Notfallrücklage  

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(@redspekulatius)
Neuer Freiheitskämpfer

Hallo,

 

ich habe als, ich vor ein paar Wochen über deinen Blog gestoßen bin, ernsthaft mein Sparverhalten geändert und in ein Investierverhalten verändert. Du hast mir, mit deinen Beiträgen die Augen, geöffnet. Früher habe ich versucht die Sparraten anzusparen und diese dann bei einem Crash zu investieren. Dieses Modell funktioniert aber die letzten Jahre nicht, da es keinen Crash gibt bzw. nur Kurskorrekturen erfolgen.

Meine Frage zu einem Punkt den ich bisher noc nicht ausreichend für mich beantworten konnte: Wie ihr es mit der Notfallrücklage handhabt. Was beinhaltet die Rücklage, wie hoch ist diese, wie füllt ihr diese nach Benutzung auf?

Auch interessiert mich wie ihr mit größeren Konsumanschaffungen umgeht. zB der alte Fernseher ist Defekt, die Waschmaschine, Geschirrspüler oder Kühlschrank muss neu / gebraucht angeschafft werden. Und zu guter letzt wie realisiert ihr einen PKW Kauf mit einem Gebrauchtwert von 6-10T€. Der Euch zwar die nächsten 5-8 Jahre nutzen wird, jedoch ist die Anschaffung mit einer hohen Belastung verbunden und einer großen Absenkung der Notfallreserve.

Ich handhabe dies zur Zeit so dass ich 10T€ an Notfallreserve vorhalte. Zusätzlich bespare ich ein Tagesgeldkonto für ein PKW in 5 Jahren mit einer Rate von 150 €, Ziel 9.000 € . Ich habe mir überlegt, dass sich die 150 € viel besser investieren lassen und hier nicht unnötig EK rumliegt. Jedoch wäre dann zum Zeitpunkt des Fahrzeugwechsels nur die Notfallreserve vorhanden.

 

Und wie schnell würdet ihr die Notfallreserve nach Verzehr auffüllen? Eventuell die Investierrate leicht senken?

 

VG Red

Zitat
Veröffentlicht : 2. März 2019 00:18
(@pascal-weichert)
Verdienter Freiheitskämpfer

Was beinhaltet die Rücklage? 
Das kommt auf die Person, die Risikoneigung und dessens "Cashflowrisikofaktoren" wie z.B. Immobilien, Kinder, Unternehmen etc. an. 

Grundbedarf Rücklage: 
min. 3 Monatsgehälter mindestens an Liquiden Vermögen (Cash/ Bankkonto) halten.  Diese Rücklage ist dafür da, wenn etwas außerplanmäßig deinen Cashflow mindert. Beispielsweise durch einen Jobverlust, Jobwechsel mit Umzug oder ein Autounfall. Viele haben mehr als diese 3 Monate. Diese sollte durch nichts Planbares angetastet werden. 

ZOGA: 
ZOGA steht für zielorientierte Geldanlage. Sprich wenn du etwas alle 5 Jahre neu beschaffen willst, solltest du dafür Rücklagen bilden. Ein Unternehmen bildet auch für Maschinen die Ausgetauscht werden müssten, Rücklagen. Das machst du schon, welches sehr gut ist. 
Ich habe hier mal etwas mit 6 Jahren Laufzeit durchgerechnet. 

Jetzt kommt deine Risikopräferens ins Spiel. Bei Anlagen kürzer als 15 Jahren besteht am Kapitalmarkt, vor Inflation, durchaus ein Verlustrisiko. Cash ist meist der Renditebooster. 

Aaron hat dazu ein sehr gutes Video
Fintool hat auch einen etwas anderen Ansatz zu Zoga gefunden

Wie ich es mache: 
Im letzten Jahr habe ich meine Private Notreserve auf dem Bankkonto dezimiert. Sind noch gute 1.000€ übrig. Also ich bin grade in deiner beschriebenen Situation. 

Notreserve: Ziel 3000€ 
NR 2: Ziel 600€

Der Dauerauftrag aufs Depot 250€ wird bei mir Weitergeführt. Die Kauforder im Moment nur zu 75€. Weil es soll nur Geld investiert werden welches man übrig hat.  Für Geräte die mit der Wohnung zu tun haben, habe ich 700€ Rücklagen auf dem Mietkonto und zur not noch 2 Mitbewohner. Für alle anderen Sachen ist bei mir die NR2. NR3 war für meine Selbständigkeit, müssten noch gut 130€ drauf sein.

Beachte bitte, dass ich zum einen Student bin, zum anderen die blöde Situation habe, dass sich Reparaturen und ungeplante Ausgaben angekündigt haben die mich nochmals ca. 800€ kosten werden. Unschön. Aber mit einer Waffe im Rücken läuft es sich besser Smile

Zumal ich mir unsicher bin, ob der Aktienmarkt für mich, zurzeit das Renditestärkste Investment ist und der Sparplan der Situation vielleicht überdimensioniert ist. #Bildung 
Mit den 75€ fahre ich ganz gut. 

Die NRs werden bei mir asap aufgefüllt.

Eine Waschmaschine und einen Kühlschrank sehe ich nicht unbedingt als pösen pösen Konsum an. Diese beiden Sachen gehen vor allem. Wenns hart auf Hart kommt, Sparplan einschränken und der TV  kommt halt n Monat später. 

Gruß, 
Pascal 

Ps. Das Prüfungsangst-O-Meter Klettert und Klettert. Ich bin dann mal wieder lernen.

    

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. März 2019 07:59
Maschinist mögen das
Maschinist
(@maschinist)
Maschinist Admin

Danke Pascal,

in Deinem Lebensabschnitt /Situation ist das beste finanzielle Investment definitv dass in Dich selbst, um Dich damit für die nächsten 80 Jahre um ein vielfaches "wertvoller" zu machen.

 

Bezüglich Prüfungen habe ich mir damals an der Uni einen Lernpartner gesucht, der mir symphatisch war aber mit dem ich bezüglich Interessen kaum Gemeinsamkeiten hatte. Das war für uns beide damals sehr effektiv, weil wir so gar keine Zeit hatten um uns Sorgen zu machen und den ganzen Tag durch den Stoff gepflügt sind.

Beim alleine lernen haben mich damals tausende Sachen abgelenkt, die "wunderbar" als "Prokrastinationshilfe" dienten. Im Jahr 2019 wäre das z.B. lange Forumsbeiträge in der Freiheitsmaschine zu schreiben, die einen "super" vom Lernen abhalten können ;-). Nach dem Schreiben kann man dann noch checken, ob schon jemand geantwortet hat und schon ist wieder ein Nachmittag vorbei.

Beim Lernen mit Freuden war es noch "einfacher" Ausreden zu finden um nicht zu lernen, wenn man stattdessen zusammen Motorrad fahren konnte oder im Proberaum zusammen Musik machen.

Schönen Samstag!

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. März 2019 10:28
(@dustin)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo RedSpekulatius,

meine Frau und ich handhaben unsere Notfallreserve folgendermaßen:

Wir haben auf einem Tagesgeldkonto 20k € als Reserve. Wenn etwas vorgesehenes (teurer Urlaub, Auto, planbare Medizinische Behandlung (Augen Laser OP)) anstand wurde die Reserve im Vorfeld um einen entsprechenden Betrag bis zum Eintreffen aufgestockt, so dass Sie nach der Entnahme wieder bei ca. 20k € liegt. Allerdings haben wir das bisher eher so pi mal Daumen und nicht per monatlichen Sparplan gemacht. Wenn unsere Notfallreserve unterschritten war haben wir diese primär wieder aufgefüllt, allerdings kam das, seit dem wir investieren, noch nicht vor (wir sind noch nicht so lange dabei). 

Man kann das sicherlich auch mit mehreren Konten und Notfallreserven für verschiedene Situationen lösen, das war uns allerdings zu kompliziert. Wir sind aber auch eher nicht so die Einteilungs- und Budget-Begeisterten...

Als Höhe der Notfallreserve haben wir 20k € gewählt, da wir uns damit wohl fühlen. Wir haben monatliche Ausgaben von 4k € (davon ca. 2,5k € Fixkosten), so dass diese für 5 Monate ausreichen würde. Zusätzlich könnten wir uns voraussichtlich ca. 10k € insgesamt jederzeit von unseren Eltern leihen, falls wirklich mal Not am Mann wäre.

@Pascal.
Das Lernen in Lerngruppen hat mir auch am meisten gebracht. Oft konnte ich den Stoff schon relativ gut aber dadurch, dass ich ihn anderen erklärt habe konnte ich auch noch mal viel für mich mitnehmen bzw. habe erkannt was ich doch noch nicht so gut verstanden hatte. Außerdem war es bei uns auch wichtig sich mit mehreren Auszutauschen um so den Pool an Altklausuren und "Klausurtipps" zu erhöhen 😉

Das Lernen direkt in der Hochschule war sehr effektiv, da nahezu ablenkungsfrei. 

Ich habe viele Protokolle (für Laborversuche) mit meinem Laborpartner zusammen schreiben müssen und meist konnten wir erst nach einer Motivationsphase von 1-2 Stunden Hartz4-TV (damals "Mitten im Leben" über rtl now als VOD) so richtig durchstarten. Ziemlich ineffektiv aber auch völlig ausreichend 😀

Gruß
Dustin

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. März 2019 21:06
(@kleinunternehmer)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo,

ich halte das ein bisschen anders. (Ich glaube ähnlich wie einer bei den Millionär Interviews).

So wenig Cash oder Bar wie möglich. ca. 2 Monate. Wenn eine Ausgabe geplant ist wird aufgestockt. Bei nicht planbaren Spesen, wird kurzfristig von der Bank das Geld geliehen und dann die gesamte Sparrate verwendet das Plus wieder herzustellen. Somit bin ich mit der Notfallreserve immer investiert, und kann auch hier die Prozente mitnehmen. Hab einen Lombardkredit laufen mit Bereitstellung 0% und Zinsen 0,75%. 

Für mich ist das Absicherung genug. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. März 2019 09:14
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

So jetzt ich mit einer Frage zu Rücklagen und was bei uns passiert ist.

Bis vor einem Monat hatten wir geplant, unser Schrebergartengrundstück zu verdoppeln, da der Nachbar verkaufen wollte. Wir haben den Zuschlag nicht erhalten und daher gehen die Überlegungen zu einem deutlich größeren Stück etwas weiter weg u d den kleinen Garten verpachten.

So jetzt kostet das locker das 3-4 fache und die 20k auf der hohen Kante reichen nicht und ich habe so einen Betrag vor 2 Wochen ins Depot geschoben.

Was tun:

- Teil des Depots mit unliebsamen Einzelwerten veräußern (schlecht da Steuern aber immerhin mehr Ordnung im Depot)

- Tagesgeld liquidieren und einen Teil von Eltern pumpen

- warten bis man das Geld hat und dann weitersuchen

- TG teilweise nehmen und Teil Aktienverkauf 

- Kredit bei einer Bank Laufzeit kurz obwohl das bei einem 6stelligen Vermögen etwas komisch ist

Gartenverkauf des alten Gartens ist keine Option, da wir ihn vererben wollen und Haltefrist war nur 3 Jahre.

Was meint ihr?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 14. April 2019 15:42
(@pistol-pete)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hi Natman,

mein Ranking der besten Optionen aus finanzieller Sicht:

1) Warten bis man Geld hat und weitersuchen

2) Tagesgeld + Eltern

3) Tagesgeld teilweise und Aktienverkauf

4) Depot aufräumen

5) Kredit

Garten weit weg ist teilweise problematisch. Wenn man Gemüse und Co anbauen will, steht und fällt die Sache mit der Nähe zum Garten (ist meine Erfahrung) Wir haben zu hause die Möglichkeit anzubauen. Seit dem versorgen wir uns im Sommer selbst aus dem Garten. Freunde kriegen dass nicht so hin. Abends gießen, mal morgens bei heißen Temperaturen, Schnecken etc etc.
Bei reinem Freizeitgrundstück vermutlich Distanz nicht ganz so wichtig.

Beste Grüße

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. April 2019 07:16
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Danke PistolPete, hm wir müssen überlegen.
Aktueller Garten Entfernung ca. 2km aber nur 212 m² und bietet wenig Möglichkeiten bzgl. Kinder | Bäume | Gemüse.

Neuer Garten ist eine realistische Entfernung ca. 15-20km, dafür von meiner Arbeit nur 5km ca. und neues Stück soll ca. 1000m² haben und einige Obstbäume. Gemüse hatten wir bisher ca. 80m² Beetfläche und es mehr oder weniger hinbekommen. Schnecken sind kein Problem, da wir kaum Salat essen...

Tut mir leid für den Garten-Input... hat ja jetzt wenig mit Freiheitsmaschine zu tun 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. April 2019 07:46



(@dustin)
Aktiver Freiheitskämpfer

Hallo Natman,

ich sehe die Reihenfolge ebenso wie Pistol Pete, allerdings habe ich noch ein Verständnisfrage zu dem größeren Garten.

Wenn 20 k € nicht ausreichen, wie viel kostet der denn dann bitte? oO 
Wir haben letzten Sommer auch einen Garten im Schrebergartenverein übernommen und 3800 € für 290 m² als Ablöse bezahlt.

Für mich stellt sich die Frage nach dem Kosten/Nutzen Verhältnis, bzw. erscheint es mir so eine Art Trotzreaktion zu sein, da ich euch dort nicht vergrößern konnten.

80 m² Beet hört sich nämlich für mich schon nach recht viel Möglichkeit für Gemüse an (wir sind gerade am umgestalten und werden dieses Jahr auf ca. 30 m² anbauen). Bleiben noch Bäume und Kinder. Mit den Kindern kann man eventuell ja auch auf einen Spielplatz oder Park und vielleicht passt ja trotzdem noch z.B. ein Trampolin in den Garten. Im Spielplatz oder Park können Sie dann auch gleich mit anderen Kindern spielen. 😉

Ich wäre nicht sicher ob mir der Mehrwert über 20 k € Wert ist, zumal ja auch noch das Entfernungsthema dazu kommt.

Kann natürlich sein, dass ich die Situation bzw. euch falsch einschätze aber das wäre zumindest meine Meinung dazu. 🙂

Gruß
Dustin

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. April 2019 10:48
(@natman)
Verdienter Freiheitskämpfer

Hi Dustin, danke für deine Meinung. Wir haben jetzt etwas Näheres gefunden, was auch nicht sehr teuer war (zumindest auf den qm gerechnet). Garten war gut ausgestattet u.v.a. die Hütte groß genug und schon einige Obstbäume drauf. Der alte Garten wird behalten und verpachtet. Mal sehen, als Booster für die finanzielle Freiheit taugt das eher weniger 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26. April 2019 22:13
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