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twc-online: Börsentagebuch  

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(@twc-online)
Aktiver Freiheitskämpfer

Dies ist das Börsentagebuch zu meinen Haupt-Wikifolios:

Trend und Momentum
https://www.wikifolio.com/de/de/w/wfotrend12

Trend und Momentum (gehebelt)
https://www.wikifolio.com/de/de/w/wftrendheb

Dort sieht man auch die aktuellen Trades, da ich zumindest jetzt in Crash- und Reboundzeiten aktiv auch intraday trade und nur einen kleinen Teil der Trades hier aufführen werde.

 

Zitat
Veröffentlicht : 27. März 2020 18:45
Maschinist mag das
twc-online
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Aktiver Freiheitskämpfer

Die letzten 5 Wochen waren ein Höllenritt.
Ich habe meinen Wecker auf kurz vor 6.00 Uhr gestellt, um vor Arbeit und Kinder-zuhause usw. mit dem Börsentag beginnen zu können. An einem Tag bin ich schweißgebadet aufgewacht und habe mir gedacht, hmm, da ist mein Aktienrisiko wohl etwas zu hoch. An einem anderen Tag - nachdem der Abend für mich gut aussah und ich zwischen 100 und 120% (130% im extremen Wikifolio) je nach Wikifolio long gegangen bin - habe ich nach dem Aufwachen auf die vorbörslichen igmarkets-Kurse geschaut... und der Gedanke "oh mein Gott" hat sich langsam geformt, während ich auf die tiefroten Indexkurse geschaut habe...

Insgesamt bin ich dann aber bisher viel besser als gedacht durch den Crash gekommen (Trend und Momentum YTD ca. +5%; Abstand zum Hoch: ca. -7%). Dazu muss man aber sagen, dass ich - im Rückblick betrachtet - all die Jahre seit 2013 deutlich zu defensiv war. Neben vielen kleinen und größeren Tradingfehlern war es auch diese zu defensive Ausrichtung, die über die Jahre viel Performance gekostet hat (jährliche Durchschnittperformance laut Wikifolio-Statistik aktuelle 9,9% für Trend und Momentum). Der TecDAX war in diesem Zeitraum - auch nach dem aktuellen Crash - merklich besser.

Dazu ist zu sagen, dass ich auch Geschäftsführer in einem Investmentclub bin (der wegen Erreichen der Anlagegrenzen für neue Gesellschafter geschlossen ist). Weil hier Verwandte, Bekannte und Freunde ihr Geld anlegen und diese über den Investmentclub die Hauptinvestoren in meinen Wikifolios sind, habe ich mich naheliegenderweise für ein relativ defensives Vorgehen entschieden - das aber über die Jahre insgesamt eben zu defensiv war. Aber natürlich hat es dieses defensive Vorgehen auch erleichtert, zumindest bisher relativ unbeschadet durch diesen Crash zu kommen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27. März 2020 18:47
Orion mag das
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Aktiver Freiheitskämpfer

Die meiner Meinung nach charttechnisch ähnlichsten Crashs (starker, schneller Einbruch direkt aus dem Aufwärtstrend mit Alltimehighs) zu unserem derzeitigen Einbruch sind die von 1929 und 1987:

1929:

crash djia 1929 1930

1987:

crash spx 1987 1989

Ich habe keine Ahnung, ob wir eine V-Erholung (wie 1987) oder eine lange Seitwärtsbewegung oder eine Fortsetzung der Baisse (evtl. wie 1929) bekommen werden.
Allerdings rechne ich nach dem panikartigen Einbruch und den scharfen bisherigen Rebound in den kommenden Wochen erst einmal mit einer volatilen Seitwärts-/Aufwärtskorrektur, bei der die Volatilität langsam abnimmt.
In ein paar Wochen will ich dann von der Grundidee her dem mittelfristigen Trend folgen.

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Veröffentlicht : 27. März 2020 18:52
Maschinist mag das
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Aktiver Freiheitskämpfer

Meine aktuelle Anlagequote (Aktien und kleine Menge Bitcoin-Zertifikat) liegt overnight bei ca. 35-50% (42% im gehebelten Wikifolio... einfach, weil das die Antwort ist, wenn ich sonst keine habe Smile ). Tagsüber kann ich sie durch short-Positionen weiter verringern oder durch rebound-Trades kurzfristig erhöhen. Insgesamt ist meine Trading-Ausrichtung sehr kurzfristig, weil auch an den Märkten sehr schnelle Bewegungen vorkommen. In den kommenden Wochen sollten diese Bewegungen wieder "normaler", längerfristiger werden... und dann soll auch mein Trading wieder längerfristig werden. 

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Veröffentlicht : 27. März 2020 19:00
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Aktiver Freiheitskämpfer

Da ich keine wirkliche Meinung zur weiteren Entwicklung habe (im Prinzip erst Mal volatil seitwärts/aufwärts), folge ich intraday kurzfristigen Trends (Abwärtstrends -> DAX-short zum Hedgen der Positionen; Aufwärtstrends -> Reboundaktien long, die kurzfristig Relative Stärke zeigen und dabei möglichst signifikant "längere" Abwärtstrends (Stundenchart) verlassen). Die einzelnen Trades hier zu dokumentieren, macht wohl nicht viel Sinn... im Hauptwikifolio habe ich heute 47 (Teil-)Trades gemacht.
Etwas größere Positionen, die ich über Nacht halte, in Siltronic (Stundenchart sieht seit Tief am 23.3. stark aus) und Varta (evtl. längerfristig) aufgebaut.

Übernacht-long-Quote wieder ca. 42%.

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Veröffentlicht : 30. März 2020 17:30
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Aktiver Freiheitskämpfer

Die absoluten neuen Corona-Fälle sinken (Quelle weitgehend worldometers, eigene Excel Tabelle):

grafik

Das bedeutet, dass in dieser Corona-Welle das Schlimmste schon vorbei ist und steht meiner Meinung nach in deutlichem Widerspruch zu Äußerungen wie heute von Trump: "Wenn es gelinge, die Todeszahl durch die getroffenen Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht".
Deshalb risk-on Trade: Long BTC (crypto-Depot).

Overnight Risiko jetzt 67% / 100%(Wikifolio gehebelt).

Käufe: DAX-Call, Match Group, Arista Networks, Delta Airlines.

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Veröffentlicht : 30. März 2020 21:51
Reblaus mag das
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Aktiver Freiheitskämpfer

Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in Europa - auf jeden Fall in Deutschland und Italien - über den Berg der ersten Corona-Welle inzwischen hinweg sind.
Ich weiß nur nicht, was das für das Trading bedeutet. Der risk-on Trade hat nicht wirklich funktioniert.
Risiko jetzt wieder bei ca. 42%.

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Veröffentlicht : 31. März 2020 18:45
MKMXX
(@mkmxx)
Verdienter Freiheitskämpfer

@twc-online

Ich bin mir da nicht so sicher. Meine Partnerin arbeitet im Krankenhaus auf der Intensivstation (Ruhrgebiet) und die bereiten sich auf den Ausnahmezustand vor und rechnen mit vielen Fällen in 1-2 Wochen. Das ist aber auch nur eine subjektive Meinung und die Zahlen der Fälle habe ich mir auch nicht angeguckt

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Veröffentlicht : 1. April 2020 08:23
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Aktiver Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @mkmxx

@twc-online

Ich bin mir da nicht so sicher. Meine Partnerin arbeitet im Krankenhaus auf der Intensivstation (Ruhrgebiet) und die bereiten sich auf den Ausnahmezustand vor und rechnen mit vielen Fällen in 1-2 Wochen. Das ist aber auch nur eine subjektive Meinung und die Zahlen der Fälle habe ich mir auch nicht angeguckt

Das muss sich nicht widersprechen. Wenn es im Durchschnitt ein paar Tage dauert, bis sich der Zustand so verschlechtert, dass ein Patient auf die Intensivstation muss und der Patient dort einige Tage liegt, dann kommt der Ausnahmezustand auf der Intensivstation einige Zeit nach der Diagnose der meisten Fälle.
Alles Gute für deine Partnerin, dass sie die schwere Zeit gut durchsteht!

 

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Veröffentlicht : 1. April 2020 21:25
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Aktiver Freiheitskämpfer

Im normalen Wikifolio will ich die Investitionsquote bei ca. 40% lassen.

Im gehebelten Wikifolio will ich noch etwas mehr ins Risiko gehen, so auf ca. 60%. Erstens nähert sich der DAX dem Stand, bei dem ich das overnight-Risiko wieder etwas erhöhen wollte. Außerdem ist die USA von den großen Regionen (Asien, Europa, USA) am stärksten von Corona betroffen in dem Sinne, dass es die Region ist, wo sich das absolute Wachstum noch nicht merklich verlangsamt... so dass es vielleicht Sinn machen würde, wenn sich hier im Bereich des Handelsendes ein lokales Tief bildet.

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Veröffentlicht : 1. April 2020 21:34
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Aktiver Freiheitskämpfer

Versuche Reboundtrades in Daimler, Schaeffler, ProSieben, Deutsche Post, Commerzbank. Relative enge Stopps.

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Veröffentlicht : 2. April 2020 09:27
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Aktiver Freiheitskämpfer

Meine Argumente zum Aktienmarkt sind meine alten Argumente... in vielen europäischen Ländern ist das Wachstum der neuen Corona-Fälle schon stabil oder sinkt sogar schon. Schweden mit seinen milden Maßnahmen ist immer noch nicht überdurchschnittlich im europäischen Vergleich betroffen (neue Fälle und Todesfälle pro 1 Mio Einwohner).
Viele radikale Maßnahmen scheinen nicht wissenschaftlich durch Studien abgesichert zu sein, siehe z. B.
https://www.hna.de/welt/corona-markus-lanz-zdf-hendrik-streeck-nrw-uniklinik-bonn-robert-koch-institut-rki-zr-13636707.html?cmp=defrss .
Das ist im Moment eigentlich egal - stimmt mich aber leicht hoffnungsvoll für die Zeit, wenn die Corona-Maßnahmen zurückgefahren werden.

Trump hat diese Woche von 100.000 bis 240.000 Todesfällen für die USA gesprochen. Das wären mehr als das 1,5 fache bis zu mehr als das 4 fache der Vietnam - Gefallenen. Die Unemployment Claims waren weit über den bisherigen Hochs.

Ich glaube einfach, dass langsam der Zeitpunkt kommt, wo das kurzfristige positive Überraschungspotenzial nach oben größer ist als nach unten. Wenn das Wachstum der neuen Fälle über das Wochenende in den USA so weitergeht wie im Laufe dieser Woche... ist das meiner Meinung nach eher das, was die Mehrheit erwartet und nichts, was große Bestürzung auslöst.

Ich glaube, ich werde nachher zwischen 21.30 und 22.00 meine Aktienquote wieder erhöhen. Je nach Wikifolio auf zwischen ca. 40 und ca. 80%.

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Veröffentlicht : 3. April 2020 19:59
Maschinist und Natman mögen das
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Aktiver Freiheitskämpfer
Die Wachstumzahlen der absoluten Corona-Fälle hat sich über das Wochenende verlangsamt. Der Eintrag "Niedr. Seit X Tagen" soll angeben, seit wie vielen Tagen am Sonntag das niedrigste absolute Wachstum war. Die Nachricht passt zu dem Up-Gap, dass es voraussichtlich im DAX geben wird.
Stellt sich für mich nur noch die Frage: Ob, wann und wie stark in dieses Upgap kaufen?
Wahrscheinlich schaue ich, ob ich in ein paar kurzfristige Einzelaktien-Reboundtrades komme oder ich warte bei dem großen Upgap einfach erstmal ab.
 
20200405 corona stats
 
Meiner Meinung nach sind die Schweden mit ihren lockeren Maßnahmen auch immer noch vielversprechend für die spätere Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in anderen Ländern: Sie haben immer noch keine höhere Anzahl an Fällen und Todesfällen pro Mio. Einwohner als z. B. Belgien, Schweiz, Italien und Frankreich (siehe https://www.worldometers.info/coronavirus/ )
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Veröffentlicht : 6. April 2020 08:05
Natman und Maschinist mögen das
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Aktiver Freiheitskämpfer

Reboundkäufe in MTU, Hochtief, Daimler, Volkswagen, Stroeer.
Relativ enge mentale Stopps.

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Veröffentlicht : 6. April 2020 09:23
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(@twc-online)
Aktiver Freiheitskämpfer

Ich habe gestern Nachmittag, nachdem der Markt schon wieder merklich gefallen war, meine Long-Postionen wieder reduziert. Der DAX hat vom Tief bei unter 8300 Punkten schon einiges an Rebound hingelegt. Insgesamt bin ich trotz vieler kleiner Tradingfehler (insbesondere habe ich viel mehr getradet, als oft sinnvoll gewesen wäre), bisher ganz brauchbar durch den Crash gekommen - auch wenn meine Wikifolio-Hochs noch etwas entfernt sind.
Die neuen Corona-Fälle sind in Europa schon deutlich zurückgegangen. In USA verbessert sich die Situation ebenfalls oder wird es zumindest bald besser werden. Ich rechne aber nicht mit einer V-Erholung. Probleme, die nichts mit Corona zu tun haben, wie z. B. Überschuldung, bleiben bestehen. Der wirtschaftliche Lockdown wird erst allmählich beendet... auch wenn es meiner Meinung nach schneller gehen wird, als viele befürchten. Andererseits gibt es staatliche Stimulus-Programme.
Massenpsychologisch wird es meiner Meinung nach mit der V-Erholung schwierig. Anfang 2020 war viel Optimismus im Markt. Der letzte große Bärenmarkt 2008 war so lange her, dass er auf den 5-Jahres und 10-Jahres "Langfristcharts" vieler Trader gar nicht da war. Und diesen Optimismus braucht es, glaube ich, um für viele Aktien KGVs von 25, 30, 50 oder mehr zu zahlen. Die Corona-Krise hat viele in Panik versetzt oder zumindest sieht man viele Menschen in Panik. Dies wird vermutlich nicht innerhalb von ein paar Wochen oder wenigen Monaten "geheilt". Und selbst 1987 hat es 1,5 bis 2 Jahre zu neuen Hochs gebraucht - und damals waren die Menschen im täglichen Leben viel weniger vom Crash betroffen.
Ich rechne für die kommenden Wochen mit einer seitwärts/aufwärts Korrektur. Als Chartvergleich passen meiner Meinung nach (Crash mitten aus langfristigem Aufwärtstrend mit Alltimehighs; siehe Charts vom Posting am 27. März) am besten 1987 und 1929. Mal sehen, wie sich der Markt dann entwickelt. So wie 1987 wäre natürlich deutlich angenehmer.

Meine overnight-Aktienquote fahre ich jetzt wieder auf ca. 42% herunter. Außerdem will ich wieder mehr auf Qualität statt Rebound achten. Und kaum mehr kurzfristige Rebound-Trades machen.

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Veröffentlicht : 8. April 2020 06:45
twc-online
(@twc-online)
Aktiver Freiheitskämpfer

Ich bin im Moment ziemlich ängstlich, dass ich Rebound-Gewinne wieder abgeben muss. Habe auch deshalb heute früh mit DAX-Puts gehedged, was zumindest bisher funktioniert hat. Soll aber nur kurzfristig sein... eher Stunden als wenige Tage.

Heute im Tagesverlauf und in den nächsten Tagen will ich im Depot vermehrt in Werte gehen, die mittelfristig Relative Stärke zeigen... also aktuell auf oder über dem Niveau vom Jahresanfang stehen (z. B. Amazon, Microsoft, AMD, Nvidia, SNP, Steico, Sartorius, Alteryx, NEL, ServiceNow...). Aber keine typischen "Corona-Werte", weil wir z. B. in Deutschland meiner Meinung nach schon weit hinter dem Hoch der neuen Fälle der ersten Welle sind.
In 2019 wäre das meiner Meinung nach eine relativ einfache Strategie gewesen (wenige Wochen oder Monate nach dem Tief in Relative-Stärke-Werte zu gehen), um den Aktienindex zu schlagen.

Die Aktienquote bleibt vorerst bei ca. 40% (oder mit den kurzfristigen Hedges wie aktuell zwischen 0 und 40%).

Von den Lockerungen in Deutschland erwarte ich, dass sie kommen... aber für mich vermutlich enttäuschend langsam.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. April 2020 11:37
Maschinist mag das
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