Ich höre aktuell immer mehr solcher Storys. Habe hier gerde 2 aus einem Startup aus Hamburg vor Ort. Die meinten, jede Stelle von denen hatte ca. 1000-1.400 Bewerbungen erhalten.
Andere in DE erzählen das ganze Fachmessen voller Azubis sind, die keine Jobs finden.
Erzählt mal, wie ist es im Heiligen Land so?
Die Arbeitslosenzahl steigt aktuell besonders im akademischen Bereich. Viele junge Menschen, die Anfang 2020 mit der Erwartung von Vollbeschäftigung und niedrigen Zinsen ein Studium begonnen haben, erleben nun, wie KI und höhere Zinsen dazu führen, dass viele Einstiegsstellen wegfallen. Unternehmen setzen lieber auf KI, um bestehende Mitarbeiter produktiver zu machen, als neue einzustellen. Die Generation Z hat zudem keinen guten Ruf, und der Wissensaustausch mit erfahrenen Kollegen leidet, wenn diese im Homeoffice arbeiten.
Die Energiekosten seit 2022 sind ein echter Gamechanger. -> Deindustralisierung.
Zudem darf man nicht unterschätzen, welche Auswirkungen die aktuellen Zinsen auf das Handwerk haben. Derzeit lohnt es sich kaum, neue Immobilien zu bauen. Da Immobilien in der Regel fremdfinanziert werden, wirken sich hohe Zinsen, eine alternde Bevölkerung und die Rückführung von Asylsuchenden verheerend aus.
Der Kündigungsschutz Abfindungschutz hilft da auch nicht weiter um neue Stellen zu schaffen.
Über 1.000 Bewerbungen pro Stelle halte ich für stark übertrieben – möglicherweise nutzen Recruiter jedoch neue Methoden, wie etwa den Einsatz von KI aus den USA, um Stellenausschreibungen automatisch zu ‚swipen‘
Über 1.000 Bewerbungen pro Stelle halte ich für stark übertrieben – möglicherweise nutzen Recruiter jedoch neue Methoden, wie etwa den Einsatz von KI aus den USA, um Stellenausschreibungen automatisch zu ‚swipen‘
Oder die gen Z macht Massenbewerbungen via AI.
Ist auf Tiktok n großes Thema. Würd ich heutzutage auch so machen. Website Scrapen, Unternehmensprofil -> Bewerbung anpassen. Gibt Skills dafür.
Waren zwei IT Jobs.
Ich halte das für komplett übertrieben. In meiner Bubble (Akademiker, meistens technischer oder BWL-Hintergrund) und auch bei uns im Unternehmen gibt es zwar vermehrt Abfindungsprogramme. Gekündigt wird jedoch selten, eher eine Kombination aus Abfindungen und bezahlte Freistellungen oder das nicht verlängern von befristeten Verträgen. Die Meisten schaffen es innerhalb der Freistellungszeit (6-12 Monate) eine neue Anstellung zu finden, die vergleichbar oder besser bezahlt wird als die vorherige Tätigkeit.
Einige schaffen es nicht (oder wollen die vorhanden Jobs nicht) und bekommen dann Arbeitslosengeld und Umschulungen/Trainings. Innerhalb des Bezugs des Arbeitslosengeldes haben sie dann jedoch eine gute Stelle gefunden.
Bisher musste jedoch keiner einen Job unter seiner Qualifikation oder unter der vorherigen Bezahlung annehmen. Was ich jedoch höre ist, dass man sich mehr bewerben muss und zumeist berufserfahrene Bewerber bevorzugt werden.
@arne Danke für das Feedback.
Ist für mich als außenstehender immer schwierig einzuschätzen. War jetzt zweimal die gleiche story innerhalb weniger Tage, von 2 verschiedenen Leuten. Das hat mich stutzig gemacht.
War ein Junior und Senior Dev job
Klar, man muss heute ein paar mehr Bewerbungen schreiben. Ich habe aber den Eindruck, dass man dennoch nach einer gewissen Zeit einen guten Job findet.
Bezüglich der harten Zeiten für Berufseinsteiger: 2017 war es bei meinem Jahrgang ähnlich, trotz Fachkräftemangel. Meine Kommilitonen und ich (Ingenieure) mussten uns zumeist über Arbeitnehmerüberlassung oder fragwürdige Dienstleister die erste Berufserfahrung verdienen (trotz Praktika/Werkstudententätigkeit bei einem der großen OEMs). Nach 1-2 Jahren kamen dann aber die guten Angebote rein und man konnte sich schön entwickeln ☺️
Es ist jetzt nicht einfach, aber mich regt diese Untergangsstimmung, die in vielen Medien verbreitet wird, auf! Wir leben in einem sehr guten Land und das zur richtigen Zeit. Natürlich könnte vieles besser laufen, aber wenn man in die Vergangenheit schaut, gibt es keinen besseren Zeitpunkt zum leben als jetzt! In dem Sinne: Genießt Euer Leben und regt Euch nicht zu sehr über die unnötigen Kleinigkeiten auf, das kostet nur Lebenszeit und -freude 😁
Es ist jetzt nicht einfach, aber mich regt diese Untergangsstimmung, die in vielen Medien verbreitet wird, auf!
Grad was die EU macht bezüglich Handelsabkommen, die ist grad richtig on Fire. Schad das es dafür erst eine große Krise braucht. Egal ob GE, Armenien oder KZ die EU bekommt, trotz wirtschaftschwäche richtig Softpower hier. Oder die neusten Reformen in Moldavien basieren ja auch nur auf die Softpowerwirkung von der EU.
