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Singapur Etf kaufen?  

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Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Weiss jemand wieso der Singapur ETF so schlecht läuft?

Allgemein finde ich den Bankensektor doch eher Kaufenswert, höhere Zinsen bringen höhere Einnahmen.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24/06/2018 3:08 am
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hi Gorilla,

die meisten Emerging Markets haben die letzten Wochen um ca. 15% korrigiert.

 

Die großen Themen für dieses Wirtschaftsgebiet sind immer:

- Ausblick Handelsfreiheit (besonders in Richtung USA)

- US-Dollar-Bewertung ($ hat aufgewertet, Schulden der Emerging Markets sind fast alle in USD, damit steigt deren Zinszahlungen)

Zinsen US Federal Reserve: Zinsen gehen hoch: Zinszahlungen der in den Emerging Markets oft in USD verschuldeten Unternehmen, geht damit hoch.

Singapur spezifisch: Da zum großen Teil Banken und welthandels-abhängig, hat der Gesamtindex historisch eine relativ große Volatilität.

 

Insgesamt sind die Emerging Markets bei dieser Bewertung langfristig sehr attraktiv.

Singapur hatte am 31.05.2018 ein Shiller Cape von 14. Seitdem ist der Kurs noch einmal um ca. 5% gefallen. Das heißt aktuelles CAPE ca. 13.2.

https://www.starcapital.de/de/kapitalmarktforschung/aktienmarktbewertungen/

Alleine die Dividende des Gesamtmarktes beträgt nun 3.1% und das bei nur ca. 38% Auszahlung. Das sind für einen langfristigen Anleger super Werte.

Wenn der US Markt so günstig wäre, hätte dort historisch eine ca. 4,5-5% jährliche Entnahme funktioniert und das Geld wäre nie ausgegangen (aktuell nicht viel mehr 3% möglich, wegen CAPE 31)

Insgesamt betrachtet passieren solche Schwankungen alle naselang und fuer jemanden der sich dauerhaft passives Vermögen und damit Cashflow aufbauen will sind das: "Hurra, hurra - meine Lieblingsprodukte im Supermarkt sind im Sonderangebot" Kaufchancen.

Je stärker die Kurse fallen, desto grösser ist der Cashflow aus zukünftiger Dividendenzahlung, Aktienrückkäufen und Renditesteigerung der Unternehmen bei diesen Kursen.

 

Im großen Bild laufen die Kurse viele Emerging Markets seit ca. 10 Jahren seitwärts und die Börsen-Indizes dieser Wirtschaftsgebiete wird damit immer günstiger (weil die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten immer weiter läuft und die Unternehmen, damit immer wertvoller).

Der Zeitraum ist vergleichbar mit den USA im Zeitraum 1966 bis 1982. Seitwärtsverlauf und damit steigende Attraktivität. Irgendwann brechen die Emerging Marktets alle nach oben aus und steigen für 10+ Jahre und vervielfachen sich wieder. (und sind am Ende wieder sehr hoch bewertet, so wie 1998 oder 2008)

Schönen Sonntag

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24/06/2018 12:04 pm
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Hi Maschinist

 

Danke für deine rasche und sehr ausführliche Antwort. Ehrlich gesagt, haben wir sehr viele Gemeinsamkeiten, doch unglaublich was du so erreicht hast in deinem Leben.

Ich hatte nie diese Power, und habe das Leben mit mir spielen lassen, satt es selber in die Hand zu nehmen. Deshalb bewundere ich deine Leistung sehr.

 

Für mich stellt sich die Frage, wenn die Zinsen steigen – und das werden sie, wer oder was profitiert am meisten davon. Meine Idee vom Wirtschaftskreislauf geht, wenn die Zinsen steigen, haben die Leute weniger Geld für Konsum, deshalb sinken die Aktien (Unternehmensgewinne) sicher.

 

Der Amerikanische Markt ist für sich sehr hoch bewertet. Doch wenn er stürzt erwarte ich, dass auch China und Singapur und Russlandsländeretfs weiter runter gehen.

 

Nun leider berichten fast alle Zeitungen in der Zwischenzeit von einem Niedergang der Börsen (Schuldenkrise, Handelskrieg, etc.). Das heisst, Zeitungen raten zum Verkauf – deshalb sollte man kaufen. Ich persönlich habe mich noch nicht entschlossen, ob ich noch warte oder long gehe.

 

Schönen Sonntag

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/07/2018 12:32 am
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hallo Gorilla,

danke für das Feedback.

Bezüglich Markteinschätzung ist das Ganze immer multidimensional.

Ein Zinsanstieg ist bezüglich Wirtschaft zuerst einmal immer ein Zeichen der Stärke, sonst könnten die Zentralbanken die Zinsen ja nicht erhöhen.

Gleichzeitig muss man das Verhalten der Menschen mit einbeziehen.

Wenn die Zinsen anfangen zu steigen, ziehen Menschen den Konsum langlaufender Güter wie Immobilien oder PKW noch schnell vor, damit Ihnen die Zinsen nicht noch weiter weglaufen.

Das heisst, wenn die Zinsen steigen, steigen auch die Immobilienpreise erst einmal noch weiter und auch der Konsum beschleunigt sich eher.

Erst nach einigen Jahren, wenn sich die Wirtschaft dann abkühlt und die Zentralbanken es mit dem Zinsanstieg auf die Spitze getrieben haben, schwächeln Immobilienpreise und oft auch die Aktienkurse.

Das heißt der Aussage: "Zinsanstieg gleich fallende Kurse" stimme ich nicht zu.

Historisch passiert eher das Gegenteil und es kommt eher darauf an, an welcher Stelle des Wirtschaftszyklusses man sich befindet.

Hier siehst Du die Zinspolitik der FED im Vergleich zum S&P500 Kurs. Steigende Zinsen waren immer Zeiten steigender Aktienkurse:

 

 

Das mit dem noch Abwarten versus Investieren endet bei ganz vielen deutsprachigen Menschen immer damit dass Sie bis zu Ihrem eigenen Ableben damit warten und sich als Tagesgeldbesitzer von diesem Planeten verabschieden. 😉

Mach das also nicht nach, wenn Du nicht auch die mauen finanziellen Ergebnisse der anderen Menschen haben willst, sondern deutlich bessere.

Gruß!

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/07/2018 1:23 pm
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Hi Maschinist

 

Ich habe mir Gedanken gemacht über deine Argumente.

 

Ehrlich gesagt, habe ich das letzte Mal am Brexit gehandelt. Danach habe ich zwar mit einem Sieg von Trump gerechnet, aber ich hätte nie gedacht, dass sich das ganze so entwickelt.

 

Zudem hat sich beim mir Privat vieles verändert und deshalb bin ich auch raus aus dem Markt.

 

Nun ist die Frage, wann steige ich wieder ein. Für mich stellt sich die Frage der Überbewertung gerade unsere Faang Aktien sind in den letzten Jahren so fest davongezogen. Ausserdem die ganze Zinsgeschichte.

 

Ich habe sehr viel von dir gelernt und lese gerade (auf deinen Rat) das Buch „Magier der Märkte“. Es ist schwierig zu lesen, ich glaube ich werde es bestimmt noch einmal durchlesen müssen, um alles besser zu begreifen.

 

Hier ein Ausschnitt, der mir zu denken gibt.

 

 

_____________________

- Als ich Ihre Beschreibung der langfristigen Zyklen las, klang das für mich so, als Hätten die Vereinigten Staaten die vierte von fünf Phasen durchlaufen – ein Land das sich immer noch für reich hält, aber nicht mehr ist – und befänden sich jetzt im fünften Stadium: Ein Land im Niedergang. Ist das eine korrekte Auslegung Ihrer Ansichten?

-- Ich glaube schon.

 

-Wie lange dauert diese Zyklus normalerweise?

-- Der gesamte Zyklus dauert ungefähr 100 bis 150 Jahre. Die fünfte Phase des Zykluses (Niedergang) dauert ungefähr 20 Jahre.

 

- Wenn man davon ausgeht, dass die vereinigten Staaten etwa 2008 in die Phase des Niedergangs eingetreten sind, muss man aus Ihrem zyklischen Modell schliessen, dass sie bis zum Jahr 2030 in einem allgemeinen Niedergang verharren könnten. Das sind ziemlich pessimistische Aussichten. Haben sich je Länder in der Abstiegsphase des langfristigen Zyklus befunden, ohne dass dies äusserst schmerzhaft war?

-- Der Niedergang des britischen Empire nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht so katastrophal, weil sich der Anpassungsprozess über viele Jahre hinzog. So war es auch mit dem Schuldenabbau in Japan. Im Prinzip können die Bedingungen eines Landes lange Zeit gleich bleiben. Das muss nichts Schlimmes sein. Es kann aber schlimm sein, wenn man es schlecht managt.

_____________________

 

Meine Gedanken dazu sind. Wenn man den heutigen Markt ansieht, dann ist alles ziemlich hoch bewertet. Bessere Ergebnisse und Gewinne können wir ja kaum erwarten. Mit steigenden Zinsen sinkt das Gehalt welches man für Konsum ausgeben kann. Und wichtig ist, zittert Amerika, dann stürzt ganz Europa oder Asien....?

 

Andersrum deine Argumente bezüglich der Zinsen scheinen sehr sinnvoll. Ich kenne Leute, die genau so Handeln (Wohnungskauf) – bei steigenden Zinsen geben sie noch mehr Geld aus. Um noch von den tiefen Zinsen zu profitieren.

Ausserdem hat mich deine Grafik (Superargument) überzeugt, dass man nicht gleich mit fallenden Kursen rechnen muss.

 

Ich habe zwar schon 1998 gehandelt, mir aber dabei die „Finger verbrannt“. Dann hatte ich eine EX-Freundin, die extrem negativ gegenüber Geld und Börsen eingestellt war. Nur Ferien und Autos waren interessant.

 

2016 bin ich langsam wieder eingestiegen, hatte damals Glück mit dem Brasilien-ETF und beim Brexit habe ich natürlich mit dem Italien-ETF kräftig zugelangt.

 

Aber trotzdem ist mein Depot klein, ich schaffe es auch nicht so viel zu sparen, wie einige Spartiere hier. Ich bin froh, dass ich ich 10 % (wenn überhaupt) auf die Seite legen kann.

 

Ich bin Alleinverdiener, sowie Familienvater. Immerhin, bin ich mit meiner EX nicht mehr zusammen sondern habe eine tolle Frau kennengelernt mit der ich nun auch verheiratet bin.

 

Bezüglich des Brokers habe ich mich für Interactive Brokers entschieden. Aber neben Arbeit, Baby hatte ich noch nicht viel Zeit alle Funktionen der TWS kennenzulernen.

 

Auch deshalb bewundere ich dich, dass du so viel schaffst.

 

Ich würde gerne einen Teil meines Ersparten für den Singapore ETF riskieren. Deine Argumente und dass ich nach StarCapital eine Rendite von 22 % bis 1.2 % über 15 Jahre hinweg sind genug überzeugend.

 

.html

hxxps://picload.org/view/dlrdcppl/redinteerwartungen.jpg.html

ACHTUNG: xx = tt

 

Bezüglich des ETFs, als Schweizer bevorzuge ich ETFs, welche nicht Ausschüttend sind. Ich habe nur diese entdeckt.

 

.html

hxxps://picload.org/view/dlrdcppi/ibsingaporeetf.jpg.html

ACHTUNG: xx = tt

Ich weiss noch nicht wie ich über IB die TER auslesen kann. Der beste ETF scheint für mich der EWS zu sein. Der hat die kleinste TER. Die andern sind leider auch alle ausschüttend. Oder sehe ich das falsch? Vielleicht kennst du ja eine Seite, die noch mehr ETFs miteinander vergleicht, quasi auf einen Blick statt meiner eher mühseligen Art der Recherche.

 

Ich wünsche dir noch einen schönen (Rest)Sonntag.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 08/07/2018 11:51 pm
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hallo Gorilla,

es gibt immer viele Gründe, die gegen einen Marktanstieg und für einen Chrash sprechen und das ganz besonders in einem Bullenmarkt:

Niemand kann genau vorhersagen was als nächstes passiert, weil "Der Markt" aus Millionen von Menschen besteht, die mit Ihrer Meinung dort dabei sind.

Die meisten Menschen liegen mit Ihrer Meinung falsch und deshalb haben die allermeisten aktiv handelnden Menschen eine deutlich schlechtere Rendite als der Gesamtmarkt (und wenige professionelle Trader erreichen eine deutliche Überrendite und dann ist es ein extrem anstrengender Vollzeitjob).

Das heißt fast alle Menschen wären besser mit einem passiven Ansatz bedient und Ihre Marktmeinungen kosten Sie viele Nerven und Geld.

Der Fakt das Warren Buffet als erfolgreichster Investor immer investiert ist aber Lieschen Müller als Feierabendhändler versucht den Markt zu timen, würde mir zu denken geben.

 

Singapur ist ein aktuell niedrig bewerteter Markt und es gibt dort keine Quellensteuer. Ich würde trotzdem beachten, das es sich dort zumeist um Finanzwerte handelt und die Markttiefe relativ gering ist, deshalb sind die Schwankungen relativ hoch.

Ich persönlich mag ausgesuchte Länder ETF mit geringen Gebühren, da ich damit in niedrig bewertete und freie Länder mit geringen (ohne) Steuern investieren kann.

Ich benutze dazu:

- ca. 10% des Vermögens: Hong Kong ETF: 2800hk (TER 0.09% / keine Quellensteuer, Markt fair bewertet)

- ca. 5% des Vermögens: Singapur: ETF: ES3 (TER 0.3% / keine Quellensteuer, Markt günstig bewertet aber volatil)

- Aktuell im Aufbau und bis max. 10% des Vermögens: England: ETF: VUKE (TER 0.09% / keine Quellensteuer, Markt fair bewertet)

Der Rest ist größtenteils im im US Markt mit Aktien ETF, REITS & wenigen Einzelwerten und Emerging Markets ETF.

Für die meisten Menschen, reicht ein einfacher Welt ETF und villeicht noch ein Emerging Markt ETF im Verhältnis 70:30 (oder 80:20) und dann einmal im Jahr in den schwächer gelaufenen Wert mehr Geld hinzu bis das Verhältnis wieder stimmt.

Wir haben als Familie unser gesamtes Vermögen über knapp zwei Dekaden aufgebaut. Ich bin zu 100% investiert und werde daran nichts ändern.

Wie ich meinen Kindern auch regelmäßig (mit Ihrem verzinsten Taschengeld und anderem) einbleue, ist das unsere persönliche Geldmaschine.

Ich plane dort einfach mit dem Dividendenfluss (etwas über 3%) und was mit den Kursen passiert ist mir völlig egal.

Schönen Tag

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/07/2018 11:45 am
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Hi Maschinist

Es ist unglaublich, du bist mir Welten voraus in Sachen Börse.

Das sieht man schon an der Empfehlung deines ETFs. Ich hätte den nicht gefunden, obwohl es logisch ist, dass Singapore auch ETFs über sein eigens Land hat.

Vermutlich bist du wegen der Quellensteuer darauf gekommen. Ich habe mich bezüglich Steuern noch genauer im Steuergesetz der Schweiz eingelesen. Es spielt keine Rolle, ob ich ausschüttende oder nicht ausschüttende ETFs/Aktien habe.
Ich müsste beiden Fällen die Dividende besteuern. Bei den nicht thesaurierenden ETFs müsste ich die Dividende herausrechnen.

So habe ich wieder etwas neues dazu gelernt.

Nun steht nichts nichts den Einstieg im Weg. Ich habe mir wegen der Diversifikation auch Gedanken gemacht. Ich würde gerne in Oil/Gas Produktion investieren. Entweder mache ich das indirekt über den Russland ETF oder einen Öl/Gas ETF.
Ich habe mich noch nicht entschlossen, was vernünftiger ist. Auch deinen beiden ETFs Hong Kong und England werde ich auch noch in Betracht ziehen müssen.
Vielen Dank für deine Hilfe.

Bezüglich der Fair Value, dies ist meiner Meinung nach das Beste Indiz, ob man in einen Markt einsteigen oder aussteigen sollte.

Wie kann man diesen fairen Wert ermitteln? Oder was bringt dich dazu sagen, dass der Markt gerade von England fair bewertet sei.

WeltETF spare ich neuerdings über VIAC.

hxxps://viac.ch/strategien/

Dies ist eine Besonderheit für Schweizer, die durch die 3a Säule von Steuervergünstigungen profitieren, ähnlich wie das 401k für die USA, die Beiträge sind aber pro Jahr für Schweizer (bzw. auch für Ausländer die in der Schweiz arbeiten) auf kleinere Beträge beschränkt.

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AntwortZitat
Veröffentlicht : 10/07/2018 1:09 am
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hallo Gorilla,

alles gut. Wir kämpfen alle an unserer perönlichen Front.

Das was ich bei einem Thema mittlerweile mehr weiß, hast Du und andere hier mir bei anderen Dingen voraus.

Ich kenne mich mit den Bedingungen in der Schweiz nicht aus, deshalb hatte ich dazu auch nichts geschrieben.

Die lokalen Länder ETF sind mittlerweile auch in Deutschland interessant, da durch die 2018er Reform keine Strafbesteuerung mehr vorhanden. (Für US Steuerzahler sind diese ETF´s nichts, da dort strafbesteuert).

 

Bezüglich Aktienmarktbewertung schaue ich stark auf das 10 jährige Shiller CAPE (neben kgv und kbv)

https://www.starcapital.de/de/kapitalmarktforschung/aktienmarktbewertungen/

Wenn Du dort einmal runterscrollst, siehst Du das auch beim Beispiel Deutscher Aktienmarkt in Chartform.

Der Index pendelt wie alle anderen auch um seine faire Bewertung herum. Langfristig steigen die Märkte alle.

Die Überbewertung kann nur manchmal so hoch sein (wie im Jahr 2000 mit CAPE´s von ca. 50), das es dann 10-15 Jahre dauert, bis diese Überbewertung abgebaut ist und man wieder im Gewinn ist.

Japan ist das Extremstbeispiel mit einem CAPE von 90 Ende der 80er Jahre. Deshalb gibt es dort auch 30 Jahre negative Rendite. Aber das war ein einmaliges Extrembeispiel und der US Markt müsste sich augenblicklich noch einmal verdreifachen um eine solche Bewertung zu erreichen.

 

Singapur ist mit einem aktuellen CAPE von 13.5, kgv ca. 10 und einem Kurs Buchwert (KBV) nahe 1 ein Schnapper und hier kann man über einen Zeitraum von 10 Jahren überhaupt keinen Verlust machen. (weil die Unternehmen aktuell jedes Jahr 10% Ihrer Gesamtbewertung an Gewinn machen und davon knapp 40% als Dividende auszahlen.

Hong Kong und England sehen fast genauso gut aus. Und das sind alles politisch stabile und freie Länder ohne eigene Quellensteuer.

Das sind über längere Sicht alles Geldmaschinen für Dich. Man muss nur verstanden haben, dass ein weiterer Kurseinbruch von diesem Niveau aus natürlich trotzdem passieren kann aber das sollte dann zu Jubelstürmen führen.

Die jetzt schon günstige Bewertung ist dadurch noch besser geworden. Das ist dann wie ein Top Mietobjekt, dass 100.000 Euro kostet und trotz 1a Lage und guter wirtschaflticher Aussichten monatlich 1.000 Euro Mieterträge bringt.

Verkaufst Du das Mietobjekt dann etwa, wenn es zwischenzeitlich auf 80.000 Euro fällt? Oder kaufst Du dann noch ein zweites Objekt mit dieser Traumrendite hinzu?

😉

 

Schönen Tag!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10/07/2018 11:19 am
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Ich kaufe natürlich dazu.

 

Und so wird es sein, heute Morgen bin ich leider nicht dazu gekommen. Jetzt ist leider die Börse schon zu.

 

Morgen früh schlage ich dann zu. Die Börse müsste um 2:15 bis 9:15 geöffnet sein.

 

Danke für deine Unterstützung.

 

Ich habe gesehen, dass du vor allem darauf achtest dort zu investieren, wo die Quellensteuer 0 % beträgt. Das hat bestimmt einen Grund, die Rückforderung der Quellensteuer ist vermutlich eher eine komplizierte Angelegenheit.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10/07/2018 2:43 pm
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Hallo Maschinist

Ich habe da eine etwas peinliche Frage.

Als ich die ETFs gekauft habe, entstand bei mir natürlich ein Minussaldo SGD.

Normalerweise gehe ich da mit Rechtsklick und "Devisenposition schliessen". Aber das ging nicht, da ich die Hauptwährung in CHF führe - die CHF aber relativ blank war. Und ich wollte nicht unbedingt meine USD-Reserven antasten. So habe ich erst mal CHF  auf das Konto überwiesen.

Nun habe ich das gleiche probiert, ich kann nicht die Devisenpositon schliessen.

Wie machst du das? Ich denke mal, dass ich Kreditzinsen habe, falls ich die SGD offen habe?

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13/07/2018 8:32 am
Maschinist
(@maschinist)
Admin Admin

Hallo Gorilla,

 

ich würde dann einfach manuell Schweizer Franken in SGD tauschen.

Ich würde mir dazu das Währungspaar bei IB auf die Watchlist legen. (unter Forex nach CHF suchen und dann in der Liste CHF/SGD auswählen.

Dann wie bei einem Aktienkauf die notwendige Menge CHF verkaufen (damit SGD wieder auf Null steht).

Die ersten 100k SGD negativ Saldo kosten aktuell 3.1% Zinsen.

CHF bringen gleichzeitig null Zinsen bzw. bei mehr als 100k CHF auf dem Konto sogar negativ, da Minuszinspolitik der Notenbank.

https://www.interactivebrokers.com/de/index.php?f=6370

Würde die SGD also ausgleichen.

Schönen Tag!

This post was modified vor 2 Monaten  2 times by Maschinist
AntwortZitat
Veröffentlicht : 13/07/2018 2:03 pm
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Ich habe das Problem über Euro gelöst.

 

Irgendwie gibt es keine Verbindung zwischen CHF/SDG.

Das ist zwar etwas umständlich, aber ich wüsste nicht wie ich es sonst machen soll. Üblicherweise geht es über "Rechtsklick: Position schliessen". 

Vermutlich funktioniert dies bei dir, weil du EUR/SDG handeln kannst?

 

Schade wegen den Gebühren, zum Glück sind sie ja bei IB relativ niedrig (2mal Kauf über EUR)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13/07/2018 5:58 pm
auf_dem_Weg
(@auf_dem_weg)
Reputable Member

Ob Singapure, Hong Kong, England, etc. der MSCI World hat über die letztenj 5 Jahre besser performt. Warum dann das Risiko eines einzelnen Landes eingehen ?

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/07/2018 6:50 pm
Gorilla
(@gorilla)
Estimable Member

Der MSCI World ist zu amerikalastig, genau das möchte ich umgehen. Zudem erhoffe ich mir eine grössere Rendite, ausserdem haben die Länder stark nachgelassen. Sind eher unterbewertet.

Zudem sind die Dividenden steuerfrei (keine Quellensteuer). Man gibt sie einfach in der Steuererklärung an und muss nicht den Ländern nachspringen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/07/2018 7:50 pm
auf_dem_Weg
(@auf_dem_weg)
Reputable Member

Danke. Ich bin bei Lynx Broker, der Tochter von IB.

Er schreibt mir unter ES3: Finanzinstrument für den Handel nicht verfügbar

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/07/2018 10:04 am
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