann innerhalb des größeren NASDAQ schon die Spitze und die ganze Techno-Branche boomt schon länger.
Eine Quelle, um auf  interessante deutsche Werte zu stoßen ist der Prime All Share Performance Index ( http://index.finanztreff.de/indizes_einzelwerte.htn?i=158379). Den kann ich relativ gut sortieren, um interessante Werte zu isolieren.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 05:22
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold

@stefan-m

Naja, Du hast (wie ich auch) den 3x Nasdaq 100 ETF. Dieser wird teilweise über Swaps gedeckt, was nötig ist um den Leverage zu bekommen. Dann kommen etwa 60% FANG Stocks hinzu. Der Grossteil der Nasdaq 100 Aktien partizipiert ebenfalls in mindestens 80-100 anderen ETFs. Bei einer ETF Bubble sind solche Werkzeuge besonders anfällig, darum ist die Gewichtung entscheidend.  

image

Most of the times, technicals know the news before the news even knows its news...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 11:34



(@judge-dredd)
Verdienter Freiheitskämpfer

@marsupilami

danke für den Hinweis

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 18:57
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