Der große Aktiendepot Vergleich

Letzte Aktualisierung: März 2026

Brokervergleich Depotvergleich Bester Broker 2026Nach Winston Churchill sind Demokratie & freier Markt ein fürchterlich schlechtes System – Mit Ausnahme aller anderen.

Das Gesellschaftsmodell ist bei weitem nicht perfekt.

Aber trotzdem das bei weitem Beste, was uns bisher eingefallen ist, um im historischen Vergleich nicht nur frei, sondern auch rasend schnell immer wohlhabender zu werden und wie nebenbei dabei immer sicherer und länger zu leben.

Die meisten neuen Erfindungen und Verbesserungen in diesem Wirtschaftssystem entstehen, weil viele verschiedene Anbieter miteinander konkurrieren.

Als Ergebnis davon konnte selbst ein König vor 200 Jahren von unserem aktuellen Sicherheits- Gesundheits- und generellen Lebensstandard in seinem ungeheizten Schloss, Hausarzt mit betäubungsloser Amputationssäge und nächtlichen Überfällen, nur träumen.

 

Der Maschinist ist ein großer Anhänger der freien Marktwirtschaft

Und darum freue ich mich betreff Vermögensanlage, dass die Brokerqualität und der Serviceumfang auch im deutschsprachigen Raum mittlerweile erfreulich hoch ist.

  • Es gibt eine hohe Auswahl an deutschsprachigen Brokern mit automatischer Abführung der Kapitalertragsteuer
  • Neben 0 Euro Kontoführungsgebühren sind auch die Handelsgebühren mittlerweile komplett vernachlässigbar, wenn man von kleineren Spreads zwischen An- und Verkauf absieht.

Warum ist das Thema Aktiendepot so wichtig? Weil ein breit gestreuter Aktien-ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 8 bis 10 Prozent pro Jahr erzielt hat (Nominal und inklusive Dividenden). Wer über einen Zeitraum von 20 Jahren regelmäßig per Sparplan investiert hat, konnte laut dem Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts im Durchschnitt rund 8,6 Prozent pro Jahr auf das angelegte Geld erwirtschaften. Im schlechtesten Fall waren es immer noch rund 2 Prozent jährlich. Im besten Fall über 15 Prozent.

Kein Tagesgeld, kein Bausparer und keine Lebensversicherung kommt da auch nur annähernd heran. Und genau dafür brauchst Du ein gutes Aktiendepot.

 

Worauf es bei der Wahl des richtigen Brokers wirklich ankommt

Bevor wir in den Vergleich einsteigen, hier die Kriterien, die für den Maschinisten persönlich zählen:

Kosten: Depotführung sollte kostenlos sein. Das bieten mittlerweile alle relevanten Onlinebroker in Deutschland. Handelsgebühren sind bei den meisten Neobrokern über Handelsplätze wie Gettex oder Baader ebenfalls quasi bei null. Entscheidender als die expliziten Gebühren ist oft der implizite Spread – also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Hier lohnt es sich, zu den Haupthandelszeiten (Xetra und die US-Börsen sind offen) zu handeln.

Handelsplätze: Wer nur per Sparplan einen Welt-ETF bespart, braucht z.B. keinen Zugang zur Börse Hongkong. Wer aber gezielt Einzelaktien an Auslandsbörsen kaufen oder Optionen handeln möchte, sollte auf die verfügbaren Handelsplätze achten.

Depotarten: Brauchst Du nur ein Einzeldepot? Oder ein Gemeinschaftsdepot mit Deinem Partner? Ein Junior-Depot für die Kinder? Ein Firmendepot für die GmbH? Hier unterscheiden sich die Anbieter erheblich.

Sicherheit & Einlagensicherung: Dein Aktiendepot ist als Sondervermögen geschützt – selbst bei Insolvenz des Brokers. Deine Aktien und ETFs gehören Dir und nicht dem Broker. Für das Verrechnungskonto greift bei deutschen Brokern die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Steuerliche Handhabung: Alle hier vorgestellten Broker haben ihren Sitz in Deutschland und führen die Kapitalertragsteuer automatisch ab. Das bedeutet für Dich: Kein Aufwand bei der Steuererklärung bezüglich Kapitalerträge. Bei Auslandsbrokern wie Interactive Brokers musst Du Dich dagegen selbst um die Versteuerung kümmern.

 

Alle Broker auf einen Blick – Die Vergleichstabelle des Maschinisten

Damit Du nicht ewig scrollen musst, hier die wichtigsten Fakten zu allen empfohlenen Brokern kompakt zusammengefasst. Die Daten sind selbst zusammengetragen – aus eigener Nutzung und den offiziellen Preisverzeichnissen der Anbieter (Stand: März 2026):

BrokerOrder­kosten (Gettex)Spar­plan­kostenETF-Spar­pläneHandels­plätzeGemein­schafts­depotJunior-DepotFirmen­depotZinsen auf Guthaben
Traders Place ★ab 0 € (ab 500 €)0 €ca. 2.100über 40 (In- & Ausland)Ja (neu!)JaNeinbis 1,75% p.a.
Flatexab 5,90 €0 €ca. 1.500über 40 (In- & Ausland)JaJaJaNein
Smartbroker+ab 0 € (Gettex)0 €ca. 2.500Ca. 30 (In- & Ausland)NeinNeinNeinNein
Finanzen.Net Zeroab 0 € (Gettex)0 €ca. 2.000GettexNeinNeinNeinNein
Scalable Capital0,99 € (Free) / 0 € (Prime+)0 €ca. 2.700Gettex, EIX, XetraNeinNeinNein2,00% p.a.
DKBab 10 €1,50 €ca. 2.000alle dt. BörsenJaJaNeinNein
Trade Republic1 €0 €ca. 2.600LS ExchangeNeinJaNein2,00% p.a.
CapTrader*ab 2 €150+ weltweitJaNeinJavariabel

★ = Aktueller Favorit des Maschinisten | * = Auslandsbroker ohne autom. Steuerabzug | Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte aktuelle Konditionen beim jeweiligen Anbieter prüfen.

 

Die erfreuliche Nachricht: „Wie sie sehen, sehen Sie (auf der Kostenseite) fast nichts“!

Fast die gesamte Riege der deutschen Onlinebroker bietet mittlerweile außerhalb des direkten Börsenhandels (z.B. über Gettex) bei Vernachlässigung des Spreads einen „kostenlosen“ Handel an.

Das ist eines der unzähligen Beispiele davon, dass unsere Welt fast überall immer besser wird.

Vor 25 Jahren als ich mit dem Börsenhandel begann, gab es eine komplett andere Börsenwelt mit hohen Kosten, teilweise tagelangen Umtauschvorgängen von Geld zu Aktie und dabei geradezu lachhaften Handelsmasken der deutschen Anbieter.

Heute kannst Du Dir mit ein paar Klicks auf dem Smartphone in zwei Minuten ein kostenloses Aktiendepot eröffnen, einen ETF-Sparplan auf den MSCI World oder den FTSE All-World einrichten und automatisch jeden Monat Vermögen aufbauen. Die Kosten dafür liegen bei exakt null Euro Ordergebühr und einer jährlichen ETF-Verwaltungsgebühr (TER) von unter 0,2 Prozent. Verrückt günstig im historischen Vergleich.

 

Der große Broker Vergleich – Meine persönlichen Erfahrungen

Da viele deutsche Broker mittlerweile vernachlässigbare Handelskosten haben und der Maschinist eine Vielzahl an Aktiendepots im In- und Ausland führt, nachfolgend meine persönlichen Erfahrungen.

Grundsätzlich sind für mich alle nachfolgenden Depotanbieter prima und gut geeignet, ein überwiegend passives Aktiendepot zu führen.

Für alle gilt die deutsche Einlagensicherung und alle Anbieter führen automatisch die deutsche Kapitalertragsteuer ab.

 

Traders Place – Mein aktueller Favorit

Traders Place ist ein deutsches Wertpapierinstitut mit Sitz in Freilassing, dessen Depots bei der Baader Bank geführt werden. Und dieser Broker hat mich in den letzten Monaten zunehmend überzeugt. Auch Finanztip hat Traders Place im aktuellen Depot-Test 2026 das beste Preis-Leistungsverhältnis aller getesteten Broker attestiert.

Warum? Weil Traders Place das Beste aus zwei Welten vereint: Kostenloser Handel über Gettex oder Baader (ab 500 Euro Ordervolumen), aber gleichzeitig echter Börsenhandel an fast 40 Handelsplätzen im In- und Ausland. Das bedeutet: Du kannst Deinen ETF-Sparplan kostenlos besparen und trotzdem bei Bedarf direkt an der Börse Hongkong, Tokio, London oder New York handeln. Für lediglich 3 Euro Orderprovision bei ausländischen Handelsplätzen. Das ist für einen deutschen Broker beeindruckend.

Traders Place bietet mittlerweile Einzeldepots, Kinderdepots und seit Anfang 2026 auch Gemeinschaftsdepots an. Kryptohandel und ein verzinstes Zinskonto (aktuell bis 1,75% p.a. ab 5.000 Euro Einlage) gibt es obendrauf.

Die Sparplanauswahl ist mit über 2.100 ETF-Sparplänen, 8.000 Aktiensparplänen und 400 Fondssparplänen ebenfalls groß – und alle Sparplanausführungen sind kostenlos, schon ab 1 Euro Sparrate.

Ich finde Traders Place absolut prima, habe ein Depot dort und kann den Broker absolut empfehlen! Für einen deutschen Broker ist das Gesamtpaket aus Kosten, Handelsplätzen und Depotarten derzeit sehr schwer zu schlagen.

 

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Flatex – Der Allrounder für anspruchsvolle Anleger

Eine deutlich positive Wendung hat der Broker Flatex in den letzten Jahren vollzogen. Vor einigen Jahren gab es dort noch negative Zinsen auf Verrechnungskonto und Depotwert, was bei einem alten Brokervergleich der Freiheitsmaschine ein NoGo war.

Das ist zum Glück alles Vergangenheit und Flatex hat sich zu einem deutlich besseren Broker entwickelt.

Im Vergleich mit den anderen deutschen Onlinebrokern kosten einzelne Trades zwar wenige Euro (Sparpläne auch hier kostenlos).

Flatex bietet dafür aber sehr viele mögliche Handelsplätze im In- und Ausland, hat eine große Auswahl an ETFs und bietet auch Kryptohandel an. Die Handelsmaske gefällt mir im Vergleich zu den anderen Neobrokern gut. Im Gegensatz zu vielen anderen bietet Flatex neben Einzeldepots auch Gemeinschaftsdepots und sogar Firmendepots für verschiedene Rechtsformen an.

Für mich ist Flatex eine klare Empfehlung für Aktionäre, die auch mal aktiv handeln, ausländische Handelsplätze nutzen oder ein Gemeinschaftsdepot bzw. Firmendepot haben möchten und dabei trotzdem vom automatischen Steuerabzug profitieren. Besonders das Firmendepot macht Flatex in diesem Vergleich einzigartig – wenn Du eine GmbH oder eine andere Gesellschaft hast und darüber investieren möchtest, führt kaum ein Weg an Flatex vorbei.

Der Maschinist besitzt ein Gemeinschaftsdepot bei Flatex.

 

Smartbroker+

Schon einige Jahre am Markt, nennt sich seit einem Wechsel der depotführenden Bank mittlerweile Smartbroker „Plus“ und war ohne die Plusversion mal Gewinner eines älteren Brokervergleichs der Freiheitsmaschine.

Smartbroker+ bietet mittlerweile auch quasi kostenlosen Handel über die Anbieter Gettex und L&S Exchange an, aber auch richtigen Börsenhandel über In- und ausländische Börsen. Kryptohandel mit einigen wenigen Währungen wird ebenfalls angeboten.

Als Nachteile werden nur Einzeldepots geführt (keine Gemeinschafts-, Junior- oder Firmendepots) und als Erinnerung wurde der damalige Wechsel der depotführenden Bank und der damit einhergehende Wechsel der Kunden nicht besonders professionell ausgeführt. Die Hotline war damals über Wochen nicht erreichbar und die Kunden wurden gefühlt ein Stück weit im Regen stehen gelassen, bevor schließlich alles wieder gut wurde.

Seit dieser Aktion habe ich aber nichts Schlechtes über Smartbroker+ gehört und er funktioniert prima für Einzeldepotkunden.

 

Finanzen.Net Zero

Relativ neuer Broker, der quasi kostenfreien Handel von Aktien, ETFs, Anleihen und auch Krypto über Anbieter wie Gettex anbietet. Die Baader Bank fungiert als depotführende Bank. Finanzen.Net Zero ist mehrfacher Kostensieger bei der Stiftung Warentest (zuletzt Ausgabe 12/2025) – wer also vor allem auf die Kosten schaut, ist hier sehr gut aufgehoben.

Finanzen.Net Zero punktet mit einer sehr einfachen und übersichtlichen Benutzeroberfläche. Für Anleger, die einfach nur regelmäßig einen ETF-Sparplan besparen und sich nicht mit Dutzenden Einstellungen beschäftigen wollen, ist das ein Pluspunkt.

Als Nachteil sind nur Einzelkonten möglich und im Vergleich zu Traders Place gibt es keine Handelsmöglichkeiten über echte In- und ausländische Börsen sondern nur über Gettex.

Fazit: Habe ein Depot bei Finanzen.Net Zero und finde es absolut ok für Buy & Hold, Sparpläne und ab und zu einen Börsenhandel, wenn ein Einzeldepot ok ist.

 

Scalable Capital

Der Münchner Neobroker ist einer der größten in Deutschland und bietet zwei Preismodelle: Im kostenlosen „Free“-Modell zahlt man 0,99 Euro pro Trade; im „Prime+“-Modell für 4,99 Euro monatlich kann man ab 250 Euro Ordervolumen unbegrenzt kostenlos handeln. Alle ETF-Sparpläne sind in beiden Varianten kostenlos.

Gehandelt wird primär über Gettex und die hauseigene European Investor Exchange (EIX), seit Anfang 2025 auch über Xetra. Das Angebot ist mit über 8.000 Aktien und 2.700 ETFs solide. Scalable Capital bietet zudem 2 Prozent Zinsen auf Guthaben (in Prime+ unbegrenzt, in Free bis 100.000 Euro) und hat Anfang 2026 als interessantes Feature eine automatische Dividendenwiederanlage eingeführt.

Scalable Capital hat seinen Platz vor allem für Vieltrader, die von der Flatrate profitieren, und für Anleger, die neben dem Broker auch die digitale Vermögensverwaltung (Robo-Advisor) von Scalable nutzen wollen. Kein Gemeinschaftsdepot verfügbar.

 

DKB-Girokonten & Depot

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Einzelorders kosten bei der DKB zwar mindestens 10 (bis 30) Euro, aber der Broker ist verlässlich, hat ein stabiles Preisangebot ohne Lockangebote und versteckte Kosten.

Eine Sparplanausführung kostet generell 1,50 Euro und bei der Sparplanhöhe gibt es nach oben heraus kein echtes Limit.

Interessant ist das DKB Depot nach meiner Meinung für alle aktuellen oder zukünftigen DKB-Girokonto– und Kreditkartenbesitzer, die dann z.B. per Sparplan Vermögen im Depot aufbauen wollen. In dem Fall hat man mit einem Depot dann alles aus einer Hand mit einem Login.

Außerdem bietet die DKB Gemeinschaftsdepots und ein Junior Depot für den eigenen Nachwuchs an, wenn die Eltern dort auch ein DKB-Girokonto besitzen.

Die DKB ist auch ein guter Kandidat für ein Junior-Depot. Damit kannst Du für Deine Kinder vom Tag der Geburt an einen ETF-Sparplan laufen lassen. Selbst 50 Euro pro Monat in einen Welt-ETF können bis zum 18. Geburtstag bei historisch durchschnittlicher Rendite zu einem fünfstelligen Startkapital für den Nachwuchs anwachsen.

Ich würde die DKB also als Zweit- oder Drittbroker mit überwiegend passivem Börsenhandel (Buy & Hold oder Sparpläne) empfehlen, wenn man dort auch ein Girokonto (plus Juniorkonten) führt.

Der Maschinist führt Konten bei der DKB und hat dort auch Aktiendepots.

 

Warum sind ING, Consorsbank oder Comdirect nicht in der Liste?

Ganz klar: Die großen Direktbanken wie ING, Consorsbank und Comdirect sind als Broker nicht schlecht. Wenn Du dort bereits ein Girokonto führst und alles unter einem Dach haben möchtest, sind sie ok. Die ING hat z.B. ein solides Angebot mit kostenloser Depotführung und vielen Sparplänen.

Aber im direkten Vergleich mit den oben genannten Brokern sind sie beim Handeln einfach teurer – teilweise deutlich. Einzelorders kosten bei Consorsbank oder Comdirect schnell 10 Euro oder mehr. Bei der ING kann es bei höherer Ordergröße richtig teuer werden. Bei einem Neobroker zahlst Du außer dem Spread null. Bei einem langfristigen Buy-&-Hold-Ansatz mit Sparplan ist der Unterschied überschaubar. Aber warum mehr zahlen, wenn es auch billiger geht?

Wer bereits ein Depot dort hat und zufrieden ist: Kein Grund zur Panik. Deine Aktien wachsen auch dort. Wer aber neu anfängt oder über einen Zweitbroker nachdenkt (was ich bei steigender Vermögenshöhe immer empfehle): Die oben genannten Broker bieten einfach ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

 

 

Broker, die ich aktuell nicht nehmen würde

Das sind mittlerweile nur noch ganz wenige.

Einer, der mir trotz seiner großen Popularität dabei einfällt, ist:

 

Trade Republic

Als positiven Punkt hatte der Anbieter damals werbemäßig den „kostenlosen“ Handel ins Rollen gebracht, den mittlerweile sehr viele Anbieter übernommen haben. Möglich war das damals, weil Trade Republic den Handel ausschließlich über Lang & Schwarz abwickelte und es keinen echten Börsenhandel gab.

Diese Vorgehensweise wurde zwar mittlerweile in „LS-Exchange“ umbenannt, aber ansonsten ist der Handel weiterhin eingeschränkt. Es gibt auch keinen Handel an US-Börsen.

Ab Sommer 2024 gab es über viele Monate wiederholt Beschwerden, dass Dividenden erst nach wochenlanger Verspätung und nach mehreren Nachfragen gutgeschrieben wurden. Zahlreiche Medien berichteten darüber, betroffen waren unter anderem Aktionäre von DWS, Porsche und weiteren Unternehmen. Trade Republic begründete die Probleme mit einer „Systemumstellung“ im Zuge des Übergangs zur eigenen Vollbanklizenz. Auch 2025 kam es in Österreich erneut zu Berichten über fehlerhaft abgerechnete Kapitalertragsteuer bei Dividendenzahlungen. Für einen Broker, der 4 Millionen Kunden und 35 Milliarden Euro Vermögenswerte verwaltet, ist das nicht akzeptabel.

Es gibt als aktuelle Werbemaßnahme eine positive Verzinsung auf dem Verrechnungskonto (aktuell 2% p.a.).

Diese Verzinsung kann man aber auch bei allen anderen Brokern haben, indem man einfach mit freiem Geld einen Übernacht-Geldmarkt-ETF kauft, wie z.B. den Xtrackers EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF, der täglich verzinst wird und den man sehr liquide handeln kann. Der Vorteil: Diese Lösung funktioniert bei jedem Broker und Du bist nicht von der Marketingentscheidung eines einzelnen Anbieters abhängig, der die Zinsen jederzeit senken kann – wie Trade Republic es bereits mehrfach getan hat (von ursprünglich 4% auf aktuell 2%).

Den Xtrackers gibt es auch als US-Dollar-Version und so kann man unter Inkaufnahme von Währungsschwankungen auch am jeweiligen Zinsniveau des US-Dollars partizipieren.

Bezüglich Trade Republic würde ich also immer noch sagen „eher nicht“, da es mittlerweile viele andere Anbieter gibt, die neben dem „kostenlosen“ Börsenhandel über Gettex und Co. auch echte in- und ausländische Handelsbörsen bieten, über die man wahlweise handeln kann. Und die nicht wiederholt durch technische Pannen bei so grundlegenden Dingen wie der Dividendengutschrift auffallen.

 

 

Für Fortgeschrittene: Auslandsdepot ohne automatische Steuerabfuhr

Falls Du auch noch ein Auslandsdepot haben möchtest, empfehle ich Interactive Brokers oder den deutschsprachigen Ableger CapTrader.

 

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CapTrader ist für aktive Anleger und Trader eine gute Wahl aufgrund sehr niedriger Handelsgebühren und einem riesigen Produktangebot. Dieser Broker setzt auf die umfangreiche Interactive Brokers Handelsplattform, die weltweit zu den besten gehört. Damit hast Du Zugang zu praktisch allen Börsen dieser Welt, kannst Optionen handeln und profitierst von professionellen Analyse- und Orderwerkzeugen.

Deine Kapitalertrags- & Abgeltungssteuern musst Du mit Deiner jährlichen Steuererklärung allerdings selbst abführen. Das ist der Preis für die erweiterten Möglichkeiten und deshalb empfehle ich ausländische Broker nur für wirklich aktive Trader und zur Diversifikation von Vermögen auf verschiedene Kontinente im Fall einer Krise.

 

Zusammenfassung: Bester Broker für jeden Anlegertyp

Bester Broker für ETF-Sparpläne: Traders Place, Finanzen.Net Zero, Scalable Capital oder Smartbroker+ – Sparpläne sind überall kostenlos.

Bester Broker für echten Börsenhandel im In- und Ausland: Traders Place und Flatex – beide bieten Zugang zu vielen internationalen Handelsplätzen zu guten Konditionen.

Bester Broker für ein Gemeinschaftsdepot: Traders Place (seit 2026), Flatex und die DKB.

Bester Broker für ein Firmendepot (GmbH): Flatex – derzeit die einzige empfehlenswerte Option unter den Onlinebrokern.

Bester Broker für ein Junior-Depot: Traders Place, DKB und Flatex.

Bester Broker für aktive Trader weltweit: Interactive Brokers bzw. CapTrader.

 

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Depotwechsel: Einfacher als Du denkst

Falls Du aktuell noch ein teures Depot bei einer Filialbank oder einer alten Direktbank führst: Ein Depotwechsel ist kostenlos und einfach. Dein neuer Broker übernimmt den gesamten Übertrag. Gebühren dürfen dafür laut BGH-Urteil nicht anfallen.

Du musst also nicht verkaufen und neu kaufen (das würde Steuern auslösen), sondern überträgst Deine bestehenden Wertpapiere einfach zum neuen Broker. Die Anschaffungsdaten werden mit übertragen, Dein steuerlicher Bestandsschutz bleibt vollständig erhalten.

Laut Stiftung Warentest können Anleger durch einen Wechsel von einer teuren Filialbank zu einem Onlinebroker über 800 Euro pro Jahr an Gebühren sparen. Das ist Geld, das bei Dir im Depot arbeiten sollte – nicht bei der Bank.

Mein Tipp: Eröffne erst das neue Depot, richte Deine Sparpläne dort ein und beantrage dann den Depotübertrag beim neuen Broker. Der Übertrag dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Erst wenn alles da ist, kündigst Du das alte Depot.

 

Nochwas: PFOF-Verbot und Altersvorsorgedepot

Zwei wichtige Entwicklungen sollte jeder Freiheitskämpfer auf dem Radar haben:

Das PFOF-Verbot ab Juli 2026: Die EU verbietet zum 30. Juni 2026 das sogenannte „Payment for Order Flow“ in Deutschland. Das ist ein Vergütungsmodell, bei dem Handelsplätze den Brokern eine Provision für die Weiterleitung von Kundenorders zahlen. Dieses Modell hat den „kostenlosen“ Handel bei Neobrokern überhaupt erst ermöglicht. Nun muss es weg ich finde das aus Transparenzgründen gut.

Was bedeutet das für Dich? Ehrlich gesagt: Wahrscheinlich wenig. Die großen Neobroker bereiten sich seit langem darauf vor. Scalable Capital betreibt mittlerweile mit der European Investor Exchange eine eigene Börse und agiert dort selbst als Market Maker. Andere Broker wie Traders Place und Finanzen.Net Zero haben ebenfalls angekündigt, dass sich für ihre Kunden nichts Wesentliches ändern wird. Es könnte sein, dass einzelne Trades in Zukunft 1 bis 2 Euro mehr kosten. Aber angesichts von 0 Euro heute wäre selbst das noch traumhaft günstig im historischen Vergleich. Und für Sparplananleger dürfte sich gar nichts ändern.

Ergo: Ob Du 0 oder 2 Euro pro Trade zahle, ist bei einem langfristigen Buy-&-Hold-Ansatz mit regelmäßigem Sparplan komplett irrelevant.

Was relevant ist: Dass Du überhaupt investierst!

 

Das Altersvorsorgedepot ab 2027: Die Bundesregierung hat im Dezember 2025 eine grundlegende Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen. Das Herzstück ist ein neues Altersvorsorgedepot, das ab 1. Januar 2027 an den Start gehen soll.

Und jetzt wird es spannend: Im Gegensatz zur alten Riester-Rente mit ihrer starren Beitragsgarantie, die praktisch jede sinnvolle Aktienanlage verhindert hat, soll man im neuen Altersvorsorgedepot auch ohne Garantie investieren können. Also direkt in Aktien-ETFs.

Genau das, was der Maschinist seit Jahren predigt.

Die Förderung: Für jeden eingezahlten Euro bis 1.200 Euro gibt es 30 Cent vom Staat als Zulage, für weitere bis zu 600 Euro noch 20 Cent. Das ergibt maximal 480 Euro staatliche Zulage pro Jahr bei einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro. Berufseinsteiger unter 25 bekommen zusätzlich 200 Euro Bonus in den ersten drei Jahren. Und es gibt eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr.

Ob es am Ende wirklich so kommt und ob die Konditionen im finalen Gesetz noch besser oder schlechter werden, bleibt abzuwarten. Aber die Richtung stimmt. Endlich bewegt sich die Politik in die richtige Richtung beim Thema Aktienkultur in Deutschland.

Mein Rat: Warte nicht auf das Altersvorsorgedepot. Fang heute an zu investieren. Wenn das Altersvorsorgedepot 2027 kommt, kannst Du es als zusätzlichen Baustein nutzen.

Aber Dein reguläres Depot mit Welt-ETF-Sparplan ist und bleibt die Basis Deiner persönlichen Freiheitsmaschine!

 

ETF Sparplan einrichten – So startest Du in 3 Schritten

Für alle, die gerade erst anfangen: So einfach geht Vermögensaufbau per ETF-Sparplan:

Schritt 1: Eröffne ein kostenloses Depot bei einem der oben genannten Broker. Das dauert online meist nur 10 bis 15 Minuten inklusive Videoidentifizierung.

Schritt 2: Richte einen monatlichen Sparplan auf einen breit gestreuten Welt-ETF ein. Gute Optionen sind ETFs auf den MSCI World, den MSCI ACWI oder den FTSE All-World. Du kannst bereits ab 1 Euro pro Monat starten (bei den meisten Neobrokern), aber natürlich gilt: Je mehr, desto besser.

Schritt 3: Lehne Dich zurück und lass den Sparplan laufen. Nicht nervös werden bei Kurseinbrüchen. Gerade dann kaufst Du günstig ein. Historisch hat sich bisher jeder Crash als hervorragende Kaufgelegenheit erwiesen – vorausgesetzt, man hatte einen ausreichend langen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren.

 

Häufig gestellte Fragen zum Aktiendepot und Brokervergleich

Was ist ein Aktiendepot?
Ein Aktiendepot ist ein Konto, über das Du Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen kaufen, verkaufen und verwahren kannst. Es ist das Gegenstück zum Girokonto – nur dass dort statt Geld Deine Wertpapiere liegen. Ohne Depot kein Zugang zum Aktienmarkt. Die gute Nachricht: Die Eröffnung ist mittlerweile bei allen hier vorgestellten Brokern komplett kostenlos und innerhalb weniger Minuten online erledigt.

Was ist der Unterschied zwischen Neobroker und Direktbank?
Neobroker wie Traders Place, Scalable Capital oder Trade Republic sind spezialisierte Onlinebroker mit sehr niedrigen Gebühren und einer schlanken App als Hauptzugang. Direktbanken wie ING, DKB oder Consorsbank bieten neben dem Depot auch Girokonto, Kreditkarte und weitere Bankdienstleistungen an – sind dafür beim Handeln aber oft teurer. Für einen reinen ETF-Sparplan ist ein Neobroker meist die bessere und günstigere Wahl.

Was passiert mit meinen Aktien, wenn der Broker pleitegeht?
Deine Aktien und ETFs sind als sogenanntes Sondervermögen rechtlich geschützt. Sie gehören Dir und nicht dem Broker. Geht der Broker insolvent, werden Deine Wertpapiere einfach zu einem anderen Broker übertragen. Das Geld auf Deinem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Kurzum: Dein Depot ist sicher.

Was kostet ein Aktiendepot?
Bei allen hier empfohlenen Onlinebrokern kostet die Depotführung 0 Euro. Handelsgebühren liegen bei den Neobrokern bei 0 bis 1 Euro pro Trade über Handelsplätze wie Gettex. Sparplanausführungen sind bei fast allen kostenlos. Die einzigen echten laufenden Kosten sind die Verwaltungsgebühren des ETFs selbst (TER), die bei einem Welt-ETF typischerweise unter 0,2 Prozent pro Jahr liegen.

Was ist der Spread und warum ist er wichtig?
Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs eines Wertpapiers. Selbst wenn Dein Broker keine Ordergebühr verlangt, zahlst Du implizit über den Spread. Dieser ist am niedrigsten, wenn die großen Börsen geöffnet sind (Xetra: 9:00–17:30 Uhr, US-Börsen: 15:30–22:00 Uhr). Tipp: Führe Deine Käufe möglichst während der Xetra-Handelszeiten aus – dann bekommst Du die besten Kurse.

Welcher ETF ist für Anfänger am besten geeignet?
Für die meisten Anleger empfiehlt sich ein breit gestreuter Welt-ETF auf den MSCI World, den MSCI ACWI (der auch Schwellenländer enthält) oder den FTSE All-World. Diese ETFs investieren in Hunderte oder Tausende der größten Unternehmen weltweit und bieten maximale Diversifikation bei minimalem Aufwand. Wähle einen thesaurierenden ETF (der Dividenden automatisch wieder anlegt) mit niedriger TER – und lass ihn einfach laufen.

Kann ich mein Depot wechseln ohne zu verkaufen?
Ja! Ein Depotübertrag ist kostenlos und steuerneutral. Deine Wertpapiere werden vom alten zum neuen Broker übertragen, ohne dass ein Verkauf stattfindet. Die Anschaffungsdaten bleiben erhalten. Der neue Broker leitet den Übertrag ein – Du musst nur den Antrag stellen.

Welchen Broker empfiehlt der Maschinist?
Mein aktueller Favorit ist Traders Place – das Gesamtpaket aus Kosten, Handelsplätzen und Depotarten überzeugt mich derzeit am meisten. Für Firmendepots ist Flatex die beste Wahl, für alles aus einer Hand mit Girokonto die DKB. Alle Details findest Du oben in den ausführlichen Broker-Beschreibungen und in der Vergleichstabelle.

 

Abschließend

Viel wichtiger, als möglichst wenig Gebühren zu bezahlen, ist etwas ganz anderes:

Regelmäßig an der Börse zu investieren und sich besonders bei temporären Kurseinbrüchen nicht verrückt machen zu lassen!

Wer das schafft, den wird die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten wie in den letzten 200 Jahren auch in Zukunft reich beschenken.

  • Der Besitz von Aktien bedeutet die direkte Teilhabe an einem Unternehmen
  • Ein Gesamtmarkt Aktien-ETF bedeutet den direkten Mitbesitz an den größten und erfolgreichsten Unternehmen dieser Welt
  • Zeit im Markt schlägt Timing des Marktes – je früher Du anfängst, desto mächtiger wirkt der Zinseszinseffekt für Dich

Lass Dich von niemandem davon abbringen, Deine ganz persönliche Freiheitsmaschine aufzubauen!

Weiterführende Artikel der Freiheitsmaschine: Die größte Wohlstandsmaschine aller Zeiten | Aktienmarkt Performance Rechner | Welche Versicherungen brauchst Du | Die günstigste Baufinanzierung