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Mit Pferden kann man ein kleines Vermögen machen  

(@yakari)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo in die Runde,

über den Finanzrocker-Podcast wurde ich auf die Freiheitsmaschine aufmerksam - die Seite finde ich top (Danke für die viele Arbeit @maschinist!) und das Forum ebenfalls ausgesprochen interessant, so dass ich mich vor einigen Tagen anmeldete - den Austausch finde ich extrem konstruktiv, vielleicht kann ich auch mal "geben" und nicht nur "nehmen", daher meldete ich mich an.

Kurz zu meiner Person: 39 Jahre, angestellte Akademikerin, schuldenfrei, Teil von "DINK" in wilder Ehe mit getrennten Kassen, dem anderen Teil gehört ein abbezahltes EFH, daher miete ich recht günstig, muss aber pendeln. Da ich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit bin und in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahle, ist meine Rentenprognose nicht gar so fürchterlich wie bei vielen anderen.

Ein bißchen Vermögen hat sich zwischenzeitlich angesammelt, ein fünfstelliger Betrag davon ist jedoch reserviert für die Anschaffung eines Sportpferdes (dank Corona zieht sich die Suche nach "dem Richtigen" schon ein Jahr hin...).

Es hat sich durch Konsum allerdings auch reichlich Krempel angesammelt, den ich seit etwa 1 Jahr sukzessive ausmiste, was ich als extrem befreiend erlebe. Ich will nicht mehr so viel Zeug! In dem Zusammenhang - und weil Nachhaltigkeitsfragen da ebenfalls reinspielen und durch die Lockdowns ca. 250-300 € mehr im Monat vorhanden sind (ich habe einige Jahre nicht mehr so auf meine Ausgaben geachtet...) - begann ich im Frühjahr 2020 meine finanzielle Bildung zu vertiefen. Bislang war ich Team Bausparvertrag & Tagesgeldkonto. Das kann auch alles so bleiben, wie es ist - muss dort aber nicht viel mehr werden. Zukünftig wird alles, was über bleibt, investiert. Habe mir zum soften Einstieg den Vanguard FTSE All World ausgesucht.

Aus meiner Zeit als Studentin und Referendarin bin ich mit dem Prinzip Haushaltsbuch gut vertraut, ein solches hatte mir sehr geholfen, meinen "Bildungskredit" abzuzahlen in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg und meine Finanzen auf die Reihe zu bekommen. Seit gestern führe ich wieder eines um am Ende des Jahres rekapitulieren zu können, wie hoch die Sparquote wirklich ist. Momentan kann ich nur sagen, zwischen 200 € und 1.500 € monatlich, je nachdem, was in dem jeweiligen Monat sonst so anfiel.

Die Fixkosten werden natürlich nach dem Pferdekauf enorm steigen. Mit Blick auf meinen momentan begeisternden Kontoauszug habe ich mich mal kurz gefragt, ob ich mir das wieder antun will - die Antwort ist ganz klar JA. Wenn nicht jetzt, wann dann? Meine Knochen werden nicht frischer. Außerdem arbeite ich in meinem Traumberuf gerne bis 70. Die totale finanzielle Unabgängigkeit muss ich also nicht zwingend zeitnah erreichen; Dividenden, mit denen man etwas anfangen kann, reichen aus.

 

Ich werde irgendwann meine Vermögensbestandteile auflisten, weil ich das bei euren Depotvorstellungen sehr inspirierend finde, und dadurch mein eigener Ehrgeiz geweckt werden wird. Aber das wird nicht vor Erhalt des Jahreskontoauszugs des Bausparvertrages sein... 😉

 

Zwei Tatsachen, die ich ganz bemerkenswert finde:

1) Wo sind die Ladies in dieser Community?

2) Niemand von euch scheint sich Gedanken zu machen, was mit dem bislang akkumulierten Vermögen und der angestrebten FF im Fall einer Trennung/Scheidung passiert (außer @John Smith vielleicht). Das finde ich - von Berufs wegen - einerseits leicht naiv, andererseits bedeutet das viel Sonnenschein, was ich jedem von Herzen gönne.

 

Ich freue mich auf den Austauch!

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 2. Januar 2021 16:04
patientia und Maschinist mögen das
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Gold

Hammer, meine Tochter ist auch pferdebegeistert und ich träume etwas davon in der FF "Rente" nen kleinen Bauernhof mit Pferdekoppel u ein paar Pferden zu kaufen für meine Tochter als Nebenerwerb, wenn sie noch will. Mal sehen sie ist erst 5,5.

Zu deiner 2.) wir haben adäquat beide zum Vermögen beigetragen und werden auch beide "ausreichend" erben u haben uns sinnvollerweise Gedanken zu finanziellen Aspekten einer Scheidung gemacht, werden dieses Thema aber hoffentlich umschiffen. Wink  

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 16:09
Yakari mag das
(@ansel)
Aktiver Freiheitskämpfer

2) Niemand von euch scheint sich Gedanken zu machen, was mit dem bislang akkumulierten Vermögen und der angestrebten FF im Fall einer Trennung/Scheidung passiert (außer @John Smith vielleicht). Das finde ich - von Berufs wegen - einerseits leicht naiv, andererseits bedeutet das viel Sonnenschein, was ich jedem von Herzen gönne.

 

Diese Frage stellt sich für mich nicht.. Nicht mehr! Da Scheidung bereits erfolgt

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 16:20
Lukeman und Natman mögen das
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Gold

Wie kann man mit Sportpferden Geld verdienen. Trainieren und dann teurer verkaufen oder vermieten? Ich denke, es ist viel Arbeit und Know How notwendig und man muss sich sicher in gewissen Kreisen bewegen, oder? Ich Stelle es mir als sehr aktive Art der Geldbeschaffung vor und ob man das Pferd dann hergeben kann...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 16:46
Yakari mag das
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Silber

Hallo,  herzlich willkommen und schön, dass du jetzt bei den aktiven Freiheitskämpfern gelandet bist. Referendariat und Versorgungswerk klingt nach Juristerei:-). 

zum Thema Scheidung gibt es ja einen ersten Artikel zur Orientierung bei der Freiheitsmaschine, der zumindest einen ersten Überblick gibt. Bist du beruflich mit Familienrecht befasst, wenn ich so direkt fragen darf?

 

Mit Pferden kenne ich mich leider überhaupt nicht aus, aber mit dem vanguard all world hast du ein super Basisprodukt für den Vermögensaufbau. 

VG

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 17:18
Lukeman, patientia, Yakari und 1 User mögen das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin
Veröffentlicht von: @yakari

Hallo in die Runde,

über den Finanzrocker-Podcast wurde ich auf die Freiheitsmaschine aufmerksam - die Seite finde ich top (Danke für die viele Arbeit @maschinist!) und das Forum ebenfalls ausgesprochen interessant, so dass ich mich vor einigen Tagen anmeldete - den Austausch finde ich extrem konstruktiv, vielleicht kann ich auch mal "geben" und nicht nur "nehmen", daher meldete ich mich an.

Kurz zu meiner Person: 39 Jahre, angestellte Akademikerin, schuldenfrei, Teil von "DINK" in wilder Ehe mit getrennten Kassen, dem anderen Teil gehört ein abbezahltes EFH, daher miete ich recht günstig, muss aber pendeln. Da ich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit bin und in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahle, ist meine Rentenprognose nicht gar so fürchterlich wie bei vielen anderen.

Ein bißchen Vermögen hat sich zwischenzeitlich angesammelt, ein fünfstelliger Betrag davon ist jedoch reserviert für die Anschaffung eines Sportpferdes (dank Corona zieht sich die Suche nach "dem Richtigen" schon ein Jahr hin...).

Es hat sich durch Konsum allerdings auch reichlich Krempel angesammelt, den ich seit etwa 1 Jahr sukzessive ausmiste, was ich als extrem befreiend erlebe. Ich will nicht mehr so viel Zeug! In dem Zusammenhang - und weil Nachhaltigkeitsfragen da ebenfalls reinspielen und durch die Lockdowns ca. 250-300 € mehr im Monat vorhanden sind (ich habe einige Jahre nicht mehr so auf meine Ausgaben geachtet...) - begann ich im Frühjahr 2020 meine finanzielle Bildung zu vertiefen. Bislang war ich Team Bausparvertrag & Tagesgeldkonto. Das kann auch alles so bleiben, wie es ist - muss dort aber nicht viel mehr werden. Zukünftig wird alles, was über bleibt, investiert. Habe mir zum soften Einstieg den Vanguard FTSE All World ausgesucht.

Aus meiner Zeit als Studentin und Referendarin bin ich mit dem Prinzip Haushaltsbuch gut vertraut, ein solches hatte mir sehr geholfen, meinen "Bildungskredit" abzuzahlen in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg und meine Finanzen auf die Reihe zu bekommen. Seit gestern führe ich wieder eines um am Ende des Jahres rekapitulieren zu können, wie hoch die Sparquote wirklich ist. Momentan kann ich nur sagen, zwischen 200 € und 1.500 € monatlich, je nachdem, was in dem jeweiligen Monat sonst so anfiel.

Die Fixkosten werden natürlich nach dem Pferdekauf enorm steigen. Mit Blick auf meinen momentan begeisternden Kontoauszug habe ich mich mal kurz gefragt, ob ich mir das wieder antun will - die Antwort ist ganz klar JA. Wenn nicht jetzt, wann dann? Meine Knochen werden nicht frischer. Außerdem arbeite ich in meinem Traumberuf gerne bis 70. Die totale finanzielle Unabgängigkeit muss ich also nicht zwingend zeitnah erreichen; Dividenden, mit denen man etwas anfangen kann, reichen aus.

 

Ich werde irgendwann meine Vermögensbestandteile auflisten, weil ich das bei euren Depotvorstellungen sehr inspirierend finde, und dadurch mein eigener Ehrgeiz geweckt werden wird. Aber das wird nicht vor Erhalt des Jahreskontoauszugs des Bausparvertrages sein... 😉

 

Zwei Tatsachen, die ich ganz bemerkenswert finde:

1) Wo sind die Ladies in dieser Community?

2) Niemand von euch scheint sich Gedanken zu machen, was mit dem bislang akkumulierten Vermögen und der angestrebten FF im Fall einer Trennung/Scheidung passiert (außer @John Smith vielleicht). Das finde ich - von Berufs wegen - einerseits leicht naiv, andererseits bedeutet das viel Sonnenschein, was ich jedem von Herzen gönne.

 

Ich freue mich auf den Austauch!

Herzlich Willkommen Yakari,

 

- Vanguard All World ist eine super Wahl. Langfristig schlägst Du damit nicht nur alle Tagesgeldsparer um Welten sondern auch die meisten aktiven Fondmanager. Historische Verdopplung des Vermögens im ETF alle ca. 11 Jahre vor Inflationsausgleich und ca. 13-14 Jahre inkl. Inflationsausgleich.

Optimieren kannst Du später immer noch. Das wichtigste ist anzufangen und dann nie aufzuhören.

- Um Finanzthemen kümmern sich bisher immer noch stark überwiegend Männer. Egal ob die Freiheitskämpfer hier oder diverse Statistiken im Finanzbereich auf Facebook und co.: Die Quote liegt bei ca. 85% zu 15%. Deshalb freue ich mich auch über jede Frau, Dich sich wie Du selbst auf den Weg zu mehr persönlicher Freiheit macht!

Bezüglich fünfstelliger "Konsumgüter", die anschließend jährlich zusätzlich mittlere vierstellige Euroausgaben verursachen: Wenn es Dich extrem glücklich macht und die im Verhältnis zum Vermögen und dem Einkommen bleibt es im Rahmen, würde ich es tun. Vielleicht gibt es dabei immer noch die Möglichkeit die Kosten deutlich zu optimieren. Gibt es auch eine Pferdesharing oder ist alleine die Frage ein Frevel? 😉

Bezüglich möglicher Scheidung / Trennung ist das ein sehr gutes und wichtiges Thema, dass Du ansprichst. Ich habe das Thema in meiner Ehe so gelöst, dass jetzt schon das gesamte während des Ehezeitraums erwirtschaftete Vermögen auf beide Partner hälftig aufgeteilt ist und jeder weiß, was er bekommen würde. Außerdem planen wir mit so viel Luft, dass wir auch jeweils alleine noch finanziell unabhängig sind.

Das gibt ein sehr entspanntes Gefühl, dass nach meiner Einschätzung die Beziehung glücklicher macht. Niemand muss sich um dieses Thema dadurch sorgen und niemand fühlt sich abhängig. Um diesen Punkt möchte ich mich in der Freiheitsmaschine selbst als Thema in diesem Jahr aber auch nochmal kümmern.

Schönen Samstag

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 17:38
Yakari, Judge Dredd und Natman mögen das
(@judge-dredd)
Freiheitskämpfer Silber

@maschinist

bin mit dabei und helfe da gerne mit bzw bringe mich gerne wieder ein, wenn es um das Thema geht. 

 

den Punkt hatte ich ganz vergessen. Wir handhaben es ähnlich wie die Maschinstenfamilie und teilen die Vermögenswerte (haben bisher gemeinschaftsdepots) von Anfang an, jedem gehört 50 Prozent. Dazu haben wir einen Ehevertrag, der hoffentlich nie zum tragen kommt. Hier ist es immer gut, wenn man offen mit dem Thema umgeht.

Das Thema Ehevertrag ist glaube ich auch mal ein spannendes Thema für einen zukünftigen Artikel. 

Schönen Abend!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 17:56
Lukeman, patientia, Yakari und 2 User mögen das
(@yakari)
Aktiver Freiheitskämpfer

@Natman Kennst du den Spruch nicht? Mit Pferden kann man ein kleines Vermögen machen, wenn man vorher ein großes hatte. 😉

Ich möchte die Reiterei nur auf Hobbybasis betreiben. Es ist nicht einfach mit Pferden sein Geld zu verdienen (als Tierarzt wahrscheinlich schon). Meine bessere Hälfte ist in dem Business. Das bestverdiente Geld dürfte die Maklerprovision beim Pferde(ver)kauf sein, 10% ist gängig. Alles andere ist ein Knochenjob, der ab einem bestimmten Alter nicht einfacher wird.

Deine Planung mit deiner Tochter finde ich grundsätzlich super. Wenn du Infos und Zahlen brauchst, nur zu! Ich betreibe das Hobby schon über 30 Jahre, hatte 20 Jahre ein eigenes Pferd (schon als Schülerin gekauft, ohne Eltern, die das gesponsert hätten, hieß also jede Ferien Fließbandarbeit u.v.m.), ich kenn' mich ganz gut aus.

 

@maschinist Die Frage ist kein Frevel, in der Tat gibt es Reitbeteiligungen, wobei man sich das Pferd eines anderen gegen ein Entgelt für bestimmte Tage mietet. Kann ich auch nur weiterempfehlen, ist vom Kosten-Nutzen-Verhältnis unschlagbar, jedenfalls wenn alle in dem Gespann zusammen passen, ist das eine win-win-Situation.

Nachdem ich mein Pferd 2010 in Rente schickte, bin ich 4 Jahre gar nicht geritten (ich weiß gar nicht, wie ich das überleben konnte). Dann bin ich doch den Kompromiss eingegangen, das Pferd einer Bekannten gegen geringe Kosten mitzureiten, das ging 5 Jahre gut - vor etwa 1 Jahr habe ich das beendet, da ich nicht mehr länger zu Kompromissen bereit war. Nun betreibe ich 1 Jahr diverse Sportarten der 2. bis x.ten Wahl, habe in 1 Jahr über 50 Bücher gelesen, mich auf den Job konzentriert, meine Idee von zusätzlichen Vortragstätigkeiten in die Tat umgesetzt usw. usf. (was in Corona-Zeiten eben so möglich ist), und ich konnte mich immer noch nicht selbst von der Idee abbringen. Gegen dieses Virus wurde eben noch keine Impfung erfunden! Smile

 

@Judge-Dredd 2x richtig - aber nicht nur die Folgen von Trennung sind mein täglich Brot, auch diverse Rentensachen und alles, was einem bis zum Zeitpunkt, in dem man nicht mehr arbeiten möchte oder kann, von diversen Behörden so angetan wird (mit Steuern kenn ich mich allerdings allenfalls rudimentär aus).

Daher nochmal mein Kompliment @maschinist für alles, was du hier so fundiert zusammengetragen hast. Das sind sehr hochwertige Tipps, für die man z.B. etwas Geld beim Fachanwalt für Sozialrecht hinblättern muss - wobei nicht jeder eine solch fundierte Beratung bieten könnte! Auf deinen avisierten Artikel freue ich mich jetzt schon.

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 2. Januar 2021 18:35
Lukeman und Natman mögen das
 mina
(@mina)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo Yakari,

herzlich willkommen, hier meldet sich eine Lady die sich um die Familienfinanzen kuemmert. Ich habe damals als Studentin Ende 2008 1000 EUR in Apple Aktien (ich bin begeisterte mac Nutzerin seit 2005) investiert und ca. 3000 EUR Tagesgeld damals bei der Kaupting Bank zu 5,6 % Zinsen.

Das hat mich zwei Dinge gelehrt:

- Tagesgeld ist alles andere als sicher. Ich habe sofort nach Gerüchten einer Zahlungsunfähigkeit der Kaupthing Bank das Tagesgeld auf eine andere Bank transferiert. Die Kunden wurden nachher zwar entschädigt, aber erst Monate später kam das Geld wieder.

- Ich habe kein gutes Händchen für Einzelaktien. Die 1000 EUR Apple Aktien wären heute 37 TEUR (ohne Dividenden) wert gewesen, aber ich habe sie verkauft als sie bei 2000 EUR waren 😢 . Deshalb investiere ich heutzutage nur noch in ETFs, habe aber noch ein paar Einzelaktien, die ich aufgrund der Kursgewinne aktuell nicht verkaufe.

Ich bin froh diese Erfahrungen gemacht zu haben, als ich noch kein Geld hatte 😀 .

Bezüglich Scheidung bin ich da recht pragmatisch. Wir hatten beide kein Geld bzw. negatives Vermögen als wir uns kennengelernt haben. Im Falle einer Scheidung wird der Bestand geteilt - das finde ich fair. Wir arbeiten beide mit einem Kind Vollzeit und keiner hat sich jetzt "geopfert" etc. um zu Hause zu bleiben und ggf. bei einer Scheidung schlechter zu stehen.

Bezüglich teurer Hobbies/Anschaffungen halte ich es so: You can afford anythingbut not everything. Hier achte ich auf das Verhältnis wieviel Zufriedenheit mir die Ausgabe bereitet. Unsere teuerste "Anschaffung" war auf jeden Fall unser Kind. Aber das Lebensglück was es bringt ist jeden Cent wert. Dafür ist mir das Auto schnurzpiepegal. Bei vielen sehe ich, dass erst teuer geheiratet wird, dann das Haus auf Pump gekauft wird, dann das Zubehoer zum Haus, dann bessere Autos, dann 2 Kinder, dann tolle Urlaube etc. und dann haengt man im Hamsterrad drin.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 18:39
Lukeman, patientia, Maschinist und 2 User mögen das
Natman
(@natman)
Freiheitskämpfer Gold

Ich kann das mit dem sportlichen Pferd als Hobby perfekt nachvollziehen, da ich ein sportlicher Segler bin u beide Sportarten im Gegensatz zum Joggen oder Schwimmen eher teuer sind. Aber macht vermutlich irre Spaß und ein Hobby darf etwas kosten. Ich versuche später als Nebenjob als Segellehrer ein paar Kröten nebenher zu verdienen, ob es klappt, wird die Zeit zeigen...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Januar 2021 19:35
patientia und Yakari mögen das
(@patientia)
Aktiver Freiheitskämpfer

Guten Morgen, 

auch hier meldet sich noch eine Lady, die sich - wie mina - ebenfalls um die Finanzen der kompletten (immerhin mittlerweile fünfköpfigen) Familie kümmert. Mein Mann hat dafür wenig Interesse, sodass er sehr froh ist, dass ich Spaß daran habe, mein, sein und unser Geld zu verwalten 😉 . Meine "Leidenschaft" dafür ist umso größer und so ergänzen wir uns eigentlich ganz gut...

Ich habe schon öfter überlegt, hier einen eigenen Thread zu eröffnen, aber immer wieder Abstand davon genommen, da meine bzw. unsere Vorstellen von finanzieller Freiheit meinem Empfinden nach doch in eine andere Richtung geht, als es hier oft verfolgt wird. Ich finde es bewundernswert, wie hart und diszipliniert hier oft an der finanziellen Freiheit gearbeitet wird, aber unsere FI besteht im Moment vor allem darin, dass ich mir nach der Geburt unseres dritten Kindes im Mai eine längere Elternzeit erlaube (und auch schon überlege, ob ich diese nicht noch um ein Jahr verlängern kann...). Das ist natürlich eigentlich nicht im Sinne des Erfinders 😉 . Andererseits ist dieses Modell nur möglich, da wir vergleichsweise geringe Konsumausgaben und an unser Einkommen angepasste Fixkosten haben und ich während meiner Berufstätigkeit immer relativ große Rücklagen gebildet habe, sodass der Druck, unbedingt Geld verdienen zu müssen, falls der Mann an meiner Seite einmal nicht (ausreichend) verdient, nicht ganz so groß ist. Glücklicherweise verfüge ich über einen Beruf, in den ich jederzeit zurückkehren kann und bei dem ich jedes Jahr neu entscheiden kann, wieviel ich arbeiten möchte. Ein großes Privileg, wie ich finde. Nichtsdestotrotz ist mein Ziel natürlich, nicht bis zur Pensionierung arbeiten zu müssen - allerdings möchte ich das Ziel nicht auf Kosten einer gewissen Work-Life-Balance im Jetzt und der Familie erreichen. 

Ich finde es großartig, dass du dir deinen Traum vom Pferd erfüllen willst - denn dafür arbeitet man ja durchaus auch hart. Ich freue mich sehr darauf, mehr von dir zu lesen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Januar 2021 05:32
Maschinist, BananenRapper, Yakari und 1 User mögen das
(@yakari)
Aktiver Freiheitskämpfer
Veröffentlicht von: @mina

Die 1000 EUR Apple Aktien wären heute 37 TEUR (ohne Dividenden) wert gewesen, aber ich habe sie verkauft als sie bei 2000 EUR waren 😢 .

 Bitter!  

Bei vielen sehe ich, dass erst teuer geheiratet wird, dann das Haus auf Pump gekauft wird, dann das Zubehoer zum Haus, dann bessere Autos, dann 2 Kinder, dann tolle Urlaube etc. und dann haengt man im Hamsterrad drin.

Da ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit sehr viel Einblicke in das, was hinter der Fassade ist, habe, weiß ich, dass es Standard ist, mehrere Kredite für irgendwelchen Kram zu bedienen. Bitter sind die Fälle, wo bei der Kredit für die Traum-Hochzeit noch lange nach der Scheidung abgetragen werden muss, oder für Rettungsversuche für die Ehe, z.B. teure Urlaube. Aber man glaubt es kaum, neben Finanzierungen für alle möglichen Elektrogeräte und Möbel sind auch Finanzierungen bei Otto, H&M und Amazon für Klamotten & Co. sehr beliebt. Übrigens nicht nur bei Menschen, die gering verdienen. Es gibt auch viele Gutverdiener (Beamten, Ärzte usw.), die in finanzieller Hinsicht regelrecht schwarze Löcher sind. Aber ohne Konsum offensichtlich kein Selbstwertgefühl!

 

@patientia

Eben WEIL du ein anderes Ziel anstrebst, solltest du unbedingt einen eigenen Thread eröffnen, das ist ja hochinteressant!

Letztendlich kaufst du dir Lebenszeit, solange deine Kinder noch klein sind, das ist definitiv Freiheit und der gemeinsame Nenner aller hier. Also ich würde mich freuen, von deinem bzw. euren Weg mehr zu erfahren!

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 3. Januar 2021 10:03
morrich, patientia, marsupilami und 3 User mögen das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin
Veröffentlicht von: @yakari

@patientia

Eben WEIL du ein anderes Ziel anstrebst, solltest du unbedingt einen eigenen Thread eröffnen, das ist ja hochinteressant!

Letztendlich kaufst du dir Lebenszeit, solange deine Kinder noch klein sind, das ist definitiv Freiheit und der gemeinsame Nenner aller hier. Also ich würde mich freuen, von deinem bzw. euren Weg mehr zu erfahren!

Der gleiche Gedanke kam mir als erstes beim Lesen @yakari 

Das wäre super @patentia und trägt zur Vielfalt bei! Das Aufzeigen und der Austausch betreff unterschiedlicher Lebensmodelle macht die Freiheitsmaschine / Forum erst zu dem was sie ist.

Schönen Sonntag

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Januar 2021 11:26
patientia, marsupilami, Lukeman und 1 User mögen das
(@patientia)
Aktiver Freiheitskämpfer

Oh, vielen Dank für das nette Feedback. Ich werde ernsthaft darüber nachdenken, einen eigenen Thread zu erstellen, sobald ich das vergangene Jahr komplett abschließen kann. 

@yakari, du hast vollkommen recht: Wir "ersparen" uns Lebenszeit und vor allem auch Lebensqualität (die definiert ja jeder anders ;)) im Jetzt. Der Gedanke, irgendwann absolut finanziell frei zu sein, ist sehr verlockend, aber zu oft habe ich schon erlebt, dass das Leben ganz andere Pläne mit einem hat. Und zudem sind die Kinder nur einmal klein und diese Momente möchte ich so gut als möglich auskosten (und mit dem dritten Kind weiß man auch, dass man irgendwann ganz von alleine wieder "Sehnsucht" nach seinem Beruf bekommt ;)).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Januar 2021 10:31
John Smith, Yakari, Maschinist und 1 User mögen das
John Smith
(@john-smith)
Verdienter Freiheitskämpfer

Tja, die Scheidung habe ich zwar schon mal durch....aber was ich bei einer erneuten Hochzeit machen würde, ist mir noch nicht 100% klar. Also, außer der Ehervertrag...

Aber das mir gegebenfalls das eigene Haus "weggenommen" wird (zumindest als Wohnstätte), falls es irgendwie um Kindeswohl blubblub geht, macht mich nachdenklich.

Ansonsten bin ich mit meinen kurz vor 40 erst begonnenen Investitionen wohl höchstens etwas früher in Rente, zu mal ich das Leben auch aktuell stattfinden lassen möchte.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2021 17:54
Natman mag das