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Es hat Klick gemacht - aber es gibt Fragen  

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HMPRocky
(@hmprocky)
New Member

Hi liebe Community, hi Machinist,

ich bin Rocky, 27 Jahre alt und komme aus dem schönen Sachsenland. Vor gut 6 Monaten (Septemper 2018) bin ich auf das Thema finanzielle Freiheit aufmerksam geworden. Wie es dazu kam möchte ich in der folgenden Geschichte erzählen.

Meine Kindheit/Jugend kann ich sehr kurz fassen: wohlbehütet aufgewachsen, für mein Geld musste ich immer selbst arbeiten, bescheidene Verhältnisse, Eltern besitzen Bauernhof. Schule, Studium (Bafög und Nebenjob finanziert) lief alles sorglos ab. Seit 2015 bin ich in Angstelltenverhältnissen als Ingenieur tätig.

Mitte 2016 habe ich ein Jobangebot in Stuttgart bekommen, doch meine Begeisterung war schnell verschwunden, sodass ich Anfang 2017 wieder in die Heimat wollte. Die bis dahin angesparten Scheine habe ich rausgehauen: ein gebrauchtes Auto gekauft (20k Kredit) und da ich keine schöne Wohnung gefunden habe, begann ich ein Haus auf dem elterlichen Hof auszubauen. Mein Gedanke damals: wenn es finanziell eng wird, kann ich ja das Auto wieder verkaufen. Der Ausbau des Hauses erfolgt soweit in Eigenleistung, also muss "nur" Baumaterial gekauft werden.

Bis Juni 2018 schrumpfe mein Auto-Kredit auf 14k und meine liquiden Mittel auf   unter tausend Euro. Das verdiente Geld wurde immer direkt ins Haus gesteckt, um es bewohnbar zu machen. Ich merkte da, dass mein Plan nicht aufging und trat beim Hausausbau auf die Bremse. Schließlich waren 3 Zimmer (Küche, Bad, Wohn-/Schlafzimmer) fertig und man konnte diese Zimmer auch bewohnen. So hatte ich keinen "Druck" mehr, schnell fertig zu werden oder weiter zu bauen.

Im September 2018 hatte ich dann einen Autounfall. Selbst verschuldet, Karre gegen den Baum gesetzt. Übermut tut selten gut... doof nur, dass die Teilkasko da nicht greift und ich musste mir 8k Reparatur aus dem Allerwertesten leiern (von Totalschaden waren wir weit entfernt). Wo hab ich die 8k herbekommen? Ich habe den Autokredit um 4k aufgestockt, Teilauszahlungen aus der Lebensversicherung in Anspruch genommen und den Glasschaden an die Versicherung gegeben.

Ich war verwundert, wo ich überall Geld her bekomme und wo ich welches verfügbar habe (z.B. in der Lebensversicherung). Das Thema Geld war von da an immer präsent und meine neue Freundin fragte mich auch, wie ich mir die Zukunft vorstelle, ob wir uns ein Traumhaus kaufen wollen und wie es eigentlich mit der Rente aussieht, man will ja nicht bis 67 arbeiten...

Also beschäftigte ich mich genauer mit meinen Finanzen:

Ausgangslage September 2018:

  • Konto ca. 500€
  • Tagesgeld ca. 500€
  • Autokredit -18.000€
  • Wohnung (Haus im Elternbesitz) - bisher investiert: 20k
  • BaföG Schulden -6.000€
  • BafäG Reservekonto 5.000€
  • Lebensversicherung Fondsgebunden ca. 3.400€

 

Ziel:

  • finanzielle Freiheit mit 53* (2044)
  • min. 750.000€ Kapital + Wert "Traumhaus"
  • "Traumhaus" gekauft und abbezahlt
  • Frau geheiratet und ein paar Kinder 😉

 

Plan:

  • Cashflow analysieren (Wo kann ich sparen? Wie kann ich mein Einkommen erhöhen?)
  • Sparrate für Zielerreichung berechnen
  • liquide Reserve von 5 Monatsgehältern auf Tagsegeldkonto aufbauen
  • Schulden loswerden
  • Investment in ETF`s AllWorld/EM 80/20
  • 10% des Vermögens in Gold (nicht als Investment, sondern als "Versicherung")
  • in 2021-2023 Finanzierung "Traumhaus" mit min. 25% Eigenkapital

 

Stand 02/2019:

  • Cashflow analysiert, im Jan. 2019 Sparqoute von 75% erreicht, auf besser bezahlte Position im Unternehmen beworben
  • Sparrate berechnet: 650€/Monat (nur für mich alleine, aktuell wohnen wir noch nicht zusammen und in die Finanzen von Fäulein habe ich noch keinen Einblick)
  • liquide Reserve 1,5/5 Monatsgehältern
  • Invest in ETF Vanguard AllWorld ca. 2.500€
  • Wohnung (Haus im Elternbesitz) - bisher investiert: 22k
  • Auto-Kredit: -16.000€

 

"...aber es gibt Fragen":

  • Sollte ich lieber den Autokredit schnell tilgen, ETF`s liegen lassen, um meine Sparqoute zu erhöhen, oder den Autokredit liegen lassen und das Geld lieber in ETF`s stecken?
  • In naher zukunft wollen wir zusammen ziehen. Die ausgebaute Wohnung bietet sich an, für 2 Erwachsene und 2 Hunde sind 80qm ganz passabel. Allerdings ist die Verkehrsanbindung "nicht vorhanden", sodass wir uns ein zweites Auto leisten müssen. Die ausgebaute Wohnung kostet uns ca. 200€ Nebenkosten im Monat. Eine Stadtwohnung hätte den Vorteil, kein zweites Auto zu brauchen und man könnte die ausgebaute Wohnung als FeWo vermieten. Allerdings würde eine Stadtwohnung in ähnlicher Ausstattung und Größe etwa 1.000€/Monat kosten. Eine kleinere Wohnung wäre auch ok...andererseits müsste ich in die ausgebaute Wohnung noch ca. 3.000€ reinstecken, dass sie in der Größe bewohnbar ist. Ich habe auch überlegt mir meine investierten (dann) 25.000€ von den Eltern "auszahlen" zu lassen und damit dann den Autokredit zu tilgen...oder die Finanzierung für das Traumhaus zu stützen....oder oder...hier gibt es mir viel zu viele Möglichkeiten, was meint Ihr dazu?

 

Ich freue mich auf eure Anmerkungen, Kommentare, Fragen und Ideen. Ich bin offen für Diskussionen über jegliches Szenario 😀

Viele Grüße

Rocky

 

*Wie kommt man auf 53? Meine Freundin wäre da 50, dass wäre sozusagen mein Geburtstagsgeschenk an sie 😉

 

This topic was modified vor 6 Tagen by HMPRocky
This topic was modified vor 6 Tagen by Maschinist
AntwortZitat
Veröffentlicht : 11/02/2019 1:44 pm
HMPRocky
(@hmprocky)
New Member

Och nöö. Ich hatte den Beitrag grade editiert, weil hier irgendwie Struktur fehlte und dann klappt der Upload nicht, jetzt muss ich das nochmal schreiben 🙁

 

Edit Maschinist:

Hallo Rocky. Habe es oben nun editiert.

Und nun Feuer frei!

This post was modified vor 6 Tagen by HMPRocky
This post was modified vor 6 Tagen 2 times by Maschinist
AntwortZitat
Veröffentlicht : 11/02/2019 5:33 pm
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Reputable Member

Hallo HMP Rocky, 
schön das du zu uns gefunden hast 🙂 

1. Autokredit
Es kommt immer auf die Konditionen drauf an. Wenn du ein Kredit in höhe von 2% hast, bringt der All World schon allein dies an Dividende. Wenn er bei 12% liegt, den Kredit zuerst tilgen. 
Diesen Thread solltest du dir vieleicht zur entscheidungsunterstützung durchlesen. Da ging es auch um Kredite vs. Rendite. 

2. Ausgebaute Wohnung vs. Stadtwohnung
Wir müssten hierbei einige Faktoren begutachten, die meisten hast du schon gut herausgearbeitet. Die 3.000€ sind jetzt wirklich nicht viel für eine vollendung einer Wohnung.

Ausgebaute Wohnung:

  • Anfartsweg (Arbeit, Einkaufen, Freizeit, Arzt)
  • Zeitkosten durch den Anfahrtsweg (1h mehr Sport jeden Tag vs. 1h im Auto sitzten)  
  • Risiko, die meisten Unfälle passieren aufm Arbeitsweg 
  • Zusätzliches Auto benötigt
  • Höherer Verschleiß an Autos 
  • Kein Vermietungseinkommen 

Wobei die Zeitkosten, bekommste nie wieder, und der Verschleiß und die damit einhergehende Abschreibung auf den Wiederverkaufswert die höchsten Kostenpunkte sind. Der ADAC bietet einen Autokostenrechner für Neuwagen an. Eine Wohnung auf dem Land ist meist nur auf dem ersten Blick günstiger. Hier hilft auch ein genaues gegenüberstellen. Was würde ich für die FerienWohnung bekommen?, wie hoch wäre die Auslastung?, Steuern nicht vergessen. 

Beispiel: 
Anfahrtsweg 30km hin + zurück, je weg 30 Minuten. Mitzubishi Spacestar (beachte Fußnote, die Preise sind für 15.000km innerhalb von 5 Jahren berechnet, deshalb nehme ich kosten pro Km) Wohnung bringt im durchschnitt 150€ nach Steuern. 

60km x 240Arbeitstage x  0,283€/km Autokilometerkosten = 4.075,20€ 
4.075,20/12 = 339,60€
Wobei du bei den zahlen vom ADAC nochmal gut 20% draufschlagen kannst, weil sie nach dem WLTP Zyklus den verbrauch getestet haben. 

Ziehen wir 60€ davon ab, weil deine Freundin wird sich dann wahrscheinlich ein Monatsticket anstatt von einem Auto holen. Bleiben 279€. 
Das Auto muss dann auch noch Finanziert werden, da ihr es für den Arbeitsweg braucht, kommt keine Schrottlaube in Frage, ihr braucht was zuverlässiges. Sagen wir 9.000€. 

Jetzt gibt es die Möglichkeit es über Fremdkapital zu Finanzieren. Oder in Cash anzusparen, welches auch Opportunitätskosten birgt. Nehmen wir hier die Finanzierung per Annuitätendarlehen zu 4%, mit 4% Disagio, die Bank will schließlich auch verdienen. Laufzeit 5 Jahre.

9.400€ Kreditsumme: Negativer Cashflow von 173,12€ pro Monat. 
Stand jetzt kosten Auto: 279€+173,12€ = 452,12€  

Dann kommen noch die 150€ der Opportunitätskosten der Wohnungsvermietung drauf:
602,12€+ Nebenkosten = 802,12€  
Bis jetzt haben wir nur die Vermietung der Wohnung und das Auto von deiner Freundin begutachtet. Wenn du bedenkst, dass du/ deine Freundin pro Monat 20h, lass es 10h sein, mehr Freizeit hat. Sind 200€ auf einmal wirklich nicht mehr viel unterschied. Zumal du dann wahrscheinlich auch einen längeren Arbeitsweg haben wirst. 

Ich habe hier Dinge wie die Kilometerpauschale (Mindert zu versteuerndes Einkommen, die einfache fahrt wird gemessen: 240x0,3€x30km = 2.160€  ->/12 = 180€ max. 75,60€ p.m. weniger Steuern bei 42% Grenzsteuersatz) und Treibstoffpreisänderungsrisiko außen vor gelassen. 

3. Investiertes Geld
Liegen lassen! Weil wenn du dir es auszahlen lässt, löst du wahrscheinlich die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge aus. Der Steuerstundungseffekt wird dadurch minimiert.  
Es sei denn deine Eltern haben weit mehr als 400.000€ an dich zu vererben. (Häuser und Wohnungen kann man mit Nießbraurecht sehr Steuer und Kostenneutral an direkte Verwandte verkaufen, das ist dann kein Erbe mehr 😉 )

Dann vlt. das Geld lieber jetzt bei dir weiterführen, anstatt darauf später Erbschaftsteuer zu zahlen. Die 400.000€ werden alle 10 Jahre auf 0 gesetzt. Für den Kredit würde ich es nicht verwenden, sofern dieser nicht exorbitant hohe Zinsen hat. s.o. 

Dir einen schönen Start in den Tag. 

Gruß, 
Pascal 

This post was modified vor 5 Tagen 4 times by Pascal Weichert
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Veröffentlicht : 12/02/2019 8:54 am Maschinist zugestimmt
Natman
(@natman)
Reputable Member

Herzlich willkommen! Hm Stadt vs. Land ist schwierig, Jobs gibt es meist bessere in der Stadt. Ich würde erst einmal im Haus wohnen bleiben, dies fertig renovieren und teilweise vermieten und die kleineren Räume bewohnen wenn möglich. 

Wie weit ist die Stadt weg vielleicht lohnt sich ein E-Bike? Ist billiger als Auto und auch gesünder.

Neben der Finanzen ist es auch fraglich, ob man so nahe bei seinen Eltern wohnen bleiben will. Würde die Entscheidung wohnen erst treffen wenn klar ist wie viele Kinder...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12/02/2019 12:32 pm Pascal Weichert und Maschinist zugestimmt
HMPRocky
(@hmprocky)
New Member

Danke für den freundlichen Empfang!

Autokredit:

Die Kreditzinsen betragen 2,83% und läuft noch 3 Jahre. Das ist also verkraftbar. Nur das ungute Gefühl „Schulden zu haben“ sitzt im Nacken. Ein älterer Vertrag ohne Widerrufsbelehrung und der Gleichen ist es aber leider nicht 😉

Ausgebaute Wohnung vs. Stadtwohnung

Die ausgebaute Wohnung liegt ca. 15km außerhalb des Stadtkerns. Meine Arbeitsstätte ist aber am Stadtrand, somit fahre ich täglich 8km je Strecke (10-15min, je nach Verkehr und nur 2 Ampeln). Meine Freundin muss täglich in die Uni. Sie würde gut 40km am Tag fahren und wäre für 40-50min im Auto „gefangen“. Also sagen wir mal rund 60km und 1,5h Fahrzeit für beide zusammen am Tag. Bei meinem Auto führe ich auch eine Tabelle der Ausgaben und rechne mir alles auf den km genau aus. Da bin ich (Benzinkosten, Wartung (TÜV – relevant), Versicherung, Steuer) bei 0,34€/km. Wären dann also etwas mehr als Pascal ausgerechnet hat: 4.896€/Jahr, 408€/Monat für uns beide zusammen.

Ich hätte die Möglichkeit über die Arbeit recht günstig einen Kleinwagen zu Leasen (ohne Anzahlung, ca. 100€/Monat). Wenn das mit der neuen Stelle klappt, bekomme ich einen Dienstwagen mit 1% Regelung.

Die Stadtwohnung wäre dann für meine Freundin was Beförderung angeht kostenfrei, da das Bahnticket im Semesterticket enthalten ist. Meine Strecke wäre von der Länge fast identisch, aber meine Zeit im Auto verdoppelt sich (Stadtverkehr). Je nach Lage der Wohnung ist für mich dann auch eine Fahrzeit von 45-60min pro Strecke möglich.

Auch hier wieder: Wenn ich den Dienstwagen bekomme, dann wäre mein Auto überflüssig und könnte verkauft werden.

Zu beachten ist auch, dass wir hier einen Zeitraum von 2 bis max. 3 Jahren betrachten, denn es soll möglichst schnell in das „Traumhaus“ gehen (Familie gründen). Natman`s Idee mit dem Fahrrad/E-Bike kam mir auch schon, dann könnte man sich im Sommer ein zweites Auto sparen, aber habe das schnell verworfen wegen der Wetterabhängigkeit und unangenehmen Straßen für Fahrradfahrer – das mit dem Dienstwagen wird sich bis Mitte März klären.

Neben meinen Eltern wollen wir nicht wohnen bleiben. Der Ausbau war vor 2 Jahren die zu dem Zeitpunkt beste Lösung. Das Thema Kinder haben wir schon auf 2 als Ideal festgelegt.

Aktuell ist es wohl das Beste abzuwarten, was bei meiner Bewerbung rauskommt (Gespräche sind schon gelaufen, waren ganz gut). Dann klärt sich die Autothematik recht schnell auf. Wenn wir in der ausgebauten Wohnung bleiben würden, könnte sie ja mein Auto nehmen und ich habe den Dienstwagen für schmales Geld.

Was spricht dagegen sich gleich nach dem Traumhaus umzugucken? Mir fallen 2 Punkte ein: 1. Wir haben noch nicht zusammengewohnt und sollten uns da erstmal ausprobieren. 2. Aktuell wäre keine Finanzierung mit 25% Eigenkapital drin.

Bezüglich Vermietung der ausgebauten Wohnung oder mein Investment auszahlen lassen, hängt natürlich an meinen Eltern. Ich würde sie gern überzeugen eine FeWo daraus zu machen, weil die schöne neue Wohnung dann auch langfristig genutzt wird und Geld bringt. Wie viel die Wohnung dann an Einnahmen tatsächlich bringt ist auch fraglich. Übernachtungspreise von 60€/Nacht sind realistisch. Über die Auslastung kann man nur spekulieren.

Was wir hier bei der Sache nicht betrachten können sind die Finanzen meiner Freundin. Das sollte ich vllt. auch zeitnah mit ihr besprechen. Ihre Eltern müssen das Studium für sie finanzieren, BaföG gibt’s nicht. Also denke ich mal so viel ist bei Ihr selbst nicht da.

 

Danke für die Denkanregungen und Tipps. Gern mehr davon!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12/02/2019 4:00 pm
Natman
(@natman)
Reputable Member

Von meiner Seite gerne 😃 Wichtig ist noch meiner Meinung nach, dass man bezüglich finanzieller Freiheit / in Gelddingen allgemein ähnliche Ziele hat. Daher dies erst klären bevor man Riesenbeträge ins Depot schiebt. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12/02/2019 4:48 pm Pascal Weichert zugestimmt
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Reputable Member

Guten Morgen 🙂 

Autokredit:

Der kostet nach Inflation ja fast nix. 

Ein ungutes Gefühl schulden zu haben. An dieser Stelle möchte ich dich daran erinnern, ein Haus für den Eigennutz ist, in den meisten Fällen, den Konsum zuzuordnen. Das wäre mein Kritikpunkt 3 für die Traumhaus. Steuerlich hat es auch andere Wirkung ob man eine Wohnung zur Vermietung (Kreditzinsen können steuerlich geltend gemacht werden) oder für den Eigennutz (können nicht abgesetzt werden). Auch die Anpassbarkeit an die aktuelle Lebenssituation ist damit schwieriger (Bekommst einen sehr guten Job im Ausland/ anderen Stadt).
Die Opportunitätskosten sind bei einer selbstgenutzten Immobilie in Deutschland  gegenüber der Kombination aus Miete und Rest in den Aktienmarkt meist hoch. Und was ist wenn der Hauptverdiener gesundheitlich für ein Jahr ausfällt? Beim Aktienmarkt gibt es trotzdem die einnahmen, bei dem Traumhaus trotzdem die Rate die an die Bank zu leisten ist. Nicht zu vergessen waren die letzten 10 Jahre im Immobilienmarkt was besonderes, die Preissteigerungen waren hauptsächlich von EZB, einer Regierung die Marktwirtschaft nicht kennt und starker Migration gepusht.
Wenn du aber sagst, ich will hier unter keinen Umständen mehr weg, dann ist das auch okay  

Firmenwagen:

Klingt gut. Wenn ich mich recht entsinne macht es der Maschinist ähnlich 🙂

Steuern Steuern Steuern

Mir fällt eine Sache steuerlich immer ein, wenn ein Partner hohes, der andere fast gar kein Einkommen hat. Der splitting Tarif. Also verstehe mich nicht falsch, ich würde es dir wirklich nur raten wenn du deinen Partner wirklich gut und länger kennst bzw. nur mit einem Anwalt, der gute Verträge diesbezüglich erstellen kann. Weil bei vielen ist dann schneller das Haus, Auto und co. weg. Aber wenn ihr euch schon länger kennt und zusammen seit, lohnt sich eine Heirat aus steuerlicher Sicht, wegen den splitting Tarif. Hierbei kommst du in den Genuss des Steuerlichen Freibetrages und der geringeren Grenzsteuerbelsatung deiner Freundin. Das sind  z.B. bei 45.000€ Zu versteuernden Einkommen bei dir, über 4.400€ pro Jahr/ 336€ pro Monat an Steuern gespart.  

Klick zum Nachrechnen 

Klick für die PDF mit Grenzsteuersätzen.

FeWo

Wenn ihr nur 15km auserhalb des Stadtkernes wohnt, sollte sich eigentlich immer einer finden, sofern es eine größere Stadt ist. Ich würde, sofern es die Stadt erlaubt, es mal via Airbnb probieren. Erstmal günstiger, (aber nicht zu günstig, das zieht komische Leute an) und gute Kritiken sammeln. Dabei sollte man nach einiger Zeit sehen was  für Preise und Auslastungen durchzusetzten sind 

Die FeWo kann definitiv dein Booster zur Finanziellen Unabhängigkeit sein 🙂 

Gruß, 
Pascal 

PS. Mit den 20% Aufschlag auf die Autokosten ist man dann ja verdammt nah dran. 
(4075,20€ x 1,2 = 4890,24€) um fast 6€ verfehlt 🙂

This post was modified vor 4 Tagen by Pascal Weichert
AntwortZitat
Veröffentlicht : 13/02/2019 9:28 am
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